Disney: Schluckt Lucasfilm

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greenelve
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von greenelve »

Wird in der Kurzgeschichte, Vorlage von Blade Runner, eigentlich erklärt wie Roboter funktionieren? :Häschen:
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Wulgaru
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Wulgaru »

@Yoassarian
Ich bin der Meinung, dass was du meinst eher daran liegt, dass Star Wars simpel ist. Es überfordert den Zuschauer nicht und lässt einen die Welt (ich rede jetzt von den alten Filmen) sofort begreifen und erfahren. Das ist für das Kino besser geeignet. Lynchs Verfilmung von Dune war zwar Klasse, aber musste sehr vieles kürzen und war lediglich der größtmögliche Kompromiss. Komplexität sind gerade bei SF und Fantasy im Kino Grenzen gesetzt, weil einfach die Zeit fehlt.

Dune ist meiner Meinung nach in den ersten Bänden aber auch relativ phantastisch. Es sind komplexe Gesellschaftssysteme, Charaktere und Handlungsabläufe, aber sie sind für jedermann der aufmerksam liest erfassbar. Ich muss keine Affinität für das "Science" in SF haben um Dune gut zu finden. Die späteren Bände, wo es dann wirklich "philosophischer" und "wissenschaftlicher" wird, leiden dann auch unter einer sehr schwachen Handlung. Man kann eben auch über das Ziel hinausschießen.

@Kajetan
Genau das meine ich. Die Grenzen sind sehr fließend. Gute Fantasy ist genauso logisch wie gute SF.
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Kajetan
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Kajetan »

Yossarian22 hat geschrieben:Das Lucas ausgerechnet an Disney, dem Inbegriff der Märchen und des Fantasy seine Marke verkauft hat, zeugt ja auch nur davon, dass Star Wars dem Fantasy näher ist als dem Science. Nur mal als Beispiel. Am Ende von Star Wars lässt Lucas mal eben die Geister der Jedis erscheinen. Einfach so, weil er es grad gut fand... kann er machen, aber jeder Sci-Fi Nerd fasst sich da doch an die Birne. Sowas kann man im Sci-Fi nicht machen ohne wenigstens irgendeine rationale Begründung beizugeben.
Du ignorierst den Umstand, dass in Revenge of the Sith eine logische Erklärung dafür gegeben wurde. Das sind keine "Geister", sondern die Bewusstseinsessenz eines Jedi, die auch nach dem Tod des Körpers eine bewusste Existenz innerhalb der Macht führen kann. Jedweder Erklärungsversuch für Klingonen oder Transportertechnologie bewegt sich auf dem gleichen Niveau. Für uns reine Phantastik, innerhalb dieses Universums aber in sich logisch.

Übrigens, schlauere Leute als ich haben viele Ähnlichkeiten zwischen Macht und der Theorie morphogenetischer Felder erkennen können. Das ist dann genau die gleiche Verbindung wie zwischen Warpantrieb und Theorien über die Struktur unseres Universums.

NATÜRLICH gibt es Unterschiede. Aber sowohl Science Fiction als auch Fantasy haben soviel gemeinsam, dass jede Trennung nur oberflächlicher Art ist.

Abgesehen davon ... http://disney.wikia.com/wiki/Category:S ... tion_films
Zuletzt geändert von Kajetan am 04.11.2012 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
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greenelve
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von greenelve »

Kajetan hat geschrieben: NATÜRLICH gibt es Unterschiede. Aber sowohl Science Fiction als auch Fantasy haben soviel gemeinsam, dass jede Trennung nur oberflächlicher Art ist.
Trennung erfolgt durch Entwicklungspunkt der Technologie, ausgehend von unserer Gegenwart(Pistole): Vergangenheit = Fantasy(Bogen) - Zukunft = Science Fiction(Laser) :mrgreen:
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XenolinkAlpha
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von XenolinkAlpha »

greenelve hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: NATÜRLICH gibt es Unterschiede. Aber sowohl Science Fiction als auch Fantasy haben soviel gemeinsam, dass jede Trennung nur oberflächlicher Art ist.
Trennung erfolgt durch Entwicklungspunkt der Technologie, ausgehend von unserer Gegenwart(Pistole): Vergangenheit = Fantasy(Bogen) - Zukunft = Science Fiction(Laser) :mrgreen:
Naja das klingt eher nach einem historischen Film (oder nach Rambo :lach: ) wenn man allein den Bogen dazu bewertet. Und militärtaugliche Laser gibt es bereits, nur sind sie zu ineffizient um über den Prototyp Status hinaus zu wachsen.

Wenn ich mir Sci-Fi ansehe dann denke ich oft in Bezug zur Technologie:

Zu fantastisch: Holodeck, Hologramme, Stargates, Beamen, etc... das sind wirklich sehr wichtige und auch populäre Elemente die zwar wissenschaftliche Ansätze haben, aber von der reinen Realisierbarkeit weit entfernt sind.

Ein passendes Beispiel zu Zeitreisen: Es ist zwar theorethisch möglich, aber in der Praxis bräuchte man ein speziell konstruiertes Raumschiff welches mit Ü-Lichtgeschwindigkeit zu einem Stern fliegt und durch dessen Gravitation wieder Richtung Erde befördert wird. Abgesehen von der Realisierbarkeit bräuchte man Billionen für so ein Projekt. Und außerdem weiß niemand ob Einstein und Kollegen zu 100% Recht hatten. Schließlich sind das auch nur Menschen und einem allmächtigem Wesen bin ich noch nicht begegnet.

Veraltet: Merkt man besonders bei älteren Sci-Fi Klassikern wie Blade Runner, 5. Element und Raumschiff Enterprise, das z.B. die Raumschiffe von der Bedienung her aussehen wie alte Regulierungsstationen mit hunderten Knöpfen und lediglich mit Zeigern und alten Messinstrumten. Das wäre in heutiger Sicht ziemlich unnötig mit unseren Ipads, Smartphones und hochauflösenden Bildschirmen. Die Leute konnten sich damals nicht genau vorstellen, was in der Zukunft an Technologie kommen wird. Deshalb wirken Kultfilm plötzlich recht trashig durch ihre 70-80er Jahre Technologie.

Aber man merkt, niemand kann vorheresehen was kommen, und deshalb ist Fantasy in gleichem Maße Fiktion wie Sci-Fi, nur mit dem Unterschied, dass Sci-Fi sich auf wissenschaftliche Fakten stützt.
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greenelve
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von greenelve »

@GenericEvilEmperor:
Warum so kompliziert? Reduzier es auf 2 Worte: Jules Verne. :baeh:
AlastorD
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von AlastorD »

Yossarian22 hat geschrieben:Am Ende von Star Wars lässt Lucas mal eben die Geister der Jedis erscheinen. Einfach so, weil er es grad gut fand... kann er machen, aber jeder Sci-Fi Nerd fasst sich da doch an die Birne.
Diese Geister gibts nicht erst seit Return of the Jedi.
Ausserdem finde ich die Q auch nicht mehr SciFi als irgendwelche Zauberer oder Götter aus Fantasyuniversen.
Sie sind supermächtig weil sie superfortschrittlich sind aber wie ihre Macht funktioniert wird genauso wenig erklärt wie die Zauberkünste von Gandalf oder eben die Macht in SW.
Yossarian22
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Yossarian22 »

Wulgaru hat geschrieben:Dune ist meiner Meinung nach in den ersten Bänden aber auch relativ phantastisch. Es sind komplexe Gesellschaftssysteme, Charaktere und Handlungsabläufe, aber sie sind für jedermann der aufmerksam liest erfassbar. Ich muss keine Affinität für das "Science" in SF haben um Dune gut zu finden. Die späteren Bände, wo es dann wirklich "philosophischer" und "wissenschaftlicher" wird, leiden dann auch unter einer sehr schwachen Handlung. Man kann eben auch über das Ziel hinausschießen.
Das stimmt natürlich. Hier gibt es aber natürlich auch einen starken Bruch (3000 Jahre Zeitsprung) in der Handlung und im Stil. Mir hat das beim ersten Lesen gar nicht gefallen. Inzwischen ist der Gottkaiser mein Lieblingsbuch der Reihe. Nichtsdestotrotz hat auch die Wüstenplanet-Reihe so einige "technische" Schwächen :) Gerade im Bereich der Raumfahrt, der Adelsstrukturen, Butlers Djihad etc. alles teils nicht unbedingt schlüssig und fantasy-like, wenn auch deutlich weniger als Star Wars :wink:.

Naja es gibt halt einfach bestimmte Dinge, die Sci-Fi ausmachen, die in Star Wars schlicht fehlen. So z.B. gesellschaftkritische oder gesellschaftphilosophische Elemente oder halt wie mehrfach erwähnt der technologische Bezug. Der Fankrieg zwischen Star Wars und Star Trek tobt ja nun auch nicht völlig grundlos seit Urzeiten.
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Thyrael
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Thyrael »

Könnt ihr mal aufhören euch auf eure selbstausgedachte Definition von Science-Fiction einen runterzuholen?^^ Sogar sowas hier ist Science-Fiction: http://en.wikipedia.org/wiki/Eternal_Su ... tless_Mind

Edit: Weiß ich nicht, weils da bei Wikipedia steht, sondern weils mir letztens eine Drehbuchautorin erzählt hat.^^
EinfachNurIch hat geschrieben:zum X. male in 2001 und noch total geflasht
Den Film hab ich letztens zum ersten mal gesehen und der hat mich sowas von fast totgelangweilt. Bin schon lange nicht mehr so nah am Einschlafen gewesen. Dachte immer von so einem muss man einen absoluten Überfilm erwarten. Genau wie bei Die Vögel. Dermaßen lahm...

Achso und weil ichs wirklich nicht weiß: Ist die Szene, in der er ohne Anzug durch den Weltraum von einer Schleuse zur andern fliegt in 2001 denn in irgendeiner Art nicht absolut lächerlich? Wenn ich da an Strahlung, Temperatur von ca -250 grad, so gut wie absolutes Vakuum denke... Platzt ein Mensch nicht sofort, wenn er einfach so im Weltraum ist, und friert direkt danach innerhalb von sekundenbruchteilen komplett ein?

Edit: Der Vollständigkeit halber: Ich war Kind als ich Star Wars gesehen hab und 21 als ich 2001 gesehen hab.
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hushkeks
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von hushkeks »

also ich muss sagen, ich hab nicht den ganzen thread gelesen aber wenn ich hier etwas lese, denke ich, ich schau mir eine nicht so lustige folge von big bang theory an, in der sheldon mit irgendeinem nerdgefasel (nich böse gemeint aber es gibt leider keinen anderen ausdruck) diskutiert xD

zu göttlich :D
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Wulgaru
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Wulgaru »

Yossarian22 hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Dune ist meiner Meinung nach in den ersten Bänden aber auch relativ phantastisch. Es sind komplexe Gesellschaftssysteme, Charaktere und Handlungsabläufe, aber sie sind für jedermann der aufmerksam liest erfassbar. Ich muss keine Affinität für das "Science" in SF haben um Dune gut zu finden. Die späteren Bände, wo es dann wirklich "philosophischer" und "wissenschaftlicher" wird, leiden dann auch unter einer sehr schwachen Handlung. Man kann eben auch über das Ziel hinausschießen.
Naja es gibt halt einfach bestimmte Dinge, die Sci-Fi ausmachen, die in Star Wars schlicht fehlen. So z.B. gesellschaftkritische oder gesellschaftphilosophische Elemente oder halt wie mehrfach erwähnt der technologische Bezug. Der Fankrieg zwischen Star Wars und Star Trek tobt ja nun auch nicht völlig grundlos seit Urzeiten.
Das suggeriert abermals eine bestimmte Basisbedingung für SF bzw. einen gewissen Grundanspruch den SF erfüllen muss. Das ist aber nicht zutreffend und bei einem so großem Genre völlig unrealistisch. Gerade in einem Gamingforum sind die 0815-Military-SF-Storys glaube ich bestens bekannt, nur mal als Beispiel genannt. SF kann alles mögliche sein, genau wie Fantasy. Qualität ist kein Genrekriterium.

Was den Fankrieg angeht....ich finde beide Serien gut bzw. jeweils immer Teile davon, beide sind aber auch nicht meine Lieblings-SF-Sachen nicht mal was Weltraum-SF angeht. Man muss dem anderen das was man mag nicht madig machen. Star Wars das Genre abzusprechen ist aber eben genauso ein Bash-Argument. Zumal so ein Grundsatzstreit dann eben immer so tut als wenn es nur zwei Alternativen gibt. Selbst in unserer Diskussion sind aber schon genug Namen gefallen, die vom Gegenteil sprechen.

@paradised
Auch nicht böse gemeint, aber diskutier doch einfach mit. Sich über Leute lustig zu machen, die in einem Forum ins diskutieren geraten ist irgendwie immer billig. :wink:
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Kajetan
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Kajetan »

Thyrael hat geschrieben:Platzt ein Mensch nicht sofort, wenn er einfach so im Weltraum ist, und friert direkt danach innerhalb von sekundenbruchteilen komplett ein?
Nein. Man weiß mittlerweile, dass ein Mensch durchaus einige Sekunden ungeschützt im All überleben kann, er nicht sofort stirbt. Mit schweren bis schwersten Verletzungen (Erfrierungen, innere Blutungen) sollte man aber trotzdem rechnen, auch wenn es nur für eine kurze Zeit war.
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Thyrael
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Thyrael »

Aber ist es nicht z.b. auch so, dass man sofort zu Eis wird, wenn man ein paar Sekunden mit flüssigen Stickstoff übergossen werden würde? Und der sollte ja noch etwas wärmer sein als das All.
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Kajetan
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Kajetan »

Thyrael hat geschrieben:Aber ist es nicht z.b. auch so, dass man sofort zu Eis wird, wenn man ein paar Sekunden mit flüssigen Stickstoff übergossen werden würde?
Soooo schnell nicht. Es hat schon seinen Grund, warum man diesen Demonstrationen immer nur kleine Objekte in den Stickstoff taucht. Es friert sich dann schneller :)

Bis ein Mensch mit seiner Körpermasse komplett durchgefroren ist, dauert es ein wenig länger. Ein Elefant oder ein Blauwal haben noch bessere Überlebenschancen. Es empfiehlt sich aber dennoch die Augenlider zu schließen oder die Augäpfel noch besser zu schützen, weil die als erste gefrieren. Nur für den Fall Du wirst aus einer Schleuse ins All geblasen.
Yossarian22
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Re: Disney: Schluckt Lucasfilm

Beitrag von Yossarian22 »

Wulgaru hat geschrieben:
Yossarian22 hat geschrieben:Das suggeriert abermals eine bestimmte Basisbedingung für SF bzw. einen gewissen Grundanspruch den SF erfüllen muss. Das ist aber nicht zutreffend und bei einem so großem Genre völlig unrealistisch.
Klar, es hängt halt immer von der Definition ab. Nehmen wir an, Sci-Fi ist alles, dass in der Zukunft liegt. Dann wäre Star Wars Sci-Fi, aber Stargate nicht. Selbst bei so einer simplen Definition fallen also schon einige Genrevertreter raus. Schaut man sich dagegen die Definition im Wiki an, dann könnte man dort auch sämtliche Fantasy-Stories reinpacken. Also auch nicht optimal.

Nehmen wir mal Blade Runner, Mad Max, Stargate, Star Wars und 12 Monkeys... alles könnte man irgendwie unter Sci-Fi einordnen, aber wirklich viel gemeinsam haben die nicht. Deshalb sind so grobe Definitionen meiner Ansicht nach relativ witzlos. Fängt man nun aber mit Sub-Genres an, gehört eben Star Wars eher in die Fantasy-Fiction (Dune übrigens auch).