Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

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crewmate
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Re: Kommentar

Beitrag von crewmate »

giselher hat geschrieben:So eine Sauerei. Es ist wirklich traurig das es fast keine anständigen englischen Seiten gibt wo keine Publischerfreunde und Geschenkempfägern sitzen.

Gestern öffnete Polygon seine Pforten, aber ich war nie ein Fan von Verge und denn riesigen Bannern. GatherYourParty ist "/v/ light" und MultiplayerReviews sind auch keine richtige Reviewseite.

Im deutschsprachigen Teil des Internets gibt es wenigstens 4players, welche ich aber trotzdem noch kritisch gegenüberstehe.
Fettsack Jim Sterling auf http://destructoid.com/ und excapist postet den Swag, also die Promoboni die er bekommt. Er nennt das Transparenz. Und ich halte ihn für recht unabhängig. 10/10 für Deadly Premonition, aktuell 5/10 für Warfighter und 6,5/10 für Book of Memories. Wenn man mit seiner exzentrischen Art klar kommt.
Und auch so bin ich mit einer Mischung aus den großen Webportalen und kleineren Blogern + Let's Play und selbstgespielten Demos zufrieden.
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Bedlam »

Danke, dass ihr darüber berichtet. Sieht so aus, als wenn der kritische Herbst dieses Jahr von der Community übernommen wird. ;)

Die letzten zwei Tage hat mich der betreffende Neogaf Thread sehr amüsiert. Bemerkenswert wie schnell sowas ins Rollen kommt sobald mal ein paar Namen genannt werden. http://www.neogaf.com/forum/showthread.php?t=497024

Lachen musste ich auch über diesen Beitrag, der ähem... "alte Bekannte" betrifft:
http://www.neogaf.com/forum/showpost.ph ... tcount=321
:ugly:

Und wo wir beim Nennen von Namen sind... in dem neusten Podgamer-Kommentar zu der Sache findet sich dieser interessante Absatz:

We haven't highlighted how Intent Media has been at the forefront of debasing videogames journalism for years, along with VG24/7 and many others. We haven't even told you the story of how IGN's Colin Campbell, mentioned above and a winner of the GMA's "Games Industry Legend" award, is directly implicated in the practice of covertly selling review scores for advertising – something this writer can verify from first-hand personal knowledge.
http://wosland.podgamer.com/the-wainwright-profile/

Dass IGN die größte PR-Schlampe der Industrie ist, ist an sich keine Neuigkeit (für die meissten Spieler mit etwas Hirn). Interessant ist, dass auch hier jetzt mal ein konkreter Name fällt.
Zuletzt geändert von Bedlam am 26.10.2012 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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The Incredible Hojo
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von The Incredible Hojo »

@pennywise:

OK, Freundschaften in der Branche sollte man nicht überbewerten. Heute Schreiber, morgen PR Mananger. Manche Beziehungen behält man, andere legt man ab. Irgendwo trifft man sich wieder, auch hier ist die Branche klein. Interessanterweise schreibt man aber als Journalist eher kritischer über Spiele von Firmen, bei denen man Leute zu seinem äußeren Freundeskreis zählt.
Es mag schwarze Schafe geben, aber im Allgemeinen kennt und achtet sich die Branche gegenseitig. Von einer globalen Verschwörung würde ich da nicht sprechen...
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Bedlam »

Thyrael hat geschrieben:[CSU-Mitglied]Und wo ist jetzt das Problem bei der Sache?[/CSU-Mitglied]Bild
Eben, der PR-Fuzzi hat lediglich einen Wertungsvorschlag gemacht! :!:

:ugly:
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Bedlam »

The Incredible Hojo hat geschrieben:@pennywise:

OK, Freundschaften in der Branche sollte man nicht überbewerten. Heute Schreiber, morgen PR Mananger. Manche Beziehungen behält man, andere legt man ab. Irgendwo trifft man sich wieder, auch hier ist die Branche klein. Interessanterweise schreibt man aber als Journalist eher kritischer über Spiele von Firmen, bei denen man Leute zu seinem äußeren Freundeskreis zählt.
Es mag schwarze Schafe geben, aber im Allgemeinen kennt und achtet sich die Branche gegenseitig. Von einer globalen Verschwörung würde ich da nicht sprechen...
Ich glaube man bewertet solche Freundschaften schon richtig. Es ist auffällig, wieviele Spielekritiker irgendwann in PR-Abteilungen irgendwelcher Publisher oder als Community-Manager enden. Z.b. arbeiten reihenweise Ex-1UP.com Redakteure heute bei Sony (z.b. Shane Bettenhausen) und Microsoft (z.b.David Ellis). Es kommt nicht von ungefähr, dass diese Leute in PR-Abteilungen eingestellt werden. Damit machen sich Publisher deren Beziehungen zur Presse zunutze.
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Creepwalker
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Creepwalker »

LOL :) :D :mrgreen:

Punkt 1:
Gierige Journalisten, nehmen Geschenke an oder werden bevorzugt behandelt?
Skandal!!! .... ahhh halt... Willkommen in der Wirtschaftpolitik 2012!!

Punkt 2:
Who the fuck is Robert Florence, Dave Cook, Waynewright?
...und wen interessiert was die Leute auf Twitter machen? 8O

Punkt 3:
Soviel zum Thema Meinungsfreiheit. Wenn A nicht passt was B schreibt, holt man gleich den Anwalt.
Weil B keinen Bock auf Stress hat, wird zensiert. GG @ Presse ... einfach zu komisch. :lol:

Fazit:
Man braucht einfach Eier, wenn man guter Journalist sein oder eine ehrliche Presse machen will.
Da aber ein Großteil lieber PS3 spielt und auf Twitter Lächerlichkeiten posted, kann man das wohl auch vergessen.
Zuletzt geändert von Creepwalker am 26.10.2012 16:37, insgesamt 1-mal geändert.
KUnde92
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Kommentar

Beitrag von KUnde92 »

Wer Erinnert sich noch an das Sega Magazin?:D Waren die Unbestrittenen Meister im Schönreden.
Habe gemerkt das meine Persönlichen Einschätzungen und die von Spiel Magazinen sehr auseinander gehen. Ich Spiele erst durch und dann Lese ich erst Tests.
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Pennywise
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Pennywise »

The Incredible Hojo hat geschrieben:@pennywise:

OK, Freundschaften in der Branche sollte man nicht überbewerten. Heute Schreiber, morgen PR Mananger. Manche Beziehungen behält man, andere legt man ab. Irgendwo trifft man sich wieder, auch hier ist die Branche klein. Interessanterweise schreibt man aber als Journalist eher kritischer über Spiele von Firmen, bei denen man Leute zu seinem äußeren Freundeskreis zählt.
Es mag schwarze Schafe geben, aber im Allgemeinen kennt und achtet sich die Branche gegenseitig. Von einer globalen Verschwörung würde ich da nicht sprechen...
http://www.neogaf.com/forum/showthread.php?t=497024

Bitte, wenn du magst dort steht alles aufgelistet.

Bin echt immer wieder erstaunt wie tief das Internet gräbt.
Noch dazu ist es halt Problematisch wenn Wainwright alle Beweise löscht im Nachhinein.
Das die ganzen Beleidigungen natürlich unter aller Sau sind, steht außer Frage.
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Bedlam »

Creepwalker hat geschrieben:Ounkt 2:
Who the fuck is Robert Florence, Dave Cook, Waynewright?
...und wen interessiert was die Leute auf Twitter machen? 8O
Wie wärs mit Lesen? Es geht hier nicht um Twitterkommentare. Diese Leute haben alle schon für größere Outlets geschrieben (Wainwright z.b. für die "Sun", größtes Boulevardblatt Englands).
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The Incredible Hojo
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von The Incredible Hojo »

Pennywise hat geschrieben:
The Incredible Hojo hat geschrieben:@pennywise:

OK, Freundschaften in der Branche sollte man nicht überbewerten. Heute Schreiber, morgen PR Mananger. Manche Beziehungen behält man, andere legt man ab. Irgendwo trifft man sich wieder, auch hier ist die Branche klein. Interessanterweise schreibt man aber als Journalist eher kritischer über Spiele von Firmen, bei denen man Leute zu seinem äußeren Freundeskreis zählt.
Es mag schwarze Schafe geben, aber im Allgemeinen kennt und achtet sich die Branche gegenseitig. Von einer globalen Verschwörung würde ich da nicht sprechen...
http://www.neogaf.com/forum/showthread.php?t=497024

Bitte, wenn du magst dort steht alles aufgelistet.

Bin echt immer wieder erstaunt wie tief das Internet gräbt.
Noch dazu ist es halt Problematisch wenn Wainwright alle Beweise löscht im Nachhinein.
Das die ganzen Beleidigungen natürlich unter aller Sau sind, steht außer Frage.
Ich bestreite ja nicht die Freundschaft der beiden. Die hast du mit der Zeit eben, ganz normal. Wenn man eine zeitlang quasi tägilch miteinander zu tun hat, dann ist man sich sympathisch oder nicht. Sollte dies so sein, dann partizipiert man da ohne großes Aufsehen von der Freundschaft.
Noch heute schickt mir ein Freund aus der Gamesbranche regelmäßig ein Muster, wenn ich ihn darum bitte, obwohl ich mit der Branche nichts mehr zu tun habe. Das war nie Bestechung und ist es jetzt erst recht nicht. Es wird dann Bestechung, wenn ich entsprechend der Geschenke mich in eine reziprozitive Situation manövrieren lasse und dahingehend wohlwollend für den Geber handel. Oder wenn Leute, die eben kein Muster bekommen, lauthals schreien obgleich der Ungerechtigkeit und da eine Hexenjagd veranstalten.
datendieb
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von datendieb »

solche dinge zeigen mir immer wieder, das es hier nicht um die spiele und den spieler, sondern nur ums geld geht.
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Pennywise
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Pennywise »

The Incredible Hojo hat geschrieben:
Ich bestreite ja nicht die Freundschaft der beiden. Die hast du mit der Zeit eben, ganz normal. Wenn man eine zeitlang quasi tägilch miteinander zu tun hat, dann ist man sich sympathisch oder nicht. Sollte dies so sein, dann partizipiert man da ohne großes Aufsehen von der Freundschaft.
Noch heute schickt mir ein Freund aus der Gamesbranche regelmäßig ein Muster, wenn ich ihn darum bitte, obwohl ich mit der Branche nichts mehr zu tun habe. Das war nie Bestechung und ist es jetzt erst recht nicht. Es wird dann Bestechung, wenn ich entsprechend der Geschenke mich in eine reziprozitive Situation manövrieren lasse und dahingehend wohlwollend für den Geber handel. Oder wenn Leute, die eben kein Muster bekommen, lauthals schreien obgleich der Ungerechtigkeit und da eine Hexenjagd veranstalten.
Eine normale Freundschaft innerhalb der Branche ist auch nichts ungewöhnliches.
Problematisch ist es wenn die beiden Partein schon vorher sehr gute Freunde waren, bevor sie überhaupt in der Branche waren.
Kombiniert mit den ganzen Anschuldigen die herum flattern,trifft das schon sehr gut den Nagel auf den Kopf.
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The Incredible Hojo
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von The Incredible Hojo »

Pennywise hat geschrieben:
The Incredible Hojo hat geschrieben:
Ich bestreite ja nicht die Freundschaft der beiden. Die hast du mit der Zeit eben, ganz normal. Wenn man eine zeitlang quasi tägilch miteinander zu tun hat, dann ist man sich sympathisch oder nicht. Sollte dies so sein, dann partizipiert man da ohne großes Aufsehen von der Freundschaft.
Noch heute schickt mir ein Freund aus der Gamesbranche regelmäßig ein Muster, wenn ich ihn darum bitte, obwohl ich mit der Branche nichts mehr zu tun habe. Das war nie Bestechung und ist es jetzt erst recht nicht. Es wird dann Bestechung, wenn ich entsprechend der Geschenke mich in eine reziprozitive Situation manövrieren lasse und dahingehend wohlwollend für den Geber handel. Oder wenn Leute, die eben kein Muster bekommen, lauthals schreien obgleich der Ungerechtigkeit und da eine Hexenjagd veranstalten.
Eine normale Freundschaft innerhalb der Branche ist auch nichts ungewöhnliches.
Problematisch ist es wenn die beiden Partein schon vorher sehr gute Freunde waren, bevor sie überhaupt in der Branche waren.
Kombiniert mit den ganzen Anschuldigen die herum flattern,trifft das schon sehr gut den Nagel auf den Kopf.
Das ist sogar noch günstiger, weil man dann die Freundschaft nicht wegen einer Spielebewertung riskiert. Läuft dann eher so ab:
"Dein Test war schon fies!"
"Ja, aber sei ehrlich, ich hatte recht..."
"Ja, hattest du. Aber hätte man schöner schreiben können. Meinte mein Chef auch."
"Du weiss, ist mein Schreibstil."
"Ich weiss. Naja, lief trotzdem nicht schlecht. Auf ein Bier heute Abend?"
"Nur wenn du zahlst."
"Du hast den fiesen Test geschrieben!"
"Und von euch kam das Scheiss-Spiel!"
"Gut, ich zahle."

Kein Grund, sich aufzuregen.
johndoe702031
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von johndoe702031 »

The Incredible Hojo hat geschrieben: Es wird dann Bestechung, wenn ich entsprechend der Geschenke mich in eine reziprozitive Situation manövrieren lasse und dahingehend wohlwollend für den Geber handel.


Ja natürlich, in der Theorie ganz leicht auseinanderzuhalten. Das Problem ist nur: Merke ich überhaupt, wann ich die Grenze zu so einer "Eine Hand wäscht die andere"-Situation erreicht oder überschritten habe? Das ist ein Grundproblem jeglicher "harmloser Geschäftsfreundschaften", aber eben auch jeglichen Lobbyismusses und Kungels. Vieles läuft hier unbewusst ab, und so hoch ist unsere Fähigkeit zur Selbstreflexion leider nicht, weil natürlich die nötige Distanz fehlt. Umso höher ist aber unsere Fähigkeit, uns selbst was vorzumachen. Von daher ist es leicht sich einzureden (und das tatsächlich auch zu glauben), dass man die 95% Wertung aus reiner Überzeugung über die Qualität vergeben hat, und nicht, weil man mit Leuten der Herstellerfirma befreundet ist oder vor kurzem eine PS3 geschenkt bekommen hat. Freundschaft und wechselseitige Abhängigkeit in Verbindung mit unabhängigen Urteilen können immer problematisch sein, ohne dass beide Parteien die Problematik überhaupt ansatzweise bewusst realisieren. Da kann so ein öffentliches Hochkochen - bei aller absurden Übertreibung, die das mit sich bringt - durchaus auch mal eine Weckrufwirkung haben, sowohl auf Journalisten- wie auf Leserseite. Zumindest kurzfristig, bevor wieder business as usual angesagt ist.

Davon abgesehen gibt es natürlich zusätzlich noch die schwarzen Schafe, die dieses "quid pro quo" schamlos und mit voller Absicht in korrumpierender Weise ausnutzen. Dennoch sollte man gerade den Anteil an unbewusstem Kungel, der ohne Unrechtsbewusstsein geschieht, imho weder unterschätzen noch verharmlosen.
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Vanquish00X
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Vanquish00X »

Soviel bla bla um so wenig belanglosen Kram. Jedem ist doch selbst überlassen wo er seine Infos über Games bezieht, man muss sich einfach gut aufgehoben fühlen und die Wetungen sollten dem eigenem Empfinden wiederspiegeln. Hat schon seine Gründe warum ich bei 4players lese!