MoJoe83 hat geschrieben:deswegen ja auch könnte, wenn spieler weiterhin nur in foren sind un meckern, aber aktiv nix unternehmen in irgendeiner form und sei es nur der verzicht darauf un der versuch andere auch dazu zu überreden.
im moment sitzen die meisten doch nur da und hoffen ganz stark das sich einfach so was tut...
Das passt gerade zu unserer Diskussion im Anderen Thema.
Die mit den Praktiken der Publisher unzufriedenen Spieler machen nur einen verschwindend geringen Anteil aus. Um beim Beispiel DS3 zu bleiben: Selbst wenn alle DLC-Verächter weltweit sich keinen einzigen DS3-DLC kaufen oder aber direkt das Hauptspiel boykottieren, so gibt es insgesamt doch noch genug Leute, denen das egal ist und die trotzdem kaufen, sodass überhaupt kein Druck auf EA ausgeübt wird.
Und Änderungen kannst du nur mit Druck bewirken (nichts verändert sich "einfach so"), und das einzige Druckmittel, was auf Publisher wirkt, ist Geld (so etwas wie Ansehen bedeutet denen nichts, solange es sich nicht konkret in finanziellen Werten niederschlägt, siehe z.B. EAs Gleichgültigkeit darüber, zum schlimmsten Unternehmen der USA gewählt worden zu sein). Da Unternehmen aber allein wegen abzockenden Verkaufspraktiken nicht zu Straf-/Schadensersatzzahlungen verurteilt werden können, ist die einzige Möglichkeit, an sie heranzukommen, nicht zu kaufen.
Und man kann nur für sich selbst entscheiden: kaufe ich oder kaufe ich nicht? Klar kann man versuchen, auch andere davon zu überzeugen, aber sowas funktioniert unter Gamern schlicht und ergreifend nicht, nirgendwo sonst, außer vielleicht in religiösen Fragen, sind die Meinungen so festgefahren, wenn man sich erstmal entschlossen hat, dass einem ein Spiel gefällt. Wenn man z.B. in einem Forum versucht, (auch mit Argmuenten) Anderen vom Kauf abzuraten, wird man von allen Seiten als Meckerer, Hater oder einfach nur Miesmacher tituliert (in dem Zusammenhang fällt auch gerne der Satz "DU musst es dir doch nicht kaufen"). Die Reaktionen wären für mich zwar kein Grund, so etwas nicht trotzdem zu versuchen, aber das was sie widerspiegeln ist die verschwindend geringe Erfolgsaussicht solcher Überzeugungsversuche.
Ich selbst habe so etwas schon ein paar Mal versucht, ohne den geringsten Erfolg. Auch in echt von Person zu Person findet man kaum Einsichtsfähigkeit (ich habe mal versucht, einen guten Freund davon abzubringen, sich D3 zu kaufen, wegen des Onlinezwangs, was meiner Ansicht nach unter keinen Umständen für Games im SP zu rechtfertigen ist, aber auch da bin ich kläglich gescheitert).
Es läuft also im Ergebnis darauf hinaus, dass nur diejenigen boykottieren werden, die ganz alleine zu der Überzeugung gelangt sind, dass die Nachteile eines Kaufes schlimm genug sind, um auf den eventuellen Spielspaß zu verzichten. Und das sind nunmal zu wenig Leute, als das die Publisher das überhaupt spüren würden.
Man bekommt das, was die Mehrheit der Leute will, hat aber trotzdem noch jedes Recht, sich darüber zu beschweren, vorausgesetzt, man persönlich setzt sich dagegen ein (was ich im Gaming-Bereich mit einem Boykott fragwürdiger Geschäftspraktiken verstehe).