Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter-Genre und die Gegenbewegung

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sphinx2k
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von sphinx2k »

Ach ja wie gerne hätte ich mal wieder einen Shooter der einfach direkt Spaß macht. Serious Sam ist da in etwa woran ich denke.
Kein auto HP Reg und offene Level (trifft auf Serious Sam auch nicht wirklich zu). Doom, Duke Nukem (der neue teil war müll). Irgend wie muss sich auch dieses nicht Militär Shooter genre weiter entwickelt haben in den letzten Jahren, selbst wenn diese Entwicklung auf nem Papier steht die in ner Schublade steckt.
Nehmt das Papier und setzt mal um was darauf steht.
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Sir Richfield
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Sir Richfield »

Temeter  hat geschrieben:Die Rätsel von HL2 sind intellektuell sogar recht nah am Niveau CoD.
In welchem CoD muss ich denn Tonnen suchen, um sie entweder auf ein Brett oder unter einen Käfig unter Wasser zu bringen, damit ich weiter komme?
Bzw. in welchem CoD musste ich mir die Lösung selber zusammensuchen und wurde nicht mit einer Zielmarkierung und grünen Umrissen darauf hingewiesen, was ich wo zu tun habe?

Ja, Half Life "Rätsel" sind jetzt keine Mystischen (get it?) Kopfnüsse, aber CoD hat eigentlich keine "Rätsel" ausser "Benutze Fadenkreuz mit Gegner" und "Drücke HIER die Taste 'e'"
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Kajetan
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben:Ja, Half Life "Rätsel" sind jetzt keine Mystischen (get it?) Kopfnüsse, aber CoD hat eigentlich keine "Rätsel" ausser "Benutze Fadenkreuz mit Gegner" und "Drücke HIER die Taste 'e'"
Und bitte wo ist die Taste "e"? Und wo drücke ich da am Controller? Die "a"-Taste"? Das Dreieck oder den Kreis? Drehe ich am Stick? Oder am Rad? Oder durch?

Das sind schon Rätsel, die so manchem Spieler das Letzte abfordern. Ich würde das nicht kleinreden :)
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Sir Richfield
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Sir Richfield »

Kajetan hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Ja, Half Life "Rätsel" sind jetzt keine Mystischen (get it?) Kopfnüsse, aber CoD hat eigentlich keine "Rätsel" ausser "Benutze Fadenkreuz mit Gegner" und "Drücke HIER die Taste 'e'"
Und bitte wo ist die Taste "e"? Und wo drücke ich da am Controller? Die "a"-Taste"? Das Dreieck oder den Kreis? Drehe ich am Stick? Oder am Rad? Oder durch?

Das sind schon Rätsel, die so manchem Spieler das Letzte abfordern. Ich würde das nicht kleinreden :)
Jetzt, wo Du es sagst... Bei der Syndicate .... demo musste ich auch das Netz nach... unerwünschten Änderungen fragen, bis ich die Antwort auf die Frage "Meinen die jetzt x oder X?" fand.
(Sie lautete: NEIN! Habe allerdings vergessen, welche Taste jetzt gemeint war, da ich dieses Verbrechen nicht länger als die erste Mission ertragen habe.)
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Ash2X
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Ash2X »

Kajetan hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Ja, Half Life "Rätsel" sind jetzt keine Mystischen (get it?) Kopfnüsse, aber CoD hat eigentlich keine "Rätsel" ausser "Benutze Fadenkreuz mit Gegner" und "Drücke HIER die Taste 'e'"
Und bitte wo ist die Taste "e"? Und wo drücke ich da am Controller? Die "a"-Taste"? Das Dreieck oder den Kreis? Drehe ich am Stick? Oder am Rad? Oder durch?

Das sind schon Rätsel, die so manchem Spieler das Letzte abfordern. Ich würde das nicht kleinreden :)
Jepp,die Level waren auf dem Level des Storytellings und des Scripts :lol:
Ich frage mich immernoch warum ein Titel wie Half-Life 2 so einen Hype auslösen konnte.
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Sir Richfield
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Sir Richfield »

Ash2X hat geschrieben:Ich frage mich immernoch warum ein Titel wie Half-Life 2 so einen Hype auslösen konnte.
Weil Half Life 1 zu seiner Zeit verdammt gut war.
Weil Half Life eine Geschichte erzählt, die "tiefer" war als: "Du gut, alle anderen böse/dämonen/aliens, TÖTEN!"
Weil Half Life größtenteils ohne "HALT, WARTE!!!" Scripte auskommt. (Bzw. das muss man relativieren, gerade in Half Life 2 Episoden: Zwar laufen eine Menge Skripte, in 98% der Fälle verlierst Du aber nicht die Kontrolle über Deinen Charakter.)
Zu seiner Zeit stand Half Life recht alleine da, sieht man mal von Unreal ab.

Schlimm ist: Half Life ist immer noch recht einzigartig, da Shooter mit "Story" dir in 98% der Fälle die Kontrolle über Deinen Charakter nehmen, wenn sie dir was erzählen wollen.
Oder wie Warprustgacker so starr in einem Skriptkorsett hängen, dass man nicht mehr von einem Spiel reden kann.

Ob man das nun persönlich mag, wie Half Life sein Universum darstellt, das bleibt allerdings jedem selbst überlassen.
Mir ist ein Half Life (2) lieber als ein Crysis 2 oder Call of Duty.
Für mich ist Half Life halt noch ein Shooter und kein Spunkgargleweewee.
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Temeter 
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Temeter  »

Sir Richfield hat geschrieben:Weil Half Life 1 zu seiner Zeit verdammt gut war.
Weil Half Life eine Geschichte erzählt, die "tiefer" war als: "Du gut, alle anderen böse/dämonen/aliens, TÖTEN!"
Weil Half Life größtenteils ohne "HALT, WARTE!!!" Scripte auskommt. (Bzw. das muss man relativieren, gerade in Half Life 2 Episoden: Zwar laufen eine Menge Skripte, in 98% der Fälle verlierst Du aber nicht die Kontrolle über Deinen Charakter.)
Zu seiner Zeit stand Half Life recht alleine da, sieht man mal von Unreal ab.

Schlimm ist: Half Life ist immer noch recht einzigartig, da Shooter mit "Story" dir in 98% der Fälle die Kontrolle über Deinen Charakter nehmen, wenn sie dir was erzählen wollen.
Oder wie Warprustgacker so starr in einem Skriptkorsett hängen, dass man nicht mehr von einem Spiel reden kann.

Ob man das nun persönlich mag, wie Half Life sein Universum darstellt, das bleibt allerdings jedem selbst überlassen.
Mir ist ein Half Life (2) lieber als ein Crysis 2 oder Call of Duty.
Für mich ist Half Life halt noch ein Shooter und kein Spunkgargleweewee.
Half Life 1 kann ich jetzt nicht zur Gänze beurteilen, da ich gerade noch an Black Mesa spiele, aber ich möchte mal anmerken, dass Metal Gear Solid im gleichen Jahr rauskam. In Sachen Story dürfte HL dagegen gnadenlos abstinken. Aber steckt in HL überhaupt so viel Story drin? Ich weiß es nicht, in Black Mesa bin ich gerade raus aus den Xenolaboren und bis jetzt liefs so: Forscher vermasseln Dimensionsforschung; böse Aliens kommen in die Welt um zu töten; dann kommen böse Söldner um dich ebenfalls zu töten.

Die Scripts und Storytelling sind durchaus akzeptabel eingebaut, wobei Sachen wie die Fahrt am Anfang aber auch nicht besser ist als das Storytelling bei CoDs, das war bloße - und heute recht ernüchternde - Angeberei. Ansonten hat es aber einen schönen, gradlienigen Spielfluss, stimmt. Black Mesa gefällt mir deswegen sogar besser als sein Nachfolger; bleibt allerdings die Frage, wie nah die Modder am Original arbeiten.

Half Life 2 hat allerdings auch längere Story-Sequenzen im Spiel verstreut. Du kannst dich bewegen, bist aber dennoch zum Zuschauer verdammt (oder spielst mit Robotern -.-). Diese Szenen sind besonders in den Episoden teilweise schön gemacht, unterbrechen aber den Spielfluss regelmäßig. Ein weiterer Punkt, bei dem der Nachfolger nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann. Ganz abgesehen davon sind die langen "Reisen" in HL2 praktisch Storyaussetzer. Diese geht für gewöhnlich erst am Ziel weiter.

btw: Das Niveau eines "Rätsels", bei dem es darum geht, ein Gewicht auf ein ende einer Wippe zu legen, um das andere oben zu halten, erinnert mich tatsächlich an hochkomplexe und tief in ihrer Ethik verwurzelte Exemplare der Gattung Spunkgargleweewee. Dass HL2 im Vergleich mit Abscheulichkeiten wie Warrofl klar gewinnt, ist nun wirklich keine Auszeichnung ;)
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Ash2X
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Ash2X »

Ich halte ein "Hey Mr Freeman,gehen sie von A nach B" nicht für eine Storyline.Klar gabs die eine oder andere Unterhaltung,aber sonderlich gehaltvoll waren die nicht.
Es ist ja nicht so als würde man von der Spielwelt nichts zu sehen bekommen,aber Half-Life 2 hat es geschafft in ca 10 Stunden weder Fragen zu stellen noch welche zu beantworten - man rannte von A nach B,hat ein paar Gegner erledigt,am Ende blieb das Spiel in einer Sequenz,die zumindest etwas Licht ins Dunkel bringen könnte...stehen.Ich war von dem Spiel,bis auf die wirklich gelungene Atmosphäre in den ersten zwei Spielstunden -die wirklich klasse waren - einfach nur enttäuscht.
Da hat sich für mich gezeigt warum viele Spiele nur 4-6 Stunden Kampagne bieten.Es ist unglaublich schwierig einen Shooter so zu gestalten das er auch über längere Zeit unterhält.Ist die Kampagne zu sehr in die länge gezogen (wie bei H-L2) merkt man das irgendwo gespart wird - seih es am Storytelling, schwacher KI,zu wenig Gegnerarten um das Gameplay an sich frisch zu halten oder einige Sequenzen ziehen sich wie ein Kaugummi.Da bringen eine ganze Handvoll Settings auch nichts mehr.
Das Spiel war auf keinen Fall "schlecht" aber auch schon damals hatte ich eine Menge Titel gespielt die ab von der Optik (die in Sachen Lightning und Texturen an sich wirklich wegweisend war - das der Hauptcharakter durch die Gegend schwebt ignorieren wir mal) vieles davon deutlich besser gemacht haben.
Ep 1 und 2 habe ich mir dann gespart...nachdem ich 10 Stunden durch die Pampa gerannt bin damit so gut wie garnichts passiert hatte ich einfach die Nase voll.
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Kajetan
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Kajetan »

Ash2X hat geschrieben:Ich halte ein "Hey Mr Freeman,gehen sie von A nach B" nicht für eine Storyline.
Das war auch nicht die Storyline. Die Story hat sich erst allmählich in Gesprächen, Bemerkungen, Zeitungsausschnitten an den Wänden usw. entwickelt, aber sie hat sich im Kopf des Spielers entwickelt, sie wurde einem nicht als Fertigbrei einfach vorgesetzt.

Und das machte auch den großen Reiz der Serie aus. Es blieb dem Spieler selbst überlassen, er konnte sich eigene Gedanken dazu machen oder er hat HL einfach nur als Ballerspiel-Snack durchgezockt. Jeder, wie er mochte.
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Sir Richfield
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Sir Richfield »

Herrlich: Der eine sagt, einfache Physikrätsel sind genauso gut wie überhaupt keine und der andere merkt an, dass Half Life zu wenig Gegnertypen hat, da unterhält Spunkgargleweewee besser.
(Na gut, die letzten vier Worte sind Unterstellung.)

Ich stelle mir gerade vor, wie radikal anders und damit natürlich total schlecht, weil anders, ein Duke Nukem 3D heute ankäme.
Na, ich bin mir sicher, in 15 Jahren werfen sich die Spieler von heute Zitate aus CoD an den Kopf, berichten von dem Stimmungsvollen Intro von BFBC2, können sämtliche Perks von Black Ops aufsagen, wenn man sie morgens um Drei aus dem Bett reißt.

Oder kommt nur mir alles so wischiwaschi, so glatt, so... GLEICH vor?
Warum kann ich mir an Vieles aus DooM, DN3D, Half Life, AvP erinnern, auch Multiplayer, aber so gut wie an nix ab CoD MW1? Alzheimer? Demenz?
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Levi 
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Levi  »

Sir Richfield hat geschrieben:Ich stelle mir gerade vor, wie radikal anders und damit natürlich total schlecht, weil anders, ein Duke Nukem 3D heute ankäme.
Na, ich bin mir sicher, in 15 Jahren werfen sich die Spieler von heute Zitate aus CoD an den Kopf, berichten von dem Stimmungsvollen Intro von BFBC2, können sämtliche Perks von Black Ops aufsagen, wenn man sie morgens um Drei aus dem Bett reißt.
und ich wette: genau das wird nicht passieren.... :( (egal ob COD oder bessere moderne Spiele) ... Ich kanns mir einfach nicht vorstellen.
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crewmate
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von crewmate »

Das sind jetzt 2 ganze Meinungen auf die du dich versteifst Richy.
Die Ansicht der Masse ist eine ganz andere. Half Life wird geliebt
und Half Life 3 ist eines der wohl meistgewollten Spiele da draußen.
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Sir Richfield
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Sir Richfield »

 Levi hat geschrieben:und ich wette: genau das wird nicht passieren.... :( (egal ob COD oder bessere moderne Spiele) ... Ich kanns mir einfach nicht vorstellen.
Hab ich wieder die Sarkasmus Tags vergessen?

Crewmate, irgendwas muss ich ja als Lästerquelle nutzen. ;)

Ich gehe dennoch davon aus, dass ein Half Life 3 nicht die Absatzzahlen eines CoD erreicht, da kann das noch so gut sein.
Ich denke auch nicht, dass ein HL3, so es denn mal kommen sollte, den Trend herumreißt.
Das ist mit aber alles vollkommen Pumpe, denn was ich gerne hätte ist AUSWAHL!
Ich träume von einer Welt, in der Shooter, Storyshooter und Spunkgargleweewee gleichzeitig auf dem Markt sind und ein Jeder zockt, was ihm gefällt.

(Denn sind wir mal ehrlich - nur Konsolenbitchslapwettbewerbe ist langweilig.
So ne richtige Fanboidiskussion welches Spiel warum viel besser ist, das ist geil.
So wie Torchlight II vs. Diablo III, nur viel, viel epischer!)
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Ash2X
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Ash2X »

Kajetan hat geschrieben:
Ash2X hat geschrieben:Ich halte ein "Hey Mr Freeman,gehen sie von A nach B" nicht für eine Storyline.
Das war auch nicht die Storyline. Die Story hat sich erst allmählich in Gesprächen, Bemerkungen, Zeitungsausschnitten an den Wänden usw. entwickelt, aber sie hat sich im Kopf des Spielers entwickelt, sie wurde einem nicht als Fertigbrei einfach vorgesetzt.

Und das machte auch den großen Reiz der Serie aus. Es blieb dem Spieler selbst überlassen, er konnte sich eigene Gedanken dazu machen oder er hat HL einfach nur als Ballerspiel-Snack durchgezockt. Jeder, wie er mochte.
Das war anscheinend trotzdem so dünn das - falls sie etwas erzählen sollte - einfach nicht rüberkam.Ich hab ähnliche Sätze zu Shadow of the Colossus gelesen...ch kann mir vorstellen das sich einige Leute viel drumherum denken was sein könnte,aber am Ende bleibt nichts halt...nichts.
Es ist so als würde ich CoD 2 eine großartige Storyline unterstellen Oder Halo,dessen Hauptgeschichte vielleicht in Büchern groß umsponnen wird,aber im Spiel dann doch nur "Soldat ballert sich durch schicke Gegnerfestungen und lässt einen mit Erklärungen am ausgestreckten Arm verhungern" bietet.Man kann sich nen Kopf dazu machen,gut ist das aber bestimmt nicht.Wenn man es als Momentaufnahme eines großen Krieges sieht ist es nicht schlecht.Nur ist der Umfang pro Spiel verdammt gering.Ich erwarte da persönlich von einem 60€-Spiel aber mehr.

Vielleicht ist es auch ein Problem mit der Definition einer Storyline: Mein Lieblingsbeispiel ist Second Sight.Das Spiel hat es geschafft ohne zuviel über das Spiel hinweg preiszugeben die Geschichte eines Charakters zu erzählen, ihn gut in die Welt einzubinden und hat am Ende mit einer Lösung aufgewartet die man so nicht erwartet hat und es noch nie gegeben hat.Das war brilliant und ist meiner Meinung nach in dem Spielgenre unerreicht.
Man könnte natürlich sagen Half-Life 2 zeigt die Geschichte irgendeines Wissenschaftlers (Freeman hat ja keine Persönlichkeit) der sich durch eine Welt kämpft die von Aliens zerstört wird...aber dann hat diese Geschichte so viele Lücken das einem der Charakter und die Geschehnisse am Hintern vorbeigehen weil man dort zu nichts und niemanden einen Bezug hat oder aufbauen kann.Warum auch?Sie tauchen kurz auf,spulen ihre Sätze ab und sind dann 10+ Stunden allerhöchstens Auftraggeber die einen von A nach B schicken.Ob es eine Cutscene oder ein Gespräch ist in dem man sich bewegen aber nicht entscheiden kann ist am Ende wirklich egal - Script ist Script und auf ein solches hat man keinen Einfluss.
Mehr als eine minimale Anzahl solcher bietet das Spiel aber nicht.Nicht jede Storyline muss die Ausmaßen eines MGS haben (die ja leider auch immer mehr in etwas abdriftet das als "Blödsinn" oder "an den Haaren herbeigezogen" zu bezeichnen ist) aber etwas Info muss schon drin sein.
Vielleicht hätte etwas "spannendes" während des eigentlichen Spielverlaufs gut getan.Das mir die riesigen Walker am Ende des Spieles aber als schwach und kaum bedrohlich rüberkamen zeigt für mich als Spieler aber vorallendingen eins: Irgendwo muss gewaltig etwas während der Erzählung falsch gelaufen sein.Ob es an den langen,nervenzährenden Laufwegen bis zu dem Punkt lag bei denen auch über Stunden hinweg nichts erwähnenswertes passierte,den lächerlichen "Rätseln" die statt Abwechslung zu schaffen eigentlich nur Zeit geschunden haben und die physikeffekte präsentieren sollten oder den ewig gleichen Gegnern...aber am Ende war ich gelangweilt und Enttäuscht anstatt hervorragend unterhalten.Das Ende hat dann den Boden aus dem Fass geschlagen - so billig wurde ich wohl noch nie abgespeist.
Immerhin hat die Half-Life Erzählstruktur aber einen guten Erben hervorgebracht und somit die Effektivität der Grundidee bewiesen: Bioshock. Dadurch ist das "Original" allerdings nicht besser,sondern zeigt eher auf wie es funktionieren kann wenn man mehr als eine Demo einer Engine machen möchte.
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crewmate
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von crewmate »

Bioshock beruht auf System Shock.
Auch wenn alte Säcke wie Archer mich dafür häuten und das Gehirn Wasser mit einem Strohhalm aussaugen.