Ja, gut überzeugt. Ihr habt recht.reeBdooG hat geschrieben:Valve hat damit nix zu tun, die Publisher bestimmen die Preise. Und die werden ganz sicher nicht wollen dass die Spiele ausm Regal verschwinden.mr archer hat geschrieben: Was hindert denn Valve daran, es auf die Kraftprobe ankommen zu lassen? Da ist wohl nicht nur eine Seite ein bisschen ängstlich.
Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlaubt
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Retail wird nie aussterben, das ist klar. Retail ist auch nach wie vor größer als der rein Digitale Vertrieb. Immerhin wurden 2009 knapp 2 Millionen Spiele mehr in Retail Läden erworben, als Online (23,5m Retail vs 21.5 Online). Mittlerweile ist der Onlinemarkt größer als Retail (auf dem PC). Bei Musik ist es dasselbe... Retail spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Online verdienen die Labels mittlerweile sehr viel mehr.The Incredible Hojo hat geschrieben:Hat man schon bei Musik gesagt, als napster und audiogalaxy aufkam. Und heute? Markt gesundgeschrumpft, CDs werden weiter gekauft, Talsohle erreicht, manche machen sogar Umsatz und Mengenplus bei CDs. Thema Vynil? Danke!
...
Aber auch hier nicht von sich auf das Universum schließen: Nur weil man selber kaum noch zum Händler trottet, stellen das Millionen von Käufern nicht automatisch auch ein.
Die Statistiken über die letzten Jahre sprechen eine deutliche Sprache. Der Digitale Vertrieb ist sehr stark am Wachsen. Steam verzeichnet jedes Jahr einen Umsatzanstieg von mehreren 100%.
Mirabai schließt hier nicht nur von sich auf andere. Es ist nun einmal so, dass der Vertieb, vor allem auf dem PC(!), immer weiter ins web rutscht.
- The Incredible Hojo
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
teilweise Möööp.
Wie bei der Sauger-Argumentation, dass nicht jeder Downloader ein Spiel kaufen würde, rennt auch nicht jeder Online-Kunde in den Laden, wenn es online nicht geht. Es gibt natürlich Abwanderung, auch z.T. massiv, aber der große Erfolg kommt durch die Bequemlichkeit der Kunden, die eben nur über online zum Kaufen zu bewegen sind. Und dieser Anteil ist nicht die verschwindend geringe Minderheit.
Insgesamt werden ja mehr Spiele verkauft; die Verkaufszahlen von CoD, BF, Fifa steigen jedes Jahr an. Und da sitzen nicht nur Leute zu Hause, die sagen "dieses Jahr kaufe ich mir dann mal ein Fifa". Da parallel die Konsolenverkäufe nicht in diesem Maße zu nehmen, geht das über die Argumentation auch nicht, dass es eben immer mehr Konsolenspieler gibt. Oder meinetwegen PCler, bevor wieder die ersten Fanboys den Gleichstellungsbeauftragten rufen...
Wie bei der Sauger-Argumentation, dass nicht jeder Downloader ein Spiel kaufen würde, rennt auch nicht jeder Online-Kunde in den Laden, wenn es online nicht geht. Es gibt natürlich Abwanderung, auch z.T. massiv, aber der große Erfolg kommt durch die Bequemlichkeit der Kunden, die eben nur über online zum Kaufen zu bewegen sind. Und dieser Anteil ist nicht die verschwindend geringe Minderheit.
Insgesamt werden ja mehr Spiele verkauft; die Verkaufszahlen von CoD, BF, Fifa steigen jedes Jahr an. Und da sitzen nicht nur Leute zu Hause, die sagen "dieses Jahr kaufe ich mir dann mal ein Fifa". Da parallel die Konsolenverkäufe nicht in diesem Maße zu nehmen, geht das über die Argumentation auch nicht, dass es eben immer mehr Konsolenspieler gibt. Oder meinetwegen PCler, bevor wieder die ersten Fanboys den Gleichstellungsbeauftragten rufen...
- Obstdieb
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Sehe ich wie gesagt nicht so , Copyright bringt die Ideen eher zum verblühen . Man muss sich dauernd darum Gedanken machen ob das nicht schon jemand hat ,ausserdem wirds immer Scherzkekse geben die ihrer Meinung nach schon die selbe Idee hatten .Fiddlejam hat geschrieben:Nope.Seh ich nicht so , Spiele würden dann auch im Entwicklungskostenbereich runtergeschraubt . Es muss sich halt angepasst werden , wenn kaum jemand kauft dann kann man ja keine Spiele machen die sündhaft teuer sindDesweiteren denke ich das genug Leute die Spiele noch kaufen würden
Es gibt aktuell drei Hindernisse:
a) Moral. Kann auch danach noch stehen, aber was nicht mehr illegal ist, wird schnell auch nicht mehr als unmoralisch gelten.
b) Illegalität an sich. Die Chance ist verschwindend klein, aber de facto kann man immer noch erwischt werden. Und allein dadurch, dass es illegal ist, entsteht ein abschreckender Effekt.
c) Technische Hürde. Eine der Nebenwirkungen der Illegalität ist, dass man sich nicht einfach sein Spiel downloadet, installiert und fertig.
Sobald man das Copyright abschafft, hält keine dieser Hürden mehr.Sag es doch einfach offen und ehrlich, du hattest bisher keine nennenswerte Idee, mit der du hättest Geld verdienen können.Um das mal klar zustellen , es interessiert mich tatsächlich nicht ob er damit Millionen macht !
Meine Lebenszeit ist mir zu kurz und zu kostbar als das ich sie im Gerichtsaal und beim Anwalt verschwenden möchte ausserdem interessiert mich der Typ einfach nicht !
Das ist kein Vorwurf, aber es ist ganz einfach menschlich, die Produkte der eigenen Geistestätigkeit schützen zu wollen. Daran ist nichts verwerflich oder unnormal und wer behauptet, er würde nicht ebenso empfinden, war ganz einfach nie in der Lage oder hat nicht hinreichend darüber nachgedacht.
Mit so einer Einschränkung wird zu viel verboten und das eigentliche fördern des "Gedakengutes" verhindert .
Ja klar Moral steht immer im Weg aber Moral ist ja auch gelinde gesagt "bullshit" , jeder orientiert sich an der Moral von anderen und irgendwann baut man keine eigenen Ideen mehr auf , man hats so gelernt und deswegen wird jetzt auch so weitergedacht .
Da kommen am Ende eigenartige Ansichten ueber bestimmte Dinge herraus und der Grund ist eigentlich nur der, dass man es irgendwo gelernt hat und alle anderen machens ja auch so .
Hab auch schon gesagt das das abschaffen schwer bis unmoeglich ist da die meisten eben genau so denken .Wenn das Copyright abgeschafft wird gibts auch die Richtlinien nicht mehr und das ist auch gut so !
Es geht hier ja nicht nur um Technik , ich persönlich sehe da auch starke Beziehungen zur Gesellschaft.
Klar hatte ich schon Ideen und wenn das wie von dir beschrieben so Menschlich ist sein eigenes Gedankengut schützen zu wollen , bin ich halt keiner obwohls mich schon überraschen würde
Hab da halt keine Gier nach Geld oder was auch immer es sein soll aber anscheinend kennen die meisten mich besser als ich es selbst tue
Wie nach dem Motto "Wenn ich und die Mehrheit das so sehen , kannst du das nicht anders sehen da du das denken musst was wir alle auch denken"
Na viel Spaß damit aber ohne mich !
- The Incredible Hojo
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
@Obstdieb
Es ist halt was anderes, wenn du deine Existenz auf einen Verdienst mit deinen geistigen Schöpfungen aufbaust oder mal ne tolle Idee hast. Die Situation von "alle dürfen alles (haben)" ist eben Utopia, weil irgendwo ein Gegenwert geschaffen werden muss. Ich weiss nicht, welchem Berufsstand du angehörst, aber auch dieser muss irgendwie Geld erwirtschaften, um dir deine Existenz zu sichern. Und da reden wir auch von Luxusgütern und einem gewissen Stand, Gier hin oder her.
Ich stimme der Argumentation soweit überein, dass das Urheberrechtgesetz einer Anpassung bedarf, aber wer mit "Internet=kostenlos" aufgewachsen ist, hat dort Verständnisprobleme, wenn es um Wertschätzung und Entlohnung geht. Man kann nicht einfach Software oder Spiele zu digitaler Antimaterie erklären, die deshalb ohne Grenzen und Gesetz kopiert und verteilt werden kann, weil ja niemanden ein Schaden entsteht. Jede Metapher oder Vergleich hakt immer irgendwo ein wenig, das liegt in der Natur der Sache. Aber einfach gesprochen:
Wer etwas erstellt und digital in Form bringt muss davon Leben können.
Wer das Risiko auf sich nimmt, digitale Ware unter die Leute zu bringen, muss damit Geld verdienen können.
Denn deine Ideenbremse-Theorie greift nur dann, wenn sich deine Kreativen es sich leisten können, den ganzen Tag sich was Neues einfallen zu lassen und sich nicht um die Existenz Gedanken machen müssen. Das ist nämlich wirklich eine Ideenbremse...
Es ist halt was anderes, wenn du deine Existenz auf einen Verdienst mit deinen geistigen Schöpfungen aufbaust oder mal ne tolle Idee hast. Die Situation von "alle dürfen alles (haben)" ist eben Utopia, weil irgendwo ein Gegenwert geschaffen werden muss. Ich weiss nicht, welchem Berufsstand du angehörst, aber auch dieser muss irgendwie Geld erwirtschaften, um dir deine Existenz zu sichern. Und da reden wir auch von Luxusgütern und einem gewissen Stand, Gier hin oder her.
Ich stimme der Argumentation soweit überein, dass das Urheberrechtgesetz einer Anpassung bedarf, aber wer mit "Internet=kostenlos" aufgewachsen ist, hat dort Verständnisprobleme, wenn es um Wertschätzung und Entlohnung geht. Man kann nicht einfach Software oder Spiele zu digitaler Antimaterie erklären, die deshalb ohne Grenzen und Gesetz kopiert und verteilt werden kann, weil ja niemanden ein Schaden entsteht. Jede Metapher oder Vergleich hakt immer irgendwo ein wenig, das liegt in der Natur der Sache. Aber einfach gesprochen:
Wer etwas erstellt und digital in Form bringt muss davon Leben können.
Wer das Risiko auf sich nimmt, digitale Ware unter die Leute zu bringen, muss damit Geld verdienen können.
Denn deine Ideenbremse-Theorie greift nur dann, wenn sich deine Kreativen es sich leisten können, den ganzen Tag sich was Neues einfallen zu lassen und sich nicht um die Existenz Gedanken machen müssen. Das ist nämlich wirklich eine Ideenbremse...
- Obstdieb
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Du hast völlig recht , mit dem Copyright abzug allein ist es nicht getan ! Dazu ist das ganze System zu sehr in die Gesellschaft verankert . Da müssen schon weitläufige änderungen her und die sind ebenfalls von nöten !The Incredible Hojo hat geschrieben:@Obstdieb
Es ist halt was anderes, wenn du deine Existenz auf einen Verdienst mit deinen geistigen Schöpfungen aufbaust oder mal ne tolle Idee hast. Die Situation von "alle dürfen alles (haben)" ist eben Utopia, weil irgendwo ein Gegenwert geschaffen werden muss. Ich weiss nicht, welchem Berufsstand du angehörst, aber auch dieser muss irgendwie Geld erwirtschaften, um dir deine Existenz zu sichern. Und da reden wir auch von Luxusgütern und einem gewissen Stand, Gier hin oder her.
Ich stimme der Argumentation soweit überein, dass das Urheberrechtgesetz einer Anpassung bedarf, aber wer mit "Internet=kostenlos" aufgewachsen ist, hat dort Verständnisprobleme, wenn es um Wertschätzung und Entlohnung geht. Man kann nicht einfach Software oder Spiele zu digitaler Antimaterie erklären, die deshalb ohne Grenzen und Gesetz kopiert und verteilt werden kann, weil ja niemanden ein Schaden entsteht. Jede Metapher oder Vergleich hakt immer irgendwo ein wenig, das liegt in der Natur der Sache. Aber einfach gesprochen:
Wer etwas erstellt und digital in Form bringt muss davon Leben können.
Wer das Risiko auf sich nimmt, digitale Ware unter die Leute zu bringen, muss damit Geld verdienen können.
Denn deine Ideenbremse-Theorie greift nur dann, wenn sich deine Kreativen es sich leisten können, den ganzen Tag sich was Neues einfallen zu lassen und sich nicht um die Existenz Gedanken machen müssen. Das ist nämlich wirklich eine Ideenbremse...
- Wigggenz
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Wie ich bereits geschrieben habe ist nicht die Existenz des Urheberrechts das Problem, sonden wie es digital erzwungen wird.
Aktuelle Kopierschutzmaßnahmen verhindern nicht, dass raubkopiert wid. Ich glaube jeder größere Titel ist fast schon am Releasetag irgendwoher zu ziehen. Einzig Spiele wie MMOs oder D3, wo man auf die Server zugreifen können muss, haben einen einigermaßen wirksamen Schutz. Wenn ich an die bescheuerte Installation von Mafia 2 (hatte noch kein Steam damals) zurückdenke kann ich eindeutig sagen: aktuelle Kopierschutzmaßnahmen haben dazu geführt, dass es einfacher ist, sich ein Spiel warez-mäßig funktionierend auf den PC zu packen, als sich durch die ganzen Registrierungsvorgänge und Installationen von Zusatzsoftware zu quälen.
Das Urheberrecht ist zwar wichtig, dennoch ist es ein Unding, dass es als Vorwand genommen wird, um den Gebrauchtmarkt auszurotten, was meiner Einschätzung nach die wahre Intention ist. Ich glaube nämlich nicht, dass ernsthaft noch jemand bei den Publishern glaubt, DRM schränkt die Zahl der Schwarzkopien signifikant ein.
Aktuelle Kopierschutzmaßnahmen verhindern nicht, dass raubkopiert wid. Ich glaube jeder größere Titel ist fast schon am Releasetag irgendwoher zu ziehen. Einzig Spiele wie MMOs oder D3, wo man auf die Server zugreifen können muss, haben einen einigermaßen wirksamen Schutz. Wenn ich an die bescheuerte Installation von Mafia 2 (hatte noch kein Steam damals) zurückdenke kann ich eindeutig sagen: aktuelle Kopierschutzmaßnahmen haben dazu geführt, dass es einfacher ist, sich ein Spiel warez-mäßig funktionierend auf den PC zu packen, als sich durch die ganzen Registrierungsvorgänge und Installationen von Zusatzsoftware zu quälen.
Das Urheberrecht ist zwar wichtig, dennoch ist es ein Unding, dass es als Vorwand genommen wird, um den Gebrauchtmarkt auszurotten, was meiner Einschätzung nach die wahre Intention ist. Ich glaube nämlich nicht, dass ernsthaft noch jemand bei den Publishern glaubt, DRM schränkt die Zahl der Schwarzkopien signifikant ein.
- mr archer
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Unterschreibe ich so.The Incredible Hojo hat geschrieben: Wer etwas erstellt und digital in Form bringt muss davon Leben können.
Wer das Risiko auf sich nimmt, digitale Ware unter die Leute zu bringen, muss damit Geld verdienen können.
Die Frage die sich stellt ist nur: sehe ich jeden Kunden des Digitalmarktes als potenziellen Umsonst-Sauger? Oder tue ich das nicht. Im Fall 1 setze ich auf möglichst drakonisches DRM und kriminalisiere letztlich meine Kundschaft mit einer Art Generalverdacht. Und im Fall 2 bin ich mir dessen bewusst, dass ich gerade beim digitalen Vertrieb meines Geistigen Eigentums auf das Wohlwollen und einen guten Kontakt zu meinen Kunden angewiesen bin. Nehme ich das ernst, werde ich feststellen wie groß von vielen die Bereitschaft ist, mich für meine Arbeit zu bezahlen.
Wenn sich allerdings mein Produktangebot hauptsächlich an Pubertierende ohne eigenes Einkommen richtet - dann muss ich mich nicht wundern.
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Fiddlejam
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Das ist eine einseitige Betrachtung.Sehe ich wie gesagt nicht so , Copyright bringt die Ideen eher zum verblühen . Man muss sich dauernd darum Gedanken machen ob das nicht schon jemand hat ,ausserdem wirds immer Scherzkekse geben die ihrer Meinung nach schon die selbe Idee hatten .
Mit so einer Einschränkung wird zu viel verboten und das eigentliche fördern des "Gedakengutes" verhindert .
Welchen Fortschritt bringen Raubkopierer unserer Gesellschaft? Sie konsumieren nur, sie schaffen nicht selbst.
Das ist das eigentliche Problem, wenn du als Autor siehst, dass ein anderer Autor dich zitiert und das entsprechend angibt, wirst du kaum etwas dagegen haben.
Wenn er hingegen dein Buch Seite für Seite einscannt und nicht dafür zahlt, wirst du weniger begeistert sein.
Kopierer sind trotz allem immer noch Konsumenten, keine liberalen Freiheitskämpfer. Und solange sie nur konsumieren, müssen sie sich den selben Regeln wie alle anderen Konsumenten auch beugen.
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Ich find deine Aussagen grundsätzlich gut, aber hier bist du imo der Polemik vieler Politiker plus einem kleinen Denkfehler aufgesessen.The Incredible Hojo hat geschrieben: Wer das Risiko auf sich nimmt, digitale Ware unter die Leute zu bringen, muss damit Geld verdienen können.
Das Risiko, das man auf sich nimmt, wenn man digitale Ware unter die Leute bringt, IST die Frage, ob man davon leben kann, oder nicht.
Früher konnte man mit Anschlagen von Hufeisen ein gutes Leben führen, heute würdest du verhungern.
btw:
Die Idee, dass man das Urheberrecht (und andere Rechte) mit dem Lauf der Zeit und dem Fortschritt anpassen muss ist in dem Zusammenhang nicht verkehrt. Nur geht leider der Trend dahin, dass man zwanghaft versucht das Recht so zu biegen, damit man mit alten Methoden heute noch Geld verdienen kann.
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
This.mr archer hat geschrieben: Wenn sich allerdings mein Produktangebot hauptsächlich an Pubertierende ohne eigenes Einkommen richtet - dann muss ich mich nicht wundern.
Vorallem wenn das Spiel dann auch noch 69,99€ kostet.
- The Incredible Hojo
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Hersteller (Entwickler) sind meist auf Firmen angewiesen, die ihre entwickelten Spiele unters Volk bringen, da sie weder logistisch noch organisatorisch dazu selber in der Lage sind. Ebenso werden Entwicklerstudios eben von ihren Mutterkonzernen zum Programmieren beauftragt. Ist das Ding fertig programmiert, ist es Risiko des Auftraggebers, in manchen Fällen des Distributors. Und wenn ich ein unternehmerisches Risiko eingehe, muss sich das rentieren. Diese Marktregel kann man nicht damit umkippen, es als "freie" Ware zu deklarieren, mit der jeder machen kann was er will.
Dass DRM und andere Maßnahmen sicher eine Gängelung des Kunden sind, steht völlig außer Frage, nur stellt sich hier die Frage nach Ursache und Wirkung (im Sinne von Auswirkung nicht von Effektivität), oder einfach Henne-Ei-Prinzip. Der Theorie vom Verzicht jeglicher Kopierschutzmaßnahmen nach dürfte sich auf Filesharing-Plätzen keine Titel von Daedalic finden und auch kein Witcher 2. Diese dürften ebenso nicht heruntergeladen werden, da man hier dem Kunden maximal entgegenkommt. Die Realität sieht aber leider anders aus. Über die Effektivität von DRM kann man sich länger streiten als über "gibt es einen Gott?" aber wie von mir schon oft gesagt: Wenn die Zahl derer, die sich von einem Produkt abwenden, weil es DRM hat, in Dollar ausgedrückt höher ist als die Zahl derer, die sich das Produkt eben kaufen, unter Berücksichtigung der Kosten für das DRM-Verfahren, würde jeder Hersteller darauf verzichten, weil es unwirtschaftlich ist. Firmen handeln nach gewinnorientierten Grundsätzen, nicht nach Moral, nach Ethik, nach Sympathie oder caritativen Ideologien. Solagen mehr mitfahren wollen, als aussteigen, passt es. Verschiebt sich das, wird sich was ändern. Aber da kann die Lösung nicht sein, Fremdware, die mir nicht gehört, als freies Tauschgut zu deklarieren.
Dass DRM und andere Maßnahmen sicher eine Gängelung des Kunden sind, steht völlig außer Frage, nur stellt sich hier die Frage nach Ursache und Wirkung (im Sinne von Auswirkung nicht von Effektivität), oder einfach Henne-Ei-Prinzip. Der Theorie vom Verzicht jeglicher Kopierschutzmaßnahmen nach dürfte sich auf Filesharing-Plätzen keine Titel von Daedalic finden und auch kein Witcher 2. Diese dürften ebenso nicht heruntergeladen werden, da man hier dem Kunden maximal entgegenkommt. Die Realität sieht aber leider anders aus. Über die Effektivität von DRM kann man sich länger streiten als über "gibt es einen Gott?" aber wie von mir schon oft gesagt: Wenn die Zahl derer, die sich von einem Produkt abwenden, weil es DRM hat, in Dollar ausgedrückt höher ist als die Zahl derer, die sich das Produkt eben kaufen, unter Berücksichtigung der Kosten für das DRM-Verfahren, würde jeder Hersteller darauf verzichten, weil es unwirtschaftlich ist. Firmen handeln nach gewinnorientierten Grundsätzen, nicht nach Moral, nach Ethik, nach Sympathie oder caritativen Ideologien. Solagen mehr mitfahren wollen, als aussteigen, passt es. Verschiebt sich das, wird sich was ändern. Aber da kann die Lösung nicht sein, Fremdware, die mir nicht gehört, als freies Tauschgut zu deklarieren.
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Durchschnittlicher Preis für ein Konsolenspiel 2011: 39,00 EUR...Mirabai hat geschrieben:This.mr archer hat geschrieben: Wenn sich allerdings mein Produktangebot hauptsächlich an Pubertierende ohne eigenes Einkommen richtet - dann muss ich mich nicht wundern.
Vorallem wenn das Spiel dann auch noch 69,99€ kostet.
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
Aber sie stellen trotzdem eine notwendige Schwelle dar, damit nicht der letzte PC-Noob ebenfalls kopieren kann. Du forderst ja sicher auch nicht, dass man Tür-Schlösser demontiert, weil sie ein guter Schlossknacker problemlos öffnen kann.Wigggenz hat geschrieben:Aktuelle Kopierschutzmaßnahmen verhindern nicht, dass raubkopiert wid.
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Re: Allgemein: EU: Weiterverkauf von Download-Software erlau
The Incredible Hojo hat geschrieben:Hersteller (Entwickler) sind meist auf Firmen angewiesen, die ihre entwickelten Spiele unters Volk bringen, da sie weder logistisch noch organisatorisch dazu selber in der Lage sind.
Das war mal so. Amnesia hat sich prima verkauft - gänzlich ohne Distributor. Und die Zahl solcher Beispiele wächst von Tag zu Tag. Der Vertrieb in eigener Regie war für Entwickler nie so einfach wie derzeit. Auf einem anderen Blatt steht die Frage nach der Werbung für den Titel. Noch.
Das ist mit Verlaub Nonsens. Kopiert wurde immer, wird immer und wird immer werden. Natürlich auch Witcher 2 oder Daedalic-Spiele. Die Frage ist, macht man mit dem Verkaufsanteil genug Gewinn. Ich habe von CD Project keine Klagen gehört. Bei Daedalic war es ein paarmal eng - aber bisher läuft die Sache.The Incredible Hojo hat geschrieben: Der Theorie vom Verzicht jeglicher Kopierschutzmaßnahmen nach dürfte sich auf Filesharing-Plätzen keine Titel von Daedalic finden und auch kein Witcher 2. Diese dürften ebenso nicht heruntergeladen werden, da man hier dem Kunden maximal entgegenkommt. Die Realität sieht aber leider anders aus.
By the way: ein Blockbuster-Titel, der sich nicht ganz vorne in den Umsonst-Saug-Tabellen findet - der hat ein wirkliches Problem. Das heißt nämlich dann, dass sich keine Sau für ihn interessiert. Die Anzahl der bezahlten und gesaugten Kopien korelieren nämlich seit Jahren in auffälliger Weise. Weil sie ein Zeichen für den Bekanntheitsgrad der Marke sind. Denn wer saugt in großem Umfang? Kiddies ohne eigene Kohle, die aber den neuen Hit brauchen weil sie sonst sterben. Wer mit Mitte 30 und eigenem Einkommen noch Spiele für umsonst zieht - der ist eine bedauernswerte arme Wurst.
