OnLive: Ist wohl pleite

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adhome
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von adhome »

Ich hatte mich auf den Dienst gefreut, da ich auf eine Art Flat-Rate gehofft hab.
Man zahlt für die Zeit, nicht das Spiel. Man kann so jedes beliebige Spiel spielen, auf das man gerade Lust hat.
Da es heutzutage keine Demos mehr gibt, sind Reinfälle möglich. Bei der Flat nicht. Da kann ich alle Spiele anspielen und dort bleiben wo ich gefallen finde.

OnLive ist aber nie nach Deutschland gekommen
Laut News von damals hat die Flat 10USD gekostet pro Monat. Das ist sehr günstig. Leider sind in der Flat nur veraltete Spiele enthalten. Achso.. mein Internet ist nur DSL3000.
Wir deutschen haben eh das langsamste Internet in Europa. Die haben da keine Freude an uns :lol:
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bondKI
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von bondKI »

^ Auf OnLive gab es von jedem Spiel eine Art Zeitbegrenzte Demo, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
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Scorcher24_
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von Scorcher24_ »

bondKI hat geschrieben:^ Auf OnLive gab es von jedem Spiel eine Art Zeitbegrenzte Demo, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Für Demos finde ich es richtig gut um ehrlich zu sein. Direkt loszocken und ausprobieren, finde ich echt gut. Gehe oft auf Gamersgate und schaue welche neu sind, einfach zum ausprobieren auch wenns mich gar nicht interessiert :D.
Aber als direkten Service will ichs nicht. So gern ich Digitale Distribution dem Handel vorziehe, aber ich will die Daten auf meiner Platte.
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Kajetan
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von Kajetan »

adhome hat geschrieben:Ich hatte mich auf den Dienst gefreut, da ich auf eine Art Flat-Rate gehofft hab.
Man zahlt für die Zeit, nicht das Spiel. Man kann so jedes beliebige Spiel spielen, auf das man gerade Lust hat. Da es heutzutage keine Demos mehr gibt, sind Reinfälle möglich. Bei der Flat nicht. Da kann ich alle Spiele anspielen und dort bleiben wo ich gefallen finde.
Gaikai von Steve Perry hatte diesen Ansatz. Da konnte man das Spiel im Demo-Stream vollkommen unkompliziert antesten und bei Gefallen anschließend als herkömmliches Programm kaufen. Das ist für mich ein sinnvoller Einsatz der Streaming-Technologie.

Oder man zockt kostenlos einen werbefinanzierten Stream. Auch noch ok.

Aber das Preismodell von Onlive war jenseits von Gut und Böse. Die Risiken und Mängel im Geschäftsmodell bei Onlive waren so derart offensichtlich, dass sich mein Mitleid mit den geprellten Mitarbeitern zumindest etwas in Grenzen hält.
Vernon
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von Vernon »

mr archer hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Spiele sind mein Hobby, nicht nur netter Zeitvertreib, ich bin Sammler. Manche Spiele habe ich nur, um die Sammlung bestimmter Serien/Genres/Lizenzen komplett zu haben. Der Punkt ist aber: Ich kann JEDES dieser Spiele zocken wann und wie ich möchte. Ich brauche dazu kein Internet, keinen Provider, keine Aktivierungs-Server. Die Spiele, die ich sammle, verschwinden nicht im Nichts, wenn ein Anbieter pleite geht oder ein Spiel aus wirtschaftlichen Gründen abgeschaltet wird. Ich sammle Kultur und nicht temporär existierende Geschäftsmodelle.
Schön gesagt, alter Mann. Gruß und Danke.
Aber geht das nicht schon irgendwo gen unbegründete Ängste? Ich wollte erst "Panikmache" schreiben, aber das trifft es nicht so ganz. Sozusagen eine abgeschwächte Form der Angst vor einem Terroranschlag oder Autark leben auf dem Bauernhof. <- unverhältnismässig, verzeiht

Und ist es wirklich Kultur, oder eher (wenn ich von meiner Vergangenheit auf andere schliessen darf) Nostalgie oder der Sammeltrieb von Spielen egal von welchen verwegenen Gestalten? Schönes Intro davorgepackt und ab an den Nächsten.^^ Gibts eigentlich heutzutage noch Intros?

Ich glaube marschmeyers und Nods Beiträge streifen mich am ehesten: ich muss stark überlegen, wann ich denn ein Spiel zuletzt durchgespielt habe. Ich beginne meist auf "Schwer" oder "Hardcore", bleibe irgendwann stecken, lege das Spiel beiseite, greife zum nächsten und vergesse dann eventuell das vorige Spiel. Bis eben auf wenige Ausnahmen.
Das Angebot ist mittlerweile da.
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Kajetan
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von Kajetan »

Vernon hat geschrieben:Aber geht das nicht schon irgendwo gen unbegründete Ängste?
Wenn schon, dann sind es begründete Ängste :)

Schauen wir einfach mal zehn Jahre zurück und greifen uns zehn verschiedene MMOs aus dem damaligen Angebot heraus. Mindestens die Hälfte davon kann heute nicht mehr gespielt werden, weil der Anbieter dicht gemacht hat oder das Spiel aus wirtschaftlichen Gründen von einem Anbieter dichtgemacht wurde. Von diesen Spielen redet heute aus guten Gründen niemand mehr. Sie sind nicht nur Geschichte, sie sind vor allem unspielbare Geschichte. Ein Mario Bros. aus dem Jahre 1983 kann ich heute noch zocken, selbst wenn ich die originale Hardware nicht mehr habe. Wie aber zocke ich heute ein Asherons Call 2 oder ein Neocron, die beide nicht einmal zehn Jahre alt sind?

Ich halte solche Streaming-Angebote für kulturellen Schwarze Löcher, weil ihre Existenz nie aus dem wirtschaftlichen Rahmen ausbrechen kann, für den sie ursprünglich geschaffen wurden. Wenn sich ein Streaming-Angebot nicht rentiert, verschwindet es für immer und alle damit verbundenen exklusiven Inhalte. Wenn ein Spiel wie zB. Dragons Age zusätzlich (!) auf Onlive angeboten wird und Onlive die Grätsche hinlegt, mei, das kratzt nicht wirklich, weil man Dragons Age auch noch in 500 Jahren zocken kann.

Von daher, "fürchten" ist ein zu starkes Wort. Ich würde es eher "Bedauern" nennen, wenn kulturelle Inhalte vollständig kommerziellen Interessen unterworfen werden und ausserhalb des kommerziellen Rahmens, in dem sie geschaffen werden, nicht existieren können. Ich würde die Leute bedauern, die mit 40 oder 50 feststellen, dass große Teile ihrer Kindheitserinnerungen einfach abgeschaltet wurden und sie ausser ein paar Gameplay-Videos und Promo-Material nichts mehr haben, mit dem sie ihre Erinnerungen auffrischen können oder ihren eigenen Kindern zeigen können, mit was man sich früher beschäftigt hat.

All dieses Cloud-Gemähre, das ist für mich die absolute Unterwerfung des Menschen unter das Diktat des Kommerzes, die vollkommene Abhängigkeit des Menschen vom Willen eines Anbieters. Das ist Rechtlosigkeit, wenn Du nur für den augenblicklichen Moment zahlen darfst und sonst hilflos dem Wohl und Wehe des Anbieters ausgesetzt bist. Du bist dann kein Kunde mehr, sondern nur noch ausbeutbares Konsumschaf. Du hast keine Rechte mehr. Abgeschaltet? Pech gehabt und selber Schuld!
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Bedameister
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von Bedameister »

Ok es klingt für mich zumindest n bischen so, als wäre den Mitarbeitern da schon ein bischen übel mitgespielt worden und dafür tuts mir leid. Aber ansonsten stimmt mich das jetzt nicht wirklich traurig, ich halte sehr wenig von dem System und hoffe auch nicht, dass es sich durchsetzen will.
Und die Zahlen klangen jetzt echt nicht so, als wäre das ganze ein Erfolg gewesen.
marschmeyer
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von marschmeyer »

Vernon hat geschrieben: Aber geht das nicht schon irgendwo gen unbegründete Ängste?
Meinst du, wer so ein Geschäftsmodell verfolgt, springt gut mit den Kunden um? Sobald sich da irgendwo ein privater Vorteil von ner Million für den Chef findet, sind die Kunden alle "ihre" Spiele los und er wohnt auf den Caymans.
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mr archer
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von mr archer »

Vernon hat geschrieben: Aber geht das nicht schon irgendwo gen unbegründete Ängste?
Das hängt davon ab, ob man es als wichtig empfindet, dass kulturelle Artefakte einer bestimmten Phase der menschlichen Geistesgeschichte - und das sind Videospiele zweifellos - zukünftigen Generationen noch zugänglich sein sollen oder nicht. Und es hängt davon ab, ob man es für sich selbst als wichtig empfindet, die eigene geistige Entwicklung in späteren Tagen noch nachvollziehen und an bestimmte Stationen von ihr zurückgehen zu können. Mit meinem Bücherregal kann ich das. Mit meiner Videospielsammlung bisher auch.

Ich habe keine Lust darauf, dabei in Zukunft auf die Gnade von Amazon oder der Betreiber der Cloud angewiesen zu sein. Das hat nichts mit Paranoia zu tun. Das ist für mich eine Frage der geistigen Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
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Deuterium
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von Deuterium »

Bring out your dead!

http://www.youtube.com/watch?v=6FvX_Suj11s

Auf dass sie alle auf dem Karren landen, von Ea bis OnLive!
anigunner
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von anigunner »

mr archer hat geschrieben:
Vernon hat geschrieben: Ich habe keine Lust darauf, dabei in Zukunft auf die Gnade von Amazon oder der Betreiber der Cloud angewiesen zu sein. Das hat nichts mit Paranoia zu tun. Das ist für mich eine Frage der geistigen Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
So ähnlich denke ich auch. Darum weine ich persönlich dem Dienst keine Träne nach.Ich erkenne aber an das es für solche Dienste sicher einen Markt gibt, und auch Leute davon gebrauch machen wollen. Dafür wird es sicher noch weitere Dienstleister in Zukunft geben. OnLive scheint mit so ein bisschen wie die Betreiber der ehemaligen Phantom-Konsole zu sein, viel Hype und viel Geld verballet... aber nichts dabei rausgekommen. Es muss wohl erst wieder Leute geben welche das Konzept auf solide Füße stellen, und nachhaltig betreiben können. Da sind schon viele IT-Firmen dran gescheitert.....

Wie gesagt, ich werde diese Dienste auch zukünftig nicht in Anspruch nehmen, Steam ist das höchste der Gefühle was ich mir im Moment antue... für Spiele bis 10 Euro. Der maximale Preis für eine "Leihgabe" wenn man so will ;)
mueranda
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von mueranda »

sourcOr hat geschrieben:
mueranda hat geschrieben:(...)
Ja und? Im Gegensatz zu einem Spieleabo bedeutet das nen feuchten. Mit dem Kleingedruckten kannste dir den Hintern abwischen, alle Spiele einzubüßen, weil du Onlive und co. nichts mehr zahlst, ist viel realer. Oder zumindest war es das.
Man kann mich auch falsch verstehen. Die ganze Intention von meiner Posting war, daß die Spielehersteller bereits seit langem es so verstehen, das man die Spiele nicht kauft, sondern als "Service" auffasst und man gefälligst das auch nicht weiterverzukaufen hat. Bei dem ganzen "Raubkopierer sind so pöse" geht es nur darum, das es üblich ist, das man gebrauchte Spiele wie jede andere Gebrauchsgegenstände auch weiterverkauft und da die Publisher nicht mitverdienen können. Durch unsere schöne neue Onlinewelt über "Online-Passe", DLC, Kontobindung wird so etwas effektiv eingeschränkt.
Es ist ja nicht so, als ob Cloud Gaming uns unser Gaming kaputt machen würde,
Dieses Geschäftsmodell ist zu attraktiv und zu disruptiv, als das es ignoriert werden könnte und da ist jede Meldung über Einstellung solcher Dienste zu befürworten.
immerhin hat selbst der Digitalvertrieb den Retailhandel nicht abgelöst
Ich würde mal raus in so ein Geschäft gehen und schauen, aus was das Angebot zur Zeit besteht:
- diverse Mehrfachverwertungsreihen (Software Pyramide, Green Pepper, Rondomedia, Purple Hills, ..)
- Casualtitel werden breitest verkauft (Big Fish, Alawar, Deutschland spielt ... eben als CD-Titel)
- Clients und (Zeit)Guthaben für Browserspiele und MMOs, die man sich auch so runterladen kann
- "reguläre Spiele", die durch die Bank an einen Onlinedienst gebunden sind und meist nur noch aus DVD-Hülle und auf Scheibe gepresstes Steambackup bestehen.
- diverse Indietitel in "Luxusausgabe" und "Collectors Editions" die im Umfang der früher regulären Retailboxen entsprechen (meist mit Staubfängerfigur und einen postkartengrossen "Artbook").

Es gibt zwar noch reguläre Spiele ohne Onlineaktivierung, aber selbst bei denen fehlt oft das Handbuch (Captaine Morgaine zb).
immerhin kannste deine Games so nicht mehr raubkopieren und wo kämen wir da bloß hin?
Ich habe eine grössere Bibliothek an Spielen zu Hause, die sich neben den PC über andere Plattformen stützen und in Summe sind diese Titel im dreistelligen (ca 300-400) Bereich. Also unterstell mir nichts und von rein digital erworbenen Titeln ist es mein gutes Recht, eine DRM-befreite Version ins Archiv zu stellen.
Fiddlejam
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von Fiddlejam »

Kajetan hat geschrieben:Ich persönlich habe keine Lust bei der Ausübung meines Hobbys abhängig von Dritten zu sein. Ich sehe darin keinen Vorteil für mich als Kunden, nur Nachteile.
Und deine Grafikkarte schweißt du dir aus selbstgeschürftem Silizium-Erz?

Dienste wie OnLive unterstütze ich auch nicht, das ist Bullshit, aber wenn man es genau betrachtet, bist du immer abhängig.
Eine Grafikkarte ist nicht mit einem gewissen Spiel kompatibel.
Das CD-Laufwerk erkennt die CD nicht.
Das Spiel ist nicht mit Windows kompatibel.
Es kommen keine Updates für spielbehindernde Bugs.

Worauf ich hinaus will, niemand kann dir hundertprozentige Bestimmung über dein Spiel garantieren.
Und angesichts dessen bin ich gerne bereit, auch wenn Steam irgendwann schließen sollte, dort ein Spiel im Deal zu kaufen. (Btw, die Ironie an der Sache ist ja, je mehr Leute Steam boykottieren, weil sie fürchten es könnte irgendwann zumachen, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass es auch tatsächlich passiert. Die effektivste Methode, die Kontrolle über die Software zu schützen, wäre es also, wenn möglichst viele Leute den Dienst nutzen. Bei Crap wie OnLive natürlich Unsinn, aber bei Steam durchaus eine Möglichkeit.)

Zu den Argumenten gegen Cloudgaming:
- wenn Wartungsarbeiten sind
Das bedeutet, dass das Spiel immer noch verbessert wird. Wenn ich also die Wahl zwischen "temporäre Downtime" und "kaputtes Spiel" habe...
- wenn Server überlastet sind
- wenn deine Internetverbindung zu schwach ist.
- wenn du aus irgendeinem Grund keine Internetverbindung hast. Das kann immer mal passieren, Umzug, Router geht kaputt zum Beispiel.
Alles berechtigte Gründe, aber in der heutigen Zeit kommt das nicht sehr häufig vor.
Weitere Nachteile:
- keine Verpackung mehr für Spielesammler.
Nur bei völligen Onlinekäufen, bzw. OnLive.
- kein Offline-Spiel mehr möglich
Auch nur bei OnLive.
- keine individuellen Anpassungsmöglichkeiten mehr. In irgendeiner config am PC rumwurschteln, um die Grafik zu verbessern oder die Leistung zu erhöhen, ist nicht mehr möglich, da keine Dateien mehr auf der Festplatte.
Was ja de facto auch obsolet ist, da die OnLive Server volle Grafikqualität von vornherein bieten.
- Nie mehr Mods!: Modifikationen wie bei Skyrim gehören damit zur Geschichte. Das ist beim Cloudgaming nicht möglich. Dann wird es wohl nie wieder Mods geben.
Ich denke, dass auch das durchaus möglich gewesen wäre. Ähnlich wie Custom-Server für Multiplayerspiele.

Wie gesagt, es gibt durchaus Wege CloudGaming vernünftig zu gestalten. Streaming ala OnLive sicher nicht, aber die Demo-Idee beispielsweise gefällt mir.
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schefei
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von schefei »

Fiddlejam hat geschrieben:Dienste wie OnLive unterstütze ich auch nicht, das ist Bullshit, aber wenn man es genau betrachtet, bist du immer abhängig.
Eine Grafikkarte ist nicht mit einem gewissen Spiel kompatibel.
Das CD-Laufwerk erkennt die CD nicht.
Das Spiel ist nicht mit Windows kompatibel.
Es kommen keine Updates für spielbehindernde Bugs.
Das sind Dinge die ich selber Lösen kann.
Ich kann ein anderes OS installieren und ich kann, wenn es nötig ist, Pc Hardware ersetzen.
Was ich nicht kann ist ein großes Unternehmen mit ein paar Millionen Dollar Schulden aus der Insolvenz retten.
Spieleupdates kommen von den Entwicklern, nicht von den Platformbetreibern.
Worauf ich hinaus will, niemand kann dir hundertprozentige Bestimmung über dein Spiel garantieren.
Und angesichts dessen bin ich gerne bereit, auch wenn Steam irgendwann schließen sollte, dort ein Spiel im Deal zu kaufen. (Btw, die Ironie an der Sache ist ja, je mehr Leute Steam boykottieren, weil sie fürchten es könnte irgendwann zumachen, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass es auch tatsächlich passiert. Die effektivste Methode, die Kontrolle über die Software zu schützen, wäre es also, wenn möglichst viele Leute den Dienst nutzen. Bei Crap wie OnLive natürlich Unsinn, aber bei Steam durchaus eine Möglichkeit.)
Wenn man keinen Steamaccount hat muss man sich auch nicht fürchten das Steam dicht macht, wär irgendwie unlogisch.
Zu den Argumenten gegen Cloudgaming:
- wenn Wartungsarbeiten sind
Das bedeutet, dass das Spiel immer noch verbessert wird. Wenn ich also die Wahl zwischen "temporäre Downtime" und "kaputtes Spiel" habe...
Damit meint er Server-Wartungsarbeiten, da wird garnichts am Spiel verbessert.
- wenn Server überlastet sind
- wenn deine Internetverbindung zu schwach ist.
- wenn du aus irgendeinem Grund keine Internetverbindung hast. Das kann immer mal passieren, Umzug, Router geht kaputt zum Beispiel.
Alles berechtigte Gründe, aber in der heutigen Zeit kommt das nicht sehr häufig vor.
Bei dir kommt es nicht sehr Häufig vor, bei mir und wahrscheinlich auch bei vielen anderen die nicht in Städten wohnen passiert das besonders am Wochenende öfters.
- keine individuellen Anpassungsmöglichkeiten mehr. In irgendeiner config am PC rumwurschteln, um die Grafik zu verbessern oder die Leistung zu erhöhen, ist nicht mehr möglich, da keine Dateien mehr auf der Festplatte.
Was ja de facto auch obsolet ist, da die OnLive Server volle Grafikqualität von vornherein bieten.
Hat man ja bei Crysis und anderen grafisch anspruchsvolleren Titel gesehen das es nicht so ist, außerdem gibt es noch so spezielle Sachen wie SGSSAA die nicht möglich sind, wär aber bei so nem unscharfen Videostream sowieso sinnlos.
- Nie mehr Mods!: Modifikationen wie bei Skyrim gehören damit zur Geschichte. Das ist beim Cloudgaming nicht möglich. Dann wird es wohl nie wieder Mods geben.
Ich denke, dass auch das durchaus möglich gewesen wäre. Ähnlich wie Custom-Server für Multiplayerspiele.
Wie? Du hast keine Spieldaten oder irgendetwas das du verändern könntest.
Wie gesagt, es gibt durchaus Wege CloudGaming vernünftig zu gestalten. Streaming ala OnLive sicher nicht, aber die Demo-Idee beispielsweise gefällt mir.
Die frage ist wie das zu finanzieren wäre.
Fiddlejam
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Re: OnLive: Ist wohl pleite

Beitrag von Fiddlejam »

Wie? Du hast keine Spieldaten oder irgendetwas das du verändern könntest.
Nein, das müsste logischerweise vom Streamingdienst ausgehen.
Der würde dann gemoddete Versionen des Spieles streamen.

Aber wie gesagt, das ist Wunschdenken, wenn man sich die Dienste in ihrer jetzigen Form ansieht.