Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopierschutz
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- The Incredible Hojo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Interessant finde ich immer, dass sich jedes Mal, wenn es um Sauger (ich vermeide mal bewusst den Begriff "Raubkopierer", wird ja nichts geraubt) geht, sich von beiden Lagern die Köppe eingeschlagen werden, obwohl schon immer sehr früh eigentlich alles gesagt wird:
Wir wissen es nicht.
Ob Kajetan mit seiner Sicht der Dinge Recht hat oder nicht ist genauso wahrscheinlich wie ein Subaru oder andere Vertreter anderer Theorien. Ich sage halt immer, dass man für ein Produkt, das man nutzt, zahlt, das ist der normale Wirtschaftslauf der Dinge. Dabei ist es egal, ob es ein normaler Markt mit besonderen Produkten oder ein besonderer Markt mit normalen Produkten ist, ob eine Firma durch DRM mehr Kunden verliert als Käufer hinzugewinnt oder umgekehrt, ob es Diebstahl ist oder nicht.
Da alle Quellen, die hier gepostet werden, ebenfalls nur Theorien oder Studien sind (die aber auch nicht im Gesamten stimmen müssen, denn Ergebnisse aus Studien sind auch nur potenzierte Vermutungen), bleibt es dabei, dass beide Lager - und somit auch ich mich mit meiner Meinung - gleichermaßen Recht und Unrecht haben.
Diese ganze Diskussion rutscht immer in eine Sympathiedebatte ab, in der es nicht um Fakten geht (die gibt es nämlich nicht) sondern nur darum, seine Sympathiegruppierung zu verteidigen.
Sollen doch die saugen, die wollen, wenn sie sich dadurch für besonders clever halten. Ich halte es nach wie vor für charakterschwach, sich Ware anzueignen, für die ich nicht bezahle. Ist aber auch eine Sympathieargumentation.
Ich habe mit Kajetan weiss Gott schon haufenweise Beiträge über das Für und Wider geschrieben, dass zumindest ich für meinen Teil sage: Wenn es der CEO so sieht, dann ist das sein gutes Recht, sich auf die Seite derer zu stellen, die für sein Spiel Geld bezahlen. Wenn es darauf Reaktionen von Usern hier gibt, die eher die Seite der Sauger sympathisieren, dann ist das auch deren gutes Recht. Tatsächlich sind dem Markt beide Meinungen egal. Es gibt ein paar kleine Fakten, die aber gegengerechnet werden könnten, wenn man entsprechende Zahlen hat. Diese aber verlässlich zu sammeln ist quasi unmöglich. Es gibt Sauger, die würden kaufen, wenn es nicht so einfach wäre, Spiele umsonst zu beschaffen. Es gibt Spieler, die würden kaufen, wenn es keine DRM Maßnahmen gäbe. Es gibt Spieler, die kaufen eben wegen DRM nicht und es gibt wiederum welche, die Spiele kaufen, eben weil sie davon ausgehen, dass durch DRM weniger das Spiel kopieren können und sich daher nicht veräppelt fühlen, weil sie das Spiel kaufen.Da aber weder die eine noch die andere Zahl bekannt ist, diskutieren wir hier darüber, wem welche Suppe schmeckt, obwohl wir nur den Topf über der Flamme hängen sehen. Unter den Deckel hat aber noch keiner geschaut.
Daher: Schön, wenn eine Firma aufgrund dieser Meinung Leute einstellt. Besser, als wenn sie wegen Raubkopien Leute entlassen will.
Wir wissen es nicht.
Ob Kajetan mit seiner Sicht der Dinge Recht hat oder nicht ist genauso wahrscheinlich wie ein Subaru oder andere Vertreter anderer Theorien. Ich sage halt immer, dass man für ein Produkt, das man nutzt, zahlt, das ist der normale Wirtschaftslauf der Dinge. Dabei ist es egal, ob es ein normaler Markt mit besonderen Produkten oder ein besonderer Markt mit normalen Produkten ist, ob eine Firma durch DRM mehr Kunden verliert als Käufer hinzugewinnt oder umgekehrt, ob es Diebstahl ist oder nicht.
Da alle Quellen, die hier gepostet werden, ebenfalls nur Theorien oder Studien sind (die aber auch nicht im Gesamten stimmen müssen, denn Ergebnisse aus Studien sind auch nur potenzierte Vermutungen), bleibt es dabei, dass beide Lager - und somit auch ich mich mit meiner Meinung - gleichermaßen Recht und Unrecht haben.
Diese ganze Diskussion rutscht immer in eine Sympathiedebatte ab, in der es nicht um Fakten geht (die gibt es nämlich nicht) sondern nur darum, seine Sympathiegruppierung zu verteidigen.
Sollen doch die saugen, die wollen, wenn sie sich dadurch für besonders clever halten. Ich halte es nach wie vor für charakterschwach, sich Ware anzueignen, für die ich nicht bezahle. Ist aber auch eine Sympathieargumentation.
Ich habe mit Kajetan weiss Gott schon haufenweise Beiträge über das Für und Wider geschrieben, dass zumindest ich für meinen Teil sage: Wenn es der CEO so sieht, dann ist das sein gutes Recht, sich auf die Seite derer zu stellen, die für sein Spiel Geld bezahlen. Wenn es darauf Reaktionen von Usern hier gibt, die eher die Seite der Sauger sympathisieren, dann ist das auch deren gutes Recht. Tatsächlich sind dem Markt beide Meinungen egal. Es gibt ein paar kleine Fakten, die aber gegengerechnet werden könnten, wenn man entsprechende Zahlen hat. Diese aber verlässlich zu sammeln ist quasi unmöglich. Es gibt Sauger, die würden kaufen, wenn es nicht so einfach wäre, Spiele umsonst zu beschaffen. Es gibt Spieler, die würden kaufen, wenn es keine DRM Maßnahmen gäbe. Es gibt Spieler, die kaufen eben wegen DRM nicht und es gibt wiederum welche, die Spiele kaufen, eben weil sie davon ausgehen, dass durch DRM weniger das Spiel kopieren können und sich daher nicht veräppelt fühlen, weil sie das Spiel kaufen.Da aber weder die eine noch die andere Zahl bekannt ist, diskutieren wir hier darüber, wem welche Suppe schmeckt, obwohl wir nur den Topf über der Flamme hängen sehen. Unter den Deckel hat aber noch keiner geschaut.
Daher: Schön, wenn eine Firma aufgrund dieser Meinung Leute einstellt. Besser, als wenn sie wegen Raubkopien Leute entlassen will.
- Kajetan
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Es werden Leute eingestellt, weil sich das Spiel sehr gut verkauft hat. Es werden Leute entlassen, wenn sich ein Spiel schlecht verkauft.The Incredible Hojo hat geschrieben:Daher: Schön, wenn eine Firma aufgrund dieser Meinung Leute einstellt. Besser, als wenn sie wegen Raubkopien Leute entlassen will.
Über das Warum und Wieso, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Ich sehe es so, andere sehen es anders. Wer Recht hat, das wird sich mit der Zeit zeigen.
Wo auf jeden Fall neue Arbeitsplätze durch Kopierschutz-Systeme entstehen, das ist bei den Entwicklern und Anbietern von Kopierschutz-Systemen in den letzten zehn Jahren. Gut, bei Starforce musste man massiv Leute entlassen, als die Majors so um 2004, 2005 aufgehört haben Starforce zu verwenden. Aber ich glaube nicht, dass die Geschäfte bei Securom/Sony schlecht laufen. Hmmm, steht dazu eigentlich was im aktuellen Sony-Geschäftsbericht? Mal schauen ...
- The Incredible Hojo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Aber wie gesagt: Aufgrund welchen Umstands sich ein Spiel gut oder schlecht verkauft, ist unerheblich. Wenn man bei SI sagt, es liegt am besseren Kopierschutz, ist dies genauso haltbar oder unhaltbar wie die Gegenthese. Von daher völlig egal und jede Diskussion, die darüber geführt wird verpufft in der Unkenntnis der Zahlen und ist somit zwar oft amüsant zu lesen, aber völlig nutzlos.Kajetan hat geschrieben:Es werden Leute eingestellt, weil sich das Spiel sehr gut verkauft hat. Es werden Leute entlassen, wenn sich ein Spiel schlecht verkauft.The Incredible Hojo hat geschrieben:Daher: Schön, wenn eine Firma aufgrund dieser Meinung Leute einstellt. Besser, als wenn sie wegen Raubkopien Leute entlassen will.
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johndoe974369
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Kommentar
Hat denn Miles Jacobson auch irgendwelche Quellen für seine Behauptung angegeben? Ansonsten ist das reines Marketingsprech und für die Mietz.
- The Incredible Hojo
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Re: Kommentar
Wozu? Es gibt ja auch keine Quellen oder Zahlen für die Gegenbehauptung sämtlicher Sauger-Sympathisanten. Wozu sich mit Fakten aufhalten, darüber lässt sich so schlecht streiten.TenguWarrior hat geschrieben:Hat denn Miles Jacobson auch irgendwelche Quellen für seine Behauptung angegeben? Ansonsten ist das reines Marketingsprech und für die Mietz.
Bei dieser Diskussion haben beide Lager gleich Recht und Unrecht.
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Nein. Diese Behauptung ist WENIGER haltbar als die Gegenthese, dass der Kopierschutz wahrscheinlich gar keinen Einfluss auf den Umsatz hat. Für die erstere Behauptung gibt es KEINE Indizien, KEINE Anhaltspunkte. Für die letztere Behauptung gibt es immerhin genug Indizien, dass sie nach heutigem Kenntnisstand wahrscheinlicher ist.The Incredible Hojo hat geschrieben:Wenn man bei SI sagt, es liegt am besseren Kopierschutz, ist dies genauso haltbar oder unhaltbar wie die Gegenthese.
"Egal" ist es daher überhaupt nicht. Man kann nicht einfach entsprechende Erkenntisse ignorieren und sagen, dass es für beide Thesen keine Beweise gibt. Das ist eben nicht so. Nach heutigem Kenntnisstand scheinen Kopien wahrscheinlich keinen großartigen Einfluss auf den Umsatz zu haben. Mit letzter Sicherheit weiß man dies jedoch noch nicht.
Was man aber auf jeden Fall jetzt schon weiß, dass ein Kopierschutz KEINEN Einfluß auf den Umsatz hat. Woher weiß man das? Man schaut sich einfach die Umsatzentwicklung von Spielen an, deren Kopierschutz gleich am Releasetag geknackt wurde und Spiele, deren Kopierschutz etwas länger hielt. Man stellt fest, dass es keine signifikanten Unterschiede im Kaufverhalten gibt. Hohe Umsätze in den ersten Wochen und abflauende Umsätze in den Monaten danach. Ebenso weiß man, dass die Relation zwischen verkauften Einheiten und kopierten Einheiten bei jedem Spiel in etwa gleich ist. Was sich oft verkauft, wird oft kopiert, weil es eben populär ist. Es läßt sich kein kausaler Zusammenhang feststellen, dass sich hohe Verkäufe auf niedriger Kopienanzahl beruhen. Es kann nur korreliert werden
Beispiel: Mass Effect 1 hat sich auf dem PC besser verkauft als Mass Effect 2 für den PC. Jetzt kann man sagen, dass dies am Kopierschutz lag, da ME1 zu einem Zeitpunkt released wurde, als das Online-Securom noch relativ neu war und stabil laufende Releases erst geraume Weile später vorlagen. Einen Beweis dafür gibt es aber nicht, weil man keinen kausalen Zusammenhang herstellen konnte.
Als Gegenbeispiel kann man The Witcher 2 aufführen, welches sich in den ersten Wochen deutlich besser verkaufen konnte als der Vorgänger, obwohl es a) von Tag Eins an eine gecrackte Kopie gab und b) das Spiel sogar offiziell in einer DRM-freien Version verkauft wurde. Das sollte eigentlich nicht passieren, wenn ein Kopierschutz für hohe Umsätze in den ersten Verkaufswochen sorgen soll.
Der Schluß daraus: Der Kopierschutz scheidet als angeblicher Garant für hohe Umsätze aus. Es lässt sich widerholt und reproduzierbar kein kausaler Zusammenhang zwischen Kopierschutz und Umsatzhöhe herstellen. In BEIDERLEI Hinsicht. Man kann bislang auch nicht sagen, dass kein Kopierschutz für höhere Umsätze sorgt. Einfluß auf den Umsatz haben wahrscheinlich ganz andere Gründe. Sprich, wenn man auf einen Kopierschutz verzichtet, hat man zumindest dieses Geld nicht sinnlos zum Fenster rausgeworfen.
Das alles weiß man bereits. Das lässt sich nicht einfach wegdiskutieren. Man ist sich nur noch nicht sicher genug, um diese Thematik ein für allemal zu klären, weil es noch soviele unbekannte und ungeklärte Einflüße und Faktoren gibt.
- The Incredible Hojo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Auch bei deinen Argumentationen taucht in zwei Sätzen haufenweise "wahrscheinlich", "möglich" und "eventuell" auf, quasi eine Argumentation im Konjunktiv. Wenn du die Abverkäufe von zwei Spielen nimmst, vergleichst du automatisch Äpfel mit Birnen. Denn schon bei ME1, ME2 und Witcher2 hast du es mit so vielen Präferenzen zu tun, dass kein Vergleich zum Thema möglich ist. Alle Schlüsse daraus sind Vermutungen, noch nicht mal Indizien, weil du eben drei unterschiedliche Spiele vergleichst. Im besten Falle ließe sich das mit Fifa für PC vergleichen, da entscheidet aber auch die Wirkung und die Menge an Neuerungen und Verbesserungen, ob sich das Nachfolgeprodukt besser oder schlechter verkauft. Die DRM-Befürworter haben nichts, die Gegenseite hat nichts. Rein gar nichts. Indizien? Sind keine Fakten.
Auch die von dir als Fakt betitelte Tatsache, dass illegale Kopien keinen Einfluss auf den Umsatz haben, halten einer Prüfung nicht stand. Es ist eine Wareneingeschaft von Spielen, dass sie in den ersten zwei Wochen einen starken Abverkauf haben und dann abflauen. Das unterscheidet sie von bspw. Fernsehern. Um eine Kausaltät nachzuweisen müsstest du folgende Zahlen sammeln:
- Kunden, die ein Spiel kaufen, weil es für sie normal ist, für ein Spiel zu bezahlen
- Spieler, die saugen, weil sie kein Geld dafür ausgeben wollen (warum auch immer)
- Spieler, die das Spiel nicht kaufen, weil es DRM hat
- Kunden, die das Spiel kaufen, weil sie zum cracken nicht ihr System gefährden wollen.
- Kunden, die das Spiel kaufen, weil sie keine Lust haben, durch saugen und cracken aufzufliegen und Strafe zu zahlen
- Spieler, die das Spiel saugen, weil es eben umsonst im Netz ist
- Kunden, die das Spiel kaufen, weil es zum Release noch keine gecrackte Version gab.
- Kunden, die das Spiel gekauft haben, nachdem sie es gesaugt haben und nach etwas Probespielen den Publisher unterstützen wollen.
- Spieler, die eine evtl. Demo gezogen haben und dann das Spiel gesaugt haben
- Kunden, die eine evtl. Demo gezogen haben und dann das Spiel gekauft haben
Dann hättest du verlässliche Zahlen, die aber in entsprechender Größe vorliegen müssen, um repräsentativ zu sein. Da sich keiner diese Mühe machen will, sagt die Industrie "Sauger schaden!" und die andere Seite "Tun sie nicht!". Da werden dan z.t. krude Studien ausgegraben (auf beiden Seiten) die rein gar nichts aussagen. Fakten? Nicht bei diesem Schiff, Schwester.
SI führt seine Einstellungen darauf zurück, dass der Kopierschutz einigermaßen lange funktioniert hat und deshalb mehr Leute das Spiel gekauft haben. Es ist deren Indiz dafür, dass DRM funktionieren kann. Es ist genauso ein Zurechtbiegen der einzeln auftretenden Ereignisse, wie es die Sauger für ihre Argumentation tun. Von daher schenken sich beide Seiten nichts.
Und deshalb bleibe ich dabei, dass es vollkommen egal ist, ob die Wahrheit von der Industrie oder von der Saugergemeinschaft verbogen wird.
Eben genau wie bei Michael Moore: Es ist völlig egal, ob die Wahrheit durch die Bush-Regierung verdreht und angepasst wurde oder durch MM: Die wirkliche Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Es war mal abwechslungsreich, nach all der Bush-Propaganda auch mal eine Gegenpropaganda zu hören.
Auch die von dir als Fakt betitelte Tatsache, dass illegale Kopien keinen Einfluss auf den Umsatz haben, halten einer Prüfung nicht stand. Es ist eine Wareneingeschaft von Spielen, dass sie in den ersten zwei Wochen einen starken Abverkauf haben und dann abflauen. Das unterscheidet sie von bspw. Fernsehern. Um eine Kausaltät nachzuweisen müsstest du folgende Zahlen sammeln:
- Kunden, die ein Spiel kaufen, weil es für sie normal ist, für ein Spiel zu bezahlen
- Spieler, die saugen, weil sie kein Geld dafür ausgeben wollen (warum auch immer)
- Spieler, die das Spiel nicht kaufen, weil es DRM hat
- Kunden, die das Spiel kaufen, weil sie zum cracken nicht ihr System gefährden wollen.
- Kunden, die das Spiel kaufen, weil sie keine Lust haben, durch saugen und cracken aufzufliegen und Strafe zu zahlen
- Spieler, die das Spiel saugen, weil es eben umsonst im Netz ist
- Kunden, die das Spiel kaufen, weil es zum Release noch keine gecrackte Version gab.
- Kunden, die das Spiel gekauft haben, nachdem sie es gesaugt haben und nach etwas Probespielen den Publisher unterstützen wollen.
- Spieler, die eine evtl. Demo gezogen haben und dann das Spiel gesaugt haben
- Kunden, die eine evtl. Demo gezogen haben und dann das Spiel gekauft haben
Dann hättest du verlässliche Zahlen, die aber in entsprechender Größe vorliegen müssen, um repräsentativ zu sein. Da sich keiner diese Mühe machen will, sagt die Industrie "Sauger schaden!" und die andere Seite "Tun sie nicht!". Da werden dan z.t. krude Studien ausgegraben (auf beiden Seiten) die rein gar nichts aussagen. Fakten? Nicht bei diesem Schiff, Schwester.
SI führt seine Einstellungen darauf zurück, dass der Kopierschutz einigermaßen lange funktioniert hat und deshalb mehr Leute das Spiel gekauft haben. Es ist deren Indiz dafür, dass DRM funktionieren kann. Es ist genauso ein Zurechtbiegen der einzeln auftretenden Ereignisse, wie es die Sauger für ihre Argumentation tun. Von daher schenken sich beide Seiten nichts.
Und deshalb bleibe ich dabei, dass es vollkommen egal ist, ob die Wahrheit von der Industrie oder von der Saugergemeinschaft verbogen wird.
Eben genau wie bei Michael Moore: Es ist völlig egal, ob die Wahrheit durch die Bush-Regierung verdreht und angepasst wurde oder durch MM: Die wirkliche Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Es war mal abwechslungsreich, nach all der Bush-Propaganda auch mal eine Gegenpropaganda zu hören.
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marschmeyer
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Wozu dann über den Artikel diskutieren?The Incredible Hojo hat geschrieben:Wenn du die Abverkäufe von zwei Spielen nimmst, vergleichst du automatisch Äpfel mit Birnen.
- Oldholo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Doch, natürlich gibt es die. Die Logik allein gebietet schon ein Indiz: Ein "Raubkopierer" war ein potentieller Kunde. Potentiell, vielleicht, wenn auch nur zu 0,5%. Lädt er ein Spiel illegal, sinkt die Chance drastisch.Kajetan hat geschrieben: Nein. Diese Behauptung ist WENIGER haltbar als die Gegenthese, dass der Kopierschutz wahrscheinlich gar keinen Einfluss auf den Umsatz hat. Für die erstere Behauptung gibt es KEINE Indizien, KEINE Anhaltspunkte.
Man kann sich über die Auswirkungen verschiedenster Kopierschutztechniken streiten, über DRM, über Kundengängelung und Boykottierer, die diese Zahl gegenwiegen könnten. Aber das sind erst einmal nur Nebenauswirkungen, die so auch von keinem Studio beabsichtigt sind und in Kauf genommen werden. Ein "perfekter Kopierschutz" könnte diese Zahlen ignorieren.
Cum hoc non est propter hoc. Darauf hast Du doch selbst so sehr bestanden.Kajetan hat geschrieben:Was man aber auf jeden Fall jetzt schon weiß, dass ein Kopierschutz KEINEN Einfluß auf den Umsatz hat. Woher weiß man das? Man schaut sich einfach die Umsatzentwicklung von Spielen an, deren Kopierschutz gleich am Releasetag geknackt wurde und Spiele, deren Kopierschutz etwas länger hielt. Man stellt fest, dass es keine signifikanten Unterschiede im Kaufverhalten gibt.
Dabei vernachlässigst Du alle weiteren - menschlichen - Faktoren, die dabei eine Rolle spielen könnten. Du kannst ja schließlich nicht zwei völlig identische Spiele mit identischer Popularität unter identischen Voraussetzungen zur selben Zeit untersuchen.
Bei Spieleserien könnte in der Zwischenzeit eine Sättigung des Marktes eingetreten sein, oder vorherige Kunden waren mit dem Vorgänger im Nachhinein so unzufrieden, dass sie den Nachfolger nicht mehr gekauft haben. Die Umsatzkurve bleibt selbstverständlich in etwa identisch, aber die genauen Zahlen könnten durchaus stark variieren.
Letztlich macht es aber auch keinen großen Unterschied aus. Spieleentwickler sehen auf einschlägigen Seiten regelmäßig, wie oft ihre Spiele allein durch Torrents kopiert wurden, von deren Herunterladern eine unbekannte positive Anzahl das Spiel theoretisch gekauft hätte, was für keinen Entwickler eine schöne Sache sein kann. Das Spiel der Scheinheiligkeit bei diesem Thema verbietet es ihnen aber weitestgehend, sich öffentlich darüber auszulassen, um keinen Shitstorm zu provozieren. Entwickler fühlen sich zurecht rein dem Wohlwollen ihrer (Nicht-)Kunden ausgeliefert, müssen aber Investoren zufriedenstellen und drastischere Kopierschutzmaßnahmen einführen, von denen letztlich niemand profitiert, außer den Kopierern, aber gerade jene, die uns DRM und all den anderen Müll eingebrockt haben, erhalten nach wie vor massiv Deckung und Sympathie von der regulären Spielergemeinde.
Mir will das partout nicht einleuchten.
- The Scooby
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
@Kajetan
Die links sind interessant, aber zum Teil veraltet und auf die Musik Branche bezogen. Analysen von 2004, wo die Möglichkeiten einer ISDN Leitung kaum mit den Möglichkeiten der heutigen Datenbeschaffung vergleichbar sind und die Mentalität der Internet Nutzer sowie der Nutzerkreis selbst sich stark gewandelt hat, können heutzutage als nicht vertrauenswürdig angesehen werden.
Auch sehe ich es als sehr fragwürdig an, Ergebnisse aus der Musik Branche, auf andere Medien übertragen zu wollen. Musik ist im Vergleich zu Spielen frei übers Radio/TV empfangbar, was die angeblichen Verkaufssteigerung durch freien Zugang zu Raubkopien, nicht unbedingt stützt. Des Weiteren hat Musik eine höhere Preisstabilität als Spiele. Produktionskosten von Musik sind im Vergleich zu denen von Spielen lächerlich gering. Dem entsprechend niedrig ist auch die Gewinnschwelle bei Triple-A Alben. Labels können es sich leisten 2-3 Top Künstler zu haben, und ihr restliches Portfolio an Künstlern damit auch noch durchzufüttern. Das ist bei Triple-A Spielen ganz anders und ein Grund, warum der mobile Spiele App Markt so attraktiv geworden ist. Live Konzerte führen in der Musik Branche zu einer intensiveren persönliche Beziehung zum Künstler und sorgen für weitere Verkäufe. Bei Spielen würde niemand auf die Idee kommen eine "Lets Play" Tour mit den Entwicklern zu machen, da die Interaktion mit dem Spiel selbst das Erlebnis ist.
Auch ist Musik einfacher verfügbar und besser nutzbar. Ein Album ist meist wenige MB groß ist, die Preisgestaltung spricht eine weitaus größere Zielgruppe an und die Verbreitung auf die im Eigengebrauch befindlichen Geräte ist einfach. Der Nutzen eines Albums übertrifft die Kosten von 4-12€ (Abhängig von Art des Erwerbs) um längen.
Noch was in persönlicher Sache. Ich würde mich an deiner Stelle mit Aussagen wie "höchst wahrscheinlich" sehr stark zurückhalten, wenn du dich schon mit erhobenem Zeigefinger hinstellst und andere wegen ihrer Annahmen zurechtweist. Wer im Glashaus sitzt...
Zumal selbst Umsatzausfälle von 1-4% bei vielen Unternehmen weltweit und durch alle Branchen hinweg den Unterscheid zwischen Insolvenz und Weiterbestehen entscheiden.
Die links sind interessant, aber zum Teil veraltet und auf die Musik Branche bezogen. Analysen von 2004, wo die Möglichkeiten einer ISDN Leitung kaum mit den Möglichkeiten der heutigen Datenbeschaffung vergleichbar sind und die Mentalität der Internet Nutzer sowie der Nutzerkreis selbst sich stark gewandelt hat, können heutzutage als nicht vertrauenswürdig angesehen werden.
Auch sehe ich es als sehr fragwürdig an, Ergebnisse aus der Musik Branche, auf andere Medien übertragen zu wollen. Musik ist im Vergleich zu Spielen frei übers Radio/TV empfangbar, was die angeblichen Verkaufssteigerung durch freien Zugang zu Raubkopien, nicht unbedingt stützt. Des Weiteren hat Musik eine höhere Preisstabilität als Spiele. Produktionskosten von Musik sind im Vergleich zu denen von Spielen lächerlich gering. Dem entsprechend niedrig ist auch die Gewinnschwelle bei Triple-A Alben. Labels können es sich leisten 2-3 Top Künstler zu haben, und ihr restliches Portfolio an Künstlern damit auch noch durchzufüttern. Das ist bei Triple-A Spielen ganz anders und ein Grund, warum der mobile Spiele App Markt so attraktiv geworden ist. Live Konzerte führen in der Musik Branche zu einer intensiveren persönliche Beziehung zum Künstler und sorgen für weitere Verkäufe. Bei Spielen würde niemand auf die Idee kommen eine "Lets Play" Tour mit den Entwicklern zu machen, da die Interaktion mit dem Spiel selbst das Erlebnis ist.
Auch ist Musik einfacher verfügbar und besser nutzbar. Ein Album ist meist wenige MB groß ist, die Preisgestaltung spricht eine weitaus größere Zielgruppe an und die Verbreitung auf die im Eigengebrauch befindlichen Geräte ist einfach. Der Nutzen eines Albums übertrifft die Kosten von 4-12€ (Abhängig von Art des Erwerbs) um längen.
Noch was in persönlicher Sache. Ich würde mich an deiner Stelle mit Aussagen wie "höchst wahrscheinlich" sehr stark zurückhalten, wenn du dich schon mit erhobenem Zeigefinger hinstellst und andere wegen ihrer Annahmen zurechtweist. Wer im Glashaus sitzt...
Zumal selbst Umsatzausfälle von 1-4% bei vielen Unternehmen weltweit und durch alle Branchen hinweg den Unterscheid zwischen Insolvenz und Weiterbestehen entscheiden.
- The Incredible Hojo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Merkste was..?marschmeyer hat geschrieben:Wozu dann über den Artikel diskutieren?The Incredible Hojo hat geschrieben:Wenn du die Abverkäufe von zwei Spielen nimmst, vergleichst du automatisch Äpfel mit Birnen.
-
whatever
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
möglicherweise 17 neue, über ein 3t unternehmen eingestellte, mindestlohnempfänger, die in einem callcenter, für genervte drm kunden, den kopf hinhalten
wer weiß das schon
arbeitsplätze > alles
wer weiß das schon
arbeitsplätze > alles
- The Incredible Hojo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Möglicherweise. Vielleicht auch 17 Semmelschmierer für das Catering. Aber auch das: Vermutungen, keine Faktenwhatever hat geschrieben:möglicherweise 17 neue, über ein 3t unternehmen eingestellte, mindestlohnempfänger, die in einem callcenter, für genervte drm kunden, den kopf hinhalten
wer weiß das schon
arbeitsplätze > alles
- konsolero
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
letzten endes läuft es doch hier auch wieder nur darauf hinaus, dass alles eine auslegungssache ist!
sprich: wie man es sich am besten zurecht dreht.
sprich: wie man es sich am besten zurecht dreht.
- The Incredible Hojo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc
Wie sage ich immer: Die Wahrheit ist ein Schrumpfschlauch, die um so stärker abnimmt, je mehr heisse Luft dazukommt. Und trotzdem ist sie erst dann für den jeweiligen Einsatz wirklich nützlich.konsolero hat geschrieben:letzten endes läuft es doch hier auch wieder nur darauf hinaus, dass alles eine auslegungssache ist!
sprich: wie man es sich am besten zurecht dreht.
