Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC undenkbar"

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Roebb
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Roebb »

Skyclad hat geschrieben:(Da sollten die Macher von Uncharted, Resistance, Halo, Gears usw. auch mal drüber nachdenken ...)
Da wären Microsoft und Sony aber schön blöd, wenn sie ihre Zugpferde aus dem Konsolenstall lassen ;)
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FightingFurball
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von FightingFurball »

GrinderFX hat geschrieben:Es ist einfach nur traurig mit anzusehen wie die Kinder hier nicht über den Tellerrand schauen können.
Und wer behauptet auf der Xbox werde mehr kopiert der ist einfach vollkommen daneben. Alleine im amerikanischen Markt und das ist eb weitem der größte, wird so gar nicht kopiert. Dazu sind die gar nicht in der Lage. Außerdem interessiert es nicht was hier der einzelne denkt, es zählt das was der Markt hergibt. Und solange der Konsolenmarkt eben noch 10 mal größer ist als der PC Markt wird sich daran auch nichts ändern.
Und das dann ein paar Trolle rauskommen und immer wieder das Thema verfehlen macht es nicht besser.
Hier wird eben von AAA Titeln gesprochen, also Titel die richtig Geld kosten und die lohnen auf dem PC eben NICHT. Und auch Minecraft ist mit einem Umsatz von 10 Mio kein AAA Titel, da diese eben bis zu 200 Mio kosten! Da kann man mit den hier geworbenen bis zu 2 Mio verkauften Einheiten nicht mithalten.
Nur scheint das hier die meisten geistig zu überfordern.

Es geht hier NICHT um MMORPGS oder low Budget Spiele!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
das problem mit konsolen zu PC piraterie ist nicht 1:1 einzusehen.
Während man bei PC relativ einfach die Anzahl der Torrents einsehen kann, sind Konsolenspieler nicht darauf angewiesen. Konsolen werden entweder gemoddet oder geflasht, das bedeutet man muss sie sich nicht ziehen sondern kann sie sich einfach und schnell in der Videothek für einen Tag ausliehen und voila, man hat eine Kopie. Der PC braucht cracks und ähnliches und auch der Verleih ist bei PC Spielen fast non-existent, weswegen die Spiele gezogen werden müssen. So wird die Anzahl der Konsolenspiel Torrents immer recht klein sein, da es Ausweichmöglichkeiten gibt, die der PC Nutzer nicht hat.

Zweitens AAA Titel sind normalerweise zweistellig so ziemlich bei 50 mil max. Das einzige mit 200 mil ist TOR (lustigerweise PC exklusiv) und wurde als ausufernd bezeichnet. Das meiste geht dabei tatsächlich an Lizenzkosten weg (gfx engine, Phys etc.), auch kostet CG einen Haufen Geld. Was du dabei vergisst, dass AAA Titel kaum noch eklusiv sind weder auf Konsole noch PC. Wenn du also schon sagst AAA ist auf dem PC tot, dann ist es ebenfalls auf den Konsolen tot.
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Rabidgames
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Rabidgames »

Roebb hat geschrieben:
Skyclad hat geschrieben:(Da sollten die Macher von Uncharted, Resistance, Halo, Gears usw. auch mal drüber nachdenken ...)
Da wären Microsoft und Sony aber schön blöd, wenn sie ihre Zugpferde aus dem Konsolenstall lassen ;)

Weil sie kurzfristig denken - die Zugpferde dürften sich ja überall gut verkaufen - ergo mehr Gewinn für alle Beteiligten (auch für MS und Sony).
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FightingFurball
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von FightingFurball »

Skyclad hat geschrieben:
Roebb hat geschrieben:
Skyclad hat geschrieben:(Da sollten die Macher von Uncharted, Resistance, Halo, Gears usw. auch mal drüber nachdenken ...)
Da wären Microsoft und Sony aber schön blöd, wenn sie ihre Zugpferde aus dem Konsolenstall lassen ;)

Weil sie kurzfristig denken - die Zugpferde dürften sich ja überall gut verkaufen - ergo mehr Gewinn für alle Beteiligten (auch für MS und Sony).
nicht zwingend.
Diese Zugpferde loszulassen, würde den Verlust eines Wettbewerbsvorteils bedeuten, sprich würde Sony dies tun hätte man keine Anreize mehr sich eine PS3 über eine 360 zu holen. Wenn MS dann also nicht macht und ihre Exclusives behält wäre es im Vorteil und würde Sony den Umsatz abgraben.
Roebb
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Roebb »

Skyclad hat geschrieben:
Roebb hat geschrieben:
Skyclad hat geschrieben:(Da sollten die Macher von Uncharted, Resistance, Halo, Gears usw. auch mal drüber nachdenken ...)
Da wären Microsoft und Sony aber schön blöd, wenn sie ihre Zugpferde aus dem Konsolenstall lassen ;)

Weil sie kurzfristig denken - die Zugpferde dürften sich ja überall gut verkaufen - ergo mehr Gewinn für alle Beteiligten (auch für MS und Sony).
Die Zugpferde werden auf der weiten Prärie wohl Beachtung finden, aber der Stall wird für einige Cowboys dann uninteressanter und an dem verdienen MS und Sony mehr Geld (z.B. durch die schon öfter erwähnten Lizenzgebühren) als für wilde Pferde.

Aber ich bin auch weder Wirtschaftsexperte noch Stallbesitzer, auch wenn ich den einen Stall des öfteren betrete.
Das wäre nur der Teil, den ich mir so denke.

Howdy!
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FightingFurball
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von FightingFurball »

Sarla hat geschrieben:Erschreckend wie hier manche Leute versuchen zu rechtfertigen, ich nenns mal beim Namen, dass sie schlichtweg einfach klauen.
Wenn ich ein Spiel entwickele, dieses sich 1mio mal verkauft, hört sich das natürlich toll an. Sieht das Verhältniss dann allerdings so aus das zu den 1mio Verkäufen 5mio Illegale Kopien kommen, hört sich das verdammt schlecht an.
Das ganze Blabla von wegen hätt ich mit eh nicht gekauft und ich guck's mir nur vorher an, wenns gut ist wird's gekauft find ich sehr amüsant.
Wahrscheinlich ist kein Spiel gut genug das es am Schluss gekauft wird.
Ich kann den Mann verstehen, wenn ich ein Spiel entwickeln würde über Jahre hinweg, würde es mich maßlos ärgern wenn das Verhältnis der Raubkopien so hoch ist.
Erstens Softwarepiraterie ist eine Linzenzrechtsverletzung kein Diebstahl. Es ist eine sogennante widerrechtliche Vervielfältigung, nicht das entwenden eines physikalisch einzigartigen Gegenstandes. Das heißt, das dabei kein materieller Schaden entsteht sondern 'nur' eine Rechtsverletzung.
Das Wort Raubkopie ist ein Wortschöpfung der Unterhaltunsindustrie und impliziert dabei einen Umstand (den Raub, physische Bedrohung im Zusammenhang entwedung eines persönlichen physikalische Gegenstandes) der eigentlich nicht zutreffend ist. Dieser wurde relativ stark von der Musikindustrie gepusht bis er in das Sprachgut Einzug fand.

Zweitens die Höhe der kopierten Spiele ist irrelevant. Was zählt ist, ob sich eine Produktion lohnt und dafür ist nur die Anzahl der abgesetzten Spiele relevant. Die kopierten Spiele sind dabei nur eine emotionale Größe und ist dabei ein Gefühl von Verlust aber keine physisch messbare Größe.
Viele können dies nicht auseinander halten. Ein gutes Beispiel dafür ist Ubisoft.
Ubisoft hat sich davon blenden lassen und es wurde zu einem persönlichen Problem. So kam es, dass Ubisoft einen extremen DRM einführte, der vor allem nur Käufer traf und auch nicht davon abzurücken ist. Dadurch veränderte sich das Umsatzverhältnis bei Ubisoft von 30% zu 3% in der PC Sparte, die verlorenen PC Spiele wurden dabei nicht durch höhere Konsolenverkäufe wedgemacht, d.h. das die Käufer nicht auf die weniger restriktiven Konsolen wechselten, sondern ganz weg blieben. Die zahlen de kopierten Spiele waren dafür aber scheinbar wirklich etwas rückläufig, dies könnte jedoch auch daran liegen, dass das Interesse der Konsumenten auf dem PC Segement an Ubisoft Spielen rückgängig verlief.
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Rabidgames
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Rabidgames »

FightingFurball hat geschrieben:
Sarla hat geschrieben:Erschreckend wie hier manche Leute versuchen zu rechtfertigen, ich nenns mal beim Namen, dass sie schlichtweg einfach klauen.
Wenn ich ein Spiel entwickele, dieses sich 1mio mal verkauft, hört sich das natürlich toll an. Sieht das Verhältniss dann allerdings so aus das zu den 1mio Verkäufen 5mio Illegale Kopien kommen, hört sich das verdammt schlecht an.
Das ganze Blabla von wegen hätt ich mit eh nicht gekauft und ich guck's mir nur vorher an, wenns gut ist wird's gekauft find ich sehr amüsant.
Wahrscheinlich ist kein Spiel gut genug das es am Schluss gekauft wird.
Ich kann den Mann verstehen, wenn ich ein Spiel entwickeln würde über Jahre hinweg, würde es mich maßlos ärgern wenn das Verhältnis der Raubkopien so hoch ist.
Erstens Softwarepiraterie ist eine Linzenzrechtsverletzung kein Diebstahl. Es ist eine sogennante widerrechtliche Vervielfältigung, nicht das entwenden eines physikalisch einzigartigen Gegenstandes. Das heißt, das dabei kein materieller Schaden entsteht sondern 'nur' eine Rechtsverletzung.
Das Wort Raubkopie ist ein Wortschöpfung der Unterhaltunsindustrie und impliziert dabei einen Umstand (den Raub, physische Bedrohung im Zusammenhang entwedung eines persönlichen physikalische Gegenstandes) der eigentlich nicht zutreffend ist. Dieser wurde relativ stark von der Musikindustrie gepusht bis er in das Sprachgut Einzug fand.

Zweitens die Höhe der kopierten Spiele ist irrelevant. Was zählt ist, ob sich eine Produktion lohnt und dafür ist nur die Anzahl der abgesetzten Spiele relevant. Die kopierten Spiele sind dabei nur eine emotionale Größe und ist dabei ein Gefühl von Verlust aber keine physisch messbare Größe.
Viele können dies nicht auseinander halten. Ein gutes Beispiel dafür ist Ubisoft.
Ubisoft hat sich davon blenden lassen und es wurde zu einem persönlichen Problem. So kam es, dass Ubisoft einen extremen DRM einführte, der vor allem nur Käufer traf und auch nicht davon abzurücken ist. Dadurch veränderte sich das Umsatzverhältnis bei Ubisoft von 30% zu 3% in der PC Sparte, die verlorenen PC Spiele wurden dabei nicht durch höhere Konsolenverkäufe wedgemacht, d.h. das die Käufer nicht auf die weniger restriktiven Konsolen wechselten, sondern ganz weg blieben. Die zahlen de kopierten Spiele waren dafür aber scheinbar wirklich etwas rückläufig, dies könnte jedoch auch daran liegen, dass das Interesse der Konsumenten auf dem PC Segement an Ubisoft Spielen rückgängig verlief.
Das ist Schönfärberei.

Ich halte den Begriff "Raubkopie" auch für vollkommen falsch - aber auch eine Lizenzrechtsverletzung ist moralisch falsch und ein Vergehen - und zwar zurecht!

Nur weil ihr keinen (natürlich idiotischen) Kopierschutz wollt, habt ihr noch lange nicht das Recht, euch die Spiele dann illegal runterzuladen.

Dass sich von Seiten der Unterhaltungsindustrie einiges ändern muss (und zwar nicht in Richtung SOPA oder ACTA), sollte eigentlich jedem klar sein. Aber deshalb kann man sich illegale Downloads doch nicht schönreden.
Refizul
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Refizul »

Hallo zusammen! Da die jeweiligen Fanboys ja liebend gerne mit Zahlen herumwerfen hab ich mir gedacht ich bring mal ein paar fundierte Zahlen ins Spiel. Sollten diese der Weltanschauung eines werten Lesers widersprechen kann man sie natürlich gepflegt ignorieren. :wink:

Hier mal eine Grafik über die Verteilung des Umsatzes mit Spielen in den USA. Zu beachten ist, dass unter Konsolen ALLE Konsolen zu finden sind. Sowohl alte (PS1/2, XBOX), als auch Handhelds und die Wii.
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Selbst im XBox Land USA macht der PC immer noch halb so viel Umsatz wie alle Konsolen zusammen. (Dafür das die PC Plattform kein MS oder Sony im Rücken hat doch recht beachtlich) Und das ohne MMOs oder Casual. Was man aber auch sieht ist das die Konsolen unglaublich dominant waren und erst in den letzten Jahren der Umsatz stark sank. Meine Vermutung ist, dass das die Wii verursacht hat. Das PC Retail tatsächlich am absteigenden Ast ist sieht man auch recht klar.

Als Vergleich mal die Zahlen von Deutschland.
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Hier die Seite falls jemand Interesse hat. http://www.newzoo.com/ENG/1589-Infograph_US.html
Natürlich können die Angaben auch falsch sein, aber wenn man sich die Clients auf der Seite anschaut scheint das ganze doch recht seriös.
zwaps
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von zwaps »

baut halt keine langweiligen Kackspiele mit schlechtem und restriktiven Konsolengameplay, die eigentlich nur auf interaktive Filmsequenzen hinauslaufen?
O-Ton Dragon Age 2 Entwickler: "Ich würde Gameplay am liebsten überspringen". Ahja.
Auch die Tendenz neuerdings alles im übetriebenen Anime-Stil herzurichten ist für mich ein K.O. Kriterium.

Herzlichen Dank.
Ich habe in letzter Zeit unglaublich viel Geld für all die älteren Spiele ausgegeben, die ich damals verpasst habe oder mir nicht leisten konnte.
Der Hauptunterschied ist halt aber: Es sind keine lieblosen Massenprodukte nach Schema F (aktuell QTE, Cover/Railshooter oder "Interact here").

Wer mein Geld will soll halt ein ordentliches Spiel produzieren. Muss nichtmal ein Blockbuster sein, oder jedwede AAA Qualität aufweisen. Stattdessen ist es nun eine Industrie wo Manager denken ihr Spiel verkauft sich nicht, wenn es nicht identisch zu Gears of War XY oder Animu-Waifuu Uguu 123 aussieht.

Raubkopien haben damit nichts zu tun.

Gott, was für debile Knechte.


Edit: Und schön, jetzt guck ich mir zufällig das Video "Inside Combat" an und was ist?
Zuerst einmal meldet sich der "Animateur" zu Wort bez. Gameplay. Seine Meinung:
"Das ist das Ding mit RPGs, du spielst das RPG aber denkst dir Ach jetzt muss ich in den Dungeon und kämpfen aber das ist so langweilig. Du freust dich nicht aufs Kämpfen, du freust dich auf die Story".

Ich nenne das mal ab jetzt Dragon Age 2 Syndrom, weil die Interviews da genauso waren. Leute produzieren RPGs, die niemals freiwillig Computerspiele spielen würden die nicht mehr oder minder aus Filmsequenzen oder identischen Korridoren bestehen.

Man kann spekulieren: das liegt daran, dass Gameplay und Story inzwischen meilenweit voneinander entfernt ist (man erinnere sich, in RPGs wie BG2 sind Gameplay, Dialog und Story nah zusammen).

Wenn ich überigens die Grundsätze meines alten Gamedesign Buches als Raster anlege, sind viele Spiele dieser Art einfach schlecht gemacht. Das ist unabhängig vom Genre oder der Casual/Console Auslegung.
Zuletzt geändert von zwaps am 06.02.2012 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Diablokiller999
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Diablokiller999 »

Spiele als Kunstform haben die gleichen Probleme wie andere Kunstformen auch - sie werden kopiert.
Was aber zum einen nicht zu verhindern ist und seit jeher gemacht wird, zum anderen aber auch seit jeher kein Problem darstellt weil unsere Gesellschaft es geschafft hat mit sowas umzugehen.
Bücher wurden seit jeher in Büchereien verliehen, vervielfältigt ohne den Autor zu fragen und auch Musik als Kunst verbreitet und kopiert. Ob mein Vater sich Twisted Sisters von Schallplatte auf Mixed Tape machte oder ich mir beim Kumpel die neuesten Aborted und Napalm Death Songs hole - es ist die gleiche Vorgehensweise. Wenn dem guten Herrn nicht passt, wie die Gesellschaft mit sowas seit Jahrhunderten umgeht, dann soll er sich n anderen Job suchen. Der Metzger regt sich auch nicht auf das die Kunden mehr Schwein wollen, obwohl Geflügel für ihn wirtschaftlicher wäre.

Und es ist auch kein Diebstahl, es ist eine Kopie. Mit geistigem Eigentum ist das sowieso eine andere Sache als physischen Dingen, gerade wenn sie digital sind. Einen Stuhl kann ich nicht einmal bauen und dann 20Mio. mal verkaufen, sondern muss 20 Mio. mal diesen Stuhl bauen und Material dafür aufwänden. Der Film ist gedreht, das Buch geschrieben, das Game programmiert und kann so oft vervielfältigt werden wie man möchte. Es ist ein anderes Gut und daher nicht vergleichbar...
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Slamraptor
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Slamraptor »

Ja genau... ich sehe die Entwickler von Deponia, Anno 2070 und Witcher 2 schon auf der Straße um Essen betteln...

Großer Schwachsinn und sonst nichts. Der einzige Vorteil ist vielleicht, dass falls das Spiel ein totaler Reinfall wird können die, durch das größere Publikum, wenigstens ein paar Exemplare los werden von ihrem Mist.
Sarla
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Sarla »

Slamraptor hat geschrieben:Ja genau... ich sehe die Entwickler von Deponia, Anno 2070 und Witcher 2 schon auf der Straße um Essen betteln...

Großer Schwachsinn und sonst nichts. Der einzige Vorteil ist vielleicht, dass falls das Spiel ein totaler Reinfall wird können die, durch das größere Publikum, wenigstens ein paar Exemplare los werden von ihrem Mist.
Ich schließe daraus das man in der Computerspielbranche also nicht das Ziel haben darf den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen, sondern sich geehrt fühlen soll wenn man die Produktionskosten raushat und seine Mitarbeiter bezahlen kann?
zwaps
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von zwaps »

Wenn man Spiele produziert wie Kindoms of Amalur und keine Gewinne einfährt weil das Spiel einfach keinen Spaß macht, dann funktioniert doch alles super?

Es stört halt, dass die Leute dann über Piracy heulen, ohne den richtigen Grund überhaupt in Erwägung zu ziehen: Keiner kauft ein schlechtes RPG von Leuten, die RPGs in Promotion Videos generell als "langweilig" titulieren.
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FightingFurball
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von FightingFurball »

Skyclad hat geschrieben:
FightingFurball hat geschrieben:
Sarla hat geschrieben:Erschreckend wie hier manche Leute versuchen zu rechtfertigen, ich nenns mal beim Namen, dass sie schlichtweg einfach klauen.
Wenn ich ein Spiel entwickele, dieses sich 1mio mal verkauft, hört sich das natürlich toll an. Sieht das Verhältniss dann allerdings so aus das zu den 1mio Verkäufen 5mio Illegale Kopien kommen, hört sich das verdammt schlecht an.
Das ganze Blabla von wegen hätt ich mit eh nicht gekauft und ich guck's mir nur vorher an, wenns gut ist wird's gekauft find ich sehr amüsant.
Wahrscheinlich ist kein Spiel gut genug das es am Schluss gekauft wird.
Ich kann den Mann verstehen, wenn ich ein Spiel entwickeln würde über Jahre hinweg, würde es mich maßlos ärgern wenn das Verhältnis der Raubkopien so hoch ist.
Erstens Softwarepiraterie ist eine Linzenzrechtsverletzung kein Diebstahl. Es ist eine sogennante widerrechtliche Vervielfältigung, nicht das entwenden eines physikalisch einzigartigen Gegenstandes. Das heißt, das dabei kein materieller Schaden entsteht sondern 'nur' eine Rechtsverletzung.
Das Wort Raubkopie ist ein Wortschöpfung der Unterhaltunsindustrie und impliziert dabei einen Umstand (den Raub, physische Bedrohung im Zusammenhang entwedung eines persönlichen physikalische Gegenstandes) der eigentlich nicht zutreffend ist. Dieser wurde relativ stark von der Musikindustrie gepusht bis er in das Sprachgut Einzug fand.

Zweitens die Höhe der kopierten Spiele ist irrelevant. Was zählt ist, ob sich eine Produktion lohnt und dafür ist nur die Anzahl der abgesetzten Spiele relevant. Die kopierten Spiele sind dabei nur eine emotionale Größe und ist dabei ein Gefühl von Verlust aber keine physisch messbare Größe.
Viele können dies nicht auseinander halten. Ein gutes Beispiel dafür ist Ubisoft.
Ubisoft hat sich davon blenden lassen und es wurde zu einem persönlichen Problem. So kam es, dass Ubisoft einen extremen DRM einführte, der vor allem nur Käufer traf und auch nicht davon abzurücken ist. Dadurch veränderte sich das Umsatzverhältnis bei Ubisoft von 30% zu 3% in der PC Sparte, die verlorenen PC Spiele wurden dabei nicht durch höhere Konsolenverkäufe wedgemacht, d.h. das die Käufer nicht auf die weniger restriktiven Konsolen wechselten, sondern ganz weg blieben. Die zahlen de kopierten Spiele waren dafür aber scheinbar wirklich etwas rückläufig, dies könnte jedoch auch daran liegen, dass das Interesse der Konsumenten auf dem PC Segement an Ubisoft Spielen rückgängig verlief.
Das ist Schönfärberei.

Ich halte den Begriff "Raubkopie" auch für vollkommen falsch - aber auch eine Lizenzrechtsverletzung ist moralisch falsch und ein Vergehen - und zwar zurecht!

Nur weil ihr keinen (natürlich idiotischen) Kopierschutz wollt, habt ihr noch lange nicht das Recht, euch die Spiele dann illegal runterzuladen.

Dass sich von Seiten der Unterhaltungsindustrie einiges ändern muss (und zwar nicht in Richtung SOPA oder ACTA), sollte eigentlich jedem klar sein. Aber deshalb kann man sich illegale Downloads doch nicht schönreden.
Mit ihr ist hier gar nichts... Ich habe bereits früher schon einmal gesagt, dass ich mir nichts ziehe aber das ist jetzt nicht so wichtig.
Du sagst es selbst, es ist moralisch falsch und ich stimme durchaus zu.
Aber was immer versucht wird, in diese Diskussion hereinzubringen, ist ein tatsächlicher monetärer Verlust, dieser ist aber nicht quantifizierbar und nicht mal theoretisch aufzuzeigen.
Es geht auch nicht darum ob man das Recht hat dieses zu tun, sondern einzig und allein um die Sache, ob dies Einfluss hat.
Das Problem der Piraterie ist artverwandt mit dem 'Problem' des Gebrauchtmarktes, genau genommen sind diese 2 Dinge in ihrer Betrachtung fast identisch. Die DRM auf dem PC sind auch eher dazu da, den Gebrauchtmerkt zu unterbinden, als Piraterie zu verhindern.
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Deuterium
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Deuterium »

Sarla hat geschrieben:
Slamraptor hat geschrieben:Ja genau... ich sehe die Entwickler von Deponia, Anno 2070 und Witcher 2 schon auf der Straße um Essen betteln...

Großer Schwachsinn und sonst nichts. Der einzige Vorteil ist vielleicht, dass falls das Spiel ein totaler Reinfall wird können die, durch das größere Publikum, wenigstens ein paar Exemplare los werden von ihrem Mist.
Ich schließe daraus das man in der Computerspielbranche also nicht das Ziel haben darf den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen, sondern sich geehrt fühlen soll wenn man die Produktionskosten raushat und seine Mitarbeiter bezahlen kann?
Joa. Langt doch. Geld verdirbt nur den Charakter.