Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
crewmate
Beiträge: 18865
Registriert: 29.05.2007 15:16
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von crewmate »

gekko001 hat geschrieben:bin grade auf das video hier gestoßen:
https://www.youtube.com/watch?v=ZZOyeFvnhiI

Kurz gesagt geht es um die annahme, dass shepard die citadel nie erreicht hat und die ganze sequenz am schluss nur eine halluzination war weil shepard von den reapern besessen gewesen sein soll.

ist zwar auch nur eine theorie, klingt aber recht überzeugend und würde einen story-epilog dlc auf jeden fall rechtfertigen :D
Die Indoctrination Theory klingt wirklich erschreckend plausibel.

Aber es heißt eben, das Bioware den Käufern von Mass Effect 3, sogar denen die die 80€ Special Edition gekauft haben das richtige Ende für DLC vorenthalten bleibt. Nur damit EA nochmal 5-10 Euro rauspressen kann. Ich wünsch dir viel Spaß beim Unterstützen dieser faulen Geschäftspraktiken. Es sind solche Leute wie du, die dieses Medium für uns alle herunterziehen.
Zuletzt geändert von crewmate am 25.03.2012 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Sindri
Beiträge: 1895
Registriert: 30.12.2011 22:52
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Sindri »

Die indoc-theorie wirds nicht geben und war auch nie so geplant. Glaubt ihr allen ernstes dass Bioware diesen Shitstorm wollte? Wegen Publicity? Hätten sie viel kostengünstiger und effektiver erreichen können.
Ich glaube einfach dieses Ende haben wir dem ersten leak zu verdanken. Soweit ich weiss war das ursprüngliche Ende mit der Dunklen Materie etc. Es hätte rein Lore technisch auch sehr gut gepasst und man hätte am Ende trotzdem diesen WTF? Moment gehabt.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Sir Richfield »

Das ist übrigens auch mein Problem mit der Indoktrinations-Theorie, so wahrscheinlich sie auch ist.
Denn das bedeutet, dass Mass Effect 3 kein Ende hat.

Bzw. dass man nur "wählen" kann zwischen "Shep verreckt in London - Reaper win" und "Shep verreckt nicht in London - alles noch offen."
Benutzeravatar
JunkieXXL
Beiträge: 3352
Registriert: 23.05.2009 23:25
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von JunkieXXL »

Dann gibts halt ne neue Triologie. Wer glaubt denn auch ernsthaft, dass EA die starke Marke >>Mass Effect<< aufgibt? Ich nicht.

Aber ich mag die Indoktrinationstheorie nicht. Ist mir zu verworren. Ich finde auch Verschwörungstheorien immer furchtbar. Bei Akte X haben die mich nur genervt.
Gryfid1
Beiträge: 1576
Registriert: 06.09.2006 17:38
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Gryfid1 »

Also grob gesagt wäre mal warum dürfte sich der Autor nicht enscheiden das Sheperd nicht auf einer Seife ausrutscht und das Spiel zu Ende wäre.... Achja und die Seife war rot *ironie*

Das Ende ist logisch... habe schon oft genug davon gehört das sowas passiert ist ^^
Benutzeravatar
Sindri
Beiträge: 1895
Registriert: 30.12.2011 22:52
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Sindri »

Das Ende ist einfach null innovativ und überhaupt nicht künstlerisch......
Es ist schlecht kopiert. Eine klassisches Deus ex machina ende. Ein absolutes nogo in der Erzählkunst.
Soweit ich weiss, ist es auch immer schief gegangen, wenn Autoren solche Elemente in ein Buch, Spiel oder Film rein gebracht haben. Bestes Beispiel Matrix 3.
Es bedeutet nix anderes als: Scheisse, habe keine Idee wie ich meine Geschichte zu Ende schreibe also erschaffe ich ein Wesen, dass noch grösser und stärker ist als der eigentlich Bösewicht. Das hat noch keiner gemacht........
Randall Flagg
Beiträge: 1808
Registriert: 25.03.2009 20:31
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Randall Flagg »

Dan Chox hat geschrieben:Und der galaktische Massentod ist die bessere Alternative? Beim Dunkle Materie-Ende hätte man den Notizen zufolge wenigstens die Möglichkeit gehabt, abzulehnen und selber eine Lösung für das Problem zu finden. Was wiederum keineswegs klärt, warum die Reaper nicht einfach mal freundlich anklopfen und nach Hilfe fragen.
Doch, das gab es beim Dunkle-Materie-Ende. Und zwar ging es ja darum, dass immer mehr Sonnensysteme durch jene Materie verschwindet, und kein Volk war in der Lage, sie zu bändigen, bis dann irgendwann mal einer herausgefunden hat: Hey, wenn wir uns soundso vereinen sind wir verdammt groß, können im Weltraum überleben und den Kampf gegen die DM vielleicht doch noch gewinnen. Deswegen haben sie auch alle paar Jahre die Völker "gefarmt", um neue Schiffe zu kriegen. Der menschliche Reaper sollte ebenfalls an vorderster Front mitkämpfen. Menschen allein wären dazu gar nicht in der Lage, so dass die Reaper keine andere Wahl hatten, als die Menschen zu verarbeiten. Außerdem: Warum Fragen beantworten und um Hilfe bitten, wenn die Rassen technisch eh nicht so weit entwickelt sind, als dass sie eigene Waffen gegen die DM entwickeln könnten geschweige denn verstehen, was es damit überhaupt auf sich hat.
Benutzeravatar
Pyoro-2
Beiträge: 28311
Registriert: 07.11.2008 17:54
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Pyoro-2 »

Pyoro-2 hat geschrieben:Ich warte immernoch auf das erste Magazin, dass sich zu einem "sorry, unser review war offensichtlich genauso schlecht wie das Ende" statement durchringt. Gerade IGN! Labern iwas von 16 unterschiedlichen Enden daher und wie klasse das ist, aber jezz sind'se natürlich total auf Fanseite und sowieso ^^
http://xbox360.ign.com/articles/122/1221492p1.html
IGN bringt tatsächlich sowas wie 'ne Nachbesprechung von ME3.

Ist aber mehr peinlich als irgendwas anderes...
In light of all the hubbub about the ending of the game, I find it curious that more people aren't as outspoken about other more-troubling issues (in my opinion), specifically the kiddie-pool shallow side mission quests (seriously, every single race has lost their war bibles, and they're all lost on random planets that have no connection to said races?), the feature-stripped journal that didn't update (or give you any indication if the target star system was even available for entry and scanning yet), the interruptive randomness of some of the Priority missions and most of the fetchy N7 missions (case in point, most racial representatives knew they should probably help you defend the galaxy against that threat that's going to kill everything, but I was instead first forced to go talk to this one scientist or someone on a random planet. Ugh.)
...joar, das hat man im 9.5/10 review auch unmöglich bemerken können ^^
ica
Beiträge: 76
Registriert: 16.02.2010 11:40
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von ica »

*Spoilerwarnung, ich werde auf Teile des Endes Bezug nehmen*

Ich habe das Spiel jetzt gestern beendet (blaues Ende). Danach habe ich mir dann die restlichen Enden im Internet angeschaut und nachdem ich lange darüber nachgedacht habe, möchte ich mal meine Eindrücke festhalten. Ich fange mal mit den Sachen an, die ich an den Enden auszusetzen habe:

1. Es laufen zuviele Handlungsstränge ins Leere. Ohne die Spiele miteinander vergleichen zu wollen: In Final Fantasy VIII z.B. gab es einen wunderschönen Abspann, in dem kurz angerissen wurde, wie es für jeden einzelnen Charakter weitergeht. Sowas hätte ich mir bei Mass Effect auch gewünscht. 3 Spiele lang wachsen einem hier soviele wirklich auch interessante Charaktere ans Herz, man lernt ihre Macken und Sorgen kennen, macht wirklich viel mit ihnen durch, verliebt sich evtl. sogar in jemanden. Und nach dem Ende bleiben die Einzelschicksale auf einmal total auf der Strecke. Fast alle waren ja am Ende auf der Erde, da hätte es mich schon interessiert, wie es dort jetzt weitergeht.
Auch die mit den Charakteren verbundenen, größeren Themen führen quasi ins Leere: Was ist jetzt mit den Kroganern; bringen die wirklich wieder Zerstörung und Tod über die Galaxie? Oder die Rachnei? Werden die Quarianer ohne Schutzanzüge leben können; wird der Frieden mit den Geth halten? Das alles waren große Themen, die in den ersten beiden Teilen für soviele Konfliktsituationen geführt haben und jetzt... im Prinzip alles Wurscht! Dass sich der eine oder andere hier veralbert vorkommt, braucht nun wirklich nicht zu verwundern.

2. Die Idee, mit dem Katalysator direkt am Ende noch schnell eine neue Partei einzuführen finde ich ganz schwach. Bei jedem Film würde man das als dramaturgische Notbremse kritisieren, um schnell halt noch eine Auflösung aus dem Hut zu zaubern. Und bei einer Spielreihe, die von Anfang an soviel Fokus auf die Geschichte gelegt hat, ist das wirklich etwas enttäuschend.
Für mich erklärt das auch nicht wirklich etwas, sondern wirft nur neue Fragen auf: Ok, jetzt weiß ich wer die Reaper verbockt hat. Aber der Grund "Um einen neuen Zyklus zu starten" leuchtet mir nicht ein. Wozu überhaupt Zyklen starten, wenn man eh alles wieder einreisst? Was ist der Sinn und Zweck von all dem? Haben die kein Fernsehen? Es entsteht ein völlig neuer Sinnzusammenhang, von dem aber gerade der Sinn völlig offen bleibt. Dramaturgisch erfüllt es einfach den Zweck, schnellstmöglich zu einem Abschluss zu kommen, ohne sich mit Details aufhalten zu müssen. Und die Tatsache, dass dies so plötzlich aus dem Nix auftaucht, lässt einen dies nur umso deutlicher wittern.

3. Die Optionen:
a. Reaper auslöschen, damit aber auch die Geth und alle kybernetischen Lebensformen. Ok, ist konsequent durchdacht, gefällt mir als Option. Da kommt wieder der moralische Konflikt auf, den ich bei den vorherigen Teilen so geliebt habe.
b. Reaper kontrollieren und sich damit selber opfern. Auch konsequent, habe ich auch gewählt da ich Option a als Paragorn moralisch nicht vertreten konnte. Bis hierhin eigentlich alles Bestens.
c. Synergie mechanischen und biologischen Lebens. Als Idee an sich ja ganz interessant, nur aus erzählerischer Sicht meiner Meinung nach ganz schrecklich. Drei Spiele lang kämpfe ich für den Erhalt meiner Rasse, meiner Zivilisation, ja des Lebens im ganzen Universum sogar. Und anstatt es dann zu erhalten und zu sichern bekomme ich die Wahl, genau diese Individualität aufzugeben und stattdessen alles mit meinen Feinden zu verkassermatuckeln? Sorry aber um solch eine Option hätte ich nie gebeten. Auch hier läuft aus dramaturgischer Sicht vieles schief da meine ganzen Bemühungen aus den ersten Spielen ad absurdum geführt werden.

4. Die ganzen Logikbrüche:
Warum werden bei allen Varianten die Portale zerstört? Hab ich da was verpasst oder wo ist da der Zusammenhang? Wenn ich alles kybernetische Leben töte, warum steht dann im Abspann EDI neben Joker? Hat die sich nicht quasi auch in diese Richtung entwickelt? Warum überhaupt wird die Normandy im Abspann durch ein Portal gejagt? Die müsste doch im Erdorbit sein? Und wie kommt es, dass gerade diejenigen Crewmitglieder aussteigen, die 10 Minuten vorher noch neben mir in London gekämpft haben? Die haben sich aber schnell verdrückt, die Kameradenschweine!
Zugegeben, das sind jetzt wirklich kleine Details, aber etwas mehr Sorgfalt hätte man da schon walten lassen können.

5. Natürlich: Durch die 3 Wahlmöglichkeiten war meine komplette vorherige Entwicklung für'n Ar***, da alle Entscheidungen Schnuppe sind. Nicht dass diese bis dahin wirklich tiefreichende Konsequenzen gehabt hätten, aber irgendwie wirkt das halt schon wie eine arg einfache Art, die Dinge aufzulösen, sofern man das eine Auflösung nennen möchte. Hier hätte ich mir schon gewünscht, dass wenn es eben alternative Enden gibt, diese dann auch wirklich mal in Bezug zu meinen Entscheidungen stehen würden. Da es laut Ankündigung ja ein endgültiges Ende sein sollte, hätte ja nichts dagegen gesprochen.

Ich hatte ja im Vorfeld bereits mitgekriegt, dass einige Leute mit dem Ende extrem unzufrieden waren. Details wollte ich keine Lesen, um mir nicht das Spielerlebnis zu verspoilern. Aber mit der Info im Hinterkopf war ich aufs Schlimmste gefasst. So schlecht fand ich es jetzt nicht, wobei ich nicht weiß wie ich reagiert hätte, wenn ich eben nicht "vorgewarnt" gewesen wäre.
Mir gefällt die Idee sehr, die Storyhandlung zum Ende in einem viel größeren Zusammenhang abzuschließen als man es zuerst vermuten würde. Vom Prinzip her finde ich diese Idee genial. Aber es wurde versäumt, das alles glaubhafter und organischer in die Geschichte (vor allem auch in die Geschichte der vorherigen Teile) einzuweben. So wirkt das fast schon wie ein Fremdkörper. Und natürlich laufen die ganzen Erwartungshaltungen (Endlich dem Illusive Man in den Arsch treten zu dürfen, finaler Endkampf gegen die Reaper, Abschiednehmen von den Kameraden, vielleicht ein paar Todesfälle, Neuaufbau der Zivilisation, etc.) durch diesen Einfall gegen null. Dass viele Fans das unbefriedigend empfinden, kann ich nachvollziehen. Es wird einfach sehr viel in der Luft hängen gelassen.

Wie gesagt, ich fande das Ende nicht wirklich schlecht, denn die Idee dahinter gefällt mir. Aber die Art und Weise, wie das Ganze inszeniert wurde, war etwas farblos und viel zu schnell. Ich habe nicht das Gefühl, hier dem natürlichen Abschluss einer drei Teile überspannenden Sage zuzuschauen. Mir fehlt das Epische; das Gefühl, einen harten Konflikt hinter mir zu haben; das Gefühl, dass es sich gelohnt hat.
johndoe502620
Beiträge: 243
Registriert: 17.06.2006 18:59
Persönliche Nachricht:

Kommentar

Beitrag von johndoe502620 »

noch was zu der Dunkler Materie
in ME 2 gab es da schon hinweise drauf
Mordin Solus sagte auf der Tuchanka Mission das die Menschen genetisch vielfältig sind
Und bei der Mission auf Heathstrom um Tali abzuholen sagte Sie auch das was mit der Sonne passiert sei. und Sie fragte sich ob es dunkle Materie ist und ob es an den Geth liegt.

man man man
man hätte echt viel draus machen können aber das leben geht halt weiter ^^

ich finde es nur bezeichnend das sich die Spielemagazine darüber nicht "aufregen"
Ist wohl keine Zeit mehr um sich ein Spiel hinzugeben
wohl auch, wie bei den Entwicklern, wohl alles nur noch komerz
Benutzeravatar
Sindri
Beiträge: 1895
Registriert: 30.12.2011 22:52
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Sindri »

Die Idee mit der Dunklen Materie war durchdacht und hat zur Lore gepasst. Nur weil irgendwelche Deppen die geleakte Version rein gestellt haben, wurde das Ende umgeschrieben damit man einen "WOW" Effekt bekommt? Das ist übelst nach hinten los gegangen.......

Noch interessanter ist doch, dass die Diskussion um die Dunkle Materie auch aktuell ist. Sprich Wissenschaftler sind sich sicher, dass es im Universum Dunkle Materie gibt aber man weis nicht warum und was sie genau macht.
Benutzeravatar
sYntiq
Beiträge: 2729
Registriert: 02.12.2008 08:18
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von sYntiq »

Mal ein kleiner Hinweis an alle die das Spiel ein zweites mal in Angriff zu nehmen um ein anderes Ende zu wählen, oder die sich die Videos bei Youtube anschauen weil sie keinen Bock haben das Spiel ein zweites Mal zu zocken:

Es gibt nach dem Ende einen "Mission neu Starten"(Ich weiss grad nicht genau wie der heisst) Spielstand auf der Festplatte. Einfach neu laden und man startet quasi an der Stelle nachdem Shepard vom Harbinger-Laser getroffen wurde und nun nur mit Pistole bewaffnet auf den Strahl zuwankt.
Man kann dann leider keine Gespräche skippen, das ganze dauert trotzdem nur 15-20min bis man sich einen der andersfarbigen Abspänne angucken kann.
Benutzeravatar
Dan Chox
Beiträge: 1069
Registriert: 28.12.2006 21:23
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Dan Chox »

Sindri hat geschrieben:Noch interessanter ist doch, dass die Diskussion um die Dunkle Materie auch aktuell ist. Sprich Wissenschaftler sind sich sicher, dass es im Universum Dunkle Materie gibt aber man weis nicht warum und was sie genau macht.
Um des Klugscheißens Willen: Natürlich wird der Name "Dunkle Materie" schamlos von Mass Effect ausgenutzt. Dabei resultiert die Entdeckung ganz einfach daher, dass nach bisherigen Erkenntnissen die geschätzte Gesamtmasse der Milchstraße nicht ausreicht, d.h sie nach den bisherigen physikalischen Gesetzen von Relativität (Gravitation) etc. nicht in ihrer jetzigen Kohärenz existieren könne. Es müsse demnach also zusätzliche Materie im Universum vorhanden sein, die es jetzt nachzuweisen gilt. Dass die Materie "dunkel" ist, liegt einfach daran, dass sie anscheinend kein Licht reflektiert und mit unseren bisherigen Mitteln zur Messung von Materie etc. nicht erfassbar ist. Ein naiver Vergleich: Bis ins 19. Jahrhundert wusste auch kaum einer, dass es soetwas wie Luft als Gasgemisch gab. Die musste auch erst nachgewiesen werden.

@Randall
Soweit ich über die Dunkle Materie-Theorie für das Ende von ME3 weiß, hätte man dem Spieler am Ende die Entscheidung gelassen: Entweder man vereint sich mit den Reapern um eine Lösung zu finden, oder man lehnt das Angebot ab (oder zerstört sie?) und will lieber selber in der verbleibenden Zeit mit den anderen Rassen an einer Lösung für das Problem arbeiten. Ausgehend vom Letzteren hätte Sovereign auch einfach mal anklopfen können und nett fragen, bevor es alle zu Zombies verarbeitet. Außerdem scheint mir der 50.000 Jahre-Zyklus doch recht willkürlich ausgewählt.
KOK
Beiträge: 2059
Registriert: 28.10.2010 16:16
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von KOK »

Ich glaube an diese ganzen konstruirten Enden irgendwie nicht. Gerade an die Indoktrenie-Theorie nicht. Es gibt ja schon viele Filme, die so eine "Verschwörungs"-Theorie haben, wo es am Ende drauf hinausläuft, daß alles nur irgendwie eingebildet war, oder was auch immer. Ich werfe jetzt einfach mal zwei Filme in den Raum: Next mit Nicholas Cage und Inception mit Leonardo DiCaprio.

Im ersten Film geht es um einen Mann, der die Fähigkeit hat zwei Minuten in die Zukunft zu sehen und so "ahnen" kann, was in kürze passieren kann. Am Ende des Filmes läuft es darauf hinaus, daß besagter Mann anscheinend noch länger in die Zukunft sehen kann und quasi den ganzen Film vorhergesehen hat.
Im zweiten Film geht es darum, daß Menschen in den Köpfen anderer Menschen eindringen, dort Traumwelten erschaffen können, die von extrem realistisch bis hin zur offensichtlichen Fälschung einer Welt alles sein können und andere Menschen sich dieser Welt auch noch anschließen können. Dabei wird aber darauf eingegangen, daß Menschen sich in dieser Traumwelt verlieren können. Großes blabla, um nicht zu viel zu verraten, aber es läuft am Ende darauf hinaus, daß quasi der ganze Film schon selbst in einer einzigen Traumwelt passiert (man weiß es nicht so genau, weil der Film dann endet und durch das Ende erst die Frage sich erst stellt).

Worauf ich hinaus will ist, daß schon mehrere Filme diese Art von Thema, wo die Indoktrinations-Theorie auch reinpasst, schon längst bearbeitet haben. Der Unterschied aber zu Mass Effect ist, daß diese Filme es zeigen. Bei Mass Effect gibt es einfach keinen deutlichen Hinweis darauf, daß die Indoktrinationstheorie auch wirklich richtig ist. Die Indoktrinationstheorie ist viel mehr ein Konstrukt von Fans, das Ende logisch erscheinen zu lassen. Also genau das Gegenteil von dem, was "Wissenschaft" eigentlich ausmacht. Nicht das Spiel selbst bestätigt die Theorie, sondern die Theorie macht erst das Spiel schlüssig. Das ist aber, die mit dem wissenschaftlichen Arbeiten vertraut sind, vollkommener Nonsens. Es müsse quasi genau andersrum sein. Erst durch das Spiel sollte die Indoktrinationstheorie plausibel sein.

Außerdem gibt es ja nun doch irgendwie schon ein bestätigtes Gerücht, daß Bioware ein neues/verlängerte/was auch immer Ende nachreichen wird, womit die ganze Indoktrinationstheorie ad absurdum geführt wurde. Wobei mich nicht wundern würde, wenn Bioware nun ein Ende bastelt, daß dann die Indoktrinationstheorie bestätigt, das wäre dann aber extrem billig.
Benutzeravatar
Sindri
Beiträge: 1895
Registriert: 30.12.2011 22:52
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Offizielles Statement zum Ende

Beitrag von Sindri »

Dan Chox hat geschrieben:
Sindri hat geschrieben:Noch interessanter ist doch, dass die Diskussion um die Dunkle Materie auch aktuell ist. Sprich Wissenschaftler sind sich sicher, dass es im Universum Dunkle Materie gibt aber man weis nicht warum und was sie genau macht.
Um des Klugscheißens Willen: Natürlich wird der Name "Dunkle Materie" schamlos von Mass Effect ausgenutzt. Dabei resultiert die Entdeckung ganz einfach daher, dass nach bisherigen Erkenntnissen die geschätzte Gesamtmasse der Milchstraße nicht ausreicht, d.h sie nach den bisherigen physikalischen Gesetzen von Relativität (Gravitation) etc. nicht in ihrer jetzigen Kohärenz existieren könne. Es müsse demnach also zusätzliche Materie im Universum vorhanden sein, die es jetzt nachzuweisen gilt. Dass die Materie "dunkel" ist, liegt einfach daran, dass sie anscheinend kein Licht reflektiert und mit unseren bisherigen Mitteln zur Messung von Materie etc. nicht erfassbar ist. Ein naiver Vergleich: Bis ins 19. Jahrhundert wusste auch kaum einer, dass es soetwas wie Luft als Gasgemisch gab. Die musste auch erst nachgewiesen werden.
Jop genau das meinte ich damit :) Wäre ein schöner Bezug auf aktuelle Wissenschaftliche Untersuchungen gewesen und ein deutlich besseres Ende für Mass Effect.
Besser als das was wir jetzt haben.