Mich wundert, wann man endlich diese BWL-Scheuklappendeppen aus dem Entscheiderkreis der Publisher entfernt und Volkswirtschaftler hinsetzt, die von der Welt mehr wahrnehmen können als nur den kleinen, engen Bereich der eigenen Unternehmensbilanzen.Randall Flagg hat geschrieben: Wundert mich ohnehin, dass sie sich die ganze Zeit drüber beschweren. Es ist doch so dermaßen einfach den Gebrauchtmarkt zu unterbinden ...
Wenn der Gebrauchtmarkt gestoppt wird, muss der Preis für ein neues Spiel massiv gesenkt werden, will man nicht entsprechende Umsatzverluste hinnehmen. Auf dem PC ist diese Account-Bindung kein Problem mehr, seit dem man zB. im Rahmen eines Steam-Sales ein TripleA-Spiel wie Mass Effect 2 für unter 5 Euro bekommt. Da kosten neue Indie-Spiele wie "Orcs must die" eh nur 20 Euro und sogar kurz nach dem Release im Rahmen eines Sales nur noch wenige Euro. Wenn das Spiel nix taugt oder man durch ist, dann sind halt nur eine Handvoll Euro am Arsch und nicht gleich 50-60 Euro!
Wenn man aber sein teures Vollpreisspiel bei Nichtgefallen oder nach dem Durchspielen nicht mehr eintauschen oder weiterverkaufen kann, kauft man automatisch WENIGER Vollpreisspiele, da sich die eigene Kaufkraft nicht wundersamerweise im selben Maße erhöht. Einem Volkswirt ist das sofort klar. Jedem Menschen mit einem gesunden Verstand ist das sofort klar. Aber die verblödeten Scheuklappen-BWLer, die aktuell bei den Publishern sitzen, die merken das nicht mal, wenn man direkt vor ihren Augen mit Handpuppen und Schaubildern solche elementaren Zusammenhänge zu erklären versucht.
Aber gut, ist ja nicht mein Problem
