Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

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Sir Richfield
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von Sir Richfield »

LordBen hat geschrieben:Das Einzige was D2 auf Normal schwierig machte war das völlig unflexible Skillsystem. Wollte man sich für manche Builds nicht verskillen musste man bis Level ~30 ungeskillt rumlaufen.
DEN Musst Du mir erklären.

Bzw. warum kann ich, wenn ich weiß, welche Skills ich nehmen will, nicht die low level Skills bis dahin verwenden?

PS: Titan Quest, DAS war ein Skillsystem!
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Erynhir
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von Erynhir »

Sir Richfield hat geschrieben:
LordBen hat geschrieben:Das Einzige was D2 auf Normal schwierig machte war das völlig unflexible Skillsystem. Wollte man sich für manche Builds nicht verskillen musste man bis Level ~30 ungeskillt rumlaufen.
DEN Musst Du mir erklären.

Bzw. warum kann ich, wenn ich weiß, welche Skills ich nehmen will, nicht die low level Skills bis dahin verwenden?
Tatsächlich gilt die Aussage von LordBen nur bis Patch 1.09. Ab Patch 1.10 war das Aufsparen von Skillpunkten tatsächlich nicht mehr unbedingt notwendig, dank der Synergien. Aber davor... eine Frostsphärenzauberin musste zwangsläufig sich die Punkte sparen, weil diese sonst am Ende fehlten.
PS: Titan Quest, DAS war ein Skillsystem!
So sehr ich Titan Quest liebe, aber ein gutes Beispiel ist das nicht. Die meisten Bäume bestanden hauptsächlich aus passiven Fertigkeiten, so manche Fertigkeiten waren sehr unnütz und es gab nur äußerst wenige nützliche und gute aktive Fertigkeiten. Dann gibt es noch das "Thermometer", aber da hat man auch nur Werte gesteigert. Titan Quest finde ich super, aber das Fertigkeitensystem ist doch recht öde gewesen. Wird in Grim Dawn hoffentlich besser gelöst.
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LordBen
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von LordBen »

Erynhir hat geschrieben:Tatsächlich gilt die Aussage von LordBen nur bis Patch 1.09. Ab Patch 1.10 war das Aufsparen von Skillpunkten tatsächlich nicht mehr unbedingt notwendig, dank der Synergien. Aber davor... eine Frostsphärenzauberin musste zwangsläufig sich die Punkte sparen, weil diese sonst am Ende fehlten.
Yep. Wobei es auch nach 1.09 problematische Skillungen gab. Die Frozen Orb-Sorc bekommt ihre beiden Mainskills, Frozen Orb und Cold Mastery erst ab lvl 30. Die beiden Skills kann man, wenn man sich die Punkte davor aufspart, bequem gleichzeitig hochziehen. Wenn man allerdings die Punkte davor schon in eine der Synergien infestiert, vergimpt man seinen Schaden für die "schwierigen" Schwierigkeitsgrade.
Falagar
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Beitrag von Falagar »

roman2 hat geschrieben:
Ist schon paradox, die ganze Welt schwaermt von Spielen wie The Witcher, Mass Effect oder The Walking Dead, weil man dort zu Entscheidungen gezwungen wird, die sich permanent auf den Spielablauf auswirken, aber bei D3 sind alle Happy, weil ihnen jedwede Entscheidung abgenomen wird :Blauesauge:

Komischerweise ich mag diese Entscheidungszwänge in solchen Spielen überhaupt nicht. Ich weiß nicht ich hasse das eigentlich sogar. Sich zwischen 2 Wegen zu entscheiden wo als Konsequenz dann einer der Protagonisten stirbt, hätte man sich für mich in der neueren RPG
-Geschichte sparen können. Ich mag es zu sehen wie mein Char sich von einem Bauerntölpel zu einem mächtigen Kämpfer entwickelt, ich mag es die Macht zu spüren wie sich ein gut geskillter, gut ausgerüsteter Char durch Gegner durchpflügt....einfach dieses Gefühl vermittelt zu kriegen.
Dieses beschissene Entscheiden für irgendeine Seite, welches teilweise dazu noch so extrem aufgesetzt wirkt ist überhaupt nicht mein Fall. Leider ist das heutzutage scheinbar Pflicht um als brauchbares Spiel in der Kategorie dazustehen....

Gerade in einem Spiel wie Diablo will ich sowas überhaupt nicht. Das Spiel muß fließen, selbst wenn ich abends in einer langen Arbeitswoche heimkomme will ich einfach nur einen guten Spielfluss mit einer stetigen Motivation der Charverbesserung haben. Daraus generiert sich letztlich auch der Langzeitspass. Ich will so eine Art des Spiels nicht spielen um über irgendwelche Konsequenz im Spiel nachdenken zu müssen.....
SectionOne
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Beitrag von SectionOne »

roman2 hat geschrieben: Ist schon paradox, die ganze Welt schwaermt von Spielen wie The Witcher, Mass Effect oder The Walking Dead, weil man dort zu Entscheidungen gezwungen wird, die sich permanent auf den Spielablauf auswirken, aber bei D3 sind alle Happy, weil ihnen jedwede Entscheidung abgenomen wird :Blauesauge:
Was ist daran paradox? Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen! Die Entscheidungen der von dir genannten Spiele beziehen sich auf den weiteren Spielverlauf, auf Beziehungen zu NPCs und so weiter. Das hat nichts mit einem Skillbaum zu tun der einen in ein Korsett zwängt!
roman2
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Re: Kommentar

Beitrag von roman2 »

SectionOne hat geschrieben:Was ist daran paradox? Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen! Die Entscheidungen der von dir genannten Spiele beziehen sich auf den weiteren Spielverlauf, auf Beziehungen zu NPCs und so weiter.
Wo ist der Unterschied, ob ich mich fuer Handlungspfad X entscheide, und deswegen Handlungspfad Y in diesem Playthrough nicht zu Gesicht bekomme. Oder ob ich mich fuer Skill X entscheide, und deswegen Skill Y nicht zu Gesicht bekomme. In beiden Faellen treffe ich eine Entscheidung zu gunsten einer Sache, und verzicht dadurch auf etwas anderes.
Das hat nichts mit einem Skillbaum zu tun der einen in ein Korsett zwängt!
Skillbaum, hm? Womit wir wieder bei D2 waeren. Danke das du 90% meines Beitrags ignoriert hast.
Abgesehen davon: Wirklich frei ist das System in D3 auch nicht. Was ist wenn ich einen Demon Hunter mit Mainskill Gas Grenades spielen will? Dann muss ich bis Level 60 warten, um meinen Mainskill freizuschalten und hab absolut keine Moeglichkeit das in irgendeiner Form zu beschleunigen.
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gollum_krumen
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von gollum_krumen »

Xris hat geschrieben:Tangiert mich grade peripher.
Diesen Satz höre ich im Normalfall eher von 14-jährigen, die sich an ihrer künstlich konstruierten Eloquenz aufgeilen müssen - das hast du nicht nötig.
Das Artdesign gefällt dir, die Gegner sind nahezu gleichstark mit D2 - und du langweilst dich. Währenddessen findest du den selben Abschnitt in Diablo 2 spannend. Wtf?
Die gleiche Frage könnte ich dir umgekehrt auch stellen. Ja das Art Design gefällt mir, aber die Atmo will nicht so wirklich zünden. D2 war ich von der ersten Minute an mittendrin.
Alles klar. Dann mach das aber bitte auch an der Atmo fest und nicht am Schwierigkeitsgrad/Skillsystem.
...WoW Jahresabo stand wieder mal an...
Und du wirfst uns ernsthaft vor, wir wären blinde Blizzardkonsumenten?
Anderen Leuten erging es genau anders. Vielleicht liegt es daran weil du nun älter bist. Weil neutral gesehen kann man schwerlich behaupten dass Diablo III langweiliger als Diablo II am Anfang ist.
Und warum kann man das neutral gesehen schwerlich behaupten? [...] Ich denke das ist einfach eine Frage des Geschmacks.
Also nicht neutral, da Geschmack subjektiv ist.
Und nein, ich kann nicht sicher sein das der Schwierigkeitsgrad nicht doch noch anzieht. Aber ich bin in solchen Dingen eher skeptisch. Spielt sicher auch meine Erfahrung aus WoW eine Rolle. Das Blizzard daraus so eine Art WoW (womit vorranig Zielgruppe gemeint ist) machen könnte ist meine Befürchtung. Ein Glück, die gelangweilte Hausfrau fällt wohl schonmal alleine wegen der Art des Spiels weg.
Du kannst ziemlich sicher sein, dass Blizzard, zumal noch MoP in der Pipeline steht, kein Interesse daran hat, seine abozahlende Zielgruppe für ein nicht-abopflichtiges Spiel abzuziehen. Blizzard hat schon logisch betrachtet rein WIRTSCHAFTLICH das Interesse, möglichst wenig WoWler anzulocken und Diablo 3 als nebenstehendes Produkt eher für die WC/SC-Leute, also eher für die "Core"-Blizzard-Fans anzulegen, von den Diablofans mal ganz zu schweigen. Und bezüglich des Schwierigkeitsgrades: Du kannst dir sicher sein. Der Schwierigkeitsgrad wird anziehen, spätestens mit Alptraum/Hölle/Inferno wirst du deine Herausforderung haben. Das ist kein Fanboygeblubber, sondern eine mathematische Logik: Zur Zeit stirbt man in der Beta nicht (oder nur, wenn man sich dämlich anstellt/einen Lag hat), Inferno haben jedoch auch die Gamedesigner noch nicht durchgeschafft. Wir haben also ein Spektrum von "nicht zu verfehlen" bis "nicht zu schaffen". Wenn man die Anforderung jetzt auf die Y-Achse legt und anschließend auf der X-Achse den eigenen "Skill" ansiedelt, dann wird man irgendwann an den Punkt kommen, wo man nicht mehr vorankommt. Ausser durch Glück/Grinden.
Bipartiter Graf
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von Bipartiter Graf »

Ein Skillsystem ala D2, wo die Entscheidungen absolut persistent und unwiederbringlich waren, funktioniert heutzutage einfach nicht mehr. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer: Die ersten Threads, kaum das D3 online ist, handeln von verskillten Personen und der Bitte um eine Möglichkeit des rückgängig machens.

Es ist schon kurios, wenn hier Titan Quest als Nonplusultra aller Skillsysteme herhalten muss, gleichzeitig dort eine solche Möglichkeit seit Beginn an bestand. Auch dort waren die Entscheidungen nicht endgültiger Natur, man konnte jederzeit umskillen.

Angenommen, solch einen NPC hätte es auch in D3 gegeben (spätestens dem Geschrei der Community nach Release hätte Blizzard sich früher oder später gebeugt), wo läge der Unterschied zum aktuellen System? Sind es die ohnehin immer nach Schema F verteilten Attributpunkte? Oder braucht man zwingend das Gefühl, etwas "in der Hand zu haben", also unbedingt den Skillpunkt?

Hochachtungsvoll, Bipartiter Graf
Verklärer
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Re: Kommentar

Beitrag von Verklärer »

nBang hat geschrieben:Für alle die sich so sehr über das Skillsystem in D3 aufregen, dürfte dieses Video eine Antwort darauf geben, warum Blizzard diesen Weg eingeschlagen hat :)
http://www.youtube.com/watch?v=VqexJkVTdEA
sorry aber wenn dieses dahergelallte Video nun DIE Referenz sein soll, um die Skeptiker zu erleuchten, dann muss es noch viel schlechter ums flexible Skillsystem stehen, als ich bisher gedacht habe.
Dieser ewige Vergleich mit D2 ist an Beschränktheit kaum zu überbieten. Als ob es nur schwarz (D2 - absolute Starrheit) oder weiss (D3 - vollständige Flexibilität) gäbe.
Und auf seine zigmal wiederholte Schwärmerei für die Runen muss man gar nicht eingehen, als ob diese eine exklusive Eigenart von flexiblen Skillsystemen wären. Runen liessen sich ebenso gut in ein fixes System einbauen, und könnten ein solches im Gegenteil noch aufwerten, da so die Starrheit durchbrochen würde.
Sein Argument für die Wiederspielbarkeit beschränkt sich darauf, aufzuzeigen, dass das ewige Farmen mit jedem neuen Char in D2 wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein könne. Hat er recht, ist aber leider immer noch kein Argument für die Wiederspielbarkeit von D3.

Ausser ein paar Erzkonservativen wünscht sich doch niemand die Starrheit von D2 zurück. Blizzards Neuerungen und Absichten, dass nun eine grössere Vielfalt an Skills genutzt werden soll, ist zu begrüssen. Was sich halt die meisten Skeptiker wünschten, wäre ein Mindestmass an Entscheidungen mit permanenten Konsequenzen. So bleibt das Lvl-Up eine Farce. Genausogut könnten dem Char am Ende eines jeden Abschnitts automatisch ein bisschen höhere Attribute und HP verliehen und ein neuer Skill freigeschaltet. Ein traditionelles System mit Level-Aufstieg ist eigentlich keine Notwendigkeit mehr und hält höchstens noch die Fassade eines Action-RPG's aufrecht.
Das RPG-Element ist halt nun komplett gestrichen, man spielt keine individualisierte Rolle mit Identitätsstiftender Wirkung mehr, sondern einen Tausendsassa, der zu jedem Zeitpunkt in der Lage ist, alles zu tun. D3 ist nun ein reinrassiges Action-Adventure geworden, das ist letztlich eine Designentscheidung.
Ich habe mich mittlerweile wehmütig damit abgefunden, freue mich nun auf die positiven Seiten des neuen Systems, also die Vielfalt an valablen Skills und muss halt nun die RPG-Nostalgie ablegen :)
hagend1986
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von hagend1986 »

@xris
schön das du mich kennst und weißt das ich nen newbie bin :lol: nur weil ich hier nich soviele geistlose kommentare abgebe?du musst dir ja ganz schön was einbilden....egal auf sone luftpumpe geh ich nich weiter ein...außerdem bin ich garantiert kein fanboy,und was tl2 angeht wollen wir doch mal sehn was das angeht,schlecht ist es sicher nicht-aber du hast ja eh die kristallkugel in der hand :lol: :lol: :lol:
roman2
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von roman2 »

Bipartiter Graf hat geschrieben: Oder braucht man zwingend das Gefühl, etwas "in der Hand zu haben", also unbedingt den Skillpunkt?
Hmja, also fuer mich spielt das irgendwie schon eine Rolle. Ich denke, jeder der hier postet kennt das: "Ok, ich zock noch bis zum naechsten Lvl up". Es ist halt dieses "mit einem Leckerlie" belohnt werden Gefuehl. Und das ist halt schoener, wenn man sich sein "Leckerlie" auch noch aussuchen darf. :)
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brent
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von brent »

gollum_krumen hat geschrieben:
Du kannst ziemlich sicher sein, dass Blizzard, zumal noch MoP in der Pipeline steht, kein Interesse daran hat, seine abozahlende Zielgruppe für ein nicht-abopflichtiges Spiel abzuziehen. Blizzard hat schon logisch betrachtet rein WIRTSCHAFTLICH das Interesse, möglichst wenig WoWler anzulocken und Diablo 3 als nebenstehendes Produkt eher für die WC/SC-Leute, also eher für die "Core"-Blizzard-Fans anzulegen, von den Diablofans mal ganz zu schweigen. Und bezüglich des Schwierigkeitsgrades: Du kannst dir sicher sein. Der Schwierigkeitsgrad wird anziehen, spätestens mit Alptraum/Hölle/Inferno wirst du deine Herausforderung haben. Das ist kein Fanboygeblubber, sondern eine mathematische Logik: Zur Zeit stirbt man in der Beta nicht (oder nur, wenn man sich dämlich anstellt/einen Lag hat), Inferno haben jedoch auch die Gamedesigner noch nicht durchgeschafft. Wir haben also ein Spektrum von "nicht zu verfehlen" bis "nicht zu schaffen". Wenn man die Anforderung jetzt auf die Y-Achse legt und anschließend auf der X-Achse den eigenen "Skill" ansiedelt, dann wird man irgendwann an den Punkt kommen, wo man nicht mehr vorankommt. Ausser durch Glück/Grinden.
Ach, deswegen also die Nummer mit dem Jahresabo, die Verknüpfung über die BNet-Währung?
KOK
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Re: Kommentar

Beitrag von KOK »

roman2 hat geschrieben:
nBang hat geschrieben:Für alle die sich so sehr über das Skillsystem in D3 aufregen, dürfte dieses Video eine Antwort darauf geben, warum Blizzard diesen Weg eingeschlagen hat :)
http://www.youtube.com/watch?v=VqexJkVTdEA
Das Video macht die gleichen Fehler in der Argumentation, die 90% der Fanboys hier auch machen....
1.) Es nimmt die Diablo 2 Skilltrees als Referenz und sagt das D3 System ist optimal, weil es mehr Freiheiten erlaubt als D2, wo man auf 1 bis 2 Skillungen/char festgelegt ist. Die Moeglichkeit das ein anderes System verwendet wird, das Entscheidungen vom Spieler verlangt ohne die Nachteile vom D2 System zu uebernehmen wird gar nicht in betracht bezogen.
2.) Er sagt: "Hey, es gibt Runen! Endlose Moeglichkeiten!" Ja, das Runensystem ist toll. Aber ein nichtlineares autounlocksystem kann genauso gut Runen einfuehren. Und man kann genauso gut die Moeglichkeit bieten, die Skills fuer die man sich entschieden hat on-the-fly zu modifizieren, und sich so den Gegebenheiten anzupassen.
3.) Er sagt: "Alle Skills sind gleichwertig, und man kann auch mit seinen low-level unlocks auf den hoeheren Schwierigkeitsgraden was reissen." - Das spricht um so mehr dafuer, dass man den Spieler zu Entscheidungen haette zwingen koennen. Schliesslich kann man sich nicht verskillen, wenn eh alles gleichwertig ist :p

Ist schon paradox, die ganze Welt schwaermt von Spielen wie The Witcher, Mass Effect oder The Walking Dead, weil man dort zu Entscheidungen gezwungen wird, die sich permanent auf den Spielablauf auswirken, aber bei D3 sind alle Happy, weil ihnen jedwede Entscheidung abgenomen wird :Blauesauge:
Wieso muss man in Diablo 3 sich nicht mehr für Fertigkeiten entscheiden? Wie kommen Sie denn auf diesen falschen Dampfer? Man muss nach wie vor sich für Fertigkeiten entscheiden, da man ja nur sechs aktive und drei passive Fähigkeiten aktiv haben kann. Das neue System erlaubt es dem Spieler halt zu experementieren. Darüber hinaus muss man sich nicht mehr die selbe Klasse zig mal hochziehen um die volle Bandbreite zu haben.

Diese verzerrte Sicht von vielen Leuten, daß man unbedingt eine Art Talentbaum braucht ist einfach nur absurd. Ein Talentbaum macht weder das Spiel komplexer und/oder anspruchsvoller. Auch bieten Talentbäume nicht mehr Individualität als die momentane Lösung in Diablo 3. In Guild Wars hat sich damals auch kein Schwein daran gestört gefühlt, daß man die Fertigkeiten in den Städten frei auswählen konnte. Da hat auch keiner ein Talentbaum vermisst und auch niemand kam auf die Idee zu behaupten, in Guild Wars gebe es zu wenig Individualisierungsmöglichkeiten.
Bipartiter Graf
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von Bipartiter Graf »

roman2 hat geschrieben:Hmja, also fuer mich spielt das irgendwie schon eine Rolle. Ich denke, jeder der hier postet kennt das: "Ok, ich zock noch bis zum naechsten Lvl up". Es ist halt dieses "mit einem Leckerlie" belohnt werden Gefuehl. Und das ist halt schoener, wenn man sich sein "Leckerlie" auch noch aussuchen darf. :)
Ich kann Ihre Meinung zwar durchaus nachvollziehen, aber freuen Sie sich auch mit Lvl 45 über diesen Skillpunkt? Mit der Gewissheit, den Skillpunkt ohnehin nur in eine passive Fähigkeit zu investieren, die Sie einzig des Synergie-Effektes skillen (müssen)? Skillpunkte mögen insbesondere zu Beginn eines neuen Abenteuers ihre Wertigkeit besitzen, verlieren sie aber zunehmender Dauer. Zumindest bei solchen Talentbäumen, in denen Fertigkeiten mit 10 (teilweise in Titan Quest) oder gar 20 Punkten (D2) gemaxt werden müssen.

Hingegen glaube ich, dass das D3-System auch in späteren Leveln noch sehr viel Reize ausmacht, da Runen bestimmte Fähigkeiten teils drastisch verändern und weil auch in späteren Leveln noch interessante Fähigkeiten freigeschaltet werden müssen. Ich spiele meinen Charakter schließlich nicht nur bis Level 20.

Dennoch: Einen Leckerlie bekommen Sie immernoch. Ich empfand es in der Beta als extrem spannend, zu sehen welchen Skill oder welche Rune ich denn nun freigeschaltet habe. Und sobald freigeschaltet, wurde dieser Skill natürlich auch umgehend ausprobiert. Inwiefern ändert sich denn Ihr Spielstil, wenn Sie mit Lvl 50 ihre Fähigkeit X, die Sie ohnehin schon längst nicht mehr nutzen, der Synergie wegen mit einem weiteren Skillpunkt bedenken? Da verkommt das Leckerlie zum reinen Statussymbol, das keinerlei spielerischen Effekt erzielt.

Das ich in D3 sicherlich auch häufig Skills freischalten werden, die mir in Summe weniger gefallen als solche, die ich schon längst freigeschaltet hatte, finde ich ok. Schließlich treffe ich im Endeffekt die Entscheidung, welche Fähigkeit mir bis dato am besten gefällt.

Hochachtungsvoll, Bipartiter Graf
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Xris
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Re: Diablo III: Spielzeit, PvP-Pläne und Erweiterungen

Beitrag von Xris »

Ein Skillsystem ala D2, wo die Entscheidungen absolut persistent und unwiederbringlich waren, funktioniert heutzutage einfach nicht mehr.
Naja die Problematik am D2 Skillsystem bestand vorranig auch einfach darin das es Mist war. So viele Skills die maximal im ersten Durchgang noch Dmg gemacht haben. Man konnte sich so übelst verskiln... nur eine Handvoll Skills in jedem Tree die es wert waren Points darauf zu verteilen. Und da bringt es auch nichts wenn man kein Newbie ist. Woher soll man im Vofeld wissen das Skill XY nur am Anfang zu gebrauchen ist? Das ist ja so das Argument was gegen die alten Trees spricht. Aber dass das einfach daran lag das Blizzard schlecht balanced hat...
Blizzard hat schon logisch betrachtet rein WIRTSCHAFTLICH das Interesse, möglichst wenig WoWler anzulocken und Diablo 3 als nebenstehendes Produkt eher für die WC/SC-Leute, also eher für die "Core"-Blizzard-Fans anzulegen, von den Diablofans mal ganz zu schweigen.
Das erklärt natürlich weshalb sie D3 kostenlos zu einem Jahresabo angeboten haben. :ugly: Ich habe aufgehört zu zählen wieviele WoWler mit dem Mount unterwegs sind das es kostenlos zum Jahresabo incl. D3 gibt. Weist du was mich so richtig übelst an WoW nervt? Das es mitlerweile so verdammt viele unhöfliche Kinder (12-16 Jahre alt) gibt. Und ich gehe jede Wette ein das genug von denen D3 im Jahresabo mitgenommen haben. Aber auch sonst teile ich deine Meinung nicht. Die VKZ von D2 waren vll. für damalige Verhältniss nicht übel, aber heute würden die nichtmal die Entwicklungskosten decken. Imho will Blizzard mit D3 auf den Massenmarkt. Was anderes bleibt ihnen im grunde auch nicht. Es läuft wie immer: Die "alten Säcke" hypen es, der Massenmarkt bekommt es mit und kauft es.

@WoW
Ist defintiv ein gutes MMO wenn man sich dann bis lvl 85 durchgelangweilt hat. Aber nur weil ich WoW spiele muß ich Blizzard nicht lieben. Bzw. ist es auch nicht so das ich ein hater bin. Blizzard haben schlieslich mit SC2 bewiesen das sie nach wie vor gute Spiele machen. Aber SC2 befindet sich im gegensatz zu Diablo auch in einem Genre das nur sehr bededingt für den Massenmarkt tauglich ist.
Zuletzt geändert von Xris am 05.05.2012 19:04, insgesamt 1-mal geändert.