Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

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The Incredible Hojo
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von The Incredible Hojo »

Die Situation ist doch aber inzwischen die, das es haufenweise Indies gibt, die mit guten Ideen und guten Spielen um die Ecke kommen.
Man könnte einen Bogen ziehen zu der Aussage, dass erst das arrogante Verhalten der Großen für das Aufkommen und Positionieren der Indies verantwortlich ist, in diesem Fall wäre der Dank an die Großen zu richten...
Aber um den Apparat am laufen zu halten, braucht der Markt massenkompatible Spiele, ob es einem selbst gefällt oder ob man es selber spielt ist dabei völlig irrelevant.
Es gibt Firmen, die sich auf den Massenmarkt konzentrieren. Die wollen ihre Fifa/CoD/GTA verkaufen, möglichst an so viele Menschen wie möglich. Und es gibt Indies, die Nischenspiele für eine kleine Gruppe entwickeln, die aber der Masse nicht gefällt.
Freu dich, dass dein Geschmack nicht massenkompatibel ist, aber ein Markt, der überwiegend von Indies beherrscht wird, wird nicht funktionieren. Du kannst keinem sagen "Kauf das Spiel, das ist gut, das ist Kunst, das ist wieder mal ein Spiel von Spielern für Spieler!", wenn er oder sie das Spiel blöd findet, ist die Sache gescheitert. Und wir wollen doch nicht jemanden Spiele aufzwängen, die diese eigentlich nicht spielen wollen? Klingt ja fast wie eine Strategie von Activision Blizzard....
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Kajetan
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Kajetan »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Aber um den Apparat am laufen zu halten, braucht der Markt massenkompatible Spiele, ob es einem selbst gefällt oder ob man es selber spielt ist dabei völlig irrelevant.
Der Markt braucht gar nix. Es gibt nur Firmen, deren Geschäftsmodell auf den Massenmarkt ausgerichtet ist, da hier noch entsprechend hohe Umsätze erzielt werden können. Wenn dieses Geschäftsmodel nicht mehr tragfähig ist, dann verschwinden diese Firmen. Mehr passiert nicht. Es gibt keine Notwendigkeit für die Existenz von Firmen wie zB. Nintendo, Activision oder Ubisoft. Es herrscht lediglich der Zustand, der sich aus dem aktuellen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ergibt.
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The Incredible Hojo
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von The Incredible Hojo »

Der Markt braucht Angebot und Nachfrage. Und da offensichtlich eine große Nachfrage nach bestimmten Typen von Spielen wie Fifa oder CoD besteht, gibt es auch Firmen, die diese Nachfrage bedienen.
Ergo wenn es eine dermaßen hohe Nachfrage gibt, dann braucht der Markt auch ein entsprechendes Angebot, damit er funktioniert.
Es ist doch träumerisch anzunehmen, dass bei einem Wegfall von Ubisoft, EA, Activision und sonstwem der Markt sich automatisch auf lauter kleine Indies verteilen würde. Erstens kämen die Indies ins Straucheln, weil sie meist solchen Anstürmen nicht gewachsen wären und zweitens würde der Markt enorm schrumpfen, weil nicht jeder auf Indies umsteigen würde, nach dem Motto "Der Markt kann mir nicht bieten, was ich will, dann halt nicht." Es geht ja heute nicht mehr darum, irgendwas zu spielen, sondern seine Vorstellung eines guten Spiels an seiner Konsole/an seinem PC zu verwirklichen.
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Kajetan
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Kajetan »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Der Markt braucht Angebot und Nachfrage. Und da offensichtlich eine große Nachfrage nach bestimmten Typen von Spielen wie Fifa oder CoD besteht, gibt es auch Firmen, die diese Nachfrage bedienen.
Ergo wenn es eine dermaßen hohe Nachfrage gibt, dann braucht der Markt auch ein entsprechendes Angebot, damit er funktioniert.
Ich glaube, wir reden hier genau vom gleichen Sachverhalt, unterscheiden uns nur in den Begriffsdefinitionen :)

Der Markt ist kein bewusstes Ding, welches irgendwie "funktionieren" muss. Der Markt ist der Zustand, der sich beim Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage immer neu ergibt. Die Majors existieren, weil sie genug Kunden finden, die ihnen ihre Produkte für Preis X abkaufen Die Indies existieren, weil die Majors bestimmte Kundengruppen nicht bedienen, welche nun bei den Indies zuschlagen. Alle zusammen bilden "den Markt".

Sollten es also keine Nachfrage mehr nach Spielen der Majors geben, ändert sich nur die Zusammensetzung und/oder Größe des Marktes. Er existiert aber weiterhin.
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The Incredible Hojo
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von The Incredible Hojo »

okay, bevor wir jetzt eine Henne/Ei Diskussion starten, meinen wir beide etwa das gleiche, nur aus einer anderen Perspektive heraus gesehen.
Fiddlejam
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Fiddlejam »

ganz einfach über support, zusätzlichen content oder bonuspunkte bzw. rabatte für weitere spiele dieses publishers.
Support bietet dir das Internet oder der Cracker. Bonuspunkte und Rabatte ignoriere ich, da ich auch die anderen Spiele für 0€ bekommen kann.
Was bietet es dann denn noch? Gedruckte Anleitungen und Sammlerfiguren? Anleitungen werden eingescannt, die wenigsten Gimmicks sind ernsthaft interessant.
Um jemanden, der aktuell für lau spielt, dazu zu überreden, etwas zu kaufen, müsstest du ihn schon bezahlen, das ist das Problem.
Und dort muss wie gesagt angesetzt werden.
achwas, wieso nur geldstrafe? direkt wegsperren diesen nicht-kauf-willigen! wie kann es sich jemand erdreisten im kapitalismus etwas nicht kauf zu wollen? er muss gezwungen werden etwas zu kaufen, mit allen verfügbaren mitteln!
Offensichtlich ist er willig genug, das Produkt dennoch zu besitzen.
da werden schon gesetze geschaffen um einen imaginären wert der theoretisch unendlich verfügbar und replizierbar ist so verkaufen zu können wie es in der realwirtschaft seit jahrunderten usus ist und dann kommen so schmeerlappen an und untergraben dieses!
Gott, immer wenn ich so etwas lese, wünsche ich mir ernsthaft, dass sämtliche Schaffende sofort aufhören, irgendetwas zu produzieren.
Keine Spiele, keine Bücher, keine Filme.
Dann sehen wir doch mal, wo der endlose Nachschub bleibt.
diesen boykott gibt es, ebenso wie es die entscheidung gibt ein spiel nicht zu kaufen sondern zu saugen!
Und was genau boykottierst du damit? Ein Produkt, dass dann offensichtlich doch nicht so schlecht ist, da du es dennoch willst.
Kannst du mir hier konkret Posts aufzeigen, die gezielt oder auch nur subtil zum Raubkopieren aufrufen, Hojo?
Ich halte "Saugen ist Boykott" für grenzwertig. Ansonsten stimme ich Hojo zu, wer das offen sagt, hat ohnehin einen an der Klatsche.
die alle können zu einem kauf überredet werden, die einzige gruppe, nämlich die sauger, haben schon mehrfach bewiesen dass sie nicht kaufen wollen, nicht kaufen können oder ihr geld lieber in high end grafik stecken was ja auch wieder dem gesamtmarkt zu gute kommt, aber das nur am rande und nochmal am ende!
Und deshalb sollte es ihnen erlaubt sein, Sicherheitsmaßnahmen der Schaffenden zu umgehen, ihr Produkt gegen ihren Willen zu erhalten und somit etwas zu besitzen, für das man rein rechtlich gesehen zahlen müsste, es aber nicht tat?
es gibt leute die können sich einfach kein 50,- euro spiel leisten, ja sagst du jetzt, dann sollen die das aber auch nicht kaufen dürfen, nur was ist wenn dieser potentielle käufer durch kopien dem softwaremarkt dennoch treu bleibt, sein geld in hardware investiert und irgendwann nach der ausbildung soviel geld hat sich ein spiel zu kaufen und dies auch tut!
a) Er ist kein potentieller Käufer, wie du so schön darlegst. Er hat sich bereits entschieden, nicht zu kaufen.
b) Er bleibt dem Markt nicht treu. Der Markt ist etwas wirtschaftliches, man kauft mit Geld Waren. Der Kopierer erhält Waren ohne Gegenleistung.
c) Warum hat er jetzt plötzlich genug Geld für Hardware?
d) Warum soll er plötzlich nach der Ausbildung etwas kaufen, wenn er es vorher auch nicht gemacht hat?
Der Markt braucht gar nix. Es gibt nur Firmen, deren Geschäftsmodell auf den Massenmarkt ausgerichtet ist, da hier noch entsprechend hohe Umsätze erzielt werden können. Wenn dieses Geschäftsmodel nicht mehr tragfähig ist, dann verschwinden diese Firmen.
Warum sollte der Massenmarkt plötzlich nicht mehr absatzfähig sein? Massenmarkt ist immer das, was der Großteil der Leute will. Erneut, nur weil wir plötzlich alle auf Indie stehen, ist der Massenmarkt nicht kollabiert, er ist nur in eine andere Richtung gerückt. Klar kann man argumentieren, dass sich das Interesse auf viele kleine Firmen verteilen wird, aber dann wird es dennoch eine oder mehrere geben, die besonders viele Kunden haben, und das sind dann die neuen Activisions, Ubisofts, EAs...
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Kajetan
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Kajetan »

Fiddlejam hat geschrieben:Warum sollte der Massenmarkt plötzlich nicht mehr absatzfähig sein?
Das kann dann passieren, wenn die Produktions- und Marketingkosten so derart steigen, dass ab dem Zeitpunkt der Marktsättigung kein Wachstum mehr möglich ist, welches nötig wäre, um die gestiegenen Produktionskosten aufzufangen.

Derzeit stehen wir an diesem Punkt. Der Markt für deren Produkte ist gesättigt, es gibt kein Wachstum mehr, es findet eine immer intensivere Marktkonzentration statt, wo sich max. eine Handvoll Majors um den Massenmarkt prügeln, versuchen sich gegenseitig zu übernehmen und viele kleine Nischenanbieter eben die kleinen Nischen abdecken. Einen Mittelstand, Zeichen eines gesunden, expandierenden Marktes mit Wachstumspotential, den gibt es derzeit in der Spielebranche nicht mehr. Und ob die kommende Konsolengeneration nochmal so richtig für einen Wachstumsschub sorgen kann, das ist so sicher nicht.

Ob's so kommt, dass es in zwanzig Jahren nicht mehr das gibt, was wir heute unter einem AAA-Anbieter verstehen, weil sich der Markt entsprechend verändert hat? Vielleicht. Gut möglich. So unwahrscheinlich ist das nicht, denn Veränderung ist die einzige Konstante im menschlichen Dasein :)
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danke15jahre4p
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von danke15jahre4p »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Es ist doch träumerisch anzunehmen, dass bei einem Wegfall von Ubisoft, EA, Activision und sonstwem der Markt sich automatisch auf lauter kleine Indies verteilen würde.
absolut nicht!

der markt ist sehr dynamisch, werden gewisse bedürfnisse nicht mehr befriedigt, lässt sich geld verdienen!

entweder übernehmen das die kleinen indies, die dann wachsen oder kluge marktanalysten sprechen bei investoren vor, nehmen also geld in die hand und fangen an zu produzieren!

mehr wird nicht passieren!

greetingz
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The Incredible Hojo
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von The Incredible Hojo »

die Indies stehen dann aber vor einem Catch22:
vor ihnen steht die Nachfrage nach dem x-ten CoD-Abklatsch, der durch den Major nicht mehr bedient wird.
Die Masse will das so banal, so einfallslos, wie manche es beurteilen.
Bedienen sie die Masse, sind sie für die "Anhänger der ersten Stunde" Verräter ihrer Philosophie, verdienen aber richtig Geld.
Lassen sie die Finger davon, geht ihnen ein großes Geschäft flöten, das ihnen vielleicht soviel Geld eingespült hätte, um ihren 20 kreativen Ideen in der Schublade auf einen Schlag umsetzen zu können.
Was sie auch machen, sie machen etwas falsch. Ein "Dann nehmen sie sich der Nachfrage an und machen ein besseres CoD daraus, so eins, was wir uns immer gewünscht haben" ist heikel, weil die Masse dieses Produkt ablehnen könnte. "Okay, ihr könnt es nicht so, wie wir wollen, danke für die Entwicklung aber ist nix für mich."
Es ist wie Star Wars: Ohne böses Imperium funktioniert es nicht.
tamberlane
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von tamberlane »

Interessant immer wieder, wie solche Maßnahmen seitens von Publishern mit dem bösen Raubkopierer begründet werden.
Die Begründung dessen ist jedoch mehr als absurd: ein Raubkopierer verursacht Schaden, weil er unlizenziert umgewandelten Binärcode mit hauptsächslich 3 Sinnen erfährt (= User zockt Raubkopie).
Nach dieser Argumentation würde also kein "Schaden" entstehen, würde der gleiche User sich beim Start des Programms Augen und Ohren zuhalten?
"Der "Schaden" ist an die Wahrnehmung des Inhalts durch den "Schädiger" geknüpft!"
Oder will man hier den GEZ-Ansatz nehmen?
"Es ist potentiell unwichtig, ob der Raubmordtotschlagkopierer das Programm auch tatsächlich unlizenziert nutzt, sondern nur ob er es auch nutzen könnte!"

Desweiteren habe ich gelesen, dass EA und wie sie alle heißen von puren Hardwarekäufen nichts haben. Schon mals was von Urheberrechtsabgaben auf Geräte gehört?
Diese Abgaben sind genauso abstrus wie das finanzielle Konstrukt Zins/Zinseszins: Man bekommt Gebühren, weil mit diesen Geräten Kopien erstellt werden (können), versucht aber mit aller Macht eben jenes zu verhindern.

Im Ernst, solange sich auch die Gegenseite immer weniger an (tlw. ungeschriebene) Gesetze hält (Unmöglichkeit des Gebrauchtkaufs von Software, etc.), seh ich mich als User auch nicht an irgendwelche Regeln (ob legal oder moralisch) gebunden. Selbst wenn man das so gern von mir als Konsument hätte. Was juckt mich denn, wie andere mich gern hätten?
tamberlane
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von tamberlane »

Kajetan hat geschrieben: Derzeit stehen wir an diesem Punkt. Der Markt für deren Produkte ist gesättigt, es gibt kein Wachstum mehr, es findet eine immer intensivere Marktkonzentration statt, wo sich max. eine Handvoll Majors um den Massenmarkt prügeln, versuchen sich gegenseitig zu übernehmen und viele kleine Nischenanbieter eben die kleinen Nischen abdecken. Einen Mittelstand, Zeichen eines gesunden, expandierenden Marktes mit Wachstumspotential, den gibt es derzeit in der Spielebranche nicht mehr. Und ob die kommende Konsolengeneration nochmal so richtig für einen Wachstumsschub sorgen kann, das ist so sicher nicht.

Ob's so kommt, dass es in zwanzig Jahren nicht mehr das gibt, was wir heute unter einem AAA-Anbieter verstehen, weil sich der Markt entsprechend verändert hat? Vielleicht. Gut möglich. So unwahrscheinlich ist das nicht, denn Veränderung ist die einzige Konstante im menschlichen Dasein :)
Richtig, siehe auch "Merger Endgames".
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The Incredible Hojo
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von The Incredible Hojo »

Henne-Ei-Prinzip:
Warum soll sich eine Firma an Gesetze und moralischen Regeln halten, wenn es Millionen gibt, die es auch nicht tun? Weil ich als Firma eine höhe moralische Verpflichtung habe?
Wer hat zuerst was falsch gemacht? Sandkastendiskussion.
Zudem gibt es bspw kein Recht auf Verkauf von Gebrauchtspielen, es ist nur nicht verboten. Aber nicht verboten heisst nicht gleich ein Recht darauf. Du kannst das machen, wenn du Lust hast, aber ein Recht darauf hast du nicht. Wenn es vom Spiel aus her nicht geht, dann ist das PP, aber ein Recht darauf hieße, du könntest es einklagen.
Dir bleiben nach wie vor nur zwei Möglichkeiten, die nicht nur moralisch sondern auch logisch sind:
Schlucken und kaufen, wenn das Spiel für dich doch interessant ist
Sich abwenden, zu Indies wandern und das Spiel nicht kaufen - und nicht spielen.

Alles andere ist nur Alibi-Argumentation
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von tamberlane »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Henne-Ei-Prinzip: ...
eben genau darauf will ich doch hinaus. ebenso haben publisher ebenfalls keinen Anspruch darauf, eine Aufnahme nichtlizenzierter Informationen als "Schaden" zu deklarieren. Im Umkehrschluss kann man doch auch sagen, sollen die Publisher sich doch darum kümmern, ein System einzuführen, dass nur derjenige mit einer gültigen Lizenz die Informationen auch aufnehmen kann.
Ach, das geht nicht? Das ist absurd?
Genauso absurd ist es zu glauben, dass "saugen und zoggen" keine gangbare Alternative zu deinen vorgeschlagenen wegen darstellt. Wieso denn nicht, funktioniert doch auch?

Ich finde es auch immer wieder herrlich, Dinge zu lesen wie "du hast kein Recht darauf, weils so im Gesetz steht". Aha. Auch ein typischer Vertreter des Henne-Ei-Problems: der Schaden durch Raubkopien würde also auch nicht existieren, wenn diese per Gesetz explizit erlaubt wären?
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von The Incredible Hojo »

das mit dem Einführen eines funktionierenden Sicherheitssystems winken doch genau die Sauger ab. Angeblich gibt es das nicht und wird es nie geben. Es würde schon, würde dann aber zuviele Kunden ganz abschrecken.
Saugen mag eine Alternative sein, aber weder eine legale, noch logische noch gerechte.
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danke15jahre4p
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von danke15jahre4p »

@The Incredible Hojo

da wir uns langsam in der wirtschaftstheorie wiederfinden und es dort mit sicherheit mehr als nur ein mögliches szenario gibt, würde ich das ganze hier gerne abschliessen.

meiner meinung nach macht es keinen sinn auch nur einen euro für die prävention von (illegaler) vervielfältigung auszugeben da es erstens ungewiss ist wieviel ich von diesem euro als ROI zurückbekomme und zweitens ich nicht einschätzen kann wie die folgen für kunden sein könnten die nun mit DRM konfrontiert werden!

@Fiddlejam

meiner meinung nach macht es sich der softwaremarkt mit den ihn aktuell umgebenden gesetze, ziemlich einfach in dem er denkt er könne auf die gleiche art und weise unendliche güter absetzen wie endliche!

das heisst, ich stelle nicht die handlung der "raubkopierer" in frage sondern das komplette modell!

insofern macht es kaum sinn mit dir zu diskutieren!

nur soviel: du löst ein "problem" nicht in dem du strafen verteilst sondern mit umstrukturierungen und neuausrichtung!

wie das von statten gehen soll muss der markt klären aber gewiss keine exekutive auf schwammigen gesetzen aufgebaut!

greetingz