Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem Spiel genommen

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Nanimonai
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Re: Kommentar

Beitrag von Nanimonai »

Usul hat geschrieben:Aber ich finde, die Gründe für die Auswüchse des extremen Islamismus sind nicht unbedingt in dieser berechtigten allgemeinen Religionskritik zu finden, sondern in den sozialen Verhältnissen der Menschen, die so reagieren. Fehlende Bildung, Armut, traditionelle Gehirnwäsche durch Familienerziehung, Instrumentalisierung gegen paltte Feindbilder (z.B. gegen "den Westen" oder "die Gottlosen") etc. Das sind Dinge, die auch ohne Religion zu ähnlichen Problemen führen und führen werden.
Ich denke, man darf beide Punkte nicht isoliert voneinander betrachten. Religion ist ein Teil der Gesellschaft und kann daher gar nicht getrennt von ihr gesehen werden. Ebenso sind die von Dir genannten Punkte "fehlende Bildung, Armut, traditionelle Gehirnwäsche durch Familienerziehung", also die allgemeinen sozialen Verhältnisse einer Gesellschaft zu teils kleinen und teils sehr großen Teilen auf eben die Religion innerhalb dieser Gesellschaft zurück zu führen.

Sicherlich, auch Atheisten töten Menschen und auch ohne Religion gibt es Greueltaten. Doch wenn man sich einfach vor Augen hält, dass beispielsweise auf der einen Seite die amerikanische Bevölkerung zu 15% aus Atheisten besteht, gleichzeitig aber nur 1% der Gefängnisinsassen Atheisten sind und auf der anderen Seite 97% der Mitglieder der "National Academy of Science Members" Atheisten sind, unter denen sich mehr als 200 Nobelpreisträger befinden, darf die Frage durchaus gestellt werden, welche Rolle Religion für das Wohlergehen einer Gesellschaft einnimmt.

Eine Pauschalkritik an Religion oder genauer dem Islam oder dem Christentum ist aus vielerlei Gründen durchaus legitim, die wir hier auch gerne besprechen können. Wie gesagt, auch ohne Religion gibt es Greueltaten. Was aber keinesfalls heisst, dass diese Greueltaten begangen werden, WEIL es keine Religion gibt.

Oder kurz: Noch nie wurde ein Tropfen Blut im Namen des Atheismus vergossen.

Und auch wenn Religion für die meisten Kriege zwar nur instrumentalisiert und missbraucht wurde, um von den eigentlichen Zielen abzulenken (Territorialkriege, Macht, Herrschaft, wirtschaftlicher Aufschwung), so muss dieses von vielen gut und menschenfreundlich gemeinte Konzept doch ständig seinen Kopf für sehr viel Leid auf dieser Welt hinhalten, aus dem einfachen Grund, weil dieses Konzept in sich schon sehr widersprüchlich und undeutlich ist und somit schon fast nach Missbrauch schreit.

Die Welt ist nicht besser dran mit Religion. Ja, sie kann gläubigen Menschen Hoffnung geben, aber mehr auch nicht. Denn für alles Gute im Menschen benötigen wir keine Religion. Wir brauchen keine 2000 Jahre alten Schriften um uns zu lehren, wie wir gute Menschen sein können.
Sicherlich brauchen wir auch keine Religion um schlechte Menschen zu sein, denn das geht wie schon gesagt auch sehr gut ohne.
Aber: Religion bietet mir einen wie auch immer gearteten Grund, den ich ohne Religion nicht habe.

Das ist das Problem von Religion: Sie ist vielmehr Politikum als Lebenseinstellung.

Religion birgt unglaublich viel Potential, sowohl in positiver (mit Einschränkung) als auch negativer Hinsicht. Sie dient als Legitimation, um bestimmte Dinge zu tun. Sei es, Menschen zu helfen oder sie zu töten. Was ich mit meinem eigenen Denken und Gewissen nicht vereinbaren kann, vermag mir die Religion abzunehmen.

Helfe ich Menschen, weil mich meine Religion dazu ermutigt?
Oder töte ich sie, weil mir meine Religion das vorschreibt?

In beiden o.g. Fällen ist Religion ein Verstärker, ein Katalysator für Dinge, die man sowieso gerne machen würde, aber noch nicht die notwendige Überzeugung hat. Und ich halte beide Fälle für sehr schwierig, weil beiden diese Eigenschaften abgehen: Selbstbestimmtheit und Eigenverantwortung.

Lasse ich meine Religion über mein Handeln entscheiden oder kann Religion auch nur als Begründung für mein Handeln herhalten, kann das nicht gut sein.

Religion wird also als gesellschaftliches Ordnungssystem benutzt, ähnlich wie Gesetze. Ich sollte dies und jenes tun, darf dies und jenes machen oder eben nicht.
In einer perfekten Gesellschaft brauchen wir weder Gesetze noch Religion.

Und ganz ehrlich: Ich brauche in meiner Gesellschaft auch niemanden, der mich nur deswegen nicht tötet, weil es ihm ein Gesetz verbietet.
killermasterZ
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von killermasterZ »

Bambi0815 hat geschrieben:killermasterZ sei mal tolleranter gegenüber andere. Du bist respektlos. Mir egal was für homophobe Quellen du hast, KllrMehmet.

http://www.blu-news.org/2012/10/02/fur- ... sfreiheit/

mit aussagen wie:
Klar, bin ich fast allen gegenüber respektlos. Respekt ist kein Geburtsrecht - den muss man sich verdienen. Und mit deiner Intoleranz gegenüber dem Islam, verdienst du weder Respekt noch Toleranz meinerseits.

Was für homophobe Quellen soll ich denn haben? Ich hab ja nicht mal eine Quelle für irgendwas gepostet.
Es geht hier wirklich nicht ums wo. Hatte ich schnell gegoogled, da ich davon im TV gehört hatte. Aber nun weiss ich es ja, fals ich mal google und wieder auf einer von deren Seiten lande. Sonst lies es hier: http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2 ... ater-frei/
Die Seite gibt als Quelle den Kopp Verlag an. Komm doch gleich mit PI News oder Jungle World.
Wenn in der Bibel und im Koran vieles gleiches steht, heisst das nicht das einer vom anderen abgeschrieben hat?
Das heißt, dass bestimmte Ereignisse auch von anderen Religionen bestätigt werden.
Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen der Bibel und dem Koran. Und noch mehr zwischen der Bibel und der griechischen Mythologie. Teilweise sind es nur andere Namen.
Aber Religion verstärkt es oder? Relegion ist somit ein Verstärker des häßlichen im Mensch.
Nein, s. Adam/Eva/Apfel. Oder Adam und Lilith.
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Melcor
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von Melcor »

killermasterZ hat geschrieben:
Wenn in der Bibel und im Koran vieles gleiches steht, heisst das nicht das einer vom anderen abgeschrieben hat?
Das heißt, dass bestimmte Ereignisse auch von anderen Religionen bestätigt werden.
Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen der Bibel und dem Koran. Und noch mehr zwischen der Bibel und der griechischen Mythologie. Teilweise sind es nur andere Namen.
Natürlich werden in einer Schrift die 500 n. Chr. verfasst wurde, Ereignisse, die über 1000 Jahre davor passiert sind, bestätigt. Die Augenzeugen mussten also wirklich ein "biblisches" Alter erreicht haben! Blödsinn, natürlich wurde "abgeschrieben", bzw. andere Schriften als Inspirationsquellen verwendet.
killermasterZ hat geschrieben:
Aber Religion verstärkt es oder? Relegion ist somit ein Verstärker des häßlichen im Mensch.
Nein, s. Adam/Eva/Apfel. Oder Adam und Lilith.
Hm, Religion mit einem fiktiven, biblischen Beispiel verteidigen? Nicht sehr effektiv.
Zuletzt geändert von Melcor am 09.10.2012 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
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XenolinkAlpha
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von XenolinkAlpha »

So eine Debatte gab es bereit vor über 12 Jahren mit TLoZ:OoT.

In den ersten Versionen war das Gerudo Zeichen so:

Bild

Dann haben sich Moslems beschwehrt und in den späteren Versionen war es dann das:

Bild

Auerdem wurden im Feuertempel die Hintergrundambiente geändert, weil man dort Islamische Gesänge hörte mit dem Wort "Allah".

Quelle:
http://www.zeldawiki.org/Controversy_in ... lda_Series
Nanimonai
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von Nanimonai »

killermasterZ hat geschrieben:
Aber Religion verstärkt es oder? Relegion ist somit ein Verstärker des häßlichen im Mensch.
Nein, s. Adam/Eva/Apfel. Oder Adam und Lilith.
Adam und Eva haben nichts schlechtes getan und somit auch nicht das Häßliche im Menschen gezeigt. Gott hat sie nie mit dem Konzept von "Gut und Böse", "Falsch und Richtig" ausgestattet. Wie sollten sie wissen, dass es falsch war, die Frucht zu essen, wenn sie nicht mal wußten, was falsch und richtig ist?
Bambi0815
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von Bambi0815 »

killermasterZ hat geschrieben: Klar, bin ich fast allen gegenüber respektlos. Respekt ist kein Geburtsrecht - den muss man sich verdienen. Und mit deiner Intoleranz gegenüber dem Islam, verdienst du weder Respekt noch Toleranz meinerseits.
Schuldig, bis die Unschuld bewiesen ist, mässig? Du sprichst sicherlich aber von Ghetto-Respekt. Sowas kann ich dir nicht geben, KllrMehmet.

Spass beiseite, Respekt solltest du vor allem haben, KllrMehmet. Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Und mit welcherlei Mass ihr messet, wird euch gemessen werden. (Matthäus Kapitel 7)

oder eher:

das Leben für das Leben, das Auge für das Auge, die Nase für die Nase, das Ohr für das Ohr und der Zahn für den Zahn und für die Verwundungen Vergeltung. Wer aber darauf verzichtet, dem soll das eine Sühne sein und wer nicht nach dem urteilt, was Allah hinabgesandt hat, denn diese sind die Ungerechten. (Sure 5)

Und bezogen auf dich sind laut Isa (Jesus) Beleidigungen oder hasserfüllte Gedanken verboten. Also beleidige mich nicht.
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von killermasterZ »

Melcor hat geschrieben: Natürlich werden in einer Schrift die 500 n. Chr. verfasst wurde, Ereignisse, die über 1000 Jahre davor passiert sind, bestätigt. Die Augenzeugen mussten also wirklich ein "biblisches" Alter erreicht haben! Blödsinn, natürlich wurde "abgeschrieben", bzw. andere Schriften als Inspirationsquellen verwendet.

Hm, Religion mit einem fiktiven, biblischen Beispiel verteidigen? Nicht sehr effektiv.
Ereignisse kann man auch mündlich weiter erzählen...

Es geht nicht darum, ob es fiktiv ist oder nicht, sondern mehr über die Beweggründe.
Adam und Eva haben nichts schlechtes getan und somit auch nicht das Häßliche im Menschen gezeigt. Gott hat sie nie mit dem Konzept von "Gut und Böse", "Falsch und Richtig" ausgestattet. Wie sollten sie wissen, dass es falsch war, die Frucht zu essen, wenn sie nicht mal wußten, was falsch und richtig ist?
Sie wussten, dass sie nicht die Frucht essen durften. Da spielt richtig oder falsch keine Rolle. (Verdeutlicht mehr eine Art Herr > Sklaven - Modell. Gott hat es ihnen verboten.).
Das "Häßliche" im Menschen wurde halt durch die Schlange aufgezeigt.
Schuldig, bis die Unschuld bewiesen ist, mässig? Du sprichst sicherlich aber von Ghetto-Respekt. Sowas kann ich dir nicht geben, KllrMehmet.
Schön, dass du versuchst mir die Worte zu verdrehen.
Nein, ich spreche nicht von Ghetto-Respekt. Sowas gibt's imo nicht, aber das ist ein anderes Thema.
Sowas will ich auch nicht von dir.
Danke, dass du meine PSN ID immer wieder erwähnst. Aber wozu? Mein Nick hier lautet anders.
Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden. Und mit welcherlei Mass ihr messet, wird euch gemessen werden.
So soll es auch sein. Gefällt mir.
Und bezogen auf dich sind laut Isa (Jesus) Beleidigungen oder hasserfüllte Gedanken verboten.
Sowas gibt's bei mir auch nur in äußerst seltenen Fällen. Ich halte zu 99% nur einen Spiegel hervor.
Also beleidige mich nicht.
Du hast solche schönen Text zitiert, dann schaffst du es auch sicherlich meine angeblichen Beleidigungen zu zitieren, oder?
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Oldholo
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Re: Kommentar

Beitrag von Oldholo »

Nanimonai hat geschrieben: Oder kurz: Noch nie wurde ein Tropfen Blut im Namen des Atheismus vergossen.
Das ist nun ein Strohmannargument...gäbe es eine..ähm..atheistische "Bibel", die einem den Zugang zum Atheisten(nicht?)himmel verwehrt, wenn man nicht alle Ungläubi-..äh...Gläubigen tötet, wäre das eben doch geschehen. Es ist jedenfalls nicht so, dass Atheisten per Definitionem die besseren Menschen sind..um genau zu sein, ist das doch sogar gepaart mit Paganismus das Hauptmotiv so ziemlich jeglicher Metalmusik, und Metaller sind nun in der allgemeinen Wahrnehmung nicht gerade die friedlichsten Menschen. :D
Melcor hat geschrieben: Natürlich werden in einer Schrift die 500 n. Chr. verfasst wurde, Ereignisse, die über 1000 Jahre davor passiert sind, bestätigt. Die Augenzeugen mussten also wirklich ein "biblisches" Alter erreicht haben! Blödsinn, natürlich wurde "abgeschrieben", bzw. andere Schriften als Inspirationsquellen verwendet.
Auch, ja. Aber diese Schriften wurden nun auch nicht alle zur gleichen Zeit verfasst, und manchmal schlichtweg über viele Generationen mündlich überliefert, bis sie mal jemand aufgeschrieben hat. Die Sintflut z.B. kommt in so vielen religiösen Schriften vor, dass man tatsächlich schamlos annehmen kann, dass es im Nahen Osten einst eine ziemlich gewaltige Flut gegeben hat.
Und dann wäre da noch der offensichtlichste aller Zusammenhänge: Der Koran ist eine weiter gefasste Form der Bibel ist eine weiter gefasste Form der Tora, die im Grunde alle denselben Gott meinen und ihm lediglich durch eine andere Auswahl an Inhalten andere Persönlichkeiten und Erwartungen an den Menschen geben. Also eher..auf "natürliche" Art erweitert und weniger abgeschrieben.
Bambi0815 hat geschrieben:KllrMehmet
Das hat System, dass Du ihn so nennst, oder?
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von Bambi0815 »

killermasterZ hat geschrieben: Und mit deiner Intoleranz gegenüber dem Islam, ....
killermasterZ hat geschrieben: Islamophobe Quellen zeigen schon, wessen Geistes Kind du bist.
Islamfeindlich bin ich nicht. Würde nie dem Islam im Weg stehen, ausser die Welt ist in Gefahr^^ Ist die Welt in Gefahr? Naja, ich bin sehr Tollerant und nehm vielles denke ich mit zu viel Humor und das ist auch meine Schwäche. Ich denke ich verstehe einfach zu wenig um zu verstehen wieso Religion so viel kaputt machen kann, wenn Religion doch was gutes sein soll. Ich sehe einfach zu wenig was Religion in der Welt verbessert. Vielleicht sind es die Medien, aber wir alle wachsen in einer mediengeprägten Welt auf. Und Medien sind schon allgegenwärtig. Und sie bestätigen Vorurteile immer wieder aufs neue. Religion entäuscht bei Vorurteilen nicht gerade. Sie werden eher in regelmässigen Abständen noch mal aufgefrischt durch die Medien, durch die Taten der Religiösen. Ich bin halt der Meinung ohne Religion wäre die Welt besser. Und besonders der Islam hilft nicht beim Weltfrieden bei. Im Gegenteil man muss befürchten das er der Auslöser wird für Angst und Terror bald. Aber das ist keine Intolleranz meinerseits. Es ist schlichte Angst. Früher wurde mit Humor dagegen gekämpft. Siehe Charlie Chaplin und seine Hitler Interpretation. Oder die Zeichentrick-Filme seiner Zeit die Hitler veräppeln sollte, seitens der Amerikaner, die ihn lächerlich machten sollte und die Menschheit ein wenig von der Angst vor seiner Grausamkeit zu befreien. Besonders die Soldaten. Boah wie ich abschweife^^. Jeder geht auf seine Weise damit um. Ob da nun ein größerer Zweck hinter steckt oder nicht. Der Islam denkt immer das steckt was größeres hinter.

Aso aber eins weiss ich: Bei einem Bild sofort Hopp zu machen und die Map zu entfernen, ist ein wenig zu sensibel der Religion gegenüber.
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Oldholo
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von Oldholo »

Bambi0815 hat geschrieben: Islamfeindlich bin ich nicht. [...] Es ist schlichte Angst.
In der Geschichte gibt es auch viele gute Beispiele für Dinge, die durch Religion geschehen sind.
Die christliche Kirche des Mittelalters hat z.B. beinahe im Alleingang Bücher geschrieben und Bibliotheken gepflegt, dank derer wir überhaupt noch was aus damaliger Zeit wissen, sie haben zahllose Hospize unterhalten und die Medizin vorangetrieben, um die sich kein weltlicher Herrscher gekümmert hat, sie hat stabilisierend auf die Weltpolitik gewirkt, später noch Schulen eingeführt und hat Nächstenliebe gepredigt und in gewisser Weise auch praktiziert (trotz den Kreuzzügen).
Und heute noch gibt es durch kirchliche Gelder finanzierte Frauenhäuser, Obdachlosenheime, Suppenküchen, Hilfsprojekte und co, und man kann sicher nicht abstreiten, dass es auch heute noch viele Menschen gibt, denen ihr Glaube und der Rückhalt ihrer Gemeinde ihnen Kraft gibt, die sie ohne Kirche nicht hätten.
Es gibt an allen Sachen natürlich auch schlechte Seiten, keine Frage, aber wo ist das nicht so?
Von Homophobie und allzu unpragmatischer Umgangsweise beim Thema Verhütung und Abtreibung mal abgesehen sehe ich heute nichts Schlechtes mehr an der christlichen Kirche, und auch diese letzten kulturellen Rückstände wird sie früher oder später abbauen (müssen), um schlichtweg überleben zu können. Ich denke mal, das Letzte, was die Kirche will, ist, ihre unglaublich wertvollen Kirchen auf ihren unglaublich wertvollen Grundstücken verkaufen zu müssen. :)
Was den Islam angeht, weiß ich zugegebenermaßen nicht viel über deren gemeinnützigen Projekte, vom bereits erwähnten Hundertsten mal abgesehen. Aber auch dort gibt es gewiss genug Positives zu nennen.
Nichtsdestotrotz habe ich Verständnis dafür, wenn jemand Angst hat, das ist menschlich, aber man muss eben aufpassen, dass sich diese Angst nicht in blinden Hass verwandelt, was leider allzu oft passiert.
Nanimonai
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Re: Kommentar

Beitrag von Nanimonai »

Oldholo hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Oder kurz: Noch nie wurde ein Tropfen Blut im Namen des Atheismus vergossen.
Das ist nun ein Strohmannargument...gäbe es eine..ähm..atheistische "Bibel", die einem den Zugang zum Atheisten(nicht?)himmel verwehrt, wenn man nicht alle Ungläubi-..äh...Gläubigen tötet, wäre das eben doch geschehen. Es ist jedenfalls nicht so, dass Atheisten per Definitionem die besseren Menschen sind..um genau zu sein, ist das doch sogar gepaart mit Paganismus das Hauptmotiv so ziemlich jeglicher Metalmusik, und Metaller sind nun in der allgemeinen Wahrnehmung nicht gerade die friedlichsten Menschen. :D
Scheinbar hast Du meinen Beitrag nicht so verstanden, wie ich ihn gemeint habe.
Ich sagte ja, wir brauchen keine Religion, um gut oder schlecht zu sein, das impliziert automatisch, dass Atheisten per Definition nicht die besseren Menschen sind.

Die alleinige Existenz von einem Konstrukt wie Religion birgt die Gefahr, dieses Konstrukt für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Das heißt im Klartext: Es wurde sehr viel Blut im Namen der Religion vergossen. Ohne Religion wäre viel von diesem Blut mit Sicherheit auch vergossen worden, aber es hätte eben nicht die Legitimation durch die Religion gegeben und somit wäre diesem Blutvergiessen ein elementares Argument entzogen worden.
Die Konsequenz daraus ist, dass sehr viele Greueltaten in der Menschheitsgeschichte mit anderen Augen gesehen worden und so von der Gesellschaft geächtet worden wären.

Die Kreuzzüge als Beispiel, hätten ohne Religion so nicht stattgefunden. Es ging in diesen Kriegen niemals um Religion und Missionierung, also andere Völker zum eigenen Glauben zu zwingen, es ging nur und ausschliesslich um Macht, Ressourcen und Territorien. Es war aber nun äußerst praktisch, einer zutiefst religiösen und verängstigten Bevölkerung diese Kriege im Namen des Herrn zu verkaufen.
Ebenso verhält es sich mit dem dreißigjährigen Krieg, der offiziell als Glaubenskrieg gilt, aber eigentlich aus denselben politischen Beweggründen heraus geführt wurde.

Es ist sehr schwer, der eigenen Bevölkerung einen nicht legitimierten Krieg zu verkaufen. Religion ist da ein wunderbares Hilfsmittel. Selbst Bush hat versucht, den dritten Golfkrieg mit religiösen Begründungen zu legitimieren. Allerdings nicht sonderlich geschickt...
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von killermasterZ »

Bambi0815 hat geschrieben:
killermasterZ hat geschrieben: Und mit deiner Intoleranz gegenüber dem Islam, ....
killermasterZ hat geschrieben: Islamophobe Quellen zeigen schon, wessen Geistes Kind du bist.
Sind beides Feststellungen. 1. war aus deinen Beiträgen abzulesen und 2. anhand deiner Quellenangaben.
Bambi0815 hat geschrieben:Ich denke ich verstehe einfach zu wenig um zu verstehen wieso Religion so viel kaputt machen kann, wenn Religion doch was gutes sein soll.
Religion wird nur als Instrument der Politik benutzt und selbiges als Instrument der Wirtschaft. War früher so, ist heute auch noch so. Das haben die meisten Leute früher schon nicht verstanden und das verstehen die meisten auch heute nicht. Und da soll mal einer sagen, dass wir heutzutage gebildeter sind...
Und der 2. WK ist gar nicht so lange her, um mal ein Beispiel zu nennen...
Bambi0815 hat geschrieben: Ich sehe einfach zu wenig was Religion in der Welt verbessert.
Geh mal in den Irak und schau dir die ärmlichen Gegenden an.
Oldholo's Beitrag trifft es auch auf den Punkt.
Bambi0815 hat geschrieben:Und sie bestätigen Vorurteile immer wieder aufs neue. [...] Sie werden eher in regelmässigen Abständen noch mal aufgefrischt durch die Medien, durch die Taten der Religiösen.
Nein, sie bestätigen es nicht - sie schaffen erst Vorurteile. Denk' mal an die Zeit vor 9/11 zurück. Wie sah damals für dich der gewöhnliche Terrorist aus und wie jetzt?
Die Vorurteile bestätigen sie dann immer wieder erneut, indem sie nur schlechtes über den Islam berichten, um ein Ziel bei der westlichen Bevölkerung zu erreichen:
Bambi0815 hat geschrieben:Es ist schlichte Angst.
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Re: Kommentar

Beitrag von Usul »

Nanimonai hat geschrieben:Die alleinige Existenz von einem Konstrukt wie Religion birgt die Gefahr, dieses Konstrukt für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Das heißt im Klartext: Es wurde sehr viel Blut im Namen der Religion vergossen. Ohne Religion wäre viel von diesem Blut mit Sicherheit auch vergossen worden, aber es hätte eben nicht die Legitimation durch die Religion gegeben und somit wäre diesem Blutvergiessen ein elementares Argument entzogen worden.
Also gut, ich werde nun ein beliebtes und bescheuertes Beispiel bringen:
Wie viel Blut ist wegen der Existenz von Messern geflossen? Willst du dann auch alle Messer aus der Welt schaffen?

Wie gesagt, eigentlich blödes Beispiel, aber die Richtung ist ähnlich:
Ein Messer ist ein Gebrauchsgegenstand, der heutzutage kaum wegzudenken ist. Von daher wäre es absurd, Messer aus der Welt zu schaffen, um Tötungen und Verletzungen durch Messer zu verhindern.

Nun kann man das auch über "die" Religionen sagen. Die Tatsache, daß so viele Menschen auf der Welt an irgendetwas glauben, ist Hinweis genug, daß so etwas benötigt wird. Der Glaube an irgendwelchen Dinge... der Nicht-Glaube an irgendwelchen Dinge... das mag man gut oder schlecht finden, aber man kann es nicht loswerden. Dadurch, daß der Mensch des Denkens und der Selbstreflexion fähig ist, wird er automatisch eben "glauben".

Insofern sind die Religionen einfach nur ein Ergebnis des menschlichen Handelns. Du kannst natürlich gerne noch weiter das Leid der Vergangenheit und der Gegenwart und auch der Zukunft zu einem gewissen Teil den Religionen ankreiden, aber Argument in der Art von "Ja, ohne Religionen gäbe es ebenso Gewalt, aber dann wäre diese eben nicht von der Religion gestützt oder die Wahrnehmung der Gewalt nicht vom religiösen Wahn geblendet" kommt man meiner Meinung nach nicht weiter... was nützt es jemandem, der Leid widerfährt, wenn man ihm sagt, daß er dieses Leid ebenfalls erleben würde, wenn es die Religion nicht gäbe, aber die Gründe dafür wären andere?

Der Glaube ist höchstmenschlich, wir werden das nicht ausmerzen können. Selbst Atheisten glauben, wenn man ganz genau sein will, denn sie wissen nicht. Daß manche Glaubensformen pervertiert und instrumentalisiert, ist das Problem. Und die Gründe dafür haben wir ja schon genannt... bzw. die Gründe dafür, daß das dann auf fruchtbaren Boden fällt.
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von Mr.Freaky »

@Usul

Zu Atheisten und Glauben kann man eigentlich nur sagen, dass es viele gibt, die in ihrem Missionierungswahn noch schlimmer sind als die meisten Gläubigen. ;)
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Re: Call of Duty: Modern Warfare 2: Karte "Favela" aus dem S

Beitrag von Bedameister »

Mr.Freaky hat geschrieben:@Usul

Zu Atheisten und Glauben kann man eigentlich nur sagen, dass es viele gibt, die in ihrem Missionierungswahn noch schlimmer sind als die meisten Gläubigen. ;)
Das stimmt, ich war echt ein bischen schockiert als ich Gotteswahn von Richard Dawkins gelesen hab :?