Du weisst genau, dass es in der Justiz um sehr genaue Formulierung geht.FuerstderSchatten hat geschrieben: Ach jetzt hör schon auf mit dem Schmarrenz, hier streiten um des Kaisers Bart. Bakiri, du weisst dass die Publisher sich über Schwarzkopien schwarzärgern. Warum auch nit es ist auch ihr gutes Recht, schließlich haben sie etwas produziert, wofür irgendwer einfach nit zahlt. Für den Publisher ist es auch egal, ob da jemand sowieso kein Geld hat oder ob jemand keine Lust hat zu zahlen. Die wollen einfach nit, dass ihr geistiges Eigentum geklaut wird. Du willst ja auch nit, dass jemand bei dir von mir aus auch ohne Schaden zu verursachen einbricht und dann Güter von mir aus auch rein immateriellen Wert (was hierbei eigentlich nit zutrifft) klaut.
Man kann alles über einen Kamm scheren, alles verallgemeinern und notwendige und wichtige Differenzierungen unterlassen, aber damit tut man der Komplexität der Gesellschaft und des Themas nichts Gutes.
Das die Hersteller das nicht möchten, ist völlig klar und steht auch nicht in Abrede. Problem dabei ist, sie stellen digitale Güter her, die ohne grosse Mehrkosten vervielfältigt werden können. Diese Möglichkeit ist sozusagen "eingebaut", was bei materiellen Gütern nicht so ist. Die gleichen Verfahren und das gleiche Rechtsverständis auf diese Güter anzuwenden, funktioniert nachvollziehbarerweise nicht.
Ich habe keine Patentlösung, aber ganze Bevölkerungsgruppen zu kriminalisieren und abzumahnen, sowie die ehrlichen Käufer mit DRM zu gängeln, scheint nicht der Weisheits letzter Schluss zu sein. Ich denke das ist einsehbar.
Man kann also auf seiner konservativen, technologiefeindlichen und verallgemeinerten Sichtweise stehen bleiben, oder man kann sich Gedanken darüber machen, wie diese Problematik sinnvoller gelöst werden kann. Ansatzpunkte wie Kulturflatrate usw. existieren ja bereits.
Ich möchte mal Jacque Fresco zitieren:
"If you don't know how to solve a problem, you make a law.".
Diese Kriminalisierung ist einfach ein Ausdruck mangelnder Lösungsfähigkeit der Politik, und der Hörigkeit dieser, ggü der Wirtschaft, die andere Lösungen nicht diskutieren will.
