Electronic Arts: Problem: Spielerbindung bei Free-to-play

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marschmeyer
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Re: Kommentar

Beitrag von marschmeyer »

Hafenkanten hat geschrieben:Was nix kostet, ist nix wert.
Umgekehrt sind auch nur die wenigsten Spiele noch wert, was sie kosten.
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Mr. B
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Re: Kommentar

Beitrag von Mr. B »

Hafenkanten hat geschrieben:Was nix kostet, ist nix wert.
Das kann man so nicht generalisieren. Klar ist es bei Spielen rar, dass sie nichts kosten und trotzdem etwas wert sind, auch wenn ich finde, dass z.B. GTA2 nicht völlig wertlos ist und auch Trackmania Nations habe ich gerne gespielt :wink:
Aber gerade wenn man seinen Blick auch auf andere Software richtet, findet man einige echten Perlen, welche kostenlos sind. Und damit meine ich nicht nur den Browser, den ich gerade nutze, sondern ambitionierte Projekte wie Blender (ersetzt locker 5000€ teure Software) oder diverse Spieleengines, von Unity 3D bis zur Cryengine (um wieder zum Thema zurückzukehren). Kreative können sich mit professionellen Tools richtig austoben und dabei entsteht dann auch das eine oder andere kostenlose Spiel oder eine kostenlose Mod.
Kostenlos ist aber meiner Meinung nach dann schlecht, wenn einem dieser Zustand nur vorgegaukelt und man dadurch extrem eingeschränkt wird.
maho76
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Re: Electronic Arts: Problem: Spielerbindung bei Free-to-pla

Beitrag von maho76 »

wenn er kunden BINDEN will hilft nur ein abo-modell, deswegen macht man das seit jahrzehnten so.
hab noch keine zeitschrift für umme gesehen wo man die fehlenden seiten einzeln nachkaufen kann um am ende das fertige, ZERFLEDDERTE produkt zu haben. und genau das wird es immer sein: zerfleddert... und wer will das denn schon, wenn man zum selben preis (oder wie hier sogar wahrscheinlich günstiger) ein komplett gebundenes hochglanzmagazin mit einlage (DLC) bekommen kann.
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Lumilicious
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Re: Electronic Arts: Problem: Spielerbindung bei Free-to-pla

Beitrag von Lumilicious »

maho76 hat geschrieben:hab noch keine zeitschrift für umme gesehen wo man die fehlenden seiten einzeln nachkaufen kann um am ende das fertige, ZERFLEDDERTE produkt zu haben.
Es gibt schon seit Jahrzehnten Leseproben.
Seit die Tablets/e-reader mit Onlineanbindung auf dem Markt sind, gibt es genügend Apps der Magazine, die teile der Magazine frei zur Verfügung stellen. Will man alles, zahlt man.

Und ich bringe hier mal mein 0815 Standardargument zum Thema F2P Shooter: Die guten (alle neueren) haben alle ein Fortschritts-system, was genauso funktioniert wie bei einem CoD oder BF. Für F2P Spieler dauert es nur etwas länger als für die, die Zahlen um Sachen freizuschalten. Wo ist nun der Unterschied zwischen CoD 4/BF2 und aufwärts zu einem Tribes Ascend, Blacklight oder Planetside?
Diese Spiele sind nicht "zerfleddert", wenn sie das sind, dann ist auch ein aktuelles CoD oder BF im Multiplayer zerfleddert. Vor allem ein Battlefield, wo man dann noch den F2P Weg gehen und sich Premium kaufen kann, der alles freischaltet. Über SOWAS muss man sich echauffieren und nicht über (sehr) gute F2P Modelle in immer mehr Spielen.

Die meisten Leute, die F2P ohne zu Zögern in die Tonne treten, machen das ohne nachzudenken und ohne überhaupt die Spiele gespielt zu haben.

Das gilt natürlich nicht für die EA F2P Spiele, die sind durch die Bank abzocke.
Scurgo
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Beitrag von Scurgo »

Ich bin der Meinung das diese ganzen Modelle (Free-to-play, Freemium...) sehr viele gute Spieleidee zerstört haben. Ich wünschte oft das Spiel wäre einfach zum kaufen und komplett auf den Markt gekommen. Wo alle mit gleichen Chancen und von Anang an mit gleichem Inhalt spielen können. Diese Pest wie ich es hier mal nennen will zerstört die Spiele noch bevor sie sich entwickeln können. Ich halte Abstand!
marschmeyer
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Re: Kommentar

Beitrag von marschmeyer »

Zooth hat geschrieben:Ich bin der Meinung das diese ganzen Modelle (Free-to-play, Freemium...) sehr viele gute Spieleidee zerstört haben. Ich wünschte oft das Spiel wäre einfach zum kaufen und komplett auf den Markt gekommen. Wo alle mit gleichen Chancen und von Anang an mit gleichem Inhalt spielen können. Diese Pest wie ich es hier mal nennen will zerstört die Spiele noch bevor sie sich entwickeln können. Ich halte Abstand!
Beschissene Spiele sind retail auch nicht besser, egal wie gut die Idee war.
Welche sollen das denn überhaupt gewesen sein?
maho76
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Re: Electronic Arts: Problem: Spielerbindung bei Free-to-pla

Beitrag von maho76 »

Es gibt schon seit Jahrzehnten Leseproben.
Seit die Tablets/e-reader mit Onlineanbindung auf dem Markt sind, gibt es genügend Apps der Magazine, die teile der Magazine frei zur Verfügung stellen. Will man alles, zahlt man.
Eine Leseprobe ist äquivalent zu einer kostenfreien DEMO (=Probe), nicht zu F2P. Eine Demo sind Auszüge des Originals zum testen der Qualität. Du kaufst aber keine E-Books wo ein Großteil der Seiten nur gegen Aufpreis anwählbar sind, und das dann auch noch stückchenweise. Du schaust dir die Demo an und kaufst dann anschliessend entweder gar nix oder das gesamte Ding und nicht nur einzelne Seiten zu überhöhten Preisen. Genau das ist es aber was die meisten F2P-Modelle machen. Ohne Zweifel gibt es da auch sinnvolle Systeme (gestaffelt in Free/Standard/Premium und dementsprechender Progress-Möglichkeiten, was prinzipiell die Aufsplittung des Produkts in 3 Teile bedeutet), die meisten F2P sind aber Fledderware um möglichst viel an Einzelkomponenten zu verdienen. Ein System dass dem Nutzer Vorteile bietet habe ich noch nicht gesehen, ist nämlich auch nicht Sinn und Zweck dieses Geschäftsmodells. Ziel ist es dem Käufer vorzugauckeln dass er investieren kann was er will. Motivation und Gruppenzwang/Progress erzwingen dann aber Investitionen jenseits von gut und böse, oft genug ist man am Ende für etwas äquivalent Vollpreisspiel mehr Geld los als mit einem Vollpreistitel, wenn ich an die Asiagrinder-MMORPGs mit (unausweichlichem) Shopsystem denke ist man oft sogar mit einem Abosystem wie bei WOW auf Dauer billiger bzw. gemessen am gebotenen Content besser dran.

Die Firmen entscheiden sich ja nicht umsonst in Richtung dieser Lösung (die ja erst jetzt durch die online-verbreitung entstanden ist) und weg vom Vollpreistitel. Glaubst du es geht da um Vorteile für die Kunden? ganz sicher genausowenig wie beim Amazon-Cloudplayer-Zwang. ;)

Definitiv kein Trend den man als "Kunde" unterstützen sollte, denn es öffnet der Abzocke Tür und Tor, wenn sich erstmal jeder dran gewöhnt hat. Gleiches hat man bei Patches und DLC gesehen. Heute ist es Standard, nichtsdestotrotz größtenteils nur dazu da übereilt unfertige Ware auf den Markt werfen zu können und anschliessend nach User-Beta-Testphase das Nötigste aufzubessern, anstatt von Vornherein etwas Vernünftiges auf den Markt zu bringen. DLC ersetzen verbesserte Folgetitel, damit stagniert die Innovation zugunsten eines Nachkaufs von Content der auch im Original oder eben in einem weiterentwickelten Nachfolger enthalten sein könnte, wenn man sich nur mehr Zeit gelassen hätte. Wie sonst kann es sein dass 3 Wochen nach Release der erste DLC zur Verfügung steht (wenn nicht sogar gleich am ersten Tag^^).

Es geht hier nur um Gewinnmaximierung. Das alles sind GESCHÄFTSmodelle, kein Publikationsmodelle. Hätte GUILDWARS2 (retail) eine downloadbare 2Wochen-Demo wäre es perfekt. Alles andere ist Abzocke.

Die nächste Stufe beim F2P wird die Limitierung auf Zeit sein. Dann hat man ein Shopsystem eingebettet in ein Abosystem, und am Ende zahlen wir doppelt mit dem label "FREE 2play".^^
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Hypn0s
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Re: Electronic Arts: Problem: Spielerbindung bei Free-to-pla

Beitrag von Hypn0s »

maho76 hat geschrieben: Es geht hier nur um Gewinnmaximierung. Das alles sind GESCHÄFTSmodelle, kein Publikationsmodelle. Hätte GUILDWARS2 (retail) eine downloadbare 2Wochen-Demo wäre es perfekt. Alles andere ist Abzocke.
Weil auch jeder Entwickler soviel Geld fürs Marketing ausgeben kann wie Anet/NCSoft. Oder weil um fast alle Games so ein Hype geschürt wird wie bei GW2. Ein Spiel wie Planetside 2 oder auch Games wie Tribes Ascend, HdrO, TF2, SW TOR, AoC usw. gäbe es ohne F2P gar nicht oder nicht mehr, da bin ich fest von überzeugt. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich diese Spiele allesamt antesten konnte, das war vor wenigen Jahren bei 99,9 % der MMO's nicht kostenlos möglich. Natürlich soll weiter Geld generiert werden, wäre auch komisch wenn nicht, oder? Heißt aber nicht immer direkt, dass das schlecht für den Kunden sein muss.
maho76 hat geschrieben: Die nächste Stufe beim F2P wird die Limitierung auf Zeit sein. Dann hat man ein Shopsystem eingebettet in ein Abosystem, und am Ende zahlen wir doppelt mit dem label "FREE 2play".^^
Joa wenn das die Spielerschaft mitmachen würde. Aber so blöd ist/sind selbst die Videospielcommunity oder auch die Publisher nicht...
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Wigggenz
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Re: Electronic Arts: Problem: Spielerbindung bei Free-to-pla

Beitrag von Wigggenz »

Hypn0s hat geschrieben:
maho76 hat geschrieben: Die nächste Stufe beim F2P wird die Limitierung auf Zeit sein. Dann hat man ein Shopsystem eingebettet in ein Abosystem, und am Ende zahlen wir doppelt mit dem label "FREE 2play".^^
Joa wenn das die Spielerschaft mitmachen würde. Aber so blöd ist/sind selbst die Videospielcommunity oder auch die Publisher nicht...
15€-CoD-Mappacks verkaufen sich auch blendend... sei also vorsichtig mit solchen Aussagen :D
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crewmate
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Re: Electronic Arts: Problem: Spielerbindung bei Free-to-pla

Beitrag von crewmate »

oder kauft sich die jeweilige Version nach zeitexklusivem DLC.
Ich meine Microsoft lässt sich den DLC zu GTA4 und den CoDs einiges kosten. keine Peanuts.
Blackwater_Park
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Beitrag von Blackwater_Park »

Der letzte Satz ist irgendwie überflüssig, eine fehlende Langzeitmotivation korreliert doch mit der Qualität des Produkts.
Scurgo
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Re: Kommentar

Beitrag von Scurgo »

marschmeyer hat geschrieben: Beschissene Spiele sind retail auch nicht besser, egal wie gut die Idee war.
Welche sollen das denn überhaupt gewesen sein?
Stimmt beschissene Spiele bleiben beschissen... Hast Du meinen Kommentar gelesen?