Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

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Wigggenz
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Wigggenz »

Nanimonai hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Man sieht, dass die Geschichte des Froschs im warmen Wasser wieder perfekt analog darauf anwendbar ist, was heutzutage unter Spielern los ist.
Das ist dann wohl das, was Verschwörungstheoretiker unter Habitualisierung verstehen.
Natürlich gewöhnt sich der Mensch an bestimmte Entwicklungen und nimmt diese dann nicht mehr so gravierend wahr, aber Dein Beispiel geht dann doch ein bisschen arg weit, denn das endet ja in der totalen Selbstzerstörung, im Tod.
Du übersiehst, dass die Metaphorik bewusst so radikal gewählt ist, um einen abstrakten Vorgang durch ein einfaches, markantes Beispiel plastischer und damit leichter verständlich zu gestalten. Noch lange nicht wird immer ein fatales Ende vorausgesetzt.

Auch das eigentliche Problem, wozu die Analogie des Froschs im warmen Wasser überhaupt erst entworfen wurde (zumindest wo ich sie kennenlernte- beim Überwachungsstaat), endet nicht mit dem Tod. Nur mit totaler Akzeptanz von eigentlich unerhörten Maßnahmen.

Bereits auf dem Datenträger (für den ich ja bereits den Vollpreis bezahlt habe) befindliches Spielmaterial, das erst gegen eine neuerliche Zahlung nutzbar wird, halte ich für eine solche unerhörte Maßnahme. Wird aber unter Spielern (wenn es sich nicht gerade um den Bruchteil, der in Foren unterwegs ist, handelt) trotzdem akzeptiert. Kann ich mir persönlich nur dadurch erklären, dass man sich an unverhältnismäßige DLC-Politik gewöhnt hat.
Nanimonai
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Nanimonai »

marschmeyer hat geschrieben:Der Buchvergleich war blöd genug.
Ganz im Gegensatz natürlich zu Deinem phänomenalen Atemsteuervergleich.

Vielleicht sollten wir es dabei belassen und uns nicht mehr gegenseitig kommentieren, da wird nichts vernünftiges mehr bei herauskommen.
Gummirakete
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Gummirakete »

Nanimonai hat geschrieben:Aber jetzt mal ganz objektiv von außen betrachtet: Bei wie vielen Spielen der letzten 5 Jahre ist das denn auch wirklich so der Fall? Das ist doch schon eher die Ausnahme.
5 Jahre ist zu weit, betrachte einfach mal den Zeitraum ab 2011 und sage mir nochmal, dies wären Ausnahmen. Darum geht es doch bei der ganzen Diskussion. Dadurch, dass der ach so mündige Kunde alles mit sich machen lässt, ufert der DLC-Wahn mehr und mehr aus.
Vor 5 Jahren gab es so etwas kaum. Erst seit dem die Hersteller erkannt haben, dass man Spielern locker das Mehrfache eines Vollpreisspiels aus der Tasche ziehen kann, explodieren diese dubiosen Angebote. Da kaufen die Leute einen Season Pass, weil er weniger als die einzelnen DLCs kostet und wissen nicht einmal, wie die Inhalte aussehen werden. Oder sie sehen sich genötigt vorzubestellen, weil es nur dann bestimmte Inhalte gibt.
Und jetzt wollen Kunden wie du mir einreden, solche Machenschaften wären positiv für den Verbraucher?! Das glaubst du doch selbst nicht.
Nanimonai
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Nanimonai »

Wigggenz hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Man sieht, dass die Geschichte des Froschs im warmen Wasser wieder perfekt analog darauf anwendbar ist, was heutzutage unter Spielern los ist.
Das ist dann wohl das, was Verschwörungstheoretiker unter Habitualisierung verstehen.
Natürlich gewöhnt sich der Mensch an bestimmte Entwicklungen und nimmt diese dann nicht mehr so gravierend wahr, aber Dein Beispiel geht dann doch ein bisschen arg weit, denn das endet ja in der totalen Selbstzerstörung, im Tod.
Du übersiehst, dass die Metaphorik bewusst so radikal gewählt ist, um einen abstrakten Vorgang durch ein einfaches, markantes Beispiel plastischer und damit leichter verständlich zu gestalten. Noch lange nicht wird immer ein fatales Ende vorausgesetzt.

Auch das eigentliche Problem, wozu die Analogie des Froschs im warmen Wasser überhaupt erst entworfen wurde (zumindest wo ich sie kennenlernte- beim Überwachungsstaat), endet nicht mit dem Tod. Nur mit totaler Akzeptanz von eigentlich unerhörten Maßnahmen.

Bereits auf dem Datenträger (für den ich ja bereits den Vollpreis bezahlt habe) befindliches Spielmaterial, das erst gegen eine neuerliche Zahlung nutzbar wird, halte ich für eine solche unerhörte Maßnahme. Wird aber unter Spielern (wenn es sich nicht gerade um den Bruchteil, der in Foren unterwegs ist, handelt) trotzdem akzeptiert. Kann ich mir persönlich nur dadurch erklären, dass man sich an unverhältnismäßige DLC-Politik gewöhnt hat.
Mir ist schon klar, worauf Du mit dieser radikalen Metapher hinaus willst, doch ich sehe da einfach ziemliche Diskrepanzen in der Verhältnismäßigkeit und halte Deinen Vergleich daher für übertrieben.
Und ehrlich gesagt auch unpassend bzw. falsch, denn Frosch und Wasser haben ebenso wie Bürger und Staat eine andere Beziehung zueinander als Kunde und Hersteller.

Das Wasser interessiert sich nicht für den Frosch, es ist von ihm in keinster Weise abhängig, also kann es ihm auch egal sein, wenn der Frosch die Locken abgibt.
Der Staat hat da zwar eine etwas bessere Beziehung zu seinem Bürger, kann ihm aber einfach Dinge aufoktruieren, die der Bürger (mehr oder weniger) schlucken muss, also eine gewisse "Friss oder stirb" Beziehung. Der Bürger kann und sollte zwar auf die Straße gehen und dagegen demonstrieren, aber so wirklich viele Alternativen hat er danach nicht mehr, wenn die Bundesregierung beispielsweise beschliesst, die Mehrwertsteuer um x% zu erhöhen.
Der Hersteller ist allerdings komplett und vollständig von der Gunst seiner Kunden abhängig, wird also nie etwas durchdrücken können und schon gar nicht wollen, was die Mehrheit der Kunden nicht unterstützt oder jedenfalls toleriert, denn unzufriedene Kunden heisst gleichzeitig auf lange Sicht auch weniger Gewinn.

Habitualisierung trifft es da vielleicht wirklich ein bisschen besser, weil diese Theorie einfach nur einen Gewöhnungseffekt beschreibt.
Wie auch immer, wir müssen uns hier auch nicht an einzelnen Worten aufhalten, wir wissen ja beide, worum es dem anderen eigentlich geht.
marschmeyer
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von marschmeyer »

Gummirakete hat geschrieben:Das glaubst du doch selbst nicht.
Ich würd drauf wetten.
Zuletzt geändert von marschmeyer am 30.10.2012 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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The Incredible Hojo
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von The Incredible Hojo »

Gummirakete hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Aber jetzt mal ganz objektiv von außen betrachtet: Bei wie vielen Spielen der letzten 5 Jahre ist das denn auch wirklich so der Fall? Das ist doch schon eher die Ausnahme.
5 Jahre ist zu weit, betrachte einfach mal den Zeitraum ab 2011 und sage mir nochmal, dies wären Ausnahmen. Darum geht es doch bei der ganzen Diskussion. Dadurch, dass der ach so mündige Kunde alles mit sich machen lässt, ufert der DLC-Wahn mehr und mehr aus.
Vor 5 Jahren gab es so etwas kaum. Erst seit dem die Hersteller erkannt haben, dass man Spielern locker das Mehrfache eines Vollpreisspiels aus der Tasche ziehen kann, explodieren diese dubiosen Angebote. Da kaufen die Leute einen Season Pass, weil er weniger als die einzelnen DLCs kostet und wissen nicht einmal, wie die Inhalte aussehen werden. Oder sie sehen sich genötigt vorzubestellen, weil es nur dann bestimmte Inhalte gibt.
Und jetzt wollen Kunden wie du mir einreden, solche Machenschaften wären positiv für den Verbraucher?! Das glaubst du doch selbst nicht.
Das Verfahren, Spielern mehr als den Vollpreis aus der Tasche zu ziehen, gibt es seit den ersten Collectors Editionen.Ist das jetzt besser, weil es da um "einzigartige" Dreingaben geht, die für das Spiel irrelevant sind? Sind DLC auch, du ergänzt es nur.
Und offensichtlich kommt es bei einigen nicht so schlecht an, sonst würde man es ja nicht bereitstellen.
Zum digitalen Markt gehört halt DLC dazu, damit muss man sich abfinden, auch wenn man es nicht kaufen muss. Wie schon woanders erklärt: Wenn man der Industrie erklärt, dass illegale Downloader zum digitalen Markt dazugehören und sie dagegen sowieso nichts machen können, dann gehört eben DLC genauso zum digitalen Markt dazu, kannst du auch nichts machen. Außer eben nicht kaufen. Jedem seine Art des Boykotts.