Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

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Rooster
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Re: Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

Beitrag von Rooster »

SectionOne hat geschrieben:Leute lest doch mal die News richtig! Sie spricht von Zielen für zukünftige Projekte! Außerdem verwendet sie für ihre Aussagen die "Ich" Form, d.h. es ist eher ihre persönliche Meinung, nicht die von UbiSoft!

Und genau da liegt auch der Haken! Gerade einer Frau traue ich es zu das sie wirklich "erwachsenere" Spiele machen kann und auch will. Solange sie dabei aber von einem großen Publisher an der kurzen Leine gehalten wird ist fraglich ob sie das auch darf!

Würde sie sich selbständig machen und ein überzeugendes Projekt bei Kickstarter präsentieren wäre ihr mein Geld jedenfalls sicher!
da die gute frau als produzentin fungiert könnte ich mir sogar vorstellen das sie die leine hält und nicht andersherum. und nachdem sie ein spiel wie AC durchgewunken hat, würde ich ihr keinen einzigen cent für einen kickstarter projekt spenden
SectionOne
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Re: Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

Beitrag von SectionOne »

Rooster hat geschrieben:
SectionOne hat geschrieben: da die gute frau als produzentin fungiert könnte ich mir sogar vorstellen das sie die leine hält und nicht andersherum. und nachdem sie ein spiel wie AC durchgewunken hat, würde ich ihr keinen einzigen cent für einen kickstarter projekt spenden
Auch als Produzentin darf sie nur produzieren was von oben Grünes Licht bekommen hat!
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crewmate
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Re: Kommentar

Beitrag von crewmate »

Cpt. Trips hat geschrieben:Dann macht doch einfach mal ein Spiel mit mehr Tiefgang anstatt immer nur darüber zu reden. Jeder Indie-Entwickler ist da schon zwei Stufen weiter. Manchmal hat man das Gefühl das es Videogames erst seit 2 Jahren gibt.
Ich würde mich z.B. auch mal über ein Spiel "freuen" welches ein schlechtes Ende hat und nicht immer alles gut ausgeht, wär ja schonmal ein Anfang.
Junge, leg mal die Shooter bei seite und probier mal richtigen Survival Horror wie Silent Hill (2) und Fragile Dreams.

Das Problem haben doch nur Shooter, Rennspiele und Action Adventure. Survival Horror und Point & Click Adventures können schon längst ein anderes erzählerisches Niveau erreichen.
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PanzerGrenadiere
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Re: Kommentar

Beitrag von PanzerGrenadiere »

Die!Coloss hat geschrieben:Stört es hier niemanden das MICHAEL BAY der schlechteste filmemacher aller zeiten und ein Prolet sondergleichen als qualitätsreferenz angegeben wird?Da sollte man doch mistrauisch werden.
ja, aber genau davon will sie ja weg.
Ich denke, es ist an der Zeit, dass unser Medium erwachsen wird. Ich glaube nicht, dass wir das Gegenstück zu einem Michael Bay-Film machen müssen, um fünf Mio. Exemplare zu verkaufen.
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Swatfish
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Re: Kommentar

Beitrag von Swatfish »

Die!Coloss hat geschrieben:Stört es hier niemanden das MICHAEL BAY der schlechteste filmemacher aller zeiten und ein Prolet sondergleichen als qualitätsreferenz angegeben wird?Da sollte man doch mistrauisch werden.
aber.... aber.... aber alles explodiert doch :Blauesauge:
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Rooster
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Re: Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

Beitrag von Rooster »

SectionOne hat geschrieben:
Rooster hat geschrieben:
SectionOne hat geschrieben: da die gute frau als produzentin fungiert könnte ich mir sogar vorstellen das sie die leine hält und nicht andersherum. und nachdem sie ein spiel wie AC durchgewunken hat, würde ich ihr keinen einzigen cent für einen kickstarter projekt spenden
Auch als Produzentin darf sie nur produzieren was von oben Grünes Licht bekommen hat!
ja, aber die interessenvertretung liegt trotzdem auf seite der investoren. ich spekuliere nur und will nicht alle produzenten verteufeln, aber raymond ist für mich keine spieleentwicklerin der ich mein geld für ein kickstarter projekt anvertauen würde.
anigunner
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Re: Kommentar

Beitrag von anigunner »

Swatfish hat geschrieben: aber.... aber.... aber alles explodiert doch :Blauesauge:
:lol: Danke, hat mir den Tag gerettet. Sehr schön auf den Punkt gebracht.
SectionOne
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Re: Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

Beitrag von SectionOne »

Rooster hat geschrieben:ja, aber die interessenvertretung liegt trotzdem auf seite der investoren. ich spekuliere nur und will nicht alle produzenten verteufeln, aber raymond ist für mich keine spieleentwicklerin der ich mein geld für ein kickstarter projekt anvertauen würde.
Als Produzentin ist sie doch kein Investor! Oder wie meinst du das?
Ich knüpfe meine Beteiligung ja auch an die Bedingung das ein überzeugendes Konzept vorliegen muss ;)
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crewmate
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Re: Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

Beitrag von crewmate »

SectionOne hat geschrieben:
Rooster hat geschrieben:ja, aber die interessenvertretung liegt trotzdem auf seite der investoren. ich spekuliere nur und will nicht alle produzenten verteufeln, aber raymond ist für mich keine spieleentwicklerin der ich mein geld für ein kickstarter projekt anvertauen würde.
Als Produzentin ist sie doch kein Investor! Oder wie meinst du das?
Ich knüpfe meine Beteiligung ja auch an die Bedingung das ein überzeugendes Konzept vorliegen muss ;)
Wenn Jade Raymond ein Kickstarter Projekt ankündigen würde, würde SectionOne nicht backen.

Die Frage ist, was ein Produzent eigentlich macht. Die Spieleindustrie definiert den Job unterschiedlich. Produzenten bei Blizzard und bei Bethesda machen zum Beispiel völlig verschiedene Sachen. Allgemein betreut ein Videospiel Produzent die Produktion eines Spiels. Vermittelt zwischen den verschiedenen Abteilungen (Programmierer vs Art Design) und setzt Meilensteine. Ein Produzent soll im Idealfall dafür sorgen, das die Produktion glatt läuft. Er versteht ein bisschen was von allem, ist aber kein Experte in den jeweiligen Fächern.

Das komplette Video:
http://penny-arcade.com/patv/episode/so ... a-producer
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Wizz
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Re: Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

Beitrag von Wizz »

Das ist zwar Wortklauberei aber ich halte "Spiel(en)" und "erwachsen werden" für widersprüchlich ehrlich gesagt.
Spielen ist per Definition eine kindliche Tätigkeit.
Damit will ich nicht sagen dass nur Kinder spielen können, aber in letzter Zeit scheinen viele das Thema mit einer geradezu albernen Ernsthaftigkeit tränken zu wollen, die unglaublich ermüdend ist.

Eine Sory mit Tiefgang macht ein Spiel für mich nicht "erwachsener", nur handlungstechnisch hochwertiger.
Vor allem Kinder legen oft viel mehr Wert auf eine gute Geschichte, bei denen auch mal nebensächliche Details Beachtung bekommen.

Diese ständige geradezu pubertäre Stigmatisierung von Kindlichkeit halte ich für falsch und erweckt in mir in der Regel auch eher den entgegengesetzten Eindruck.

Um ein wenig mehr zum eigentlichen Thema zurückzuehren:
Man sollte auf jeden Fall nicht den Fehler machen, nun zu versuchen dies als generelle Firmendirektive durchzuprügeln.
Nicht alle Spiele profitieren von einer komplexen Geschichte, was man berücksichten sollte.
Der Versuch etwa Rayman auf diese Art und Weise "erwachsener" zu machen wäre von Anfang an auf's Lächerliste zum Scheitern verurteilt.
Komplexität der Komplexität wegen ist kontraproduktiv.
Allgemein hab ich aber nix gegen mehr schöner ausgearbeitete Handlungsstränge in Videospielen~
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Cpt. Trips
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Re: Kommentar

Beitrag von Cpt. Trips »

crewmate hat geschrieben:
Cpt. Trips hat geschrieben:Dann macht doch einfach mal ein Spiel mit mehr Tiefgang anstatt immer nur darüber zu reden. Jeder Indie-Entwickler ist da schon zwei Stufen weiter. Manchmal hat man das Gefühl das es Videogames erst seit 2 Jahren gibt.
Ich würde mich z.B. auch mal über ein Spiel "freuen" welches ein schlechtes Ende hat und nicht immer alles gut ausgeht, wär ja schonmal ein Anfang.
Junge, leg mal die Shooter bei seite und probier mal richtigen Survival Horror wie Silent Hill (2) und Fragile Dreams.

Das Problem haben doch nur Shooter, Rennspiele und Action Adventure. Survival Horror und Point & Click Adventures können schon längst ein anderes erzählerisches Niveau erreichen.
Ich hab Silent Hill 2 schon gespielt da hast du noch in die Windeln gemacht. ;) Spaß beiseite, zum Thema Survival Horror, außer die alten Silent Hill Geschichten lief da bisher auch nicht so viel oder irre ich mich. Resident Evil würd ich jetzt keinen Preis für eine besonders kluge Story geben, wobei die Serie natürlich ihre Höhepunkte hat (Resi 1, 2, 3, 4, Remake).

Mir fällt da immer wieder ein Spiel ein, welches aber NIE genannt wird, leider auch nicht von der Presse: Realms of the Haunting. Das war ein Spiel mit Atmo und Tiefgang. Wenn da jemals ein Remake gemacht werden sollte bin ich der Erste der seine gesamte Kohle vom Konto abhebt und es den Entwicklern schenkt! ;)
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Boesor
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Re: Kommentar

Beitrag von Boesor »

Die!Coloss hat geschrieben:Stört es hier niemanden das MICHAEL BAY der schlechteste filmemacher aller zeiten und ein Prolet sondergleichen als qualitätsreferenz angegeben wird?Da sollte man doch mistrauisch werden.
Warum sollte das stören? Man muss halt nur wissen was in Michael bay Filmen passiert.
Wer da keine falschen Erwartungen hat wird in der Regel nicht enttäuscht.
Und das sollte nicht so schwer sein.
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mr archer
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Re: Kommentar

Beitrag von mr archer »

Boesor hat geschrieben:
Warum sollte das stören? Man muss halt nur wissen was in Michael bay Filmen passiert.
Wer da keine falschen Erwartungen hat wird in der Regel nicht enttäuscht.
Und das sollte nicht so schwer sein.
Genau. Alles reine Einstellungssache. Wer an seine Hinrichtung keine falsche Erwartungen hat - der wird in der Regel auch nicht enttäuscht.
KOK
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Re: Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

Beitrag von KOK »

Ich kann mich an ein Interview mit ihr, jemanden von Epic Games und einen weiteren von den God of War Machern, in dem es vorallem um AAA-Produktionen ging und was für ein Druck auf der Entwicklung liegt, weil solche Produktionen sich gleich mehrere millionen mal verkaufen müssen. Und nun will die Gute ein erwachsenes Spiel machen, das genau dem Gegenteil einer AAA-Produktion ist? Wer soll sich denn das Spiel kaufen?

Für mich ist das mal wieder nur PR-Gelaber. Das nächste Splinter Cell wird sich in die selbe Richtung entwickeln, in der man ab Chaos Theory einschlug.
nawarI
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Re: Ubisoft: Raymond: "Spiele müssen erwachsen werden"

Beitrag von nawarI »

Guter Grundgedanke, aber Assassin's Creed und Splinter Cell sind jetzt nicht gerade Vorzeigetitel, wenn es um "erwachsene" Spiele geht. Bei AC1 wurde zwar was von "Verantworung und Folgen" gefaselt, aber gut umgesetzt war das nicht unbedingt. Ob dies jetzt an Jade Raymond oder Ubisoft gelegen hat, kann man sehen wie man will...

Dass sich erwachsene Spiele aber nicht verkaufen, glaube ich nicht. Heavy Rain war ziemlich erfolgreich. Außerdem ist es immer definitionssache, was genau erwachsen sein soll. Übertriebener Einsatz von Fäkalsprache, sollte zwar nicht in einem Kinderspiel sein, erwachsen isses aber auch nciht. Anderes Medium: Spartacus-Blood and Sand tut so als sei es erwachsen, benutzt dafür aber übertrieben viel Blut und nicht-witzige obszöne Witze, die für die Zielgruppe 16-20 wohl witzig sind. Ich bin zu alt für diesen Kram.
Journey ist trotz seiner Zeichentrickgrafik auch nicht ein gerade kindlich. Und wenn ich jetzt an "Die letzten Glühwürmchen" denke, kommen mir auch gleich wieder die Tränen.