BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

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oppenheimer
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von oppenheimer »

Kajetan hat geschrieben:retconned
Wusste gar nicht, dass es ein Verb dazu gibt. Ich schmeiß mich weg.
Rückwirkende Kontinuität ist im Prinzip die absolut unterste Schublade jeglichen storytellings und vielleicht auch der Hauptgrund, weshalb ich die Metal Gear Solid-Reihe hasse wie die Pest.

Egal. Ich bin immer noch der Meinung, man könnte ein prima prequel hinbekommen:
Die Entdeckung der Mars-Archive und des Charon-Portals sowie der ersten bewohnbaren Exo-Planeten als quasi-Adventure, dann der Erstkontaktkrieg mit unvermeidlichen Shooter-Einlagen, später dann Entdeckung des galaktischen Rats und erste diplomatische Tuchfühlung mit RPG-Elementen.
Warum nicht?
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Lazuli
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von Lazuli »

...weil ich zumindest keinen Bock habe eine Story zu spielen, deren unrühmliches Ende ich schon kenne. Man müht sich ab, was zu erreichen, in dem Wissen, daß in ein paar Jahrzehnten bis Jahrhunderten ein gewisser Held alles den Bach runter gehen lässt bzw. lassen muss! Das ist doch der Motivations-Overkill, darum haben die Mass Effect Teile doch auch jeglichen Wiederspielwert verloren. Ich sag doch, das Mass Effect Universum wurde mit den Enden von Teil drei schlicht hingerichtet!
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ogami
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von ogami »

hm ... wenn man das vierte Ende nimmt (welches hier merkwürdigerweise kaum genannt wird, nie auf die Idee gekommen Space Kid ne Kugel innen Kopf zu jagen?) könnte man durchaus nen neuen Heldenepos anfangen, da die Reaper ja gewonnen haben ^^ Also 50K Jahre später, am Ende des nächsten Zyklusses. Bei Übernahme der Spieldaten aus der ersten Trilogie könnte man ja noch Reliquien, Aufzeichnungen oder andere Funde von Shepards "Heldentaten" einfügen. Das würde wenigstens Sinn ergeben.
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Lazuli
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von Lazuli »

...das vierte Ende war von BIOWARE auch nur als erhobener Mittelfinger an die rebellierende Fangemeinde gedacht.
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ogami
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von ogami »

Komisch, das vierte Ende ist das einzige, welches mir konzeptionell wirklich zusagt :ugly:
Und das Einzige, mit dem ich von Anfang an gerechnet habe.
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Zero7
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von Zero7 »

...ändert nichts daran das es als Mittelfinger gedacht ist. Ansonsten hätte man ja kaum zugelassen das man es durch 'nen Headshot triggert.
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Nik_Cassady
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von Nik_Cassady »

ogami hat geschrieben:hm ... wenn man das vierte Ende nimmt (welches hier merkwürdigerweise kaum genannt wird, nie auf die Idee gekommen Space Kid ne Kugel innen Kopf zu jagen?) könnte man durchaus nen neuen Heldenepos anfangen, da die Reaper ja gewonnen haben ^^ Also 50K Jahre später, am Ende des nächsten Zyklusses. Bei Übernahme der Spieldaten aus der ersten Trilogie könnte man ja noch Reliquien, Aufzeichnungen oder andere Funde von Shepards "Heldentaten" einfügen. Das würde wenigstens Sinn ergeben.
Würd mir gefallen. Aber so konsequent war Bioware noch nichtmal beim DA:O AddOn, wenn man den eigenen Warden geopfert hat. Diese Entscheidung wurde dann einfach ignoriert.

Naja, wird eh wieder so eine Nummer die von Marketingfuzzies als maximal unriskant eingestuft mehr Werbe- als Produktionskosten verursacht.
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Erstarrung
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von Erstarrung »

Lazuli hat geschrieben:Die Leute können sich weder mit einem Prequel anfreunden, da man ja praktisch die Zukunft und das unrühmliche Ende schon kennt, noch mag man sich einen Nachfolger vorstellen, denn auch das scheinen die "Enden" von ME3 unmöglich zu machen.
Das nenn ich mal gründlich verkackt, man hat sich praktsch selbst abgeschossen - und hats scheinbar immer noch nicht gemerkt!
Das sehe ich anders - man hat gemerkt, wie schwierig eine sinnvolle Geschichte für ME4 zu schreiben ist. Was glaubst Du, warum man jetzt die Fans fragt, was im Spiel enthalten sein soll, und ob es denn ein Prequel oder ein Sequel sein soll? Doch nur deshalb, weil die selber keine Ahnung haben, wie sie den Karren aus dem Dreck ziehen sollen (obwohl sie ihn selber dort reingestellt haben)!
Isterio hat geschrieben:Ich stimme zu, dass man wirklich die Indoktrinationstheorie aufgreifen müsste, um danach weitere Titel anknüpfen zu können. Aber die hat Bioware ja schon verneint.
Ja und? Wie oft hat BioWare denn schon gelogen, gerade was die Enden der Trilogie anbelangt? Da käme es auf einmal mehr echt nicht mehr an. Abgesehen davon, dass sie so die Möglichkeit bekämen, die Serie sinnvoll weiterzuentwickeln...

Ich fand das "Stinkefinger-Bonus-Ende" übrigens gar nicht so schlecht - diesem unsäglich dummschwätzenden Gottkind (oder was auch immer) ein paar Headshots zu verpassen, war in gewisser Weise sehr befriedigend...

Die Idee, dieses Ende als das eigentliche Ende zu nehmen, und den Nachfolger 50.000 Jahre in der Zukunft anzusiedeln, ist zwar genial, aber ich glaube nicht, dass BioWare den Mut dazu hat (BioWare hätte ihn vielleicht mal gehabt, aber seit der Übernahme durch EA...). Die werden schön einen konservativen First-Person-Shooter machen, der ein paar Elemente enthält, die EA für Rollenspiel-Elemente hält (es wird Stufen geben und man wird beim Stufenanstieg wieder ein paar Punkte auf rollenspielerisch wertvolle Fähigkeiten wie 'Kugeln machen zusätzlich Giftschaden' oder 'Kugeln können gegnerische Panzerung besser durchdringen' oder 'Gegnern kann mittels Gedankenkraft Schaden zugefügt werden' verteilen können). Daher wird es mit Sicherheit auf ein Prequel hinauslaufen ("Wir spielen den Erstkontaktkrieg"). Da spart man sich auch gehörig Programmieraufwand, denn dann kann man natürlich nur Menschen spielen. Und man wird es als "awesome multiplayer challenge" (oder was dem Marketing halt wieder für Geschwätz einfällt) verkaufen, denn EA genehmigt ja keine Spiele mehr, die ohne Multiplayer sind...
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oppenheimer
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von oppenheimer »

Erstarrung hat geschrieben:diesem unsäglich dummschwätzenden Gottkind (oder was auch immer)
Nur mal so nebenbei erwähnt, weil viele den Ausdruck "Star Child" und dessen Synonyme immer öfter wörtlich nehmen: Dat is nur ne K.I. und nicht etwa ein überweltliches Wesen. Ich wollt's nur noch mal erwähnt haben.
Darüber hinaus fände ich eine Fortsetzung, die 50000 Jahre in der Zukunft spielt, alles andere als genial, da es im Grunde das selbe in Grün wäre, nur diesmal mit anderen Spezies und der Möglichkeit, die Reaper diesmal befriedigend wegzupusten. Also ziemlich beliebig.
Da würde ich ja noch lieber als Protheaner zocken, das wär doch herrlich aussichtslos.
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sourcOr
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von sourcOr »

Nen Prequel wäre sowas von antiklimatisch. Es würde dem Zeitgeist entsprechen, wenn man sich mal God of War oder Gears of War anscheint, aber jetzt hat man im dritten Teil den Konflikt mit den Reapern zu einem Ende gebracht und was soll im Prequel passieren? Hätten se man ne Story wie bei Star Wars gesponnen, einem INNERGALAKTISCHEN Konflikt und nix, was von außen reinprescht und alles zwischen den Rassen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, wie kalten Kaffee aussehen lässt.

Sehe da nix interessantes. Auf solch eine Art Prequel kann ich auch gerne verzichten. Macht lieber nen gescheites Sequel draus und schmeißt den Reaper-Kram über Bord. Viel mehr Freiheiten von den selbstgemachten Fesseln. Im Endeffekt sollte sollten Bioware das aber während einer Kreativphase SELBST entscheiden und nicht die Fans fragen, was sie denn gerne hätten. Sich überraschen zu lassen ist doch viel schöner.
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Cpl. KANE
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Re: BioWare: Neues Mass Effect: Vorgänger oder Nachfolger?

Beitrag von Cpl. KANE »

Hier im Forum macht man sich ernsthaftere Gedanken über die ME-Zukunft als die verantwortlichen "Entwickler." :)

Der einzig logische Weg für eine sinnvolle Fortsetzung der Story ist nur EIN Ende von ME3 als Ausgangspunkt zu nehmen (stimme da JesusOfCool zu). Das wiederum würde viele ärgern die dann ein "inkompatibles" Savegame aus ME3 haben.
Also mir wäre ein Sequel mit dem "alles ist im A*sch-Ende" als Ausgangspunkt am liebsten, aber oppenheimers Ideen für ein Prequel hören sich auch gut an.
Außerdem: es soll ja keinen Shepard 2.0 geben. Das bezweifele ich auch sehr stark. Was soll denn in solch einem Setting für ein Char kommen?