Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

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AlastorD
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von AlastorD »

Pyoro-2 hat geschrieben:Die Reaper bräuchten mMn sowieso keine greifbare Motivation; wird in Teil 1 deutlich genug gemacht, dass ihre Existenz nicht mit der von "uns" vergleichbar ist und wir ihre Motive eh nicht verstehen können - es scheint iwie "logisch", dass sie um an gewisse "Ressourcen" zu kommen, immer mal wieder in die Galaxie eindringen müssen, und das eben bisher periodisch alle 50.000 Jahre getan ham' und dabei als gewissenlose Killermaschinen unterwegs waren ;)
Naja eine ordentliche Antwort auf die Frage warum sie dafür sorgen das die Zivilisationen sich so entwickeln wie sie es wollen, mithilfe der Citadel, den Portalen ect. und sie dann vernichten hätte ich dann aber schon gerne.
Shrike
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Shrike »

Hätten sie aus dem Zeug mal eher nen Buch als ein Spiel gemacht, das ME Universum hat schon was.
Das Gameplay leider nicht.
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Pyoro-2
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Pyoro-2 »

Gibt doch ME Bücher, das letzte ist sogar noch deutlich schlechter als ME3.
AlastorD hat geschrieben:Naja eine ordentliche Antwort auf die Frage warum sie dafür sorgen das die Zivilisationen sich so entwickeln wie sie es wollen, mithilfe der Citadel, den Portalen ect. und sie dann vernichten hätte ich dann aber schon gerne.
Wird doch schon in Teil 1 spekuliert - macht die Ernte am einfachsten. Die Zivilisationen breiten sich genau da aus, wo man die relays hinstellt, benutzen genau die Technologie, die die Reaper ihnen "überlassen" etc.
Find das schon so für sich schlüssig ;)

Natürlich hätte ich wohl auch selbst bei einem, dass letztlich nicht mehr erklärt als man eh schon weiß "mhmm, da hätte man mehr sagen können", aber bevor man anfängt, iwelchen Krimskrams rumzuwurschdeln, der keinen Sinn macht, wär mir das lieber ^^
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Caphalor
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Caphalor »

Es gibt einige ME-Bücher, sogar vom alten Lead-Writer. Weiß nicht was die taugen, das neueste soll ja totaler Murks sein (ist von einem anderen Autor).

Für mich ergibt sich die Faszination von Mass Effect vor allen Dingen durch die Entscheidungen, was ein Buch nicht leisten kann. Dadurch ist der Spieler gezwungen zu reflektieren: Kann eine Maschine ein Lebewesen mit freiem Willen sein? Wenn ja, ab wann ist dieser Punkt erreicht? Und ist dieses Leben genauso viel Wert wie organisches? Auf Rannoch muss der Spieler genau das abwägen.

Ist es in gewissen Fällen die beste Lösung "saubere" biologische Kriegswaffen wie die Genophage einzusetzen, um schlimmeres zu verhindern? Darüber steht die alte Frage: Heiligt der Zweck die Mittel?

Ich persönlich finde das mindestens genauso spannend wie die Frage ob ich mir nen Finger für eine wichtige Sache abschneiden würde wie in Heavy Rain. Was Mass Effect dabei großartig macht ist wie sorgfältig diese Konflikte über mehrere Spiele aufgebaut werden und wie der Spieler gerade über emotionale Bindungen zu Charakteren in der Welt versinkt. Und das Gameplay ist immer noch besser als in Heavy Rain (aber verdammt selbst Bubble Shooter hat besseres Gameplay als Heavy Rain).

Und wo wir grad beim Thema sind: Die hier auf 4players geforderten Entscheidungen auf Zeit würden die besten Momente von Mass Effect komplett entzaubern, die Minute in der ich mich zurücklehne und ernsthaft abwäge ist doch der Höhepunkt des gesamten Spiels! Welch Verschwendung es wäre dort ein Zeitlimit dranzusetzen, genau das hat mir in The Witcher 2 auch die Schlüsselstelle am Ende des ersten Akts versaut.

Alles in allem kann ich nicht verstehen warum sich alle auf die letzten 10 Minuten von Mass Effect 3 konzentrieren, vermutlich weil mich die Auflösung des Reaper-Twists immer schon am wenigsten interessiert hat. Zeigt aber auf der anderen Seite auch wie viele Leute dieses fiktive Universum ernst genug nehmen, um sich davon runterziehen zu lassen.

Sorry für OT.
Zuletzt geändert von Caphalor am 18.03.2012 00:38, insgesamt 1-mal geändert.
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|Chris|
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von |Chris| »

Nach dem ursprünglichen Skript sollten die Reaper eine eigene Zivilisation organisch-synthetischer Mischwesen bilden. Ob diese nun organischen Ursprung hatte oder doch etwas anderes geht aus den Designdokumenten nicht hervor.

Die Reaper bekämpfen nach ME1 Script einen Feind der "etwas" mit der "dunklen Materie" zu tun hat. Die Galaxie selbst ist für sie dabei ein Anbaugebiet auf der sie organische Rassen züchten und diese alle fünfzig tausend Jahre "ernten". Diejenigen mit den größten genetischen Potential werden zu weiteren Reapern verarbeitet um deren Streitmacht zu verstärken. Das ist, zugegeben, auch nicht gerade ein großer Epos, klingt aber plausibel.


Etwa zur Mitte von ME2 wächselte der Lead Writer und damit auch die Richtung des Franchise. Die Reaper wurden zu den Handlangern eines "Machers" degradiert der im Hintergrund aus nicht näher erwähnten Gründen die Fäden zieht. Im Ende von Mass Effect 3 wird, nennen wir es mal "angedeutet", das dieser Macher durch den Katalysator verkörpert wird. Zumindest zum Teil. Laut dem Katalysator ernten die Reaper einmal alle fünfzig tausend Jahre die technologisch fortgeschrittenen Zivilisationen und speichern ihr genetisches Material in Reaper - Form. Dies passiert um die Existenz selbst zu gewährleisten, da der Katalysator entweder weis oder vermutet das die organischen Lebensformen sonst eine KI schaffen würden die zwangsläufig alles organische Leben vernichtet. Diese würde dann auch die Existenz von neuen organischen Wesen unterbinden.

In sich auch "schlüssig", aber in meinen Augen sehr einfache Science Fiction. Kann man in einer Star Trek Episode verwenden aber nicht am Ende einer 3 Teile Trilogie in einem Universum dessen erste Folge noch Rassismus und Imperialismus thematisiert hat. Dazu kommt die Existenz einer Gott-Intelligenz für deren Einsatz man immer sehr gute Gründe haben sollte da sie jegliche Phantasie final torpediert. Auf diese Warum habe ich am Ende von ME3 auch keine gute Antwort bekommen.

Weder in den geleakten Designdokumenten noch in den Originalskizzen aus der Doku "Mass Effect: The final Hours" lassen sich Infos über eine "Indoktrination" finden. Die Indoktrinationstheorie ist daher falsch und es handelt sich bei dem Ende von ME3 ("Over the Rainbow") um das tatsächliche Ende.
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Pyoro-2
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Pyoro-2 »

|Chris| hat geschrieben:In sich auch "schlüssig", aber in meinen Augen sehr einfache Science Fiction..
Naja, da kann man halt schon anfangen - wieso forcieren denn unter den Umständen die Reaper die technologische Entwicklung der Rassen? Könnten die nicht einfach relays und Co zerstören/deaktivieren und damit die cycle zumindest mal weit länger gestalten? ^^

Im ersten Szenario macht's ja Sinn - es erhöht die "Ernte", weil durch die Raumfahrt 'ne Art 2. "industrielle Revolution" stattfindet und man hat gewissermaßen 'ne Berechenbarkeit der Rassen. Aber wenn man's nur zum Schutz der selbigen macht, muss man die Sinnhaftigkeit schon wieder anzweifeln, zumal, falls ieine AI tatsächlich das Ziel hat, "alles" zu vernichten, deren Arbeit ohne relays natürlich wesentlich erschwert werden würde :?
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Skabus
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Skabus »

|Chris| hat geschrieben: Dazu kommt die Existenz einer Gott-Intelligenz für deren Einsatz man immer sehr gute Gründe haben sollte da sie jegliche Phantasie final torpediert. Auf diese Warum habe ich am Ende von ME3 auch keine gute Antwort bekommen.
Dazu kommt, das jeder Hobby-Autor weiß, dass es übelstes Machwerk ist, in den letzten 5 Minuten noch neue wichtige Charaktere in die Geschichte einzuführen.

Die Gründe liefert ME3 gleich frei Haus: Der betrachter(egal ob Spieler, Zuschauer, Leser) fühlt sich zumeist verarscht, findet das Ende verwirrend, nicht ausreichend erklärend und kann sich damit auch selten wirklich noch anfreunden.

Man hat erst die Souvereign als Oberboss eingesetzt.Der wurde vernichtet, und es wurde klar, dass der nur die Vorhut einer größeren Invasion ist.Dann kam im 2. Teil der Vorbote ins Spiel.Was hat der Kerl dir ein Ohr abgekaut.Es hat mich genervt.

Der war so extrem redseelig wie kaum ein anderer Boss.So viel hatte er zu sagen. Dann im 3. Teil spielt der Vorbote absolut keine Rolle mehr im Plot.Er sagt nichts mehr, es kommen keine Erklärungen, etc. und kurz vor Ende des 3. Teils führt man eine neue Oberinstanz ein, ignoriert konsequent alles vorrangegangene und speist den Spieler mit irgendwelchen halbgaren Erklärungen, die man selbst mit 5 Liter Vodka sich nicht schön und erst recht nicht logisch saufen kann, ab...


Ich frage mich ob Marc Walters wirklich gewusst hat, was er da tut.Mir scheint es nicht so...

Es ist sowieso immer sone fragwürdige Praxis der Spielebranche.Da wird der ursprüngliche Lead Designer gefeuert, der das Spiel groß gemacht hat, da werden Lead Writer ausgetauscht, da wird der 2. Teil ständig von anderen Studios gemacht.

Mir erschließt sich das nicht.Und dann wundern sich Spieler und Entwickler, warum die Nachfolger keinen großen Erfolg mehr haben :?:

MfG Ska
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Caphalor
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Caphalor »

In sich auch "schlüssig", aber in meinen Augen sehr einfache Science Fiction. Kann man in einer Star Trek Episode verwenden aber nicht am Ende einer 3 Teile Trilogie in einem Universum dessen erste Folge noch Rassismus und Imperialismus thematisiert hat.
Wenn das sehr einfache Science-Fiction ist, was ist dann Star Wars? oO

Und ja, Mass Effect 1 thematisiert Rassismus und Imperialismus und ME3 tut es kaum, doch letztendlich werden diese Themen auch in ME1 eher am Rande angeschnitten. In Mass Effect 3 gibt es ähnlich interessante Themen die dazu noch gut ausgestaltet wurden, wie ich in meinem vorherigen Post dargelegt habe. Kapier einfach nicht wie man ein Spiel mit so viel Qualität so niedermachen kann (das ist weniger auf deinen Post bezogen).

Ich tröste mich wohl besser mit einem der vielen gekauften Reviews von einem dieser großen Gaming-Portale.
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Dan Chox
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Dan Chox »

Caphalor hat geschrieben:Kapier einfach nicht wie man ein Spiel mit so viel Qualität so niedermachen kann.
Ich will ja nicht bestreiten, dass Mass Effect 3 mit der KI-Frage ein interessantes Thema eingeführt hat. Aber - wie der Rest der Problemstellungen im Mass Effect-Universum - auch das wurde nie geklärt oder auch nur vertieft. Trotzdem bleibt festzustellen: Mass Effect 3 ist bis auf einige Verbesserungen in Optik und Spielmechanik in jedem Punkt schwächer als seine Vorgänger. Das war schon bei Mass Effect 2 so.
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|Chris|
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von |Chris| »

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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Bedameister »

|Chris| hat geschrieben:Fanmade:
http://h9.abload.de/img/jhtqyrqxxg.jpg
8O alter Schwede wenn das wirklich stimmt haben die Entscheidungen ja doch nen krassen Einfluss. Hätte ich jetzt nicht gedacht
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Dan Chox
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Dan Chox »

Bedameister hat geschrieben: 8O alter Schwede wenn das wirklich stimmt haben die Entscheidungen ja doch nen krassen Einfluss. Hätte ich jetzt nicht gedacht
Nein! Das ist ein Vorschlag wie es hätte sein können (oder lieber: sollen), nicht die tatsächliche Roadmap des Finales. Daher auch "Fanmade".
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Bedameister »

Dan Chox hat geschrieben:
Bedameister hat geschrieben: 8O alter Schwede wenn das wirklich stimmt haben die Entscheidungen ja doch nen krassen Einfluss. Hätte ich jetzt nicht gedacht
Nein! Das ist ein Vorschlag wie es hätte sein können, nicht die tatsächliche Roadmap des Finales. Daher auch "Fanmade".
ach so dann schreib das bitte auch dazu :|
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|Chris|
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von |Chris| »

Deswegen stand auch "Fanmade" dabei ;)

Im Original sieht es etwa so aus:

Attack => War Assets? => Marauder Shields => Shoot Anderson? => LOL => Red|Green|Blue
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Dan Chox
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Re: Mass Effect 3: Das Ende gefällt vielen Spielern nicht

Beitrag von Dan Chox »

|Chris| hat geschrieben:Marauder Shields
In englischen Foren wird ja mittlerweile gewitzelt: Marauder Shields from bad endings.