Ein weiser Satz, der es eigentlich auf den Punkt bringt, zu Ergänzen wäre ja, dass man auch selber nicht will, dass einen jemand anderer etwas "wegnimmt" (Ich weiss es geht um Kopien, bitte spart euch die Kommentare, dass man eigentlich nix wegnimmt).Doc Angelo hat geschrieben:
Mir ist natürlich klar, das digitale Kopien da eine Sonderstellung einnehmen. Aber nur materiell. Wenn ich etwas kopiere, obwohl der Erschaffer der Daten dies nicht möchte, dann setze ich mich immer noch über den Wunsch eines anderen Menschen hinweg. Ich bin mir sicher, das es niemanden gibt, der das zu 100% OK findet.
Gruß
Fabian
The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
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johndoe702031
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Das glaube ich auch. Aber nur auf einer allgemeinen Ebene. Ich habe zwar noch nie ein Spiel illegal kopiert und werde das vermutlich auch nie tun, aber früher schonmal Musik, und ich muss ganz offen gestehen, dass ich dabei null Gewissensbisse hatte. Es hat mich schlicht nicht gejuckt. Ich hab das gemacht, weil ich es konnte bzw. weil es technisch ging (!!), weil es bequem war und ich Geld gespart habe. Punkt. Ich habe also ganz bewusst gegen den "kategorischen Imperativ" verstoßen, wenn man so will, obwohl ich das Recht der Urheber, mein Verhalten hochgradig scheiße zu finden und dagegen vorzugehen, auf allgemeiner Ebene durchaus akzeptiert und für sinnvoll erachtet habe. Und dieses bisschen "Schizophrenie" zwischen Eigennutz und Allgemeininteressen kommt eben besonders im digitalen Zeitalter zum Tragen, in dem das Kopieren so unendlich einfach geworden ist. Sprich, es ist Normalität und gehört dazu, man wird es schlicht nie verhindern können.Doc Angelo hat geschrieben: Wenn ich etwas kopiere, obwohl der Erschaffer der Daten dies nicht möchte, dann setze ich mich immer noch über den Wunsch eines anderen Menschen hinweg. Ich bin mir sicher, das es niemanden gibt, der das zu 100% OK findet.
Aus den genannte Gründen liegt es mir fern, mich für illegale Downloads moralisch zu rechtfertigen. Wer das tut (z.B. mit allg. Kulturgut, DRM, schlechte Spielequalität, Demo-Mangel, Rückgabeproblemen etc. pp.), nichts dagegen, bei mir wäre es glatter Selbstbeschiss. Daher lasse ich es gleich. Es liegt mir aber ebenso fern, mit dem moralischen Zeigefinger (oder mit dem moralischen Dampfhammer) auf die pösen Raubkopierer zu zeigen bzw. einzuprügeln. Dafür ist der Klick bei Torrent oder Warezseiten zu erschreckend einfach, und ich kann die Versuchung nur allzu gut nachempfinden. Wie gesagt, Willkommen im digitalen Zeitalter.
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Ich habe nie behauptet, dass es RICHTIG ist, wenn man kostenlos immaterielle Produkte mit Produktionskosten konsumiert, ohne dafür zu bezahlen. Ich habe in meinem Post nur den moralischen Anspruch hinterfragt, noch mehr Gewinne einzufahren, als ohnehin schon. Ich weiss nicht, ob du dich ein wenig mit ökonomischer Wohlfahrtstheorie auskennst, aber in den Modellen (des vollkommenen Marktes) wird der maximale Nutzen der Volkswirtschaft dann erreicht, wenn der Hersteller genau seine Kosten wieder rausbekommt, und jeder Käufer genau den Preis bezahlt, der seiner Zahlungsbereitschaft entspricht.FuerstderSchatten hat geschrieben: Fangen wir an: Das ist der Sinn hinter der Marktwirtschaft mehr Gewinne zu machen.
Warum sollten die Unternehmen den Leutem etwas schenken und damit ihren Gewinn schmälern, warum sollten die einen zahlen und die anderen kostenlos das Vergnügen haben? Dieser Frage bist du ausgewichen, weil du darin natürlich kein Gerechtigkeitsargument finden kannst. Bitte beantworte sie.
Bei immateriellen Gütern hat man das Problem, dass hier EINMAL Kosten anfallen, und dann ein wenig vereinfacht beständig an dem Produkt Geld verdient wird. Wenn ich ein immaterielles Produkt herstelle, das mich 1000 Geldeinheiten gekostet hat, und ich habe die Kosten wieder reingeholt, und noch 1000 Gewinn gemacht, dann kommt meiner Meinung nach der moralische Anspruch, Leute zu verklagen für noch mehr Gewinn, ins wanken. Anders wäre es, wenn die Firma droht daran kaputt zu gehen.
Das es RICHTIG ist, nicht für etwas zu bezahlen, was man gerne konsumieren möchte, habe ich soviel ich weiss nirgendwo behauptet. Ich hoffe das klärt deine Frage.
Die Musikbranche habe ich ausgeblendet, weil ich von dieser die Zahlen nicht kenne. Daher kann ich dazu wenig sagen.Die Musikbranche hast du auch ausgeblendet, war ja klar. Hollywood verdient vereinzelt Geld mit stupiden Müll, ja da hast du recht, aber es lohnt sich immer weniger geistvolle Spielfilme wie American Beauty zu drehen, bei denen sich der Kinobesuch zwecks fehlenden Peng Peng und Kawumm aus den Boxen nicht lohnt, ob das mit den "Schwarzsehern" zu tun hat oder nicht kann ich dir nit genau sagen, ich vermute zumindest etwas.
Hier einige Links:Bei der Computerbranche schätze ich dasselbe. Zumindest die Diversität wird angegriffen.
Einen Beweis für deine Rekordgewinn-Theorie habe ich auf die schnelle auch nicht gefunden, nur einen Eintrag aus einem Forum von 2005, wo irgendein Hansel genau das wiederholt, was du behauptest, nämlich Rekordgewinn 2005 gegenüber 2003 trotz Schwarzkopien ohne vernünfttige Quellenangabe. Er stützt sich auf eine Quelle namens Gulli irgendwas, das sehe ich nicht als vernünftige Quelle an.
http://www.boxofficemojo.com/yearly/
http://www.mpaa.org/resources/756f90f0- ... 73cc8c.pdf
http://www.hollywoodreporter.com/news/g ... ord-160740
http://www.zeropaid.com/news/92692/pira ... d-profits/
Naja, Adam Smith ist nicht der einzige der sich Gedanken dazu gemacht hat, und ich bin der Ansicht das Unternehmen, die teilweise die Umsätze ganzer Länder-BIPs haben, durchaus auch andere gesellschaftliche Verpflichtungen ihren Leuten ggü wahrnehmen sollten, als nur den Kapitaleignern jedes Jahr noch mehr Geld in den Rachen zu schieben. Les mal ein wenig nach. Es ist soviel Geld im Umlauf, dass viele Milliardäre garnicht mehr wissen, wo wie es anlegen sollen, wärend in Europa und in den USA die Vermögenschere immer weiter auseinandergeht und in Griechenland sich bereits die ersten Leute mit Essensmarken über Wasser halten und sich ihren Strom klauen müssen, damit sie nicht im dunkeln sitzen.Unternehmen haben natürlich keine gesellschaftlichen Verpflichtungen, wo steht denn das bei Adam Smith, dass sie das hätten, grundsätzlich "schmücken" sie sich nur mit Charity und ich halte es sogar für schädlich, weil sie das Geld teiweise, was sie dafür ausgeben auch noch absetzten und in dubiose Kanäle schieben. Hier ist der Staat gefragt.
Du schiesst grade daneben, weil ich nicht in der Schusslinie stehe. Ich bin völlig deiner Meinung. Aber man kann nicht hingegehen, und blauäugig(sorry) losquatschen der Staat soll es machen, wenn wir WISSEN, dass er es NICHT tun wird.Und nun zum Staat, natürlich wird dieser von Lobbyverbänden bedrängt, weil Geld regiert die Welt. Aber ich habe doch explizit geschrieben, dass er keine egoistischen Intressen haben sollte. Das dem nicht so ist, steht auf einen anderen Blatt. Der Staat muss für die Umverteilung sorgen, nicht die Industrie und auch nicht die angeblichen Gutmenschen. Herrgott, das was ihr hier schreibt, ist dasselbe was die Reichen wollen. Nämlich den Staat zum Nachtwächter degradieren, denn die Reichen kümmern sich angeblich ja schon mit Charity um die Armen. Das ist genau die Einstellung die die USA vertritt. Ihr konterkariert euch alle selber mit diesen Gefasel. Die Reichen sollen mal lieber ordentlich Steuern zahlen, statt sich krankzurechnen mit schönen Charity-Dinern.
Ein System was nicht funktioniert, von einem Aktuer der nicht funktioniert korrigieren zu lassen, ergibt einfach keinen Sinn. Daher wären alternative Lösungen und keine Gesetze sinnvoll. Jaque Fresco hat völlig recht mit seinem Spruch, dass Leute die nicht wissen wie man ein Problem löst, mit Gesetzen kommen müssen. So ahnungs-, ideen- und rückratlos sind die Politiker.
Ich rede von den GEMA-Gebühren. Mittlerweile wird auf Datenträger, CD-Brenner, Drucker usw. eine Zwangsabgabe erhoben mit dem Sinn, die Rechtehalter für die Kopien, die man potenziell damit herstellen kann, zu entschädigen. Diese Kosten werden von den Herstellern bezahlt, und an den Endverbraucher weitergegeben. Daraus erwachsen aber keinerlei Rechte. Anstatt zu sagen, damit sind 3 oder 4 Kopien pro Jahr pro Person abgegolten, wird diese Gebühr kassiert, an die Rechtehalter verteilt, aber trotzdem sind Kopien strafbar. Hier bezahlen wir also etwas von dem wir nichts haben.Was für Zwangsabgaben??? Meinst du damit die Umsatzsteuer, oder Umweltauflagen??? Was wollt ihr eigentlich Gerechtikeit oder einfach nur das ihr schön konsumieren könnt und die anderen hungern? Nur der Staat (am besten alle Staaten gemeinsam) kann für Gerechtigkeit sorgen.
Nein, ich sagte die die wir oft leisten, in Form von nicht zielgerichtetem Geld, oder Lebensmittel um damit Hundertausende von davon abhängigen Leuten zu versorgen, schafft mehr Elend als sie verhindert.Nein, Enwicklungshilfe ist nicht nur schlecht, es werden Brunnen gebaut und Mikrokredite vergeben. Ich weiss auch nicht was daran nur schlecht sein soll. Willst du die abschaffen????
von Abschaffen habe ich nichts gesagt. Sie müsste reformiert werden. In Form von Bildung, Aufbauprojekte usw., damit die Leute sich dort mittelfristig selber versorgen können. Aber unabhängige Staaten mit gebildeten Menschen die über Bodenschätze verfügen, sind in den Industrienationen nicht gewollt, da sie Konkurrenz schaffen, und die Ressourcenpreise erhöhen würden. Der "Westen" hat also an einer vernünftigen Entwicklungshilfe faktisch kein Interesse. Darauf wollte ich hinaus. Das es Einzelbeispiele für sinnvolle Aktionen gibt, das bestreite ich nicht.
Vielleicht solltest du etwas "unaufgeregter" an meine Posts gehen?
Keineswegs, es ist im Prinzip das GEGENTEIL von dem, was die Pharmaunternehmen wollen. Die PU wollen, dass ihre Medikamentenpatente so lange wie nur möglich geschützt bleiben, um den maximalen Gewinn rauszupressen. Die "Raubkopierer" hingegen hängen wohl eher der Philosophie nach, dass immaterielle Güter frei sein sollten, und kein Rechteverwalter seinen Daumen drauf haben sollteAuch die Gewinne der Pharmakakonzerne muss der Staat abschöbfen, wie ich bereits geschrieben hab, er befindet sich leider im Würgegriff der Firmen, aber eure Mentalität ist exakt diesselbe, die diese Firmen haben, hauptsache ich ich ich. Dieser widerliche Geruch der Steuerrunter Partei durchweht hier das Forum.
Ich will dich nicht desillusionieren, aber jede Aktion die du tust ist egoistisch motiviert. Sogar wenn du deiner Frau ein Geschenk machst, dann tust du das unter anderem deswegen, weil es dir ein gutes Gefühl gibt, wenn du siehst das es ihr gefällt, und du vielleicht dabei sogar noch Sex dabei abstaubst. So hart es klingt, ein Grossteil aller eigenen Hanldungen, sind mehr oder weniger egoistisch motiviert, auch wenn man es nicht merkt.
Ich denke die meisten "Raubkopierer" sind nicht aktiv "niederträchtig", sondern sie machen es weil es geht, weil es teilweise einfacher ist als das Zeug zu kaufen(!), weil es Geld spart, und weil ihr Unrechtsbewusstsein aus verschiedensten Gründen stark abgenommen hat. Z.B. weil es eben alle machen, ein Grossteil der Contentindustrie sich als Arschlöcher und Lügner herausgestellt haben, die Statistiken fälschen, für "getürkte" Gutachten bezahlen usw. Die Contentindustrie hat den Zug verpasst, die Leute mit einfache zugänglichem und preislich attraktivem Content zu versorgen und kämpft jetzt ein bereits verlorenes Rückzugsgefecht mit Hilfe der gekauften Politik.
Aha..und das passiert indem man eine Entwicklung kritisiert, die zu 50% aus der menschlichen Natur und zu 50 weiteren Prozent aus dem Mix, Unfähigkeit der Contentindustrie attraktive Angebote zu erstellen, mangelnder Regulierung und nicht funktionierender Marktkräfte resultiert?Ihr träumt von persönlicher Freiheit und grenzlosen kostenlosen Konsum auf Kosten anderer, ich von einer besseren Welt, in der Geld umverteilt wird und jeder Mesnch ein menschenwürdiges Leben führen kann.
Schau dir doch mal die ressourcenorientierte Wirtschaft an. Eine interessante Theorie, die ich lieber heute als morgen etabliert sehen würde. Ich bin auch ein Träumer, aber im Gegensatz zu dir sehe ich den Weg nicht über das Einhalten fragwürdiger Gesetze, sondern in einem kompletten Strukturwechsel der Gesellschaft.
Wenn es dich interessiert, kannste ja mal lesen:
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Venus_Project
EDIT:
Sorry, aber ich muss es doch tun, denn es wird nichts weggenommen. Das ist genau das Problem, was viele andere haben, mit der digitalen Natur von diesen Gütern umzugehen und zu verstehen, dass es einfach unglaublich schwierig ist, bei 2 so unterschiedlichen Güterarten gleiche Masstäbe anzusetzen.FuerstderSchatten hat geschrieben: Ein weiser Satz, der es eigentlich auf den Punkt bringt, zu Ergänzen wäre ja, dass man auch selber nicht will, dass einen jemand anderer etwas "wegnimmt" (Ich weiss es geht um Kopien, bitte spart euch die Kommentare, dass man eigentlich nix wegnimmt).
1. Immaterielle Güter verursachen normalerweise EINMAL Kosten, egal wie gross die Menge ist. Materielle Güter verursachen für jede hergestellte Einheit Kosten.
2. Die Produktion eines materiellen Gutes verbraucht für jede Einheit Ressourcen. Die digitale Kopie nicht(von der Energie im 1 Cent-Bereich mal abgesehen).
3. Wird ein materielles Gut "geklaut" hat es der Eigentümer nicht mehr, kann es nicht mehr nutzen, und es ist ein realer Schaden enstanden. Bei einem digitalen Gut verliert der Linzenznehmer sein Nutzungsrecht nicht, er kann das Gut weiterhin nutzen, und es ist dem Rechtehalter nur DANN ein Schaden entstanden, WENN man davon ausgeht, dass der Kopierer für das Gut eine positive Zahlungsbreitschaft aufweist.
Man kann es echt nicht oft genug sagen, denn immer wieder verstehen viele Leute diese wichtigen Unterscheidungsmerkmale nicht.
Zuletzt geändert von Brakiri am 18.12.2011 18:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Arathorne
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Naja da das ganze sich auf torrents bezieht, gehts um den upload und damit wird Weiterverbreitung unterstellt.
Das Ganze sieht mal wieder nach der Abmahnindustrie aus die, angeblich 2011 50 Millionen Euro mit ihren (überhöhten) Forderungen kassiert haben soll. (stand glaub auf gulli das mit den 50 Millionen). Ob die Summe jetzt stimmt ist natürlich eine andere Frage. Was aber wohl unbetritten ist das mit dem Abmahnen sehr viel Geld gemacht wird.
Interessanterweise soll nur in der BRD dies so stark ausgeprägt sein. Was wiederum, wenn man den Aussagen im inet glaubt, an den deutschen Gesetzen liegen soll. Diese sollen ja auch, laut meheren Parteien, unter anderem unserer derzeitigen Regierung, an die heutige Zeit angepaßt werden.
Wenn die Menge stimmt und auch nur ein Teil dieser so Gemahnten zahlt, hat CD Projekt sich damit eine gute Einnahmequelle erschlossen. Böse Zungen mögen jetzt behaupten nur darum ginge es beim Abmahnen um den Zusatzgewinn. Wenn man sich die Geldmengen anschaut dürfte dies zumindestens einer der Gründe für Massenabmahnungen sein wage ich zu behaupten.
@Brakiri
Interessanter Post. Ich sehe zwar nicht alles genauso wie du, aber in teilen kann auch ich dir nur zustimmen. Und bei den Teilen wo es nicht so ist bestreite ich nicht die Fakten, mehr die Meinung die man sich daraus bildet bzw. deren Auslegung. Leider dürfte dein Post für die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspamme zu lang sein als das ihn viele lesen werden.
Das Ganze sieht mal wieder nach der Abmahnindustrie aus die, angeblich 2011 50 Millionen Euro mit ihren (überhöhten) Forderungen kassiert haben soll. (stand glaub auf gulli das mit den 50 Millionen). Ob die Summe jetzt stimmt ist natürlich eine andere Frage. Was aber wohl unbetritten ist das mit dem Abmahnen sehr viel Geld gemacht wird.
Interessanterweise soll nur in der BRD dies so stark ausgeprägt sein. Was wiederum, wenn man den Aussagen im inet glaubt, an den deutschen Gesetzen liegen soll. Diese sollen ja auch, laut meheren Parteien, unter anderem unserer derzeitigen Regierung, an die heutige Zeit angepaßt werden.
Mein das im einfachen Fall 150 € als von Gerichten angemessenen Betrag angehen wird. Aber da viele sicher einfach zahlen, ist es so weit aus lukrativer von den Kanzleien gewinnbringend dementsprechend mehr zu fordern.Kanzlei fordert dabei einen pauschalisierten Schadenersatz von 912 Euro sowie eine Unterlassungserlärung.
Guttenbergangabe: gulliDas polnische Entwicklerstudio CD Project hat laut einem Bericht des Filesharing-Portals Torrentfreak in Deutschland bereits Tausende Abmahnungen verschicken lassen, in denen der Empfänger um die Zahlung von mitunter 911,80 Euro "gebeten"
Wenn die Menge stimmt und auch nur ein Teil dieser so Gemahnten zahlt, hat CD Projekt sich damit eine gute Einnahmequelle erschlossen. Böse Zungen mögen jetzt behaupten nur darum ginge es beim Abmahnen um den Zusatzgewinn. Wenn man sich die Geldmengen anschaut dürfte dies zumindestens einer der Gründe für Massenabmahnungen sein wage ich zu behaupten.
@Brakiri
Interessanter Post. Ich sehe zwar nicht alles genauso wie du, aber in teilen kann auch ich dir nur zustimmen. Und bei den Teilen wo es nicht so ist bestreite ich nicht die Fakten, mehr die Meinung die man sich daraus bildet bzw. deren Auslegung. Leider dürfte dein Post für die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspamme zu lang sein als das ihn viele lesen werden.
- FuerstderSchatten
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
@ Bakiri
Musst du immer so riesen Texte schreiben?
Dein Edith wusste ich schon, es ist klar, das für den Herrsteller nur die CDs und die Verpackung als Stückkosten anfallen, nebst der Energiekosten fürs Brennen usw. anfallen. Aber ich verstehe deine Conclusion daraus nicht, wieso ist das für den Herrsteller was anderes als für den Herrsteller von Stühlen, die Filmindustrie will z.B. auch möglichst viele Einheiten loswerden, damit sie ihre Produktionskosten einfahren kann und danach Gewinn zu generieren? Ein Stuhl hat kostet auch weniger in der Produktion als im Verkauf, das sind doch nur prozentualle Unterschiede: Beim Stuhl liegt der Verkaufspreis vielleicht nur 20 % über den Produktionskosten, bei einem CP-Spiel vielleicht bei 90 %, beide müssen aber im Vorfeld "designt" werden, usw.. Die Kosten fürs "Design" ist beim Spielhersteller aber wesentlich größer als beim Stuhlhersteller. Das ist der einzige Unterschied. Beim Download wirds etwas komplizierter, da ja noch mal die 10% Kosten für die Herrstellung wegfallen, aber dafür fallen Kosten für die Plattform a la Steam an usw..
Ich hab jetzt auch keine Lust auf jedes deiner Argumente einzugehen, aber ich versuchs mal im groben.
Die sogenannte Contentindustrie, also die Hersteller von Spiele-Software, haben früher wunderbaren Content hergestellt, z.B. Baldur Gate etc., aber es hat trotzdem keinen intressiert, jeder hat raubkopiert, wo es nur ging. Ich war da auch keine Ausnahme. Also daran liegts nicht. Es ist schlicht, dass es die Möglichkeit zum Raubkopieren gibt und diese wird auch genutzt.
Es liegt schlicht und ergreifend an der Mentalität der Menschen, die natürlich von Gier motiviert ist, jeder von uns ist das, ich weiss auch nicht, wo du das Gegenteil bei mir rausliest. Das ist nämlich die Quintessenz meiner Posts bisher.
Nämlich das alle gleich schlecht sind, die Raubkopierer sind genauso Kapitalisten und keine Freidenker wie von euch dargestellt wie die Firmen. Sie reklamierern auch alles für sich.
Mir ist es im Prinzip schnuppe, ob jemand sich seinen Contend zusammenklaut oder nicht, aber dadurch werden Konzepte gefördert die mir nicht passen, nämlich möglichst Multiplayer oder gleich nur noch MMRPGs. Möglichst Massenkompatibel (obwohl das streitbar ist, ob der Geschmack nicht dabei das ausschlaggebenere ist).
Für mich persönlich ist meine Sammlung mir etwas Heiliges und ich bin wirklich traurig, dass ich einige der Spiele tatsächlich nicht als Original in meiner Sammlung habe, sobald ich es eine CD z.B. Baldurs Gate als Neuauflage gibt, hole ich sie mir jetzt, um sie meiner Sammlung hinzuzufügen. Das mache ich, weil sobald ich aufstehe diese schöne Sammlung ansehe und mich direkt an die schönen Spielstunden erinnere. An einer Datei auf meinen Computer würde ich mich nie so erfreuen.
Und das ist auch der eigentliche Punkt, worauf ich hinaus will: Diese Wegwerfmentalität, von beiden Seiten, die Hersteller produzieren immer schneller immer mehr Müll und die Raubkopierer und auch die Spieler im Allgemeinen, spielen immer weniger einzelne ganz, aber dafür immer mehr Spiele im gesamten. Das wird natürlich durch Raubkopien noch gefördert, denn erstens verliert ein Spiel dadurch an Wert und zweitens kann der geneigte Raubkopierer Zugriff auf wesentlich mehr Spiele haben, als er Zeit hat sie zu verarbeiten. Mein Kumpel z.B. hat sich während seiner Hochzeit des Raubkopierens fast nur noch das Intro angeschaut, er hat also vieler der Spiele sinnlos heruntergeladen, nur um sie zu besitzen, aber verbindet keinerlei tiefgreifende Emotionen mit ihnen. Das ist ein Kern des Problems.
Ob die Firmen mehr oder weniger Gewinn machen, ist dabei für mich nur nebensächlich, weil ich keine Teilhabe an ihren Gewinn habe, sie werden sich aber in Zukunft mehr auf gewinnträchtigere und massenmarktkompatibele Marken verlassen, weil ihnen und das muss man einfach zugeben, sonst Gewinn durch die Lappen geht. Das wird aber befeuert durch die Raubkopierer, weil wenn man ehrlich es keine Möglichkeit gäbe, Spiele zu kopieren, auch der Gewinn der Firmen automatisch größer wäre, viele der Raubkopierer müssten dann nämlich Spiele kaufen. Vielleicht würde nicht der 5fache Gewinn generiert werden, aber doch der 2fache. Die Firmen würden auch wieder mehr Experimente wagen, weil sie eher einen Verlust verkraften könnten usw..
Für die Raubkopierer hätte das ganze auch einen Vorteil, so hoffe ich, sie würden sich wieder mehr mit dem Contend beschäftigen und würden eventuell sich tiefergehende Emotionen, könnten besser differnzieren als einfach etwas zu besitzen und dann wegzuschmeissen. Sie würden merken, dass einige Spiele die massengeschmacklich optimiert einfach nur fade schmecken, das Kawumm und Peng Peng nit alles im Leben ist. Vielleicht ist das jetzt etwas zu utopisch gedacht, aber ich denke irgendwie hängt das alles miteinander zusammen.
Ich hoffe das du diesmal etwas mehr meine Meinung verstehst, ich weiss dass ich vielleicht manchmal etwas zu emtional auf dein Geschriebenes reagiert habe.
Musst du immer so riesen Texte schreiben?
Dein Edith wusste ich schon, es ist klar, das für den Herrsteller nur die CDs und die Verpackung als Stückkosten anfallen, nebst der Energiekosten fürs Brennen usw. anfallen. Aber ich verstehe deine Conclusion daraus nicht, wieso ist das für den Herrsteller was anderes als für den Herrsteller von Stühlen, die Filmindustrie will z.B. auch möglichst viele Einheiten loswerden, damit sie ihre Produktionskosten einfahren kann und danach Gewinn zu generieren? Ein Stuhl hat kostet auch weniger in der Produktion als im Verkauf, das sind doch nur prozentualle Unterschiede: Beim Stuhl liegt der Verkaufspreis vielleicht nur 20 % über den Produktionskosten, bei einem CP-Spiel vielleicht bei 90 %, beide müssen aber im Vorfeld "designt" werden, usw.. Die Kosten fürs "Design" ist beim Spielhersteller aber wesentlich größer als beim Stuhlhersteller. Das ist der einzige Unterschied. Beim Download wirds etwas komplizierter, da ja noch mal die 10% Kosten für die Herrstellung wegfallen, aber dafür fallen Kosten für die Plattform a la Steam an usw..
Ich hab jetzt auch keine Lust auf jedes deiner Argumente einzugehen, aber ich versuchs mal im groben.
Die sogenannte Contentindustrie, also die Hersteller von Spiele-Software, haben früher wunderbaren Content hergestellt, z.B. Baldur Gate etc., aber es hat trotzdem keinen intressiert, jeder hat raubkopiert, wo es nur ging. Ich war da auch keine Ausnahme. Also daran liegts nicht. Es ist schlicht, dass es die Möglichkeit zum Raubkopieren gibt und diese wird auch genutzt.
Es liegt schlicht und ergreifend an der Mentalität der Menschen, die natürlich von Gier motiviert ist, jeder von uns ist das, ich weiss auch nicht, wo du das Gegenteil bei mir rausliest. Das ist nämlich die Quintessenz meiner Posts bisher.
Nämlich das alle gleich schlecht sind, die Raubkopierer sind genauso Kapitalisten und keine Freidenker wie von euch dargestellt wie die Firmen. Sie reklamierern auch alles für sich.
Mir ist es im Prinzip schnuppe, ob jemand sich seinen Contend zusammenklaut oder nicht, aber dadurch werden Konzepte gefördert die mir nicht passen, nämlich möglichst Multiplayer oder gleich nur noch MMRPGs. Möglichst Massenkompatibel (obwohl das streitbar ist, ob der Geschmack nicht dabei das ausschlaggebenere ist).
Für mich persönlich ist meine Sammlung mir etwas Heiliges und ich bin wirklich traurig, dass ich einige der Spiele tatsächlich nicht als Original in meiner Sammlung habe, sobald ich es eine CD z.B. Baldurs Gate als Neuauflage gibt, hole ich sie mir jetzt, um sie meiner Sammlung hinzuzufügen. Das mache ich, weil sobald ich aufstehe diese schöne Sammlung ansehe und mich direkt an die schönen Spielstunden erinnere. An einer Datei auf meinen Computer würde ich mich nie so erfreuen.
Und das ist auch der eigentliche Punkt, worauf ich hinaus will: Diese Wegwerfmentalität, von beiden Seiten, die Hersteller produzieren immer schneller immer mehr Müll und die Raubkopierer und auch die Spieler im Allgemeinen, spielen immer weniger einzelne ganz, aber dafür immer mehr Spiele im gesamten. Das wird natürlich durch Raubkopien noch gefördert, denn erstens verliert ein Spiel dadurch an Wert und zweitens kann der geneigte Raubkopierer Zugriff auf wesentlich mehr Spiele haben, als er Zeit hat sie zu verarbeiten. Mein Kumpel z.B. hat sich während seiner Hochzeit des Raubkopierens fast nur noch das Intro angeschaut, er hat also vieler der Spiele sinnlos heruntergeladen, nur um sie zu besitzen, aber verbindet keinerlei tiefgreifende Emotionen mit ihnen. Das ist ein Kern des Problems.
Ob die Firmen mehr oder weniger Gewinn machen, ist dabei für mich nur nebensächlich, weil ich keine Teilhabe an ihren Gewinn habe, sie werden sich aber in Zukunft mehr auf gewinnträchtigere und massenmarktkompatibele Marken verlassen, weil ihnen und das muss man einfach zugeben, sonst Gewinn durch die Lappen geht. Das wird aber befeuert durch die Raubkopierer, weil wenn man ehrlich es keine Möglichkeit gäbe, Spiele zu kopieren, auch der Gewinn der Firmen automatisch größer wäre, viele der Raubkopierer müssten dann nämlich Spiele kaufen. Vielleicht würde nicht der 5fache Gewinn generiert werden, aber doch der 2fache. Die Firmen würden auch wieder mehr Experimente wagen, weil sie eher einen Verlust verkraften könnten usw..
Für die Raubkopierer hätte das ganze auch einen Vorteil, so hoffe ich, sie würden sich wieder mehr mit dem Contend beschäftigen und würden eventuell sich tiefergehende Emotionen, könnten besser differnzieren als einfach etwas zu besitzen und dann wegzuschmeissen. Sie würden merken, dass einige Spiele die massengeschmacklich optimiert einfach nur fade schmecken, das Kawumm und Peng Peng nit alles im Leben ist. Vielleicht ist das jetzt etwas zu utopisch gedacht, aber ich denke irgendwie hängt das alles miteinander zusammen.
Ich hoffe das du diesmal etwas mehr meine Meinung verstehst, ich weiss dass ich vielleicht manchmal etwas zu emtional auf dein Geschriebenes reagiert habe.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 18.12.2011 19:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Popobawa
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Um es dir im Detail zu erklären würde bei weiten den Rahmen sprengen und das Thema noch weiter verfehlen. Aber ja du bist schon leicht auf der richtigen Spur und falsch war deine Begrenzung der Marktwirtschaft, die dazu noch nur in wenigen afrikanischen Ländern herrscht. Immerhin können Bürokaufleute auch zu meinen Klientel gehören. Ich möchte mich auch nicht aus den Fenster lehnen weil ich zum Thema eine akademische Bildung habe, die nötige Literatur kann jeder lesen und sich das Wissen auch aneignen. Nur wenn man sie teilweise nicht besitzt sollte sie als Argumentation entfallen, dies ist auch vollkommen nicht notwendig um sich damit auseinander zu setzten ob es moralisch verwerflich ist Raubkopien anzufertigen oder nicht.FuerstderSchatten hat geschrieben: Nein stimmt, Adam Smith meinte nit, das was gut für den einzelnen ist, ist auch gut für die Allgemeinheit, deswegen sollte sich der Staat aus allem raushalten, das ist das Konzept der Marktwirtschaft und des Kapitalismus, leider habe ich im Gegensatz zu dir, eine Ausbildung als Bürokaufmann hinter mir und da haben wir VWL gehabt. Schön, dass du es auch nur besser weisst aber es nicht erklärt was an meiner Aussage denn so falsch war. Aber stimmt du bist ja auf eine Eliteschule in Bayern gegangen, da weiss man das alles besser, da weiss man eh immer alles besser. Und dem dummen Nordler erklären, muss man da schon mal gar nix. Man ist einfach besser und gut ist.
Von jammern kann nicht die rede sein, ich habe meinen Spaß. Defacto würde ich aber 3-6mal mehr in der Privatwirtschaft verdienen, die Folgen für unser Schulwesen sollten damit klar sein.FuerstderSchatten hat geschrieben: Und das du so wenig verdienst tut mir leid, geh doch in freie Wirtschaft. Komisch die Lehrer die ich kenne und mein Onkel ist einer sagen alle, dass sie es schlimmer hätten treffen können. Die jammern auch nit so rum.
Ob dein Onkel der gleichen Meinung wäre, wenn er nur 1800 Brutto für 7 Jahre Studium verdient, wage ich zu bezweifeln. Ich denke aber der wollte dich mit der Privatschulproblematik nicht nerven, dass geht sogar so weit das man zu den Ferien entlassen wird.
Wegen mein sozialen Gewissen habe ich mich aber gegen eine direkte Karriere entschieden, ob du das verstehen kannst oder nicht, steht aber gerade wirklich nicht zur Debatte.
Und ich finde deine Wortwahl albern, ich sehe du meinst Spiele und ja das ist Albern. Aber Daten zu laden ist nicht albern. Wie gesagt, in der Schule wird man an die Monopolverlage gekettet und die sind nicht immer das beste für die Schüler. War das früher noch okay für den Unterricht was zu laden, so ist es heute nur noch auf 4 Seiten digitale Kopie beschränkt.FuerstderSchatten hat geschrieben:In meinen Alter finde ich es einfach nur albern, Daten runterzuladen, wobei oftmals nicht mal sichergestellt ist, dass sie danach klappen und oft genug noch die Suche nach Keys.
Damit spricht du zwei wichtige Punkte an. Es sind mehrheitlich Kinder die kriminalisiert werden und gute Spiele kauft man sich immer als Original. Leider hat man heutzutage Sorgen ob das Spiel in 10 Jahren noch geht oder ob der Publisher nicht kulant genug war für die Entfernung von DRM. Eine Strafverfolgung ohne nennenswerten Schaden ist ein Problem, die Enthemmung bezüglich des Kopierens aber auch.FuerstderSchatten hat geschrieben: Ich mag auch meine Sammlung, ich kann das bei 16-21 Jährigen aber auch verstehen, hab ich doch damals auch noch Schwarzkopien gehabt, aber ich denke nicht in der Menge wie das die Leute heute machen, ich könnte mir vorstellen, dass sie die Spiele dadurch gar nicht mehr zu schätzen wissen, wenn man einfach nur zieht um immer nur das neuste zu haben und die Spiele gar nit mehr so geniessen und intensiv spielen. Ich aber ärgere mich heute, dass ich z.B. Dark Sun nicht als Original in meinem Schrank habe und freue mich tierisch, wenn ich mal eine alte Perle als kaufbare Version finde. Downloads auf der Festplatte bereiten mir jedenfalls weniger Freude, als meine Sammlung.
Das ist eigentlich alles was ich sagen wollte, kein Schwarz-Weiß sehen, erst dann kann man alternativen Diskutieren oder in Betracht ziehen.
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
@ FuerstderSchatten
Ich glaube du vereinfachst da etwas zu sehr. Wenn du Raubkopierer als eine gleichgesinnte Menge siehst, könntest du auch sagen z.B. Autofahrer oder Deutsche sind alle gleich.
Rks machen dies aus den unterschiedlichsten Motiven. Einige sehen einfach nicht ein einen ihrer Meinung nach zu viel hohen Kaufpreis zu zahlen, andere sind (wie dein Kumpel) Jäger und Sammler, wieder andere hätten schlicht und ergreifend einfach nicht das Geld die Games zu kaufen und klar wieder andere wollen schlicht und ergeifend kein Geld für sowas ausgeben.
Ebenso ist bei Ihnen auch das Verhalten im weiteren Verlauf. Ich kenne so einige die sich, ihrer Meinung nach gute Games, später zu einem günstigeren Preis, für ihre Sammlung kaufen. Einige davon begründen dies sogar damit das sie Firmen die gute Games herstellen auch unterstützen.
DLCs, von manchen als Abzocke angesehen und jetzt neuerdings auch Dinge wie z.B. EA's Spionagesoftware Origins, also gezielte Zusatzeinkommen der Firmen werden dem Kopieren meiner Meinung nach eher vorschub leisten, als dieses zu senken. Oder gleich den Kauf ersatzlos (ohne raubkopien) verhindern.
Ebenso das manche Firmen mitlerweile auf den Gedanken gekommen sind das schon verkaufte Software natürlich nich gebraucht weiterverkauft werden sollte damit sie selber mehr davon verkaufen können. Das und die Methoden dies zu verhindern finde ich persönlich sogar sehr dreist.
Ich glaube du vereinfachst da etwas zu sehr. Wenn du Raubkopierer als eine gleichgesinnte Menge siehst, könntest du auch sagen z.B. Autofahrer oder Deutsche sind alle gleich.
Rks machen dies aus den unterschiedlichsten Motiven. Einige sehen einfach nicht ein einen ihrer Meinung nach zu viel hohen Kaufpreis zu zahlen, andere sind (wie dein Kumpel) Jäger und Sammler, wieder andere hätten schlicht und ergreifend einfach nicht das Geld die Games zu kaufen und klar wieder andere wollen schlicht und ergeifend kein Geld für sowas ausgeben.
Ebenso ist bei Ihnen auch das Verhalten im weiteren Verlauf. Ich kenne so einige die sich, ihrer Meinung nach gute Games, später zu einem günstigeren Preis, für ihre Sammlung kaufen. Einige davon begründen dies sogar damit das sie Firmen die gute Games herstellen auch unterstützen.
DLCs, von manchen als Abzocke angesehen und jetzt neuerdings auch Dinge wie z.B. EA's Spionagesoftware Origins, also gezielte Zusatzeinkommen der Firmen werden dem Kopieren meiner Meinung nach eher vorschub leisten, als dieses zu senken. Oder gleich den Kauf ersatzlos (ohne raubkopien) verhindern.
Ebenso das manche Firmen mitlerweile auf den Gedanken gekommen sind das schon verkaufte Software natürlich nich gebraucht weiterverkauft werden sollte damit sie selber mehr davon verkaufen können. Das und die Methoden dies zu verhindern finde ich persönlich sogar sehr dreist.
- FuerstderSchatten
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
[quote="Popobawa"]
Was intressiert mich, wo du deine Unterrichtsmaterialien herbekommst, mach das wie du das für richtig hälst.
Hier geht es um CP-Spiele und nit um irgendwelchen Kram, der mich nit intressiert. Raubkopiere es oder auch nit geht mich doch nix an.
Ach und ich soll jetzt also die ganze Theorie der Marktwirtschaft exakt wiedergeben, während für dich das nit nötig ist, weil es bei dir ja jeden Rahmen sprengt, was ich gesagt habe, ist im Grundtenor richtig, bei der Marktwirtschaft geht es vornehmlich um die Angebots und Nachfragekurve, im Kapitalismus vornehmlich darum Kapital zu erwirtschafen, und freie Marktwirtschaft bedeutet einfach nur frei vom Eingreifen des Staates, was soll daran gefährliches Halbwissen sein?
Das ist mehr oder weniger Marktwirtschaft auf den Punkt gebracht, alles andere sind nur Detailfragen, wie Polypol und solche Spielchen. Natürlich kann ich dir jetzt Anekdoten vom lieben Adam Smith erzählen, der meinte das man besser keinen Wein in Schottland anbauen sollte, aber was sollte das bringen? Was das mit Afrika zu tun hat ist mir auch schleierhaft, sie können halt nicht so günstig und gleichzeitig gut produzieren wie der Westen, deswegen ist das billiger für die bei uns zu kaufen. Das schadet zwar ihrere eigenen Wirtschaft, aber Protektionismus wäre auch nicht ideal für sie.
Bei den Kindern sind wir uns gänzlich uneinig, denn ich hab auch in meiner Jugend für Fehltritte gebüsst, z.B. für Diebstahl durfte ich Zeitungenaustragen gehen, den Dienstagsknüller vom Edeka 4 Wochen lang und meine Eltern durften trotzdem noch 50 DM blechen zusätzlich, warum sollte ich also Gnade oder Mitgefühl mit den Kids von heute haben? Die sollen mal ruhig zahlen und sich eine Lehre daraus ziehen.
Dein Quote: Leider hat man heutzutage Sorgen ob das Spiel in 10 Jahren noch geht oder ob der Publisher nicht kulant genug war für die Entfernung von DRM. Eine Strafverfolgung ohne nennenswerten Schaden ist ein Problem, die Enthemmung bezüglich des Kopierens aber auch.
Deswegen muss man also jetzt Spiele schwarzkopieren, weil sie in 10 Jahren nicht mehr klappen? Wo steckt denn da die Logik? Sind wir Hamster die sich schon mal für den Winter fettfressen müssen oder was? Und das Gewinn flöten geht, ist nennenswerter Schaden.
Was intressiert mich, wo du deine Unterrichtsmaterialien herbekommst, mach das wie du das für richtig hälst.
Hier geht es um CP-Spiele und nit um irgendwelchen Kram, der mich nit intressiert. Raubkopiere es oder auch nit geht mich doch nix an.
Ach und ich soll jetzt also die ganze Theorie der Marktwirtschaft exakt wiedergeben, während für dich das nit nötig ist, weil es bei dir ja jeden Rahmen sprengt, was ich gesagt habe, ist im Grundtenor richtig, bei der Marktwirtschaft geht es vornehmlich um die Angebots und Nachfragekurve, im Kapitalismus vornehmlich darum Kapital zu erwirtschafen, und freie Marktwirtschaft bedeutet einfach nur frei vom Eingreifen des Staates, was soll daran gefährliches Halbwissen sein?
Das ist mehr oder weniger Marktwirtschaft auf den Punkt gebracht, alles andere sind nur Detailfragen, wie Polypol und solche Spielchen. Natürlich kann ich dir jetzt Anekdoten vom lieben Adam Smith erzählen, der meinte das man besser keinen Wein in Schottland anbauen sollte, aber was sollte das bringen? Was das mit Afrika zu tun hat ist mir auch schleierhaft, sie können halt nicht so günstig und gleichzeitig gut produzieren wie der Westen, deswegen ist das billiger für die bei uns zu kaufen. Das schadet zwar ihrere eigenen Wirtschaft, aber Protektionismus wäre auch nicht ideal für sie.
Bei den Kindern sind wir uns gänzlich uneinig, denn ich hab auch in meiner Jugend für Fehltritte gebüsst, z.B. für Diebstahl durfte ich Zeitungenaustragen gehen, den Dienstagsknüller vom Edeka 4 Wochen lang und meine Eltern durften trotzdem noch 50 DM blechen zusätzlich, warum sollte ich also Gnade oder Mitgefühl mit den Kids von heute haben? Die sollen mal ruhig zahlen und sich eine Lehre daraus ziehen.
Dein Quote: Leider hat man heutzutage Sorgen ob das Spiel in 10 Jahren noch geht oder ob der Publisher nicht kulant genug war für die Entfernung von DRM. Eine Strafverfolgung ohne nennenswerten Schaden ist ein Problem, die Enthemmung bezüglich des Kopierens aber auch.
Deswegen muss man also jetzt Spiele schwarzkopieren, weil sie in 10 Jahren nicht mehr klappen? Wo steckt denn da die Logik? Sind wir Hamster die sich schon mal für den Winter fettfressen müssen oder was? Und das Gewinn flöten geht, ist nennenswerter Schaden.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 18.12.2011 19:45, insgesamt 2-mal geändert.
- FuerstderSchatten
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Das glaube ich nicht, ich glaube die Leute raubkopieren, weil es möglich ist und nicht weil es DLCs gibt.Arathorne hat geschrieben:@ FuerstderSchatten
Ich glaube du vereinfachst da etwas zu sehr. Wenn du Raubkopierer als eine gleichgesinnte Menge siehst, könntest du auch sagen z.B. Autofahrer oder Deutsche sind alle gleich.
Rks machen dies aus den unterschiedlichsten Motiven. Einige sehen einfach nicht ein einen ihrer Meinung nach zu viel hohen Kaufpreis zu zahlen, andere sind (wie dein Kumpel) Jäger und Sammler, wieder andere hätten schlicht und ergreifend einfach nicht das Geld die Games zu kaufen und klar wieder andere wollen schlicht und ergeifend kein Geld für sowas ausgeben.
Ebenso ist bei Ihnen auch das Verhalten im weiteren Verlauf. Ich kenne so einige die sich, ihrer Meinung nach gute Games, später zu einem günstigeren Preis, für ihre Sammlung kaufen. Einige davon begründen dies sogar damit das sie Firmen die gute Games herstellen auch unterstützen.
DLCs, von manchen als Abzocke angesehen und jetzt neuerdings auch Dinge wie z.B. EA's Spionagesoftware Origins, also gezielte Zusatzeinkommen der Firmen werden dem Kopieren meiner Meinung nach eher vorschub leisten, als dieses zu senken. Oder gleich den Kauf ersatzlos (ohne raubkopien) verhindern.
Ebenso das manche Firmen mitlerweile auf den Gedanken gekommen sind das schon verkaufte Software natürlich nich gebraucht weiterverkauft werden sollte damit sie selber mehr davon verkaufen können. Das und die Methoden dies zu verhindern finde ich persönlich sogar sehr dreist.
Zu meiner Jugendzeit gab es keine DLCs und ich hatte trotzdem nur 10% Originale.
Ob alle Menschen gleich sind oder verschieden ist hierbei doch egal, sie unterscheiden sich wenn ja nur in Nuancen.
- Brakiri
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Hehe..vielleicht können wir uns auf ein paar fundamentale Dinge einigen?
Unterrichtsmaterial sollte zumindest für Bildungsinstitute und Studenten zugänglich sein, ohne das nur Kinder aus reichen Familien studieren können.
Gutes Geld für gute Produkte zu bezahlen sollte das Novum sein, krankt aber letztendlich daran, dass die Industrie oft keine guten Angebote hat, die Entwicklung verschlafen hat, Kostenersparnisse die z.B. durch digitale Plattformen nicht zumindest teilweise an die Kunden weitergibt, durch Regioncodes usw. den globalen Handel torpediert(Kunden dürfen schliesslich nicht die Wahl haben, wo kämen wir denn da hin!), generell gerne die Wahrheit verdreht und sich den Marktkräften durch Lobbyarbeit entziehen will.
Wenn man sich auf diese 2 Dinge einigen könnte, vielleicht würde man dann eine gemeinsame Basis setzen, auf der man weiterdiskutieren kann?
@FürstderSchatten
Das nurnoch anspruchslose Games gemacht werden, würde ich nicht so sehr auf Raubkopierer schieben, denn diese Games werden im Vergleich auch häufiger kopiert. Auch wenn du Oblivion und Co. nicht magst, sind es doch Spiele, die mit breitem Gameplay und tonnenweise Inhalt werben, so eine breite Käuferschicht ansprechen und von dieser gekauft werden. Ebenso The Witcher 2. Sicher wird auch viel kopiert, aber wirklich gute Spiele werden meiner Erfahrung nach auch gekauft. Problematisch sind natürlich Nischenspiele, die nur eine sehr kleine Klientel haben. Hier muss man sich aber fragen, ob hier die Kopierer schuld sind, oder die Überschätzung der Zielgruppe? Schön ist solche Nischen-Loyalität doch an so Sachen wie Gothic zu sehen. Der dritte Teil war schrottig, und trotzdem hat sich das Game direkt in der ersten Woche glaube ich 500k mal verkauft. D.h. die Fans kaufen auch, und kopieren weniger.
Dies zeigt einen Weg auf, wie man mit guter Qualität und Fanservice einen treuen Kundenstamm erwerben kann. Die von dir kritisierte Wegwerfgesellschaft geht dann in beide Richtungen. Wenn ich dem Hersteller egal bin, dann ist mir auch der Hersteller egal. Die Verkaufszahlen von Arcania z.B. waren grottig, weil eben diese Fanbasis ignoriert wurde, und die Firma ist dann verdient pleite gegangen.
Aber das Problem, dass Nischenprodukte oft nicht profitabel sind, ist ein völlig normales wirtschaftliches Phänomen, bei dem das Pozential einfach überschätzt wird. Kopiererei würde ich da nicht unbedingt als Hauptgrund sehen. Zumindest nicht ohne gute Daten.
Unterrichtsmaterial sollte zumindest für Bildungsinstitute und Studenten zugänglich sein, ohne das nur Kinder aus reichen Familien studieren können.
Gutes Geld für gute Produkte zu bezahlen sollte das Novum sein, krankt aber letztendlich daran, dass die Industrie oft keine guten Angebote hat, die Entwicklung verschlafen hat, Kostenersparnisse die z.B. durch digitale Plattformen nicht zumindest teilweise an die Kunden weitergibt, durch Regioncodes usw. den globalen Handel torpediert(Kunden dürfen schliesslich nicht die Wahl haben, wo kämen wir denn da hin!), generell gerne die Wahrheit verdreht und sich den Marktkräften durch Lobbyarbeit entziehen will.
Wenn man sich auf diese 2 Dinge einigen könnte, vielleicht würde man dann eine gemeinsame Basis setzen, auf der man weiterdiskutieren kann?
@FürstderSchatten
Das nurnoch anspruchslose Games gemacht werden, würde ich nicht so sehr auf Raubkopierer schieben, denn diese Games werden im Vergleich auch häufiger kopiert. Auch wenn du Oblivion und Co. nicht magst, sind es doch Spiele, die mit breitem Gameplay und tonnenweise Inhalt werben, so eine breite Käuferschicht ansprechen und von dieser gekauft werden. Ebenso The Witcher 2. Sicher wird auch viel kopiert, aber wirklich gute Spiele werden meiner Erfahrung nach auch gekauft. Problematisch sind natürlich Nischenspiele, die nur eine sehr kleine Klientel haben. Hier muss man sich aber fragen, ob hier die Kopierer schuld sind, oder die Überschätzung der Zielgruppe? Schön ist solche Nischen-Loyalität doch an so Sachen wie Gothic zu sehen. Der dritte Teil war schrottig, und trotzdem hat sich das Game direkt in der ersten Woche glaube ich 500k mal verkauft. D.h. die Fans kaufen auch, und kopieren weniger.
Dies zeigt einen Weg auf, wie man mit guter Qualität und Fanservice einen treuen Kundenstamm erwerben kann. Die von dir kritisierte Wegwerfgesellschaft geht dann in beide Richtungen. Wenn ich dem Hersteller egal bin, dann ist mir auch der Hersteller egal. Die Verkaufszahlen von Arcania z.B. waren grottig, weil eben diese Fanbasis ignoriert wurde, und die Firma ist dann verdient pleite gegangen.
Aber das Problem, dass Nischenprodukte oft nicht profitabel sind, ist ein völlig normales wirtschaftliches Phänomen, bei dem das Pozential einfach überschätzt wird. Kopiererei würde ich da nicht unbedingt als Hauptgrund sehen. Zumindest nicht ohne gute Daten.
- Beam02
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Würde ich alles so unterschreiben, aber letztlich hat man auch für schlechte Produkte zu zahlen, wenn man denn meint sie unbedingt haben zu müssen.Brakiri hat geschrieben: Gutes Geld für gute Produkte zu bezahlen sollte das Novum sein, krankt aber letztendlich daran, dass die Industrie oft keine guten Angebote hat, die Entwicklung verschlafen hat, Kostenersparnisse die z.B. durch digitale Plattformen nicht zumindest teilweise an die Kunden weitergibt, durch Regioncodes usw. den globalen Handel torpediert(Kunden dürfen schliesslich nicht die Wahl haben, wo kämen wir denn da hin!), generell gerne die Wahrheit verdreht und sich den Marktkräften durch Lobbyarbeit entziehen will.
Das klingt hier alles immer so leicht nach "Aber eigentlich sind die Hersteller ja zum größten Teil selber Schuld". Und mir fehlen da immer noch schlagkräftige Argumente für eine unbedingte Kausalität.
- FuerstderSchatten
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Ja, die Unterrichtsmaterialien sollte normallerweise der Staat bereitstellen und sich versuchen möglichst nicht dabei ausnehmen zu lassen, Thema abgehackt.Brakiri hat geschrieben:
@FürstderSchatten
Das nurnoch anspruchslose Games gemacht werden, würde ich nicht so sehr auf Raubkopierer schieben, denn diese Games werden im Vergleich auch häufiger kopiert. Auch wenn du Oblivion und Co. nicht magst, sind es doch Spiele, die mit breitem Gameplay und tonnenweise Inhalt werben, so eine breite Käuferschicht ansprechen und von dieser gekauft werden. Ebenso The Witcher 2. Sicher wird auch viel kopiert, aber wirklich gute Spiele werden meiner Erfahrung nach auch gekauft. Problematisch sind natürlich Nischenspiele, die nur eine sehr kleine Klientel haben. Hier muss man sich aber fragen, ob hier die Kopierer schuld sind, oder die Überschätzung der Zielgruppe? Schön ist solche Nischen-Loyalität doch an so Sachen wie Gothic zu sehen. Der dritte Teil war schrottig, und trotzdem hat sich das Game direkt in der ersten Woche glaube ich 500k mal verkauft. D.h. die Fans kaufen auch, und kopieren weniger.
Dies zeigt einen Weg auf, wie man mit guter Qualität und Fanservice einen treuen Kundenstamm erwerben kann. Die von dir kritisierte Wegwerfgesellschaft geht dann in beide Richtungen. Wenn ich dem Hersteller egal bin, dann ist mir auch der Hersteller egal. Die Verkaufszahlen von Arcania z.B. waren grottig, weil eben diese Fanbasis ignoriert wurde, und die Firma ist dann verdient pleite gegangen.
Aber das Problem, dass Nischenprodukte oft nicht profitabel sind, ist ein völlig normales wirtschaftliches Phänomen, bei dem das Pozential einfach überschätzt wird. Kopiererei würde ich da nicht unbedingt als Hauptgrund sehen. Zumindest nicht ohne gute Daten.
Ich habs ja auch auf den Massengeschmack geschoben. Nein ein Hauptgrund sind die Kopierer dabei sicher nicht, aber ein Nebengrund schon, weil die Verkäufe teilweise flöten gehen und die großen Firmen weniger experimentierfreudig sind, umso weniger Gewinn sie einfahren. (In der Marktwirtschaft werden Investionen nur getätigt, wenn genügend Überschüsse vorhanden sind) Deswegen kommt kein NWN 3 raus, obwohl ja noch eine AA-Produktion, weil sich ein tripple A Modernwarefare mehr lohnt und die Leute das dämmliche Modern Warfare dank MP kaufen müssen und NWN 3 einfach kopieren, so zumindest meine Theorie. Und schon sind wir uns einig.
Absolut, hier gehts mir aber auch gar nicht so sehr um BBB-Nischenprodukte, (die möchte ich auch nicht haben), als vielmehr um absolute A+ Produkte, die blödsten Spiele kommen halt einfach am besten an. Hat aber tatsächlich nur peripher etwas mit Raubkopieren zu tun.
Skyrim und Co., auch wenn ich sie nicht mag, halte ich dabei aber keineswegs für Übeltäter, sondern eher für eine (ganz) leichte Gegenströmung.
-
johndoe1216621
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
das wird schwer nach hinten losgehen..
ist genau wie in der musikindustrie, in ihrer letzten panik um entgangene dollar wird einfach jede möglichkeit ausgeschöpft um an geld zu kommen und das ist genau der falsche weg wie man sieht.
inzwischen weiss man eigentlich, das es einfach nur mehr medienverbreitete panikmache ist.
der spielesektor ist inzwischen grösser als die filmindustrie, von wegen es geht ihnen ach so schlecht.
die wirklich armen sind die entwickler da diese gnadenlos ausgebeutet werden von den geldgeilen publishern.
also werden sie gezwungen für ihren guten code, schlechte massnahmen zu ergreifen um das produkt "kopiersicher" zu machen, auf kosten der ehrlichen kunden.
was widerrum den kunden verärgert das dieser immer mehr prozeduren über sich ergehen lassen muss und man sich einfach auch heute nicht mehr nach dem kauf des besitzes sicher sein kann.
(siehe diverse rennserien, die nach 1 (in worten EINEM) jahr abgedreht werden, da der "nachfolger" also update 1.2 bereits verkauft wird.
da fühlt man sich mit der zeit als kunde einfach nur mehr verarscht und gewinnt eben auch nicht mehr das gefühl es zu besitzen. wozu also dann kaufen?
in wirklichkeit wurde gerade im pc sektor jahrelang geldreiberei und ausbeutung betrieben, unfertige, unspielbare games wurden auf den markt geschleudert und der kunde einfach irgendwann als betatester missbraucht.
dann musste man sich für dienste anmelden, irgendwann mussten diese dienste dann permanent im hintergrund laufen, wenn man spielen wollte, dazu kam onlinezwang für offlinegames was sich jeglicher logik entbehrte, aber auch das schluckten viele
.
dann realisierte es irgendein lustiger menschen noch:
"HEY wir können das ganze so richtig beschissen machen!" und verkaufen das game nur mehr häppchenweise, so bekommen wir für den selben inhalt statt 40-50 nun 70-120 euro!
dann das neue wort des jahres: CAUSAL!
also noch weniger inhalt, noch weniger denken, noch weniger technik, noch mehr kunden!
ja, jetzt ist es standard das man in games nur mehr 2 knöpfe braucht. STRIKE!
nun muss man irgendwelche appz am laufen halten, die irgendwas auf deiner festplatte machen und keiner genau weiss was.
in der eula des publishers steht im grunde genommen nichts mehr was es macht und wozu es dient, nur das er es darf und auch macht, was genau will er uns allerdings nicht verraten.
selbst gerichte berufen dagegen, aber irgendwie tut sich nicht wirklich was?
wo ist die abmahnwelle der eu gegen zB EA?
sie verstossen klar gegen eu-kundenrecht, aber es wird gebilligt.
vlt weils ja doch dick geld von der gegenseiten regnet?
lobbyismus deluxe?
die 5% die sich die games nicht kaufen sind nicht der wirkliche grund warum dieser markt in diesem zustand ist.
aber sie sind ein guter grund um kunden zu melkkühen umzuerziehen und dieses system dann auch noch verteidigen zu lassen.
den wenn man aufmerksam mitliest und aufpasst, sieht man das die games die es richtig machen, kassenreisser sind und unglaubliche verkaufszahlen haben (siehe zB das neue nordrollenspiel), das zudem noch dazu ein singleplayergame ist, ergo ganz leicht zu cracken.
komischerweise wurde dieses und andere games aber wie verrückt gekauft?
warum nur? vlt weil sie qualität und inhalt bieten fürs geld?
eigenartig, nicht?
ist genau wie in der musikindustrie, in ihrer letzten panik um entgangene dollar wird einfach jede möglichkeit ausgeschöpft um an geld zu kommen und das ist genau der falsche weg wie man sieht.
inzwischen weiss man eigentlich, das es einfach nur mehr medienverbreitete panikmache ist.
der spielesektor ist inzwischen grösser als die filmindustrie, von wegen es geht ihnen ach so schlecht.
die wirklich armen sind die entwickler da diese gnadenlos ausgebeutet werden von den geldgeilen publishern.
also werden sie gezwungen für ihren guten code, schlechte massnahmen zu ergreifen um das produkt "kopiersicher" zu machen, auf kosten der ehrlichen kunden.
was widerrum den kunden verärgert das dieser immer mehr prozeduren über sich ergehen lassen muss und man sich einfach auch heute nicht mehr nach dem kauf des besitzes sicher sein kann.
(siehe diverse rennserien, die nach 1 (in worten EINEM) jahr abgedreht werden, da der "nachfolger" also update 1.2 bereits verkauft wird.
da fühlt man sich mit der zeit als kunde einfach nur mehr verarscht und gewinnt eben auch nicht mehr das gefühl es zu besitzen. wozu also dann kaufen?
in wirklichkeit wurde gerade im pc sektor jahrelang geldreiberei und ausbeutung betrieben, unfertige, unspielbare games wurden auf den markt geschleudert und der kunde einfach irgendwann als betatester missbraucht.
dann musste man sich für dienste anmelden, irgendwann mussten diese dienste dann permanent im hintergrund laufen, wenn man spielen wollte, dazu kam onlinezwang für offlinegames was sich jeglicher logik entbehrte, aber auch das schluckten viele
.
dann realisierte es irgendein lustiger menschen noch:
"HEY wir können das ganze so richtig beschissen machen!" und verkaufen das game nur mehr häppchenweise, so bekommen wir für den selben inhalt statt 40-50 nun 70-120 euro!
dann das neue wort des jahres: CAUSAL!
also noch weniger inhalt, noch weniger denken, noch weniger technik, noch mehr kunden!
ja, jetzt ist es standard das man in games nur mehr 2 knöpfe braucht. STRIKE!
nun muss man irgendwelche appz am laufen halten, die irgendwas auf deiner festplatte machen und keiner genau weiss was.
in der eula des publishers steht im grunde genommen nichts mehr was es macht und wozu es dient, nur das er es darf und auch macht, was genau will er uns allerdings nicht verraten.
selbst gerichte berufen dagegen, aber irgendwie tut sich nicht wirklich was?
wo ist die abmahnwelle der eu gegen zB EA?
sie verstossen klar gegen eu-kundenrecht, aber es wird gebilligt.
vlt weils ja doch dick geld von der gegenseiten regnet?
lobbyismus deluxe?
die 5% die sich die games nicht kaufen sind nicht der wirkliche grund warum dieser markt in diesem zustand ist.
aber sie sind ein guter grund um kunden zu melkkühen umzuerziehen und dieses system dann auch noch verteidigen zu lassen.
den wenn man aufmerksam mitliest und aufpasst, sieht man das die games die es richtig machen, kassenreisser sind und unglaubliche verkaufszahlen haben (siehe zB das neue nordrollenspiel), das zudem noch dazu ein singleplayergame ist, ergo ganz leicht zu cracken.
komischerweise wurde dieses und andere games aber wie verrückt gekauft?
warum nur? vlt weil sie qualität und inhalt bieten fürs geld?
eigenartig, nicht?
Zuletzt geändert von johndoe1216621 am 18.12.2011 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
- FuerstderSchatten
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Ich werde auf den Rest nicht eingehen, weil es definitiv quatsch ist, Raubkopien gab es auch schon in den 90ern zuhauf und meine Amigaspielesammlung damals, bestand nur aus Raubkopien. Und die Qualität mancher Spiele war herrausragend, DLCs und andere Gängelungen gabs auch nicht.bl4cKst4R hat geschrieben: die 5% die sich die games nicht kaufen sind nicht der wirkliche grund warum dieser markt in diesem zustand ist.
Ob die Kopierschutzmaßnahmen von heute gegen Raubkopien wirken, warscheinlich schon ein bisschen, sonst würdens die Publisher vieles davon warscheinlich wirklich sein lassen, weil es teilweise teuer ist.
Aber worauf ich wirklich hinaus will, ist diese dreiste Zahl von 5%, wohl eher 50 - 60%. In den 90ern hatten wir im Freundeskreis von gut 20 Personen quasi nur Raubkopien und da war es noch schwieriger an sie reinzukommen, zwecks fehlendem Internet. Nur einer von uns hatte einen Brenner und Zugang zum Internet und versorgte uns alle mit Spielen a la Diablo 1, Quake, Fallout 1, Starcraft und Co.. Heute ist es wesentlich einfacher an Raubkopien zu kommen, ergo ist auch die Verbreitung höher, ich finde diese Lügenmärchen, die hier manche erzählen einfach nur dreist.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 18.12.2011 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
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tamberlane
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Re: The Witcher 2: Assassins of Kings: CD Projekt lässt abmahnen
Tut mir leid, aber mit so einer Intelligenzbremse wie dir brauch ich micht nicht weiter äußern, weil man sich nicht mit Idioten streiten soll. Du kennst ja nicht mal den Unterschied zwischen einem Zivilverfahren und einem Strafverfahren. Zudem ist die Abmahnung für EIN Werk die Regel. Dass du Erlebnisse mit dem Kumpel deines Kumpels dessen Schwester Schwagerliebhaber pauschalisierst lässt auch auf ein nicht vorhandenes Vorstellungsvermögen von Wahrscheinlichkeiten schließen. Die Polizeit (genauer gesagt, die Staatsanwaltschaft) hat in solchen Fällen nämlich schon das Verfahren wegen Bagatelle eingestellt. Damit ist auch die Strafsache erledigt und die Hausdurchsuchung vom Tisch. Die Forderungen des Abmahnanwaltes sind zivilrechtlicher Natur, da gibts keine Polizei dafür. Aber wahrscheinlich irre ich mich da, du kannst deine 99%-Aussage natürlich mit einer Quelle hinterlegen, nicht wahr? Wäre ja schlimm wenn das alles deinem weichen Hirn entsprungen wäre, was könnten denn die Leute denken? Oder vom Liebhaber der Schwester deines Kumpels dessen Kumpels?FuerstderSchatten hat geschrieben:
Faktisch ist das einfach quatsch, CD-Projekt wird nie wegen einer verlorenen Kopie 920 € verlangen, das ist auch noch nie so vorgekommen. Ein Kumpel wurde 2 mal wegen mehreren Vergehen abkassiert, da wird tatsächlich für 10 Spiele mal 80 € gerechnet. Eure Ausreden sind einfach alle nur haltlos. Wer ein Spiel in seinem Leben kopiert wird mit einer 99,99999999999999999999999999999999999999999 bis unendlich % Warscheinlichkeit nit dafür belangt, aber ihr tut hier so als gehe es um eine einzige Tat, Menschen die ein Spiel runterladen haben nichts zu befürchten, alle die belangt werden haben noch viel mehr auf den Kerbholz und können froh sein, dass die Polizei nit mal ihren Computer näher inspiziert, die haben nämlich eine Menge mehr Kopien als die für die sie belangt werden.
Genau, unmoralisch das alles. So what? Ist jetzt Moral ein neuer Maßstab? Ich finds übrigens auch unmoralisch dass Frauen seit geraumer Zeit Hosen tragen dürfen und ner Erwärbstätigkeit nachgehen dürfen, und nicht mehr als Zuchtmaschine hinterm Herd stehen. Und nun?
Aber was reden wir hier eigentlich noch, jeder hier weiss wie unmoralisch das ist, jetzt versuchen sich hier ein paar mit aus den Fingern gesaugten Argumenten moralisch wieder reinzuwaschen.
Um es klar und deutlich zu sagen, es gibt kein Recht, Computerspiele ohne zu bezahlen zu besitzen, es sei denn sie sind Freeware. Alles andere zu behaupten ist einfach nur unmoralisch.
Und es gibt auch kein Recht auf Anspielen und dergleichen. Das ist auch unmoralisch.
Falls du Schwierigkeiten hast, Zynismus zu erkennen, frag einfach deinen Pornokumpel.
