Kajetan hat geschrieben:Zudem ja niemand davon redet jetzt keine Computer mehr zu benutzen. Man sollte sich aber bewusst machen, woher diese Teile eigentlich kommen, was im Rest der Welt alles passiert, bis ich so ein Teil in den Händen halten kann. Nur, weil man im Moment konkret nichts tun kann, um diese Situation zu verändern, heisst das noch lange nicht, dass man einfach die Augen verschliesst und das alles verdrängt. Bewusst machen ist der erste Schritt zur Veränderung. Wer verdrängt, der will nichts ändern.
/sign
The Scooby hat geschrieben:Es ist schon ein Unterschied ob ein Mensch stirbt, der in seinem Leben nichts erreicht hat, oder eben so ziemlich alles. Die meisten Menschen nutzen ihre Potentiale und Möglichkeiten nicht. Daher finde ich diese Aussagen "nur ein Mensch" fragwürdig.
Aha. Ein Mensch, der seine geschäftlichen Potentiale nicht nutzt, ist also weniger betrauernswert?
Sprich:
- Jemand, der den Haushalt führt und für die Erziehung der Kinder sorgt, während der Partner Geld verdient, kann ruhig krepieren - hat ja nichts "sinnvolles" geleistet?
- Jemand, der in der dritten Welt in einem Krisengebiet lebt, wo das nackte Überleben bis zum nächsten Tag schon ein Gottesgeschenk ist - den braucht man nicht zu bedauern?
- Jemand, der sein Leben total umkrempelt und sich ausschliesslich für Natur und Umwelt einsetzt, ohne großartig bekannt dabei zu werden - auch nicht?
- Jemand, dem Familie und Freunde wichtiger sind als Arbeit und wirtschaftlicher Erfolg ...?
...
Ich bedauere nur den Tod meiner Verwandten und Bekannten. Für Menschen, die ich nicht persönlich getroffen habe, empfinde ich nichts besonderes.
Sicher, Tod ist immer das Lebensende (welch Plattitüde) und als solches je nach Umständen grausam oder eine Erlösung - aber der Tod eines Steve Jobs betrifft mich nicht persönlich. Irgendwann muß jeder gehen.