Mit ME1 hat mich eine Art Hass-Liebe verbunden, ME2 mochte ich hingegen nur(okay, auf hohem Niveau).
Wenn man ME1 mal nicht als Fanboy ansieht, der sich von einigen Aspekten blenden lässt, dann war es insgesamt ein unfertiges und technisch mieses Spiel. Der Shooter-Teil war arcadig und an der Geschichte glänzte eher die Inszenierung der Dialoge und deren musikalischer Untermalung.
An ME2 hasste ich das Schlauchshooter-Feeling und das gottsverdammte Scannen. Ich mochte es auch nicht besonders, mit dem Kako rumzudüsen, permanent mit dem nagenden Gewfühl, dass wir es hier mit schamloser Spielzeitstreckung zu tun haben, aber es war ein Griff ins Klo, dass Bioware das durch das Scannen ersetzte. Ich weiss nicht, aus welchem Universum man stammen muss, um sowas für lustig zu halten und als Bereicherung des Gameplays zu werten.
Nimmt mich Wunder, welche Fehlentscheidungen im dritten Teil hinzukommen(nein, MP halte ich nicht zwingend für einen Fehler). Ansonsten lasse ich mich einfach mal überraschen so shcleht wird das Spiel bestimmt nicht.
Mass Effect 3: Action, Story oder beides?
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- Brakiri
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Naja, ich empfinde beides als störend.Damn good coffee hat geschrieben:@ Brakiri
Das Problem an DA ist nicht die Menge der Kämpfe, sondern ihre Eintönigkeit. Bei BG2 hat man auch sehr viel gekämpft, aber die Gefechte wurden nie so langweilig.
Aber du hast recht, wenn die Kämpfe taktisch anspruchsvoller, und keine öden Durchaltegefechte gewesen wären, wäre der hohe Kloppanteil vielleicht weniger negativ aufgefallen.
Trotzdem finde ich es schade, das so viele Quests und Aufgaben nur mit stupidem Gekloppe lösbar sind.
Vom Kloppanteil her, ähnelte DA:O in meinen Augen eher einem H&S als einem Rollenspiel.
Naja, das Kampfsystem vom Witcher war noch nie richtig gut. Wärend wir im ersten Teil erträglichen QTE-Kampf hatten, ohne das man viel beeinflussen konnte, hat der Witcher 2 nun ein "Standard"-Kampfsystem, was sehr zäh ist, oft auf Kommandos nicht reagiert, und mit dem Rumrollen schon etwas albern aussieht.Damn good coffee hat geschrieben:@ Blasebalken
Wie gesagt, es muss dir nicht gefallen. Ich teile deine Einschätzung nicht und halte sie teilweise für das Resultat extremer Voreingenommenheit, aber auch das spielt keine Rolle. Und für die Sache mit dem Mainstream gilt eigentlich genau das, was ich in meiner Sig zu den Begriffen casual und hardcore feststelle.
Mir ging es eher um dieses allgemeine Gemeckere beim Witcher 2 und ganz besonders bei ME2, mit dem eine Überhöhung des Vorgängers einhergeht. Das war aber auch eher allgemein gemeint.
Das hat nichts mit Voreigenommennheit, sondern einfach damit zu tun, das es bessere Systeme gab und gibt, die man aber nicht verwenden wollte. Das Alchemie im Witcher 2 kaum noch eine Rolle spielt, wird wohl keiner ernsthaft bestreiten. Auf die meisten Kämpfe lässt sich nur schwer vorbereiten, die Alchemie kam bei mir also 3 oder 4 mal im ganzen Spiel zum Einsatz. Das war im ersten Teil besser gelöst. Auch die Minispiele sind eher uninteressant. Das Pokergame im ersten Teil war so gut, dass es bei mir aktiv den Spielspass erhöht hat, und ich nach Gegnern gesucht habe. Im Witcher 2 ist das Game clunky, bringt kaum Geld usw. Ich hab nicht mit Spass gewürfelt.
Der zweite Teil hat also genug Fehler und Designentscheidungen die einen das Game weniger mögen lassen können, als den ersten Teil. Der erste Teil hatte einfach einen anderen Charme.
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Damn good coffee
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@ Brakiri
Ich hatte nie Probleme mit den Kommandos beim Witcher 2. Und ich finde es deutlich besser, dass man jetzt was beeinflussen kann. Allein die Veränderung der Zauber ist ein Riesengewinn. Und Standard ist das System allein aufgrund der Schwierigkeit der Kämpfe nicht.
Was die Alchemie angeht, stimmt das allerdings. Da hat CDP viel liegen lassen. Auf Dark benutzt man sie dennoch recht häufig.
Pokern fand ich in beiden Spielen nicht so toll. Im ersten habe ich viel gepokert, weil das im early game die mit Abstand beste Einnahmequelle war. Was da aber besser gelöst war, war die Tatsache, dass sich die Pokerquest über das ganze Spiel hinweg zog.
Dennoch sind viele der Kritikpunkte, die sich sowohl der Witcher 2 als auch ME2 im Vergleich zu ihren Vorgängern anhören müssen, oft verlogen und gelegentlich an den Haaren herbei gezogen, wobei das bei ME2 noch deutlicher ist, da sich die beiden Teile viel stärker ähneln als es bei den Witchern der Fall ist.
Ich hatte nie Probleme mit den Kommandos beim Witcher 2. Und ich finde es deutlich besser, dass man jetzt was beeinflussen kann. Allein die Veränderung der Zauber ist ein Riesengewinn. Und Standard ist das System allein aufgrund der Schwierigkeit der Kämpfe nicht.
Was die Alchemie angeht, stimmt das allerdings. Da hat CDP viel liegen lassen. Auf Dark benutzt man sie dennoch recht häufig.
Pokern fand ich in beiden Spielen nicht so toll. Im ersten habe ich viel gepokert, weil das im early game die mit Abstand beste Einnahmequelle war. Was da aber besser gelöst war, war die Tatsache, dass sich die Pokerquest über das ganze Spiel hinweg zog.
Dennoch sind viele der Kritikpunkte, die sich sowohl der Witcher 2 als auch ME2 im Vergleich zu ihren Vorgängern anhören müssen, oft verlogen und gelegentlich an den Haaren herbei gezogen, wobei das bei ME2 noch deutlicher ist, da sich die beiden Teile viel stärker ähneln als es bei den Witchern der Fall ist.
- Brakiri
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Ich denke über die Trägheit der Eingabe muss nur wenig gesagt werden. Die Foren und Reviews sind voll von diesem Manko, den auch der 2.0er Patch nicht behebt. Ich hab keine Ahnung ob du ihn nicht hattest, oder er dir einfach nicht aufgefallen ist.Damn good coffee hat geschrieben:@ Brakiri
Ich hatte nie Probleme mit den Kommandos beim Witcher 2. Und ich finde es deutlich besser, dass man jetzt was beeinflussen kann. Allein die Veränderung der Zauber ist ein Riesengewinn. Und Standard ist das System allein aufgrund der Schwierigkeit der Kämpfe nicht.
Auf jeden Fall war das Pokergame im ersten Teil wesentlich schöner und auch nützlicher. Die Minigames im Witcher 2 haben sich so billig angefühlt wie die aus Two Worlds 2.Pokern fand ich in beiden Spielen nicht so toll. Im ersten habe ich viel gepokert, weil das im early game die mit Abstand beste Einnahmequelle war. Was da aber besser gelöst war, war die Tatsache, dass sich die Pokerquest über das ganze Spiel hinweg zog.
Naja, das sehe ich nicht so. Für mich waren die Mankos von ME2 recht deutlich zu sehen. Fakt ist ja, dass sie fast alles einfach rausgeschnitten haben, was sie meinten in ME1 nicht optimal umgesetzt zu haben.
Dennoch sind viele der Kritikpunkte, die sich sowohl der Witcher 2 als auch ME2 im Vergleich zu ihren Vorgängern anhören müssen, oft verlogen und gelegentlich an den Haaren herbei gezogen, wobei das bei ME2 noch deutlicher ist, da sich die beiden Teile viel stärker ähneln als es bei den Witchern der Fall ist.
Die Mankos die ME2 im Vergleich zum ersten Teil hat, beschreibt Jörgs Test meiner Meinung nach recht gut.
Wenn du diese Punkte nicht als Mankos empfindest, ist das ok, das bedeutet aber nicht, dass sie an den Haaren herbeigezogen sind, sondern das sie eben andere Leute mehr stören als dich.
Denke das sollte man unterscheiden.
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Damn good coffee
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@ Brakiri
Mir geht es dabei stark ums Kampfsystem und den RPG Anteil. Das Kampfsystem war in ME1 kaum anders, nur eben noch lahmer und mit deutlich langweiligeren Gegnern. Die RPG Anteile waren in ME1 auch rudimentär und teilweise grauenvoll umgesetzt (Inventar). Nur weil ME2 kein Inventar (fand ich auch nicht so toll) und weniger Fähigkeiten hatte, macht das ME1 noch lange nicht zum supertiefen Muster-RPG. Aber genau den Eindruck bekommt man beim Lesen vieler Posts zu diesem Thema.
Mir geht es dabei stark ums Kampfsystem und den RPG Anteil. Das Kampfsystem war in ME1 kaum anders, nur eben noch lahmer und mit deutlich langweiligeren Gegnern. Die RPG Anteile waren in ME1 auch rudimentär und teilweise grauenvoll umgesetzt (Inventar). Nur weil ME2 kein Inventar (fand ich auch nicht so toll) und weniger Fähigkeiten hatte, macht das ME1 noch lange nicht zum supertiefen Muster-RPG. Aber genau den Eindruck bekommt man beim Lesen vieler Posts zu diesem Thema.
- Brakiri
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Da würde ich zustimmen. Inventar und Fähigkeiten waren auch im ersten Teil nur sehr rudimentär ausgebaut, und haben für mich wenig beigetragen, um mehr RPG hinzuzufügen.Damn good coffee hat geschrieben:@ Brakiri
Mir geht es dabei stark ums Kampfsystem und den RPG Anteil. Das Kampfsystem war in ME1 kaum anders, nur eben noch lahmer und mit deutlich langweiligeren Gegnern. Die RPG Anteile waren in ME1 auch rudimentär und teilweise grauenvoll umgesetzt (Inventar). Nur weil ME2 kein Inventar (fand ich auch nicht so toll) und weniger Fähigkeiten hatte, macht das ME1 noch lange nicht zum supertiefen Muster-RPG. Aber genau den Eindruck bekommt man beim Lesen vieler Posts zu diesem Thema.
ME2 hat genug andere, "reale" Schwächen über die man diskutieren kann.
Kampfsystem hat in Teil 2 etwas mehr "geflutscht", aber "spannender" fand ich den Kampf dadurch ehrlich gesagt nicht.
- Aurellian
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Seh ich ähnlich. Mir haben zwar sowohl ME1 als auch ME2 sehr gut gefallen, aber die "Spannung" im Kampfsystem hat sich leider oft auf die Frage beschränkt, ob sich meine Squadmitglieder dank der hervorragenden KI in den ersten Sekunden des Kampfes umhauen lassen und ich mich mit allem rumschlagen muss oder ob sie tatsächlich mal nützlich sind. Wenn sie das Kampfsystem endlich gut hinkriegen würden, wäre das top. Bei der Story gehe ich davon aus, dass sie das Finale schon hinkriegen werden und sich nicht wie im zweiten Teil irgendwie durchwurschteln.Brakiri hat geschrieben:Da würde ich zustimmen. Inventar und Fähigkeiten waren auch im ersten Teil nur sehr rudimentär ausgebaut, und haben für mich wenig beigetragen, um mehr RPG hinzuzufügen.
ME2 hat genug andere, "reale" Schwächen über die man diskutieren kann.
Kampfsystem hat in Teil 2 etwas mehr "geflutscht", aber "spannender" fand ich den Kampf dadurch ehrlich gesagt nicht.
Aber über alledem schwebt für mich sowieso die Origin-Frage
