f1f2f3 hat geschrieben:Selbstverständlich ist ein Skyrim einem Dragon Age 2 in praktisch jeder Hinsicht überlegen, selbst die Geschichte muss sich nicht dahinter verstecken. Und es fällt immer stärker auf, dass BioWare und EA die Spieler schlicht nicht mehr ernst nehmen. Da wird versucht, die Kunden abzuzocken und für dumm zu verkaufen, wo es nur geht. Die Fans der früheren Spiele, durch die BioWare ja erst seine Reputation und seinen Marktwert erhielt, scheinen unwichtig geworden zu sein. Man setzt lieber auf kurze Entwicklungszeiten und damit niedrige Kosten, und Verkäufe an den anspruchslosen Massenmarkt. Dieses Gefühl hat man bei Bethesda nicht. Die haben mit Fallout: New Vegas und Skyrim zuletzt zwei exzellente Rollenspiele abgeliefert, die bei allen Zugeständnissen an den Massenmarkt doch immer den Spieler ernst nehmen und versuchen, ihm viel Inhalt, Anspruch und Herausforderungen zu bieten. Und wenn man sich die größeren DLCs anschaut, so bieten auch die zum fast gleichen Preis wie bei BioWare ein Menge mehr Inhalt und Qualität.
Fallout New Vegas ist von Obsidian, einer Schmiede der ich durchaus Respekt entgegenbringe und trotzdem würde ich es im Leben nicht spielen.
Für euch kann das ja sein, aber ich spiele Old-School-RPGs und ich werde doch wohl beurteilen können, ob mir etwas gefällt. Ich fühle mich sehr ernstgenommen von DA 2 keine Sorge und ich finde es sehr schräg, wenn Openworlder sich anmassen über DA 2 zu urteilen, grundsätzlich motze ich nicht über die Bethesda RPGs, das ist fast immer ne Retourkutsche für euren Hass gegenüber DA 2 oder früher auch NWN 2, was auch eine schlechte Rezeption gerade bei 4Players hatte.
Und ich habe Fallout 3 und Oblivion, Morrorwind gespielt und weiss das sie mir nicht gefallen, gerade was die Inzenierung und die Story angeht und die Leblosigkeit angeht, konnten sie nicht mal gegen Drakensang 1 anstinken.
Für mich ist das so:
In den Openworldern wird eine riesige Kulisse aufgebaut, die aber grundsätzlich sinnentleert ist, was habe ich denn davon, wenn ich in Stadt XYZ in die Häuser einbreche, da liegen dann Nukacola-Flaschen und anderer Krimskrams, aber das bringt mich doch in der Geschichte keinen Schritt weiter. Eigentlich ist das sogar hochgradig unrealistisch, dass man in jedes Haus kraxelt, um da goldene Löffel zu klauen.
Oder ein anderes Thema, wenn ich in die Stadt XYZ bewegen sich die Leute wie von Geisterhand in vorgebenen Routen, das ist für mich atmosphärisch auch kontraproduktiv, weil die NPCs eigentlich wie in einem Film für meinen Avatar "Leben sollten", stattdessen laufen sie wie Zombies herum, reden wie Zombies den ewig gleichen Schwachsinn und von den Aufgaben möchte ich erst gar nicht anfangen, die ich in solchen Spielen gesehen habe. Wenn ich in eine Bar komme, sollen alle wichtige Charaktere die da sein sollen, auch gefälligst an Ort und Stelle sein, und nicht erst ein Nickerchen machen, was ist den daran bitte schön RPG? Das ist so als würde der Gamemaster in P&P sagen, tut mir leid, aber die Geschichte kann nicht fortgeführt werden, der Auftraggeber kommt in ner halben Stunde, eventuell, wenn er nicht von ner Klippe gefallen ist. Das ist in Wirklichkeit tot und hat mit nem Film oder ner kohärenten Erzählung nichts mehr zu tun.
Wenn ihr nichts mit Oldschool-RPGs anfangen könnt warum spielt ihr sie dann?