Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR unterscheidbar"

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Bedlam
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Bedlam »

Boesor hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben: Solche Deals sind ein offenes Geheimnis in der Branche. Bevor du mich fragst, Beweise hab ich keine. Aber es gibt genug Aussagen von Ex-Redakteuren und außerdem fliegen solche Verflechtungen von Publishern und Spielepresse immer mal wieder auf (z.b. "Gerstmann-Gate", aber auch viele kleinere Skandale). Einfach mal bisschen die Augen und Ohren aufmachen und weniger PC Games lesen. ;)
ich mache ja gerade die Augen und Ohren auf und warte auf konkretes. Solche Berichte von Ex-redakteuren, deren Berichte/wertungen nachträglich geändert wurden würden mich sehr interessieren.
In dem Thread hier gibts viele Kommentare von Brancheninsidern und Veteranen zum aktuellen aber auch zu älteren Skandalen (viel davon ist im ersten Post verlinkt):

http://www.neogaf.com/forum/showthread.php?t=497024

Z.b. empfehle ich die Kommentare von Jeff Green (sehr erfahrener Branchenveteran, war früher mal editor-in-chief beim "Computer Gaming World" Magazin, später bei 1Up.com und inzwischen bei Popcap tätig)
http://www.neogaf.com/forum/showpost.ph ... count=3014
http://www.neogaf.com/forum/showpost.ph ... count=5590
http://www.neogaf.com/forum/showpost.ph ... count=5829

Außerdem ist der CGW Podcast interessant, in dem Gerstmann-Gate diskutiert wird (auch mit Jeff Green):
http://www.neogaf.com/forum/showpost.ph ... count=3844

Weiterhin ist das Wings-Over-Sealand blog von Stuart Campell (der seit 1977 in der Spielepresse tätig ist) schon seit Ewigkeiten damit beschäftigt Skandale in der Branche aufzudecken und zu archivieren (z.b. Driv3r). Die Artikel zum jüngsten Vorfall:
http://wosland.podgamer.com/a-table-of-cowards/
http://wosland.podgamer.com/the-wainwright-profile/
http://wosland.podgamer.com/the-players-and-the-game/

Hier interessantes Zitat aus dem zweiten blogpost:

We haven't highlighted how Intent Media has been at the forefront of debasing videogames journalism for years, along with VG24/7 and many others. We haven't even told you the story of how IGN's Colin Campbell, mentioned above and a winner of the GMA's "Games Industry Legend" award, is directly implicated in the practice of covertly selling review scores for advertising – something this writer can verify from first-hand personal knowledge.


Und ruhig auch mal die alten Sachen lesen. Viel Spaß! ;)
http://worldofstuart.excellentcontent.com/driv3r.htm
(selber Typ, blog heißt scheinbar etwas anders)
Zuletzt geändert von Bedlam am 07.11.2012 22:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Boesor
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Boesor »

ich hab doch dt. sachen bestellt...mieser Service :D

Nee, im Ernst, danke dafür, aber ich bin in der tat mehr an "meiner Welt" in diesem fall interessiert, wie international vorgegangen wird berührt mich weniger
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Bedlam »

Boesor hat geschrieben:ich hab doch dt. sachen bestellt...mieser Service :D

Nee, im Ernst, danke dafür, aber ich bin in der tat mehr an "meiner Welt" in diesem fall interessiert, wie international vorgegangen wird berührt mich weniger
In deutschen Gefilden ists nicht besser, im Gegenteil. Hier hinterfragt kaum jemand die Spielepresse und dadurch haben Publisher und Magazine wie GS, PCG usw leichtestes Spiel.
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Boesor
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Boesor »

Bedlam hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:ich hab doch dt. sachen bestellt...mieser Service :D

Nee, im Ernst, danke dafür, aber ich bin in der tat mehr an "meiner Welt" in diesem fall interessiert, wie international vorgegangen wird berührt mich weniger
In deutschen Gefilden ists nicht besser, im Gegenteil. Hier hinterfragt kaum jemand die Spielepresse und dadurch haben Publisher und Magazine wie GS, PCG usw leichtestes Spiel.
Und dafür hätte ich gerne die links, denn das betrifft mich als Leser dann ja auch.
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Bedlam »

Boesor hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:ich hab doch dt. sachen bestellt...mieser Service :D

Nee, im Ernst, danke dafür, aber ich bin in der tat mehr an "meiner Welt" in diesem fall interessiert, wie international vorgegangen wird berührt mich weniger
In deutschen Gefilden ists nicht besser, im Gegenteil. Hier hinterfragt kaum jemand die Spielepresse und dadurch haben Publisher und Magazine wie GS, PCG usw leichtestes Spiel.
Und dafür hätte ich gerne die links, denn das betrifft mich als Leser dann ja auch.
Lies dir die Berichte des "Kritischen Herbsts" durch. Ich glaube da kamen auch deutsche Brancheninsider (anonym) zu Wort.

Wieso glaubst du, dass es hier anders ist als bei der internationalen Presse? Hier findet dasselbe Wettrennen um Exklusivtests usw statt. Hier kriechen die Magazine den Publishern sogar noch viel tiefer in den Popo um den Relevanznachteil gegenüber englischsprachigen Magazinen auszugleichen.
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Boesor
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Boesor »

Bedlam hat geschrieben: Lies dir die Berichte des "Kritischen Herbsts" durch. Ich glaube da kamen auch deutsche Brancheninsider (anonym) zu Wort.
hab ich gelesen, ist natürlich alles sehr (bewusst) vage gehalten. ich bin mir nicht sicher wie genau man damit umgehen soll.
Wieso glaubst du, dass es hier anders ist als bei der internationalen Presse? Hier findet dasselbe Wettrennen um Exklusivtests usw statt. Hier kriechen die Magazine den Publishern sogar noch viel tiefer in den Popo um den Relevanznachteil gegenüber englischsprachigen Magazinen auszugleichen.
da müsste man erstmal die entsprechenden Strukturen vergleichen. ich schätze mal bei Internetpublikationen ist die Situation anders als bei der Printkonkurrenz.
Vor allem aber lese ich ja wie gesagt seit jahren die PCG und habe in der zeit viele exklusivgeschichten gelesen, die am Ende alles andere als gut bewertet wurden.
Natürlich kann ich nichts ausschließen (wie auch), ich habe mir andererseits aber noch nie ein dort gutbewertetes Spiel gekauft, welches mich am ende enttäuscht hat.
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Bedlam »

Tja, einfach immer skeptisch bleiben.
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Boesor
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Boesor »

Bedlam hat geschrieben:Tja, einfach immer skeptisch bleiben.
Das sowieso
firestarter111
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von firestarter111 »

Boesor hat geschrieben: (...)
:?: D.h. wenn das Spiel wirklich super ist soll man das im Vorfeld nicht schreiben damit man nicht in Verdacht gerät vom Publisher beeinflusst zu sein?
jeder test und jede Vorschau ist meinungsbildend, anders gehts nicht. Entscheidend ist, dass man nicht die "falsche Meinung" bekommt.
nee, ich glaube trotzdem, dass auch ein tolles spiel noch schwächen haben kann. vorallem in dem dazugehörgen previewvideo sind imo welche zu sehen. z.b. die absolut dumme gegner ki und die gegenermodelle, die fast alle gleich aussehen. man kann die dummen gegner sogar noch markieren, so dass auch ja nichts schiefgeht. aber hier wieder kein wort dazu geschrieben. alles toll und
super. doch halt, es wird sogar geschrieben, dass das markieren der absolut harmlosen und merkbefreiten gegnergegener für zusätzlichen komfort sorgt.

der artikel fängt ja auch schon mit der angabe an, dass es ganz toll war bei ubisoft. so exklusiv und so awesome.

btw glaube ich nicht, dass far cry 3 ein schlechtes spiel wird. aber so toll nun auch wieder nicht.
ich kann mich noch erinnern, wie die gamestar mohw kurz vor release in nem preview noch gelobt hatte. ich trottel habs mir dann vorbestellt... .

btw2. habe ich gestern über einen freund, der krtische analysen zu den feindbildern in modernen shootern schreibt, mitbekommen, das fabian sigismund sogar in nem kleinen umfang bei battlefield 3 mitgearbeitet hat. habe aber noch keine beweise. also der selbe kerl, der dem spiel dann im gamestartest 94% gegeben hat.

edit. hab mal die schlimmsten fehler rausgenommen.
Zuletzt geändert von firestarter111 am 08.11.2012 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Jörg Luibl
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Jörg Luibl »

Kurz zum Thema Vorschauen und Exklusivitäten:

Früher war das für uns auch mal cool, wenn man irgendwo als erste Redaktion irgendwelche Polygone tanzen sah - ganz toll, ganz wichtig, ganz exklusiv. Aber wir pfeifen seit Jahren auf die Zurschaustellung exklusiver Berichterstattung. Und auch auf Geschwindigkeitsgejubel à la "Wir haben als erstes deutsches Magazin blablub..." - es gibt eine klare Ansage in der Redaktion, dass wir so nicht texten und teasern. Warum? Weil das Exklusivgebalze nervt, weil es sich dämlich liest und vor allem weil deutsche Exklusivitäten im internationalen Wettbewerb vollkommen lächerlich sind! Die deutschen PR-Ableger sind ohnehin alle nur Zweitverwerter nach den Amerikanern oder Briten.

Ekelhaft sind die strategischen Coverage-Deals, die manchmal eine ganze Vorschaustrecke beinhalten, also so drei bis XX, vereinbart zwischen PR und Redaktion. Sie sind nichts anderes als redaktionell gestrecktes Gehype im Vorfeld - ich sage nur Risen oder Risen 2. Wer da genauer auf die deutsche Coverage geschaut hat, müsste gewisse Tendenzen erkannt haben. Diesen Scheiß machen wir nicht mit; im Gegenteil: Wir lehnen viele zweite oder dritte Vorschauen ab. Nur wenn wir erkennen, dass eine zweite Vorschau die erste Einschätzung bereichern kann, bieten wir sie an.

Wir bemühen uns in den Vorschauen bereits kritisch ranzugehen, bereits dort die möglichen Stolpersteine zu benennen. Leider gelingt das nicht immer. Das ist deshalb nicht immer so einfach, weil man vielleicht nur einen begrenzten Abschnitt eines Spiels erlebt, der vielleicht komplett sauber und cool ist - aber später für das Erlebnis nur einen Bruchteil ausmacht. Es wird auch in Zukunft immer zu Diskrepanzen zwischen Vorschau-Einschätzung und Test-Wertung kommen, weil das finale Erlebnis immer noch anders sein kann.

Ich habe z.B. mit meiner Vorschau zu Resident Evil 6 (haha: Fit4Hit, lächerlich!) vollkommen daneben gelegen! Da ärgere ich mich im Nachhinein schwarz. Was habe ich mich da noch auf Leons Kampagne gefreut. Und was kam raus? Dieser zusammen gemischte Murks! Allerdings beruhte diese positive Einschätzung auf der ersten Stunde, also auf einem irrelevanten Bruchteil. Diese Vorberichte sind letztlich ein undankbares Format für den Leser, wenn Tester immer nur davon ausgehen, dass alles am Ende schon gefixt und verbessert wird. Sie sind erst dann fruchtbar, wenn man schon dort klar auf Fehler und Schwächen eingeht. Das schmeckt den Publishern natürlich gar nicht, denn schon zu diesem Zeitpunkt geht es nur um eines: Hype, der zu Vorbestellungen führt. Das journalistische Problem und gleichzeitig das Schöne für den Spieler ist, dass es ja manchmal durchaus berechtigten Grund zum Hype gibt.
johndoe981765
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von johndoe981765 »

Vor allem haben für uns Kunden solche "Previews" nullkommanull Gehalt/Nutzen. Im Prä-Internetzeitalter war es ja ok, mal etwas über kommende Spiele zu erfahren, da sonst kaum andere Quellen vorhanden. Aber dieses verlängerte PR-Gewichse....ich versteh es nicht. Dafür reicht die offizielle Homepage/Anzeigen völlig aus. Aber man sieht es ja hier, wenn die Vorschau schon mal nicht so toll ausfällt, wie die Meute am Sender dreht. Die will eben nur das lesen, was sie lesen will.
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Knarfe1000
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Knarfe1000 »

@Jörg Luibl: Danke für die klaren Worte. Bestätigt nur meinen Eindruck, den ich seit Jahren von einigen großen Magazinen habe. Die Abhängigkeiten zwischen Verlagen und Publishern sind vorhanden. Das hat nicht unbedingt etwas mit Bestechlichkeit einzelner Redakteure zu tun, sondern mit einer subtilen Drohkulisse, sprich Werbeeinnahmen (oder eben Nichteinnahmen).

Ich lese seit den frühen 90ern diverse Magazine und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Verstrickungen immer schlimmer werden. Das von dir genannte Risen / Risen 2 ist ein gutes Beispiel. Aber auch astronomische Wertungen für ein Crysis2 oder Dragon Age 2 sprechen Bände. Je größer der Publisher, desto geringer scheint der Mut zu werden, Scheiße auch mal als Scheiße zu bezeichnen (war jetzt bewusst polemisch). Wertungen unter 80 % sieht man heute bei "Blockbustern" praktisch kaum noch. Das "Schöne" daran ist, dass in den gleichen Magazinen Tage oder Wochen nach dem Hypetest durch die Redakteure in Kolumnen oder im Forum über das gleiche Spiel und die Mängel hergezogen wird. Man will ja nicht komplett das Gesicht verlieren...ich finde diese Entwicklung bedenklich und bedauernswert.
Rote Garde
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von Rote Garde »

Bedlam hat geschrieben: Auch solche hypenden Previews zählen zur meinungsbildenden Berichterstattung. Auch hier schon ist die Gamestar praktisch nichts weiter als der verlängerte PR-Arm der Publisher - völlig egal ob der Hype gerechtfertigt ist oder nicht.
Also mir ist die Gamesstar auch nicht geheuer.

Allein schon der Testbericht kurz nach dem Release von Mass Effect 3 war mega peinlich.

Vorallem ein Satz war haarstreubend.
"Und noch eine Besonderheit: Mass Effect 3 macht ernst, schließt die Geschichte wirklich ab. Offene Fragen, wie man sie etwa aus vielen Spielen (zum Beispiel der Assassin’s Creed -Reihe) kennt, gibt es nicht, alle Hintertürchen werden geschlossen. Kleiner Tipp: Warten Sie das Ende der Credits ab. "
Da merkt man eigentlich schon sehr deutlich die Feder des Publisher's.

Jeder der das ursprüngliche Ende von Mass Effect 3 gesehen hat kann sich angesichtes solchen Satzes nur am Kopf kratzen oder laut WTF schreien.

Das genau das ursprüngliche Ende von Mass Effect 3 zu einem wahren Ansturm der Community werden würde, das hat das Gespann von Publisher/Gamesstar wohl nicht erwartet.
DanMayCry
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von DanMayCry »

Darf man fragen, ob diese Verzerrung von Kritiken überhaupt noch relevant ist? Ich meine, es gibt doch viele Metacritic Käufer, bei denen alles unter 85% als Schrott gilt. Und außerdem gibt es doch auch Marken, die so stark sind (CoD, RE, GoW etc.), das Kritik gar keine Rolle mehr spielt, oder?
ElWebs
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Re: Spielkultur: Florence: "Berichterstattung kaum von PR un

Beitrag von ElWebs »

DanMayCry hat geschrieben:Darf man fragen, ob diese Verzerrung von Kritiken überhaupt noch relevant ist? Ich meine, es gibt doch viele Metacritic Käufer, bei denen alles unter 85% als Schrott gilt. Und außerdem gibt es doch auch Marken, die so stark sind (CoD, RE, GoW etc.), das Kritik gar keine Rolle mehr spielt, oder?
Aber genau diese Verzerrung von Quoten führt doch zu den Metacriticwertungen über 85% bzw. diese sind das Ziel. Und zwar auch bei den starken Marken.
Im Zuge der internationalen Berichterstattung zu den Vorfällen um Wainwright habe ich irgendwo gelesen, dass in einem Fall der Entwickler Boni in 6-Stelliger Höhe verpasst hat, weil der Metacriticscore 1 Prozenz zu gering war. Daran kann man sehen, welcher Einfluss diesem Portal auch von Publisherseite eingeräumt wird und wie wichtig darum der Kampf um jede einzelne Wertung genommen wird.
Zuletzt geändert von ElWebs am 08.11.2012 13:22, insgesamt 1-mal geändert.