IBM mit OS/2, welches massiv als Consumer-OS beworben wurde. Ein MS Office hatte anfänglich starke Konkurrenz durch Word Perfect oder Lotus 1-2-3 im Bereich Tabellenkalkulation. OS/2, Word Perfect oder Lotus waren durch die Bank weg BESSERE Produkte als die jeweiligen Windows-Gegenstücke. Aber wer ist heute übrig geblieben? Derjenige, der besser verkauft hat. Microsoft.The Incredible Hojo hat geschrieben:Welche Konkurrenz zum damaligen Zeitraum? UNIX?Kajetan hat geschrieben: Oder nehmen wir als bestes Beispiel Microsoft. Bill Gates zählt nicht zu den reichsten Menschen dieses Planeten, weil er so ein toller Programmierer war, sondern weil er im Gegensatz zur Konkurrenz besser wusste, wie man Software vermarkten und verkaufen muss.
Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlaubt
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- Kajetan
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
wie jetzt, du machst eine analyse ohne dich zu fragen ob deine kundschaft überhaupt geld hat um dein produkt zu bezahlen? und das gerade obwohl du davon ausgehen musstest, dass es selbstverständlich umsonst runtergeladen wird?The Incredible Hojo hat geschrieben:Zielgruppenanalyse heisst, sich Gedanken zu machen, wer mein Produkt brauchen kann, wen spreche ich an, nicht, ob die zahlen würden.
is ja so als wenn du in somalia luxusgüter anbietest, frei nach dem motto: klar können die das produkt gebrauchen, aber ob sie bezahlen können spielt keine rolle!
und das soll nicht naiv bzw. unvorbereitet sein?
greetingz
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Was nichts damit zu tun hatte, dass MS den besseren Deal mit den PC-Herstellern und Verkäufern gemacht hat? Ich will ja MS das gute Marketing nicht absprechen, aber hier geht es um ein Oligopol, das ist was völlig anderes. Wenn ich dann die entscheidenden Hebel umlege, damit Hinz und Kunz mein Produkt erstmal standardmäßig mitkaufen, wenn sie was anderes holen, dann bin ich in einer ganz anderen Situation. Für meinen Fall hätte das geheißen, jedem Studenten beim Notebookkauf dazu zu verdonnern, einen Rechner mit meiner Software drauf zu kaufen. Und nach zehn Nutzungen geht auch der Internet Explorer nicht mehr. Hätte mir aber auch nichts gebracht, denn zum Freischalten benötigt man ja nur eine Seriennummer, die man als keygen runterladen kann.
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Tatsächlich spielt bei der Zielgruppendefinition die Kaufkraft KEINE Rolle. Wie gesagt, da geht es nur um die Frage "Für wen mache ich das Produkt". Habe ich eine Gruppe definiert, kann ich auswerten, wie groß in Anzahl diese ist. Erst bei der Frage der Preispolitik kommt man auf die Frage "Kann sich meine Zielgruppe das leisten?" zurück. Und entweder du kalkulierst vorwärts, rechnest deine Kosten ein und verlangst einen Preis x, bei dem du hoffst, das er bezahlt wird oder du muss von einem Preis ausgehen, der vom Markt, genauer deiner Zielgruppe, akzeptiert wird und rechnest zurück. Am Ende hast du Betrag y, der dir sagt, wie teuer die Herstellung deines Produktes sein darf.leifman hat geschrieben:wie jetzt, du machst eine analyse ohne dich zu fragen ob deine kundschaft überhaupt geld hat um dein produkt zu bezahlen? und das gerade obwohl du davon ausgehen musstest, dass es selbstverständlich umsonst runtergeladen wird?The Incredible Hojo hat geschrieben:Zielgruppenanalyse heisst, sich Gedanken zu machen, wer mein Produkt brauchen kann, wen spreche ich an, nicht, ob die zahlen würden.
is ja so als wenn du in somalia luxusgüter anbietest, frei nach dem motto: klar können die das produkt gebrauchen, aber ob sie bezahlen können spielt keine rolle!
und das soll nicht naiv bzw. unvorbereitet sein?
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Und 10,00 EUR für ein Lernprogramm, das den kompletten Stoff eines Studiengangs umfasst, ist selbst für Studenten meiner Meinung nach nicht zu viel gewesen. Sind ein Bruchteil der Bücherpreise gewsen, die man dafür brauchte. Es wäre sogar steuerlich absetzbar gewesen...
Aber wenn die "Konkurrenz" 0,00 EUR nimmt, warum 10,00 bezahlen?
- danke15jahre4p
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
"Beispiel für eine sehr konkrete ZielgruppendefinitionThe Incredible Hojo hat geschrieben:Tatsächlich spielt bei der Zielgruppendefinition die Kaufkraft KEINE Rolle.
Die Zielgruppe für Beamer in Deutschland umfasst geschlechtsneutral internationale Marktteilnehmer im Alter von 28 bis 48 Jahren mit einem verfügbaren Jahreseinkommen ab ca. 20.000 Euro..."
quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zielgruppe
bei der findung der zielgruppe die kaufkraft nicht zu berücksichtigen ist doch mehr als fahrlässig und die preispolitik leitet dich dann von der zielgruppe ab!
greetingz
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Das ist ein Beispiel für eine "sehr konkrete Zielgruppendefinition", abgesehen davon, dass knapp die Hälfte der Beschreibung fehlt.
Entscheidend für ein Projekt zu einem Produkt ist das Ziel, sprich, warum beginnen wir überhaupt, für wen beginnen wir überhaupt. Du musst erst feststellen, ob es für das Produkt, das du planst, überhaupt Abnehmer gibt, hierbei ist die Kaufkraft ERSTMAL irrelevant. Denn wenn du keine Gruppe definieren kannst, die dein Produkt benötigt, brauchst du dir keine Gedanken machen, ob sie es sich leisten kann. Zumal du am Anfang gar nicht weisst, was es kosten soll/muss. Habe ich eine möglichst homogene Gruppe definiert, gibt es eine erste Vorkalkulation, was das Projekt kosten soll. Daraus ergibt sich ein etwaiger Marktwert. Passt der mit meiner Zielgruppe überein, kann geplant werden.
Aber nochmal: Ob sich meine Zielgruppe mein Produkt leisten kann, ist zu Beginn oft nich geklärt, weil man erstmal klären muss, ob es eine Zielgruppe gibt, die mein Produkt anspricht. Nehmen wir den Artikel von Wikipedia, den so schön kopiert hast:
Wenn das Schild mit der Studenten-Tüte in einer Stadt steht, in der es keine Studenten gibt, kannst du 1,00 EUR drauf schreiben, passieren wird nichts. Denn dir fehlt die Zielgruppe. Da ist es egal, ob sich Studenten statistisch gesehen mit ihrer Kaufkraft die Tüte für 1,00, 2,00 oder 8,00 EUR leisten können.
Entscheidend für ein Projekt zu einem Produkt ist das Ziel, sprich, warum beginnen wir überhaupt, für wen beginnen wir überhaupt. Du musst erst feststellen, ob es für das Produkt, das du planst, überhaupt Abnehmer gibt, hierbei ist die Kaufkraft ERSTMAL irrelevant. Denn wenn du keine Gruppe definieren kannst, die dein Produkt benötigt, brauchst du dir keine Gedanken machen, ob sie es sich leisten kann. Zumal du am Anfang gar nicht weisst, was es kosten soll/muss. Habe ich eine möglichst homogene Gruppe definiert, gibt es eine erste Vorkalkulation, was das Projekt kosten soll. Daraus ergibt sich ein etwaiger Marktwert. Passt der mit meiner Zielgruppe überein, kann geplant werden.
Aber nochmal: Ob sich meine Zielgruppe mein Produkt leisten kann, ist zu Beginn oft nich geklärt, weil man erstmal klären muss, ob es eine Zielgruppe gibt, die mein Produkt anspricht. Nehmen wir den Artikel von Wikipedia, den so schön kopiert hast:
Wenn das Schild mit der Studenten-Tüte in einer Stadt steht, in der es keine Studenten gibt, kannst du 1,00 EUR drauf schreiben, passieren wird nichts. Denn dir fehlt die Zielgruppe. Da ist es egal, ob sich Studenten statistisch gesehen mit ihrer Kaufkraft die Tüte für 1,00, 2,00 oder 8,00 EUR leisten können.
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Fiddlejam
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Leute, was ist das für eine Mentalität?
Darf man sich hier ernsthaft dafür abstrafen lassen, für sein Produkt Geld zu verlangen?
Ganz ehrlich, "der Marketingplan ist nicht auf die Zielgruppe abgestimmt gewesen, also sind Kopien zu erwarten und hinzunehmen" ist ja wohl eines der dümmsten Argumente seit "das technische Zeitalter erlaubt Kopieren, also muss es auch legal sein".
Ernsthaft, ich will mir gar nicht ausmalen, wie das aussehen soll, wenn es auf die Realität übertragen wird - "ich habe ihn ermordet, na und? Er hat sich halt nicht genug gewehrt." (wobei es nach eurer Logik eher hieße "er hat sich ja auch gewehrt, andernfalls hätte ich ihn bestimmt nicht verletzt. Es gibt keine Beweise dafür oder dagegen!")
Darf man sich hier ernsthaft dafür abstrafen lassen, für sein Produkt Geld zu verlangen?
Ganz ehrlich, "der Marketingplan ist nicht auf die Zielgruppe abgestimmt gewesen, also sind Kopien zu erwarten und hinzunehmen" ist ja wohl eines der dümmsten Argumente seit "das technische Zeitalter erlaubt Kopieren, also muss es auch legal sein".
Ernsthaft, ich will mir gar nicht ausmalen, wie das aussehen soll, wenn es auf die Realität übertragen wird - "ich habe ihn ermordet, na und? Er hat sich halt nicht genug gewehrt." (wobei es nach eurer Logik eher hieße "er hat sich ja auch gewehrt, andernfalls hätte ich ihn bestimmt nicht verletzt. Es gibt keine Beweise dafür oder dagegen!")
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.asm
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Und das ist einer der dümmsten Vergleiche, die ich hier gesehen habe....Fiddlejam hat geschrieben: Ernsthaft, ich will mir gar nicht ausmalen, wie das aussehen soll, wenn es auf die Realität übertragen wird - "ich habe ihn ermordet, na und? Er hat sich halt nicht genug gewehrt." (wobei es nach eurer Logik eher hieße "er hat sich ja auch gewehrt, andernfalls hätte ich ihn bestimmt nicht verletzt. Es gibt keine Beweise dafür oder dagegen!")
Außerdem wer behauptet denn, dass das (schwarz)kopieren legal sei, weil es möglich ist. Es wird nur eben in der "Realität" gemacht, wenn man so will ein, wenn auch illegal, Teil des Marktes.
Soll Hojo dagegen vorgehen, nach seiner Aussage kannte er sogar Professoren/Studenten, die eine illegale Kopie hatten. Da hat er ja schonmal Leute, gegen die er gerichtlich vorgehen kann (wenn nicht schon geschehen).
- danke15jahre4p
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
@The Incredible Hojo
angenommen du hättest eine software für yachtbesitzer entwickelt um ganz einfach per laptop den dieselverbrauch von nizza nach barcelona zu berechnen!
und diese software hättest du nicht zum "freien" download für leute angeboten die a) im durchschnitt eher weniger geld haben und b) sich mit computern auskennen, sondern hättest diese software in der größten yachtzeitschrift europas vermarktet!
denkst du dann nicht, dass du größeren umsatz hättest generieren können?
wie in jedem anderem markt musst du dein produkt wohlbedacht planen und "richtig" platzieren und dann kannst du auch geld verdienen unabhängig ob mit oder ohne DRM!
mal ganz ehrlich, du machst eine software die sich an studenten richtet und bietest die möglichkeit zum einfachen download, was erwartest du?
wieso nimmst du die anzahl von 40.000 "kopien" deiner software nicht als bewerbungsgrundlage und bewirbst dich damit bei nem großen softwareentwickler?
die reichweite deiner software beeindruckt sicherlich den ein oder anderen arbeitgeber und du kannst doch auf nen job hoffen der dich die karriereleiter weiter hochsteigen lässt!
das wäre auch nur einer der vielen wechselwirkungen die auch durch "kopien" zustanden kommen, nämlich werbung!
nur soviel, ich kann in meinem job auch keine moral erwarten, aber anstatt darauf zu hoffen, suche ich nach möglichkeiten an mein geld zu kommen, alles andere ist verschwendete zeit!
@Fiddlejam
es sucht doch garkeiner gründe die für raubkopien sprechen, ganz im gegenteil, ich beachte raubkopien sogar weniger als du!
und ich wünschte so manche publisher/entwickler würde sich ebenso wenig gedanken um drm machen wie ich, weil dann besteht die hoffnung, dass neue ideen und konzepte hervorkommen die gekauft werden!
greetingz
angenommen du hättest eine software für yachtbesitzer entwickelt um ganz einfach per laptop den dieselverbrauch von nizza nach barcelona zu berechnen!
und diese software hättest du nicht zum "freien" download für leute angeboten die a) im durchschnitt eher weniger geld haben und b) sich mit computern auskennen, sondern hättest diese software in der größten yachtzeitschrift europas vermarktet!
denkst du dann nicht, dass du größeren umsatz hättest generieren können?
wie in jedem anderem markt musst du dein produkt wohlbedacht planen und "richtig" platzieren und dann kannst du auch geld verdienen unabhängig ob mit oder ohne DRM!
mal ganz ehrlich, du machst eine software die sich an studenten richtet und bietest die möglichkeit zum einfachen download, was erwartest du?
wieso nimmst du die anzahl von 40.000 "kopien" deiner software nicht als bewerbungsgrundlage und bewirbst dich damit bei nem großen softwareentwickler?
die reichweite deiner software beeindruckt sicherlich den ein oder anderen arbeitgeber und du kannst doch auf nen job hoffen der dich die karriereleiter weiter hochsteigen lässt!
das wäre auch nur einer der vielen wechselwirkungen die auch durch "kopien" zustanden kommen, nämlich werbung!
nur soviel, ich kann in meinem job auch keine moral erwarten, aber anstatt darauf zu hoffen, suche ich nach möglichkeiten an mein geld zu kommen, alles andere ist verschwendete zeit!
@Fiddlejam
es sucht doch garkeiner gründe die für raubkopien sprechen, ganz im gegenteil, ich beachte raubkopien sogar weniger als du!
und ich wünschte so manche publisher/entwickler würde sich ebenso wenig gedanken um drm machen wie ich, weil dann besteht die hoffnung, dass neue ideen und konzepte hervorkommen die gekauft werden!
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Hanf4Free
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Kommentar
hahaha und wie soll der user das jetzt umsetzten??DIe ganze EUlas von Origin und EA sind in EUROPA gesetzeswiederig!!Und stehn die bullen auf ihrer schwelle??nee-aber rauch nen JOINT und du bist ein Krimineler -FU!!!
- Wigggenz
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Re: Kommentar
1. Dann emigrier nach Holland.Hanf4Free hat geschrieben:hahaha und wie soll der user das jetzt umsetzten??DIe ganze EUlas von Origin und EA sind in EUROPA gesetzeswiederig!!Und stehn die bullen auf ihrer schwelle??nee-aber rauch nen JOINT und du bist ein Krimineler -FU!!!
2. Schreiben funktioniert besser wenn man die Tastatur nicht mit seinen Fäusten bearbeitet.
- The Incredible Hojo
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
@leifman
ist ja nicht so, als hätte ich aus dieser Sache meine Lehren gezogen, siehe Beitrag USB-Dongle. Bin aber froh, dass ich heute damit nichts mehr zu tun habe.Natürlich hat sich auch da was darüber entwickelt, aber es diente hier als Beispiel, dass eben doch eine Kopiermentalität nach dem Motto "geht doch, warum kaufen?" Umsätze verhindern kann. Ich behaupte nicht, dass man Kopien generell verhindern kann. Ich behaupte nicht, dass Kopien nicht zum Markt dazu gehören. Ich behaupte auch nicht, dass sich die 40.000, die das Programm nutzten, auch bei besserem DRM 40.000 Leute das Programm gekauft hätten (wäre aber schön gewesen...). ABER: ich habe es ja bei einem anderen Programm gesehen, dass es mehr Käufer gab, die bezahlt haben, sogar einen höheren Preis - bei gleicher Zielgruppe. Am Ende des Tages blieb mir so mehr Einnahmen, mehr Ertrag.
Ich bin ja realistisch, dass Kopien nie verhindert werden können, die gibt es eben. Ebenso wie es immer Diebstähle, Plagiate, Einbrüche, Morde und Casting-Shows geben wird, kann keiner verhindern.
Ich sage auch nicht, dass man diese KOMPLETT aus der Welt geschafft bekommt, aber ich kann Maßnahmen anwenden, die diesen Umstand eindämmen, verringern oder mindern. Keiner sagt "mit Maßnahme x oder y ist das Problem gelöst", aber gemindert. Wenn meine Forderung "höhere Aufklärungsrate und 2.000 EUR Strafe" umgesetzt würde, wird es immer noch Kopierer und Sauger geben. Nur wenn mehrmals im Jahr Fälle von solchen Strafen bekannt werden, werden Kopien abnehmen, weil eben der Status sich verändert. "Gelegenheitssauger" werden abspringen, weil ihnen das Ding zu heikel ist. Kaufen dann die, die abgesprungen sind und nicht mehr saugen? Nein, nicht alle. Aber ein Prozentsatz x, die unbedingt das Spiel haben wollen, aber eben nicht mehr umsonst dran kommen. Beweise? Hypothesen kann keiner beweisen. Genauso kann man nicht beweisen, dass Sauger grundsätzlich NICHT kaufen, auch Hypothese, weil man nicht alle kennt.
Es als Kampf gegen Windmühlen ansehen ist natürlich eine Betrachtung der Dinge. Die Frage ist dann für mich, wohin das weitergeht. Wenn ich Saugen legitimiere und es als gegeben hinnehme, wenn ich als Firma das als zwingende Randerscheinung sehe und eben dann auf DRM verzichte, werden meine Titel noch mehr gesaugt, ob gut oder nicht. Wenn dann schon den Firmen das Thema wurscht ist, wird es quasi legitimiert, das heisst dann "saugt doch. Interessiert uns nicht. Können wir sowieso nicht verhindern." Dann würde die Zahl der gesaugten Spiele nochmal zunehmen. Das ist nicht realitätsfern sondern logische Konsequenz. Die, die bis dahin bezahlt haben, würden dann eher zum Download greifen, weil es ja quasi durch die Firma legitimiert wurde. Und wenn schon der Hersteller selbst sagt, es ist im egal, weil er nichts gegen machen kann, sondern sich auf die Leute konzentriert, die Spiele kaufen wollen - was ist denn das für eine Zielgruppenanalyse? Menschen von 18-49, die lieber Geld ausgeben, als es umsonst zu holen?
Von verhindern habe ich nie gesprochen, aber ignorieren kann man das Thema auch nicht. Die Welt wird sich in dem Zustand von Saugern weiterdrehen, mir auch klar. Aber ich muss nicht auch noch dem letzten Tür und Tor öffnen, ein Produkt, das er sich wünscht, umsonst zu besorgen und parallel versuchen, Geld dafür zu verlangen.
Kommt mal bitte aus eurem Universum heraus, in dem Menschen so moralisch sind, dass sie Geld ausgeben, wenn sie es problemlos umsonst bekommen können. Mir wird dann immer "Moralapostel" vorgeworfen, wenn ich so an den Anstand appelliere...
ist ja nicht so, als hätte ich aus dieser Sache meine Lehren gezogen, siehe Beitrag USB-Dongle. Bin aber froh, dass ich heute damit nichts mehr zu tun habe.Natürlich hat sich auch da was darüber entwickelt, aber es diente hier als Beispiel, dass eben doch eine Kopiermentalität nach dem Motto "geht doch, warum kaufen?" Umsätze verhindern kann. Ich behaupte nicht, dass man Kopien generell verhindern kann. Ich behaupte nicht, dass Kopien nicht zum Markt dazu gehören. Ich behaupte auch nicht, dass sich die 40.000, die das Programm nutzten, auch bei besserem DRM 40.000 Leute das Programm gekauft hätten (wäre aber schön gewesen...). ABER: ich habe es ja bei einem anderen Programm gesehen, dass es mehr Käufer gab, die bezahlt haben, sogar einen höheren Preis - bei gleicher Zielgruppe. Am Ende des Tages blieb mir so mehr Einnahmen, mehr Ertrag.
Ich bin ja realistisch, dass Kopien nie verhindert werden können, die gibt es eben. Ebenso wie es immer Diebstähle, Plagiate, Einbrüche, Morde und Casting-Shows geben wird, kann keiner verhindern.
Ich sage auch nicht, dass man diese KOMPLETT aus der Welt geschafft bekommt, aber ich kann Maßnahmen anwenden, die diesen Umstand eindämmen, verringern oder mindern. Keiner sagt "mit Maßnahme x oder y ist das Problem gelöst", aber gemindert. Wenn meine Forderung "höhere Aufklärungsrate und 2.000 EUR Strafe" umgesetzt würde, wird es immer noch Kopierer und Sauger geben. Nur wenn mehrmals im Jahr Fälle von solchen Strafen bekannt werden, werden Kopien abnehmen, weil eben der Status sich verändert. "Gelegenheitssauger" werden abspringen, weil ihnen das Ding zu heikel ist. Kaufen dann die, die abgesprungen sind und nicht mehr saugen? Nein, nicht alle. Aber ein Prozentsatz x, die unbedingt das Spiel haben wollen, aber eben nicht mehr umsonst dran kommen. Beweise? Hypothesen kann keiner beweisen. Genauso kann man nicht beweisen, dass Sauger grundsätzlich NICHT kaufen, auch Hypothese, weil man nicht alle kennt.
Es als Kampf gegen Windmühlen ansehen ist natürlich eine Betrachtung der Dinge. Die Frage ist dann für mich, wohin das weitergeht. Wenn ich Saugen legitimiere und es als gegeben hinnehme, wenn ich als Firma das als zwingende Randerscheinung sehe und eben dann auf DRM verzichte, werden meine Titel noch mehr gesaugt, ob gut oder nicht. Wenn dann schon den Firmen das Thema wurscht ist, wird es quasi legitimiert, das heisst dann "saugt doch. Interessiert uns nicht. Können wir sowieso nicht verhindern." Dann würde die Zahl der gesaugten Spiele nochmal zunehmen. Das ist nicht realitätsfern sondern logische Konsequenz. Die, die bis dahin bezahlt haben, würden dann eher zum Download greifen, weil es ja quasi durch die Firma legitimiert wurde. Und wenn schon der Hersteller selbst sagt, es ist im egal, weil er nichts gegen machen kann, sondern sich auf die Leute konzentriert, die Spiele kaufen wollen - was ist denn das für eine Zielgruppenanalyse? Menschen von 18-49, die lieber Geld ausgeben, als es umsonst zu holen?
Von verhindern habe ich nie gesprochen, aber ignorieren kann man das Thema auch nicht. Die Welt wird sich in dem Zustand von Saugern weiterdrehen, mir auch klar. Aber ich muss nicht auch noch dem letzten Tür und Tor öffnen, ein Produkt, das er sich wünscht, umsonst zu besorgen und parallel versuchen, Geld dafür zu verlangen.
Kommt mal bitte aus eurem Universum heraus, in dem Menschen so moralisch sind, dass sie Geld ausgeben, wenn sie es problemlos umsonst bekommen können. Mir wird dann immer "Moralapostel" vorgeworfen, wenn ich so an den Anstand appelliere...
- mr archer
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Und mit einem Satz reisst Du alles wieder ein. Dein eigenes Beispiel: die Witcher-Spiele. Beide deutlich in der Gewinnzone. Ohne DRM. Und von einem Entwickler, den ich nicht ein einziges Mal in einem öffentlichen Statement über Saug-Kopien habe klagen hören. Offensichtlich funktioniert die Erziehung doch bei einer ganzen Menge von Leuten. Es ist falsch, sich immerzu auf die Arschlöcher zu fokussieren. Das Leben kann viel stressfreier sein, wenn man sich auf die Netten beschränkt. Im Fall von CD Project zumindest klappt das bisher ganz gut.The Incredible Hojo hat geschrieben: Kommt mal bitte aus eurem Universum heraus, in dem Menschen so moralisch sind, dass sie Geld ausgeben, wenn sie es problemlos umsonst bekommen können. Mir wird dann immer "Moralapostel" vorgeworfen, wenn ich so an den Anstand appelliere...
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johndoe702031
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Man sollte aber fairerweise dazusagen, dass sich CDP doch sehr deutlich über Raubkopierer beschwert haben, insbesondere über die "Umsonst Mentalität" und die Unverschämtheit, dass die Leute ihren fehlenden DRM als Einladung zum Raubkopieren missverstanden haben (und damit leider genau das, was Hojo hier anzusprechen versucht).mr archer hat geschrieben:Und von einem Entwickler, den ich nicht ein einziges Mal in einem öffentlichen Statement über Saug-Kopien habe klagen hören.
Zitat von der 4P-News: "Der Umstand, dass man gegen Kopierschutzmaßnahmen ist, bedeute schließlich nicht, dass man das illegale Kopieren der eigenen Spiele in irgendeiner Form gutheißen würde. [...] CD Projekt betont nochmal, dass man entschieden gegen illegale Kopien sei."
Daraufhin folgte prompt die Abmahnwelle. Die wurde dann zwar schnell eingestellt, was ihnen anzurechnen ist, aber man sollte es nicht so drehen, als seien CDP die Sauger im Prinzip scheißegal. Dennoch für mich nach wie vor ein Entwickler, der bei diesem Thema die richtige Blickrichtung hat, nämlich auf den zahlenden, beeinflussbaren, "legalen" Kunden gerichtet.
- The Incredible Hojo
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Meine Aussage: Nicht jeder, der auf DRM verzichtet, geht den Bach runter und macht Verluste. Er kann sogar Gewinn machen. Widerspricht sich nicht. Aber die Aussage "alle Sauger würden kaufen, würde man Kopien unterbinden" ist genauso falsch wie "kein Sauger würde kaufen, würde man Kopien unterbinden"mr archer hat geschrieben:Und mit einem Satz reisst Du alles wieder ein. Dein eigenes Beispiel: die Witcher-Spiele. Beide deutlich in der Gewinnzone. Ohne DRM. Und von einem Entwickler, den ich nicht ein einziges Mal in einem öffentlichen Statement über Saug-Kopien habe klagen hören. Offensichtlich funktioniert die Erziehung doch bei einer ganzen Menge von Leuten. Es ist falsch, sich immerzu auf die Arschlöcher zu fokussieren. Das Leben kann viel stressfreier sein, wenn man sich auf die Netten beschränkt. Im Fall von CD Project zumindest klappt das bisher ganz gut.The Incredible Hojo hat geschrieben: Kommt mal bitte aus eurem Universum heraus, in dem Menschen so moralisch sind, dass sie Geld ausgeben, wenn sie es problemlos umsonst bekommen können. Mir wird dann immer "Moralapostel" vorgeworfen, wenn ich so an den Anstand appelliere...
