Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

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Aurellian
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von Aurellian »

WizKid77 hat geschrieben:Ihr schau mir erst Spiele von denen wieder an, wenn sie nicht mehr bei EA unter Vertrag sind.
Vielleicht kommen sie dann zu alter Stärke zurück.
Wird kaum passieren. EA hat Bioware doch damals für ne Riesensumme gekauft, um den großen Namen "Bioware" an allen möglichen Scheiß (CnC Generals 2 von Bioware Victory ...) dranzupappen. BW ist, fürchte ich, unwiderruflich hinüber.
Fiddlejam
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von Fiddlejam »

15:42 wo er auf die Rüstungen der anderen hinweist um zu zeigen, dass es jetzt eine Illusion ist.
Tatsächlich kommt mir da eigentlich nur in den Sinn, dass Bioware schlicht und ergreifend vergessen hat die Texturen zu ändern.
Ja, der Punkt ist relativ zweifelhaft, aber da man in absolut allen anderen Zwischensequenzen die aktuell angelegte Rüstung nutzt, halte ich es für einigermaßen legitim.

Mich überzeugen aber beispielsweise die seltsamen Texturenhaufen mit den Rüstungen von Kaidan und Ashley. Warum sollte man die extra einfügen?
Oder auch den generell total unsinnigen Dialog mit Anderson. So schlecht KANN man gar nicht schreiben, im Vergleich zum Rest der Reihe.
Unendliche Munition erscheint mir auch seltsam. Das ist schließlich ein zusätzlicher Aufwand, so etwas spezifisch fürs Ende ein zu fügen. Noch dazu ist es eigentlich nicht notwendig, da man gegen relativ wenige Feinde kämpft. Gleiches gilt für fehlendes Blut usw. Warum sollte man solche Sachen plötzlich ändern? Es ist ja nicht so, dass man so etwas vergisst, man lässt es gezielt weg, bzw. fügt etwas hinzu.
Und um in einen Geist einzudringen um dann eine Illusion einzuspielen muss der Geist erst einmal infiltriert werden.
Aber das Spiel basiert doch seit Mass Effect 1 darauf , dass Sheppard der Held ist und er unter keinem Umständen korrumpierbar ist ( was man wiederum in The Arrival und Mass Effect 1 sieht ).
Wo genau siehst du, dass er absolut unkorrumpierbar wäre? Mit der gleichen Logik könntest du schlussfolgern, dass er nicht getötet werden kann, da er oft genug angeschossen wurde.
Es wird ja klar gemacht, dass die Indoktrination der Reaper nicht einfach über immun/anfällig verläuft.
Nur weil er bisher nicht indoktriniert wurde, heißt das nicht, dass es unmöglich wäre.
Wir haben in keinem Zeitpunkt des Spieles AKTIV oder PASSIV mitbekommen, dass Sheppard umgepolt wurde.
Was ja zur Theorie gehört: Shephard, und somit der Spieler bekommen es nicht mit.
Videospiele sind aufs aktive Erleben konzentriert. Warum solltest du also selbst etwas mitbekommen, wenn du dich während des Spiels praktisch mit Shephard identifizierst und somit siehst, was er sehen würde?
Dein Einwand wäre berechtigt, wenn es sich um eine auktoriale Betrachtungsweise handeln würde, wie beispielsweise in einem Buch, dass zwar an einigen Stellen die folgenden Geschehnisse voraus nimmt, dann aber einen solchen totalen Mind-Fuck total überraschend einwirft.

Alles in allem: Ich behaupte nicht, dass die Indoktrinationstheorie wahr ist.
Um ehrlich zu sein wüsste ich nicht einmal, was wir davon hätten, wenn sie es tatsächlich wäre, denn dann würde ein großer Batzen der Geschichte noch fehlen.
Ich möchte lediglich darauf hinaus, dass einige Punkte einfach unmöglich mit schlampiger Arbeit zu erklären sind. Vielleicht war es eine verworfene Idee für das Ende (wie im von mir geposteten Video vorgeschlagen), aber wie gesagt, Bioware zu völligen Versagern zu degradieren, die urplötzlich totalen Mist basteln (der, erneut, mit einigem Mehraufwand verbunden wäre, um so mistig zu werden), erscheint mir erst recht unsinnig.
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Raksoris
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von Raksoris »

Fiddlejam hat geschrieben: Mich überzeugen aber beispielsweise die seltsamen Texturenhaufen mit den Rüstungen von Kaidan und Ashley. Warum sollte man die extra einfügen?
Oder auch den generell total unsinnigen Dialog mit Anderson. So schlecht KANN man gar nicht schreiben, im Vergleich zum Rest der Reihe.
Unendliche Munition erscheint mir auch seltsam. Das ist schließlich ein zusätzlicher Aufwand, so etwas spezifisch fürs Ende ein zu fügen. Noch dazu ist es eigentlich nicht notwendig, da man gegen relativ wenige Feinde kämpft. Gleiches gilt für fehlendes Blut usw. Warum sollte man solche Sachen plötzlich ändern? Es ist ja nicht so, dass man so etwas vergisst, man lässt es gezielt weg, bzw. fügt etwas hinzu.
Ich rechne eigentlich zu 100% damit , dass Bioware nicht vorhatte das irgendjemand sich die Leichenberge genau ansieht.
Man braucht minutenlang um in dieser Sequenz um hinzulaufen ( Sheppard is ja verwundet ). Die Leichenberge sind nur Dekoration. Es macht doch keinen Sinn, dass so ein relativer "wichtiger" Punkt nur aus der Ferne zu sehen ist. Man hat in diesem Moment wirklich nur den Beamstrahl vor Augen, ich z.b habe die Leichenberge gesehen und gedacht: "Man die Schweine haben sehr viele umgebracht, ich will endlich nach oben"
Und die Qualität würde ich eigentlich gar nicht in Betracht ziehen, da Mass Effect 3 wirklich in jederlei Hinsicht ein Rückschritt war.
Und unendliche Munition erscheint mir auch nicht wirklich seltsam da das schlicht und ergreifend zu dem ganzen "Ich bin stark verwundet, alles ist langsam" Kram reinpasst. Das Gameplay wurde wegen Effekthascherei verlangsamt und da hätte eine Ladesequenz es nur noch in die Länge gezogen.

Fiddlejam hat geschrieben:Wo genau siehst du, dass er absolut unkorrumpierbar wäre? Mit der gleichen Logik könntest du schlussfolgern, dass er nicht getötet werden kann, da er oft genug angeschossen wurde.
Es wird ja klar gemacht, dass die Indoktrination der Reaper nicht einfach über immun/anfällig verläuft.
Nur weil er bisher nicht indoktriniert wurde, heißt das nicht, dass es unmöglich wäre.
Wo ich es gesehen habe:
Mass Effect 1. Die protteariansche AI erzählt Sheppard und den zwei Begleiter die Geschichte wie die Reaper mit Gedankenkontrolle die Protereaner umgepolt haben. Danach sagt die AI : " Ich spüre keinerlei Einfluss der Reaper in euren Gedanken " ( Wortlaut kann abweichen ).
Und das schon am Ende von Mass Effect 1.
The Arrival dagegen ist ein klares Zeichen dafür das Sheppard am Ende von Mass Effect 2 immun gegen die Reaper war.
Wissenschaftler untersuchen Objekt = Wissenschaftler werden beinahe SOFORT umgepolt.
Sheppard kommt an und er schafft es sich den Reapern zu widersetzen OBWOHL er damit ihre Ankunft um Jahre verzögert.
Mass Effect 3
Wieder eine andere AI die mit Sheppard spricht aber als dann der Illusive Man + Ninja auftaucht sagt:
"Indoktrinierte detektiert " und sich ausschaltet
Fiddlejam hat geschrieben:Was ja zur Theorie gehört: Shephard, und somit der Spieler bekommen es nicht mit.
Videospiele sind aufs aktive Erleben konzentriert. Warum solltest du also selbst etwas mitbekommen, wenn du dich während des Spiels praktisch mit Shephard identifizierst und somit siehst, was er sehen würde?
Dein Einwand wäre berechtigt, wenn es sich um eine auktoriale Betrachtungsweise handeln würde, wie beispielsweise in einem Buch, dass zwar an einigen Stellen die folgenden Geschehnisse voraus nimmt, dann aber einen solchen totalen Mind-Fuck total überraschend einwirft.
Wir reden hier über ein Videospiel aus der späteren Mache von Bioware. Die komplette Theorie basiert tatsächlich nur auf der Endsequenz und man kann tatsächlich jedes Argument im Video entkräften indem man es auf die tatsächlich vorhanden Schlampigkeit/Faulheit Bioware schiebt.
Fiddlejam hat geschrieben:Alles in allem: Ich behaupte nicht, dass die Indoktrinationstheorie wahr ist.
Um ehrlich zu sein wüsste ich nicht einmal, was wir davon hätten, wenn sie es tatsächlich wäre, denn dann würde ein großer Batzen der Geschichte noch fehlen.
Ich möchte lediglich darauf hinaus, dass einige Punkte einfach unmöglich mit schlampiger Arbeit zu erklären sind. Vielleicht war es eine verworfene Idee für das Ende (wie im von mir geposteten Video vorgeschlagen), aber wie gesagt, Bioware zu völligen Versagern zu degradieren, die urplötzlich totalen Mist basteln (der, erneut, mit einigem Mehraufwand verbunden wäre, um so mistig zu werden), erscheint mir erst recht unsinnig.
Mein Deutschlehrer hat mir mal vor Jahren gesagt man sollte in Texte und Geschichten immer nur so viel interpretieren , wie man selbst für logisch hält.
Und das mit der Indoctrination ist in meinen Augen ganz großer Käse. Um noch ehrlicher zu werden ist es ein verzweifelter Versuch von enttäuschten Bioware Fans ein wenig Sinn in das wohl verkorkste Videospielende der Geschichte zu bringen.
Ich meine der Kerl hat ne Kurzversion rausgebracht:
http://www.youtube.com/watch?v=ythY_GkEBck&hd=1

Und auf all die Dinge die ich genannte habe ( AI können spüren ob jemand indoktriniert wurde ) kommt einfach nur:
"Ja aber vielleicht war es noch zu klein und vielleicht spürt die AI es bei Sheppard nicht."
Oder der größte Unsinn ist ( Videolink ) die Szene:
6:42
Er fragt den Zuschauer, wieso Sheppard nicht einfach umgeracht wird.
Ich meine es ist immer noch ein Videospiel, wenn der Held jetzt so einen dreckigen Tod nach 3 Spielen finden würde was wäre das denn für ein Ende?

Und Bioware ist seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Das Ende und die Dialoge eigentlich alles an Dragon Age 2 war eine Zumutung für jeden Spieler des ersten Teils.
Ich sehe da keinen komplexen Aufbau einer tiefgreifenden Endgeschichte sondern fragwürdige Gameplayentscheidungen , Überinterpretation und schlechte Arbeit.
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JesusOfCool
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von JesusOfCool »

von dieser indoktrionationstherie les ich grade irgendwie zum ersten mal. das einzige das mir dazu einfällt: absoluter käse.
Fiddlejam
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von Fiddlejam »

[...]
Mass Effect 3
Wieder eine andere AI die mit Sheppard spricht aber als dann der Illusive Man + Ninja auftaucht sagt:
"Indoktrinierte detektiert " und sich ausschaltet
Den Anfang ignoriere ich einfach mal, da sich die ganzen Theoretiker ja selbst nicht einig sind, ab wann die Reaper begannen, in Shephards Geist einzudringen.
Für die AI: So wie ich es verstanden habe, ist Indoktrination der Zustand, dass eine Person tatsächlich von den Reapern gesteuert wird.
Die Indoktrinationstheorie hingegen besagt, dass die Reaper VERSUCHEN ihn zu indoktrinieren, ergo noch nicht kontrollieren.
So gesehen wäre auch diese Szene noch plausibel, da Shephard im Gegensatz zum Illusive Man eben noch nicht indoktriniert es, sondern die Reaper es nur versuchen.

Aber wie gesagt, das ist reine Theoretisiererei, ich sage nicht, dass es tatsächlich so sein muss.
Wir reden hier über ein Videospiel aus der späteren Mache von Bioware. Die komplette Theorie basiert tatsächlich nur auf der Endsequenz und man kann tatsächlich jedes Argument im Video entkräften indem man es auf die tatsächlich vorhanden Schlampigkeit/Faulheit Bioware schiebt.
Wie gesagt, es ist oftmals ein Mehraufwand. Völlig unnötige endlose Munition. Leichenberge. Andersons Funkgespräch. Die blauen Augen bei den Synthese und Kontroll-Enden.
Mein Deutschlehrer hat mir mal vor Jahren gesagt man sollte in Texte und Geschichten immer nur so viel interpretieren , wie man selbst für logisch hält.
Sorry, aber das ist Unsinn, egal wie nahe ich deinem Deutschlehrer damit trete, aber er scheint keine Ahnung von Pädagogik zu haben.
Es gibt keinen dümmeren Ansatz als eine Schüler einzureden, dass nur Dinge richtig sein können, die man sofort erkennt.
Interpretationen, und Schreiben im Allgemeinen, sind ein kreativer und fließender Prozess.
Eine Interpretation, die man augenblicklich zur Hand hat, kann nicht gut sein. Interpretationen enthüllen einen neuen Aspekt, nicht den offensichtlichsten. Du nimmst dir einen These und suchst dir nach und nach weitere Besonderheiten, die diese These stützen. Du triffst vielleicht auf Widersprüchlichkeiten, aber dann biegst du dir diese Widersprüchlichkeiten zurecht. Interpretationen sind keine absolute Wahrheit, sie sind nicht einmal eine objektive Analyse, sie sind ein eigenes Werk, basierend auf dem eines anderen.
Es gibt eine schöne Anekdote von einem Autor, ich habe leider vergessen, welcher es war, der sich den Vortrag eines Professors über eines seiner Werke anhörte. Nach dem Vortrag sprach er den Professor an, dass sein Vortrag zwar sehr schön war, er aber nichts von dem, was der Professor hineininterpretierte, auch tatsächlich so geplant war, als er es schrieb.
Der Professor fragte lakonisch, woher der Autor denn wissen will, worum es ins einem Werk geht.
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Raksoris
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von Raksoris »

Fiddlejam hat geschrieben:
Sorry, aber das ist Unsinn, egal wie nahe ich deinem Deutschlehrer damit trete, aber er scheint keine Ahnung von Pädagogik zu haben.
Es gibt keinen dümmeren Ansatz als eine Schüler einzureden, dass nur Dinge richtig sein können, die man sofort erkennt.
Interpretationen, und Schreiben im Allgemeinen, sind ein kreativer und fließender Prozess.
Eine Interpretation, die man augenblicklich zur Hand hat, kann nicht gut sein. Interpretationen enthüllen einen neuen Aspekt, nicht den offensichtlichsten. Du nimmst dir einen These und suchst dir nach und nach weitere Besonderheiten, die diese These stützen. Du triffst vielleicht auf Widersprüchlichkeiten, aber dann biegst du dir diese Widersprüchlichkeiten zurecht. Interpretationen sind keine absolute Wahrheit, sie sind nicht einmal eine objektive Analyse, sie sind ein eigenes Werk, basierend auf dem eines anderen.
Es gibt eine schöne Anekdote von einem Autor, ich habe leider vergessen, welcher es war, der sich den Vortrag eines Professors über eines seiner Werke anhörte. Nach dem Vortrag sprach er den Professor an, dass sein Vortrag zwar sehr schön war, er aber nichts von dem, was der Professor hineininterpretierte, auch tatsächlich so geplant war, als er es schrieb.
Der Professor fragte lakonisch, woher der Autor denn wissen will, worum es ins einem Werk geht.
Lol alles Klar.
Ich glaube er hat immer noch mehr Ahnung wie du, denn als einer in meinem Deutschkurs angefangen hat über Klingonen in Kafka zu reden wurde klar das er mit seinem Spruch Recht hatte.
Denn je länger man an einem Text sitzt und versucht etwas aus ihm herauszukitzeln umso wahrscheinlicher wird es , dass man am Ende etwas erhält das nichts mehr mit dem zu tun hatte, was der Autor eigentlich ausdrücken wollte.

Und genau das macht der Macher des Videos:
Er nimmt Dinge und interpretiert deutlich mehr hinein als sich die Macher ( Bioware ) dabei gedacht haben.
Dabei lässt er Dinge bewusste außer Acht, weil sie das Gerüst an dem die Interpretation hängt, zerstören würden.

Und tatsächlich kann ich nicht beweisen, dass dieses Ende das "echte" Ende ist.
Wir werden am Dienstag sehen was Bioware zum Ende hinzugefügt hat. Aber es könnte eigentlich nichts passieren, was meine Meinung in irgendeiner Weise ändern könnte. Denn die bisherigen Spiele sprechen für mich eine zu deutliche Sprache.
Fiddlejam
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von Fiddlejam »

Ich glaube er hat immer noch mehr Ahnung wie du, denn als einer in meinem Deutschkurs angefangen hat über Klingonen in Kafka zu reden wurde klar das er mit seinem Spruch Recht hatte.
Pardon, ich dachte doch tatsächlich, wir reden über realitätsnahe Beispiele.
Klingonen bei Kafka sind rein zeitlich unmöglich, aber selbst dann würde ich noch sagen: Wenn er eine schlüssige Erklärung hat, bitte. Klar muss eine Theorie auch bessere Beweise haben, wenn sie abwegiger ist, aber deshalb muss sie nicht gleich falsch sein. Keine Interpretation ist falsch, denn eine Interpretation ist, wie zuvor gesagt, eine Hypothese, keine absolute Wahrheit.
(Btw, als du, nicht wie.)
Denn je länger man an einem Text sitzt und versucht etwas aus ihm herauszukitzeln umso wahrscheinlicher wird es , dass man am Ende etwas erhält das nichts mehr mit dem zu tun hatte, was der Autor eigentlich ausdrücken wollte.
Das ist auch nicht Sinn der Interpretation, denn es liefe auf "Was wollte der Autor, dass ich glaube, dass er glaubt, dass ich glaube, dass er glaubt, ..." hinaus.
Die Interpretation beschreibt, was ICH in dem Werk sehe und warum.
Es geht nicht darum, ob der Autor das ausdrücken will. Ein Autor, der glaubt, mit einem belletristischen Werk irgendeine absolute Wahrheit zu verpacken, hat keine Ahnung von seinem Handwerk.
Und das selbe trifft hier zu. Selbst wenn Bioware die Indoktrinationstheorie nicht plante, es ist dennoch eine mögliche Interpretation. Natürlich hat auch sie ihre Lücken, und sie erweckt den Anschein, dass das Spiel noch nicht vollendet ist, aber sie ist legitim und kann nicht einfach als falsch abgetan werden, nur weil Bioware sie vielleicht nicht beabsichtigte.
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JunkieXXL
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von JunkieXXL »

Zumindest hat Bioware mit der Indoktrination bewusst Zweifel gestreut. Wenn ich mich recht erinnere, dann haben sich Shepard und der Unbekannte gegenseitig des Indokriniertseins beschuldigt.
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ogami
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von ogami »

*lol*
So wie hier im Forum oder wie?
Shep: "Sie sind indoktriniert, merken sie nicht den Einfluss der Reaper?"
IM: "Ich bin mir meiner Taten bewusst, glauben Sie nicht, dass Sie derjenige sind, der dem Einfluß der Reaper erlegen ist?"
Shep: "Fanboy!"
Sogrades
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von Sogrades »

Ok schon alles ziemlich spannend, fand das Ende zuerst schlecht... sehr schlecht und hab mir immer Gedanken darüber gemacht. Nun aber, mit der ganzen Theorie usw. habe ich mich damit abgefunden.

Mit dem Ende habe ich mich nicht nur abgefunden, sondern finde es wirklich genial!
Spoiler
Show
Alles was mit Shepard passiert, dass alles sich nur in seinen Gedanken abgespielt hat (ab dem Strahl)...

Dieser Teil des Endes ist ja auch kein Problem... Folgendes ist ein Problem für mich (sind zwar nur Feinheiten jedoch trozdem wichtig):

Man kämpft sich mit Shepard durch ME3... Bekommt soviele verschiedene Verbündete zusammen um gegen die Reaper zu kämpfen... Unter anderem auch die Geth. Nun, beim eintreffen der riesigen Flotte, die aus dem Hyperraum kam um die Flotte der Reaper zu vernichten, wo waren da bitte Geth Kampfschiffe zu sehen? Zumal auch von Joker erwähnt wurde das die verschiedenen Flotten bereit sind.
Man sieht wirklich nur Allianz und ein paar Asari Schiffe (können auch ein bis zwei andere dabei gewesen sein). Auch konnte man auf verschiedenen Planeten Söldnertruppen zusammenkratzen die gegen die Reaper helfen. Hätte man ja auch wenigstens eine Mini-Sequenz erstellen können wo die ganzen Sölderschiffe seitlich angreifen.
Aber ehrlich, da macht man sich so eine Mühe die Geth auf unsere Seite zu bekommen (oder nicht) und dann sieht man kein einziges Schiff von denen...

Die andere Sache die mich stört:

Komplett am Ende, als die Normandy mit den zwei zuletzt mitgenommenen Gefährten irgendwo im nichts landet (was sich ja immernoch im Kopf von Shepard abspielen soll) steigen die ganz gemütlich aus, schauen sich um und grinsen als wäre nichts passiert. Auch egal ob man eine Romanze mit jemanden hatte. Als würden die denken: Naja, is er halt eventuell drauf gegangen und beginnen wir halt ein neues Leben... Hm??

Ein bisschen Wehmut muss doch bei denen vorhanden sein, als sich anzuschauen und blöd zu grinsen.
Naja hoffe der DLC klärt einiges auf und ich habe mir den seid dem Ende dringend gewünscht :Hüpf:

Manche werden nun sagen: Ach solche Kleinigkeiten... Aber genau das ist es was auch so eine Geschichte ausmacht. Es muss alles zusammenpassen. Das es schwer wird bei 3 Teilen und extrem vielen, sich ändernden Handlungen und Verläufen ist natürlich klar. Aber das war Bioware auch bewusst.

Und trozdem sind die 3. Teile und diese einzigartige Geschichte für der Wahnsinn und die würde ich niemals missen wollen :D
PixelMurder
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von PixelMurder »

Von wegen Logik in der Bewetung von Storys.
Mein Logik ist die, dass die Schreiberlinge von ME keine guten Literaten waren, die tiefschichtige Vorgänge und überraschende Enden darstellen wollten, selbst wenn sie es gekonnt hätten. Es gibt keine verborgene Story unter der Story und es gibt keine Story, für die die durchschnittliche Intelligenz eines Zockers nicht ausreicht, um sie zu verstehen. (Dies zu den Einwenden, dass einige Zocker zu blöd seien, um dieses tolle Meisterwerk von Ende zu verstehen.)
Und die IT ist ein reiner Notnagel für Fans, die sich selbst nicht eingestehen wollten, dass bei Bioware was im Argen liegt und sie gepatzt haben. Ich sage gepatzt, denn für mich sieht das Ende wie ein Unfall aus, vielleicht durch Zeitmangel entstanden. Oder waren da wirklich irgendwelche Praktikanten am Werk, wie ich es in meinen zynischeren Momenten denke? Das kann doch keiner bei Bioware als das echte Ende verstanden haben, ausser Casey vielleicht, dem ich sowieso kein Wort abnehme.
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NotSo_Sunny
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von NotSo_Sunny »

Wo wir schon bei Casey Hudson sind. Meine "Lieblings-Theorie" bleibt immer noch das dementierte Patrick Weekes Statement, nach dem Hudson und lead writer Mac Walters das Ende im Alleingang geschrieben haben. Das macht zwar das Ende nicht besser, erklärt die "artistic integrity" aber für nichtig und erlaubt es einem nach Herzenslust zu kritisieren und Änderungen zu fordern. Auch wenn das einen auch nicht viel glücklicher macht.
Raksoris hat geschrieben: Ich glaube er hat immer noch mehr Ahnung wie du, denn als einer in meinem Deutschkurs...
:wink: :P
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Knarfe1000
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von Knarfe1000 »

Was ich in Sachen Extended Cut erwarte?

Einen zweiten gigantischen Shitstorm.
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ogami
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von ogami »

Ich warte auf die ersten Erfahrungsberichte ... bei uns hier sind ja schon Ferien, kann ja nun nicht sooo lange dauern ;)
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DocManga
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Re: Mass Effect 3: Extended Cut-DLC datiert

Beitrag von DocManga »

baaah wann kann man das denn endlich downloaden?