Alt? Bin selber 25

Und ich freu mich einfach drauf, ganz einfach ist das. Ich will ja niemanden den Tag vermiesen mit meiner Vorfreude

Also habt Geduld mit mir. Ich weiß sehr wohl selbst wie es um die Spielekultur bestellt ist, aber ich denke auch dass sehr sehr viele Zyniker von heute mit etwas zuviel Idealismus zurück blicken und dadurch vielleicht nur die guten Dinge in Erinnerung behalten. Ich muss nur an die Natürlichkeit dessen erinnern, was funktioniert -> es funktioniert das, was sich bewährt hat. Shooter sind nach jahrzehnten immer noch mit das beliebteste Genre. Aber inzwischen hat sich das Klima und die Spielmechanik geändert? Wieso? Weil das Alte anscheinend nicht mehr gut genug war.
Wer sich über Auto-Health und Levelschläuche aufregt hat mit Serious Sam eine klassisch altbackene Mechanik in gar nicht so übler Optik und ohne viel Anspruch. Schon gespielt?
Dass es jährlich ein neues COD gibt bestätigt auch, dass sich Levelschläuche mit gescripteten Events bewährt hat. Ist das so schlimm? Manche genießen solche Spiele eher wie einen Film und sind durch große Effekte und Krawumms an allen Ecken eben begeistert. Ich war anno dazumal begeistert von Medal of Honor einfach weil ich Soldat James Ryan geil fand und das nachspielen wollte, und das Game kam dem eben am nächsten. Später dann auch CoD.
Klar gibt es für manche Leute noch "echte Shooter" á la Quake, und dann wird stolz ein hardcore-Speedrun mit Superaim-Skill und In-und-Auswendig-Kennen der Levels gezeigt (von anderen Spielern wohlgemerkt) und als gute alte Zeit dargestellt. Wahr im Kern, aber es wird auch übersehen dass vll 1% aller Spieler diesen Skill erreichen können, und auch nur wenn man Stunden um Stunden damit zu bringt. Mir ging es mit Perfect Dark früher genauso. Ich hab es etliche Stunden gezockt und irgendwann wie ein Motherfucker durch die Level geheizt und Dark Sims gebumst. Tolles Gefühl, geiles Game.
Aber warum soviel Gemecker? Warum so viel Zynismus? Warum nicht einfach mal wieder Quake einschmeißen und freuen? Achja, da kommen dann wieder Erinnerungen hoch was dann nicht so ganz toll war am Game. Ja, auch alte Klassiker hatten ihre Macken und Fehlerchen.
Ich glaube ganz einfach dass das ganze meckern einfach nur teil unserer Kultur geworden ist. Es ist ja okay auf dem Weg zu Verbesserung, aber häufig sehe ich wenig angebrachte Kritik und viel mehr Geflame, Getrolle und uninformierte Plapperei. Gibt anscheinend viele gebrannte Kids hier in unserer Gesellschaft, wo es sonst keine Probleme gibt, dass man sich so aufregen kann über gewissermaßen Lappalien.
Und um den Bogen zu Skyrim zurück zu schlagen: von allem was ich bisher gesehen hab (und dazu gehören sowohl vom Entwickler preisgegebenes Material als auch eigenständig angespieltes Material plus zig Meinungen von unabhängigen Spieletestern und -journalisten die bereits freie Hand im Game hatten) kann ich nur sagen dass ich einfach nur das Gefühl hatte dass Bethesda auf die Stimmen in der Community gehört hat, versucht es allen irgendwie recht zu machen (und das ist einfach eine Scheiß Arbeit!) und sich von der Modderszene auch einige gute Dinge abgeschaut hat.
Kann man es jedem recht machen? Natürlich nicht. Aber man kann ne scheiß Arbeit und viel Blut und Schweiß in ein Stück Software investieren und das sieht man dem am Ende auch an. Und man sieht es Skyrim an.