Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen macht Konsolen unattraktiv"

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Usul
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m

Beitrag von Usul »

Vernon hat geschrieben:Für sich allein genommen würde mir die Argumentation einleuchten.

Allerdings gab es da ähnliche Diskussionen mit Raubkopien.
Ich glaube, die PlayStation 1 wars, die modifiziert eine Flut von kopierten Spielen abspielte.
Heute bin ich wahrscheinlich ganz doll outdated, aber zum Beispiel die 360 hat doch eigentlich nicht soo den Ruf, ein Nest von schwarzen Schafen zu beherbergen? Anhand dieser Annahme sollten doch da schon die Preise etwas gefallen sein - weil sich die Leute meist Originale zulegen.

Ich zumindest habe dies während meiner 360-Zeit nicht bemerkt, als ich die Spiele bei Mega Company einkaufte damals. Auch bei etwas älteren Spielen nicht.
Na ja, warum sollten die Preise sinken, wenn die Nachfrage steigt - nämlich durch diejenigen Leute, die nun nicht mehr raubkopieren, sondern die Spiele kaufen.
Das Argument beim Wegfall des Gebrauchtmarkts bezieht sich hauptsächlich auf die Kaufkraft. Da das Geld der Käufer (leider) endlich ist, können sie nicht ohne weiteres von gebraucht für X Euro auf neu für X+Y Euro umsteigen. Je höher dieses Y ist, desto weniger Umstiege. Und da müßten die Publisher reagieren. Entweder sie halten das Y geringer, als es heute ist. Dann kann die Kaufkraft in etwa gleich bleiben. Oder aber sie leisten mehr und bewirken eine Erhöhung der Kaufkraft der Spieler. Aber ohne irgendwas zu ändern, kann eine Abschaffung des Gebrauchtmarkts nur sehr schwer funktionieren. Wenn dann auch noch die negative PR hinzukommt, die mit solchen Aktionen einhergeht, wiegt das Ganze ja noch schwerer.
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ColdFever
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m

Beitrag von ColdFever »

Dass eine Gebrauchtspielsperre kommt, ist so gut wie sicher, denn vor allem EA als größter Publisher fordert diese von den Konsolenherstellern. Die Konsolenhersteller dagegen dürften die Gebrauchtspielsperre als Verkaufshindernis durchaus zwiespältig sehen, brauchen aber die Unterstützung von EA. Die interessanteste Frage wird deshalb sein:

Wird die Gebrauchtssperre für alle Publisher/Spiele gelten, oder werden sich die Publisher jeweils einzeln bei der Produktion für oder dagegen entscheiden können? Natürlich wäre es im Sinn von EA, wenn die Sperre für alle Publisher/Spiele gelten, damit EA nicht schlechter aussieht als andere. Dagegen könnten sich bei einer optionalen Gebrauchtsspielsperre die Konsumenten bewusst für Spiele von nicht sperrenden Publishern entscheiden, da sie die Spiele ohne Sperre weiterhin weiter verkaufen/verschenken/ausleihen werden können.
Zuletzt geändert von ColdFever am 09.02.2013 21:00, insgesamt 2-mal geändert.
Easy Lee
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Re: Kommentar

Beitrag von Easy Lee »

Chris Dee hat geschrieben:
8BitLegend hat geschrieben:Gamestop brauchen sich nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen. Die haben mit ihrem gewerblichen Second Hand Handel (der noch dazu extrem unfair für die Kunden ist) einen großen Teil dazu beigetragen, dass nun Bemühungen angestrebt werden den Gebrauchtmarkt zu killen.
Schlimm, dass man hier immer wieder so einen Blödsinn lesen muss. Weltweit werden alle möglichen Güter völlig problemlos gebraucht gehandelt, ob nun physische, wie Autos oder Kühlschränke, oder potentiell rein digitale, wie Musik, Filme oder Computerspiele. So lange es als Vertriebsmedien nur CDs/DVDs und noch keine Breitband-Downloads gab, hat das auch niemand in Frage gestellt. Kaum ist der Internet-Zugang Alltag, wird über Accountbindungen der Gebrauchthandel unterbunden und Leute wie Du reagieren darauf anscheinend auch noch mit grenzenlosem Verständnis!
Wo liest du da grenzenloses Verständnis heraus? Mir geht es nur gegen den Strich, dass sich der Laden mit so einem Statement als "Stimme des Volkes" positioniert, in vielen Fällen aber das beste Geschäft unter allen Beteiligten macht.

Sowohl Gamestop (bzw, Handel), als auch Publisher haben ein gemeinsames Ziel: Möglichst viel Kohle verdienen. Das Ziel des Konsumenten ist es für möglichst wenig Kohle viel zu bekommen. Leider ist letzterer im Kollektiv die dümmste - bzw. am wenigsten strategisch vorgehende - aller drei Parteien. Ergebnis ist klar: Egal wie das Tauziehen zwischen Publisher und Handel verläuft - der Verlierer ist grundsätzlich der Kunde.
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Stormrider One
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m

Beitrag von Stormrider One »

Gamestop :Spucklinks:
Sony :Spucklinks:
Microsoft :Spucklinks:
EA :Spucklinks:
Activision :Spucklinks:
Ubisoft :Spucklinks:
Capcom :Spucklinks:

....die liste geht weiter ....!!

Was bleibt?....Nur das.. :danke: ....das.. :fupc: ...und das... :baeh: ..... (Hobby wechseln) :Blauesauge:



MFG
johndoe1229955
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Beitrag von johndoe1229955 »

Wigggenz hat geschrieben:
8BitLegend hat geschrieben:Gamestop brauchen sich nicht so weit aus dem Fenster zu lehnen. Die haben mit ihrem gewerblichen Second Hand Handel (der noch dazu extrem unfair für die Kunden ist) einen großen Teil dazu beigetragen, dass nun Bemühungen angestrebt werden den Gebrauchtmarkt zu killen.
Nochmal:
Selbst wenn es Gamestop nie gegeben hätte, dann würden immer noch fleißig Spiele über den Gebrauchtmarkt ver-/gekauft werden. Ebay, Amazon, kleine lokale Lädchen etc. .
Sicher würde der Gebrauchtmarkt auch ohne GameStop weiterlaufen, aber gewiss nicht in diesem Maße, dass es die Publisher schon als 2. Übel direkt hinter den "Raubmordkopierern" sehen.

Ich schätze die meisten, die ihre Spiele bei GameStop eintauschen, wissen überhaupt nicht, wie sie übers Ohr gehauen werden. Andernfalls würden sie ihre Spiele nicht für ein paar kümmerliche Euros eintauschen bzw Spiele zu Wucherpreisen einkaufen.
Und genau diese Gruppe von Konsumenten halte ich für zu unfähig, andere Vertriebswege zu benutzen oder überhaupt etwas Aufwand zu betreiben, um sich mit dem Thema zu befassen.
Ohne GameStop würden die meisten von ihnen wohl einfach ihre Spiele behalten, sodass der Gebrauchtmarkt deutlich kleiner ausfallen würde.

Nein, im Endeffekt wäre es nicht das gleiche.
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JesusOfCool
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m

Beitrag von JesusOfCool »

Stormrider One hat geschrieben:Gamestop :Spucklinks:
Sony :Spucklinks:
Microsoft :Spucklinks:
EA :Spucklinks:
Activision :Spucklinks:
Ubisoft :Spucklinks:
Capcom :Spucklinks:

....die liste geht weiter ....!!

Was bleibt?....Nur das.. :danke: ....das.. :fupc: ...und das... :baeh: ..... (Hobby wechseln) :Blauesauge:



MFG
nintendo!

das fehlt zumindest in der liste.
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The Scooby
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Re: Kommentar

Beitrag von The Scooby »

8BitLegend hat geschrieben:Ergebnis ist klar: Egal wie das Tauziehen zwischen Publisher und Handel verläuft - der Verlierer ist grundsätzlich der Kunde.
Das ist eine ganz wagemutige Behauptung. Du behauptest gerade, dass das Gesetz von Angebot und Nachfrage außer Kraft gesetzt würde. Wie kann man denn grundsätzlich Verlierer sein, wenn wir doch gerade vom Nutzen der Güter, über deren Überleben am Markt wir tagtäglich entscheiden, profitieren? Ja ok, ist halt nicht so toll, wenn das beliebte nerdige Nischenprodukt Videospiel plötzlich populär wird, die Anzahl der Anbieter steigt und das wachsende Publikum für die nerdige Hardcore Spielergemeinde über den Fortbestand ganzer Genres entscheidet. Aber so ist der Kreislauf nun einmal. Man Könnte als Videospiele Hersteller natürlich auch zur Differenzierungsstrategie greifen, um das elitäre Hardcore Klientel zu bedienen. Aber würden diese Spieler dann einen dreistelligen Betrag für ihr Spiel ausgeben wollen?
Wenn der Markt die Restriktionen der Publisher und Konsolenhersteller akzeptiert, ist das eine gesteigerte Wertschätzung. Ist nicht so, dass ich das damit gut heißen will. Von mir aus, können alle Spiele kostenfrei angeboten werden und die Entwickler nach eigenem persönlichen Ermessen entlohnt werden. Das kann funktionieren, kann aber auch nicht. Problematisch ist hier die Rationalität des Menschen, die Empathie zum kostenfreien Gut und vor allem seine Kurzsichtigkeit. :/
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Wigggenz
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Re: Kommentar

Beitrag von Wigggenz »

M1L hat geschrieben:Ohne GameStop würden die meisten von ihnen wohl einfach ihre Spiele behalten, sodass der Gebrauchtmarkt deutlich kleiner ausfallen würde.
Sehe ich wie gesagt nicht so.
Begründung: ich halte die Menschen nicht so für völlig von Grund auf verblödet. Der Gebrauchtmarkt wäre ohne Zweifel kleiner, aber nicht so klein, dass es die Publisher auf einmal nur noch so wenig interessieren würde, dass sie großzügig gewähren ließen.

Aber es gibt nunmal Gamestop.

Und trotzdem, auch das hemmungslose Kapitalschlagen seitens Gamestop aus dem Gebrauchtmarkt gibt den Publishern nicht das Recht, dem Verbraucher einfach zu verbieten, über das zu verfügen was er sich kauft.
johndoe1229955
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Beitrag von johndoe1229955 »

Wigggenz hat geschrieben:
M1L hat geschrieben:Ohne GameStop würden die meisten von ihnen wohl einfach ihre Spiele behalten, sodass der Gebrauchtmarkt deutlich kleiner ausfallen würde.
Sehe ich wie gesagt nicht so.
Begründung: ich halte die Menschen nicht so für völlig von Grund auf verblödet. Der Gebrauchtmarkt wäre ohne Zweifel kleiner, aber nicht so klein, dass es die Publisher auf einmal nur noch so wenig interessieren würde, dass sie großzügig gewähren ließen.
Dann haben wir in diesem Punkt verschiedene Meinungen.
Wigggenz hat geschrieben:Aber es gibt nunmal Gamestop.

Und trotzdem, auch das hemmungslose Kapitalschlagen seitens Gamestop aus dem Gebrauchtmarkt gibt den Publishern nicht das Recht, dem Verbraucher einfach zu verbieten, über das zu verfügen was er sich kauft.
Seh ich ähnlich.
Jedoch kann ich auch die Sicht der Publisher verstehen, wenn sich ein Konzern ohne eigenen Aufwand (fast) allein vom geistigen Eigentum anderer bereichert.
Ich bezweifle aber, dass die Konsolenhersteller den Gebrauchtmarkt schon zum Start der nächsten Konsolengeneration komplett verbieten werden. Ich gehe eher von einem Accountsystem aus, dass ein Spiel nur auf dem ersten Account aktivieren lässt, um alle Funktionen zu nutzen.
Wenn ein anderer Benutzer es dann auf seinem Account spielen will, muss er eine bestimmte Gebühr zahlen, andernfalls läuft es gar nicht oder nur mit Einschränken (z.B. keine Online-Funktionen, keine Trophies/Achievements, etc.).
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Stormrider One
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m

Beitrag von Stormrider One »

Das lustige an der Sache ist ...das mit jeder Einschränkung die kommt geben sich die Konsumenten klein und reden alles schön(so lange das bla bla oder das bla bla dann ist ales noch okay bla bla :D ) bis naturlich die nächste einschränkung kommt die das schön reden von davor(bla bla bla :lol: ) zunichte macht und dann das gleiche (bla bla :lach: ) wieder los geht bist die weitere Einschränkung kommt :mrgreen:

EDIT:

Das ist keine Meinung sondern die zusammen Fassung der letzte Jahrzehnt!!!


MFG
Easy Lee
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Re: Kommentar

Beitrag von Easy Lee »

The Scooby hat geschrieben:
8BitLegend hat geschrieben:Ergebnis ist klar: Egal wie das Tauziehen zwischen Publisher und Handel verläuft - der Verlierer ist grundsätzlich der Kunde.
Das ist eine ganz wagemutige Behauptung. Du behauptest gerade, dass das Gesetz von Angebot und Nachfrage außer Kraft gesetzt würde. Wie kann man denn grundsätzlich Verlierer sein, wenn wir doch gerade vom Nutzen der Güter, über deren Überleben am Markt wir tagtäglich entscheiden, profitieren? Ja ok, ist halt nicht so toll, wenn das beliebte nerdige Nischenprodukt Videospiel plötzlich populär wird, die Anzahl der Anbieter steigt und das wachsende Publikum für die nerdige Hardcore Spielergemeinde über den Fortbestand ganzer Genres entscheidet. Aber so ist der Kreislauf nun einmal. Man Könnte als Videospiele Hersteller natürlich auch zur Differenzierungsstrategie greifen, um das elitäre Hardcore Klientel zu bedienen. Aber würden diese Spieler dann einen dreistelligen Betrag für ihr Spiel ausgeben wollen?
Wenn der Markt die Restriktionen der Publisher und Konsolenhersteller akzeptiert, ist das eine gesteigerte Wertschätzung. Ist nicht so, dass ich das damit gut heißen will. Von mir aus, können alle Spiele kostenfrei angeboten werden und die Entwickler nach eigenem persönlichen Ermessen entlohnt werden. Das kann funktionieren, kann aber auch nicht. Problematisch ist hier die Rationalität des Menschen, die Empathie zum kostenfreien Gut und vor allem seine Kurzsichtigkeit. :/
Ok, der Markt und so...

Ich bin in meiner Profession Idealist. Ich gebe mein letztes Hemd dafür, Dinge zu erschaffen, deren Existenz ich höher wertschätze, als den finanziellen Ertrag dieser, auch wenn ich mich 24/7 bemühe meine Erzeugnisse zu vermarkten.

Nichts anderes erwarte ich von der Spielebranche. Leider findet man diese Philosophie meist nur bei den unabhängigen Entwicklern und die haben noch nicht die Mittel konkurrenzfähige Produkte zu erschaffen.

Abgesehen davon ist die Gamesbranche immer noch reich und dekadent. Du redest von einer nerdigen Nische, obwohl schon in den 90er mehr Kids Super Nintendo gespielt haben als ... was weiss ich... angeln zu gehen. Zocken war und ist Mainstream. Mit etwas Sinn und Verstand liessen sich die Produktions- und vor allem Vermarktungskosten so in den Griff bekommen, dass Spiele schneller wirtschaftlich wären. Gerade heute wo jeder sein "Lets Play" ins Netz stellt und Spiele gehypt werden, wie früher Rockstars, entsteht eine Eigendynamik, die nicht derart massiv durch teuerste Werbemittel gestützt werden muss. Das ist mehr dicke Hose als Effektivität. Einfach weil sie die Kohle haben. Guck mal in die Musikbranche - jeder der dort noch mit seinem Gewerbe versifft, liebäugelt mit der Gamesbranche. Das ist DIE Goldgrube im Medienbereich und ich bins leid ständig das Gejammere aus dieser Ecke zu lesen, als würden sie alle Hartz IV beziehen und ehrenamtlich arbeiten. Die haben vielleicht nicht mehr die Gewinnspanne wie vor 10-15 Jahren, aber mehrheitlich gehts denen gut genug, um nicht jedes Produkt auf maximalen Gewinn hin auszurichten und für mehr Vielfalt zu sorgen. Es fehlt lediglich am Willen anderen Interessen Vorrang zu geben, als den rein wirtschaftlichen.
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Re: Kommentar

Beitrag von f1f2f3 »

8BitLegend hat geschrieben: Es fehlt lediglich am Willen anderen Interessen Vorrang zu geben, als den rein wirtschaftlichen.
Bis vor einigen Jahren war die Branche eigentlich auf einem ganz guten Weg, Videospiele als eigene anerkannte Kunstform zu etablieren. Davon ist leider nicht mehr viel übrig geblieben. Dann müssen sie sich damit abfinden, dass man ihre Massenware auch eher weiterverkauft als man dies mit Kunstwerken machen würde.
johndoe1527797
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m

Beitrag von johndoe1527797 »

Tolle Spiele verkaufe ich doch nicht! Bei einigen habe ich es bereut, aber dann habe ich auch einige Spiele vielleicht ein, zwei Mal gespielt, weil sie einfach keinen Spaß gemacht haben.

Darauf will ich doch nicht sitzen bleiben?

Langfristig glaube ich sowieso, dass es so Miet-Modelle wie Spotify bzw. jetzt auch schon PSN+ geben wird. Fänd ich okay... ich brauch gute Spiele, nicht immer die aktuellsten: Street Fighter II Turbo fordert immer noch mehr als Super Street Fighter IV!
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Todesglubsch
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m

Beitrag von Todesglubsch »

GameStop lohnt sich eigentlich nur, wenn man ihre Ankäufe gegen sie ausspielen kann. Beispielsweise bei den 9.99er-Aktionen, da verstecken sich in der Regel oftmals auch recht "wertlose" Titel in der Ankaufsliste die man ggfs für 10€ bei Amazon / Rebuy / Ebay nachkaufen könnte - so zahlt man für ein neues Spiel max 30€ ...

Ansonsten, tja, die Ankaufspreise sind oftmals nicht sehr berauschend. Sind sie bei Amazon oder sonstigen Ankaufsläden aber auch nicht. Finds allerdings immer traurig, wenn ne Drogeriekette wie Müller bessere Preise machen kann als eine auf Games spezialisierte Kette. Najo.

Aaaaber:
Genau, keiner ist gezwungen dort zu kaufen, nur sollten die Nörgler die GS zu teuer finden bedenken das diese Leute den Hauptumsatz mit Spielen machen und ein Game für uvp 69.99 Euro gerade mal 10 -15 Euro Gewinn bringt ( von Spiel zu Spiel unterschiedlich).
Die Gewinnspanne bei Software und Spielen ist eigentlich relativ hoch. Der EK bei Spielen liegt in der Regel zwischen 40 und 50 Euro - d.h. 20-30€ Gewinn für die Händler. An Hardware hingegen verdienen sie so gut wie nüscht.

@News
Wurde ja schonmal geschrieben, aber gerne nochmal: Was soll der Mann denn auch anderes sagen? Im übrigen: Recht hatter!
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The Scooby
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Re: Kommentar

Beitrag von The Scooby »

8BitLegend hat geschrieben:Abgesehen davon ist die Gamesbranche immer noch reich und dekadent. Du redest von einer nerdigen Nische, obwohl schon in den 90er mehr Kids Super Nintendo gespielt haben als ... was weiss ich... angeln zu gehen. Zocken war und ist Mainstream. Mit etwas Sinn und Verstand liessen sich die Produktions- und vor allem Vermarktungskosten so in den Griff bekommen, dass Spiele schneller wirtschaftlich wären. Gerade heute wo jeder sein "Lets Play" ins Netz stellt und Spiele gehypt werden, wie früher Rockstars, entsteht eine Eigendynamik, die nicht derart massiv durch teuerste Werbemittel gestützt werden muss. Das ist mehr dicke Hose als Effektivität. Einfach weil sie die Kohle haben. Guck mal in die Musikbranche - jeder der dort noch mit seinem Gewerbe versifft, liebäugelt mit der Gamesbranche. Das ist DIE Goldgrube im Medienbereich und ich bins leid ständig das Gejammere aus dieser Ecke zu lesen, als würden sie alle Hartz IV beziehen und ehrenamtlich arbeiten. Die haben vielleicht nicht mehr die Gewinnspanne wie vor 10-15 Jahren, aber mehrheitlich gehts denen gut genug, um nicht jedes Produkt auf maximalen Gewinn hin auszurichten und für mehr Vielfalt zu sorgen. Es fehlt lediglich am Willen anderen Interessen Vorrang zu geben, als den rein wirtschaftlichen.
Wo ist die Spielebranche denn reich? Wenn ich mir die Bilanzen der Publisher und Konsolenhersteller ansehe, kann von Reichtum keine Rede sein. Wenn das so wäre, hätten wir in den letzten 10 Jahren nicht unzählige Entwickler Pleite gehen sehen.

Was die Vermarktungskosten betrifft ist es zwar schwer einzuschätzen, in welcher Größenordnung sich dieser je nach Aufwand exakt bewegt, von Verschwendung zu reden ist nach aktuellem Erkenntnisstand eher nicht wahr. Angesichts des durch Werbemaßnahmen erzielten Erfolgs von Call of Duty und einhergehenden Aussagen der zu geringen Vermarktung eines Darksiders 2 ist die Vermarktung nicht zu unterschätzen. Apple wäre heute wohl auch nicht das was es ist, wenn man nicht vor Jahren eine Großoffensive bei der Vermarktung des gesamten Portfolios gestartet hätte und auch jetzt bei jedem jährlichen Update in jeder Werbepause einen Spot von denen sieht.
Dein Beispiel mit den Lets Players spricht auch nur den Teil der Zielgruppe an die sich sowieso schon mit dem Thema beschäftigen. Das hat also keine Auswirkungen auf den Bekanntheitsgrad. EA hat das mit FIFA13 letztes Jahr gemacht. Das war zwar interessant, aber hat eher einen Unterhaltungswert und Werbewirksamkeit.

Die Musikbranche liebäugelt also mit der Gamesbranche? Aber in welchem Segment denn bitte? Nicht Triple-A, sondern die Musik-Sing/Tanz-Mach-Mit-Kinect-Billig Produktionen. Die bieten denen nämlich eine große Gewinnspanne, weil die Lizenzgebühren wegfallen, die Grafik simpel, immer gleich ist und man aktuelle Titel in Form von DLCs für kaum Aufwand an den Mann bringt. Ja, wer träumt da nicht vom großen Geld?

Noch was zum Willen. Andere Interessen =!= Gewinn bzw wenigstens breakeven (+/- 0). Das klingt halt scheiße, aber schau dir den Markt an. Darauf kommt es doch letztlich an. Du kannst das beste Spiel aller Zeiten entwickeln, mit einer Metacritic Wertung von over 9000!!! aber wenn es die Kosten nicht reinspielt, machst du dein Studio dicht, wirfst alle Mitarbeiter raus, hast doch lange mit der Auflösung des Studios zu kämpfen und letztlich nix gekonnt. Du hast nur selber freiwillig Harakiri begangen.
Es ist doch toll wenn man so wie du, jedoch aber als Einzelner und damit nur dir verantwortlich, etwas nach dem eigenen Ideal erschaffen will. Aber kannst du davon richtig leben? Viele Menschen, die rein ihren Idealen nachgehen, leben quasi von der Hand in den Mund in eine unsichere Zukunft hinein.
Ich möchte betonen, dass ich viele Entscheidungen sowohl aus subjektiven, als auch objektiven Gründen nicht gutheiße. Ich kann allerdings meist nachvollziehen, warum diese so getroffen werden. Das Verständnis, damit meine das analytische, nicht auf Empathie basierendes Verständnis, fehlt den meisten Konsumenten. Daher sehen sie sich immer als Opfer und suchen Schuldige immer außerhalb des eigenen Verantwortungsbereichs.