Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

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Kajetan
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von Kajetan »

4P|Bodo hat geschrieben:Lächerlich, das sind dann die tollen Mittelständler, die ihre Mitarbeiter ausbeuten, mit dem Geld andrerer jonglieren oder den Leuten Mist andrehen. Schau doch mal hin, wie die wirklich zu Geld gekommen sind. Es mag legal sein, aber mit ehrlicher Arbeit hat das nix zu tun und die Moral geht zusätzlich flöten.
Ebend. Es gibt kaum einen Mittelstandsmillionär, der im Rahmen ehrlicher Geschäfte im Mittelstandsbereich Millionär geworden ist. Dazu ist der Mittelstand zu klein. Millionär wird man im MIttelstand nur, wenn man reich erbt oder über einigen Grundbesitz verfügt, der teuer verkauft werden kann oder man erfolgreich mit Finanzgeschäften spekuliert hat. Mit "ehrlicher" Arbeit ist das heute als Mittelständler fast nicht mehr möglich. Wer das trotzdem behauptet, der lebt geistig immer noch in den Gründerjahren der Bundesrepublik, als man mit harter Arbeit tatsächlich ein ordentliches Vermögen aufbauen konnte. Oder er ist Parteigänger der FDP, die dieses Ammenmärchen ja heute noch erzählt.

Millionär wird man heute, wenn man Showstar ist, wenn man den dicken Jackpot im Lotto gewinnt oder wenn man im Finanzsektor erfolgreich spekuliert hat. Mit "ehrlicher, harter" Arbeit hat das alles aber nichts zu tun. Ist auch nicht mehr möglich.
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Boesor
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von Boesor »

Was verstehst du denn bitte unter Mittelstand?
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mosh_
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von mosh_ »

4P|Bodo hat geschrieben:
Frontschwein91 hat geschrieben:
4P|Bodo hat geschrieben:Mit ehrlicher Arbeit haben solche Boni nun wirklich nix zu tun, schon eher mit den ungeschriebenen Gesetzen des Profits. Es heißt ja immer, dass man, um Millionär zu werden, jemand betrügen muss.
So ein schwachsinn, warum sollten die nicht zu stehen, sind immerhin für Millionen Verkäufe verantwortlich da sind die boni eher Umsatzbeteiligung.

Echt erbärmlich was hier wieder los ist.
Wie gerechtfertigt ist es überhaupt, einen wie im Bericht beschriebenen Bonus von 16 Mio. Dollar zu bekommen. Was hat der Manager getan, um das zu verdienen? Das Penizilin neu erfunden? Oder in unserer Branche den ersten Shooter rausgebracht?
Was bitte leistest du denn um deine 2-3k netto am Ende des Monats auf deinem Konto zu haben? Ich mein, so dolle sind deine Beiträge auf 4Players nicht.
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Kajetan
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von Kajetan »

Boesor hat geschrieben:Was verstehst du denn bitte unter Mittelstand?
Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zu 50 Mio. Euro. Die meist gebräuchliche Definition eines mittelständischen Unternehmens. Weiteres Merkmal ist der Besitz in Familienstrukturen, wo die Familie entweder direkt oder über Geschäftsführer agiert.

Ich habe selber eine Großtante, die in den 50ern und 60ern mit einem Kartonage-Betrieb zur Millionärin wurde. War halt damals noch möglich, weil der Markt noch nicht komplett gesättigt und mit Konkurrenz vollgestellt war. Kannste heute knicken, solche Erfolgsstories gibt es nicht mehr. Einer meiner früheren Arbeitgeber aus der New Economy ist heute mehrfacher Millionär. Aber nicht, weil er so hart gearbeitet hat und so fleissig war, sondern weil die Firma zu genau richtigen Zeitpunkt den IPO hingelegt hat und er sich mit dem Geld der Anleger hübsch bereichtert hat. Die Firma existiert nicht mehr, die Aktie dümpelt über diverse Nachfolge-Firmen im einstelligen Euro-Bereich herum, die Aktionäre haben ihr Lehrgeld bezahlt und er macht auf gelangweilten Lebemann. Kann er ja gerne tun :) , aber nur SO kann man heute noch als Mittelständler Millionär werden. Und nur noch so.
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R_eQuiEm
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von R_eQuiEm »

Kajetan hat geschrieben:Kannste heute knicken, solche Erfolgsstories gibt es nicht mehr.
Außer vielleicht in der EDV/Software Branche^^
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Boesor
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von Boesor »

Kajetan hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:Was verstehst du denn bitte unter Mittelstand?
Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zu 50 Mio. Euro. Die meist gebräuchliche Definition eines mittelständischen Unternehmens. Weiteres Merkmal ist der Besitz in Familienstrukturen, wo die Familie entweder direkt oder über Geschäftsführer agiert.

Ich habe selber eine Großtante, die in den 50ern und 60ern mit einem Kartonage-Betrieb zur Millionärin wurde. War halt damals noch möglich, weil der Markt noch nicht komplett gesättigt und mit Konkurrenz vollgestellt war. Kannste heute knicken, solche Erfolgsstories gibt es nicht mehr. Einer meiner früheren Arbeitgeber aus der New Economy ist heute mehrfacher Millionär. Aber nicht, weil er so hart gearbeitet hat und so fleissig war, sondern weil die Firma zu genau richtigen Zeitpunkt den IPO hingelegt hat und er sich mit dem Geld der Anleger hübsch bereichtert hat. Die Firma existiert nicht mehr, die Aktie dümpelt über diverse Nachfolge-Firmen im einstelligen Euro-Bereich herum, die Aktionäre haben ihr Lehrgeld bezahlt und er macht auf gelangweilten Lebemann. Kann er ja gerne tun :) , aber nur SO kann man heute noch als Mittelständler Millionär werden. Und nur noch so.
schau über deinen tellerand hinaus.
Es gibt nach wie vor genug Unternehmen die hervorragende Wachstumsschancen im Mittelstand haben.
Ich kenne alleine zwei davon, eins im Lebensmittelbereich eins im maschinenbau.
beide mit teils hochqualifizierten Mitarbeitern (die natürlich entsprechend kosten/verdienen), beide durch sinnvolle Spezialisierungen mit stabilem wachstum über mehrere jahre und bei in Familienbesitz.
Ob du es glaubst oder nicht, zwischen der Karton tante und dem new economy Millionär liegt so einiges.
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4P|Bodo
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von 4P|Bodo »

R_eQuiEm hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Kannste heute knicken, solche Erfolgsstories gibt es nicht mehr.
Außer vielleicht in der EDV/Software Branche^^
Ja eben wie Facebook.

Ein Mann, der Milliardär wird, weil andere seine Aktien hochjubeln.
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mosh_
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von mosh_ »

4P|Bodo hat geschrieben:
R_eQuiEm hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Kannste heute knicken, solche Erfolgsstories gibt es nicht mehr.
Außer vielleicht in der EDV/Software Branche^^
Ja eben wie Facebook.

Ein Mann, der Milliardär wird, weil andere seine Aktien hochjubeln.
Genau so läuft das Geschäft. Ich bringe meine Aktie morgen auf den Markt. Vlt. jubelst du ja mit, Bodo, teile dann auch mit dir. Danke.

Es ist vollkommen egal, was man macht. Es zählt nur, wieviel es hinterher einbringt. Wen du das schon nicht verstehst, sind deine Kommentare absolut nichts wert, sorry.
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R_eQuiEm
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von R_eQuiEm »

4P|Bodo hat geschrieben:
R_eQuiEm hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Kannste heute knicken, solche Erfolgsstories gibt es nicht mehr.
Außer vielleicht in der EDV/Software Branche^^
Ja eben wie Facebook.

Ein Mann, der Milliardär wird, weil andere seine Aktien hochjubeln.
Herr Zuckerberg ist da auch ein extremes Beispiel. Außerdem fällt der werte Herr momentan kräftig aufn Arsch so wie die Aktien sinken.
Gibt da ganz andere Beispiele die wesentlich "irdischer" sind.
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NotSo_Sunny
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von NotSo_Sunny »

Meisterdieb1412 hat geschrieben:Früher waren viele der Spieleentwickler selbst noch Fans von Videospielen und hatten als Hauptziel ein gutes Spiel zu entwickeln um den Leuten Spaß zu bescheren. Wenn ich das nun mit diesen E-Mail-Auszügen vergleiche, kommts mir hoch.
Und welche Auszüge aus diesen Mails veranlassen dich zu der Annahme, dass hier die Entwickler keine Fans mehr von Spielen sind?
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chotwm1
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von chotwm1 »

4P|Bodo hat geschrieben:
chotwm1 hat geschrieben:
4P|Bodo hat geschrieben:Mit ehrlicher Arbeit haben solche Boni nun wirklich nix zu tun, schon eher mit den ungeschriebenen Gesetzen des Profits. Es heißt ja immer, dass man, um Millionär zu werden, jemand betrügen muss.
Völliger Schwachsinn, es gibt genügen Mittelständler auch hier in Deutschland die völlig legal und auch moralisch korrekt handeln und trotzdem zu Millionären werden. Schwingt da vielleicht ein bisschen Neid mit? Ich würde mich in Zunkunft über eine ausgewogener Darstellung bzw. über ein bisschen mehr differenzieren freuen.
Lächerlich, das sind dann die tollen Mittelständler, die ihre Mitarbeiter ausbeuten, mit dem Geld andrerer jonglieren oder den Leuten Mist andrehen. Schau doch mal hin, wie die wirklich zu Geld gekommen sind. Es mag legal sein, aber mit ehrlicher Arbeit hat das nix zu tun und die Moral geht zusätzlich flöten.
:lol:
Dafür, das sie, dies unterstelle ich ihnen einfach mal, nie ein mittelständische Unternehmen geleitet haben, wissen sie aber erstaunlich viel über "deren" Geschäftspraktiken. Zählt ein Schreinermeister, der über Jahre zum Millionär wurde, etwa schon als Betrüger/Abzocker/Pleitegeier/Mistandreher/was weiß ich denn, nur weil er den Trend der energetischen Sanierung von Wohnhäusern vorraussah und dementsprechend Pionierarbeit geleistet hat und so seine Konkurrenten austechen konnte? Wohl kaum. Aber lieber einfach mal Pauschalisieren, wehe die eigenen Vorurteile kommen ins wanken.
Und was soll bitte an Erfolgsstorys im EDV-Markt so verwerflich sein? oder ist SAP (als Beispiel für ein nicht-mittelständisches Unternehmen) jetzt plötztlich das personifizierte Böse?
Zuletzt geändert von chotwm1 am 23.05.2012 14:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von Kajetan »

Boesor hat geschrieben:Ob du es glaubst oder nicht, zwischen der Karton tante und dem new economy Millionär liegt so einiges.
Das ist mir durchaus bewusst. Aber hier bestätigen die Ausnahmen die Regel. Und bohrt man bei nicht wenigen erfolgreichen Mittelständlern etwas tiefer, was kommt dann zum Vorschein?

Haufenweise Subventionen und Fördergelder vom Staat und der EU, die man mit Hilfe befreundeter Anwälte und Sachbearbeiter am laufenden Band einstreicht. Alles legal natürlich. Da soll ein neues Produkt entwickelt werden. Also gründet man eine neue Firma, setzt einen Strohmann als Geschäftsführer ein und lässt sich einen ordentlichen Teil der nötigen Investitionen mit Fördergeldern bezahlen, anstatt dies selbst vorzustrecken. Die Vermarktung des neuen Produkts erfolgt dann teilweise über eine dritte Firma, wo man mittels Lizensierungsgeschäfte noch mehr Konfusion bei den Finanzbehörden erzeugen kann, um die eine oder andere Million an Steuern einsparen zu können. Wenn das Produkt floppt, hält sich der Verlust in Grenzen. Ist das Produkt ein Erfolg, herrscht breites Grinsen, weil der Umsatz natürlich fast direkter Reingewinn ist.

Harte, ehrliche Arbeit my ass!
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Boesor
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von Boesor »

ich farge mich eh wo wohl das....Selbstbewustsein kommt derart viele Betriebe unterschiedlicher größe, Ausrichtung, Branche usw. so über einen kamm zu scheren.

Spielejournalist, bleib bei deinen leisten.
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Boesor
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von Boesor »

Kajetan hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:Ob du es glaubst oder nicht, zwischen der Karton tante und dem new economy Millionär liegt so einiges.
Das ist mir durchaus bewusst. Aber hier bestätigen die Ausnahmen die Regel.
meinst du. ich sehe an diesen Unternehmen allerdings nichts so spezielles das ich davon ausgehen muss sie seien die Ausnahme.
ich bin mir ziemlich sicher sowas findet man in anderen regionen auch.
Mittelständische weltmarktführer gibt es in deutschland viele.
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Azurech
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Re: Activision Blizzard: Was verdienten West & Zampella?

Beitrag von Azurech »

Verantwortung bringt Geld, so einfach ist das bei 'normaler' Arbeit. (also mal TV-/Sportstars ausgelassen).