DLC: Die Hälfte der Konsolenbesitzer greift zu

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PixelMurder
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Beitrag von PixelMurder »

MaxxSchmerz hat geschrieben:Das es keine Mod-Unterstützungen mehr gibt, verstehe ich sowieso nicht. Ich meine, es gibt genug Idioten, die überteuerten DLCs kaufen würde, selbst wenn es von Fans gemachte Mappacks gibt. Nehmen wir z.B. die Fallout-Reihe: Trotz Mods werden auch die DLCs gut verkauft.
Es ist kein bisschen idiotisch, sich trotz Mods auch DLCs zu kaufen und dafür ist Fallout ein gutes Beispiel.

Erstens fügen DLC neue Inhalte hinzu, die richtig hochwertig sein können und das nicht nur für den Endverbraucher. Auch Modder nutzen Assets aus DLCs und nicht nur Waffen und Klamotten, sondern auch Architektur, Einrichtungen, Gegner, Sound-Files, usw. Diese Mods setzen dann die offiziellen DLC voraus.
Zum anderen stossen Modder an Grenzen, wenn es um voll vertonte Dialoge und komplexe Quests geht. Mods werden zwar mit dem selben Tool gemacht, mit dem das Original-Spiel erstellt wurde, aber da fehlt es dann an Know-How, Zeit und Geld. Es gibt zwar einige Gross-Mods, die mit Tonstudio und guten Sprechern erstellt wurden, aber dafür findest du dann garantiert keine deutsche Lokalisation.

Edit:
Es soll übrigens auch noch Hersteller und Gamer geben, die sich nicht gegenseitig als Feind betrachten, faire Geschäfte miteinander betreiben und gegenseitig Respekt und Dankbarkeit empfinden.
Zuletzt geändert von PixelMurder am 20.10.2011 16:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Sevulon
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Beitrag von Sevulon »

MaxxSchmerz hat geschrieben:
Sevulon hat geschrieben:II. Das Spiel ist komplett, so wie es in den Handel kommt. Alles andere sind Extras. Wer mit dem Umfang nicht zufrieden ist der kauft es nicht, oder wartet bis es billiger wird. Jeder entscheidet selbst wieviel ihm ein Produkt wert ist und ab welchem Preis er zugreift.
:lol:
Ja, ja. Bei Assassin's Creed 2 und L.A. Noire war das aber nicht so. Da wurden fertige Inhalte bewusst entfernt und als DLC veröffentlicht. So viel zum Thema komplett. :roll:
Wenn du mein Posting weder liest noch verstehen möchtest, dann musst du auch nicht irgendwas daraus zitieren und darauf antworten..
Die "II" steht da nicht umsonst. Teil I und III gehören genau so zum Posting und erläutern dir das, was du kommentiert hast nämlich bereits.
[Shadow_Man]
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Beitrag von [Shadow_Man] »

Das Einzige was sie damit erreicht haben: Ich kauf mittlerweile 80-90% meiner Spiele als Low-Budget Version.
Meistens diese sogenannten Game of the Year Editionen, bei denen man alles in einem Paket bekommt.
Wenn bei einem Spiel z.B. im voraus schon von DLCs palavert wird, dann kauf ich mir das erst gar nicht gleich, sondern warte auf so eine Version.
Da hat man nicht nur gleich alles zusammen, sondern spart auch bei manchen Spielen 40-50 Euro. Ich möchte auch einfach nur einmal bezahlen und alles zusammen haben, daher das Warten auf diese Versionen. Dadurch lohnt es sich immer weniger eigentlich, so ein Spiel zum Release zu kaufen, da ärgert man sich meist nachher nur.
Sollten irgendwann alle Spiele mit DLCs sein, dann werden eben nur noch Game of the year Editionen gekauft und keins mehr sofort zum Release.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

[Shadow_Man] hat geschrieben:Das Einzige was sie damit erreicht haben: Ich kauf mittlerweile 80-90% meiner Spiele als Low-Budget Version.
Meistens diese sogenannten Game of the Year Editionen, bei denen man alles in einem Paket bekommt.
Wenn bei einem Spiel z.B. im voraus schon von DLCs palavert wird, dann kauf ich mir das erst gar nicht gleich, sondern warte auf so eine Version.
Da hat man nicht nur gleich alles zusammen, sondern spart auch bei manchen Spielen 40-50 Euro. Ich möchte auch einfach nur einmal bezahlen und alles zusammen haben, daher das Warten auf diese Versionen. Dadurch lohnt es sich immer weniger eigentlich, so ein Spiel zum Release zu kaufen, da ärgert man sich meist nachher nur.
Sollten irgendwann alle Spiele mit DLCs sein, dann werden eben nur noch Game of the year Editionen gekauft und keins mehr sofort zum Release.
Geh bloß weg, Du olle Stimme der Vernunft, Du! Dich wollen wir hier gar nicht haben. Kusch, kusch!
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Sevulon hat geschrieben:Noch so einer. Meine Güte.. erschreckend, wie manche Leute sowas nicht nur schreiben, sondern auch noch glauben können. Das ist auf sovielen Ebenen nicht nur falsch, sondern schlichtweg dumm - und das nicht nur, weil damit Drogenprobleme, Abhängigkeit von harten Drogen sowie Drogendealer massiv verharmlost werden, indem man sie auf die gleiche Stufe mit einem Freizeithobby stellt, das eigentlich niemanden schadet. Habt ihr überhaupt eine Ahnung, was Abhängigkeit bedeutet? Wenn man im Sinne von Godwins Law keinen Vergleich mit Hitler ziehen kann, müssen halt Drogendealer her, oder wie? Ist das eigentlich euer ernst?
Nun, komplett zu ignorieren, dass es tatsächlich emotionale Abhängigkeit vom "Freizeithobby" geben kann, hilft auch keinem der Betroffenen.
Es *gibt* Leute, die nach Videospielen süchtig sind.
Nur weil dahinter keine physische Abhängigkeit wie bei Tabak steht, bedeutet das nicht, dass es das nicht gibt.

Zudem geht Deine Rage an dem vorbei, was Kajetan ausdrücken wollte. Er meint damit "nur" den Teil Menschen, die ein neues Spiel sofort und am besten Gestern haben wollen/müssen. (Und dann meckern, dass sie das Spiel nicht einen Tag vor Release aktivieren können.) Die Leute, die für CoD und WOW vorm Saturn campieren. Für die Videospiele mehr als nur ein Freizeithobby zu sein scheint.
Natürlich kann man die nicht alle über einen Kamm scheren und da sind auch nicht alle in dem Maße von betroffen, als dass sie der realen Welt sonst nicht entfliehen (im Sinne von positiv Abschalten) können.
Aber bei Vielen zeigen sich halt ähnliche Symptome. Angefangen von "Ich muss das jetzt haben, wann kommt das endlich???????" bis hin zum Selbstbetrug "Ich finde es doch toll, dass Gängelfeature X drin ist, das hebt mein Spielerlebnis".
Zudem sagt er "Been there, done that". Er hat Verständnis dafür, dass man sich so verhält, weil man halt ein wenig in dieser "Abhängigkeit" steht, weil Videospiele halt die geilste Freizeitbeschäftigung seit Doktorspielen sind.
Und man kann nicht von der Hand weisen, dass die Publisher genau mit diesen Emotionen das Geld machen. Guck Dir das Marketing doch an, was da rein gesteckt wird. Alles nur, um Dir mitzuteilen, wie supertoll das alles wird, wenn Du nur schnell genug dabei bist.
Dazu gehören auch so Dinge wie "Kaufe X, um bei der als Beta getarnten Demo von Y dabei zu sein" und Preorder Boni.
Die machen das nur, damit in den ersten paar Tagen gigantische Verkaufszahlen da stehen und dann vergessen sie ihr Produkt und die Kunden. (Jedenfalls die Triple A Publisher)

Und dass das Freizeithobby niemandem schadet, dazu haben unsere anständigen Bürger auch eine ganz eigene Meinung. ;)
PixelMurder
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Beitrag von PixelMurder »

Einige Leute kennen wohl die Definition von Begriffen wie Handel und Diensleistung nicht. Sorry, nicht jeder, der einem andern was verkauft, ist ein Arsch und nicht jeder, der kauft, ist ein Idiot und nicht jedes Produkt ist Verarrsche. Gibt es was daran auszusetzen, dass Händler mit Emotionen die Nachfrage ankurbeln wollen? Schon mal eine Zahnpasta-Werbung gesehen? Da wird man nicht nur durch Dr.Best angefixt und belogen, nein, da wird auch noch der Wunsch der Leute nach Zahn-Hygiene schamlos ausgenutzt ;)
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

PixelMurder hat geschrieben:Einige Leute kennen wohl die Definition von Begriffen wie Handel und Diensleistung nicht. Sorry, nicht jeder, der einem andern was verkauft, ist ein Arsch und nicht jeder, der kauft, ist ein Idiot und nicht jedes Produkt ist Verarrsche. Gibt es was daran auszusetzen, dass Händler mit Emotionen die Nachfrage ankurbeln wollen? Schon mal eine Zahnpasta-Werbung gesehen? Da wird man nicht nur durch Dr.Best angefixt und belogen, nein, da wird auch noch der Wunsch der Leute nach Zahn-Hygiene schamlos ausgenutzt ;)
Uh, ich habe ein dermaßen gespaltenes Verhältnis zum Marketing im Allgemeinen, Du könntest mich triggern. ;)

Es gibt bei allem Grenzen, das ist der Witz. Im "normalen" Leben sind das so Dinge wie Light Produkte oder ca. die Hälfte, auf dem Bio oder Öke steht.
Das ist pure Verarsche aus Profitgier, die (gerade bei Light) auf dem Unglück der einzelnen Personen aufbaut.
(Der Rest - wie Cerialien - ist einfache Verarsche ;))

Bei Videospielen wurde der Punkt überschritten, an dem jedes Streichen eines Features oder Implementierung einer Gängelung als "Verbesserung des Spielerlebnisses" angekündigt wurde.
Alleine dadurch, dass jeder genau diesen Ausdruck nutzt, war mir klar, was davon zu halten ist.
Sehr schön dann auch die Aussage eines id Mitarbeiters, der sich gefreut hat, dass Blizzard mit D3 den Always Online DRM einführt, weil er sich davon verspricht, dass genug Diablo "Süchtige" das Nutzen und sich diese Form des DRM dann langsam eingewöhnt.
So wie man einen SP Online Pass halt mit Batman einführt, weil das so viele Leute haben wollen.

Hier werden Systeme eingeführt, die den Zugang des Kunden zum Produkt begrenzen sollen. Ob das für das jeweilige Spiel Sinn hat, ist schon lange uninteressant.
Wozu (spielerisch!) hätte die Rage Kampagne z.B. eine permanente Onlineanbindung gebraucht?

etc. pp. Mag mich nicht aufregen. ;)
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superboss
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Beitrag von superboss »

naja die meisten DLC sind halt zu kurz, bieten zu wenig Eigenständiges und sind zu teuer.
Wobei es natürlich auch mal DLC gibt, über die ich mich freue aber ich bin eben auch nur ein Mensch (oder was Ähnliches)

Aber Wochen später irgendendeinen hinzugefügten (oder vorher entfernten) Level eines schon längst durchgespielten Games durchzurattern (noch ein paar Orks kloppen), find ich irgendwie meistens ziemlich deprimierend.

Aus diesen Gründen wäre ich sogar für kritische Tests von DLC. Das würde lustige Wertungen geben.
(Natürlich nur wenn die Magazine ihre ehrliche Meinung sagen und nicht ihre "wir tun im Interesse unserer Kunden so , als wenn es uns interessieren und begeistern würde" Masche abziehen)
howtodeleteacc
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Beitrag von howtodeleteacc »

Sevulon hat geschrieben:III. Spiele sind billig. Der Preis von Videospielen ist seit dem guten alten NES ziemlich gleichbleibend, während fast alles andere teurer wurde. Tatsächlich kriegt man heute Spiele sogar billiger als früher, sei es aus dem Ausland oder weil sie wesentlich schneller im Preis fallen. Gleichzeitig werden die Entwicklungskosten aber in vielen Fällen immer teurer. DLCs mögen für manche eine Art versteckte Preiserhöhung sein [wenn man Punkt I ausklammert], wäre aber völlig legitim. Lieber zahle ich den jetzigen Preis für ein neues Spiel und bekomm dann noch 2 DLCs für ca. 5 €/Stück hinterhergeschmissen, bei denen ich mir frei überlegen kann, ob ich diese noch möchte, als dass ich direkt eine Preiserhöhung von 10 € mehr bezahlen muss, wo diese Inhalte schon enthalten sind.
Nun ja, die Entwicklungskosten sind höher aber auch der potenzielle wie auch definitive Umsatz. Wenn ich grob nach VGA gehe haben sich weltweit bisher 50 millionen SNES verkauft (20 Jahre!). Ebenso haben sich ca. 52/53 Millionen Wunderbare PS3 bzw. Mistbox360 (Siehe meine Signatur :) ) verkauft (5 bzw. 6 Jahre). Die Vervreitung des PCs ist auch sehr viel höher als Anfang der 90er. Anders wären höhere Produktionskosten nicht zu erklären bei gleichbleibenden VK Preisen ;)
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Sevulon
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Beitrag von Sevulon »

Sir Richfield hat geschrieben:Nun, komplett zu ignorieren, dass es tatsächlich emotionale Abhängigkeit vom "Freizeithobby" geben kann, hilft auch keinem der Betroffenen.
Es *gibt* Leute, die nach Videospielen süchtig sind.
Nur weil dahinter keine physische Abhängigkeit wie bei Tabak steht, bedeutet das nicht, dass es das nicht gibt.
Ja, mag sein. Es gibt auch Leute, die nach Schokolade süchtig sind. Der Unterschied ist: Bei Drogen wird eigentlich jeder süchtig, der sie nimmt. Außerdem sind die Folgen wesentlich härter. Bei Videospielen ist der Prozentsatz so minimal, dass das Problem eigentlich nicht bei den Spielen zu suchen ist [sonst würden ja die meisten Leute süchtig werden], sondern beim Spieler [offenbar muss schon eine Störung vorliegen, damit dies überhaupt auftreten kann]. Das ist wie beim Amoklauf. Es mag durchaus vorkommen, dass ein Spiel wie CoD tatsächlich etwas bei einem psychisch Kranken triggert, das ganze doch mal im echten Leben nachzustellen. Da ist - und da sind wir uns im Forum vermutlich einig - aber auch nicht das Spiel schuld.

Entsprechend finde ich es recht dreist Spieleentwickler mit Drogendealern zu vergleichen. Es möchte hier ja auch keiner eine Debatte in den Medien erleben, in der man Videospiele mit Drogen vergleicht und verbieten sollte. Ein solcher Vergleich ist einfach nur unüberlegt und geht Meilenweit am Ziel vorbei - denn sollte ihn tatsächlich jemand ERNST nehmen, können wir unser Hobby alsbald begraben.
Zudem geht Deine Rage an dem vorbei, was Kajetan ausdrücken wollte. Er meint damit "nur" den Teil Menschen, die ein neues Spiel sofort und am besten Gestern haben wollen/müssen. (Und dann meckern, dass sie das Spiel nicht einen Tag vor Release aktivieren können.) Die Leute, die für CoD und WOW vorm Saturn campieren. Für die Videospiele mehr als nur ein Freizeithobby zu sein scheint.
Ich sehe trotzdem nicht, wie diese Spieler ausgebeutet werden. Ja, ich fieber auch gelegentlich dem Release eines Spiels entgegen. Und jetzt nehmen wir mal an, ich bekomm ein Spiel ein paar Tage vorher und es lässt sich nicht aktivieren. Wo ist da jetzt die Ausbeute? Bietet der Hersteller den Leuten jetzt die Option an "Hey, für 10 € könnt ihr das Spiel heute schon aktivieren"?

Und ein Boni wie "Kaufe bis zum Tag X und erhalte dafür Y" ist ein ganz normales Marketingkonzept, das in allen möglichen Branchen genutzt wird. Frühbucherrabatt im Reisebüro, Sonderausstattung beim Autohändler, Extrazubehör beim Teleshop.. da sehe ich nicht die Ausnutzung einer angeblichen emotionalen Abhängigkeit. Der Kunde kriegt halt ein bisschen was dazu, damit ihm die Überlegung leichter fällt. Im Endeffekt kriegt er dadurch ja sogar mehr für sein Geld [auch wenn der Preis natürlich fällt je länger er wartet - aber das ist ebenfalls ein ganz normaler Marktverlauf]

Die Ausnutzung von Abhängigen wäre vielmehr, wenn ich am Release keine Boni drauflegen würde, sondern stattdessen einfach das Doppelte verlange.
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Beitrag von An00therNob »

habs schon öfters gesagt , wiederhole es aber gerne :

KAUFT KEINE SCHEIß DLCs, damit unterstützt ihr nur diese affen politik das spiele als "kit" wie ikea möbel vertickt werden asnstatt komplett verkauft zu werden !!!

DLC = NO THX

wer den scheiß mitmacht ist meiner meinung nach ********
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Sevulon hat geschrieben:Ein solcher Vergleich ist einfach nur unüberlegt und geht Meilenweit am Ziel vorbei - denn sollte ihn tatsächlich jemand ERNST nehmen, können wir unser Hobby alsbald begraben.
AD&D Spieler waren alle Satanisten, Egoshooter sind eh des Teufels, GTA ist ein Cop Killer Simulator... Hat unserem Hobby nie geschadet.
Kotroverse und Ignoranz der Unbeteiligten muss man einfach abkönnen.
Ich sehe trotzdem nicht, wie diese Spieler ausgebeutet werden. Ja, ich fieber auch gelegentlich dem Release eines Spiels entgegen. Und jetzt nehmen wir mal an, ich bekomm ein Spiel ein paar Tage vorher und es lässt sich nicht aktivieren. Wo ist da jetzt die Ausbeute? Bietet der Hersteller den Leuten jetzt die Option an "Hey, für 10 € könnt ihr das Spiel heute schon aktivieren"?
Kommt drauf an - würdest Du zahlen? ;)

Ausbeuten ist in der Tat das falsche Wort. Aber man kann sagen, dass die Publisher die Latte immer höher legen und der Großteil der Kunden sie mit Freuden jedesmal überspringt.
Und ein Boni wie "Kaufe bis zum Tag X und erhalte dafür Y" ist ein ganz normales Marketingkonzept, das in allen möglichen Branchen genutzt wird. Frühbucherrabatt im Reisebüro, Sonderausstattung beim Autohändler, Extrazubehör beim Teleshop.. da sehe ich nicht die Ausnutzung einer angeblichen emotionalen Abhängigkeit.
Ich sehe da keinen Zusammenhang zu immateriellen Gütern. ;)
Aber der Vergleich hinkt tatsächlich weniger, als man denkt.
Was fehlt ist halt der Shop der die All Inclusive Packung anbieten kann.

Vielleicht hast Du aber auch recht und ich bin einfach zu zynisch.
Mir kommts halt so vor, als könnte ich die Farbe des Sackes wählen, in dem die Katze steckt (wasn Zusammenhang, Sir...)
Die Ausnutzung von Abhängigen wäre vielmehr, wenn ich am Release keine Boni drauflegen würde, sondern stattdessen einfach das Doppelte verlange.
War's Kotick, der sagte, er würde auch 100,-€ für ein Spiel verlangen, wenn die Kunden es zahlen würden?
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Sevulon
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Beitrag von Sevulon »

Jeder Anbieter verlangt soviel wie der Kunde bezahlt. So entsteht schließlich der Marktpreis ;)