Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

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Arkatrex
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Arkatrex »

Armin hat geschrieben:
Sarkasmus hat geschrieben: Alles andere ist nur heuchlerisches Getue und zeigt auch einfach das derjenige keine Eier in der Hose hat.
Heuchlerisch ist vor allem, dass in Spieleforen Kopieren so ein Tabuthema ist, obwohl es alle schon getan haben oder tun. Da wirkt halt die Propaganda der Publisher, sieht man ja an Deinem Beitrag sehr schoen!
Es allerdings zu verharmlosen macht es auch nicht besser.
Nur weil es "jeder" macht, wird es nicht gleich legal. Umso trauriger das man sowas als normal ansieht.

Mit jeder neuen Generation scheint der Recht für Gerechtigkeit immer mehr auf der Strecke zu bleiben.

Aber ich mache Dir einen Vorschlag:
Du produzierst für uns ein Spiel..das bitte sämtliche AAA Kriterien erfüllt und stellst es uns frei zur Verfügung.

Und Wehe es wird nicht gut..dann ergeht es Dir wie Jay Wilson ;-)

Mal schauen ob es Du dann immer noch so denkst.
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Skabus
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Skabus »

 Levi hat geschrieben:
Skabus hat geschrieben:...
als gut gemeinter Rat: Es dient niemanden einen unsinnigen Vergleich zu bringen, wenn du ernst genommen werden willst.
Ist mir ehrlich gesagt scheiß egal. Wenn du es gerne so verstehen WILLST und einen Grund suchst, mich nicht ernst zu nehmen wirst du den auch irgendwo anders finden.

Also bild dir deine Meinung, aber erteil mir bitte keine Ratschläge. Ich werd mein Verhalten nicht umbiegen nur, weil einigen Leute meine Art zu argumentieren nicht passt. Das hier ist das Internet, da kann man den ignore-Button drücken, das Fenster schließen, sich Ausloggen, etc. etc. Ist ja nicht wie in der Realität wo du zuhören/lesen musst, was jemand von sich gibt.

Allerdings habe ich zur Kenntnis genommen, dass der ER-Vergleich bei keinem die richtigen Asoziationen ausgelöst hat, ich werde ihn daher ab jetzt unterlassen. Wie schon geschrieben wurde: mit dem um-die-ecke-denken habens hier die meisten offenbar nicht.
Levi hat geschrieben: Aber es ist ja tatsächlich deiner Meinung, dass sich also nur Spieleexperten zu Spielen äußern dürfen Oo.
BOA!Rede ich gegen eine Wand? Das habe ich in keinem Beitrag gesagt. Es geht darum, dass Biopware, EA und Blizzard UMFRAGEN starten mit Leuten, die keinen blassen Dunst von der Systematik haben und dann fließen diese Umfragedaten in das Game Design ein und erzeugen dann solche glattgebügelten Mainstream-Produkte. Daher halte ich es für falsch, marketingtechnische Analysen zu verwenden, die zum Großteil auf einer Masse an Spielern basiert, die von Game Design keine Ahnung haben. Keine funktionierende Branche arbeitet so. Oder holen sich Aktien-Analysten etwa Tipps von Amateur-Aktionären? Wohl kaum.

Das muss diese Stimmvieh-Mentalität sein, die in Deutschland antrainiert wurde. "Wenn die Masse das sagt, muss es ja richtig sein!" Eben nicht! Es kann sich nicht nur ein Mensch irren sondern auch die Mehrheit. Aber für die meisten gilt wohl das Dogma Mehrheit = Wahrheit.
Levi hat geschrieben: Jeder der Spiele spielt, darf auch seine Meinung zu spielen haben und auch äußern. Egal wie "Casual" er ist.
Richtig. Er darf sie gerne jederzeit äußern. Das habe ich auch mehrfach in meinen Beiträgen geschrieben.

Lesekompetenz -> FAIL!

Aber sie darf keine größere Relevanz haben, als die Meinung der erfahreneren Leute. Ist genauso mit Kindererziehung. Lässt du deine Kinder auch von unerfahrenen 6-jährigen erziehen oder vertraust du auf Menschen mit Erfahrung?

Ich raff diese Logik einfach nicht, die Kompetenz über ein komplexes Softwareprodukt in die Hände von Leuten zu legen, die maximal eine Meinung haben, den aber Erfahrung, Kompetenz, Kenntnisse und Wissen fehlt. In keinem anderen Bereich des Lebens verlassen wir uns auf unerfahrene Leute. Aber Spiele sollen von Leuten ohne Ahnung bestimmt werden? Na gute Nacht!

MfG Ska
Zuletzt geändert von Skabus am 22.01.2013 12:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Wigggenz
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Wigggenz »

Arkatrex hat geschrieben:
Armin hat geschrieben:
Sarkasmus hat geschrieben: Alles andere ist nur heuchlerisches Getue und zeigt auch einfach das derjenige keine Eier in der Hose hat.
Heuchlerisch ist vor allem, dass in Spieleforen Kopieren so ein Tabuthema ist, obwohl es alle schon getan haben oder tun. Da wirkt halt die Propaganda der Publisher, sieht man ja an Deinem Beitrag sehr schoen!
Es allerdings zu verharmlosen macht es auch nicht besser.
Es bedenkenlos als die Wurzel allen Übels der Spielebranche anzusehen, wie die Publisher es uns verkaufen wollen, allerdings auch nicht ;)
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Arkatrex
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Arkatrex »

Natürlich nicht. Es gibt immer zwei Seiten.
Wie ich bereits geschrieben habe ist das F2P Gehabe aktuell bis auf wenige Ausnahmen (siehe z.B. MWO) schon ekelhaft.

Aber eine vernünftige Lösung zu finden die für beide Seiten erträglich ist wird genauso schwer wie eine Einigung zwischen der GEMA und YouTube ;-)
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Levi 
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Levi  »

Skabus hat geschrieben:...
:lol:
schön wie du dich aufregst.

Und jap. Spieler bestimmen wie Spiele aussehen sollen. Schließlich will man es ihnen als Großkonzern der Gewinnoptimierung recht machen ;) ... gewöhnen dich dran.

Wenn dir das nicht gefällt, kehre den großen den Rücken zu und gut ist.

(PS: und doch, dein Ärzte Vergleich impliziert, dass du der Meinung bist, dass "Spieler die keine Ahnung haben" auch garnicht erst fähig sind ein Spiel zu beurteilen. Was nicht stimmt. Beurteilen kann jeder, der ein Spiel gespielt hat. )
AtzenMiro
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von AtzenMiro »

@Arkatrex: Ach, ist eine vernünftige Lösung wirklich so schwer zu finden? Soweit ich es bisher überblickt habe, sind es ausschließlich die großen Major-Publisher, die sich über Raubkopierer aufregen und immer wieder mit neuen tollen Ideen ankommen.
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Kajetan
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Kajetan »

Arkatrex hat geschrieben: Nur weil es "jeder" macht, wird es nicht gleich legal. Umso trauriger das man sowas als normal ansieht.
Gesetze sind nicht in Stein gemeisselt. Sie verändern sich, wenn sich gesellschaftliche Vorstellungen und Weltbilder ändern. Und in Sachen Urheberrecht, da können die Rechteverwerter sich noch so beklagen und den Untergang der westlichen Zivilisation an die Wand malen, gibt es innerhalb der Gesellschaft kaum ein Unrechtsbewusstsein. Gab es übrigens noch nie. Nur um diversen Klagen über den moralischen Verfall der uns nachfolgenden Generationen vorzubeugen, die man sonst nur von alten Säcken gewohnt ist :)
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ThePanicBroadcast
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von ThePanicBroadcast »

@ Skabus (oder Ulukai??)
Nein, über ein Produkt sollte der Großteil der Konsumenten bestimmen, nicht ein kleiner elitärer Teil.

Und das mit dem Ärtzte Beispiel hat nichts mit um die Ecke denken zu tun. Ich denke jeder versteht deinen Standpunkt, aber dieses Beispiel ist leider kein Argument, sondern Humbug, da es bei Games um ein Unterhaltungsmedium geht und nicht um das Retten von Leben, was erst aufgrund jahrelanger Erwerbung von Kompetenzen möglich wird.
Ein besseres Beispiel wäre eher mit der Musik zu ziehn. Deiner Meinung nach sollte also Justin Bieber, der sehr erfolgreich ist, bessere(sprich: andere, anspruchsvollere) Musik machen, weil ein paar Leute die Ahnung von Musik haben(also die Core-Hörer) der Meinung sind, dass sie schlecht ist? Obwohl es Millionen von Casual-Musikhörern egal ist, und ihnen das was er jetzt macht gefällt?
Diablo ist und bleibt ein ziemlich Casualiges Spiel, und nur weil es ein paar Core Gamer gibt, die anspruchsvollere Spielinhalte schätzen, besitzen diese nicht das Recht dieses CasualSpiel zu verurteilen, nur weil es IHNEN nicht passt.
Zuletzt geändert von ThePanicBroadcast am 22.01.2013 12:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Levi 
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Levi  »

AtzenMiro hat geschrieben:@Arkatrex: Ach, ist eine vernünftige Lösung wirklich so schwer zu finden? Soweit ich es bisher überblickt habe, sind es ausschließlich die großen Major-Publisher, die sich über Raubkopierer aufregen und immer wieder mit neuen tollen Ideen ankommen.

hier und da gibts auch mal nen kleineren Verein, der die schlechten Verkäufe seiner durchschnittlichen Software den Raubmordkopierern in die Schuhe schieben will ;) ... ist aber tatsächlich eher die Ausnahme
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Lumilicious
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Lumilicious »

Skabus hat geschrieben:BOA!Rede ich gegen eine Wand? Das habe ich in keinem Beitrag gesagt.
Das ist der Kontext deiner ganzen Posts. Du willst Expertenmeinungen und sprichst jedem ein Wahlrecht ab, der sich nicht länger mit einem Spiel auseinander gesetzt hat (deine Antwort zu meinem In-game Vote ist so ausgefallen).

Das ist das, was du seit ein paar Seite herunterrasselst und dein komischer Doktorvergleich ( :roll: ) impliziert das auch. Ich sage ja, du merkst selbst nicht, was du so von dir gibst.
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Levi 
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Levi  »

ThePanicBroadcast hat geschrieben:@ Skabus (oder Ulukai??)
Nein, über ein Produkt sollte der Großteil der Konsumenten bestimmen, nicht ein kleiner elitärer Teil.
jein. Es gibt genau zwei Varianten:
a) die Entwickler selbst sagen ohne sich reinreden zu lassen, wo es hin geht. Vorteil: Meist ein Konsistentes Spiel, welches sich nicht anfühlt, als wäre man an allen Ecken und Kanten Kompromisse eingegangen.
b) Direkt auf die Masse der Fans zugeschnitten: Vorteil: Es ist so allglatt, dass eigentlich jeder mehr oder weniger mit Spaß haben kann
(Außer die Möchtegern Elite natürlich, da sie keine Möglichkeit mehr haben, sich abzusetzen ;P)

Variante C, was Ska vordert:
c) ein elitärer Verein diktiert, wo es lang geht, endet dann in späßen wie sie in Diablo2 zu beobachten waren.

Warum wurde denn UberDiablo und Co eingeführt? ... Blizzard hat sich nicht getraut die CookiCutters zu nerfen, weil dann ja das Gehäule der "Topspieler/Eölite" im Forum wieder groß geworden wäre ... ergo hat man einfach für dieses gleichgestellt Pack ein paar größere Herausforderungen geschafft, die aber "normalo"-Spieler für ewig verschlossen blieben. Man musste so spielen, wie die "Elite" um auch entsprechenden Content zu Gesicht bekommen ... super ... tolle Elite ... geh mir weg Elite, die ihr glaubt alles besser zu wissen, aber in Wirklichkeit kopiert ihr euch nur gegenseitig ...


(sry, ich verliere mich da immer ein wenig ... gebrandmarktes Kind und so ... )
Zuletzt geändert von Levi  am 22.01.2013 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
AtzenMiro
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von AtzenMiro »

Blizzard hat mit Variante b) schon Erfahrung gemacht in Form von Content-Patches für WoW.WotLk. Blizzard hat zugegeben, dass sie bei WotLk zu sehr auf die Spieler gehört haben, was am Ende zu einem viel zu niedrigen Schwierigkeitsgrad resultiert hat. Variante b) ist also generell für die Tonne.

Man sollte bei a) bleiben. Wer mit dem Spiel nichts anfangen kann, soll einfach was anderes spielen und gut ist.
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Levi 
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Levi  »

AtzenMiro hat geschrieben:Man sollte bei a) bleiben. Wer mit dem Spiel nichts anfangen kann, soll einfach was anderes spielen und gut ist.
Das Problem: so kannst du aber keine heutigen TrippleA-Titel mehr produzieren, weil du garnicht genug absetzen kannst. Das wiederum wollen die Investoren nicht ....

ergo: Spieleindustrie is doomed!!!! :D


aber rein aus Neugier: hast irgendwo nen Artikel zu den Eingeständnis von Blizzard? ... ich weiß dass viele "Spieler erster Stunde" abgesprungen sind, aber genauso habe ich eigentlich auch mitbekommen, dass gerade die Gelegenheitsspieler diverse Anpassungen wohlwollend aufgenommen hatten.


btw: hab mal "b" etwas angepasst ;)
Zuletzt geändert von Levi  am 22.01.2013 12:26, insgesamt 2-mal geändert.
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Skabus
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von Skabus »

AtzenMiro hat geschrieben:Skabus, deine angeführte Logik hat aber nichts mit deinen vorangegangen Beispielen zu tun. Videospiele werden von uns Spielern konsumiert und somit ist einzig allein unsere Meinung ausschlaggebend.
Hab erst letze Woche einen Vortrag von einem erfahrenen Game Designer gehört, der genau dieses Problem anspricht. Physiker, Chemiker, Mathematiker, Mediziner. Ihre Wissenschaften sind anerkannte Lehrberufe, bei denen jeder weiß, dass sie viel Wissen, Können, Fleiß und Arbeit erfordern.

Game Designer haben das große Problem, dass ihre Wissenschaft nicht anerkannt wird. Game Design ist aber eine hochkomplexe Arbeit, das Programmieren eines komplexen Spiels ist einer der komplexesten Arbeiten in der Informatik die es gibt, etc.

Ob man das Spiel am Ende mag, das ist wirklich subjektiv. Ein Spiel hat keinen Erfolg nur weil es handwerklich gut ist. Gute Handwerklichkeit ist aber eine erwartete Grundlage. Jeder erwartet ein GUI das an die menschliche Psyche angepasst ist, eine Steuerung die so funktioniert, dass der Mensch beim Spielen nicht überfordert ist, etc. Das sind die handwerklichen Grundlagen, die man erstmal haben muss, damit man überhaupt versteht, wie Spiele überhaupt ticken.
AtzenMiro hat geschrieben: Nur um mal darauf einzugehen. Dir ging es darum, wer zu welchem Thema was Produktives beitragen kann in Form von einer Meinung. In wie fern ist ein Spieleentwickler nun besser in der Lage ein Spiel einzuschätzen als ein Spieler?
Ganz einfach: Wenn man weiß, wie Spiele entstehen, bekommt man einen Einblick darin, wie die Abläufe sind, worauf man WIRKLICH achten muss, etc.

Der Spieler beurteilt das ENDPRODUKT und kann natürlich eine subjektive Meinung haben. Aber kann er kompetent über das Spiel diskutieren? Kennt er die Begrifflichkeiten? Kann er die Algorithmen bennenen? Kann er direkt sagen, dass der A*-Algorithmus bei der Pfadplanung in 4 von 10 Fällen einen Überschuss unwichtiger Knoten erzeugt und daher die Bewegung der Einheiten häufig suboptiomal abläuft?

Ein Spieler ist meiner Meinung nach eine wichtige Quelle dafür, ob die Spielkomponenten richtig verzahnt sind, ob sie beim Spieler gut ankommen, ob emotional gestaltete Momente wirklich ankommen, oder nicht, ob die implementieren Fähigkeiten wirklich genutzt werden, oder ob es build sets gibt, die immer angewendet werden und dafür sorgen, dass viele Fähigkeiten verwarlosen, etc. Ich versuche meinen Kollegen seit Jahren deutlich zu machen, dass Spielerfeedback auch bereits in der Entwicklungsphase ein gutes Mittel ist, um das Spiel zu verbessern.

ABER(es gibt immer ein "aber"): Dazu muss man kompetente Spieler fragen. Es gibt selbst unter meinen Kollegen Leute die nicht in der Lage sind ein Spiel/eine Software konstruktiv zu reviewen. Da kommen dann generische Sätze wie "Das ist scheiße!" "Das ist blöd, weiß aber nicht warum!" Wem bringen solche Phrasen bitte was?

Man muss doch differenzieren ob z.B. ein game Feature wirklich unpassend und falsch ist oder ob es nur falsch in das Spiel eingebettet wurde. Beispiel: Ich bin Publisher Snowstorm und mein Spiel Belzebub 2 war ein Erfolg. Nun will ich Belzebub 3 entwickeln und mache daher eine Umfrage unter den aktiven Spieler ob ein bestimmtes Game Feature in Belzebub 2 toll war oder nicht. Einige von den Hardcore Gamern schreiben: "Ja das Feature war total gut und wenn man sich da erstmal reingefuchst hat, kann man damit total viel machen, was das Spiel total aufwertet!" einige der Casuals schreiben: "Ne, das Feature war total unnötig, völlig umständlich, hab ich nie benutzt!"

In der Umfrage heißt es dann 20% für "tolles Feature" und 80% für "schlechtes Feature". Ergebnis: Das Feature wird in Belzebub 3 nicht mehr vorkommen. Die Hardcores sind sauer, denn sie mochten das Feature in Belzebub 2 und haben sich darauf auch in Belzebub 3 gefreut.

Ich als Publisher Snowstorm gehe davon aus, dass die Mehrheit das Feature schlecht findet und daher habe ich die vermeintlich richtige Entscheidung getroffen das Feature nicht in Belzebub 3 zu übernehmen. In Wahrheit war das Feature aber vllt. nur zu umständlich implementiert, weswegen die 80% schnell aufgegeben haben. Würde man das Feature in Belzebub 3 wieder implementieren aber allgemein die Zugänglichkeitshürden verringern, würde das Feature wieder von mehr Leuten angenommen werden. Das kann man aber nicht wissen.

Die 80% die sich damit aber nicht befasst haben, haben ein halbherziges Feedback abgegeben, weil sie ja nicht wissen können, dass einfach das GUI nicht optimal war, oder es an Ingame-Erklärungen gefehlt hat, oder das Feedback im Kampf war nicht eindeutig(z.B. nur ein unaufälliges Leuchen, was nicht deutlich zeigt, warum es leuchtet und welchen Effekt das hat) oder oder oder.

Der Publisher kann also mit Umfragen gar keine qualitativen Verbesserungen erzeugen, er ereicht damit nur, dass aus der Masse der Spieler jene Features und Designentscheidungen ausgewählte werden, die der Masse passen. Ob daraus Qualitätsverluste entstehen, vor allem was die inhaltliche Komplexität, die Spieldauer, etc. angeht spielt gar keine Geige. man richtet sich stumpf nach einer Masse Spielern, die irgendwie ne Vorstellung vom "richtigen" Spiel haben und dann der gesamten Branche den Stempel der Beliebigkeit auftrücken, weil sie alles links liegen lassen, was uns mal aus dem Urschleim der Popcorn-Unterhaltung herrausbringen würden.

Ich hoffe das ist jetzt endlich mal klar geworden. Ansonsten weiß ich wirklich nicht, wie ich das sonst noch weiter verdeutlichen soll... :?

AtzenMiro hat geschrieben:Mal davon aber abgesehen ist dein gesamter Standpunkt für die Tonne.
Dankeschön. Sehr reife Einstellung. Du wirst es bestimmt noch sehr weit bringen!

MfG Ska
AtzenMiro
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Re: Diablo 3: Bestürzung über Community-Reaktionen

Beitrag von AtzenMiro »

Das ist einfach nur quark. Nur weil man Game-Designer ist, muss man nicht auch Ahnung haben. Programmierkentnisse ersetzen nicht Kreativität. Gegen deine Behauptung sprechen einfach zu viele Kackspiele. Es gibt einfach zu viele schlechte Game-Designer, als das deine Behauptung auch nur irgendwie standhalten könnte. Dein Wall of Text ist btw. unnötig, wenn du dich eh nur wiederholst. Deine Behauptungen werden dadurch nicht richtiger.