Leider korrekt, aber es ist, worauf ich für die Zukunft besonders hoffe, während meine Erwartungen in Richtung der Indie-Branche eher bescheiden bleiben.Kajetan hat geschrieben: Es gibt keine wohlwollend agierenden Publisher.
Jain - wenn es keine Publisher sind, dann zumindest andere, ähnlich fluide Geldgeber, die jedoch im Endeffekt ähnliche Ansprüche stellen, Deadlines setzen, etc. pp.Kajetan hat geschrieben:Wie ich hier schon gesagt habe: Nein, man braucht keine Publisher mehr, um gute Spiele machen zu können! Publisher können unter bestimmten Umständen ganz nützlich sein, aber sie sind nicht mehr notwendig.
Ein Dear Esther ist hübsch anzusehen, ein Trine macht zudem noch immer mal wieder für eine Weile viel Spaß und so weiter, aber das Alles-oder-nichts-Spiel, das Indieentwickler wohl oder übel mit jedem Titel wieder spielen müssen, führt für niemanden in eine rosige Zukunft.
Unter all der neuen Glorie der vielen neuen unabhängigen Studios wird allzu oft vergessen, wieviele dieser Spiele und damit auch Studios sang- und klanglos untergehen und fortan womöglich hochverschuldet ein ziemlich deprimierendes Leben führen müssen, weil ihnen das Backing eines kompetenten Publishers fehlte.
Klick Dich doch mal durch Steams Indiegame-Katalog und überleg' Dir, wieviele dieser Spiele realistisch betrachtet wohl auch nur ansatzweise den Gewinn generiert haben, der nötig wäre, um die entsprechenden, teils jahrelangen Entwicklungszeiten auszugleichen.
Du hast zwar Recht damit, dass Publisher je nach angestrebter Qualität (MoCap, Soundtrack, Lokalisation, Synchronisation, Marketing, Lizenzen, Retailvertrieb, Risikomanagement,...) nicht mehr zwingend notwendig sind, aber ich halte es für wichtig, dass sie nach wie vor eine zentrale Rolle bei der Spieleentwicklung spielen.
Schön, dass es mutige Entwickler gibt, die ihre Ideen frei von den üblichen Zwängen umzusetzen versuchen, und noch schöner, dass es gelegentlich auch gut bis hervorragend funktioniert, aber das Zugpferd bleibt die konventionelle Industrie.

