Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter-Genre und die Gegenbewegung

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johndoe1197293
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von johndoe1197293 »

Ich denke zu dem Kommentar muss man nichts mehr hinzufügen.
Man kann der CoD Reihe jedoch nicht nur alleine die "Schuld in die Schuhe schieben". Einen besonders großen und negativen Einfluss haben auch die Gears-, die Halo- und die Uncharted-Reihe auf andere Actiontitel.

Ich kann durchaus verstehen, warum z.B. auch Hitman genannt wurde. Es geht nicht so sehr um das Genre an sich, sondern um das Gameplay, welches sich von anderen Actiontiteln absetzt.
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crewmate
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Re: Kommentar

Beitrag von crewmate »

TaLLa hat geschrieben:Naja bei mir stehen genau zwei CoD im Schrank, der erste und der vierte, auch MW1 genannt. So wie es aussieht wird es auch so bleiben. Schade, da ich eigentlich nah Zukunft und Cyberpunk mag, aber ein BO2 kommt für mich einfach nicht in Frage. Hab mir nur die Gameplay Vids angeschaut und fand es grausam, genauso grausam wie die Leute die behaupten es sei eines der besten wenn nicht gar das beste CoD aktuell.

Auch wenn ich es eher unter aufmerksammachen beim Pleitegeier über dem Kopf nehme hat er schon recht, seine genannten Games sind genau das wo man hin soll. Etwas was für mich schon ein System Shock 2 zeigte. Daher würde ich noch ein Deus Ex HR als aktuelleres Paradebeispiel dazunehmen.
Dann solltest du dir auch mal "Eye: DC" anschauen.
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crewmate
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von crewmate »

oder du bleibst dran bei CD Projects Cyberpunkt Spiel und dem neuen Shadowrun.
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Sephiroth1982
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Sephiroth1982 »

"Der Sith-Meister der Spiele, Call of Duty ist. Verführen er tut, selbst andere Genres. Am Ende nur Verderben es bringt, wenn vom eigentlichen Ziel abweichen man wird. Sehen man tut dies bei Resident Evil am besten. Einst auf der hellen Seite gewesen es ist. Gegruselt man sich hat. Nun auf der dunklen Seite die Serie ist. Verkommen sie ist zu einer stupiden Ballerei. Gewonnen, die dunkle Seite hat"

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"Nichtse gutes kommen von Call of Duty. Fürchterbare böses Machwerk. Macht anderen Genres super heftig Autsches. Diese machen andere böse und wieder andere werden noch mehr böse und alles wird ganz großes kaka. Michse haben gesprochen"

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Sorgi
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Sorgi »

Sephiroth1982 hat geschrieben:"Der Sith-Meister der Spiele, Call of Duty ist. Verführen er tut, selbst andere Genres. Am Ende nur Verderben es bringt, wenn vom eigentlichen Ziel abweichen man wird. Sehen man tut dies bei Resident Evil am besten. Einst auf der hellen Seite gewesen es ist. Gegruselt man sich hat. Nun auf der dunklen Seite die Serie ist. Verkommen sie ist zu einer stupiden Ballerei. Gewonnen, die dunkle Seite hat"

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Einen merkwürdigen Drang zu zocken "Dark Forces" ich habe nach diesem Beitrag. Ein gutes Beispiel für einen guten Egoshooter dies ebenfalls ist!
Heutzutage aber nur Padawane machen Egoshooter das Gefühl ich habe. Padawane anfällig sind für die dunkle Seite der Macht... -.-
maho76
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von maho76 »

ich verstehe nicht so ganz warum sich insbesondere ältere spieler darüber aufregen dass die heutige generation mit COD ihren spass hat (kann nicht anders sein, zumindest ein teil der käufer muss hochzufrieden mit dem ding sein).
vor allem verstehe ich die ächtung von scripten nicht, zumindest wie ich scripte verstehe. JEDES game ist bis ins kleinste gescriptet, sonst würde es nicht funktionieren. auch ein frei agierendes KI-script ist ein script. die frage ist nur wie kreativ die programmierer/designer im verschleiern dieser tatsache sind, so dass man scripte nicht gleich auf den ersten blick erkennt (eben ein KI-script oder ein phasenscript).
COD hat hierauf den gleichen anspruch wie doom oder quake und alle klassischen shooter, nämlich gar keinen. auch bei genannten klassikern wurden simpelst gegnerwellen getriggert, damit es schön hektisch und fahrig und nervenaufreibend wird, und das meist sehr offensichtlich da es uns spielern (damals) egal war (stand man in doom "falsch" sind die gegner vor einem hochgeploppt). hätten sie damals nicht so eng mit den ressourcen planen müssen und hätte es bessere transparenzeffekte gegeben hätten sie ebenfalls überall explosionen und special-effects eingebaut, in der hinsicht hat sich wenig verändert. spass gemacht hat uns das simple gameplay trotzdem, wofür sich auch niemand schämen muss (vorhin wurde asteroids erwähnt: immernoch ein tolles kurzweiliges game m.m.n., aber natürlich kein 300-stunden-rpg)
das leveldesign war vielleicht nicht ganz so offenkundig ein schlauch, aber es war einer (1 eingang > 1 ausgang), und keinen hat es gestört.
ich weiss nicht was an einem simplen gameplay so schlecht sein soll, vor allem wenn es für kurzfristigen spielspass gedacht ist (kurze singleplayer-kampagne). langzeitmotivierende soloabenteuer und komplexeren aufbau gibt es (zum glück) doch auch, wobei das für mich schon keine shooter sondern ego-adventures oder simple rpgs sind. ein shooter steht für mich in der tradition der alten kurzweiligen 2d-arcade-perlen wie raiden, r-type, galaga, gradius, xenon, turrican & co. und da ist COD gar nicht so weit weg von, sieht man mal vom schwierigkeitsgrad (=damals unmöglich schwer > langzeitmotivation, heute unmöglich weil es von heutigen gamern nur noch als frustrierend wargenommen wird, wenn man sich selbst verbessern und üben muss) und damit verbunden den hilfen ab. DAS sind fragwürdige dinge, aber doch nicht das simple gameplay, leveldesign und scripte. diese dinge sind die essenz dessen was COD sein will, und das ist doch eigentlich ganz okay, sowas macht mal spass zwischendrin, und nur dafür ist das game da).
und, da wird mir jeder noch so große skeptiker hier recht geben: ein straight-shooter mit bombastinszenierung zum schnellen gebrauch für zwischendurch... da macht COD von allem vergleichbaren in sachen verarbeitung mit abstand am meisten richtig.
es ist nunmal KEIN taktikshooter, auch wenn ihr noch so sehr einen darin sucht, punkt.
das szenario ist dem aktuellen zeitgeschehen und innenpolitischer propaganda geschuldet (insbesondere dem angstschüren der US-politik, die jeden baum als terrorverdächtigen darstellt), ebenso das patriotentum und die hanebüchenen helden-oneliner, vielen dank amerikanischer patriotenpathos, da steht jeder 2te amerikaner und jeder 3te europäer dahinter und identifiziert sich daher damit > verkaufshit (transformers & co grüßen bei der gelegenheit aus der blockbuster-ecke, da ist das grundkonzept seit jahren auch dasselbe). das ist nunmal der zeitgeist der von der mehrheit definiert wird (leider).
von daher: nicht COD macht das genre kaputt, sondern die einstellung der spieler dem spielen gegenüber. keine herausforderung, kein verbessern der eigenen fähigkeiten am eingabegerät (wenn ich mir anschaue wieviele sich hier für einen gott am pad oder M+T halten... hilfe^^), bitte alles sehen wollen beim ersten durchgang etc. der kunde wünscht > der hersteller liefert > der am meisten verdient macht alles richtig > die nachahmer liefern nochmal mehr.

nur nebenbei: ich habe KEINEN cod-teil, spiele das ding bei freunden, und was soll ich sagen: bist du zu besuch ist es (abgesehen vom szenario, aber das ist geschmackssache) toll... keine story wo man das labern unter freunden unterbrechen müsste, ständig was los und der mann am pad hat seinen spass. und dafür und für solche spieler ist es gedacht... ein leichtflockiger, simpler spielhallenbesuch am nachmittag, toll! ... wobei ich wohl persönlich doch eher eine runde gradius zocken würde statt cod.^^
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Temeter 
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Temeter  »

Bambi0815 hat geschrieben:Ok, ich muss dazu sagen Call of Duty spiel ich garnicht seit dem ich mir mal Black Ops 1 mal gekauft habe und angespielt habe. Singleplayer war ja ganz unterhaltsam aber ja nicht mehr als boom boom ist da nix. Nach dem Motto oh da hinten will ich mal hin. BOOM ohh das Spiel sagt mir wo ich hinlaufen muss. Moment das sieht cool aus. Boom. Verdammt. Und der Multiplayer ist ziemlich Quake mässig von der Geschwindigkeit.
Das war jetzt nicht mal als vergleich gemeint. Mit diesen Moder Military Shootern kann ich selbst nicht mehr viel anfangen. Hat sich einfach abgenutzt. Half Life 2 bietet da immer noch handwerklich solide Shooter-Aktion. Mir ging es eher um den gewaltigen Unterschied zwischen Hype und dem letzlichen Gameplay. Und da war Half Life einfach ein extrembeispiel.
Half Life 2 ist toll, weil es Freiheit vermittelt. Auch die Möglichkeiten mit Physic-Elementen zu agieren. Es ist eben einfach bissen mehr auf Kausalität ausgelegt, was ich als Freiheit ansehe. Man vergleicht hier aber auch zwei Spiele die auf ganz andere Zielgruppen abzielen. Zudem ist Half Life 2 denke ich auch ein wenig mehr Sandbox feeling und COD ist muppet show.
Ich weiß schon was du mit Freiheit meinst. Aber die Freiheit ist genauso Illusion wie die Kontrolle in einem CoD. Du kannst höchstens hinter eine Düne oder Klippe gehen, vielleicht 10 Meter nach links und nach rechts. Im Endeffekt läuft aber alles auf Gleisen ab, selbst wenn die auf den ersten Blick größer aussehen. Und nur um von einem Punkt zum anderen zu kommen, muss man teilweise mehrere Stunden durch die Leere der Pampa laufen, die einfach nur mit belanglosen Gefechten gefüllt ist. Von der tollen Orwellschen Dystopie gibt es schon lange keine Spur mehr, genau wie von der athmosphärischen Dichte eines Ravenholme. Diese "tollen" Physik-Spielchen bestehen gerade mal aus Kistenstapeln auf Sandkastenniveau. Die Fahrsequenzen waren unnötig langgestreckt und langweilig. Story gab es praktisch nicht. Sie spielte nach den ersten 30 Minuten einfach keine Rolle mehr.
Diese ganze Kausalität, von der du redest, war einfach nur Blendwerk. Das war ein Hype. Spielt man das Spiel heute, ergibt sich ein ziemlich anderes Bild.

Half Life 2 ist ein zutiefst durchschnittlicher Shooter mit extremen Längen. Nicht mehr und nicht weniger. Soviel mal zu den alten Stärken. Die bestverkauften Spiele sind selten die besten Spiele.
Battlemonk
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Battlemonk »

KATTAMAKKA

Das du meine beispiel für schlecht hälst, was von vornherein klar.
Für dich gibt es eh nur dark souls.

Für viele andere sind es aber warscheinlich echte alternativen zu cod und battlefield
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Temeter 
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Re: Kommentar

Beitrag von Temeter  »

Wurschtsalad hat geschrieben:Öhm nein. Zur Zeit kommen was Stagnation angeht nur Gears of War und Dead Space an CoD ran. Schreib mal in ein Halo-Forum, dass sich alle Halos gleich spielen da wirst du zerfetzt.

EDIT: Also von Halo 2 zu Halo 3 könnte man vielleicht von Stagnation in CoD-Ausmaßen reden aber selbst da gibt es wenigstens neue Animationen (im Gegensatz zu CoD) und die Items sind auch zumindest eine neue Gameplaykomponente.
Wieso, CoD entwickelt sich doch weiter. Das geht von einem (sehr) abstrakt realistischen Feeling der ersten ~4 Teile immer mehr in Richtung Comichafter Aktion und Verscriptung jedes einzelnen Schritts. Was ja zur Misere der aktuellen Teile geführt hat.

Halo hingegen ist Stagnation pur. Da rede ich gar nicht von der Grafik. Aber das Gameplay des ersten Teils hat sich sogar auf dem PC eigentlich minimal von dem unterschieden, das ich auf der XBox beim dritten Teil hatte. Steuerung, Gameplay, Athmosphäre, Gegner und Waffen sind alle gleich geblieben. Man hat zwar ein par Waffen hinzugefügt, die Gegner etwas vielfältiger gemacht, aber gebrochen mit der Tradition hat man nirgends. Die angesprochenen eher unwichtigen Items waren ja noch das höchste der Gefühle.

Und mal am Rande, was interressiert mich den ein Haufen Fanboys? Das die bei einigen Serien legendär dämlich sind, ist nun auch kein Geheimnis mehr.
AtzenMiro
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von AtzenMiro »

Zu Half Life vs. CoD:
Half Life ist die Mutter aller Script-Shooter, das stimmt wohl. Was aber Half Life im Gegensatz zu CoD nicht macht ist, dem Spieler die Kontrolle abzureissen. In einem Half Life muss der Spieler noch selbst gucken, wo es lang geht, muss die Gegner selbst erschießen, muss sich selbst um seine Health und Armor kümmern, selbst um Waffen und Muni, muss "Rätsel" selbst lösen. In Half Life kann man nicht einfach vorrennen und so den nächsten Trigger erzwingen, in Half Life werden wichtige Objekte nicht duch ein aufdringlich gelbes Leuchten hervorgehoben, damit es auch Leute mit einem IQ von weniger als 70 durchschaffen.

Half Life verbindet Gameplay und Scripte, CoD drängt die Scripte in den Vordergrund, wodurch das Gameplay in den Hintergrund fällt. In CoD gibt es Level, die man durchspielen kann ohne einen einzigen Schuss abzugeben, einfach in dem man immer nur den nächsten Trigger auslöst. Half Life ist ein gutes Beispiel für Shooter mit Schlauchlevel und Scripte, CoD ein schlechtes Beispiel.
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Battlemonk »

Bambi0815 hat geschrieben:
Battlemonk hat geschrieben:
Aha... Es ist also falsch, das ich mir black ops 2 gekauft hab, obwohl ich damit viel spass habe...
Wow... Du hast mir echt die augen geöffnet...
Dann wird mein nächstes auto auch kein Audi mehr, weil die mercedesfahrer sagen, das audi kaufen nicht gut ist...
du nimmst das ein wenig zu persönlich. hab keine ahnung ob mercedesfahrer so sagen aber wenn audi durch kinderarbeit entsteht dann gib ich ihnen wohl recht.

cod hat einfach nichts gutes erzeugt. sie haben getestet wieviel spieler mitmachen und deren antasten an das mögliche was ein spieler mitmachen wird hat mich schon früh aus dem kundenkreis entfernt.
#ich nehme das keineswegs persöhnlich.
nur kann ich deinen Argumenten nicht ganz folgen. und was Cod oder Audi mit Kinderarbeit zu tun haben sollen, werd ich wohl auch nie verstehn können...
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Gent301 »

AtzenMiro hat geschrieben:Zu Half Life vs. CoD:

Half Life verbindet Gameplay und Scripte, CoD drängt die Scripte in den Vordergrund, wodurch das Gameplay in den Hintergrund fällt. In CoD gibt es Level, die man durchspielen kann ohne einen einzigen Schuss abzugeben, einfach in dem man immer nur den nächsten Trigger auslöst. Half Life ist ein gutes Beispiel für Shooter mit Schlauchlevel und Scripte, CoD ein schlechtes Beispiel.
Danke das du mich daran erinnert hast. Hierzu ein Video http://www.youtube.com/watch?v=RULv6HbgEjY
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greenelve
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von greenelve »

AtzenMiro hat geschrieben:Zu Half Life vs. CoD:
Half Life ist die Mutter aller Script-Shooter, das stimmt wohl. Was aber Half Life im Gegensatz zu CoD nicht macht ist, dem Spieler die Kontrolle abzureissen. In einem Half Life muss der Spieler noch selbst gucken, wo es lang geht, muss die Gegner selbst erschießen, muss sich selbst um seine Health und Armor kümmern, selbst um Waffen und Muni, muss "Rätsel" selbst lösen. In Half Life kann man nicht einfach vorrennen und so den nächsten Trigger erzwingen, in Half Life werden wichtige Objekte nicht duch ein aufdringlich gelbes Leuchten hervorgehoben, damit es auch Leute mit einem IQ von weniger als 70 durchschaffen.

Half Life verbindet Gameplay und Scripte, CoD drängt die Scripte in den Vordergrund, wodurch das Gameplay in den Hintergrund fällt. In CoD gibt es Level, die man durchspielen kann ohne einen einzigen Schuss abzugeben, einfach in dem man immer nur den nächsten Trigger auslöst. Half Life ist ein gutes Beispiel für Shooter mit Schlauchlevel und Scripte, CoD ein schlechtes Beispiel.
Nicht zu vergessen: Gegner platzieren gegenüber Gegner spawnen. Bei CoD werden einfach Gegner gespawnt bis ein bestimmter Trigger ausgelöst wird. Es ist ein gefühlt ewiger Kampf, bis man einen Schritt nach vorne geht, die Triggerzone erreicht und plötzlich heist es "Area clear". Man kann an Gegnern teils vorbeilaufen und diese verschwinden beim nächsten Punkt, weil es nicht mehr vorgesehen ist, das sie dann noch existieren. (hab jetzt endlich CoD4 durch und da ist es mir doch stark aufgefallen)
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Sir Richfield
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Sir Richfield »

In dem Zusammenhang mal der Beweis, dass Molyneux gerne mal das richtige SAGT:
http://www.eurogamer.de/articles/2012-0 ... -interview

Ich meine mich zu entsinnen, dass der auch am Beispiel Fable 2 gesagt hat, dass man dem Spieler auch die Gelegenheit geben soll, etwas zu verpassen. Es ging dabei afaik um den Hund.
Kann aber auch Nostalgiebrille sein. Mein Google-Fu ist in der Beziehung gerade schwach.
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Temeter 
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Re: Allgemein: Der Einfluss von Call of Duty auf das Shooter

Beitrag von Temeter  »

AtzenMiro hat geschrieben:Zu Half Life vs. CoD:
Half Life ist die Mutter aller Script-Shooter, das stimmt wohl. Was aber Half Life im Gegensatz zu CoD nicht macht ist, dem Spieler die Kontrolle abzureissen. In einem Half Life muss der Spieler noch selbst gucken, wo es lang geht, muss die Gegner selbst erschießen, muss sich selbst um seine Health und Armor kümmern, selbst um Waffen und Muni, muss "Rätsel" selbst lösen. In Half Life kann man nicht einfach vorrennen und so den nächsten Trigger erzwingen, in Half Life werden wichtige Objekte nicht duch ein aufdringlich gelbes Leuchten hervorgehoben, damit es auch Leute mit einem IQ von weniger als 70 durchschaffen.

Half Life verbindet Gameplay und Scripte, CoD drängt die Scripte in den Vordergrund, wodurch das Gameplay in den Hintergrund fällt. In CoD gibt es Level, die man durchspielen kann ohne einen einzigen Schuss abzugeben, einfach in dem man immer nur den nächsten Trigger auslöst. Half Life ist ein gutes Beispiel für Shooter mit Schlauchlevel und Scripte, CoD ein schlechtes Beispiel.
Jetzt bitte nicht Half Life 1 mit 2 verwechseln, ok? Der erste war anscheinend tatsächlich revolutionär, nach allem, was man so hört :D
Das die neueren CoDs besser wären als HL2 hat aber glaube ich noch niemand hier behauptet. Anspruchsvoll ist eh keins der Spiele. Die Rätsel von HL2 sind intellektuell sogar recht nah am Niveau CoD.