Mit Sicherheit.sYntiq hat geschrieben:
Evtl. kommt auch in den nexten Tagen von einem Presse-/Marketingsprecher einfach ein standard "Er wurde falsch verstanden, was er in Wahrheit meint ist..." Schreiben. :)
Kommentar: Emotionslose Spielezukunft?
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- mr archer
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Re: Kommentar: Emotionslose Spielezukunft?
- Ice-H
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Kommentar
Ich finde diesen Artikel überraschend einseitig.
Ich habe den GamesIndustry Artikel und die vielen vielen Kommentare darunter ebenfalls gelesen und ich kann die laute Empörung vieler Spieler total verstehen.
Genau jene Beispiele wie in diesem Artikel hab ich auch angedacht. Genau so ging es mir auch.
Allerdings gehöre ich auch, genauso wie der Hauptteil aller Personen die diesen Artikel lesen und kommentieren werden, zu der Gruppe der Core Gamer.
Ich bin mit Spielen aufgewachsen und die oben genannten Spiele waren für mich genauso traurig wie es erwähnt wird.
Allerdings, und so sehe ich es auch, geht es hier nicht um die Perspektive des einzelnen Spielers sondern um die eines Studios welches Geld verdienen muss. Eines, dass nicht wie die "ganz Großen" das Geld einfach mal raushauen kann sondern welches wirtschaften muss.
Ein solches Studio produziert Spiele für die breite Masse - die Rede ist von AAA-Titeln.
Einen rasanten Shooter zu inszenieren: Das geht mit den heutigen Engines und der Technik sehr gut.
Aber wenn es dann um das vermitteln von Emotionen geht, die einfach mal zu knapp 90% über Mimik und Gestik kommen - dann ist man einfach mit der jetzigen Technologie massiv limitiert. Natürlich kann man rührende Geschichten erzählen - aber man beschränkt sich dann auch nur auf das technisch Machbare.
Ich finde es massiv schade, dass der Redakteur diese Thematik so einseitig betrachtet - so sehr aus Konsumer-Perspektive und zu wenig aus der eines Herstellers.
So sehr ich auch Gamer bin und so sehr mich auch diese Spielegeschichtlichen Momente, wie der Tod von Aeris', mitgenommen haben - so sehr finde ich diesen Artikel enttäuschend populistisch formuliert.
Ich habe den GamesIndustry Artikel und die vielen vielen Kommentare darunter ebenfalls gelesen und ich kann die laute Empörung vieler Spieler total verstehen.
Genau jene Beispiele wie in diesem Artikel hab ich auch angedacht. Genau so ging es mir auch.
Allerdings gehöre ich auch, genauso wie der Hauptteil aller Personen die diesen Artikel lesen und kommentieren werden, zu der Gruppe der Core Gamer.
Ich bin mit Spielen aufgewachsen und die oben genannten Spiele waren für mich genauso traurig wie es erwähnt wird.
Allerdings, und so sehe ich es auch, geht es hier nicht um die Perspektive des einzelnen Spielers sondern um die eines Studios welches Geld verdienen muss. Eines, dass nicht wie die "ganz Großen" das Geld einfach mal raushauen kann sondern welches wirtschaften muss.
Ein solches Studio produziert Spiele für die breite Masse - die Rede ist von AAA-Titeln.
Einen rasanten Shooter zu inszenieren: Das geht mit den heutigen Engines und der Technik sehr gut.
Aber wenn es dann um das vermitteln von Emotionen geht, die einfach mal zu knapp 90% über Mimik und Gestik kommen - dann ist man einfach mit der jetzigen Technologie massiv limitiert. Natürlich kann man rührende Geschichten erzählen - aber man beschränkt sich dann auch nur auf das technisch Machbare.
Ich finde es massiv schade, dass der Redakteur diese Thematik so einseitig betrachtet - so sehr aus Konsumer-Perspektive und zu wenig aus der eines Herstellers.
So sehr ich auch Gamer bin und so sehr mich auch diese Spielegeschichtlichen Momente, wie der Tod von Aeris', mitgenommen haben - so sehr finde ich diesen Artikel enttäuschend populistisch formuliert.
- mr archer
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Re: Kommentar
Das ist zynisch und ich finde dieses Argument, entschuldige bitte, erbärmlich. Denn es sagt letzlich nichts anderes als "Die Masse ist dumm". Ich finde das elitär. So einfach sollten wir es den Publishern nicht machen.Ice-H hat geschrieben: Allerdings gehöre ich auch, genauso wie der Hauptteil aller Personen die diesen Artikel lesen und kommentieren werden, zu der Gruppe der Core Gamer.
Ich bin mit Spielen aufgewachsen und die oben genannten Spiele waren für mich genauso traurig wie es erwähnt wird.
Allerdings, und so sehe ich es auch, geht es hier nicht um die Perspektive des einzelnen Spielers sondern um die eines Studios welches Geld verdienen muss. Eines, dass nicht wie die "ganz Großen" das Geld einfach mal raushauen kann sondern welches wirtschaften muss.
Ein solches Studio produziert Spiele für die breite Masse - die Rede ist von AAA-Titeln.
Außerdem stimmt es nicht. Nolans Batman - Filme sind AAA-Produkte reinsten Wassers. Und trotzdem haben sie Anspruch. Und die Masse geht hin. Es geht also sehr wohl. Übrigens auch im Videospiel: Bioshock. GTA IV. Für europäisches Verhältnisse auch Witcher 2. Und natürlich auch Mass Effect. Alles AAA. Finanziell erfolgreich. Und sicherlich nicht anspruchslos.
Zuletzt geändert von mr archer am 03.08.2012 14:06, insgesamt 3-mal geändert.
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nawarI
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Re: Kommentar: Emotionslose Spielezukunft?
Hartmanns Kommentar ist eigentlich nur ein weiterer Ruf nach einer neuen Konsole
rein grafisch ist aus der aktuellen Generation denke ich wirklich nicht mehr viel rauszuholen. Last of US, Beyond und meinet wegen Assassin's Creed 3 zeigen gute Detailverbesserungen aber nicht genug, um mit aktuellen Monster-PCs mithalten zu können. (Verständlich wenn man das Alter der aktellen Generation anschaut). jedoch hatte ich schon auf älteren Konsolengenerationen mitreißende Spiele gezockt.
Ich warte schon seit längerem darauf, dass Grafik kein Verkaufsargument im Marketing mehr sein kann - jetzt müssen sich die Macher mit Innovation, Umfang, Spielbarkeit und/oder Story punkten.
Die aktuelle Generation ist aber derart auf Grafik getrimmt, dass Hartmann halt (wie Ubisoft neulich auch) gegen die aktuelle Generation wettert, damit die reinen Grafikhuren wieder was zum Aufgeilen haben.
rein grafisch ist aus der aktuellen Generation denke ich wirklich nicht mehr viel rauszuholen. Last of US, Beyond und meinet wegen Assassin's Creed 3 zeigen gute Detailverbesserungen aber nicht genug, um mit aktuellen Monster-PCs mithalten zu können. (Verständlich wenn man das Alter der aktellen Generation anschaut). jedoch hatte ich schon auf älteren Konsolengenerationen mitreißende Spiele gezockt.
Ich warte schon seit längerem darauf, dass Grafik kein Verkaufsargument im Marketing mehr sein kann - jetzt müssen sich die Macher mit Innovation, Umfang, Spielbarkeit und/oder Story punkten.
Die aktuelle Generation ist aber derart auf Grafik getrimmt, dass Hartmann halt (wie Ubisoft neulich auch) gegen die aktuelle Generation wettert, damit die reinen Grafikhuren wieder was zum Aufgeilen haben.
- Ice-H
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Re: Kommentar: Emotionslose Spielezukunft?
Ich behaupte ja auch nicht, dass AAA-Titel keinen Anspruch haben. Es gab genug AAA-Spiele die einiges an Anspruch hatten - aber es gibt auch viele Spiele die schlecht performten weil sie nicht an die Breite Masse gehen sondern sich mit Emotionen außeinandersetzten.
Bestes Beispiel wäre jetzt, zumindest in meinen Augen, ist Spec Ops. Natürlich ist es jetzt nicht großartig geworden aber es ist ein Spiel was sich ernsthaft mit den Gefühlen der Protagonisten auseinandergesetzt hat. Aber sowas zieht einfach nicht so sehr wie ein x-tes Call of Duty.
Ich weiß das ist eine oberflächlich gehaltene Rechnung, da ich hier kein Marketingbudget mit einbeziehe - und ich sage auch nicht, dass es wirklich so ist, dass man Fotoralismus braucht.
Ich behaupte nur: Der Artikel ist deutlich zu einseitig ausgefallen. Wenn man finanziell erfolgreich sein will dann ist Gesichtsanimation für solch tiefschürfende Emtionen wie Liebe oder Trauer enorm wichtig.
Bestes Beispiel wäre jetzt, zumindest in meinen Augen, ist Spec Ops. Natürlich ist es jetzt nicht großartig geworden aber es ist ein Spiel was sich ernsthaft mit den Gefühlen der Protagonisten auseinandergesetzt hat. Aber sowas zieht einfach nicht so sehr wie ein x-tes Call of Duty.
Ich weiß das ist eine oberflächlich gehaltene Rechnung, da ich hier kein Marketingbudget mit einbeziehe - und ich sage auch nicht, dass es wirklich so ist, dass man Fotoralismus braucht.
Ich behaupte nur: Der Artikel ist deutlich zu einseitig ausgefallen. Wenn man finanziell erfolgreich sein will dann ist Gesichtsanimation für solch tiefschürfende Emtionen wie Liebe oder Trauer enorm wichtig.
- Smurfocide
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Re: Kommentar: Emotionslose Spielezukunft?
Guter Kommentar, schön auf den Punkt gebracht. Bitte übersetzen und dem Trottel von 2k-Games schicken.
- Lumilicious
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Re: Kommentar: Emotionslose Spielezukunft?
Jemand sagte es schon: Wenn ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen kann, weil das Spiel es nicht zulässt, dann ist egal, ob die Grafik Photorealistisch ist, oder aus Strichmännchen vor weißem Hintergrund besteht.
Ich denke ohnehin, dass wirklich emotionale Spiele nur als RPG (oder in meinem Fall auch noch VNs, oder halt sehr Dialoglastige Spiele im Stil von Persona oder Heavy Rain etc) realisierbar sind. Die meisten Spiele sind für mich zu kurz und bieten zu wenig Charakterentwicklung um mich an einen Charakter zu binden.
Ich denke ohnehin, dass wirklich emotionale Spiele nur als RPG (oder in meinem Fall auch noch VNs, oder halt sehr Dialoglastige Spiele im Stil von Persona oder Heavy Rain etc) realisierbar sind. Die meisten Spiele sind für mich zu kurz und bieten zu wenig Charakterentwicklung um mich an einen Charakter zu binden.
- sYntiq
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Re: Kommentar
Du spielst die falschen Spiele.Ice-H hat geschrieben:Aber wenn es dann um das vermitteln von Emotionen geht, die einfach mal zu knapp 90% über Mimik und Gestik kommen...
- Ice-H
- Beiträge: 39
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Re: Kommentar
Nee ^^ Aber der Kommentar passt ja wunderbar auf das was ich meine.sYntiq hat geschrieben:Du spielst die falschen Spiele.Ice-H hat geschrieben:Aber wenn es dann um das vermitteln von Emotionen geht, die einfach mal zu knapp 90% über Mimik und Gestik kommen...
In der Realität braucht man nicht nur Handlung und Story und Tod.
Da fühlt man sich auch mal traurig weil ein echter Mensch traurig ist und es über das Gesicht vermittelt.
Und das geht in Spielen einfach noch sehr schwierig
- crewmate
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Re: Kommentar
Ice-H hat geschrieben:Nee ^^ Aber der Kommentar passt ja wunderbar auf das was ich meine.sYntiq hat geschrieben:Du spielst die falschen Spiele.Ice-H hat geschrieben:Aber wenn es dann um das vermitteln von Emotionen geht, die einfach mal zu knapp 90% über Mimik und Gestik kommen...
In der Realität braucht man nicht nur Handlung und Story und Tod.
Da fühlt man sich auch mal traurig weil ein echter Mensch traurig ist und es über das Gesicht vermittelt.
Und das geht in Spielen einfach noch sehr schwierig
Nein. Und das ist nur ein Beispiel von Vielen.
- mr archer
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Re: Kommentar
http://www.youtube.com/watch?v=2kgZZ89mh-Qcrewmate hat geschrieben:
Nein. Und das ist nur ein Beispiel von Vielen.
- Galactus
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Re: Kommentar: Emotionslose Spielezukunft?
Sehr guter Kommentar.
Steckt die Kunst nicht darin Emotionen zu vermitteln, durch das was geschieht? Durch Story, durch gute Ausarbeitung von Dialogen etc.
Wer sein Handwerk versteht, der vermag Zuschauer zu tränen zu rühren, auch wenn ein Strichmännchen zu tode kommt.
Steckt die Kunst nicht darin Emotionen zu vermitteln, durch das was geschieht? Durch Story, durch gute Ausarbeitung von Dialogen etc.
Wer sein Handwerk versteht, der vermag Zuschauer zu tränen zu rühren, auch wenn ein Strichmännchen zu tode kommt.
- Ice-H
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Re: Kommentar
Nee ^^ Aber der Kommentar passt ja wunderbar auf das was ich meine.
In der Realität braucht man nicht nur Handlung und Story und Tod.
Da fühlt man sich auch mal traurig weil ein echter Mensch traurig ist und es über das Gesicht vermittelt.
Und das geht in Spielen einfach noch sehr schwierig[/quote]

Nein. Und das ist nur ein Beispiel von Vielen.[/quote]
Leute: Ich bin ja echt auf eurer Seite. Bitte versteht mich nicht falsch.
Ich habe gerade geschrieben, dass es "sehr schwer" ist sowas zu vermitteln. Nicht "unmöglich".
Und ich rede hier vom breiten Massenmarkt. Es gibt immer mal wieder großartige Spiele
wie jenes Silent Hill, welche solche Gefühle vermitteln können. Aber genau dafür sind sie so klasse.
Und 10x mehr solche Spiele versuchen es und scheitern. Und das kostet Geld.
Ein Silent Hill mit Fotorealismus.... wie unglaublich krass wäre das denn ? Wie viel mächtiger wäre
die Angst und die Trauer die man empfinden würde?
Ich hab bei Aeris' Tod geheult und als Zack in Crisis Core gestorben ist. Ich hab die mega Angst bei
Amnesia oder Project Zero. Aber ich finde: Als Geschäftsmann, aus der anderen Perspektive, muss man mehr in Betracht ziehen
In der Realität braucht man nicht nur Handlung und Story und Tod.
Da fühlt man sich auch mal traurig weil ein echter Mensch traurig ist und es über das Gesicht vermittelt.
Und das geht in Spielen einfach noch sehr schwierig[/quote]
Nein. Und das ist nur ein Beispiel von Vielen.[/quote]
Leute: Ich bin ja echt auf eurer Seite. Bitte versteht mich nicht falsch.
Ich habe gerade geschrieben, dass es "sehr schwer" ist sowas zu vermitteln. Nicht "unmöglich".
Und ich rede hier vom breiten Massenmarkt. Es gibt immer mal wieder großartige Spiele
wie jenes Silent Hill, welche solche Gefühle vermitteln können. Aber genau dafür sind sie so klasse.
Und 10x mehr solche Spiele versuchen es und scheitern. Und das kostet Geld.
Ein Silent Hill mit Fotorealismus.... wie unglaublich krass wäre das denn ? Wie viel mächtiger wäre
die Angst und die Trauer die man empfinden würde?
Ich hab bei Aeris' Tod geheult und als Zack in Crisis Core gestorben ist. Ich hab die mega Angst bei
Amnesia oder Project Zero. Aber ich finde: Als Geschäftsmann, aus der anderen Perspektive, muss man mehr in Betracht ziehen
- Ice-H
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Re: Kommentar
Hab ich auch durch gespielt.mr archer hat geschrieben:http://www.youtube.com/watch?v=2kgZZ89mh-Qcrewmate hat geschrieben:
Nein. Und das ist nur ein Beispiel von Vielen.
Limbo ist n klasse Indie Hit und ich liebe - sogar meine Freundin liebt es.
Aber es gibt auch genug Leute die damit garnix anfangen können
