crewmate hat geschrieben:Chigai hat geschrieben:Hat jemand noch coole Ideen?
Ich schlepp da schon eine Weile Konzepte mit mir rum.
Motorsport: Sport & Tour
Was dieses Rennspiel von anderen grundlegend unterscheidet ist, das es nicht allein darum geht, das Rennen zu gewinnen. Stattdessen gibt es ein Missionsmodell, das bestimmte Aufgaben stellt, die man während des Rennen löst. Dazu kommt ein Project Gotham Racing artiges Kudo-System, das das Fahrverhalten bewertet.
zB
- Ein bestimmter Fahrer muss das Rennen gewinnen
- Man darf das rennen nicht unter einer bestimmten Zeit abschließen
- Man muss ein gutes Foto schießen (nach bestimmten Parametern ala Pokemon Snap, Wii Airsports)
- Man muss einen schweren Unfall provozieren
- Umgekehrt, seinen Wagen schadensfrei ins Ziel bringen
- Ein Rennen unter "besonderen Bedingungen" abschließen
Darüber hinaus steht der
Motorsport an sich, statt des reinen
Autorennens im Fokus. Die Boxencrew und das Management bekommen mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung. Motivierte und aufeinander abgestimmte Mechaniker brauchen noch weniger Zeit beim Boxenstop etwa. Man kann seine Crew wie in eine RPG-Party bearbeiten, fortbilden und austauschen und so sein individuelles Team zusammenstellen.
Neben eines herkömmlichen Meisterschaftsmodus ohne SchnickSchnack gibt es einen Storymodus, wie damals bei DTM.
Die Geschichte von Motorsport spielt diverse Skandale der Motorsportgeschichte, mit direktem Bezug auf den Betrugsskandal um
Flavio Briatore 2009, der seinen Fahrer Nelson Piquet absichtlich crashen ließ und dafür von der FIA ausgeschlossen wurde. Der Storymodus umfasst in max 8 Seasons die Karriere des portugisischen Rennfahrers Xavier, der in die höchste Klasse des Tourenwagen-Liga IWC aufsteigt. Fortan steigt der Erfolgsdruck und die Aufmerksamkeit der Medien abseits der Fachpresse. Xavier gerät zunehmend in den Strudel aus Sportwetten-Korruption, Macht, Sex und Demütigung. Die Rennen werden in Qualifikation, Training und dem Rennen als Haubtevent aufgeteilt. Zwischedurch gibt es kurze (
max 2min lange) Sequenzen mit interaktiven Dialogen. Während der Rennen wird die Handlung über den Teamfunk weiter gesponnen, wobei sich die Antworten hier auf simple Ja/Nein Möglichkeiten beschränken, um den Rennablauf nicht zu stören. Beim Verweigern einer Antwort wählt das Spiel automatisch eine neutrale Antwort, oder Xavier schweigt. Neben Gesprächen mit der Crew und anderen Fahrern gibt es etwa auch Fernsehinterviews und Talkrunden (im Stil der Sportschau). Gerade in diesen TV Interviews muss man auf Xaviers Tonlage und Aussagen achten. Die Kamera in den Sequenzen tritt immer in Form einer Fernsehkamera, Überwachungskamera in der Box/Hotel/etc, Bordkamera im/am Auto, Handycams und Fanvideos auf, nie direkt und wirkt heimlich gefilmt, Amateur-YouTube-Videos oder wie ungeschnittenes Archivmaterial eines Fernsehteams. Es gibt ein direktes Feedback auf geschehene Ereignisse wie die Platzierung im letzten Rennen etc durch die Charaktere. Xaviers Verhältniss zu den einzelnen Personen hat starke Auswirkungen auf die Handlung und die Ereignisse im Spiel. Streitet man sich mit dem Chefmechaniker und baut zu häufig unfälle, geht die Boxencrew weniger motiviert an die Arbeit.
Der Storymodus nutzt das Missionsmodell. So muss man ein gutes Foto schießen, um auf die Titelseiten der Boulevardpresse zu gelangen, was dem Rennteam mehr Aufmerksamkeit und sponsoren bringt. Ab der zweiten Season, als Xavier bereits tief im Sumpf drinsteckt, kommen zunehmend zweifelhafte Anweisungen des Teamleiters. Anfangs nur simple Befehle. Die Anforderungen steigern sich langsam in die Extreme. So soll Xavier wie Nelson Piquet durch aggressives Fahren den Unfall eines anderen Fahrers zu provozieren, um einem Teamkollegen einen Vorteil zu verschaffen. Ob man diese Aufgaben erfüllt oder nicht, ist dem Spieler überlasssen, sie wirken sich unterschiedlich aus. Auch wer Schuhmacher-style eine Siegesserie antritt bekommt Stess, schließlich sinken die Buchmacherquoten bei Champions. In Indianapolis schließlich erleidet Xavier einen schweren Unfall, als er ungebremst in eine schlecht gedämpfte Mauer rast, durch ein geskriptetes Event. Die Kamera huscht schon während des Unfalls in die Cockpitperspektive und beim Aufprall hinter den Fahrersitz. Nachdem kurz Stille herrscht, nur ein Keuchen zu hören ist, fängt Xavier an zu schreien, er hat sich schwer verletzt. Dadurch kommt immer ausgeblendete Mortalität ins Rennspiel. Xavier wird für den rest der Season ausfallen, seine Reha wird als längere Zwischensequenz mit langen Kameraeinstellungen und schneller werdenen Musik gezeigt. Den langsamen Wieder-Einstieg bekommt er durch das Testfahren eines neuen Wagenmodells und diverser Prototypen. Wieder über bestimmte Missionen und Vorraussetzungen. Man nimmt auch gezielt Einfluss auf die Entwicklung des neuen Typs durch Feintuning und das austauschen von Fahrzeugteilen, mit jederzeit möglichen Testfahreten. Die angehende dritte/vierte Season verläuft zunächst unproblematisch, bis Xavier beim Gran Prix in Silverstone mit Drogen vergiftet wird, worauf man das ganze
Rennen auf LSD fährt. Der teamleiter zwingt den Spieler dazu, weiter zu fahren, um keinen Skandal zu provozieren. Man hat trotzdem die Wahl, durchzufahren, zu beenden, oder durch einen Trick Xavier durch jemand anders zu ersetzen, was allerdings kniffelig ist und gute Beziehungen erfordert. Bei Aufgabe kann der Vorfall bekannt werden und es kommt zu einer untersuchung. Bei falschen Beziehungen zu diversen Boxenludern wird Kokain bei ihm gefunden.
Der dritte Akt von Motorsport läuft komplett ohne richtige Rennen ab. Xavier befindet sich in der Reha, soll wegen seines Millionenschweren Vertrag trotzdem so schnell wie möglich wieder fit werden. In der Zwischenzeit, die maximal ein Jahr beträgt, ist Xavier an der Entwicklung eines neuen Prototypen beteiligt und soll mit seiner Erfahrung am Steuer das Mechanikerteam unterstützen. Es werden viele neue Charaktere eingeführt. Man ist am grundlegenden Design in Form mehrerer Entwürfe beteiligt, legt Hand an bei der Wahl der Bauteile, von der Karosserie (Carbon, Aluminium, Legierungen, Leichtplastik) bis hin zu Motorbauteilen und Cockpitausstattung (Sitze, Lenkrad, Frontscheibe, Links/Rechtsteuer). Es werden Testfahrten im Windtunnel und geheimen Strecken durchgeführt. Dabei muss man stets das Budget im Auge behalten, ab einem bestimmten Betrag ist Feierabend und die Arbeit geht unvollendet den Bach runter. Dadurch wird der Spieler immer wieder umdenken müssen und seine einstellungen ändern. Dabei gibt es zufällige Events wie Ingenieure, die mehr Geld fordern oder neue Lösungen. Man kann diese Phase aber auch in einer halben Stunde hinter sich bringen, indem man Xavier mehr Zeit in der reha verbringen lässt und die Konstruktion des Prototypen desinteressiert abwinkt. Es folgen ein paar kleine Einstellungen für das Modell, das wars. Weiter gehts. Darüber hinaus stellt sich Xavier die frage nach einem Maulwurf in den eigenen Reihen. Mit dem Beenden des Abschnitts bekommt man den selbstgebauten Wagen für die nächste Season. Das eigene Baby, an dem man mehrere Stunden gearbeitet hat, Feinabgestimmt hat.
Der Spieler soll das Gefühl haben, das dass sein Wagen ist. Er hat ihn gebaut.
Der ganze Stil ändert sich zu mehr Ruhe. Das drückt sich zunächst durch die Kamera aus, die offen steht und nicht mehr heim,ich gefilmt wirkt. Große Areale wie die gigantische Werkshalle werden gezeigt, während die vorigen Kulissen eng, dunkel und stickig, oder überfüllt mit Zuschauern und Reportern wirkten. In diesem Akt wirkt alles heller Beleuchtet, die modern, gar futuristisch wirkende Werkshalle lässt Sonne durch klare Fenster herein, es dominieren Metall und weiße Fliesen. Die Musik wirkt ruhiger, gegenüber den industrial anmutenden Rock und Elektrostücken. Hier werden vor allem Jazz und fast easy listening artige Stücke gespielt.
Dann kommt der Tag, an dem Xavier sein Comeback feiert, präsentiert von den Medien in Interviews und Rückblenden auf seine bisherige Karriere. Doch der Spieler bemerkt hinter den Kulissen die Veränderungen des Protagonisten. Xavier drohen Depressionen, er rastet bei Interviews schneller aus, zum Seasonende muss er unter bestimmten Umständen (Drogen und Boxenluder) in eine Entzugsklinik. Kommt es nicht so weit, kann weiter nach dem vermeitlichen Maulwurf und Saboteur im Team gesucht werden. Es gibt einige Mögliche Verdächtige nach dem Zufallsprinzip, die Spur kann aber auch im Sande verlaufen und der Fall bleibt ungeklärt. In den folgenden Seasons ereignen sich weitere Zwischenfälle. So wird der Spieler in einem Rennen disqualifiziert, auch wenn man keine Fehler begangen hat. Es läuft es auf zwei Enden in der sechsten, spätestens 8. Season hinaus.
Beim Happy End entscheidet sich der Spieler, diverse Skandale auffliegen zu lassen. Hierfür hat Xavier schon in frühen Seasons kontakte zu einem Journalisten geknüpft, sich gegen die Weisungen des Teamleiters gesträubt und die richtigen Beziehungen gepflegt. Man lässt alles auf einer Pressekonferenz aufliegen, die auch Xaviers Rennkarriere beendet. Während der finalen Fahrt, in der die Credits im Licht der Straßenlaternen ablaufen, fährt er an einem brennenden Autowrack vorbei. Das Spiel ist vorbei
Beim Bad ending war das Gegenteil der Fall. Hier rastet Xavier nach dem letzten Rennen aus und überfährt Leute, die sich nach dem Rennen auf der Strecke befinden. Er durchbricht die Tore und startet eine Amokfahrt durch Indianapolis City, die an das Ende von "Lost Highway" anlehnt. Doch wie schon in der zweiten Season verliert er die Kontrolle über den Hightechwagen und rast wieder ungebremst gegen eine Mauer. Weil er nicht angeschnallt war, platzt er durch die Frontscheibe und ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu sehen. Während dessen laufen die Credits auf einer von den Scheinwerfern anstrahlten Wand ab. Es kommt die Polizei und KTWs hinzu, die Offscreen Xaviers Tod feststellen. Mit dem abrollen der Credits gehen die Scheinwerfer aus, Game Over.
Im Intro startet ein 32bit Rennspiel im Stil von "Virtua Racing" mit Klötzchen grafik. Das ganze stellt sich als Kindheitserinnerung von Xavier heraus und soll ein Augenzwinkern zur Entwicklung des Racer-Genres sein. Viel hat sich seit damals nicht getan.
Zwischendurch werden kleine Seitenhiebe auf populäre Rennspiele ausgeteilt. Die Anspielungen reichen von den "Mascot Girls" aus Ridge Racer bis hin zu Geometry Wars in PGR.
Im Multiplayer hat man die Chance die Rennen zu manipulieren.
- Streckenposten und Richter schmieren für eigenen Vorteil
- die gegnerrische Boxencrew bestechen, sodas sie langsamer arbeitet
- Schwere Sabotage wie ausfallende Bremsen
Solche Tricks kosten immer mehr, als das eigentliche Preisgeld des Rennens. Man schummelt einzig und allein für einen besseren Platz in der Liga. Wie weit geht Ehrlichkeit im E-Sport, wo zieht man die Persönliche Grenze? Es gibt aber auch "weiße Events" bei denen kein Cheaten möglich ist.
Ach ja, das Tablet

Neben dem Rückspiegel und HUD wäre mit der Kamera des Gerätes auch Headtracking möglich, so das sie das Bild auf dem TV dahin dreht, wohin man schaut. Die Boxen geben den Boxenfunk rüber. Im Storymodus wird noch speziell bei der Szene mit dem Prototypen benutzt, um am Fahrzeug rumzubasteln. Es lassen sich Logos fürs eigene Rennteams im Online-Multiplayer auf dem Tablet zeichnen. Im Offline MP nimmt man vor Rennbeginn das Feintuning an seinem Wagen über das Tablet vor und kann ungesehen auch wieder Sabotagedienste in auftrag geben, ohne, das die anderen davon etwas mitbekommen. Es lassen sich Karte und HUD auf dem Tablet während des Rennens anzeigen, das wie der rest des Spiels stark individualisierbar ist. Gefahren wird im Offline MP bevorzugt mit der WM+ im Wheel oder dem CCpro.