Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
superboss
Beiträge: 5641
Registriert: 26.10.2009 17:59
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von superboss »

Sehe ich auch so. Peter soll einfach aufhören zu reden, sondern lieber daran arbeiten, wie er seine Ideen sinnvoll in nicht verweichlichte Spieledesigns einarbeiten kann.
Ich fange echt an den Typen zu hassen. Auch jetzt schon wieder. Erzählt da irgendwas über Fable The journey und Die Möglichkeiten im Spiel, die mich als Gamer (trotz Kinect und Dampfplauderer peter m) so richtig heiß machen und am Ende wird warscheinlich wieder nur ne Enttäuschung dabei rauskommen. Dabei hätte er hier wirklich mal die Möglichkeit für Emotionen und Kreativität......

na ja gut mal schauen was dabei rauskommt und was er dann mit seiner neuen Firma auf die Beine stellen kann.
Benutzeravatar
Satus
Beiträge: 1723
Registriert: 23.09.2004 17:09
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Satus »

Ein schwarzer Tag für die Menschheit, ein guter Tag für Microsoft.
Benutzeravatar
Alking
Beiträge: 6886
Registriert: 25.08.2008 11:33
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Alking »

Satus hat geschrieben:Ein schwarzer Tag für die Menschheit, ein guter Tag für Microsoft.
Das sehe ich vollständig anders. Ich glaube PM wurde gerade in den letzten Jahren sehr von MS eingeengt in seinem Wirken. Sicher war ein Sprücheklopfer ohnegleichen, aber hinter seinen Visionen kamen immer recht brauchbare Spiele raus.

Dass er für MS nun aber immer an Arcadequatsch arbeiten muss, hat ihm glaube ich nicht gefallen. Ich denke mit Ursache war wohl das Absagen von Milo and Kate. Wenn man gesehen hat, mit wieviel Stolz er dieses Spiel präsentierte und wie sang und klanglos nichts mehr von dem Projekt zu hören war, so ist das sicherlich bei Microsoft begründet worden. Für Visionen und neue Spielideen hat man bei Microsoft keine Lobby. Man konzentriert sich auf das, was der Bauer kennt, alte Marken die sich gut verkaufen.

Warten wir mal ab in welche Richtung das geht, aber zurzeit sehe ich was Exklusive Spiele anbelangt bei MS schwarz. Im Gegensatz zu Sony hat man überhaupt keine Basis für gute und tolle neue Inhalte. Es fehlt an FirstParty Studios, an kreativen Köpfen und an einer Konzernleitung der es nicht nur um $$$$$ geht, sondern denen das Gaming wichtig ist und die auch mal viel Geld auf ein riskantes Projekt setzen.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Sir Richfield »

Alking hat geschrieben:
Satus hat geschrieben:Für Visionen und neue Spielideen hat man bei großen Publishern keine Lobby. Man konzentriert sich auf das, was der Bauer kennt, alte Marken die sich gut verkaufen.
Fixed that for you.

Da haben wir nämlich das Problem unserer Lieblingsbranche: Die großen sind so festgefahren und träge, dass ihnen die guten Designer weglaufen, die Indies erreichen mitunter kein Publikum und dazwischen gibt's nur wenig.

Wir bräuchten mal einen halbwegs klar definierten Mittelstand, bei dem Spiele produziert werden, die vielleicht nicht gerade Milliarden an Texturen kosten, dafür aber sauber programmiert und gut Designed sind. (Und auf teuren sowie nutzlosen DRM verzichten.)
Dann für 25-30 Euro neu auf den Markt und gut.
Kurz gesagt, mehr Torchlights.

Wer sich dann von den Majors für deren Langweilerkram weiter digital fesseln lassen will, darf das gerne tun, der Rest hat dann endlich Alternativen.

Dann könnte auch ein Herr Molyneux vielleicht eine Nische finden. Ich würde ihn sicher nicht daran hindern, seinen LebenssimulationsRPG Traum in 2D oder halt vergleichsweise schwacher Grafik zu verwirklichen.
Benutzeravatar
Alking
Beiträge: 6886
Registriert: 25.08.2008 11:33
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Alking »

Mich nervt es nur, dass mittlerweile irgendwelche Manager entscheiden was auf dem Markt läuft und was nicht. Sollten nicht wir Gamer entscheiden welche Spiele eine Chance haben und welche nicht?

Microsoft ist da ein Paradebeispiel. Da wird alles kreative im Keim erstickt und alles auf Shooter getrimmt, siehe Alan Wake. Kreative Ideen werden nicht finanziert, dabei ist es doch für MS Peanuts mal eben einige Millionen zu riskieren. Man stelle sich nur vor ein kreatives Produkt wird dann zum Kassenschlager ... aber das kann wohl nicht sein :roll:

Wie dem auch sei, für mich ist da Sony das Vorbild der Branche. Siehe quanticdream. Eine solche TechDemo zu entwickeln und mal etwas Neues zu versuchen (siehe Heavy Rain) ist in der finanziellen Größenordnung nur bei Sony möglich. Hut ab dafür.

Ich als Spieler habe mich nur sehr verändert in den letzten Jahren. Für mich zählen spielerische Inhalte und nicht irgendwelche Community Features. Und genau bei spielerischen Inhalten sehe ich MS sehr sehr schlecht aufgestellt. Da gibt es wie bereits gesagt gar kein Fundament um in der Nextgen gute exklusive Spiele bieten zu können.
Benutzeravatar
danke15jahre4p
Beiträge: 16763
Registriert: 21.04.2006 16:18
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von danke15jahre4p »

Alking hat geschrieben:Mich nervt es nur, dass mittlerweile irgendwelche Manager entscheiden was auf dem Markt läuft und was nicht. Sollten nicht wir Gamer entscheiden welche Spiele eine Chance haben und welche nicht?
crowdfunding ist das stichwort! wenn das die entwickler klug anstellen is da ein immenses potential!

is vergleichbar mit der loslösung von musikbands von den labels und eigenvertrieb übers internet! da bestimmen ja auch die leute welchen youtubetitel sie gucken, auf welchen like button sie drücken und auf welcher seite sie die titel als mp3 direkt runterladen ohne über labels und deren vermarktungmaschinerie zu gehen!

greetingz
Benutzeravatar
Wulgaru
Beiträge: 29391
Registriert: 18.03.2009 12:51
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Wulgaru »

Gamer entscheiden doch was auf dem Markt bestehen kann...indem sie Dinge kaufen. Es bringt nichts sich immer über Einheitsbrei und Mainstream aufzuregen, solange das erfolgreich ist, entwickeln das auch die Firmen. Das hat nichts mit Management zu tun das die Szene nicht versteht, es ist genau umgekehrt.

@Topic
Auch wenn ich bis auf Theme Park eigentlich nie ein Spiel wirklich geliebt habe was er gemacht hat...ist das natürlich immer so eine Sache. Man kann jetzt sagen das er die Bedeutung für die Branche nicht mehr hatte oder sie eh nie so groß war, wie bei anderen Ikonen....aber nun ja...diese Personenkulte sind sowieso immer in Frage zu stellen.

Wir wissen nie genau was von den großen Meisterwerken bei den "Gurus" wirklich noch auf ihrem Mist gewachsen ist oder ob sie letztendlich nur die Gesichter der Spiele sind, damit Fans wie wir sie kaufen. Umgekehrt kann es natürlich wirklich toll sein, wenn ein einzelnes Genie seine Vision mit einem gutem Team komplett umsetzen kann. Ist sicherlich kein Gewinn das nun einer dieser Köpfe abtritt.
Benutzeravatar
danke15jahre4p
Beiträge: 16763
Registriert: 21.04.2006 16:18
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von danke15jahre4p »

Wulgaru hat geschrieben:Gamer entscheiden doch was auf dem Markt bestehen kann...indem sie Dinge kaufen. Es bringt nichts sich immer über Einheitsbrei und Mainstream aufzuregen, solange das erfolgreich ist, entwickeln das auch die Firmen. Das hat nichts mit Management zu tun das die Szene nicht versteht, es ist genau umgekehrt.
ne, du unterschätzt die kraft der werbung und der schönrederei!

molyneux hat dies immer vom feinsten zelebriert: sein produkt vor dem release als die revolution schlechthin schöngeredet und 2 monate nach release über das produkt abgelästert um das nächste wieder hypen zu können!

viele fallen auf so ein geschwafel ein, deswegen ist werbung vom publisher ein nicht zu unterschätzendes absatzwerkzeug!

ein cod wird mal eben beim superbowl präsentiert wo, wat weiss ich, 50 mio. amerikaner vor der glotze sitzen und viele eltern ihren kindern den scheiss kaufen, aus diesem grund hat doch cod nicht zurecht auf dem markt, der von den spielern bestimmt werden sollte, bestanden, oder?

cod war jetzt nur ein random extrembeispiel für ein AAA-top-blockbuster-titel!

greetingz
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Kajetan »

Alking hat geschrieben:Mich nervt es nur, dass mittlerweile irgendwelche Manager entscheiden was auf dem Markt läuft und was nicht. Sollten nicht wir Gamer entscheiden welche Spiele eine Chance haben und welche nicht?
Schaut man sich die Umsätze an, hat der Gamer ganz klar entschieden. Halo, Gears of War, Call of Duty, Mario, Zelda und dann lange nichts mehr. Daran orientieren sich die Majors. An der jeweils größten Zielgruppe, die pro Spiel das meiste Geld bringt.
Ich als Spieler habe mich nur sehr verändert in den letzten Jahren. Für mich zählen spielerische Inhalte und nicht irgendwelche Community Features. Und genau bei spielerischen Inhalten sehe ich MS sehr sehr schlecht aufgestellt. Da gibt es wie bereits gesagt gar kein Fundament um in der Nextgen gute exklusive Spiele bieten zu können.
Schau Dich bei den Indies um, wechsel Deine Haupt-Gamingplattform von Konsolen zum PC und Tablets. Da findest Du die kreative Vielfalt, welche Dir die Majors nicht mehr bieten können und wollen.
Benutzeravatar
Wulgaru
Beiträge: 29391
Registriert: 18.03.2009 12:51
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Wulgaru »

leifman hat geschrieben: ein cod wird mal eben beim superbowl präsentiert wo, wat weiss ich, 50 mio. amerikaner vor der glotze sitzen und viele eltern ihren kindern den scheiss kaufen, aus diesem grund hat doch cod nicht zurecht auf dem markt, der von den spielern bestimmt werden sollte, bestanden, oder?
Naja...Cod würde sich auch ganz ohne Werbung wie warme Semmeln verkaufen denke ich...als die Serie startete hatte sie jedenfalls keine Super-Bowl-Werbung. Sie ist groß geworden weil sie gut war, ich kann nicht beurteilen was in dieser Gen aus ihr geworden ist, aber früher hat sie die Gamer durch Qualität überzeugt.

Wenn diese Gamer sie dann immer noch kaufen, macht Activision eben weiter damit und alle versuchen mit dem Zug mitzufahren, egal was für ein altbackener Käse das nun ist oder nicht.
Benutzeravatar
Alking
Beiträge: 6886
Registriert: 25.08.2008 11:33
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Alking »

Kajetan hat geschrieben:
Alking hat geschrieben:Mich nervt es nur, dass mittlerweile irgendwelche Manager entscheiden was auf dem Markt läuft und was nicht. Sollten nicht wir Gamer entscheiden welche Spiele eine Chance haben und welche nicht?
Schaut man sich die Umsätze an, hat der Gamer ganz klar entschieden. Halo, Gears of War, Call of Duty, Mario, Zelda und dann lange nichts mehr. Daran orientieren sich die Majors. An der jeweils größten Zielgruppe, die pro Spiel das meiste Geld bringt.
Ich als Spieler habe mich nur sehr verändert in den letzten Jahren. Für mich zählen spielerische Inhalte und nicht irgendwelche Community Features. Und genau bei spielerischen Inhalten sehe ich MS sehr sehr schlecht aufgestellt. Da gibt es wie bereits gesagt gar kein Fundament um in der Nextgen gute exklusive Spiele bieten zu können.
Schau Dich bei den Indies um, wechsel Deine Haupt-Gamingplattform von Konsolen zum PC und Tablets. Da findest Du die kreative Vielfalt, welche Dir die Majors nicht mehr bieten können und wollen.
Solange es Perlen wie Dark Souls, Heavy Rain und Forza gibt wechsel ich nirgends hin ;-)

Wie gesagt, manchmal ist ein Shooter ja nicht schlecht, siehe Killzone 3 der da ja im EgoShooter Bereich das Flaggschiff der bombastischen Explosionskunstkultur ist. Aber nicht immer. Und genau darum geht es. Es kommt oft das Gleiche, nämlich Shooter. Spiele wie The Witcher 2 oder Skyrim werden dann aufgesaugt wie es nur geht.

Warten wir mal ab wohin sich das entwickelt. Sony kriegt es ja hin viel Einheitsbrei zu liefern aber auch mal andere Titel zu publishen.
Benutzeravatar
SK1WALKER
Beiträge: 1157
Registriert: 19.03.2006 22:52
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von SK1WALKER »

Werd ihn nicht vermissen, seine Spiele waren nicht so der brüller und Fable 1+2 fand ich total abgedreht schlecht bis lanweilig.
Benutzeravatar
Nightfire123456
Beiträge: 2517
Registriert: 31.08.2009 20:00
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Nightfire123456 »

Sir Richfield hat geschrieben:
Alking hat geschrieben:
Satus hat geschrieben:Für Visionen und neue Spielideen hat man bei großen Publishern keine Lobby. Man konzentriert sich auf das, was der Bauer kennt, alte Marken die sich gut verkaufen.
Fixed that for you.

Da haben wir nämlich das Problem unserer Lieblingsbranche: Die großen sind so festgefahren und träge, dass ihnen die guten Designer weglaufen, die Indies erreichen mitunter kein Publikum und dazwischen gibt's nur wenig.

Wir bräuchten mal einen halbwegs klar definierten Mittelstand, bei dem Spiele produziert werden, die vielleicht nicht gerade Milliarden an Texturen kosten, dafür aber sauber programmiert und gut Designed sind. (Und auf teuren sowie nutzlosen DRM verzichten.)
Dann für 25-30 Euro neu auf den Markt und gut.
Kurz gesagt, mehr Torchlights.
Das ist wircklich ein großes Problem. Alle guten Studios die zum mittelstand gehörten wurden aber von den großen übernommen. Und selbst wenn wieder neue nachkommen bringen die vielleicht 1-2 gute bis sehr gute Titel raus bis sie aufgekauft und eingegliedert werden von einem Major Label.
Im mom. gibt es fast nur innovationslose Major Labels auf der einen Seite und kreative aber mit finanziell wenigen möglichkeiten die kleinen und indie Labels.
Man siehts ja an Tim Schafer der seit Jahren für alle seine Projekte betteln gehen muss bei den Majors. Man stelle sich mal vor was der alles verwicklichen könnte wenn er sich mal nur auf die Spiele konzentrieren könnte und nicht ständig den Majors in den Arsch kriechen muss damit er seine Projekte auch umsetzen darf.
Früher gab es noch Firmen die zwar nciht so groß waren wie die Majors aber sich durchaus mal an ein finanziell riskantes Projekt trauen konnten
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Kajetan »

Nightfire123456 hat geschrieben: Man siehts ja an Tim Schafer der seit Jahren für alle seine Projekte betteln gehen muss bei den Majors. Man stelle sich mal vor was der alles verwicklichen könnte wenn er sich mal nur auf die Spiele konzentrieren könnte und nicht ständig den Majors in den Arsch kriechen muss damit er seine Projekte auch umsetzen darf.
Es gibt die durchaus wahre These, dass zuviel Geld der Feind der Kreativität ist. Schaue ich mir zB. "Stacking" oder "Costume Quest" an, so sehe ich hier zwei wunderbare Spiele, das eine mit wirklich neuen Ideen und einer herausragenden Präsentation, das andere eine kleine, augenzwinkernde Hommage an alte SNES-RPG-Klassiker. Beide in einer Zeit entstanden, als die Zukunft von Double Fine während der Hängephase von Brutal Legend nicht sicher war, und die Belegschaft während eines Kreativ-Projekts mehrere Ideen vorgestellt hatte.

Schafers Double Fine Studios braucht eigentlich keinen großen Geldgeber, man muss nicht mehr teure AAA-Spiele mit hohem finanziellen Risiko machen.
Benutzeravatar
Skabus
Beiträge: 1968
Registriert: 22.08.2010 02:30
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Microsoft: Peter Molyneux tritt ab

Beitrag von Skabus »

Brakiri hat geschrieben:Will nicht gemein klingen, aber Molyneux ist einer dieser Ikonen, die ihr Korifäen-Bedeutung schon lange verloren haben. Fable 2 und 3 sind reine, belanglose Massenspiele, die keinerlei Pioneerwert haben und reine Kommerzspiele sind.
Jup sehe ich auch so.P. Molynex wird mir und der Spielewelt zwar immer als Pionier großartiger Blockbuster und innovativer Ideen im Kopf bleiben, aber ich weiß nicht ob es sein Alter, die sich wandelnden Spielebranche oder einfach lustlosigkeit seinerseits ist, aber anstelle WIRKLICH gute Sachen rauszubringen, hat er nur immer davon geschwärmt wie toll seine Spiele doch werden sollen.

Klar war PM schon immer ein Paukenschläger, der mehr versprach als er in 100 Jahren einhalten konnte, aber damals stimmte das Verhältnis trotzdem.Mit Black&White 1 kam dann langsam das Ende seiner Pioniersarbeit.Anstelle einer innovativen Göttersimulation wurde es im Kern nur ein Aufbauspiel mit Tamagotchi-Monster.Black and White 2 wurde dann noch extremer zum Stragetiespiel.Mit Fable hat sich Molyneux auch nicht viel gutes geleistet.Wirklich innovative Ideen sucht man in Fable vergeblich. Mit Teil 2 wollte er "das beste Rollenspiel aller Zeiten designen" hat aber vergessen, dass ein Rollenspiel ohne Dialogsystem so wenig Rollenspiel ist, wie ein Gears of War.

Mit Project Milo hat Molyneux noch mal einen kleinen Lichtblick geschaffen, der aber auch schnell erloschen ist...
Brakiri hat geschrieben:Molyneux hat seine Bedeutung als Pioneer lange überlebt.
Er ist eben so wie die meisten anderen in der Branche entweder Opfer oder Verursacher der Casualisierung...
Matt.s_hit_you hat geschrieben: Ach, Du warst dabei? Jetzt aber mal im Ernst. Ich fand die Fable-Reihe wirklich unterhaltsam und mehr erwarte ich nicht von einem Spiel: nur pure Unterhaltung.
Das ist GENAU das Problem.Molyneux sah Spiele als was besonderes an, früher wollte er die Spielewelt revolutionieren, sie in neue Ebenen heben, den Menschen Eindrücke und Dinge geben die sie so im wahren Leben nie hätten erreichen oder erleben können.

Molyneux wollte eben nicht nur pure Unterhaltung schaffen.Leute wie er und ich sehen Spiele als etwas großartiges an.Ein Medium das über alle Maßen hinweg weiterentwickelt werden kann, und einen großen Teil unseres soziokulturellen Lebens ändert.Die Sicht wie wir als Menschen unsere Kreationen sehen wollte er verändern.Die Grenze zwischen Spiel und Realiät verschwimmen lassen, dem Spieler die Möglichkeit geben vollends in das Spiel einzutauchen und ihm die Möglichkeit geben sich selbst zu entfalten, nicht nur eine Rolle zu spielen, sondern SEINE Rolle zu spielen, seine eigenen Entscheidungen machen, so wie in der realen Welt.DAS war die ursprüngliche Vision von Molyneux.Aber er hat sie eben falsch angegangen.Außerdem ist die Menschheit für derartige Gedanken(noch) nicht bereit. Molyneux hat nur irgendwie vergessen sich kritisch selbst zu hinterfragen und hat angefangen das selbe was er schon vor 20 Jahren gesagt hat immernoch weiterzuplappern, obwohl das reale Ergebnis sich absolut nicht mit seinen Visionen gedeckt hat.

Man sah es doch an Fable.Die Charaktergestaltung war lieblos, oberfläch, es gab zwar Hochzeit und Heirat, aber keine tiefgründigen Charaktere oder Romanzen wie in MassEffect.Man musste nur nen paar mal in Machopose vor seiner "Traumfrau" stehen, ein pesudoerotisches "Hey!" rufen und ihr nen paar Blumen und nen Diamantring schenken und schon hatte man seine Frau fürs leben.

Kindisch, absolut nicht immersiv, dümmlich und ein grober Designfehler, der bissher nicht behoben wurde. Der Charakter selbst hatte keinerlei Entscheidungsfähigkeiten, er konnte nur stumm und lobotomisierend kucken, alles was um ihn herum passiert ist, musste er so hinnehmen, da er nicht sprach, keine Antwortmöglichkeiten hatte und zumeist völlig isoliert vom eigtl. Geschehen nur ausführendes Werkzeug gemimt hat.

Die Story selbst war auch alles andere als neu.Heldengilde gabs imo schon früher.Das ganze Spiel strotzte vor klassischer Klischeefantasy, mit allen Dingen die man so kennt.Fable bietet kaum überraschungen, alles hatte man schon vorher gesehen und wird man noch hundert Mal in der Zukunft sehen, weil die Standarddesigner sich auch keine komplexeren, innovativeren Welten ausdenken können. Aber von Designlegende Molyneux, der das legendäre Dungeon Keeper designt hat?Ein Spiel das mit Klischees aufräumt?Düstere Atmosphäre?Schräger schwarzer englischer Humor? Eine zweifelhafte Fantasywelt?

Und dann designt er so einen kitischigen Klischeemüll wie Fable?

Klar macht Fable Spaß, aber es ist weder innovativ, noch neuartig, noch ein RPG, noch sticht es aus der Masse raus.Es könnte generischer nicht sein.Standardwaffen mit Standardnamen, Standardstädte mit Standardhäusern, Standardkneipe, Standardmärkten und Standard-NPC´s.Es gibt keine komplexen Dialoge, keine besonders hervorstechenden Charaktere,keine Gefährten, keine schweren Entscheidungen. Es gibt nichts. Baldurs Gate ist z.B. in ALLEN Belangen besser als Fable, obwohl BG auch übelste Klischees bedient.Aberr BG hat seinerzeit Sachen neu gemacht, hatte besondere Charaktere, besondere Orte, eine nicht alltägliche Standardstory und bot zudem wirklich RPG.

Fable ist ein Witz.Es überhaupt als RPG zu bezeichnen ist schon ein starkes Stück.Als Molyneux dann bei Fable 2 verkündet hat was es für ein tolles Spiel werdne würde, hab ich es ihm fast noch geglaubt. hab ich mich totgelacht, als ichs mir gekauft hab, und gemerkt hab, dass kaum ein Kritikpunkt am 1. Teil verschwunden war.

Molyneux lebt in einer Traumwelt und hat irgendwie die Fähigkeit verloren konkret mal über seine Spiele zu schauen und sich zu überlegen, ob im 21. Jahrhundert sowas wirklich nocht "innovativ" ist. Und ich verstehe echt nicht warum.Wie konnte der selbe man so neuartiges wie Dungeon Keeper schaffen?Ein Spiel das bis heute kein würdiges Erbe besitzt, einfach weil sich keiner mehr rantraut? In Erfurcht erstarrt oder einfach unfähig zu erkennen, welches Potenzial das hatte?

Was ist mit Theme Park? Mit Syndicate?All die Spiele von Bullfrog die wirklich am laufenden Band etwas neues geboten haben...?

Ich weiß einfach nicht was aus der Spielebranche geworden ist.Es betrübt mich, dass selbst jemand wie Peter Molyneux sich dem Wandel nicht engegengestellt hat...



MfG Ska