Das passt so.
Es gibt zwar ungefähr 3642690859048 Unternehmen, die um Längen schlimmer sind als EA, aber das wissen die auch selbst schon.
Denen diesen Preis zu vermachen, ist, als würde man Merkel daran erinnern, dass sie Kanzlerin ist.
Und auch an deren Geschäftspraktiken wird das nichts ändern, während man bei EA vielleicht noch reelle Chancen sehen kann, dass sie darüber nachdenken, woher die ganzen Stimmen wohl kommen. Und es ist natürlich ein Endverbraucher-Award, kein Weltverbesserungspreis.
Insofern ist das schon irgendwie angemessen.
Und als Einzelner ist so eine Abstimmung wohl wirkungsvoller als Kaufverzicht allein, denn so läuft man wenigstens nicht Gefahr, nur unter "Grundsätzlich nicht interessiert" oder "Raubkopierer" geführt zu werden.
Dabei hatte ich EA vor nicht allzu langer Zeit wirklich mal Anerkennung dafür geschenkt, dass sie "Mirror's Edge" finanziert haben.
Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" gewählt
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Auf was basiert Deine Annahme? EAs Verantwortliche sind in der Hinsicht genauso skrupellos und kaltschnäutzig wie jeder andere Vorstand eines großen Konzerns. Hauptsache die Kohle stimmt und nach mir die Sinflut. Soziale Verantwortung spielt da keine, überhaupt keine Rolle. Und diejenigen, die diesen Begriff in den Mund nehmen, bewilligen in der Regel nur kleine Vorzeige-Projekte zum Aufpäppeln des Unternehmensbildes.Oldholo hat geschrieben: Und auch an deren Geschäftspraktiken wird das nichts ändern, während man bei EA vielleicht noch reelle Chancen sehen kann, dass sie darüber nachdenken, woher die ganzen Stimmen wohl kommen.
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Darauf, dass EA deutlich abhängiger vom Endverbraucher und einem positiven Image ist als es bspw. ein Erdölkonzern wäre. Zweitere kriegen ihre Fische auf jeden Fall ins Trockene, aber EAs inhaltlich Verantwortliche wissen ziemlich gut, was ein Shitstorm ist und dass das Internet Fluch und Segen zugleich sein kann. Neue Medien eben.Kajetan hat geschrieben: Auf was basiert Deine Annahme? EAs Verantwortliche sind in der Hinsicht genauso skrupellos und kaltschnäutzig wie jeder andere Vorstand eines großen Konzerns. Hauptsache die Kohle stimmt und nach mir die Sinflut. Soziale Verantwortung spielt da keine, überhaupt keine Rolle. Und diejenigen, die diesen Begriff in den Mund nehmen, bewilligen in der Regel nur kleine Vorzeige-Projekte zum Aufpäppeln des Unternehmensbildes.
Aktionäre wollen am Ende nur schön lange Zahlen auf ihren Konten sehen, aber wie das erreicht wird, da hat EA noch weitgehend freie Hand. Und ich bin mal so frei zu behaupten, dass man auch bei EA selbst nicht völlig frei vom Verständnis für Gamer, oder zumindest für Imagepflege, ist.
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
In der Theorie, ja!Oldholo hat geschrieben: Darauf, dass EA deutlich abhängiger vom Endverbraucher und einem positiven Image ist als es bspw. ein Erdölkonzern wäre. Zweitere kriegen ihre Fische auf jeden Fall ins Trockene, aber EAs inhaltlich Verantwortliche wissen ziemlich gut, was ein Shitstorm ist und dass das Internet Fluch und Segen zugleich sein kann. Neue Medien eben.
Aktionäre wollen am Ende nur schön lange Zahlen auf ihren Konten sehen, aber wie das erreicht wird, da hat EA noch weitgehend freie Hand. Und ich bin mal so frei zu behaupten, dass man auch bei EA selbst nicht völlig frei vom Verständnis für Gamer, oder zumindest für Imagepflege, ist.
Doch schaut man sich die Geschäftszahlen von EA an, die keine großartigen Anzeichen eines spürbaren Umsatzrückganges aufzeigen, so würde ich mir als EA-Chef bezüglich meiner Kunden überhaupt keine Sorgen machen. Ja, ich bin im Geschäft mit Luxusgütern tätig. Ein Geschäft, das hochriskant ist und stark vom ständig wechselnden Publikumsgeschmack abhängig ist. Und trotzdem schafft es EA immer wieder im Vergleiche zu den jeweiligen Vorjahren erneute Umsatzsteigerungen hinzulegen. Also scheint EA zumindest auf der Einnahmeseite nichts falsch zu machen. Ich würde mir als EA-Chef zwar große Sorgen darüber machen, dass ich das Geld NACH der Einnahme an allen Ecken und Enden zum Fenster rauswerfe, die Spieleproduktion immer teurer wird, die Marketingkosten beständig steigen und am Profit nagen, aber meine Kunden? Die kaufen, als ob es morgen keine Videospiele mehr gäbe.
Ein Erdölkonzern kann darauf bauen, dass man als Endverbraucher tanken MUSS, dass ohne Sprit kein Warenverkehr stattfindet, dass Benzin derzeit DIE essentielle Ressource unserer Zeit ist. Da hast Du Recht. Da muss ich tanken, auch wenn ich diese Firmen allesamt zur Hölle wünsche.
EA baut aber erfolgreich darauf, dass man sich seine Kunden emotional abhängig gemacht hat, dass diese kaufen, gleichgültig was passiert. Hauptsache, das Spiel ist irgendwie geil genug. Nur das zählt für den große Masse der Scheuklappengamer. Alles, was da rechts und links passiert, wird ignoriert, ausgeblendet, verdrängt, interessiert nicht. Sicher, man hat den Thron an Activision abgeben müssen und die Ausgaben sind beständig höher als die Einnahmen, man hat viel Geld beim gescheiterten Übernahmeversuch von Take2 verloren und verdammt viel Geld in SWTOR gesteckt, welches bei einem kräftigen Flop EA wahrscheinlich selber zum Übernahmekandidaten macht, aber die Kunden? Die kümmert es nur, ob das Spiel geil ist oder nicht. Da könnte Riccitiello in aller Öffentlichkeit kleine Kinder fressen ... kümmert nicht, interessiert nicht. Die große Masse interessiert es nicht, ob EA einen guten Ruf hat oder nicht und genau für die an solchen Themen uninteressierte Masse macht EA Spiele.
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Wenn man die Aussagekraft der Abstimmung und die Wahrscheinlichkeit eines Richtungswechsels seitens EA betrachtet sollte man immer im Hinterkopf behalten, wer dort abgestimmt hat und wer darüber diskutiert. Natürlich zeigt sich ein allgemeiner Trend gegen EA's Politik, trotzdem dürfte nur ein sehr geringer Teil der Kunden abgestimmt haben und auch hier im Forum diskutiert nur ein verschwindend geringer Bruchteil von EA's Kunden. Der Rest (z.B. (Groß-) Eltern, die die Games verschenken,...) wird sich nicht kritisch damit auseinander setzen. Ich halte es daher für fraglich, dass man bei EA umdenkt, somal ja auch die Zahlen für das gegenwärtige Vorgehen sprechen.
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Fiddlejam
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Und mit welchem Hintergrund bitte?
Origin? Mass Effect 3? Fließbandgames?
Ja, das ist natürlich sehr viel schlimmer als Banken, die das Geld ihrer Kunden verzocken...
Origin? Mass Effect 3? Fließbandgames?
Ja, das ist natürlich sehr viel schlimmer als Banken, die das Geld ihrer Kunden verzocken...
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Wohl zu Recht vor allem darum, dass bereits seit vielen Jahren EAs Geschäftspraktiken sich nicht geändert haben:
Westwood verschlungen und das geniale C&C in den Sand gesetzt bzw. den Namen missbraucht und durch eine generische Marke (General) ersetzt.
Ultima Online 2 halbwegs fertiggestellt und dann geschrottet.
Jedes Jahr ein neues Fifa, NFL, Madden usw... ohne signifikante Unterschiede aber dafür zum Vollpfostenpreis.
Westwood verschlungen und das geniale C&C in den Sand gesetzt bzw. den Namen missbraucht und durch eine generische Marke (General) ersetzt.
Ultima Online 2 halbwegs fertiggestellt und dann geschrottet.
Jedes Jahr ein neues Fifa, NFL, Madden usw... ohne signifikante Unterschiede aber dafür zum Vollpfostenpreis.
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Kirghiz
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Aha, und welche Umsätze wären das? Der Gesamtumsatz geht zumindest seit 2009 bergab. Und wenn man auch noch Verlust macht, macht man imo was auf der Einnahmeseite falsch.Kajetan hat geschrieben: Doch schaut man sich die Geschäftszahlen von EA an, die keine großartigen Anzeichen eines spürbaren Umsatzrückganges aufzeigen, so würde ich mir als EA-Chef bezüglich meiner Kunden überhaupt keine Sorgen machen. Ja, ich bin im Geschäft mit Luxusgütern tätig. Ein Geschäft, das hochriskant ist und stark vom ständig wechselnden Publikumsgeschmack abhängig ist. Und trotzdem schafft es EA immer wieder im Vergleiche zu den jeweiligen Vorjahren erneute Umsatzsteigerungen hinzulegen. Also scheint EA zumindest auf der Einnahmeseite nichts falsch zu machen.
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
EA hat meines Wissen letztes Geschäftsjahr ein sattes Umsatzplus hingelegt.Kirghiz hat geschrieben:Aha, und welche Umsätze wären das? Der Gesamtumsatz geht zumindest seit 2009 bergab.
Nicht hierUnd wenn man auch noch Verlust macht, macht man imo was auf der Einnahmeseite falsch.
Die Umsätze von EA sind gigantisch. Was aber nicht viel hilft, wenn das Geld andernorts wieder wild zum Fenster rausgeworfen wird.
Zuletzt geändert von Kajetan am 11.04.2012 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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KOK
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Ich glaube, manche verwechseln Umsatz mit Gewinn/Verlust. Vielleicht sollte man sich über die verwendete Terminlogie einigen, dann redet man auch weniger aneinander vorbei.
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Kirghiz
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Umsatz gesamt 2010: 3,654.00 Mio USD
Umsatz gesamt 2011: 3,589.00 Mio USD
Der Verlust hat sich 2011 ca halbiert was auf den ersten Blick auf die Kosteneinsparungen zurückzuführen ist. Insofern machen sie zumindest mitlerweile auf der Ausgabenseite eben doch langsam wieder das Richtige nur auf der Einnahmenseite eben nicht.
Es gibt eine ziemlich klare Defintion von Umsatz, Gewinn und Verlust, nur wird die hier im Forum, wie die meisten anderen Definitionen auch, nicht unbedingt verwendet.
Aber eigentlich auch egal, in dem Thread gehts ja um das Image von EA, ich finde übrigens es ist übertrieben schlecht, da die anderen Firmen jetzt nicht so viel besser sind.
Umsatz gesamt 2011: 3,589.00 Mio USD
Der Verlust hat sich 2011 ca halbiert was auf den ersten Blick auf die Kosteneinsparungen zurückzuführen ist. Insofern machen sie zumindest mitlerweile auf der Ausgabenseite eben doch langsam wieder das Richtige nur auf der Einnahmenseite eben nicht.
Es gibt eine ziemlich klare Defintion von Umsatz, Gewinn und Verlust, nur wird die hier im Forum, wie die meisten anderen Definitionen auch, nicht unbedingt verwendet.
Aber eigentlich auch egal, in dem Thread gehts ja um das Image von EA, ich finde übrigens es ist übertrieben schlecht, da die anderen Firmen jetzt nicht so viel besser sind.
- Obstdieb
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Was für ein Unsinn , EA ist genau so "schlimm" wie die meisten anderen Publisher auch .
"EA durfte sich seinen "Auszeichnung" vermutlich stellvertretend für alle großen Vertreter der Branche abholen. Den Vorwurf, gierig zu sein, seine Kunden zu melken, sie zu ignorieren, Inhalte zurückzuhalten, damit sie später separat verkauft werden können, könnte man schließlich auch manch anderem Hersteller machen."
Achso , anerkennen das andere Konzerne nicht besser sind aber trotzdem EA auf den Thron setzen
Das ist mehr als gelungene PR für ElectronicArts und der gute John Riccitiello und seine Kumpels werden sich jetzt sicherlich ins Fäustchen lachen und schon die nächsten Projekte besprechen.
"EA durfte sich seinen "Auszeichnung" vermutlich stellvertretend für alle großen Vertreter der Branche abholen. Den Vorwurf, gierig zu sein, seine Kunden zu melken, sie zu ignorieren, Inhalte zurückzuhalten, damit sie später separat verkauft werden können, könnte man schließlich auch manch anderem Hersteller machen."
Achso , anerkennen das andere Konzerne nicht besser sind aber trotzdem EA auf den Thron setzen
Das ist mehr als gelungene PR für ElectronicArts und der gute John Riccitiello und seine Kumpels werden sich jetzt sicherlich ins Fäustchen lachen und schon die nächsten Projekte besprechen.
- Broco
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Re: Electronic Arts: Zum "schlechtesten Unternehmen Amerikas" ge
Denen kann 20 mal hintereinander der Award übergeben werden, das ist denen scheißegal, solange sie weiter Geld scheffeln.
Da die Spieler weiterhin die Spiele kaufen, macht das keinen Unterschied. Erst, wenn es denen ans Geld geht, werden sie sich was überlegen...
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