Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

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R_eQuiEm
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von R_eQuiEm »

greenelve hat geschrieben:
Pyoro-2 hat geschrieben: Nö, das ist damage control ^^ Natürlich kann man es sich nid erlauben, wie der letzte Affe dazustehen. Aber darum geht's hier ja nicht, hier geht's um "Normalniveau PLUS". Also beispielsweise wie Paradox an seine Kunden regelmäßig Spiele verschenkt - hab von denen schon Wars in America, Cities in Motion, Crusader Kings 1 ... bekommen. Und? Hab ich je iwo ein PI game vorne in den Verkaufscharts gesehen? Würd ich deswegen 'n game von denen kaufen, das mich nid juckt? Nö. ^^
Und welchen Schaden wollen sie damit abwenden? Den der schlechten Kundenmeinung. Es gab in den Fällen einen Schaden, wodurch die Kunden verärgert waren und als Reaktion darauf Gratissachen, um die Zufriedenheit wieder herzustellen.
Es ist schon ein Fehler solche Sachen als gratis zu bezeichnen. Nichts in der Wirtschaft ist gratis, gar nichts!
Im Falle vom PSN-Vorfall, waren die "geschenkten" Spiele und PSN+ Monate eine Entschädigung plus Werbung. Von Gratis kann bzw. darf man da gar nicht reden!
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danke15jahre4p
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von danke15jahre4p »

De_Montferrat hat geschrieben:
Spoiler
Show
Pyoro-2 hat geschrieben:
De_Montferrat hat geschrieben:Nicht jedes Spiel kann die enormen Ausmaße der Massenspiele annehmen. Das geht schon gar nicht vom Thema, dem Genre, etc. her. Fußballspiele sind beliebt, weil es ein oft gespielter Sport ist. Rollenspiele oder gar Strategie wollen halt nicht alle spielen.
Eben, also was soll da großartige Kundenanbandelei bringen? Fans von den PI games werden die sowieso kaufen, was bleibt denen auch anderes über? Und der Rest hat so oder so kein Interesse. Oder Fußballfans - entweder kaufst halt PES oder Fifa. Andere Möglichkeiten hast ja garnid ^^ Als ob da 'ne leicht bessere Patchpolitik oder sowas großartig Auswirkungen hätte - klar wird's paar Fälle geben. Aber rechnet sich das unter'm Strich? Ich bezweifel's ;)
Das kann schon sein. Ich habe keine gemessenen Zahlen. Aber die Verwendung eines Kopierschutzes sowie etwaiger DRM-Mechanismen -und über dieses Thema reden wir ja- ist ebenfalls keine Garantie, dass es mehr Leute kaufen. Und auch dieser Schutz muss schließlich bezahlt werden. Und ob sich der rechnet? :wink:
Aber darum geht es ja auch nicht wirklich. Es geht einzig und allein darum, dass die Hersteller ihren Investoren immer größere und bessere/ gewinnträchtigere Zahlen vorlegen wollen UND müssen, um diese und somit deren Geld, das bei ihnen (den Herstellern) lagert, bei Laune zu halten. Deswegen auch immer höhere Verkausziele oder die Fokussierung auf die Vorbestellerzahlen und Verkäufe der Erscheinungswoche.
Da sich aber bestimmt Mittel und Wege finden lassen, auch dieses Patent, sollte es angewendet werden, zu umgehen, wird es am Ende wieder nur den Kunden, der bereits Geld für sein erworbenes Produkt ausgegeben hat, treffen. Und ich bitte dich, es gibt kein fehlerresistentes Computersystem.
das lustige ist ja, da nicht geklärt ist ob und in wie weit sich ein kopierschutz positiv auf die verkaufszahlen auswirkt, könnte sich der absolute nonplus ultra nicht umgehbare beste kopierschutz der welt sogar im gesamtkontext des absatzmarktes negativ auf die verkaufszahlen auswirken!

:D

greetingz
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greenelve
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von greenelve »

R_eQuiEm hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben:
Pyoro-2 hat geschrieben: Nö, das ist damage control ^^ Natürlich kann man es sich nid erlauben, wie der letzte Affe dazustehen. Aber darum geht's hier ja nicht, hier geht's um "Normalniveau PLUS". Also beispielsweise wie Paradox an seine Kunden regelmäßig Spiele verschenkt - hab von denen schon Wars in America, Cities in Motion, Crusader Kings 1 ... bekommen. Und? Hab ich je iwo ein PI game vorne in den Verkaufscharts gesehen? Würd ich deswegen 'n game von denen kaufen, das mich nid juckt? Nö. ^^
Und welchen Schaden wollen sie damit abwenden? Den der schlechten Kundenmeinung. Es gab in den Fällen einen Schaden, wodurch die Kunden verärgert waren und als Reaktion darauf Gratissachen, um die Zufriedenheit wieder herzustellen.
Es ist schon ein Fehler solche Sachen als gratis zu bezeichnen. Nichts in der Wirtschaft ist gratis, gar nichts!
Im Falle vom PSN-Vorfall, waren die "geschenkten" Spiele und PSN+ Monate eine Entschädigung plus Werbung. Von Gratis kann bzw. darf man da gar nicht reden!
Rein aus Sicht des Unternehmens. Natürlich war es eine Entschädigung, ein Versuch die Kundenzufriedenheit wiederherzustellen und die Spieler, bei denen es funktioniert hat, freuen sich über, Gratisspiele, geschenkte Games für ihre Bibliothek. In dem Fall wurde also Ware gegen Zufriedenheit getauscht.

Nicht alles was in der Herstellung Geld kostet, bringt auch Geld zurück.
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R_eQuiEm
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von R_eQuiEm »

@greenelve
Natürlich nicht, aber es ist immer beabsichtigt das es Geld zurück generiert.
Das Wort "Entschädigung" erübrigt eigentlich schon den Begriff "gratis". Das der Konzern zufriedene Kunden möchte, ist im Grunde kein Geheimniss, aber dafür geben sie nichts gratis her.
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greenelve
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von greenelve »

Ein zufriedener Kunde kommt gerne wieder und bringt langfristig Geld mit. Ein unzufriedener Kunde kommt nicht wieder und gibt sein Geld woanders aus. So kommt Geld über Kundenfreundlichkeit rein. Ohne die Wirkung wirklich in Zahlen ausdrücken zu können. :/

Leider erübrigt das Wort "Entschädigung" nicht "gratis". :( Entschädigung kann es auch in Form von Preisnachlass geben. Oder Portomuss immer noch bezahlt werden, wenn etwas per Post verschickt werden muss. Dies ist wieder vom Unternehmen und Kulanz abhängig. Materielle Güter müssen in solchen Fällen als Verlust verzeichnet werden und sind somit "gratis". Selbst eine Supporthotline, um sich über Schaden zu informieren, muss nicht zwingend "gratis" sein für den Kunden... es verbessert aber die Gemütslage des Kunden, würden zusätzliche Kosten, nur um sich über einen Fehler der Firma zu infomieren und wie sie weiter vorgeht, den Frust noch vergrößern und die Wahrscheinlichkeit den Kunden zu verlieren.
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Querscheisser
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Querscheisser »

Im Grunde dient son Kopierschutz doch nur dazu den Aktionären sichere Verkaufszahlen vorzugaukeln. Man kann den Raubkopierern die Schuld für derlei Maßnahmen geben, im Kern sind sie das auch. Was aber dennoch nix daran ändert das es Raubkopien nunmal gibt, und der Kampf dagegen ne reine Sisyphos-Arbeit ist, welche die Aktionäre befriedigt und den Kunden gängelt. Wir leben leider in einer Welt in der der Schein mehr zieht als das Sein (Was Vorbestellungen mehr als deutlich Unterstreichen). In der allen das ständige Märchen von endlosem Wachstum aufgetischt wird. Aktionäre wollen beschissen werden, Kunden wollen beschissen werden, und Politik und Wirtschaft haben den Arsch auf. Und ich merke gerade wie ich anfange von einem einfachen Patent, zur Kritik am Kapitalismus abzuschweifen. Drum hör ich jetzt lieber damit auf.
In wie weit diese Maßnahme die Kunden gängeln wird, sollte sie zum Einsatz kommen, bleibt abzuwarten, ich orakel aber einfach mal das es absolut nix ändern wird, genusowenig wie jede noch so tolle Kopierschutz-Innovation seit es Drehscheiben bei Monkey Island gab...
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Sevulon
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Sevulon »

Wieso sollten Cracker nicht in der Lage sein bei einer Kopie die Ladezeiten entsprechend anzupassen?
Zinssm
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Zinssm »

Wieso sollte überhaupt jemand nicht in der lage sein gegen gesetzte zu verstoßen?werfen wir doch einfach alles über bord!oh mann
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Hardtarget
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Hardtarget »

bei mir im ort kommt alle 2 wochen freitagsmorgens die müllabfuhr. ich hab dann die möglichkeit meine mülltonne entleeren zu lassen oder auf den nächsten termin zu warten falls die tonne noch nicht voll ist. jedes entleeren kostet geld. war jetzt bei mir schon öfters so das meine mülltonne unverhofft vollgestopft war mit zeugs von anderen leuten . denkt sicher ja jeder das eine tüte müll in der großen tonne niemandem wehtut. wenn zuviel so denken isse halt voll. seitdem hab ich einen kleines mülltonnenschloss angebracht. das teil ist nicht besonders robust und lässt sich mit ein bißchen kraft auch ohne aufschließen lösen, ja bei genauerem begutachten könnte man auf die idee kommen das das schloss komplett sinnlos ist. aber seitdem es installiert ist war noch nicht ein taschentuch zuviel in der tonne. manchmal reicht schon nur ne andeutung auf arbeit und die leute lassen sein :D.
warum ich das hier jetzt schreibe ? stellt euch einfach vor sony und konsorten würden gar nichts tun um das vervielfältigen ihrer software zu erschweren, wer würde dann noch spiele kaufen ?
toll finde ich die ganze sache natürlich nicht aber ich kanns nachvollziehen und bekomme deshalb keinen wutanfall. leider sind unter uns gamer zuviele denen man besser nicht den kleinen finger reicht. das ist ne tatsache. solange der kopierschutz ausgereift ist und man keine probleme hat seine spiele zu spielen können die von mir aus da machen was se wollen. solange keiner ne ps4 hat und darüber klagen kann das dem nicht so ist, wird das geheule zeitverschwendung sein .


MFG
Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Nanimonai »

DextersKomplize hat geschrieben: Hat sich blendend verkauft und auch die bösen bösen Kopierer haben zugeschlagen.

Sowieso blendet man viel zu leicht aus das fast jeder Kopierer auch Spiele kauft/gekauft hat.
Solche Aussagen hören sich für mich nach fragwürdiger Rechtfertigung an.
Selbst wenn Du Sony bester Kunde bist und 99% aller je entwickelter Spiel im Original zu Hause stehen hast, gibt Dir das weder das gesetzliche noch das moralische Recht, das restliche 1% als Schwarzkopie zu besitzen.

Man blendet auch immer aus, dass Plagiatsschreiber der Marke Guttenberg auch den ein oder anderen Satz selbst geschrieben haben. Macht es das aber besser? Ist dadurch ein Plagiat kein Plagiat mehr?
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onewinged_angel
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von onewinged_angel »

stellt euch einfach vor sony und konsorten würden gar nichts tun um das vervielfältigen ihrer software zu erschweren, wer würde dann noch spiele kaufen ?
Wer verlangt das? Es geht um Kopierschutz, bei dem der Kunde nachher dümmer dasteht als der Kopierer, das ist dämlich.
Außerdem: Warum verkaufen sich DRM-freie mp3s? Dürften sie deiner Logik nach nämlich nicht.
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Wigggenz
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Wigggenz »

Es heißt wohl wirklich abwarten, wie das technisch wohl genau abläuft, vielleicht wird sich für den ehrlichen Zocker tatsächlich nichts ändern.

Aber jede noch so gerechtfertigte Motivation hinter der Maßnahme ist nicht mehr ausreichend und die Maßnahme nicht mehr legitim, wenn auch nur ein Einziger sein legal erworbenes Spiel nicht mehr spielen kann, weil das System es als Raubkopie brandmarkt. Was ich mir noch frage: könnte man in einem solchen Fall denn klagen oder wenigstens wirksam sein Geld zurück fordern?
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greenelve
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von greenelve »

Sevulon hat geschrieben:Wieso sollten Cracker nicht in der Lage sein bei einer Kopie die Ladezeiten entsprechend anzupassen?
Die Ladezeit dient dazu, den fremden Datenträger einzulesen. Mit Anpassen wird es etwas schwer..
Ich denke mir das sie die Ladezeiten vor dem System verbergen, erstmal laden lassen und dann ins Sysstem einspeisen, die reguläre Ladezeit laufen lasen und den Mechanismus austricksen. (Hab grad aber nicht die Ahnung inwieweit die Möglichkeit dafür besteht. Lediglich den den Erfahrungswert, wie im Grunde alle, dass es irgendwann umgangen werden kann...)
Nanimonai
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Nanimonai »

Genkis hat geschrieben: unsere gesellschaft ist fast komplett desensibilisiert, was datenschutz usw. angeht.
Du kannst aber auch nicht leugnen, dass besonders die Spezies "Computerspieler" ziemlich desensibilisiert in punkto Unrechtsbewusstsein ist.

Die Hemmschwellen zur Schwarzkopie zu greifen sind niedriger denn je.
Ich kann mich da auch nicht völlig von ausnehmen, da auch ich die ein oder andere mp3 oder den ein oder anderen Film auf der Platte habe, die ich nicht legal erworben habe.
Und ich nehme einfach mal an, dass es keinen Einzigen hier im Forum gibt, der eine vollständig saubere und "legale" Festplatte besitzt.

Ich habe prinzipiell auch überhaupt nichts dagegen, wenn jemand eine gecrackte Version eines Spiels zu Hause hat, aber es kotzt mich besonders hier im Forum extrem an, dass gewisse Leute immer versuchen, ihre eigenen Vergehen damit moralisch zu begründen, dass sie sich von der Industrie gegängelt fühlen und sich dann hier teilweise aufspielen, als wären sie der Robin Hood der Computerspieler und müssten es der abscheulichen Industrie erst mal so richtig zeigen.

Das ist einfach eine so dämliche und unlogische Doppelmoral.

Die Industrie hat in den letzten Jahrzehnten auch häufig versucht, das Verbraucherrecht zu beugen und wurde dafür auch oft genug abgemahnt, aber genau das sollte man auch den dafür zuständigen Stellen überlassen uns sich nicht sein eigenes moralisches Recht zusammenstricken.

Auf den Punkt: Wenn man Unrecht mit Unrecht begegnet, wird daraus noch lange kein Recht. Weder gesetzlich noch moralisch.
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Wigggenz
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Re: Sony: Patent: Ladezeiten als Indikator für Raubkopien

Beitrag von Wigggenz »

Nanimonai hat geschrieben:Auf den Punkt: Wenn man Unrecht mit Unrecht begegnet, wird daraus noch lange kein Recht. Weder gesetzlich noch moralisch.
Guter Satz, aber auf die konkrete Maßnahme Sonys bezogen wird man diesen Satz evtl. in Zukunft genau so auf Sony anwenden können, wenn die ersten legalen Spiele gesperrt worden sind (falls dies passieren sollte, was mMn nicht auszuschließen ist).