Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

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Usul
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Re: Kommentar

Beitrag von Usul »

Battlemonk hat geschrieben:Ist ja richtig, was du sagst,
Aber es würde dem ganzen mal wieder einen neuen impuls geben, wenn man die motive mal nachvollziehen könnte.
Meine meinung.
Deine Meinung in allen Ehren, aber auch das Nachvollziehen hat doch seine Grenzen. Der Vergleich zu Filmen ist nicht gut, denn man kann auch gute Filme drehen, in denen "nur" eine Handvoll Menschen getötet werden. Ich denke jedoch nicht, daß man in Far Cry 3 mit so wenig Leichen auskommt. Auch nicht im neuen Tomb Raider.

Die Szene, die man aus Far Cry 3 gesehen hat mit der angedeuteten Folterszene... in Filmen ist es dann so, daß man dann tatsächlich gefoltert oder vergewaltigt wird. Das ist schon mal ein großer Unterschied. Und dann befreit man sich und tötet vielleicht auf der Flucht (und teilweise mit leichten Rachemotiven) paar Leute.
Damit kann man 2 Stunden füllen. Gut.

Aber wenn ein Spiel nur 2 Stunden geht, ist der Aufschrei groß. Also muß es in die Länge gezogen werden. Wir wollen auch mehr Freiheiten, also müssen mehr Areale geschaffen werden, als man für die naheliegendste Flucht brauchen würde. Diese Areale und die zusätzlichen 8-13 Stunden müssen auch mit Gegnern gefüllt werden, weil wir uns dann darüber beschweren, daß ja nix los ist. Und schon haben wir eine Situation, in der man im Spiel mehrere Dutzend Leichen hat.... wie soll man da noch differenzieren und die Tötungsgründe nachvollziehen, und zwar ernsthaft?

Man sollte sich endlich klar werden, daß Spiele keine Filme sind. Insb. Action-Spiele nicht. Wenn ich einen Film anschauen möchte, schaue ich einen Film an. Da ist z.B. eine vergewaltigte Hauptfigur ein emotional fesselnder Weg, um den Zuschauer mitzunehmen. In einem Spiel denke ich aber nicht, daß viele Menschen eine vergewaltigte Frau spielen wollen... sie spielen ja nicht mal eine nicht vergewaltigte Frau. (Von vergewaltigten Männern mal ganz zu schweigen).

Das mit der Vergewaltigung habe ich jetzt nur als Beispiel für den Anfangsansatz genommen. Es gibt nun einmal einen grundlegenden Unterschied zwischen Filmen und (richtigen) Spielen: In Spielen ist man aktiv und damit besteht fast schon zwangsläufig eine emotionale Bindung zum Geschehen und zur Hauptfigur. Im Film ist das nicht der Fall, da muß die Bindung erst hergestellt werden - eben z.B. durch Rückgriff auf Urängste und Emotionen der Menschen (man denke z.B. nur an "Inside"... da reicht es, ein Messer an den Bauch einer hochschwangeren Frau zu halten, um sofort eine starke emotionale Bindung zwischen Zuschauer und Opfer herzustellen).

Insofern sollten die Hersteller bitte aufhören, hochtrabende Erklärungen für die Gewalt in ihren Spielen zu liefern, wenn es ganz einfach nur darum geht, Gewalt ausüben zu lassen. Das ist nicht Schlechtes an sich. Wenn ich keine Gewalt in Spielen ausüben will, kann ich zig andere Spiele zocken.
johndoe990045
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von johndoe990045 »

Es heisst Ego-Shooter und nicht Ego-Talker, oder?
Man, man ...
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Obstdieb
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von Obstdieb »

oppenheimer hat geschrieben:
Battlemonk hat geschrieben:Ich Finde, vei max payne konnte man sich ganz gut in die figur während des tötens hineinverstetzen, durch die kommentare, die max bei vielen kills und anderen stellen abgegeben hat.
Ja, die Szene in einer gewissen New Jersey-Bar. Alleine sein Gesichtsausdruck, diese Abscheu vor dem Griff nach der .45er.
Was Far Cry 3 angeht, bin ich alles andere als überzeugt. Schon dieser Antagonist wirkt für mich eher wie ein völlig durchgeknallter Junkie und nicht wie ein ernstzunehmender Insel-Tyrann. Irgendjemand hat hier mal geschrieben, dass er da einen Gegenspieler vom Kaliber eines Colonel Kurtz aus Apocalypse Now sehen würde und dem schließe ich mich an.
Das verstehe ich nicht so ganz , meinst du das Kurz mit dem FarCry 3 Gegenspieler zu vergleichen ist ? Wenn nein dann empfehle ich FarCry2s Antagonisten , der Jackal ist nämlich im Grunde Colonel Kurz aus Apocalypse Now. Überhaupt ist die Story von FarCry 2 leider total untergegangen aber von der Masse kann man ja nicht erwarten das moderne Literatur wie Heart of Darkness gelesen wird ..
johndoe702031
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von johndoe702031 »

Jep, unverkennbar extrem starke Anlehnungen von FC 2 an Herz der Finsternis. Und damit logischerweise auch an den lieben Colonel Kurtz. Ich fand die Gesamt-Story auch alles andere als schlecht, gerade für einen OW-Titel mit den üblichen Tücken im Storytelling. In Teil 3 dann nochmal einen Kurtz-Verschnitt fänd ich auch etwas einfallslos. Dann doch lieber der völlig durchgeknallte, unberechenbare und psilocybin-verseuchte Vaas.
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Broco
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Beitrag von Broco »

Wenn Gears 3 nicht auf den Index kommt, dann verrate mir einer mal, nach welcher Logik Far Cry dann drauf kommt...
johndoe1044785
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von johndoe1044785 »

hat man bei gears gegen menschen geschlachtet?

sowas ist doch zB. eine kategorie, menschen oder menschenähnliche gegner (hab ich zumindestens mal gelesen).
wobei die usk in letzter zeit so liberal geprüft hat, das ich eh an eine freigabe bei fc3 glaube.
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Kerron
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von Kerron »

Es heisst Ego-Shooter und nicht Ego-Talker, oder?
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Hardtarget
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von Hardtarget »

oppenheimer hat geschrieben:
Battlemonk hat geschrieben:Ich Finde, vei max payne konnte man sich ganz gut in die figur während des tötens hineinverstetzen, durch die kommentare, die max bei vielen kills und anderen stellen abgegeben hat.
Ja, die Szene in einer gewissen New Jersey-Bar. Alleine sein Gesichtsausdruck, diese Abscheu vor dem Griff nach der .45er.
Was Far Cry 3 angeht, bin ich alles andere als überzeugt. Schon dieser Antagonist wirkt für mich eher wie ein völlig durchgeknallter Junkie und nicht wie ein ernstzunehmender Insel-Tyrann. Irgendjemand hat hier mal geschrieben, dass er da einen Gegenspieler vom Kaliber eines Colonel Kurtz aus Apocalypse Now sehen würde und dem schließe ich mich an.
also bei far cry3 riechts extrem nach dummen plott ...... am ende ist man bestimmt selber der bösewicht, denkt an meine worte! fight club lässt grüßen :lol:
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Temeter 
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von Temeter  »

Obstdieb hat geschrieben:Das verstehe ich nicht so ganz , meinst du das Kurz mit dem FarCry 3 Gegenspieler zu vergleichen ist ? Wenn nein dann empfehle ich FarCry2s Antagonisten , der Jackal ist nämlich im Grunde Colonel Kurz aus Apocalypse Now. Überhaupt ist die Story von FarCry 2 leider total untergegangen aber von der Masse kann man ja nicht erwarten das moderne Literatur wie Heart of Darkness gelesen wird ..
Wenn man das Buch gelesen haben muss um den Charachter zu verstehen, dann hat man irgendwas falsch gemacht. Da kannst du dir auch den abwertenden Spruch über die Masse sparen.
Das Spiel hatte ein mieses Storytelling und dazu noch die erwähnte Distanz zwischen Story und Gameplay, die Hauptfigur war schlichtweg charachterlos. Mit diesen Problemen kann man Elemente von Herz der Finsternis nicht einfach übernehmen, weil die ganze Dynamik zwischen den Hauptfiguren und der Welt fehlt. Was übrig bleibt ist ein klischeehafter Antagonist ohne ernstzunehmenden Hintergrund. Von denen gibts es viele.

Da sind Apocalypse Now oder Spec Ops: The Line um Welten besser. Beide sind eindrucksvolle Umsetzungen weil sie eben verstehen worum es in dem Buch geht. Und deswegen funktionieren sie auch ohne Vorkentnisse.

btw: Als ich die Vorschau gelesen haben war Fight Club auch das erste, was mir in den Sinn kam. Tja, Autoren haben es heute nicht einfach, jede Idee gab es schon mindestens einmal. Wobei das nicht schlechtes Storytelling (bäh, immer diese Anglizismen, gibt es dafür eigentlich ein deutsches Wort?) entschuldigt.
johndoe702031
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von johndoe702031 »

Temeter  hat geschrieben:Da sind Apocalypse Now oder Spec Ops: The Line um Welten besser. Beide sind eindrucksvolle Umsetzungen weil sie eben verstehen worum es in dem Buch geht. Und deswegen funktionieren sie auch ohne Vorkentnisse.
Naaaaja. Also Apocalypse Now stellen wir mal außer Konkurrenz, weil a) ein Film und b) eine schweineguter.

Spec Ops ist in erster Linie eine stupide Action-Ballerei gegen Gegnerhorden mit punktuell eingestreuten "Nachdenk-Szenen", auch hier wieder das heftige Auseinanderklaffen zwischen Gameplay und Story. FC 2 macht für ein Open-World-Spiel einen ganz ordentlichen Job, denn es baut die Roman-Welt gewissermaßen als Szenario auf und lässt dich quasi darin herumspazieren. Dass man speziell bei OW hinsichtilch Charaktertiefe und Storytelling Abstriche machen muss, kann ich in diesem Fall akzeptieren. Ich habe jedenfall storytechnisch mehrheitlich deutlich schlechtere OW-Titel als FC 2 gespielt.
Zuletzt geändert von johndoe702031 am 06.08.2012 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
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KATTAMAKKA
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von KATTAMAKKA »

Der Typ labert labert extremst überflüssig und sinnlos daher, hoffentlich zeigt der SP mehr spielerische und kreative Kompetenz. Der KoOp scheint ja nur noch beschissen , vorgekaut und limmitiert zu sein, das sie da keinen Free Room gemacht haben und stattdessen ein lahmarschigen KoOp mit fixen und beschissen Aussehenden Spielfiguren ala Shooter-Simpel ohne Freiheiten aber mit sinnfreien Modis mit Filmchen zum einschlafen , zeigt eher das das Game im gesammten doch nicht so der Burner wird. Aber ich hoffe noch das der SP was gescheites auf die Reihe bekommt

Spec Ops ist Spielerisch reinstes COD im Superscriptschlauch . Keine 3 meter ohne Filmchen zum ``grübeln`` und Storry mässig die totale Null Nummer , speziel die Dialoge sind nur noch lächerlich
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Temeter 
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von Temeter  »

SardoNumspa hat geschrieben:Spec Ops ist in erster Linie eine stupide Action-Ballerei gegen Gegnerhorden mit punktuell eingestreuten "Nachdenk-Szenen", auch hier wieder das heftige Auseinanderklaffen zwischen Gameplay und Story. FC 2 macht für ein Open-World-Spiel einen ganz ordentlichen Job, denn es baut die Roman-Welt gewissermaßen als Szenario auf und lässt dich quasi darin herumspazieren. Dass man speziell bei OW hinsichtilch Charaktertiefe und Storytelling Abstriche machen muss, kann ich in diesem Fall akzeptieren. Ich habe jedenfall storytechnisch mehrheitlich deutlich schlechtere OW-Titel als FC 2 gespielt.
Gut, da gehen unsere Meinungen einfach auseinander. Die Aktion war in Spec Ops ziemlich konventionell aber zumindest für mich war es hier nicht ganz so leicht immer den Abzug zu ziehen wie in vielen anderen Spielen. In meinem Hinterkopf hatte ich da manchmal den Gedanken ob ich nicht eigentlich gegen die falschen Kämpfe und selbst die größte Gefahr für die Stadt war. Das die eigentliche Story abseits des Gameplays erzählt wird ist aber leider Standard in Spielen. Zumindest gefiel mir der Ansatz und die Atmosphäre die das Spiel wenigstens für mich sehr gut erzeugte.

Für mich waren die Probleme von FC2 da zu groß: Die Welt, die nur aus unendlich nachspawnenden Feinden besteht und die halbherzigen Dinge, die man nicht nur mit dem OW-Aspekt entschuldigen kann. Sachen wie die Bar in die du kommst wo es dann so läuft: Sieh, das da ist dein erster bester Freund und das dein zeiter bester Freund die du zwar nie gesehen hast und mit denen du nicht mal sprechen musst, aber wenn du Probleme hast kommen sie herbeigewarpt und retten dich in nervtötend langen wie absurden Sequenzen, wobei sie ihr Leben für dich riskieren. Oder grenzdebil in einen Waldbrand rennen und sterben. Ich meine, wtf?
Solche Dinge können ein Scenario einfach zerstören und man begegnet solchen Inkonsequenzen an jeder Ecke. Ich hätte dem Spiel trotzdem gerne eine Chance eingeräumt, wenn man nicht nach dem Prinzip 10 Minuten zur Mission fahren, 3 Minuten kämpfen (mit Glück) gespielt hätte. Das war mir einfach zu stupide, mit meiner Zeit kann ich besseres anfangen.
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Obstdieb
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von Obstdieb »

Temeter  hat geschrieben:
Obstdieb hat geschrieben:Das verstehe ich nicht so ganz , meinst du das Kurz mit dem FarCry 3 Gegenspieler zu vergleichen ist ? Wenn nein dann empfehle ich FarCry2s Antagonisten , der Jackal ist nämlich im Grunde Colonel Kurz aus Apocalypse Now. Überhaupt ist die Story von FarCry 2 leider total untergegangen aber von der Masse kann man ja nicht erwarten das moderne Literatur wie Heart of Darkness gelesen wird ..
Wenn man das Buch gelesen haben muss um den Charachter zu verstehen, dann hat man irgendwas falsch gemacht. Da kannst du dir auch den abwertenden Spruch über die Masse sparen.
Das Spiel hatte ein mieses Storytelling und dazu noch die erwähnte Distanz zwischen Story und Gameplay, die Hauptfigur war schlichtweg charachterlos. Mit diesen Problemen kann man Elemente von Herz der Finsternis nicht einfach übernehmen, weil die ganze Dynamik zwischen den Hauptfiguren und der Welt fehlt. Was übrig bleibt ist ein klischeehafter Antagonist ohne ernstzunehmenden Hintergrund. Von denen gibts es viele.

Da sind Apocalypse Now oder Spec Ops: The Line um Welten besser. Beide sind eindrucksvolle Umsetzungen weil sie eben verstehen worum es in dem Buch geht. Und deswegen funktionieren sie auch ohne Vorkentnisse.

btw: Als ich die Vorschau gelesen haben war Fight Club auch das erste, was mir in den Sinn kam. Tja, Autoren haben es heute nicht einfach, jede Idee gab es schon mindestens einmal. Wobei das nicht schlechtes Storytelling (bäh, immer diese Anglizismen, gibt es dafür eigentlich ein deutsches Wort?) entschuldigt.
Stimmt doch garnicht , man muss weder Buch noch "Film" gesehen haben !
Das einzigste was man braucht ist der eigene Kopf und Konzentration , hier gehts eigentlich nicht wirklich um die Gewalt per se sondern umd die Welt , dass Leben und die Gesellschaft.
Alles in allem ist FarCry 2 immer noch ein Spiel und da gehts nunmal ums Gameplay und wenn das dann auch noch großartig ist , kann man einen Titel der sich eine Buchvorlage als Vorbild nimmt und gleichzeitig den Spieler absolute Freiheit schenkt nichts mehr vorwerfen .
Das alles ist natürlich Geschmackssache, wenn die meisten lieber Heldenhafte Supersoldatenstorys hören oder "Retter in der Not" spielen möchten (ala Skyrim) dann wundert mich das ganze natürlich nicht.. achwas tuts ja sowieso nicht !

Ein "klischeehafter Antagonist" ist genau der , der gerade in FarCry3 hochgezogen wird und absolut nix mit einem genialem Charakter wie "Kurz" zutun hat. Allein wie der gute Vaas(?) schon ausschaut , jaja nette SuperstarFrisur und ein bisschen sinnloses gequassel ist auch immer super.
Versteh mich nicht falsch , der Schritt richtung FightClub ist schön und gut aber sowohl FightClub als auch Apocalypse Now oder eben Heart of Darkness verdienen eine bessere Interpretation als den "Teufelspsycho" Vaas.

Zu SpecOps kann ich garnichts sagen da noch nicht gespielt und wenn ich ehrlich bin hab ich auch kein großes Interesse . Mag sein das da auch was drin steckt aber ThirdPerson und lineares rumgeballer schreckt mich sofort ab, wie gesagt das Gameplay muss stimmen und das schaut bei besagtem Titel nach 0815 aus. FarCry2 zieht eben weil es wunderbare Freiheit mit sehr guter Story und Hintergrund verbindet , Kane und lynch funktioniert weil es absolut geniale Charaktäre vorzeigt . Da ist kein vorgegaukeltes dilemma vorhanden und vorallem muss der Entwickler bzw. Schreiber nicht dauernd betonen wie toll sein Charakter doch ist.
Mir ist schon klar warum FarCry 2 nicht besonders angekommen sind , die meisten leute wollen halt heile Welt und wenn man ihnen die Grenzen bzw. "das böse" was sich als gutes tarnt vorzeigt wirds gekonnt ignoriert .
johndoe702031
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von johndoe702031 »

Temeter  hat geschrieben: Für mich waren die Probleme von FC2 da zu groß: Die Welt, die nur aus unendlich nachspawnenden Feinden besteht und die halbherzigen Dinge, die man nicht nur mit dem OW-Aspekt entschuldigen kann. Sachen wie die Bar in die du kommst wo es dann so läuft: Sieh, das da ist dein erster bester Freund und das dein zeiter bester Freund die du zwar nie gesehen hast und mit denen du nicht mal sprechen musst, aber wenn du Probleme hast kommen sie herbeigewarpt und retten dich in nervtötend langen wie absurden Sequenzen, wobei sie ihr Leben für dich riskieren. Oder grenzdebil in einen Waldbrand rennen und sterben. Ich meine, wtf?
Solche Dinge können ein Scenario einfach zerstören und man begegnet solchen Inkonsequenzen an jeder Ecke. Ich hätte dem Spiel trotzdem gerne eine Chance eingeräumt, wenn man nicht nach dem Prinzip 10 Minuten zur Mission fahren, 3 Minuten kämpfen (mit Glück) gespielt hätte. Das war mir einfach zu stupide, mit meiner Zeit kann ich besseres anfangen.
Da stimme ich dir zu. Ist auch beim besten Willen und mit der rosarotesten Fanboybrille nicht abzustreiten. FC 2 war alles andere als perfekt und hatte eine ganze Menge nerviger Macken. Auch teils schwere Designmängel. Ich kann daher jeden verstehen, der das Ding irgendwann entnervt in die Ecke gefeuert hat. Ich konnte dem Spiel seine Macken dennoch verzeihen. Der Reiz der spielerischen Freiheit gepaart mit der ganzen Story-Thematik war einfach zu groß. So ist das manchmal :D .
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Temeter 
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Re: Far Cry 3: Gewalt und Töten in der Erzählung

Beitrag von Temeter  »

Obstdieb hat geschrieben:Stimmt doch garnicht , man muss weder Buch noch "Film" gesehen haben !
Das einzigste was man braucht ist der eigene Kopf und Konzentration , hier gehts eigentlich nicht wirklich um die Gewalt per se sondern umd die Welt , dass Leben und die Gesellschaft.
Alles in allem ist FarCry 2 immer noch ein Spiel und da gehts nunmal ums Gameplay und wenn das dann auch noch großartig ist , kann man einen Titel der sich eine Buchvorlage als Vorbild nimmt und gleichzeitig den Spieler absolute Freiheit schenkt nichts mehr vorwerfen .
Das alles ist natürlich Geschmackssache, wenn die meisten lieber Heldenhafte Supersoldatenstorys hören oder "Retter in der Not" spielen möchten (ala Skyrim) dann wundert mich das ganze natürlich nicht.. achwas tuts ja sowieso nicht !
Hier gehts aber um die Story. Und die ist ebenfalls ein wichtiger Teil eines Spiels, nur wird sie öfters vernachlässigt. Das ist aber keine Entschuldigung für eine schlechte Umsetzung der Geschichte.
Und mal ehrlich: Selbst ein Stück Brot hat mehr Persönlichkeit als der Spieler in FC2. Das hat mit Helden erstmal gar nichts zu tun. Und damit fehlt schon mal der Gegenpol zum Antagonisten, dessen Zusammenspiel eine zentrale Rolle in Herz der Finsternis spielte. Und sonst spielten mögliche Parallelen kaum Rolle im Spiel. Reine Anspielungen aufs Buch helfen niemanden, man muss die Geschichte auch umsetzen können. Da die Mehrheit kaum was davon mitbekommen hat war sie offenbar nicht sonderlich gut.
Ein "klischeehafter Antagonist" ist genau der , der gerade in FarCry3 hochgezogen wird und absolut nix mit einem genialem Charakter wie "Kurz" zutun hat. Allein wie der gute Vaas(?) schon ausschaut , jaja nette SuperstarFrisur und ein bisschen sinnloses gequassel ist auch immer super.
Versteh mich nicht falsch , der Schritt richtung FightClub ist schön und gut aber sowohl FightClub als auch Apocalypse Now oder eben Heart of Darkness verdienen eine bessere Interpretation als den "Teufelspsycho" Vaas.
Hier haben wir wohl ein Missverständnis, niemand hat HoD mit Far Cry 3 verglichen. Und ich bezweifle, das Vaas ein sonderlich überzeugender Antagonist wird.
Zu SpecOps kann ich garnichts sagen da noch nicht gespielt und wenn ich ehrlich bin hab ich auch kein großes Interesse . Mag sein das da auch was drin steckt aber ThirdPerson und lineares rumgeballer schreckt mich sofort ab, wie gesagt das Gameplay muss stimmen und das schaut bei besagtem Titel nach 0815 aus. FarCry2 zieht eben weil es wunderbare Freiheit mit sehr guter Story und Hintergrund verbindet , Kane und lynch funktioniert weil es absolut geniale Charaktäre vorzeigt . Da ist kein vorgegaukeltes dilemma vorhanden und vorallem muss der Entwickler bzw. Schreiber nicht dauernd betonen wie toll sein Charakter doch ist.
Mir ist schon klar warum FarCry 2 nicht besonders angekommen sind , die meisten leute wollen halt heile Welt und wenn man ihnen die Grenzen bzw. "das böse" was sich als gutes tarnt vorzeigt wirds gekonnt ignoriert .
Welche Freiheit hat dir FC2 denn gelassen? Die Welt war offen, es gab aber nichts zu entdecken und man hat nur Missionen abgearbeitet. In allen Dörfern waren nur feindselige Melizen und alles sah mehr oder weniger gleich aus.
Bei der Story sind wir wohl verschiedener Meinung. Ich fand sie ziemlich schlecht und konnte da nicht viel Bedeutung drin erkennen. Das Spiel hat seine Geschichte nicht konsequent erzählt, sondern geradezu im Hintergrund versteckt als ob die Entwickler nur verhindern wollten das sich irgendwer von ihr gestört fühlt oder das Gameplay auch nur im mindesten Unterbrochen wird. Und so erzählt man keine Geschichte. Wenn viele Spieler dann keine Bedeutung in etwas sehen, was für die Entwickler eine Nebensächlichkeit war, dann hat das nichts damit zutun ob ihnen die Geschichte gefällt. Wenn du dann trotzdem Spaß daran hattest ist da auch was schönes.
Bei Kane and Lynch stimmt ich dir aber voll zu. Das Spiel hatte einfach ein herrliches Zusammenspiel der Charachtere, gerade weil es sich so auf die Story konzentrierte. Da hat nicht mal das 08/15 Gameplay den Spaß gebremst.