Beam02 hat geschrieben:Paranidis68 hat geschrieben:
Kurz Allgemein noch was.
EA will und wollte Steam loswerden, weil sie schon von Anfang an die Dollarzeichen im Auge hatten. Genauso wars mit dem Online Pass, wo die Diskussion in einem anderen Thread wieder neu entfacht ist.
Der Laden stinkt zum Himmel. Und wenn die Leute jetzt nicht aufpassen, dann wächst da was ganz böses.
Wer kommt dann danach...Ubisoft...
So wird man gezwungen immer mehr Platformen und Accounts und Bindungen zu benutzen. Und genau das wollte doch keiner, weil es ja alles so einfach werden sollte. Geht schon los hier, dass der Kapitalismus das Boot schon schaukeln lässt.
Der Preis dieses "Alles in einer Hand"-Konzepts ist dann auf der anderen Seite aber so ein Quasi-Monopol, wie man es mit Steam hat. Insofern würde ich mir sogar wünschen, dass EA mit Origin ernsthaft in dieser Richtung aktiv wird. Und wenn noch weitere Majors auf diesen Markt dringen, warum nicht? Für uns Kunden kann es dadurch nur besser werden.
Oder, ein ganz neuer Ansatz, der Verbraucherschutz schaltet sich ein. Computerspiele sind eine relativ außergewöhnliche Handelsware. Man kann durch sie technisch Kundenkontrolle erreichen, welche man nur bei wenigen anderen Waren hat. Der Publisher kann Preise festlegen, da die einzigen Gameshops, die anscheinend Konkurrenzkampf betreiben, die englischen sind. Und nicht zuletzt, der Publisher ist immer der einzige, der bestimmt, was letztlich an Malware verpflichtend auf der Scheibe landet, und da es nur einen Publisher pro Spiel gibt und für ein Spiel selten wirklich vergleichbare Produkte existieren (Bei anderen Waren gibts ja dasselbe in tausendfacher Ausführung), muss man entweder auf den Kauf verzichten oder in den sauren Apfel beißen. Insofern ist jedes Spiel ein kleines Monopol.
Ich kann mit den aktuellen Preisen und einer gemäßigten DLC-Politik leben, aber der Rest ist oftmals frech. Insbesondere, weil bei jeder anderen Ware mit derlei Möglichkeiten, die mir einfallen würde, es eine Alternative gibt (zum Beispiel Prepaid-Karte statt Vertragshandy). In deutschland und allgemein in der EU haben wir für jeden Scheiss Normen, Regeln, Sicherheits- und Qualitätsbestimmungen. Im Spielemarkt hingegen kann jeder machen was er will. Nicht dass ich Qualitätsstandards für Spiele fordere, aber ich denke dennoch dass Online-Aktivierung, Onlinezwang, Spyware, Accountbindung und insbesondere Kopierschutz oder sinnlose Community-Features, welche das Spiel verbuggen (Ja, ich meine dich G4WL) bestenfalls freiwillig sein sollten. Wer Steam nutzt, solls nutzen, von mir aus auch Erfolge sammeln, Freunde finden usw. Wer Spaß daran hat, sein Spiel registrieren zu lassen, von mir aus, jedem das Seine. Ich hab per se nichts gegen technischen Fortschritt, doch möchte ich selbst entscheiden, ob ich mir diesen antue oder doch lieber dabei bleibe, mir schöne CD oder DVD-Versionen mit Hülle und möglichst Handbuch, womöglich noch Artbook und Poster, Statue etc. zu kaufen und in mein eigens eingerichtetes Spieleregal zu stellen. Heute frage ich mich jedoch, wenn ich Deus Ex Human Revolution kaufe, nur um dann bei Steam einen Code eingeben zu müssen und anschließend mehrere Stunden zu warten, da die halbe Installation anscheinend übers Internet läuft, wozu ist dann die DVD noch gut?
Ich weiß, dass sich der Verbraucherschutz beizeiten einschaltet, ist eine Utopie, aber ebenso, dass Origin Konkurrenz in die Sparte bringt. Man darf doch wohl noch hoffen dürfen.
Oh, übrigens werde ich mir Battlefield 3 nicht zulegen, da ich bereits Battlefield 2 habe, und ist das Gleiche, nur ohne Origin.