The Incredible Hojo hat geschrieben:Was gegen Sauger helfen würde?
NICHTS! Nichts hilft gegen Sauger.
Man muss endlich damit aufhören ums Verrecken in Saugern ein Problem sehen zu wollen. Seit mehr als 30 (!) Jahren hat man es nicht geschafft hat einen Beweis für die angebliche Schädlichkeit von Schwarzkopien zu liefern. Warum also sollte ich mich mit diesen Leuten beschäftigen?
Es ist eine fundamentale Eigenschaft digitaler Information, dass sie schnell und leicht kopierbar ist. Kopien lassen sich nicht verhindern. Man muss lernen damit zu leben. Man muss lernen Kopien zu ignorieren. Man muss als Anbieter lernen, dass es scheissegal ist, dass es überhaupt keine Rolle spielt, ob viele oder wenige meine Inhalte für lau beziehen, denn auf die kommt es nicht an. Es kommt nur darauf an, wieviele Leute ich zu einer freiwilligen (!) Geldausgabe überreden kann, selbst wenn sie den Inhalt für lau bekommen könnten.
Und jetzt kommt das Schöne an Videospielen: Die emotionale Bindung zwischen Spieler und Spiel bietet den perfekten Ansatzpunkt, um mit einem Produkt, welches man kostenlos bekommen kann, TROTZDEM genügend Umsatz erzeugen kann, um davon ordentlich Gewinn zu machen. Wenn man das verstanden hat, dann kümmert man sich nicht mehr um irgendwelche Kopien. Dann kümmert man sich nur noch darum, dem potentiellen Kunden ein möglichst attraktives Angebot zu machen, damit dieser freiwillig Geld ausgibt, auch wenn er alles für umme haben kann.
DAS ist die Art und Weise, wie man im Digitalen Zeitalter gute Geschäfte macht. Nicht künstlich Zäune errichten, sondern dem Kunden a) das Kaufen so einfach wie möglich machen und b) ihn für den Kauf belohnen und nicht bestrafen, damit er beim nächsten Mal wiederkommt und vielleicht sogar ein paar Freunde mitbringt.
So bietet Valve dem Kunden jede Menge zusätzliche Features wie Achievements und Community-Funktionen und eine sehr, SEHR bequeme und einfache Art Inhalte zu erwerben. Bei Valve ist nach eigener Aussage keine Rede mehr von Kopien. Steam als Kopierschutz ist ja auch ein Witz. Valve hat verstanden, wie man die Kunden mit positiven Merkmalen an sich binden kann. So sehr, dass es genug Steam-Kunden gibt, die mittlerweile nur noch via Steam Spiele kaufen wollen.
Mit Zwang erreicht man dies nicht. Nur mit einer hohen Attraktivität und viel positivem, konstruktivem Handeln. Steam ist megaerfolgreich. GOG.com mit ihrer ausdrücklichen Anti-DRM-Politik ist mittlerweile so erfolgreich, dass man sich in den kommenden Jahren als überzeugende Alternative zu Steam etablieren kann. Und zwar nicht nur mit alten Titeln aus der DOS-Ära, sondern mit aktuellen Indie-Spielen und nicht ganz so alten Spielen der Majors. Ubisoft ist dabei interessanterweise derjenige Major Publisher, der als erster damit angefangen auch halbwegs aktuelle Spiele wie Assassins Creed auf GOG.com verfügbar zu machen. Ohne Ubi-DRM
Ja, natürlich gibt es viele GOG-Packages auch als Schwarzkopie. Aber das ist scheissegal, weil die Geschäfte gut laufen, weil man genügend zahlende Kundschaft hat. Und nur darauf kommt es an.