Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

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crewmate
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von crewmate »

Wirklich klasse, das du genau den Teil meines Beitrags ausklammerst,
in dem ich dazu aufrufe, lieber Spiele ohne DRM zu kaufen.

Mal davon ab, das es den Vertrieben längst nicht mehr um Raubkopien geht,
das Schlachtfeld scheinen die aufgegeben zu haben. Unter der alten Flagge
ziehen die jetzt gegen Secound Hand Spiele in den Krieg. Was mich nun persönlich betrifft.

Gerade in meiner Schulzeit habe ich den Kauf von neuen Spielen mit dem Verkauf von alten Spielen finanziert. Darüber hinaus habe ich mir nachträglich eine Dreamcast gekauft und über Ebay die besten Spiele für den tollen Kasten besorgt.

Wenn es nach Hard Target und dir geht, Fiddlejam, soll ich also warten bis SEGA sich endlich erbarmt Shenmue neu über die Downloaddienste zu veröffentlichen. Wenn ich mal Geld und Platz brauche, soll ich die Spiele lieber wegschmeißen, als an jemanden anders zu verkaufen. Retrogaming wäre so fast gar nicht mehr möglich. Schließlich ist alles an Accounts und Konsolen gebunden. Da bleibt nur gog.com. Immerhin etwas.

Und deswegen finde ich eure konservative Haltung unerträglich. Ihr handelt gegen mich, obwohl ich moralisch nichts falsch mache. Das in Zahlung geben von alten Spielen ist eine gute Sache. Gerade für Schüler und Studenten mit wenig einkommen. Ihr wisst schon, die Hauptzielgruppe von Videospielen. :wink: Vielleicht wollt ihr auch einfach, das Videospiele eurer besser gestellten Minderheit überlassen wird. Der Rest kann sich mit Free2Play und Browserspielen unterhalten.
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ogami
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von ogami »

Fiddlejam hat geschrieben:Wenn jemand ein Produkt entwickelt, hat er doch wohl das gottverdammte Recht, zu bestimmen, wer es bekommt und was er damit macht.
Falsch, dagegen gibt es Gesetze und das ist auch gut so. Jemand der sein Produkt öffentlich am Markt verkauft hat keinerlei Recht sich die Käufer auszusuchen. Das wäre Diskriminierung und verboten. Und sicher darf er entscheiden was er damit macht, verkauft oder verschenkt er es oder nicht´und lässt es inner Schublade verrotten.
Fiddlejam hat geschrieben:Es ist schlecht? Dann kauft es nicht, dann saugt es nicht.
Euch gefällt der Kopierschutz nicht? Dann kauft es nicht, dann saugt es nicht.
Und vor allem: Macht dafür nicht die Entwickler/Publisher verantwortlich.

Schwarzkopien sind nicht die Antwort auf Kopierschutz, sondern umgekehrt. Und vor allem sind sie illegal, egal wie man es dreht. Ich verstehe ernsthaft nicht, was daran strittig sein soll.
Ich weiß nun nicht aus welcher Ecke das nun kommt, aber so weit ich das hier überblickt habe, gab es hier keinen Aufruf zum massenhaften kopieren/downloaden. Nichtsdestotrotz werde ich mich weiterhin über Kopierschutzmaßnahmen aufregen und sie weiterhin nicht gut heißen. Und ich lasse mich ebenso gerne zu der Aussage hinreißen, das ich mich nie damit abfinden werde.
Ich habe dazu die gleiche Meinung wie zu dem "Raubkopierer sind Verbrecher" Spot der mich auf DVDs (nicht skippbar) erfreut. Was soll der Scheiß? Hätte ich es nicht gekauft und "raubkopiert" hätte ich werde Probleme mit zickigen Kopierschutztreibern noch würde ich den Spot überhaupt sehen. Ergo => einfach nur ein Ärgernis für die zahlende Kundschaft.
Desweiteren sehe ich es als erwiesen an, dass ein Kopierschutz absolut 0 bringt. Die vorhandenen sind innerhalb kürzester Zeit geknackt, wenn nicht eh schon am EVT. Die Kopierschutzhersteller liefern sich ein Rennen mit Crackern, die das als Sport sehen. Und soweit ich das weiß, kann bisher kein Hersteller von sich behaupten je gewonnen zu haben ^^ Das dafür rausgehauene Geld würde manchen Titeln echt besser in der QA Abteilung stehen. Aber nun gut.
Der eigentliche Punkt ist doch, dass "Digitales Zeitalter" nicht automatisch "Entmündigung des Schaffenden" bedeuten kann.
Er darf aber auch nicht die Entmündigung des Käufers sein, der immer weniger für immer mehr Geld bekommt.
Schwarzkopien müssen geächtet werden, vor allem von den Kunden selbst, statt sie hinzunehmen oder gar zu glorifizieren.
Da kannst du meinetwegen der Meinung sein, ich lache da nur drüber ... wenn du sonst nichts besseres zu tun hast. Meine Pflicht als Kunde ist mit dem Bezahlvorgang beendet. Ich werde mich deswegen noch lange nicht vor den Karren von Milliarden Unternehmen spannen lassen und nun predigen "du pöser, pöser Raubkopierer". Ich bleibe weiterhin der Meinung, das der Käufer sich zu viel gefallen lässt, das hat bei mir nichts mit irgendwelchen dubiosen Gesichtslosen zu tun.

piaf
erstmal die spoilertags durch quotes ersetzt .. tse .. zwiuschen tür und Angel ^^
roman2
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von roman2 »

crewmate hat geschrieben:die ganze Zeit sprichst, ohne es auszusprechen, sind AAA MultiMillionenDollar Spiele. Portal sieht man sein Budget nicht an. Höchstens an der Länge des Spiels.
Aeh, bitte was...? Sogar in dem von dir zitierten Post schrieb ich ausdrücklich AAA-Entwickler. Warum? Weil wir hier von Crytek sprechen, weil Anfangspunkt der Diskussion die Behauptung war, das Crytek es ja einfach wie CDProjekt machen könnte, und ihre Firma ohne Publisher weiterführen.
Und über den Unterschied zwischen Indiemarkt und AAA Markt hab ich mich auch schon ausgelassen, dass muss ich jetzt nicht nochmal wiederholen... o_0
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ChaozProphet
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von ChaozProphet »

Ich hab mir crysis 2 sogar zweimal gekauft für PS3 und PC. Ich würde nie ein Spiel als Raubkopie spielen
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onewinged_angel
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von onewinged_angel »

Die Diskussion verläuft hier wie immer:
A: Übermäßige Kopierschutzmaßnahmen schaden nur dem Kunden, weil der Kopierer davon eh nix mitkriegt.
B: Ja aber der Entwickler hat doch wohl das recht sein Produkt zu schützen (was schonmal komplett am Kern von A vorbeigeht, denn der Kopierschutz schützt eben nicht, jeder Kopierschutz ist bis dato geknackt worden)
C: Ich finds doof wie ihr Raubkopien rechtfertigt! (was bis dahin keiner mit einer Silbe getan hat).

Und so dreht sich dann der Kreis munter weiter. Die Einen argumentiern dann auf wirtschaftlicher Ebene, dass die Kopierschutzmaßnahmen keine erwiesenen Mehreinnahmen, sicher aber Mehrkosten bedeuten, die andere Seite kommt dann mit der Moral, dass es ja falsch und illegal ist zu kopieren und alle reden schön an einander vorbei.
Same routine every time.
Fiddlejam
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Fiddlejam »

Wirklich klasse, das du genau den Teil meines Beitrags ausklammerst,
in dem ich dazu aufrufe, lieber Spiele ohne DRM zu kaufen.
Ich fand nicht, dass es in irgendeiner Weise nötig war, darauf ein zu gehen.
Es ist schön, wenn du das machst, und auch bemerkenswert willensstark, aber was hat es zum Thema "Kopierschutz ist die Reaktion auf Schwarzkopien + Kopierer müssen geächtet werden" zu tun?
Wie gesagt, es steht dir frei es zu tun und du magst noble Absichten haben, aber das Problem beseitigt es nicht. Kopien hören nicht auf, nur weil wir plötzlich alle DRM-freie Spiele kaufen.
Ihr handelt gegen mich, obwohl ich moralisch nichts falsch mache. Das in Zahlung geben von alten Spielen ist eine gute Sache. Gerade für Schüler und Studenten mit wenig einkommen. Ihr wisst schon, die Hauptzielgruppe von Videospielen. :wink: Vielleicht wollt ihr auch einfach, das Videospiele eurer besser gestellten Minderheit überlassen wird.
Wo sage ich etwas gegen Gebrauchtverkauf (obwohl ich die Kritik der Hersteller verstehe, Spiele verfallen nicht so schnell wie etwa gebrauchte Autos)? Wo sage ich überhaupt etwas gegen dich? Ich rege mich über die mangelnde Kritik an Schwarzkopierern und zu große Flamerei gegen die Schaffenden, die nur ihr Produkt schützen wollen (dass dieser Schutz nicht sonderlich zuverlässig ist, ist eine ganz andere Sache).

Und auf die hintergrundlose Trollerei bezüglich "besser gestellte Minderheiten" gehe ich am besten gar nicht erst ein.
Jemand der sein Produkt öffentlich am Markt verkauft hat keinerlei Recht sich die Käufer auszusuchen. Das wäre Diskriminierung und verboten.
Erstens reden wir immer noch über Kopierer, also Leute die eben nicht zahlen.
Zweitens hat er durchaus das Recht, bspw. bei einer Reservierung, oder einem Vertragsbruch in Zusammenhang mit dem Kauf. Also bitte nicht so verallgemeinern.
Er darf aber auch nicht die Entmündigung des Käufers sein, der immer weniger für immer mehr Geld bekommt.
Die Aussagen stehen in keinem Zusammenhang.
Wenn ich dem Käufer verspreche "hey, du bekommst diese komplette Kiste Äpfel für 10 Euro" und ich ihm nur die halbe gebe und die andere Hälfte muss er extra bezahlen, dann ist das illegal.
Wenn ich ihm weniger Äpfel für mehr Geld verkaufe, ist das meine freie Entscheidung und keine Entmündigung. Er weiß schließlich, dass es weniger sind.

Selbiges gilt auch für Spiele. DLC ist ein Bonus. Erst wenn es heißt "in diesem Paket sind alle DLCs enthalten" und es dann eben nicht so ist, ist daran etwas verwerflich.
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Arkinos
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Arkinos »

Hardtarget hat geschrieben:
MrPink hat geschrieben:Eben, so bleibt doch nur der Vorwurf beim Publisher.
Oder was legitimiert nun, ob dieser Erkenntnis, die Gängelung des "ehrlichen" Kunden?
andere frage: was bleiben uns eigentlich für alternativen ? auf konsole wechseln ? gar nicht mehr spielen ? auch anfang zu saugen ? wähle eine, es hat im moment immer nur eine folge, und zwar das der stellenwert des pcs noch weiter nach unten sinkt als er sowieso schon ist.
Natürlich kann man einfach nicht mehr spielen.
Ich weiß garnicht wie man darauf kommen könnte dass der Kauf eines Spiels eien Automatismus ist den man nicht stoppen kann, egal wie sehr man verarscht wird.

Ich erwerbe Spiele, wie alles Andere auch, zu meinen Bedingungen.
Wenn ich mir sage ein Spiel ist mir nur 10 Euro wert, es fällt aber nie auf diesen Preis, wirds nicht gekauft.
Wenn ich ein Spiel ohne Steam haben will und es kommt nicht ohne Steam wirds nicht gekauft.

Man muss schon ganzschön komsumsüchtig sein wenn einem die Idee ein Spiel nicht zu kaufen, egal wie lange man darauf gewartet hat, garnicht in den Sinn kommt.

Und wenn du schon mit so einer Kollektivverantwortung wie dem Überleben des PCs als Spieleplattform kommst dann überleg dir doch mal folgendes: wenn du Spiele die mies sind, oder deren Publisher einen nur verarscht nicht kaufst: dann wird es in Zukunft vielleicht weniger Spiele für den PC geben, aber die verbleibenden werden besser sein.
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ogami
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von ogami »

Fiddlejam hat geschrieben:
Jemand der sein Produkt öffentlich am Markt verkauft hat keinerlei Recht sich die Käufer auszusuchen. Das wäre Diskriminierung und verboten.
Erstens reden wir immer noch über Kopierer, also Leute die eben nicht zahlen. Zweitens hat er durchaus das Recht, bspw. bei einer Reservierung, oder einem Vertragsbruch in Zusammenhang mit dem Kauf. Also bitte nicht so verallgemeinern.
So hast du es aber nicht ausgedrückt, zumal es in der Synthax falsch wäre, kein Hersteller verkauft an Raubkopierer ;) Dementsprechend, du hast es allgemein ausgedrückt, das der Hersteller sich aussuchen kann an wen er verkauft. Und das ist faktisch verkehrt. Daraufhin habe ich allgemein gehalten geantwortet. Zu der Reservierung etc. verallgemeinerst du ebenfalls. Das würde sich ganz alleine auf den reinen digitalen Vertrieb per Firmenseite beziehen. Das Angesprochene unterliegt dem Händler, und Händler != Hersteller ;)
Und Entmündigung eher in Richtung EULA als in Richtung DLC, das weiß ich tatsächlich im Voraus, da obliegt die Entscheidung ganz alleine mir, ob ich mir das gebe oder nicht. Da hab ich aber eigentlich auch nichts Gegenteiliges behauptet (Falls doch, mein Fehler)

Aber genug davon, wir sehen beide das wir da konträre Einstellungen zu haben, die sich so nicht unter einen Hut bringen lassen ^^ Ich bin die "die bösen Raubkopierer" Thematiken einfach nur mehr als leid, seit über 10 Jahren werden sie für immer neue Kabinettstückchen aus der Mottenkiste gekramt. Eine wirkliche Statistik, das sich ohne die Problematik etwas ändern würde (an den Preisen, an den Gewinnspannen etc.) bleibt man mir bis heute schuldig.
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Xris
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Xris »

(obwohl ich die Kritik der Hersteller verstehe, Spiele verfallen nicht so schnell wie etwa gebrauchte Autos)
Und Spiele kosten auch nur einmal. Nämlich in der Entwicklungsphase. Danach ist ein Spiel eine Lizenz, an der man immer weiter verdienen kann - mit absolut minimalen (im digitalen Bereich gar keine) Ausgaben. Und würde es keinen Einzelhandel mehr geben, mag ich mir garnicht vorstellen wie die Preisgestaltung wäre.

Und nachdem ein 10 Jahre altes 3D Spiel im gegensatz zu handgezeichneteten 2D Spielen, wie Pixelmatsch ausschaut und mein über 20 Jahre alter Golf II immer noch fährt (und nichts anderes erwarte ich von einem Auto)...
Ja die moderne Autoindustrie. Bauen bewust Parts mit einer Lebensdauer von ca. 3 Jahren. Sehr schlechtes Beispiel. Die Spieleindustrie abrbeitet noch auf dieses qualitativ hohe Niveau hin nehme ich an.

Ach und verstehen tu ich's nicht. Aber steh wenigstens dazu, das du mit der Meinung gebrauchte Spiele wären nicht besser als Raubkopien, konform gehst. Nichts anderes suggerierst du mit deinem Post.

Davon abgesehen hatten wir die Diskussion jetzt schon hundertdrölfzigmal. Mein Mitleid mit großen 3rd Partys wie EA ist bir zu Gänze erschöft. Die schröpfen schlieslich den Kunden nach allen Regeln der Kunst. Im Gegenteil freue ich mich sogar über jede Raubkopie die den EA DRM umgeht. Das sich diese Publisher Raubkopierer mitunter auch selbst erschaffen ist kein Geheimnis. Genauso wenig wie von einem wirkungsvollen Kopierschutz die Rede sein kann. Blizzards WoW läuft auch ohne Blizzard Server.
muhmaff
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von muhmaff »

Was für eine blödsinnige Aussage.

A) Entweder ist das Spiel Schund, so dass raubkopiert wird (... um eventuell aus Langeweile zu spielen)

oder

B) das Spiel ist top, aber der Preis zu hoch.

Kein Raubkopierer kauft ein Spiel, nur weil der Kopierschutz nicht zu knacken ist.

Als Beispiel zu B: Ich kaufe mir kein Diablo 3, da es mir für 55-75(!) € einfach zu teuer ist.
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Nekator
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Beitrag von Nekator »

blahblah.. konzentriert euch ruhig auf euer Free2Play Zeug..
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Deuterium
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Deuterium »

Raubkopierer sollen härter geächtet werden... Kopierschutzmaßnahmen sind die Antwort auf Kopien nicht anders herum. Klingt ja alles furchtbar spannend.

Aber warum sollte ich diese Leute ächten? Mal ganz ehrlich: Sie sind mir scheißegal und der von ihnen angeblich verursachte Schaden ist und bleibt bis heute nicht nachweisbar und ich weigere mich außerdem, über Leute zu urteilen, deren Beweggründe ich nicht kenne. Diese ganzen Forderungen kommen doch im Endeffekt nur von den Lizenzinhabern, die schon seit Jahr und Tag ihr Mantra runterbeten, wie sehr sie doch geschädigt würden. Schön, dass einige Kunden daraus einen ziemlich schiefen Chorgesang machen und mit Scheinargumenten Kundengängelung rechtfertigen wollen.

Kopien sind so alt wie die schaffenden Künste selbst und bis heute hat nichts und niemand es geschafft, diese zu verhindern. Und bis heute haben es auch die Kopierer nicht geschafft, die schaffenden Künste zu zerstören, obwohl Rechteinhaber schon seit Äonen das Ende aller Tage prophezeien. Das Einzige, was man geschafft hat, ist den ehrlichen Kunden einzusperren, während die Kopierer fröhlich weitergespielt haben. Während bei Ubisoft die Server abgeschmiert sind, spielten die Raubis einfach weiter und während ich mir für Mass Effect 3 noch 'nen hübschen Origin Account anlegen muss und mir schleimige Zusatzsoftware besorge, hat mein Nachbar schon die ersten Quests gelöst.

Und dann soll ich sauer auf den Raubkopierer sein? Oh Gott nein. Ich bin und bleibe auf den Publisher sauer, der mich bestraft, weil er mit seiner Scheiße unter anderem vorhat, seine Software vor ungewollter Vervielfältigung zu schützen, obwohl ein merklicher Schaden nicht nachweisbar ist. Nicht jede Kopie ist eine nicht verkaufte Kopie blabla.

Aber warum unter anderem? Weil der ganze Dreck schon längst nicht mehr nur als Medizin gegen das Guttenbergsyndrom fungieren soll, sondern auch den Gebrauchtmarkt durch die Tore Valhallas begleiten soll. Ziel ist die komplette Kontrolle über den Softwaregebrauch. Für dieses Ziel wird auch bei den Neu- und Ehrlichkäufern gerne über Leichen gegangen und das nervt ungemein.
Und dafür mache ich die Publisher und Hersteller verantwortlich. Das Kopieren kann man eh nicht aufhalten.
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Oldholo
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Oldholo »

Deuterium hat geschrieben: Und dann soll ich sauer auf den Raubkopierer sein? Oh Gott nein. Ich bin und bleibe auf den Publisher sauer, der mich bestraft, weil er mit seiner Scheiße unter anderem vorhat, seine Software vor ungewollter Vervielfältigung zu schützen, obwohl ein merklicher Schaden nicht nachweisbar ist. Nicht jede Kopie ist eine nicht verkaufte Kopie blabla.
Jetzt mal Hand auf's Herz: Das ist genau so großes Blabla, nur von der anderen Seite der Front.
Selbstverständlich entsteht ein nicht unerheblicher Schaden durch Raubkopien, das verrät einem bereits Gevatter Common Sense. Er lässt sich nur nicht wirklich messen, da es statistisch schwierig ist, das zu erfassen.
Aber bleiben wir doch wenigstens realistisch. Raubkopien sind nicht das Ende aller Zeiten, aber sie sind auch nicht unschädlich oder gar förderlich.
Fiddlejam
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Fiddlejam »

Ach und verstehen tu ich's nicht. Aber steh wenigstens dazu, das du mit der Meinung gebrauchte Spiele wären nicht besser als Raubkopien, konform gehst. Nichts anderes suggerierst du mit deinem Post.
Nein, der Meinung bin ich nicht. Ich verstehe, wie ich auch verstehe, warum jemand einen dauerhaft-online DRM einbaut - wie gesagt, dass es Unsinn ist, ist mir bewusst, aber deshalb muss der Hintergrundgedanke nicht gleich Unsinn sein.
Aber warum sollte ich diese Leute ächten? Mal ganz ehrlich: Sie sind mir scheißegal und der von ihnen angeblich verursachte Schaden ist und bleibt bis heute nicht nachweisbar und ich weigere mich außerdem, über Leute zu urteilen, deren Beweggründe ich nicht kenne. Diese ganzen Forderungen kommen doch im Endeffekt nur von den Lizenzinhabern, die schon seit Jahr und Tag ihr Mantra runterbeten, wie sehr sie doch geschädigt würden. Schön, dass einige Kunden daraus einen ziemlich schiefen Chorgesang machen und mit Scheinargumenten Kundengängelung rechtfertigen wollen.
Was habt ihr nur immer mit eurem wirtschaftlichen Schaden?
Es geht darum, dass ich als ehrlicher Kunde Geld für etwas zahle und andere es bekommen, ohne Geld zu zahlen. Das ist eine moralische Angelegenheit, keine wirtschaftliche.
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Sir Richfield
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Re: Crysis 3: Yerli über Raubkopien und Kopierschutz

Beitrag von Sir Richfield »

Fiddlejam hat geschrieben:Es geht darum, dass ich als ehrlicher Kunde Geld für etwas zahle und andere es bekommen, ohne Geld zu zahlen. Das ist eine moralische Angelegenheit, keine wirtschaftliche.
1) Es gibt per Definition keinen unehrlichen Kunden. Der Begriff "Ehrlicher Kunde" macht aus dem Lizenzerschleicher einen "Unehrlichen Kunden", gibt ihm also Marktmacht. Der Lizenzerschleicher ist aber KEIN Kunde und hat damit einfach nur als solcher betrachtet zu werden.
Die Kunst des Verkaufens ist es immer noch, aus einem Nicht Kunden einen Kunden zu machen.
In der Spieleindustrie versucht man das damit, dass man den Kunden Steine in den Weg legt.
Keine andere Branche war so doof und hat es überlebt.

2) Wie Moral? Alles, was ich aus dem Post lese ist Neid! Du bist neidisch, das Dir Deine selbsteingeredete Moral im Weg steht.
Anstatt dass Du und Deine Moral euch freut, dass ihr ein Spiel erworben und den Publisher damit unterstützt habt (Den Entwicklern nutzt das nämlich weniger, aber die Rechnung müsst ihr Euch selber anlesen), seid ihr sinnfrei sauer auf eine unsichtbare Masse, die Euch nicht mal betrifft. (Ausser mit KS/DRM, aber den redet ihr Euch ja auch noch schön).

PS: Bin ich eigentlich der einzige, der Crysis spielerisch mies fand und deshalb froh ist, es nicht gekauft zu haben?