mal abgesehen davon dass das keiner fordert, so einige, ich auch, du nicht? ich Kauf ja jetzt schon Spiele wo es keinen Kopierschutz gibt, bzw. die so alt sind das der Kopierschutz vom Hersteller nachträglich raus gepatcht wurde. Ich klau auch nix im Tante Emma Laden, selbst wenn die Verkäuferin gerade hinten im Lager rumgammelt. Nennt sich Moral, Gerechtigkeitssinn, was weiss ich. Und Leute die das nicht haben, haben dann auch nen Schlüssel für deine Mülltonne.stellt euch einfach vor sony und konsorten würden gar nichts tun um das vervielfältigen ihrer software zu erschweren, wer würde dann noch spiele kaufen ?
Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
- Sir Richfield
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Ich weiß was du meinst und in diesem Zusammenhang hast Du durchaus recht, aber ich muss deine pauschale Aussage ein wenig zusammenstutzen, denn in unserem Grundgesetz steht, dass eben dies unter Umständen legitim ist.Nanimonai hat geschrieben:Auf den Punkt: Wenn man Unrecht mit Unrecht begegnet, wird daraus noch lange kein Recht. Weder gesetzlich noch moralisch.
In diesem Zusammenhang sei der Zivile Ungehorsam genannt. Der ist unrecht, begegnet aber moralisch sauber einem ungerechten Gesetz.
NEIN, das Nutzen unlizensierter Kopien ist in meinen Augen KEIN legitimer Ziviler Ungehorsam!!!!
Bevor hier wieder einer pauschalisieren will!
- Kajetan
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Das Problem besteht aber darin, dass die "zuständigen" Stellen und die Industrie im gemeinsamen Bett liegen und Politik nicht für alle gesellschaftlich relevanten Gruppen gemacht wird, sondern nur noch für bestimmte wirtschaftliche Partikularinteressen. Dass Fachleute der Industrie zB. im Falle Versicherungs und Gesundheitswesen direkt in Ministerien sitzen und den ahnungslosen Ministerialbeamten Gesetze vorschreiben, weil diese keinen Schimmer haben, das ist Dir bekannt?Nanimonai hat geschrieben:Die Industrie hat in den letzten Jahrzehnten auch häufig versucht, das Verbraucherrecht zu beugen und wurde dafür auch oft genug abgemahnt, aber genau das sollte man auch den dafür zuständigen Stellen überlassen uns sich nicht sein eigenes moralisches Recht zusammenstricken.
Du vertraust da auf Umstände, die es schlicht und einfach nicht gibt. Du vertraust auf Kompetenz, die staatlicherweise nicht existiert. Du vertraust darauf, dass "die" schon wissen, was sie da tun. Pustekuchen. Sie wissen es eben nicht!
Wenn Unrecht aber so definiert wird, dass Unmoral Recht wird, wie moralisch sind dann diese Gesetze? Sie sind dann nicht mehr wert als das Papier, auf dem sie stehen.Auf den Punkt: Wenn man Unrecht mit Unrecht begegnet, wird daraus noch lange kein Recht. Weder gesetzlich noch moralisch.
Und das von Dir beklagte Unrechtsbewusstsein, woher kommt das denn? Weil viele Leute merken, dass ein in erster Linie für wirtschaftliche Partikularinteressen zusammengestricktes Gesetz nicht befolgt werden muss. Weil es als ungerecht empfunden wird. Und wie kann man dem entgegenwirken? Man macht ein besserer Gesetz, mit dem sich möglichst viele Menschen einverstanden erklären können. Mit moralinsauren Mahnungen kommt man hier nicht weit.
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Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Ich weiß auch, was Du meinst, aber der zivile Ungehorsam wird vor Gericht etwas anders behandelt.Sir Richfield hat geschrieben:Ich weiß was du meinst und in diesem Zusammenhang hast Du durchaus recht, aber ich muss deine pauschale Aussage ein wenig zusammenstutzen, denn in unserem Grundgesetz steht, dass eben dies unter Umständen legitim ist.Nanimonai hat geschrieben:Auf den Punkt: Wenn man Unrecht mit Unrecht begegnet, wird daraus noch lange kein Recht. Weder gesetzlich noch moralisch.
In diesem Zusammenhang sei der Zivile Ungehorsam genannt. Der ist unrecht, begegnet aber moralisch sauber einem ungerechten Gesetz.
NEIN, das Nutzen unlizensierter Kopien ist in meinen Augen KEIN legitimer Ziviler Ungehorsam!!!!
Bevor hier wieder einer pauschalisieren will!
Eine Demonstration, Sitzblockade oder Widerstand gegen die Staatsgewalt macht daraus halt auch noch lange kein Recht. Es bleibt nach wie vor ein Widerstand gegen die Staatsgewalt, nur wird die Motivation dahinter bei zivilem Ungehorsam weiter mit berücksichtigt und kann strafmildernd wirken.
So gesehen hat ziviler Ungehorsam erst mal keine direkte rechtliche Relevanz, ist also weder Recht noch Unrecht. Es ist eigentlich viel mehr ein Hilfskonstrukt bei der Bewertung konkreter Rechtsvergehen.
- Sir Richfield
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Janeinja...Nanimonai hat geschrieben:So gesehen hat ziviler Ungehorsam erst mal keine direkte rechtliche Relevanz, ist also weder Recht noch Unrecht. Es ist eigentlich viel mehr ein Hilfskonstrukt bei der Bewertung konkreter Rechtsvergehen.
Ziviler Ungehorsam soll ja auf ein ungerechtes Gesetz aufmerksam machen. Dafür nimmt man die Strafe in Kauf. Es ist unrechtlich, einem Gesetz nicht Folge zu leisten. Die Bewertung erfolgt nicht durch die Gerichte, sondern durch die Gesellschaft.
Beispiel für Zivilen Ungehorsam ist Rosa Parks. Wissenschon, die Frau mit der schwarzen Hautfarbe, die einfach mal sitzen geblieben ist.
In den Bau wandern, weil man die Rundfunkgebühren einfach nicht zahlt, wäre auch ziviler Ungehorsam (so man keinen solchen konsumiert!). Allerdings zweifle ich daran, dass wir bräsigen Deutschen deshalb die Regelung kippen werden.
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Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Ich möchte nicht auf den Rest Deines Beitrags eingehen, weil er mich leider wieder in meiner Annahme bestätigt hat, dass Du zwar ein durchaus kluger Kopf bist, aber dennoch ein paar mal zu oft Fletcher´s Visionen gesehen hast, daher kommentiere ich das nicht weiter.Kajetan hat geschrieben: Und das von Dir beklagte Unrechtsbewusstsein, woher kommt das denn? Weil viele Leute merken, dass ein in erster Linie für wirtschaftliche Partikularinteressen zusammengestricktes Gesetz nicht befolgt werden muss. Weil es als ungerecht empfunden wird. Und wie kann man dem entgegenwirken?
Zu diesem Punkt: Als vor 30-40 Jahren reihenweise Disketten mit kopierten Spielen auf den Schulhöfen der Republik getauscht wurden, gab es kein DRM, keine bis kaum vorhandene Kopierschutzmechanismen, keine Industrie, die einen ehrlichen Käufer gegängelt hat.
Streng genommen gab es damals noch nicht mal eine wirkliche Computerspieleindustrie, sondern nur ein paar Hobbyprogrammierer in irgendwelchen Garagen, die ihre Spiele verkauft haben.
Trotzdem wurde sich unter den Nagel gerissen, was man umsonst kriegen konnte.
Nein, das waren keine politischen Statements von Menschen, die mit den Gesetzen und der Gängelung der Industrie nicht einverstanden waren.
Das waren Zocker. Die wollten nur zocken und haben dankend genommen, was sie ohne viel Aufwand umsonst bekommen konnten. Und genau die sind es heute auch noch.
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johndoe981765
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Da ist er wieder: der 'ehrliche Käufer'. 
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Lessthan
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Wenn ich schon das Wort "Raubkopie" sehe schwillt mir der Kamm. Ich würde ja noch mit dem Begriff "Schwarzkopie" konform gehen. Aber Raubkopie? Wo bitte ist das Tatbestandsmerkmal eines Raubes gegeben? Wenn ich eine DVD kopiere oder mir nen Iso aus dem Netz ziehe, übe ich dabei körperliche Gewalt aus oder nötige ich eine andere Person? Nein, aber genau das ist es was den Tatbestand eines Raubes ausmacht. Rein rechtlich gesehen ist es noch nicht mal Diebstahl, da ich keine bewegliche Sache einem anderen wegnehme.
Wenn ich kopiere dann mache ich mich der unerlaubten Vervielfältigung schuldig aber bestimmt keinen Raub oder Diebstahl.
Und dieses Märchen das jede unerlaubte Kopie gleich ein verlorener Kauf ist, sollte auch niemand glauben.
Noch nen Link zu etwas zum Thema
Wenn ich kopiere dann mache ich mich der unerlaubten Vervielfältigung schuldig aber bestimmt keinen Raub oder Diebstahl.
Und dieses Märchen das jede unerlaubte Kopie gleich ein verlorener Kauf ist, sollte auch niemand glauben.
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- Wigggenz
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Ein Kampfbegriff halt.
"Raubkopierer sind Verbrecher" ist auch ganz schön
Für illegalen Softwareerwerb wandert man nicht für mindestens ein Jahr ins Gefängnis, ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob Urheberrechtsverletzungen überhaupt einen eigenen Straftatbestand haben...
Edit:
Ja, haben sie gem. §106 UrhG.
ABER:
Das gilt nicht für den reinen Konsum, so wie uns die Industrie gerne weißmachen würde. Daraus lassen sich vielleicht zivilrechtliche Ansprüche ableiten, aber keine Strafbarkeit.
"Raubkopierer sind Verbrecher" ist auch ganz schön
Für illegalen Softwareerwerb wandert man nicht für mindestens ein Jahr ins Gefängnis, ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob Urheberrechtsverletzungen überhaupt einen eigenen Straftatbestand haben...
Edit:
Ja, haben sie gem. §106 UrhG.
ABER:
Das gilt nicht für den reinen Konsum, so wie uns die Industrie gerne weißmachen würde. Daraus lassen sich vielleicht zivilrechtliche Ansprüche ableiten, aber keine Strafbarkeit.
Zuletzt geändert von Wigggenz am 26.02.2013 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Was stört Dich an dem Terminus?BattleIsle hat geschrieben:Da ist er wieder: der 'ehrliche Käufer'.
- Querscheisser
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Wobei man hier nur mutmaßen kann, ob das "ohne viel Aufwand" oder das "Umsonst" die größere Gewichtung bei der ganzen Sache hatte. Man hatte da bei vielen Games leichter, die dinge aufm Schulhof als in irgendeinem Geschäft zu finden. (Bin inner Kleinstadt aufgewachsen, mag inner Großßstadt anders ausgesehen haben). Heute ist die Verfügbarkeit von Games ne ganz andere als zur damaligen Zeit, und ich denke das spielt in dem Zusammenhang auch ne große Rolle. Aber wie gesagt, Kleinstadt, kann mich täuschen.Trotzdem wurde sich unter den Nagel gerissen, was man umsonst kriegen konnte.
Nein, das waren keine politischen Statements von Menschen, die mit den Gesetzen und der Gängelung der Industrie nicht einverstanden waren.
Das waren Zocker. Die wollten nur zocken und haben dankend genommen, was sie ohne viel Aufwand umsonst bekommen konnten. Und genau die sind es heute auch noch.
- Sir Richfield
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Hast Du eine andere Zeit erlebt als wir? Codescheiben, Handbuch Passagen nachschlagen, spezielle Kopierprogramme... Kopien und Schutzversuche gibt es, seit es Daten gibt.Nanimonai hat geschrieben:Zu diesem Punkt: Als vor 30-40 Jahren reihenweise Disketten mit kopierten Spielen auf den Schulhöfen der Republik getauscht wurden, gab es kein DRM, keine bis kaum vorhandene Kopierschutzmechanismen, keine Industrie, die einen ehrlichen Käufer gegängelt hat.
Streng genommen gab es damals noch nicht mal eine wirkliche Computerspieleindustrie, sondern nur ein paar Hobbyprogrammierer in irgendwelchen Garagen, die ihre Spiele verkauft haben.
Gut, man kann sagen, dass die Industrie da eher den Entwickler gegängelt hat, als den Kunden aber...
Übrigens, am Begriff "Ehrlicher Kunde" stört, dass es ein Pleonasmus ist. Der Kunde ist per Definition ehrlich. Es kann keinen unehrlichen Kunden geben.
Abgesehen davon würde die Schaffung des unehrlichen Kunden als Synonym für Nutzer unlizensierter Kopien den Kunden als Begriff schwächen.
Der Kunde muss aber gerade in dieser Beziehung/Diskussion/Zusammenhang gefördert (und gefordert..) werden, damit allen Beteiligten mal wieder bewußt wird, dass es eigentlich um ihn geht, denn nur der Kunde tauscht sein Geld gegen Unterhaltung.
- Pyoro-2
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Klar kann's auch "unehrliche Kunden" geben. Bspw. jemand, der das Spiel kauft, kopiert, und zurück gibt. Und vllt dazw. behauptet, da sei keine Disc drin gewesen, die aber halt einfach behalten hat. Oder sowas 
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Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
Genau genommen schrieb ich "ehrlicher Käufer", das kann man aber auch auf "Kunde" anwenden.Sir Richfield hat geschrieben: Übrigens, am Begriff "Ehrlicher Kunde" stört, dass es ein Pleonasmus ist. Der Kunde ist per Definition ehrlich. Es kann keinen unehrlichen Kunden geben.
Mit "ehrlicher Käufer" meint man doch jemanden, der sich seine Spiele auf legalem Wege besorgt. Ein Käufer an sich ist natürlich nicht zwangsläufig auch ein ehrlicher Käufer oder Kunde.
Geh mal auf Flohmärkte oder in gewisse "Barankauf"-Läden und frag, was die unter der Theke verkaufen, geh mal ins Ausland und Du findest an jeder Straßenecke jemanden, der Dir "GAT V", "Call of Honor" oder "Holo 4" für die Xbox verkauft.
Ich war früher einer der ersten, der Monkey Island hatte und ich habe mir einen Mordsaufwand damit gemacht, die Kopierschutzabfragen mit dieser Scheibe zu kopieren, auszuschneiden und zusammenzutackern, damit man die Scheiben übereinander legen konnte.
Das Spiel selbst war ja nicht auf der Diskette kopiergeschützt, sondern nur damit.
Und ja, die Teile habe ich auf dem Schulhof für einen Heiermann verkauft.
Aber nicht an "ehrliche Käufer".
- danke15jahre4p
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien
leider siehst du, wie so oft,die medaille immer nur von einer seite, denn:Nanimonai hat geschrieben:Zu diesem Punkt: Als vor 30-40 Jahren reihenweise Disketten mit kopierten Spielen auf den Schulhöfen der Republik getauscht wurden, gab es kein DRM, keine bis kaum vorhandene Kopierschutzmechanismen, keine Industrie, die einen ehrlichen Käufer gegängelt hat.SpoilerShowIch möchte nicht auf den Rest Deines Beitrags eingehen, weil er mich leider wieder in meiner Annahme bestätigt hat, dass Du zwar ein durchaus kluger Kopf bist, aber dennoch ein paar mal zu oft Fletcher´s Visionen gesehen hast, daher kommentiere ich das nicht weiter.Kajetan hat geschrieben: Und das von Dir beklagte Unrechtsbewusstsein, woher kommt das denn? Weil viele Leute merken, dass ein in erster Linie für wirtschaftliche Partikularinteressen zusammengestricktes Gesetz nicht befolgt werden muss. Weil es als ungerecht empfunden wird. Und wie kann man dem entgegenwirken?
Streng genommen gab es damals noch nicht mal eine wirkliche Computerspieleindustrie, sondern nur ein paar Hobbyprogrammierer in irgendwelchen Garagen, die ihre Spiele verkauft haben.SpoilerShowTrotzdem wurde sich unter den Nagel gerissen, was man umsonst kriegen konnte.
Nein, das waren keine politischen Statements von Menschen, die mit den Gesetzen und der Gängelung der Industrie nicht einverstanden waren.
Das waren Zocker. Die wollten nur zocken und haben dankend genommen, was sie ohne viel Aufwand umsonst bekommen konnten. Und genau die sind es heute auch noch.
1. wer sagt dir denn das diejenigen die diespiele, auf dem schulhof wohlgemerkt, genügend geld gehabt hätten sich diese zu kaufen und
2. wurde nicht durch die möglichkeit an spiele ranzukommen erst der markt geschaffen so wie wir ihn heute kennen?
wer weiss wie heute der markt aussehen würde in seiner breite hätte es damals nicht die millionen von kopien gegeben die eine ganze generation angefixxt hat sich für spiele zu interessieren!
damals war ich in der grundschule mit 2,50 dm in der tasche, konnte mir keine spiele leisten, bin aber durch die berührung mit kopien ein spieler geworden, heute habe ich meine eigene spedition und KAUFE spiele! vielleicht wäre ich heute kein käufer hätte es damals den ultrakopierschutz gegeben!
und wer weiss, vielleicht gibt es diesen effekt der kundengewinnung durch kopien heute immernoch?
greetingz
