Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC undenkbar"

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Basinator
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Basinator »

Da hast du genau den Knackpunkt erwischt, Lil Ill.

Denn gerade nach dieser Definition wäre acuh das Restaurant gegenüber ein Schaden.
So wie andere Spiele als die eigenen.

Worauf ich hinaus will: Es wird immer wieder von "Schaden" gesprochen, aber das Wort ist unglaublich weit gedehnt.

Nicht eingerechnet, wie der Schaden durch Raubkopien berechnet wird.
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Richibot
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Richibot »

Gibt ja viele negative Meinungen hier gegenüber dem Mann:)

Diebstahl bleibt Diebstahl mit all den bekannten Folgen.

Wer da was schönreden will, der sollte nochmal in sich gehen. Ein Bekannter von mir läd Tag und Nacht Spiele runter, hat immer die neuesten und aktuellsten... und immer über Torrent und Co... und zahlt null müde Mark. Na ist sicher eine Einzelfall.
BStramke
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von BStramke »

Wenn man ein Spiel mit sinnvollen Patches (welche quasi neue Funktionen beinhalten) verbessert in kurzen Abständen dreht man den Kopien den Saft ab. Da man aber auf DLC setzt ist dieses "Gepatche" ja nichtmehr zwingend notwendig. Früher brauchte man nach jedem Patch nen neuen Crack (weil ja neue Features drin waren), jetzt wird der DLC gecrackt, Bugfixes dauern eh über nen Monat.
anigunner
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von anigunner »

Ich habe mir gestern mal den Livestream mit Total Biscuit angesehen, in dem er knapp sechs Stunden das Spiel angetestet hat. Sein Fazit war sehr ehrlich, und hat sich auch sehr mir einen Eindrücken gedeckt. Kingdoms of Amalur: Reckoning ist Durchschnittlich mit einer netten Grafik, annehmbarem Kämpfen, gutem Crafting System, furchtbarem Inventarmanagement, sehr konservativem Questsystem, kaum Herausforderungen und sehr starren Kommunikationsmöglichkeiten mit den NPC. Kurz, in meinen Augen nichts was den Titel von anderen Spielen hervorhebt. Es wird von vielen Spielen kopiert (z.B Fable), aber eine eigene Duftmarke zu setzen klappt nicht.

Das man mit so einem Titel auf dem heißumkämpfen Markt Schwierigkeiten hat ist nachvollziehbar. Eben weil es eine große Konkurrenz gibt (Skyrim, Fable, Final Fantasy, Star Wars: The Old Republic etc..). Das der gute Mann jetzt rumheult das man auf dem PC-Markt nicht mehr profitabel sein kann finde ich mittlerweile in anbetracht des Werkes erheiternt. Klar geht man mit Massenware unter wenn es viele (bessere) Alternativen gibt, mit so einem Titel muss man wirklich weit streuen um auf allen Plattformen genug Käufer zu finden. Auf einer Plattform würde man mit so etwas wahrscheinlich wirklich nicht genug Gewinn machen.

Bei der aktuellen Marksättigung muss man einen Titel liefern, der in irgendeiner Weise hevorsticht. Sei es durch ein gelunges Marketingfeuerwerk, einer großen Lizenz oder neuen Gameplayfeatures.. oder einfach einem gelungenem Gesamtpacket. Kingdoms of Amalur bietet nichts von dem. Man kann mit so etwas nicht auftreten und eine dicke Lippe riskieren ala auf dem PC sind Großproduktionen nicht mehr profitabel. Sie sind es mit dem richtigen Titel. Und das hier die Raumkopierer als alleinige Ursache aufgezählt werden ist in meinen Augen nichts weiter als eine Ausrede, welche von wichtigeren Gründen ablenken soll. Vor allem da Ausnahmen wie Minecraft oder PC-Only Produktionen wie Guild Wars (2) zeigen das man mit vernünftigen Konzepten immer Erfolg haben kann. Man muss "nur" genug Herzblut, Qualität, Ehrlichkeit und Selbstbewusstsein in seinen Titel packen. Das gilt übrigens für alle Plattformen, nicht nur für den PC.

Meine lieben Entwickler, wenn ihr Massenware- und Durchschnittstitel auf den Markt schmeißt erwartet bitte nicht das sich immer automatisch ein Freudensturm erhebt und wir euch unser Geld hinterherschmeißen.
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Brakiri
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Brakiri »

leifman hat geschrieben: früher wurden blitz und donner als zeichen göttlicher unzufriedenheit gesehen, heutzutage werden torrent-zahlen als zeichen für umsatzeinbuße gesehen!

so ist er halt der mensch, zusammenhänge die er nicht versteht erklärt er mit nonsense!

greetingz
Hehe, schöner Vergleich.

Den Gebrauchtmarkt abschaffen zu wollen, weil man die eigenen Kosten nicht in den Griff bekommt, ist mehr als absurd. Urheberrechtsverletzungen müsste man viel genauer analysieren.

Aber das liegt nicht im Interesse der Wirtschaft. Solange es dieses Totschlagargument gibt und die genauen Zusammenhänge innerhalb dieser Kopier-Gruppe unverstanden bleiben, hat die Industrie eine Keule mit der sie zuschlagen kann, und ein fadenscheiniges Argument, was die völlig uninformierten und merkbefreiten Politiker "verstehen" können, auch wenn es möglicherweise garnicht wahr ist.

Die kritischen Punkte haben ja schon viele hier angesprochen. Die Annahme das jeder der kopiert auch gekauft hätte, hat schon aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten keine stabile Basis. Viele Jugendliche haben das Geld garnicht, viele bringen garnicht die Zahlungsbereitschaft mit, 50€ für einen 5h-Titel auszugeben. Viele testen an und hätten möglicherweise ohne Antesten auf den Titel verzichtet. Hinzu kommt der Effekt der Mundpropaganda durch eine grosse Verbreitung. Je mehr von einem Game wissen, desto mehr Leute können Interesse entwickeln usw. Ein Effekt der z.B. MS erst zu der quasi-monopolistischen Stellung verholfen hat. Kein Wunder das MS sehr lange diese Kopiererei gebilligt hat.
Es gibt also multiple, alternative Erklärungen und Motive.

Einen Indiz in dieser Richtung zeigt die Umsatzentwicklung in Frankreich, nachdem sie dieses 3 Strike-Gesetz eingeführt haben. Seitdem sind die Musik- und Filmumsätze wieder gesunken(laut BMWI-Studie).

Die Sache ist also nicht so einseitg wie Viele denken. Es klingt eher nach einer Vielzahl von Effekten, die sich gegenseitig beeinflussen.
Was jetzt netto dabei rauskommt, ob plus oder minus, das lässt sich ohne weitere Studien nicht sagen.

Die Erklärung des "gesunden Menschenverstandes", da MUSS ja Schaden entstehen, kann also täuschen.
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Kajetan
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Kajetan »

Brakiri hat geschrieben:Den Gebrauchtmarkt abschaffen zu wollen, weil man die eigenen Kosten nicht in den Griff bekommt, ist mehr als absurd.
Psssst, bist Du still? Lass die Majors das doch machen. Wer nicht hören will, muss fühlen! :)
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JunkieXXL
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von JunkieXXL »

leifman hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
Im übrigen lässt sich ein Gesetz durchaus am moralischen Konflikt festmachen - üble Nachrede erzeugt auch keinen wirtschaftlichen oder physischen Schaden.
Die Publisher argumentieren aber nicht mit ihrer verletzten persönlichen Ehre, sondern sie fordern entsprechende Gesetze, weil sie angeblich einen WIRTSCHAFTLICHEN Schaden erleiden, ohne diesen aber nachweisen und genau spezifizieren zu können.
früher wurden blitz und donner als zeichen göttlicher unzufriedenheit gesehen, heutzutage werden torrent-zahlen als zeichen für umsatzeinbuße gesehen!

so ist er halt der mensch, zusammenhänge die er nicht versteht erklärt er mit nonsense!

greetingz
Ich finde den Vergleich bescheuert. Sowas kann auch nur von Raubkopierern kommen.

Dass die zig Millionen Raubkopierer die Verkaufszahlen senken steht unzweifelhaft fest. Dass nicht jeder der schwarz kopiert auch gekauft hätte ändert daran ja nichts. Viele würden kaufen wenn sie an für sie interessante Titel nicht umsonst rankommen würden.
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Xris
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Xris »

früher wurden blitz und donner als zeichen göttlicher unzufriedenheit gesehen, heutzutage werden torrent-zahlen als zeichen für umsatzeinbuße gesehen!
Nice :D

Wenn man es doch richtig erkennen und als Zeichen von Kundenunzufriedenheit sehen würde. Früher war eben alles besser.
Randall Flagg
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Randall Flagg »

JunkieXXL hat geschrieben:
Dass die zig Millionen Raubkopierer die Verkaufszahlen senken steht unzweifelhaft fest.
Das wage ich doch zu bezweifeln. Zumindest, dass die "zig Millionen" Kopierer einen krassen Umsatzverlust bedeuten.
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JunkieXXL
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von JunkieXXL »

Xris hat geschrieben:
früher wurden blitz und donner als zeichen göttlicher unzufriedenheit gesehen, heutzutage werden torrent-zahlen als zeichen für umsatzeinbuße gesehen!
Nice :D

Wenn man es doch richtig erkennen und als Zeichen von Kundenunzufriedenheit sehen würde. Früher war eben alles besser.
Wenn es doch nur so wäre. Aber ich kenne soviele die ziehen sowieso. Tolles Beispiel ist auch The Witcher 2: Nur 40 Euro, 40 Stunden Spielzeit, kein Kopierschutz, dickes Lösungsbuch, Anleitung, Karte, schöne Verpackung, Soundtrack, grafisch und inhaltlich auf hohem Niveau. Und was ist? Trotzdem binnen 6 Wochen geschätze 5 Millionen Schwarzkopien.

Randall Flagg hat geschrieben:
JunkieXXL hat geschrieben:
Dass die zig Millionen Raubkopierer die Verkaufszahlen senken steht unzweifelhaft fest.
Das wage ich doch zu bezweifeln. Zumindest, dass die "zig Millionen" Kopierer einen krassen Umsatzverlust bedeuten.
Na, was solls denn sonst bedeuten?! :roll: Aber es zählen eh nur die tatsächlichen Verkaufszahlen und die sind gottseidank im grünen Bereich. Deswegen verzichte ich idR. auch auf Diskussionen um Raubkopiererei, aber der Spruch von leifman zeugt von soviel Ignoranz, den kann man so nicht stehen lassen.

Na ja, ich bin raus.
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Xris
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Xris »

Ja und was würden die machen wenn es keine illegalen Copys geben würde? Das ist doch hier die Frage.
BStramke
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von BStramke »

Darauf warten das es in der Softwarepyramide steht oder auf den nächsten großen Sale...
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Kajetan
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Kajetan »

JunkieXXL hat geschrieben:Trotzdem binnen 6 Wochen geschätze 5 Millionen Schwarzkopien.
Eines Tages begreifst auch Du, dass hohe Downloadzahlen hohe Umsätze bedeuten, denn populäre Spiele werden entsprechend oft gekauft. Was nach eigener Aussage von CD Projekt ja auch passiert ist.

Und dann wirst Du auch begriffen haben, dass dies der einzige Zusammenhang zwischen Downloads und Umsatz ist.
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JimNorton
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*wuff*

Beitrag von JimNorton »

Ja und was würden die machen wenn es keine illegalen Copys geben würde?
Das Spiel in der Videothek ausleihen, übers Wochenende hat man ja die meißten Spiele eh
durch.
Dann haben die Publisher auch schon den nächsten Feind "Raubausleier" oder "Raubantester".
Da die Videotheken damit Gewinn machen müssen die auch so schnell wie möglich verschwinden.
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Brakiri
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Brakiri »

Xris hat geschrieben:Ja und was würden die machen wenn es keine illegalen Copys geben würde? Das ist doch hier die Frage.
Grade das ist eine wichtige Frage.
Das man ein Produkt nicht kopieren kann, ändert doch an der Zahlungsbereitschaft der Konsumenten, und deren finanzieller Ausstattung nichts.

Ich vermute mal der Effekt der dann eintreten würde wäre, dass der Gebrauchtspielemarkt noch mehr florieren würde. Softwarepyramide, GOTY-Editions etc. wären dann ebenfalls attraktiv.

Hier wäre es viel interessanter zu fragen: Wieviele von den Urheberrechtsverletzern haben denn wirklich ein Interesse an dem Spiel? Wieviele würden es kaufen, wenn es nicht kopierbar wäre und für welchen Preis? Das Geld, was am Gebrauchtspielemarkt um geht, entgeht den Publishern doch trotzdem.

Lass mal 1,5 Mio von den 4,5 Mio beim Witcher garkein grosses Interesse am Spiel haben. Die kaufen das Game schonmal nicht, weil sies nur gezogen haben zum anzocken/weil nix anderes da ist, und weils umsonst war. Weitere 1,5 Mio kaufen es gebraucht von den Erstkäufern. Weitere 500k verzichten zunächst, und vergessen das Game dann. 500000 borgen es sich von Freunden.
500k bleiben über, die das Game dann für 10-15€ am Grabbeltisch/bei Sales kaufen.
Im Schnitt dauert es 12-18 Monate bis ein Game so billig wird.

Die Zahlen sind wahllos ausgewählt, einfach um zu zeigen, dass die Kopiererschicht aus so vielen Kategorien bestehen könnte, dass sich ein virtueller Schaden 1. in Grenzen halten könnte, und 2. sehr schwer zu ermitteln ist.

Wenn von denen vielen Kopierern am Ende 500k der "Istmireigendlichnichtwichtig"-Kopiere das Spiel doch kaufen, weil ihnen besser gefällt als sie dachten, dann ist möglicherweise netto garkein Schaden mehr da, weil das Kopieren für mehr Käufer gesorgt hat, als es ohne überhaupt gewesen wären.

Will nicht sagen das es so ist, aber das KÖNNTE ein wichtiger Faktor sein, der gerne übersehen wird.