Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

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3nfant 7errible
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von 3nfant 7errible »

Schade, dass heute alle so Geld fixiert sind, die Gamer noch schlimmer als die Publisher.
Die Frage "Wie gut ist das Spiel?" wurde schon lange von der Frage "Wie lang ist das Spiel abgelöst?"
Man hat das Gefühl Gaming ist nur noch eine Schlag die Zeit tot Beschäftigung. Gib den Leuten einen Hammer in die Hand und die Aufgabe 8 Stunden lang auf ein Stück Brett zu kloppen, das schaltet dann ein Achievement frei und die Leute sind glücklich. Hautptsache es ist schön billig.

Wo sind all die Gourmets geblieben? Wer ist noch hungrig auf den ultimativen audiovisuell-interaktiven Orgasmus-Cocktail mit feinsten Zutaten und mit Liebe zubereitet?
Nicht nur tolles Gameplay, sondern ein rundum 5 Sterne Luxus-Erlebnis höchster Qualität. Der geilste Sound, die besten Sprecher, ein Hochgenuss für die Augen, und das muss nichtmals nur technisch gemeint sein... wenn ich die Szenerie betrachte möchte ich einfach denken HOLY SHIT! da müssen ja 100 neurotische Perfektionisten 100 Jahre dran gearbeitet haben bis jedes kleine Detail perfekt sass, das Lightning perfekt war, ebenso die Kamera und die intendierte Stimmung sich im ganzen Zimmer ausbreitet. Und die auch mal mutig genug sind, ein echtes richtiges Ende zu haben, nicht immer nur diese ständigen Cliffhanger für den nächsten Teil.

Für solche Erlebnisse würde ich sogar gern mehr als den üblichen Preis ausgeben. Geld ist ja nicht die einzige Währung, Zeit ist eine andere, und die würd ich gern in was richtig gutes investieren, statt nur in irgendwas, hauptsache billig und lang.
Gaming scheint da ohnehin eine Ausnahme zu sein, in anderen Hobbies ist man viel mehr bereit auch mal ordentlich was springen zu lassen, immerhin verbringt man damit ja seine spärliche Freizeit :Häschen:

Ja, es gibt sicherlich auch positive Ausnahmen bei F2P, und solang es Spass macht ists auch noch ok, aber dennoch... selbst die riechen schon von weitem nach F2P.
Und deshalb MUSS es immer Alternativen geben. Nicht jeder möchte sich ne mexikanische Döner-Pizza beim Inder an der Ecke für zwei-fuffzich holen, sondern lieber was anständiges in einem guten Restaurant essen. :Häschen:
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brent
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von brent »

Lumilicious hat geschrieben:
Cocofang hat geschrieben:Für Spieler die nicht seit recht früh dabei sind ist LoL mitlerweile auch schonf ast p2w.
LoL wird nie P2W sein. Es gibt keine Items in LoL die man kaufen kann, die dir einen spielerischen Vorteil gewähren. DAS ist Pay 2 Win. World of Tanks (bitte lasst dieses Spiel bei Vorschlägen weg, wie ein "gutes" F2P System auszusehen hat) ist Pay 2 Win. Setz zwei gleichwertige Spieler in die 2 selben (Premium-)Panzer. einer mit Goldmunition, der andere ohne. Der mit Goldmunition wird immer einen Vorteil haben als der ohne. Sowas ist Pay 2 Win. Vor allem wird das auffällig, wenn man einen CW in WoT spielt. Ohne Goldmunition brauchst gar nicht antanzen.

Wenn ich lange brauche um alle Sachen freizuschalten, wenn ich Leuten unterlegen bin, die schon sehr lange Spielen, dann ist das kein Pay 2 Win. Davon abgesehen würde jeder LoL Neuling selbst mit Zugriff zu allen Items kein Land sehen... er beherrscht das Spiel halt nicht.

Sonst wären Spiele die ein Fortschrittssystem haben (BF3, CoD etc) auch "Pay 2 Win", weil diese Spieler auch Vorteile gegenüber neuen Spielern haben. Vor allem bei BF3, wo ein Neuling in einem Jet absolut Nutzlos ist.
Solange man aber nur Kosmetische Items und paar XP Booster im Shop kaufen kann, ist das alles eventuell auch Abzocke, aber kein Pay 2 Win.
Ein Match entscheidet sich beim Pick, aber das Thema ist sowas von gegessen.

Wie schön erwähnt, ist der Markt natürlich randvoll mit Schwarzen Schafen. Drölfmilliarden Asiagrinder, Spiele die von Anfang an so ein Konzept hatten (a propos, Diablo 3 als bestes Beispiel wie ein Spiel um eine Wirtschaftlichkeitsprognose herum gebogen werden kann) und ähnliche, aber es gibt eben auch faire Produktionen, die einen Freebie eben einschränken müssen, denn irgendwo muss der Anreiz ja herkommen, die das GW1-Modell auf DLC ausgelagert haben, wobei DLC hier nicht drei Hüte sind, sondern eben schon Content. Content, den man problemlos später kaufen kann, nachdem man so ein Spiel erstmal ausgiebig testen durfte.
Auch hier lernen die Anbieter erst noch dazu, deshalb ist es gut, wenn sich gegen die schwarzen Schafe der nötige Widerstand bildet. Die Spielerschaft sollte aber die Fairness besitzen, die Produkte im einzelnen zu testen und zu diskutieren, um die guten von den miesen zu trennen, denn nur so wird sich herauskristallisieren, welche sich als langlebig erweisen und entsprechend als Vorbildmodell für weitere Spiele ihrer Art gelten.
Wie auch sonst überall hat der Spieler hier in der Hand, wie es sich entwickelt. Hört halt auf, die miesen Diablos, Mass Effects, Dragon Age 2s und Generika Marke CoD zu kaufen, die laufen auch im F2P Sektor rum, nur sehen sie da anders aus. Der Vorteil ist, man kann reinschauen, bevor man einen großen Fehler macht. Da stützt man dann nur kurzzeitig eine unwichtige Statistik, zeigt gleichzeitig aber die Diskrepanz zwischen registrierten Usern und generierten Einnahmen, also den Erfolgsfaktor des Modells auf.
johndoe1388741
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von johndoe1388741 »

Wie man meinen bisherigen Kommentaren hier auf 4players unschwer erkennen kann, stimme ich den Beitrag vom 4players Redakteur selbstverständlich zu!


Meine Meinung zu diesen ganzen Themen:

Schaut man in Plattformübergreifenden Foren, da fällt einem sofort auf, dass wir an einem Punkt in der Videospielgeschichte angekommen sind, wo immer mehr Gamer zusammen kommen, diskutieren und vor allem Kritik ausüben. Worüber? Es geht nicht mehr darum, so wie es in der Vergangeheit meißtens der Fall gewesen ist, den persönlichen oder kollektiven Geschmack bzw. wie gut oder schlecht ein Spiel ist. Es geht leider immer mehr um folgende Themen, die Foren mittlerweile mit verärgerten Kommentaren von usern überwiegen lassen:


DLC Politik (Mikrotransaktionen)

Der Grundgedanke ist doch "eigentlich" toll, ich meine die Möglichkeit Konsolenspiele nach dem Release nachträglich mit extra Inhalten zu erweitern, oder? So wie es die Gamer schon mit den Retail-Add Ons vom PC her kannten. Leider wird dieser Grundgedanke von einfach zu vielen Publishern/Developer in der Spielebranche scharmlos und dreisst ausgenutzt, um den Käufern seit dieser Konsolen-Gen immer mehr Geld mit Mikrotransaktionen aus der Tasche zu ziehen.

Beispiele von On Disk DLCs / Disk Locked Content, Vorbesteller DLCs, DLCs die unmittelbar vor, während und nach dem Release angeboten werden, Storyrelevante DLCs, DLCs die die Spielerfahrung des Hauptspiels beeinflussen, DLCs die aus dem Hauptspiel herausgeschnitten wurden um einzelnt und in digitaler Form extra verkauft zu werden gibt es genügend. Besonders "nett" sind die DLCs welche man quasi während des Spielens an den Kopf geworfen bekommt, nach dem Motto: "Kucken ist im Preis mit imbegriffen, aber benutzen kosten extra!". Der Ingame-Store mancher Spiele tut sein übriges dazu. Um das Fass gänzlich wie ein Vulkan überlaufen zu lassen, muss man sich nur noch die Preise für digitale Inhalte (DLCs) anschauen! Das alles hat herzlichst wenig mit einigermaßen sinvoller Erweiterung oder einem richtigen Add On zu tun, absolute Ausnahmen bestätigen hier eindeutig die Regel. Die Tendenz ist, für Inhalte die man damals noch auf Konsolen freispielen konnte oder für die man bei PC-Games Gratis von Heft-CDs oder dem Internet (vom Entwickler oder Community) hinzufügen konnte, muss man heute sehr häufig überteuert extra zahlen um in diesen Genuss zu kommen. So könnte der Entwickler natürlich Zeit sparen, dass würde dem Publisher weniger Geld kosten und man lässt sich dann noch einmal für Content extra bezahlen? Gamer-Füchse warten nur noch auf eine Complete, Goty, Ultimate oder sonstige unzerschnippelte Retail-VOLL-Version oder passen sich auf Ihrer eigene Art und Weise dieser Entwicklung an.


Free2Play / Freemium (aka Pay2Win)
(Einzig Werbefinanzierte F2P Games aussen vor!)

Anders als bei Retailvollversionen, wird hier überwiegend Mikrotransaktionen und Spielabhängige Vorteile gegen Geld in den Vordergrund des Geschäftsmodells und somit des Spiels gestellt (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel). Man bekommt keine gängelfreie (Konsolen) Retailversion für sein Geld und verzichtet zum Spielen auf alle rechtlichen Vorzüge die sich aus Eigentum und Besitz ergeben würden. Hierfür soll der Gamer/Nutzer mit kostenlosem "anspielen" angefixt werden, um kleinere für Ihn und auf längerer Sicht gesehen eher unauffällige und schwer zu kontrollierende Mikrotransaktionen zu tätigen. Der tatsächliche Preis eines Vollpreis AAA-Titels kann ab einem gewissen Zeitpunkt leicht überschritten werden. Hinzu kommt, dass dieses Geschäftsmodell die Spieler selbst, abhängig von deren eigenen und bereitwillig zu zahlenden Budget ausgehend behandelt. Z.B. Spielabhängige Vorteile gegen Bezahlung, gerade in einem Online-MP ist das unfair gegenüber anderen Spielern mit weinger Budget, erkauft werden können. Hier wird der Geist des Wettkampfes und der daraus entstehende Druck auf die Teilnehmer scharmlos und dreisst ausgenutzt, um sich an diesen Menschen zu bereichern. Spielabhängige Vorteile sollten stets für alle Spieler gleichermaßen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, ansonsten gibt es keinen fairen Wettkampf.

Vergleicht man das Spielprinzip mit einem Cheater ist dort auch kein großer Unterschied mehr zu erkennen, der Kern des Prinzips, sich unfaire Vorteile gegen über anderen Spielern zu verschaffen ist im Grunde mehr als nur ähnlich. Nur wird es von dem einem Spielsystem (gegen Bezahlung bei P2W) unterstützt und von anderen Spielsystemen (wo z.B. Vorteile nicht durch Bezahlung erkauft werden können) abgelehnt.

Weitere Themen die, die nicht weniger mit negativen Emmotionen und vielen schwerwiegenden Nachteilen für Gamer behaftet sind, aber den Rahmen hier wohl sprengen würden:

Onlinezwang

Accountzwang

Only Digital Games

Cloudgaming


Ich persönlich werde diese ^^ ganzen "innovativen" an Geschäftsideen, die sich immer mehr zum Nachteil für Gamer und Konsumenten auswirken, zudem auf Gier beruhen, nicht mit meinem Geld unterstützen!

PS: Mein Kommentar spiegelt meine Meinung wieder und nicht jeder muss der selben sein.
Zuletzt geändert von johndoe1388741 am 14.07.2012 23:05, insgesamt 1-mal geändert.
Popobawa
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von Popobawa »

brent hat geschrieben: Ein Match entscheidet sich beim Pick, aber das Thema ist sowas von gegessen.
Ach echt, habe ich noch nicht gewusst. Gilt wohl nur für den 1% Nerds ohne Reallife. Für die meisten Spieler, die einfach mal spielen wollen reicht das komplette Paket sowas von. Selbst mit meiner hohen Elo Zahl sehe ich mich nur als Gelegenheitsspieler und nicht als pseudohardcore Spieler. Komisch nur das die Profis bei lol hängen geblieben sind, gerade die müssten doch aufgrund solcher Weisheiten zur Konkurrenz wechseln...
Cocofang
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von Cocofang »

Popobawa hat geschrieben:Ach echt, habe ich noch nicht gewusst. Gilt wohl nur für den 1% Nerds ohne Reallife. Für die meisten Spieler, die einfach mal spielen wollen reicht das komplette Paket sowas von. Selbst mit meiner hohen Elo Zahl sehe ich mich nur als Gelegenheitsspieler und nicht als pseudohardcore Spieler. Komisch nur das die Profis bei lol hängen geblieben sind, gerade die müssten doch aufgrund solcher Weisheiten zur Konkurrenz wechseln...
Ich glaube du bist leicht am Thema vorbei geschossen. Und als gelgenheitspieler wirds eigentlich noch schwieriger (denn als Vielspieler ist die Diskrepanz zwischen IP-gain und Contenterweiterung geringer.) Außerdem klang dein Post recht Wutentbrannt o.O

wenn p2w auf b2p trifft (ala Diablo) wirds aber nurnoch lächerlich. Fehlt eigentlich nur noch ne subscription :D
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brent
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von brent »

Popobawa hat geschrieben:
brent hat geschrieben: Ein Match entscheidet sich beim Pick, aber das Thema ist sowas von gegessen.
Ach echt, habe ich noch nicht gewusst. Gilt wohl nur für den 1% Nerds ohne Reallife. Für die meisten Spieler, die einfach mal spielen wollen reicht das komplette Paket sowas von. Selbst mit meiner hohen Elo Zahl sehe ich mich nur als Gelegenheitsspieler und nicht als pseudohardcore Spieler. Komisch nur das die Profis bei lol hängen geblieben sind, gerade die müssten doch aufgrund solcher Weisheiten zur Konkurrenz wechseln...
Die Teamaufstellung entscheidet über Sieg oder Niederlage, wenn du so "high rated" bist, solltest du das wohl wissen. Counterpicks sind stinknormal, entsprechend wichtig ist die Größe des Auswahlpools, genau da setzt das Kohlemachen an. Im übrigen sind die "Profis" nirgendwo "hängen geblieben", sonst wären die Dota-Turniere leer...
Easy Lee
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von Easy Lee »

Viele gute Beiträge sind hier zu finden. Lange Zeit hatte ich das Gefühl, dass man mit einer kritischen Sicht auf die Entwicklungen gegen eine Mauer rennt, aber langsam wird es salonfähig das alles so richtig scheisse finden zu dürfen.

Man muss es leider auch so sehen, dass das klassische Gaming nicht mehr so zieht wie früher, gleichzeitig aber immer mehr kostet. Manchmal mag es einem vorkommen als gäbe es irgendwo 'nen Geldstaubsauger, der allen Leuten die Scheine aus den Taschen saugt - Gaming ist beleibe nicht das einzige Segment in dem nichts mehr geht. Es gibt eine große mediale Übersättigung und gleichzeitig sinkenden Wohlstand für die meisten Menschen. Das ist nicht nur in Deutschland so. Die gesamten westlichen Länder haben derzeit dieses Problem. Überall muss gespart werden, Fortschritt stagniert, Konsum-Lust sinkt, DIY ist in ... was willst du da machen? Evtl. hätte die Occupy-Bewegung etwas mehr Impact vertragen können ... leider sehen viele Leute ihr Heil eher in einer neo-liberalen Opportunisten-Rolle, so dass die Welt nun voll ist mit lauter Einzelkämpfern, die sich gegenseitig bis auf den letzten Cent runterdrücken und dem allgemeinen Cash-Flow somit schaden.
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SoulJoe
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Beitrag von SoulJoe »

viva la nintendo... wenn ich mir ein spiel zulege, soll es fertig sein. zusätzliche dlc schön und gut, aber zwingend sollte es nun wirklich nicht sein. wenn die zukunft des spielens so aussehen sollte, wie sie in der kolumne geschildert wird, dann ist das eine zukunft in der ich anderen hobbys nachgehen werde.
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Cojonuri
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Beitrag von Cojonuri »

Ich muss leider darkrockerXX zustimmen. Im Moment gibt es eine Entwicklung die nicht so viele Ausgaben rechtfertigt. Trotzdem möchte ich nochmal auf das eigentliche Thema zurückkommen und sagen, dass es wirklich traurig wäre wenn diese F2P-Games DIE Zukunft wären. Zum einen sind diese Mikrotransaktionen, die bereits angesprochen wurden, einfach nur hinterhältig und gehören nicht in ein gutes Spiel und zum anderen habe ich lieber meine Spiele im Regal stehen.
Um jetzt nochmal auf ein etwas anderes Thema zu kommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, so geht es hier bei diesen F2P Spielen um Internetspiele. Doch was sollen die Leute machen, deren Internet einfach nicht ausreicht um sowas zu zocken? Diejenigen, die auf dem Land wohnen und nur sehr langsames Internet haben, haben hier eindeutig das Nachsehen.
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brent
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Beitrag von brent »

Cojonuri hat geschrieben:Ich muss leider darkrockerXX zustimmen. Im Moment gibt es eine Entwicklung die nicht so viele Ausgaben rechtfertigt. Trotzdem möchte ich nochmal auf das eigentliche Thema zurückkommen und sagen, dass es wirklich traurig wäre wenn diese F2P-Games DIE Zukunft wären. Zum einen sind diese Mikrotransaktionen, die bereits angesprochen wurden, einfach nur hinterhältig und gehören nicht in ein gutes Spiel und zum anderen habe ich lieber meine Spiele im Regal stehen.
Um jetzt nochmal auf ein etwas anderes Thema zu kommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, so geht es hier bei diesen F2P Spielen um Internetspiele. Doch was sollen die Leute machen, deren Internet einfach nicht ausreicht um sowas zu zocken? Diejenigen, die auf dem Land wohnen und nur sehr langsames Internet haben, haben hier eindeutig das Nachsehen.
Diablo 3? :3
johndoe1318996
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von johndoe1318996 »

F2P ist die größte Katastrophe die es im Spielemarkt überhaupt geben kann.

Wie von vielen hier schon gesagt stimme ich dem Artikel auch absolut zu. Ich würde aber auch noch weiter gehen. Nicht nur das man bei Spielen am Ende noch mehr zahlen muss als bei der klassischen Variante sondern die Spiele müssten ja auch auf dieses System angepasst werden. Ich stelle mir gerade ein Uncharted oder Demons Souls im Micropayment-Style vor ... das heißt ich zahle dann 2 Euro für 20.000 Seelen (in Demons Souls) um den Boss zu besiegen ... wie romantisch. Ne da kommt mir die Galle hoch.
Für mich bedeutet das mehr Müll für mehr Geld. Und das Crytek so da vorne wegprescht finde ich total übel ... und dann die Gamer noch für dumm verkaufen und ihnen erzählen wie toll das ist.
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crewmate
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von crewmate »

Erzähl mir mehr davon, wie F2P den konventionellen Spielemarkt zerstören wird. :ugly:
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casanoffi
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von casanoffi »

A.Hotzenplotz hat geschrieben: F2P ist die größte Katastrophe die es im Spielemarkt überhaupt geben kann ... Für mich bedeutet das mehr Müll für mehr Geld ... und dann die Gamer noch für dumm verkaufen und ihnen erzählen wie toll das ist.
Ich sehe das ganz anders.
Für mich persönlich ist das F2P-System eine der genialsten Erfindungen, die es seit Beginn der Videospiel-Ära gegeben hat!

Warum?
Ich versuche immer, die Dinge im Leben nicht nur von meiner Warte aus zu betrachten.
Dem entsprechend betrachte ich das F2P-System auch aus der Sicht der Hersteller und Vertreiber.
Also diejenigen, die dafür verantwortlich sind, den zahlenden Kunden zu unterhalten.

Jeder will für seine Arbeit bezahlt werden. Und das regelmäßig!

Gutes Beispiel: Der Herr der Ringe online
Turbine bietet seit über 5 Jahren Qualität, hält diesen Niveau und kann es (seit der Abnabelung von Codemasters und der Umstallung auf F2P) meiner Meinung nach sogar permanent steigern!

Seit der Umstellung auf F2P hat Turbine deutlich mehr finanzielle Möglichkeiten und steckt diese zur Entwicklung in das Spiel. Erst durch den Itemshop kamen so viele neue Features hinzu, die die Qualität des Spiels steigern. Das mögen vielleicht nicht alle so sehen, aber unterm Strich stehen Zahlen und Fakten. Und diese sprechen deutlich für das F2P-System!

Klar, dieses System funktioniert natürlich nur, wenn der Hersteller die Kohle auch wirklich in das Spiel steckt. Und da stellt HdRo sicherlich eine Ausnahme dar.

Aber es geht hier doch darum, wie es laufen sollte - und nicht, dass das System schlecht sei, nur weil viele damit schlecht umgehen.....
Deshalb halte ich F2P für ein gutes System - auch wenn die Bezeichnung an sich natürlich unterm Strich sehr ironisch ist. Es sollte wohl eher Free-to-try heißen...

Worin liegt denn der Nachteil an diesem System?
Dass es Geld kostet, obwohl die Bezeichnung etwas anderes suggeriert?
Mag sein.

Unterhaltung kostet Geld. That´s life, deal with it...
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brent
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von brent »

crewmate hat geschrieben:Erzähl mir mehr davon, wie F2P den konventionellen Spielemarkt zerstören wird. :ugly:
Ja, manche scheinen da richtig tief in der Materie zu sein. :Hüpf:
Gast
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Re: Kommentar: Free-to-play: Die teure Zukunft

Beitrag von Gast »

Was man aber nicht vergessen darf: Das F2P-Modell lockt derzeit einfach mehr Spieler an, als das klassische B2P-Modell, was gerade für ansonsten weniger populäre MP-Titel eine enorme Stütze darstellt.
Nehmen wir als Beispiel einfach einmal Hawken: Der Mech-Actioner sollte ursprünglich ein auf etwa 20-30€ angesetzter Steam-Titel werden - nur wurde quasi auf F2P zwangsumgesattelt, nachdem die Entwickler sahen, mit wie wenigen Spielern sich derzeit eigentlich ziemlich gute MP-Shooter wie Nuclear Dawn und S8: Prejudice rumschlagen dürfen, das ist kein gutes Geschäft für Spieler wie auch Entwickler.
Ähnliches Spiel bei Blacklight: Tango Down: Den ersten Teil, den es für 15€ auf Steam gab, zockte niemand, also wurde der zweite F2P.

Ganz ehrlich, mir wäre das klassische B2P-Modell auch lieber, aber letztlich möchte ich doch ungern auf leeren Servern spielen.