Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfalt
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- greenelve
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Hollywood will Monopoly verfilmen, Schiffe versenken haben sie bereits geschafft. Fall Brettspiele und Story geschlossen. 
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maho76
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
@freakstyles:
natürlich bin ich nicht böse, danke dir eher für die korrekturen.
jedoch ein paar kurze anmerkungen:
350 der 400 amerikanischen sender teilen sich wiederum unter den dachverbänden CNN und FOX auf, sind also auf linie geschaltet. dazu kommt noch dass die unterschiedliche berichterstattung wirklich extrem ist (wie ja fast alles in amiland), während bei uns plattgetreten wird, aber das eben in der allgemeinen breite (will heissen, es wird ALLES gleichmässig zertreten und zensiert^^). stimmungsmache ist da nicht ganz so ausgeprägt wie bei amerikanischen medien. noch dazu gibt es auch genug kontroverse talks/monitor etc., was in den usa nur von kleinen unabhängigen sendern kommt die kein mensch schaut.
bei der zensur muss man sich die daten genauer anschauen, ein großteil der chinesischen zensur hat kulturellen hintergrund (bspw. das berühmte "blanke knochen"- verbot, hervorgehend aus dem ahnenkult), wogegen politisches und zeitgeschehen weitestgehend unzensiert und offen ausgestrahlt wird (ein freund von mir kann dir da mehr erzählen, studiert journalismus mit schwerpunkt asien/china und lebt dort). die USA zensiert in diesem bereich sehr extrem, dafür praktisch gar nicht bei gewaltdarstellungen, und die zensur von sexuellem inhalt wird dort gar nicht erst mit eingerechnet, da offiziell sowieso verboten. in deutschland splittet sich das ganze recht gleichmässig über alle bereiche (schwerpunkt gewaltdarstellung), von daher rutschen wir da eigentlich wieder ein ganzes stück runter, denn (zumindest für mich) wiegt eine zensur bei zeitgeschehen und politik/wirtschaft schwerer als beim thema sex/gewalt.
insgesamt wollte ich auch nur vermitteln dass man sich immer breitgefächert informieren sollte, das macht en gros der "deutsche michel" genausowenig wie der amerikaner, aber wir haben (noch) ein breiteres bildungsbürgertum... zum glück.
und der kernpunkt ist nunmal: wer sein produkt unzensiert veröffentlichen will bzw. zu seinem produkt und den damit verbundenen gedankengängen der macher steht, verzichtet eben auch gerne mal auf eine durch den markt/hersteller eingeschränkte zielgruppe. alles andere ist verkaufsorientierter kommerz, das funtkioniert nunmal am besten mit austauschbarem oder zumindest angepasstem inhalt und ist leider dass was die wirtschaft nach vorne treibt und damit am rentabelsten, ergo am weitesten verbreitet ist.
siehe musik: ja, es gibt radiopop, aber ich geb mir lieber eine deathmetalplatte in kleinauflage, und ich bin wahrlich nicht der einzige. zugegeben, madonna verdient mehr als boltthrower, aber nur weil die band nicht worlds number one ist geht die plattenfirma nicht gleich pleite.
mr. jonathan blow ärgert sich schlicht und ergreifend darüber dass er eine käufergruppe (i-tunes-kunden) nicht bekommt, verschweigt aber dass er nach wie vor den großen rest des marktes ohne weiteres erreicht und bedienen kann, also was solls, die vormachtstellung von apple-smartphones hat es (entgegen falscher US/dpa-meldungen) nie gegeben, denn auch wenn der marktführer 40% aller smartphones verkauft bleiben da immer noch 60% android-systeme, auch wenn sie sich auf verschiedene hersteller aufteilen. nach adam riese....^^
@scipione: eine anklage??? du bekommst kohle/ruf wenn du wehrlose passanten überfährst, nutten abrippst etc..... da von anklage zu sprechen ist ein nur ein billiger werbeslogan. das klischee wird BEDIENT und wirst für assoziales verhalten auch noch belohnt. das klischee ist das spielprinzip! eine anklage sieht anders aus als ein paar markante satirische kommentare eingebettet ins genaue gegenteil als spielablauf. willst du behaupten rambo 2+3 sind antikriegsfilme, weil stalone zweimal pro film jammert, während er pause im kreativmassenkill macht??? ich bitte dich.
natürlich bin ich nicht böse, danke dir eher für die korrekturen.
jedoch ein paar kurze anmerkungen:
350 der 400 amerikanischen sender teilen sich wiederum unter den dachverbänden CNN und FOX auf, sind also auf linie geschaltet. dazu kommt noch dass die unterschiedliche berichterstattung wirklich extrem ist (wie ja fast alles in amiland), während bei uns plattgetreten wird, aber das eben in der allgemeinen breite (will heissen, es wird ALLES gleichmässig zertreten und zensiert^^). stimmungsmache ist da nicht ganz so ausgeprägt wie bei amerikanischen medien. noch dazu gibt es auch genug kontroverse talks/monitor etc., was in den usa nur von kleinen unabhängigen sendern kommt die kein mensch schaut.
bei der zensur muss man sich die daten genauer anschauen, ein großteil der chinesischen zensur hat kulturellen hintergrund (bspw. das berühmte "blanke knochen"- verbot, hervorgehend aus dem ahnenkult), wogegen politisches und zeitgeschehen weitestgehend unzensiert und offen ausgestrahlt wird (ein freund von mir kann dir da mehr erzählen, studiert journalismus mit schwerpunkt asien/china und lebt dort). die USA zensiert in diesem bereich sehr extrem, dafür praktisch gar nicht bei gewaltdarstellungen, und die zensur von sexuellem inhalt wird dort gar nicht erst mit eingerechnet, da offiziell sowieso verboten. in deutschland splittet sich das ganze recht gleichmässig über alle bereiche (schwerpunkt gewaltdarstellung), von daher rutschen wir da eigentlich wieder ein ganzes stück runter, denn (zumindest für mich) wiegt eine zensur bei zeitgeschehen und politik/wirtschaft schwerer als beim thema sex/gewalt.
insgesamt wollte ich auch nur vermitteln dass man sich immer breitgefächert informieren sollte, das macht en gros der "deutsche michel" genausowenig wie der amerikaner, aber wir haben (noch) ein breiteres bildungsbürgertum... zum glück.
und der kernpunkt ist nunmal: wer sein produkt unzensiert veröffentlichen will bzw. zu seinem produkt und den damit verbundenen gedankengängen der macher steht, verzichtet eben auch gerne mal auf eine durch den markt/hersteller eingeschränkte zielgruppe. alles andere ist verkaufsorientierter kommerz, das funtkioniert nunmal am besten mit austauschbarem oder zumindest angepasstem inhalt und ist leider dass was die wirtschaft nach vorne treibt und damit am rentabelsten, ergo am weitesten verbreitet ist.
siehe musik: ja, es gibt radiopop, aber ich geb mir lieber eine deathmetalplatte in kleinauflage, und ich bin wahrlich nicht der einzige. zugegeben, madonna verdient mehr als boltthrower, aber nur weil die band nicht worlds number one ist geht die plattenfirma nicht gleich pleite.
mr. jonathan blow ärgert sich schlicht und ergreifend darüber dass er eine käufergruppe (i-tunes-kunden) nicht bekommt, verschweigt aber dass er nach wie vor den großen rest des marktes ohne weiteres erreicht und bedienen kann, also was solls, die vormachtstellung von apple-smartphones hat es (entgegen falscher US/dpa-meldungen) nie gegeben, denn auch wenn der marktführer 40% aller smartphones verkauft bleiben da immer noch 60% android-systeme, auch wenn sie sich auf verschiedene hersteller aufteilen. nach adam riese....^^
@scipione: eine anklage??? du bekommst kohle/ruf wenn du wehrlose passanten überfährst, nutten abrippst etc..... da von anklage zu sprechen ist ein nur ein billiger werbeslogan. das klischee wird BEDIENT und wirst für assoziales verhalten auch noch belohnt. das klischee ist das spielprinzip! eine anklage sieht anders aus als ein paar markante satirische kommentare eingebettet ins genaue gegenteil als spielablauf. willst du behaupten rambo 2+3 sind antikriegsfilme, weil stalone zweimal pro film jammert, während er pause im kreativmassenkill macht??? ich bitte dich.
- 3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
@ maho: Ja, so ähnlich hat es der ehemalige Rechtsanwalt Jack Thompson auch immer gesehen 
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boltek
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Herr blow hat völlig recht.
Wie ungemein peinlich sind die Meisten hier ? Es gibt vielleicht drei wirklich intelligente Spieleserien: Bioshock, Alan Wake, Metal Gear Solid) . Setztt das mal ins Verhältnis zu all den dummen
Shootern / Bemus. die die Spielebranche ausmachen.
Bei Filmen und Büchern erwarten die Leute etwas (gute Geschichte / Schauspieler / Musik / Spannung)
Hollywood macht auch viele dumme Filme, aber auch sehr SEHR viele ansprchsvolle, tiefsinnige.
Bei Spielen erwartet man nichts, alles wird für gut befunden, was nicht verbuggt ist oder wie ein PS2-Spiel aussieht. Nichts darf anspruchsvoll sein (außer dem Schwierigkeitsgrad, denn schnell Tasten drücken überfordert niemanden). Kaum ein Spieler interessiert sich für z.B. Bioshock oder Metal Gear, man braucht halt nur irgendetwas, das nicht ganz so peinlich und dämlich ist, wie das was man sonst spielt, um es Leuten unter die Nase halten zu können.
Wie ungemein peinlich sind die Meisten hier ? Es gibt vielleicht drei wirklich intelligente Spieleserien: Bioshock, Alan Wake, Metal Gear Solid) . Setztt das mal ins Verhältnis zu all den dummen
Shootern / Bemus. die die Spielebranche ausmachen.
Bei Filmen und Büchern erwarten die Leute etwas (gute Geschichte / Schauspieler / Musik / Spannung)
Hollywood macht auch viele dumme Filme, aber auch sehr SEHR viele ansprchsvolle, tiefsinnige.
Bei Spielen erwartet man nichts, alles wird für gut befunden, was nicht verbuggt ist oder wie ein PS2-Spiel aussieht. Nichts darf anspruchsvoll sein (außer dem Schwierigkeitsgrad, denn schnell Tasten drücken überfordert niemanden). Kaum ein Spieler interessiert sich für z.B. Bioshock oder Metal Gear, man braucht halt nur irgendetwas, das nicht ganz so peinlich und dämlich ist, wie das was man sonst spielt, um es Leuten unter die Nase halten zu können.
- brent
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Du vielleicht. Dann kaufst du aber auch Twilight und schaust dir die hundertste Disney-"3D"-Ausgeburt, Bollywoodschnulzen oder Dan Brown an. Die Medien unterscheiden sich weniger in ihren Inhalten als vielmehr in ihrer medialen Repräsentation.boltek hat geschrieben: Bei Spielen erwartet man nichts, alles wird für gut befunden, was nicht verbuggt ist oder wie ein PS2-Spiel aussieht. Nichts darf anspruchsvoll sein (außer dem Schwierigkeitsgrad, denn schnell Tasten drücken überfordert niemanden).
- Pyoro-2
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Mein Beileid.boltek hat geschrieben:Es gibt vielleicht drei wirklich intelligente Spieleserien: Bioshock, Alan Wake, Metal Gear Solid) .
- Sir Richfield
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Ja, das ist so wie: Es gibt vielleicht drei gute Shooter: Call of Duty, Medal of Honor und Battlefield Bad Company 2...Pyoro-2 hat geschrieben:Mein Beileid.boltek hat geschrieben:Es gibt vielleicht drei wirklich intelligente Spieleserien: Bioshock, Alan Wake, Metal Gear Solid) .
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boltek
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Mehr hast du nicht zu sagen ? korrigiere mich ruhig, wenn ich falsch liege. Gut, vielleicht gibt es mehr, aber der überwiegende Teil (auch der von Spielern und Gaming-Presse hochgelobten) Spiele sind dumme Alien-Shooter wie Gears of War, oder halt Hack n Slays oder Simulationen wie Gran Turismo.Pyoro-2 hat geschrieben:Mein Beileid.boltek hat geschrieben:Es gibt vielleicht drei wirklich intelligente Spieleserien: Bioshock, Alan Wake, Metal Gear Solid) .
Viele Menschen haben Lieblingsfilme, die älter sind, als sie selbst und das nicht, weil sie die als Kind toll fanden und sie in Nostalgie schwelgen, sondern weil der Film sie wirklich beeindruckt hat. FIlme wie Battleship oder Transformers sind zwar Blockbuster, werden aber, völlig zurecht, von den Kritikern zerrissen, weil es nur dumme Scifi-Filme sind und niemand würde sagen:"Das ist so wunderbar, dass musst du sehen und das musst du deinen Kindern zeigen, wenn sie alt genug sind."
Auch am vermittelten Frauen- bzw. Homosexuellenbild in Games sieht man wunderbar, wie recht Herr Blow mit seinen Aussagen hat. Wie Blow schon schrieb, was würde die Welt vermissen, wenn es keine Videospiele mehr gäbe ?
Natürlich zocke uch ich gern hirnloses Zeug (GTA usw.) aber das ist halt nur hirnloses Zeug. Ich würde nie jmd. der z.B. 40 ist sagen:"Sie müssen unbedingt Devil May Cry 3 spielen, sonst verpassen Sie echt was."
Bei Metal Gear Solid sieht die Sache schon GANZ anders aus, aber MG ist auch eher ein "interaktiver Film mit enormer Überlänge".
- Pyoro-2
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Naja, vllt hätte ich mehr zu sagen, wenn du 'ne Begründung dafür liefern tätest, weswegen du ausgerechnet die 3 Spiele als besonders intillent bezeichnest.boltek hat geschrieben:Mehr hast du nicht zu sagen ?
Wie Richfield erwähnt, das ca. als würde man als Beweis der Überlegenheit von Literatur Hohlbein, Clancy und Luibl nennen. Oder als besonders gute Regisseure Boll, Bay und Hardwicke. Oder als besonders tiefsinnige anime HotD, Negima und Oreimo. Oder als besondere qualitativen Journalismus BILD, AZ und Bunte.
...
Herrlich, könnte ich den ganzen Tag fortsetzen ^^
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Randall Flagg
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Haha, meinst du das ernst? Ich weiß nicht, ob es da draußen vielleicht wirklich irgendwo "intelligente Spieleserien" gibt, aber die drei von dir genannten zählen auf keinen Fall darunter.boltek hat geschrieben: Wie ungemein peinlich sind die Meisten hier ? Es gibt vielleicht drei wirklich intelligente Spieleserien: Bioshock, Alan Wake, Metal Gear Solid) .
Einzelne Spiele könnte ich nennen, aber Serien, die konstant den gleichen hohen Anspruch haben? Ne, sowas gibt es nicht.
- crewmate
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
greenelve hat geschrieben:Irgendwie hab ich das Gefühl das gerade Japan dafür prädestiniert wäre, solche Titel abzuliefern, schaut man sich deren Vergangenheit im Anime/Manga Bereich an, deren Medium, Comics eingeschlossen, bei uns durchaus noch den Ruf von simpler Untheraltung ohne intellektuellen Anspruch haben, was mit Anime/Manga aber sehr einfach widerlegt werden kann, denkt man allein an "das letzte Glühwürmchen", "Ghost in the Shell" oder "Macross" und nicht zu vergessen natürlich "Neon Genesis Evangelion", welches gar einen riesigen Spagat zwischen simpler Unterhaltung und tiefgründigem Inhalt meistert.
Aber "westliche Comics" können mit ähnlichen Inhalten auffahren:
Spoiler
Show

Spawn
Spoiler
Show

Spawn ist in den Ghettos der Stadt zuhause. Dort kann er untertauchen.
Das wird in einigen Ausgaben (habe nur Band 1) stellenweise sehr gut vermittelt wie schlecht es den Leuten geht. Spawn hält Kontakte zu abgefuckten Drogensüchtigen. Hindert den Comic aber nicht daran das Spawn mit einem Maschinengewehr gegen Dämonen antritt.
Mal mehr mal weniger werden die Paralellen zu Bürgerrechtsbewegungen deutlich.
Magneto = Malcom X. Professor X = Martin Luther King.
Hulk
Spoiler
Show
Von den Anfängen die in den 60ern - in denen man langsam an der Wunderengergiequelle Atom zu zweifeln begann. Hiroshima. Nuklearer Fallout. Krebs. Mutationen. Hin zu den neueren Comics die Kindesmissbrauch am jungen Banner andeuten. Schon in Avengers Film wird glaubhaft vermittelt das Banner unter Hulk vor allem leidet und diesem Leiden kein Ende setzen kann. Hindert die Comics nicht daran das der Hulk sich mit anderen Supermonstern prügelt.
- greenelve
- Beiträge: 48763
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Da mein Gedanke soviel Anklang gefunden hat, hier nochmal:
Anime/Manga haben in Japan einen hohen Stellenwert und es im Bewusstsein der Bevölkerung/Kultur auch selbstverständlich das dieses Medium als Ganzes sowohl als reine Unterhaltung als auch tiefgründigeres darstellen kann. Diese Selbstverständlichkeit, einem "Kindermedium" gegenüber tiefgründiges einzubauen und es auch zu erkennen, könnte sich in japanisches Studios wiederspiegeln und die Akzeptanz für erwachsene Inhalte stärken, damit der Spieleindustrie helfen über das pubertäre Stadium hinauszukommen.
Und ja, für alle die es so verstehen wollen: Weil Anima/Manga tiefgründige Inhalte bieten und ohne Probleme für diese Inhalte akzeptiert werden, ist es bei westlichen Comics automatisch unmöglich und nicht vorhanden. Logisch.
Anime/Manga haben in Japan einen hohen Stellenwert und es im Bewusstsein der Bevölkerung/Kultur auch selbstverständlich das dieses Medium als Ganzes sowohl als reine Unterhaltung als auch tiefgründigeres darstellen kann. Diese Selbstverständlichkeit, einem "Kindermedium" gegenüber tiefgründiges einzubauen und es auch zu erkennen, könnte sich in japanisches Studios wiederspiegeln und die Akzeptanz für erwachsene Inhalte stärken, damit der Spieleindustrie helfen über das pubertäre Stadium hinauszukommen.
Und ja, für alle die es so verstehen wollen: Weil Anima/Manga tiefgründige Inhalte bieten und ohne Probleme für diese Inhalte akzeptiert werden, ist es bei westlichen Comics automatisch unmöglich und nicht vorhanden. Logisch.
- mr archer
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Schau Dich halt beispielsweise mal bei gog.com um. Da wirst Du eine Menge Spiele und sogar die eine oder andere Reihe finden, die durchaus als intelligent bezeichenbar sind und die man heute für die nachwachsende Spielerschaft quasi als Bildungsgut betiteln kann, dass man zumindest in Auszügen mal zur Kenntnis genommen haben sollte bevor man sich hinstellt und hier aus heutiger Perspektive locker flockig mal so eben Ranglisten erstellt.boltek hat geschrieben:Mehr hast du nicht zu sagen? korrigiere mich ruhig, wenn ich falsch liege. Gut, vielleicht gibt es mehr, aber der überwiegende Teil (auch der von Spielern und Gaming-Presse hochgelobten) Spiele sind dumme Alien-Shooter wie Gears of War, oder halt Hack n Slays oder Simulationen wie Gran Turismo.Pyoro-2 hat geschrieben:Mein Beileid.boltek hat geschrieben:Es gibt vielleicht drei wirklich intelligente Spieleserien: Bioshock, Alan Wake, Metal Gear Solid) .
Viele Menschen haben Lieblingsfilme, die älter sind, als sie selbst und das nicht, weil sie die als Kind toll fanden und sie in Nostalgie schwelgen, sondern weil der Film sie wirklich beeindruckt hat. FIlme wie Battleship oder Transformers sind zwar Blockbuster, werden aber, völlig zurecht, von den Kritikern zerrissen, weil es nur dumme Scifi-Filme sind und niemand würde sagen:"Das ist so wunderbar, dass musst du sehen und das musst du deinen Kindern zeigen, wenn sie alt genug sind."
- crewmate
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Mit der "Graphic Novel" gibt es eine solche Institution bei "westlichen Comics" auch schon seit den 80ern. Das Nazi Drama "Maus" erhielt sogar 1992 den Pulitzer-Preis. Diese Entwicklung lief durchaus paralell ab. Auch mit der Weiterentwicklung der Tricktechnik und der Popularität der Medien selbst. Dank der Marvelverfilmungen und Studio Gibli sind sowohl Comic Mangas als auch Animes und Cartoons vollständig gesellschaftlich anerkannt. Das Naruto hierzulande von RTL für 6 jährige zusammengeschnitten wird ist schade. Hat aber nichts damit zu tun das Pixar nicht nur Oskars für die Tricktechnik bekommt. Ebenso "Chihiros Reise" von Gibli in Japan. Das hat 2003 den Oskar erhalten. Und wurde Kulturphänomen.greenelve hat geschrieben:Da mein Gedanke soviel Anklang gefunden hat, hier nochmal:
Anime/Manga haben in Japan einen hohen Stellenwert und es im Bewusstsein der Bevölkerung/Kultur auch selbstverständlich das dieses Medium als Ganzes sowohl als reine Unterhaltung als auch tiefgründigeres darstellen kann. Diese Selbstverständlichkeit, einem "Kindermedium" gegenüber tiefgründiges einzubauen und es auch zu erkennen, könnte sich in japanisches Studios wiederspiegeln und die Akzeptanz für erwachsene Inhalte stärken, damit der Spieleindustrie helfen über das pubertäre Stadium hinauszukommen. Und ja, für alle die es so verstehen wollen: Weil Anima/Manga tiefgründige Inhalte bieten und ohne Probleme für diese Inhalte akzeptiert werden, ist es bei westlichen Comics automatisch unmöglich und nicht vorhanden. Logisch. - als "Ironie" zur Kenntnis genommen.
Es ist doch scheißegal aus welchem Land etwas kommt.
Ob Jin-Roh (!) oder Persepolis. Gut bleibt Gut.
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boltek
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Re: Spielkultur: Jonathan Blow: Fordert mehr Tiefe & Vielfal
Ich nehme nur Metal Gear Solid als Beispiel, da es sich am besten eignet. Es geht unter anderem um Atomwaffen, Genetik / Evolution, das Internet, den freien Willen, Patriotismus und eine ganze Menge anderer äußerst kluger Dinge, über die man in den meisten hochgelobten Spielen nichts erfährt, allein schon weil die meisten Menschen viel zu ungebildet und ignorant sind, um sich dafür zu interessieren.Pyoro-2 hat geschrieben: Naja, vllt hätte ich mehr zu sagen, wenn du 'ne Begründung dafür liefern tätest, weswegen du ausgerechnet
Man erfährt z.B.
- dass (bzw. warum) die Evolution dafür sorgt, dass wir uns um andere Menschen kümmern
- dass es in Alaska als Test der Stärke gilt, sich im Wettkampf gegenseitig an den Ohren zu ziehen (wegen der extremen Kälte)
- dass die ersten Anti-Mafia-Aktionen des FBIs 1960 in Chicago stattfanden und ihr Leiter (Edgar Hoover) ein Rassist war
- dass fast alle sowjetischen Atomingenieure nach Ende des kalten Krieges arbeitslos wurden und hauptsächlich in die USA auswanderten
- dass Kaliumchlorid Herzinfarkte auslösen kann
- warum (und wie genau) Zigaretten Lungenkrebs auslösen
- dass Knoblauch gegen Erkältung hilft, weil er natürliche Antibiotka enthält
- dass es unter Mount Rushmore einen Atomschutzbunker für den US-Präsidenten und seinen Stab gibt
- Kartons ursprünglich erfunden wurden, um Schweiß zu sammeln
- Zimbabwe bis 1963 eine englische Kolonie war und von indischen Arbeitern wimmelte
Und ganz ganz viele andere interessante Dinge aus Wissenschaft und Kultur.
In Gears of War erfährt man.... dass die Locust da sind und alles plattmachen, super.
Zuletzt geändert von boltek am 19.01.2013 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
