Ich vermute, dass diese Argumentation in jedem Patriarchat vorherrschen wird.FuerstderSchatten hat geschrieben:
Dein Edit gefällt mir auch sehr gut, aber ist das Problem nicht auch schon durch die Natur vorgegeben beim Menschen, da die Frau ja im Durchschnitt körperlich schwächer und dazu auch noch ein Sexualobjekt ist (was aber quasi alles sein kann) und auch noch Kinder gebirt und deswegen als besonders schützenswert angesehen wird, also quasi schon durch die Instinkte als schützenswert angesehen wird? Oder eben im extrem verkehrt als minderwertig?
Aber sie ist haltlos.
Wenn Stärke wichtig ist, um sich in der Gesellschaft durchzusetzen und daher die Stellung und das Ansehen, quasi der Rang in einer Gesellschaft durch Stärke definiert wird, dann war körperliche Stärke sicherlich noch das entscheidene Merkmal, als wir noch gegen Säbelzahntiger gekämpft haben.
Mit körperlicher Stärke kannst Du in einer heutigen (technokratischen) Gesellschaft aber keinen Blumentopf mehr gewinnen. Scheinbar hält sich aber dieses Merkmal hartnäckig.
Die Frau ist ebenso Sexualobjekt wie der Mann, nur kommt das in unserer Gesellschaft deutlicher zum Vorschein (die meisten Pornos werden immer noch für Männer gedreht, Frauen als Sexobjekt werden viel häufiger werbewirksam eingesetzt als Männer), weil wir eben immer noch ganz klar in einem Patriarchat leben. In einem Matriarchat oder einer gleichberechtigten Gesellschaft würde sich diese Frage nicht stellen.
Die Frau gebirt, ja. Ist sie dadurch beschützenswerter? Ja, vielleicht. Wenn wir aus dem Aspekt der Arterhaltung heraus argumentieren. Aber auch das dürfen wir in unserer heutigen Gesellschaft nicht tun, denn dann wären wir wieder in der Steinzeitargumentation. Instinkte haben wir nicht, wir sind Menschen.
Das Thema ist jetzt aber wirklich so komplex und langwierig, dass wir da in zwei, drei Posts nicht auf einen Konsens kommen werden... dennoch spannend...
