roman2 hat geschrieben:Kajetan hat geschrieben:roman2 hat geschrieben:Hmja, man riskiert natuerlich mal ganz locker das eigene Unternehmen und die Arbeitsplaetze von 600 Angestellten (lt. wp, stand 09.10) um keine Seelenlose Unterhaltungssoftwarefabrik zu sein....
Wo soll darin ein besonderes Risiko bestehen?
Ach, du. Das erklaer ich dir sobald du mal anfaengst mitzudenken, und nicht nur antikapitalistische Allgemeinplaetze von dir schleuderst.

Ich bin mal so lieb zu Dir und weise Dich darauf hin, wo Deine Allgemeinplätze Dir im Weg standen:
Beachte das Wort
besondere in Kajetans Satz.
Das beeinflusst nämlich den Sinn.
Kajetan fragt nicht, wo überhaupt ein Risiko sein soll, sondern warum dies ein anderes, ein besonderes Risiko sein soll zu allen anderen normalen Firmen auf der Götter grünen Wiesen.
Er will sagen, Entwickler haben ganz normale Probleme: Sie haben ein Angebot (Spiel) und brauchen die Nachfrage (Publisher, der aus viel Geld (Investition in Entwickler) mehr Geld (Gewinn) machen will).
Um nichts anderes dreht sich die Marktwirtschaft.
Herr Yerli macht uns hier nur auf eine Besonderheit der Entwickler aufmerksam:
Man glaubt, man hätte zwei Geldgeber gleichzeitig: Den Kunden und den Publisher.
Für den Kunden sagt er: DRM find ich doof.
Für den Publisher sagt er: DRM find ich toll, ich bau Dir alles ein, was Dich glücklich macht.
Die beiden konträren Aussagen versucht er in EINEN Satz zu bauen.
Problem an der Sache ist: der Kunde ist NICHT sein Geldgeber. Der Kunde gibt EA das Geld.
EA gab!!! Geld an Crytek, damit die Crysis 3 machen können.
Also wenn überhaupt müsste sich EA hinstellen und dem Kunden sagen, warum DRM toll ist.
Cryteks einzig glaubwürdige Aussage wäre: Wenn wir Geld von einem Publisher wollen, müssen wir DRM einbauen - wendet Euch an die Publisher, wenn Euch das stinkt.
Es GIBT Entwickler, deren Geldgeber sind die Kunden. Indies im Allgemeinen. Manchmal tun die Kunden sogar so, als wären sie Publisher. Das ist dann Crowdfunding. (Also vorher Geld investieren, in der Hoffnung, dafür ein Produkt zu bekommen. Gewinn ist dann das Spielerlebnis).
Und bei denen verteidigen nur wenige bis gar keiner DRM. Weil denen die Kunden genau sagen "Pass mal auf, Junge. Du hast mein Geld schon. Dafür will ich die Lizenz nutzen, wie's mir passt. Die Anderen sind mir egal, ich bezahle Dich nicht, Deine Energie/mein Geld in sinnfreie Kopierschutzmaßnahmen zu investieren."
Mir ist nicht klar, warum sich Herr Yerli am Laufenden Bande völlig ohne Not für seinen Publisher in die DRM Schussbahn wirft.
Muss eine ähnliche Wahrnehmungsverschiebung sein wie bei den Tatort-Autoren. Die denken auch, Kopien machen sie Arbeitslos und poltern dann herum, nur damit die "Kunden" dann herausfinden, dass der "Publisher" sich selber einen Dreck um's Urheberrecht kümmert. (Bonuspunkte für den, der weiß, worauf ich anspiele.

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