Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von Kajetan »

Xris hat geschrieben:Weil sich einige zu wünschen scheinen das die Indies iwan die Big Player überrollen.
Alle zusammengenommen? Das ist durchaus möglich, dass der Gesamtumsatz aller Indie-Spiele eines Tages den der Majors ein- und überholt.
Benutzeravatar
Ash2X
Beiträge: 1182
Registriert: 10.01.2009 11:58
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von Ash2X »

Xris hat geschrieben: @Ash2X
Ähem? Bestätigst du jetzt meine Aussage? Ich verstehe den Post nicht so ganz... das Activision und Blizzard zusammen gehören steht ausser Frage. Aber es spricht viel dafür das sie trotzdem weitestgehend unabhänig voneinder sind.
Das war mein Plan :D
Ich wollte nur ein bisschen auf die Einfachheit des Denkens einiger Käufer rumhacken :lol:

Aber wenn ich schon nochmal was poste kann ich den Raum ja auch nutzen um nochmal kurz auf Indie-Games einzugehen: Ich finde manche Indie-Games echt super, aber meistens sind sie - ähnlich wie Smartphone-Spiele - nur etwas für ein paar Minuten.Nebenbei gibt es soviel Mist dabei das ich sie nicht gerade als "Rettung der Videospiele" bezeichnen würde.Die wenigen die was hermachen findet man dann kurze Zeit später im Android-Store/iSchlachmichtot und werden für 3€ verramscht.
Beispiel: Ich fand "Call of Cuthulu" super - es ist genau so wie ich früher JRPGs geliebt habe.Innovativ ist das Ganze allerdings nicht sondern nur eine klare Kopie althergebrachter Spielprinzipien.Das macht es sicherlich nicht zum schlechten Spiel,aber kreativ ist anders.Und wenn ein Spiel mal "kreativ" ist, ist es in vielen Fällen auch klar warum es einige Elemente nie in größere Projekte geschafft haben.
roman2
Beiträge: 1906
Registriert: 07.06.2008 17:00
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar

Beitrag von roman2 »

Kajetan hat geschrieben: Ach, die Spiele, die bereits jetzt aus Indie-Produktion kommen, sind also nicht unterhaltsam? :)
Hm, lass mich mal einen kurzen Blick in meine Steamlibrary werfen... also Droplitz, Magnetis, Scoregasm, Garshasp, Binding of Isaac, Zombie Driver, Hydrophobia und The Scourge Project sind es definitiv nicht, um mal eine kleine Auswahl zu nennen.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar

Beitrag von Kajetan »

roman2 hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Ach, die Spiele, die bereits jetzt aus Indie-Produktion kommen, sind also nicht unterhaltsam? :)
Hm, lass mich mal einen kurzen Blick in meine Steamlibrary werfen... also Droplitz, Magnetis, Scoregasm, Garshasp, Binding of Isaac, Zombie Driver, Hydrophobia und The Scourge Project sind es definitiv nicht, um mal eine kleine Auswahl zu nennen.
Dann hast Du halt Müll gekauft. Shit happens. Man darf nicht davon ausgehen, dass jedes Indie-Spiel automatisch den persönlichen Geschmack trifft. Austesten und suchen ist hier genauso erforderlich wie bei den AAA-Produktionen der Majors.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von Kajetan »

Ash2X hat geschrieben:Und wenn ein Spiel mal "kreativ" ist, ist es in vielen Fällen auch klar warum es einige Elemente nie in größere Projekte geschafft haben.
Portal? War zuerst ein kleines Studentenprojekt, bis Valve darauf aufmerksam geworden ist. Minecraft hat fast ein eigenes Genre gegründet.

Zudem, Innovation und Erfolg im Massenmarkt schliessen einander aus. Ein durchgeknalltes Indie-Spiel, wo der Entwickler neue Wege geht und mit etablierten Koventionen bricht, wird niemals genauso viele Menschen erreichen, wie das einem CoD oder Halo gelingt. Soll es auch nicht, war auch nie angedacht. Aber es kann wie zB. Portal oder Minecraft entsprechende Impulse setzen und frisches Leben in die erstarrte Mainstream-Landschaft bringen.
roman2
Beiträge: 1906
Registriert: 07.06.2008 17:00
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar

Beitrag von roman2 »

Kajetan hat geschrieben:
roman2 hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Ach, die Spiele, die bereits jetzt aus Indie-Produktion kommen, sind also nicht unterhaltsam? :)
Hm, lass mich mal einen kurzen Blick in meine Steamlibrary werfen... also Droplitz, Magnetis, Scoregasm, Garshasp, Binding of Isaac, Zombie Driver, Hydrophobia und The Scourge Project sind es definitiv nicht, um mal eine kleine Auswahl zu nennen.
Dann hast Du halt Müll gekauft. Shit happens. Man darf nicht davon ausgehen, dass jedes Indie-Spiel automatisch den persönlichen Geschmack trifft. Austesten und suchen ist hier genauso erforderlich wie bei den AAA-Produktionen der Majors.
Gratuliere, du hast meinen Punkt verstanden. Wobei ich "den persoenlichen Geschmack treffen" eher durch "gut ist" ersetzen wuerde.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar

Beitrag von Kajetan »

roman2 hat geschrieben:Wobei ich "den persoenlichen Geschmack treffen" eher durch "gut ist" ersetzen wuerde.
Sturgeons Law (90% von allem ist Mist) trifft natürlich auch auf Indie-Produktionen zu, keine Frage!

An persönlichen Fehlzündern hatte ich bislang nur Lugaru (war Teil von einem Humble Bundle, nimmt man halt so mit) und "Super Meat Boy", für das ich ganz klar zu alt, zu unbeweglich und grobmotorisch geworden bin. Mir brechen da regelmäßig nach nur wenigen Spielminuten die Finger ab und komme trotzdem keinen Schritt voran. Schrecklich :)
Benutzeravatar
Ash2X
Beiträge: 1182
Registriert: 10.01.2009 11:58
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von Ash2X »

Kajetan hat geschrieben:
Ash2X hat geschrieben:Und wenn ein Spiel mal "kreativ" ist, ist es in vielen Fällen auch klar warum es einige Elemente nie in größere Projekte geschafft haben.
Portal? War zuerst ein kleines Studentenprojekt, bis Valve darauf aufmerksam geworden ist. Minecraft hat fast ein eigenes Genre gegründet.

Zudem, Innovation und Erfolg im Massenmarkt schliessen einander aus. Ein durchgeknalltes Indie-Spiel, wo der Entwickler neue Wege geht und mit etablierten Koventionen bricht, wird niemals genauso viele Menschen erreichen, wie das einem CoD oder Halo gelingt. Soll es auch nicht, war auch nie angedacht. Aber es kann wie zB. Portal oder Minecraft entsprechende Impulse setzen und frisches Leben in die erstarrte Mainstream-Landschaft bringen.
Der Punkt den ich meinte ist das Spiele nur weil sie kreativ sind nicht unbedingt gut sein müssen.Viele der Ideen sind einfach nur schlecht und funktionieren nur im wirklich kleinen Ramen...wenn überhaupt.
Minecraft ist natürlich ein Zufallserfolg - solche Fälle gibt es immer und das ist auch gut so.
Bei Portal ist das etwas anderes: Das Spiel ist ja ganz gut,aber ohne Valve hätte das Spiel bis heute nicht unbedingt viele Spieler erreicht.Man muß aber auch dazu sagen das es als Konzept nicht ganz neu ist.

Innovation und Erfolg schließen sich auf keinen Fall aus - es ist nur eine Frage wie man es präsentiert oder in Spiele einbaut.
Benutzeravatar
crewmate
Beiträge: 18865
Registriert: 29.05.2007 15:16
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von crewmate »

Mit diesem Gedankengut, Ash,
werden wir morgen nur noch Modern Warfare Shooter, Mario Hüpfer,
Assassns Creed & Need for Speed spielen.

Entwickler sollten bei gewissen Projekten auch mal ein Risiko eingehen dürfen.
No Risk, No Fun. Wenn immer nur auf Nummer sicher gegangen wird,
dann wird die ganze Videospielbranche eintönig.

Gerade haben wir zum Glück mehr Vielfalt den je,
auch dank Steam, F2P, Smartphones etc.

Experimente können eben auch schief gehen.
Für mich ist Alone in the Dark Inferno das schönste Fiasko dieser Generation.
Es ist verbugt, hat ein schlechtes Skript - aber die kreative Power quillt aus allen Ecken und Enden. Ich liebe es, auch wenn ich nie mehr als 15 Euro für diesen Totalschaden bezahlt hätte.

Und dann haben wir eben Portal, Minecraft und Killer7 die trotz ihrer Progressivität einfach funktionieren. Weil die Produktion (im gegensatz zu Alone in the Dark Inferno) glatt lief.

An der Stelle muss ich EA loben für ihr Partnerprogramm.
Brütal Legend, Shadows of the Damned - alles misserfolge.
Aber es wäre schade, wenn sie nicht erschienen wären.
Genau wie Mirrors Edge. Zum Glück durften DICE sich mal austoben. Ausgerechnet bei EA!

Die Realität steht zum Glück gegen deine Haltung.
Benutzeravatar
Ash2X
Beiträge: 1182
Registriert: 10.01.2009 11:58
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von Ash2X »

crewmate hat geschrieben:Mit diesem Gedankengut, Ash,
werden wir morgen nur noch Modern Warfare Shooter, Mario Hüpfer,
Assassns Creed & Need for Speed spielen.

Entwickler sollten bei gewissen Projekten auch mal ein Risiko eingehen dürfen.
No Risk, No Fun. Wenn immer nur auf Nummer sicher gegangen wird,
dann wird die ganze Videospielbranche eintönig.

Gerade haben wir zum Glück mehr Vielfalt den je,
auch dank Steam, F2P, Smartphones etc.

Experimente können eben auch schief gehen.
Für mich ist Alone in the Dark Inferno das schönste Fiasko dieser Generation.
Es ist verbugt, hat ein schlechtes Skript - aber die kreative Power quillt aus allen Ecken und Enden. Ich liebe es, auch wenn ich nie mehr als 15 Euro für diesen Totalschaden bezahlt hätte.

Und dann haben wir eben Portal, Minecraft und Killer7 die trotz ihrer Progressivität einfach funktionieren. Weil die Produktion (im gegensatz zu Alone in the Dark Inferno) glatt lief.

An der Stelle muss ich EA loben für ihr Partnerprogramm.
Brütal Legend, Shadows of the Damned - alles misserfolge.
Aber es wäre schade, wenn sie nicht erschienen wären.
Genau wie Mirrors Edge. Zum Glück durften DICE sich mal austoben. Ausgerechnet bei EA!

Die Realität steht zum Glück gegen deine Haltung.
Gerade mit Mirror´s Edge hast du selbst angesprochen (ich finds klasse)...gute Idee, miese Verkaufszahlen.Man muß in dem Fall aber auch sagen das DICE in gewisser Form selbst schuld ist.Das Spiel war kurz...verdammt kurz.Niemand gibt für ein Spiel das nichtmal 4 Stunden lang ist 70€ aus.
Selbst bei einem günstigen Preis hat das Spiel meines Wissens nach aber nicht viel Anklang gefunden.Das Spiel hat sich ansonsten keine Schnitzer geleistet.
Das ist ein Fall bei den die Entwickler selbst schuld sind.
Bei Alone in the Dark hab ich auch für ein paar Euro zugegriffen.Auch ein Fall von "Schade um die gute Idee", aber wer es bspw. in der PS3-Fassung zumindest etwas erträglicher macht,diese Verbesserungen auf anderen Systemen nachpatchen will und es dann fallen lässt...das Spiel war unterm Strich schlecht.
Killer 7 ist auch sein Spezialfall: Ich frage mich bis heute warum ein optisch kreatives Konzept spielerisch unbedingt so unglaublich schlecht umgesetzt werden musste.
Bei den beiden Titeln sind die Entwickler schuld, denn sie haben das Gameplay selbst versemmelt.
Ich persönlich finde zum beispiel das einfache,aber auf seine eigene Weise geniale Space Channel 5 absolut herrausragend.Das Spiel ist aufgrund seiner Natur allerdings nichts für den Massenmarkt.
Daran sind die Kunden schuld - sie wollen soetwas nicht.
Du hast das vielleicht falsch verstanden: Es ist nicht so als hätte ich ein Problem mit kreativen Spielen.Ich kaufe sie auch regelmäßig.Das Problem ist das alle immer wieder etwas neues erwarten,Indie-Games als Rettung des Spieles gelten und die Realität leider anders aussieht da der größte Teil einfach nur Kopien alter Titel sind.Zudem erwarten alle das neue Ideen immer sofort umgesetzt werden obwohl sie noch total unausgereift sind und dann jammernd doch wieder CoD kaufen.
Die Spieler sind so dermaßen "anspruchsvoll" geworden das sich die Firmen nicht mehr trauen etwas neues zu probieren.
Das wird sich allerdings erst ändern wenn die Kunden große Projekte kaufen die mal etwas ab vom Mainstream sind und die Qualität der Produkte auch marktreif ist.Letzteren Punkt hatten wir schon damals auf dem DC mehrfach erreicht - jetzt müssen die Käufer nur noch mutiger werden.Wenn sich da nichts ändert hilft auch kein jammern,das hat man sich alles selbst eingebrockt.Nicht du oder ich persönlich,aber die anderen Millionen an Spielern.
Benutzeravatar
crewmate
Beiträge: 18865
Registriert: 29.05.2007 15:16
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von crewmate »

Killer7 war auch spielerisch genial. :x Dieses wirre Werk steht bei mir sehr weit oben.
Space Channel 5 war wie die meisten Tanzmattenspiele eine Arcadeportierung.
Damals war SEGA noch groß im Automatengeschäft in Japan und den USA.
Aber das war einmal, falscher Thread

Sagen wir VOLLPREIS Indispiele auf Disk. Da floppt es meist wahrscheinlich. Mirrors Edge ist falsch veröffentlicht worden. Mit seiner kurzen Spielzeit und Indi-artigen Konzept hätte es online veröffentlicht werden sollen. Da haben die Indispiele ja großen Erfolg. Eben nicht für 50 Euro, sondern um die 15 €. Amnesia war ein großer Erfolg und wurde komplett vom Munde der Frictional Belegschaft angespart. Minecraft, auch nur online vertrieben. Notch ist damit über ein paar Nächte hinweg zum Millionär geworden. Ohne Publisher. Und so machen die es richtig.

Die Qualität ist eine andere Geschichte. Selbst schuld, wer AMY, Hydrophobia, DeeP BlacK und anderen Schrott gekauft hat. Aber das passiert auch bei Vollpreis Spielen auf Disk. Wie Alone in the Dark, BlackSite, Bionic Commando.

Total absurd, das SEGA "Ivy the Kiwi?" auf Disk veröffentlichte. Wenn es auch keine 50 sondern 30 waren. Genau sowas ist was für Steam, XBLA, PSN & WiiWare.

VOLLPREIS Spiele, werde ich immer bevorzugt auf Disk/Modul kaufen. Auf Steam kaufe ich nichts über 10 Euro hinaus. Auf gog sind 20 meine Schmerzgrenze, dank DRM-freiheit.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von Kajetan »

Ash2X hat geschrieben: Die Spieler sind so dermaßen "anspruchsvoll" geworden das sich die Firmen nicht mehr trauen etwas neues zu probieren.
Das wird sich allerdings erst ändern wenn die Kunden große Projekte kaufen die mal etwas ab vom Mainstream sind und die Qualität der Produkte auch marktreif ist.Letzteren Punkt hatten wir schon damals auf dem DC mehrfach erreicht - jetzt müssen die Käufer nur noch mutiger werden.Wenn sich da nichts ändert hilft auch kein jammern,das hat man sich alles selbst eingebrockt.Nicht du oder ich persönlich,aber die anderen Millionen an Spielern.
Ash, Du kriegst das alles immer noch in den falschen Hals :)

Wer als Major Publisher pro Jahr x Millionen Dollar Gewinn verbuchen muss, damit der Laden läuft, der BRINGT NICHTS NEUES auf den Markt. Weil man auf Grund der Größe des Unternehmens nur noch im Massenmarkt erfolgreich operieren kann. Alles, was irgendwie ungewöhnlich oder neuartig oder ausgefallen ist, erreicht angesichts der teuren Produktionsbedingungen, die bei den Majors herrschen, nicht die notwendigen Verkaufszahlen, um so hohe Produktionsbudgets wieder einzuspielen. Sprich, die Majors können nichts anderes als mit Mainstream-Produkten den Mainstream-Markt zu bedienen. Jeder Versuch, aus dieser Schiene auszubrechen, führt in steter Regelmäßigkeit zu tiefroten Verkaufsflops. Etwas neues wagen, ohne dabei wirtschaftlichen Selbstmord zu begehen, das geht nur im Indie-Bereich.

Die Kunden, die haben sich dabei übrigens gar nicht zu ändern. Wer darauf wartet, dass die Kunden, die tonnenweise CoD kaufen oder sich bei Farmville vergnügen, plötzlich bereit sind das gleiche Geld für Spiele wie Psychonauts oder Killer7 oder Amnesia auszugeben ... vergiß es. Das wird nie passieren. Der Massenmarkt ist der Massenmarkt. Anspruchslose, einfach und schnell zu konsumierende Produkte für Leute, die einfach nur was "geiles" zocken wollen und danach keinen Gedanken mehr an das Spiel verlieren. Spiele für Leute, die sich in den Spiderman-Reboot setzen, zwei Stunden Popcorn-Spass haben und sich dementsprechend keinen Kopf über diese kreative Bankrotterklärung Hollywoods machen.

Indies bedienen ein ganz anderes Publikum. Ein Publikum, welches Mut und Aussergewöhnlichkeit und Charme belohnt. Da konkurriert niemand mit CoD, weil es unnötig ist, weil es sich um zwei unterschiedliche Märkte mit unterschiedlichen Zielgruppen handelt.

Sprich, es kümmert mich nicht, wenn Activision auch noch in dreissig Jahren CoD-Spiele produziert oder Blizzard seine Spieler endgültig in Teilzeitangestellte verwandelt hat, die während des Spielens laufend Umsatz für Blizzard generieren. Es kümmert mich nicht mehr, weil ich mittlerweile genug Spiele für meinen Geschmack habe. So viele, dass ich alleine mit den spielenswerten Indie-Neuerscheinungen zeitlich nicht mehr mithalten kann. Ich freue mich über die Vielfalt einer reichhaltigen Spielelandschaft, in der nach langer Zeit endlich wieder jeder bekommt, was er haben möchte. So funktioniert das gut und so kann es ruhig eine Weile bleiben.
KOK
Beiträge: 2059
Registriert: 28.10.2010 16:16
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von KOK »

Manche sollten sich vielleicht vom Gedanken verabschieden den "Massenmarkt" als Spiegel der Branche zu betrachten. Wenn es irgendwann kein CoD mehr geben wird, wird sich in der Branche auch nichts ändern. Die Spieler, die vorher CoD nur gezockt haben, werden nicht anfangen nun ArmA zu zocken. Der Massenmarkt ist ein ganz anderer Markt als der klassische "Videospiele-Markt". Und manche sollten sich auch vom Gedanken verabschieden, daß Indi-Spiele nur billig produzierte und kurzlaunige Minispielchen sind. Das dieses Jahr irgendwann erscheinende Torchlight 2 zum Beispiel ist auch ein Indi-Spiel, hinter dem Spiel stehen aber teilweise gestandene Männer, die über zehn Jahre Erfahrung in dieser Branche schon haben. Indi-Spiele werden teilweise von genau so guten "professionellen" Entwicklern erstellt, wie halt die ganzen Tripple-A Spiele. Indi bedeutet in erster Linie nur, daß die Produktion und Veröffentlichung in Eigenregie erfolgt, ob da nun 20mio oder nur 200k ins Projekt gesteckt wurde ist dabei vollkommen egal.

Auch sind Tripple-A-Spiele keine Qualitätsgaranten mehr, bestes Beispiel ist Skyrim, daß qualitätsmäßig einem The Witcher 2 in jeden Belangen unterlegen ist, dabei aber wahrscheinlich locker das 10fache in der Produktion gekostet hat. Tripple-A bedeuetet in erster Linie nur, daß jede Menge Geld reininvestiert wurde, was mit Geld angestellt wurde, steht auf einem ganz anderen Papier.

Ich denke auch, daß wir Spieler uns gerade heut zu tage nicht beschweren brauchen. Soviel Auswahl an Spielen, Geschäftsmodellen, Distributionsplattformen wie wir heute haben, hatten wir in den letzten 20 Jahren sonst nicht mal zusammen.
Benutzeravatar
Ash2X
Beiträge: 1182
Registriert: 10.01.2009 11:58
Persönliche Nachricht:

Re: Activision Blizzard: Prototype-Macher gestutzt

Beitrag von Ash2X »

crewmate hat geschrieben:Killer7 war auch spielerisch genial. :x Dieses wirre Werk steht bei mir sehr weit oben.
In dem Fall nutze ich die Chance zu fragen: Warum?
Die Steuerung war grauenhaft,das "Schienen"-Prinzip ist ja bei Shootern ganz nett (Rez,Panzer Dragoon,Child of Eden) aber bei Killer 7 war es einfach nur falsch.Dieses Spiel hat aus meiner persönlichen Sicht in keinster weise wirklich funktioniert.Ich hab aufgrund dessen nach ner Stunde das Spiel in die Ecke geknallt.Habs dann noch einige male rausgeholt,aber es war spielte sich einfach zu mies.Das es dabei auch noch schlampig aussah (zumindest die PS2-Version...man kann die schlechten Texturen die den Stil ja unterstreichen sollen in einer passablen Auflösung bringen,oder?) war nebensächlich.
Wenn man schon einen experimentellen Titel bringt kann man das doch selbst wenn das Spiel an sich einfach gehalten ist auf einem vernünftigen Level bringen.Rez oder Child of Eden sind da richtig gute Beispiele oder Jet Set Radio (übrigends erstes Spiel mit Cell-Shading-Technik).
Kleine Korrektur am Rande: Space Channel 5 ist nie als Automat erschienen :wink: