gc-Eindruck: Diablo III

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Flummoxed
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Beitrag von Flummoxed »

Tja, schade drum. Bis etwa vor einem Jahr hab ich mich noch halbwegs drauf gefreut, aber mittlerweile werden mir die negativen Punkte zu diesem Spiel doch ein bisserl viel.
Echtgeld-AH, Skilltree-Kahlschlag, Grafik von Anno Tut...
Der Letzte Tropfen war allerdings, dass Blizz es geschafft hat, Onlinezwang anzukündigen und als etwas für den Spieler Positives hinzustellen. Dass es genügend Leute gibt, die dieser PR-Lobotomie tatsächlich erliegen, zeigen einige Beiträge hier in diesem Thread sehr deutlich. Das macht einem richtig Mut für die Zukunft...
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Wigggenz hat geschrieben:
Riddim hat geschrieben: Jawohl, die dämlichen Spieleentwickler sind so dumm, das sie mit ihrer Blödheit mehr Geld verdienen als du dir jemals vorstellen kannst.
Das meiste Geld verdienen hauptsächlich nicht die Entwickler, sondern die Publisher wie Bobby Kotick.

Ich glaube kaum, dass ein Spieleentwickler soo viel besser lebt als ein Normalbürger.
das kommt wie immer darauf an bei welchem Entwickler man in welcher Position arbeitet.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Boesor hat geschrieben:das kommt wie immer darauf an bei welchem Entwickler man in welcher Position arbeitet.
Klar, mein Chef verdie... bekommt auch mehr Geld als ich.

Aber die Zeiten, in denen Entwickler! sich Ferrariflotten leisten konnten, sind vorbei. Auch die "Führungspositionen" werden im Allgemeinen nicht gerade fürstlich entlohnt.
Und wie es hier in Deutschland aussieht, willst Du gar nicht wissen.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: Aber die Zeiten, in denen Entwickler! sich Ferrariflotten leisten konnten, sind vorbei. Auch die "Führungspositionen" werden im Allgemeinen nicht gerade fürstlich entlohnt.
Das kommt darauf an :)

Wenn Du einen Businessplan aufstellst, in dem die Begriffe Social Gaming, Facebook, Browser Games, Web 2.0, Free2Play, und Item-Shop mehrere dutzend Mal strategisch verteilt sind, dann wird Dir zur Zeit das Geld nur so in den Allerwertesten geschoben, dass Du als Geschäftsführer einen fetten Ferrari fahren UND Deinen Angestellten (zumindest solange die Investorengelder fliessen) sogar anständige Gehälter zahlen kannst, wenn Du kein durch und durch egoistisches Arschoch bist.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Sir Richfield hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:das kommt wie immer darauf an bei welchem Entwickler man in welcher Position arbeitet.
Klar, mein Chef verdie... bekommt auch mehr Geld als ich.

Aber die Zeiten, in denen Entwickler! sich Ferrariflotten leisten konnten, sind vorbei. Auch die "Führungspositionen" werden im Allgemeinen nicht gerade fürstlich entlohnt.
Und wie es hier in Deutschland aussieht, willst Du gar nicht wissen.
och, bei crytek scheinen ja auch schon einige nette autos auf dem parkplatz gesichtet worden sein.
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Nik_Cassady
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Beitrag von Nik_Cassady »

Aus Sicht eines Spielers mit einer mittelgroßen Gilde im Rücken:

ich freu mich drauf wieder mit Freunden im TS abzuhängen und einfach nur zu daddeln. Hier spielt für mich ganz klar die soziale Komponente die größte Rolle. Ein, zwei Stunden zocken, ein paar Level aufsteigen und der Feierabend ist gerettet *g*

Das EchtgeldAH war irgendwie abzusehen, oder nicht? Mit welcher Energie die Goldverkäufer z.B. in WoW vorgehen ist schon erstaunlich: aus den Leichen von Stufe 1 Charakteren einen Schriftzug zu bilden ist schon jehnseits von Gut und Böse. Da gegen zuhalten stell ich mir als Sysiphusarbeit vor.

Mal sehen ob diese "regulierte" Tauschbörse es Blizzard erleichtert diverse illegale Transaktionen im Zaum zu halten.

PS: Nach vielen Jahren MMORPGs und dem Zusammentreffen mit zu vielen fotm-Wellen, exploitern, cheatern etc. nehm ich meine Mitspieler in MMORPG kaum noch als Konkurrenz wahr. Wenn sich also Spieler xy für 50 Öcken items kaufen will - nur zu.
Blackberry
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Beitrag von Blackberry »

"Zum Thema Online-Zwang": In erster Linie kann ich schon mal nicht die Meinung teilen das "Diablo" und damit meine ich Diablo 2 ein Singeplayer game ist und war. Denn der Reiz eines hack in slay liegt wohl als Schwerpunkt seinen Charakter durch gefundene Gegenstände zu verbessern und durch die Möglichkeit mit anderen Spielern zu interagieren, sprich zu handeln, tauschen und gemeinsames Item sammeln einen Langzeitspaßfaktor zu erreichen. Was ich beim besten willen nicht glaube, dass so viele Diablo 2 noch spielen weil sie es im singeplayermodus spielen können.

Nun folgt eine böswillig völlig unötige aber für mich Spaßige Sarkastische Aussage:

Online Zwang alles so scheisse an die negativen Kritiker?!? Ihr schafft es ja auch online zu sein um hier euren Frust in die Welt des WorldWideWeb zu schleudern. Dann nehme ich an seid ihr nicht gerade in ein Internetcafe gerannt weil ihr in der Frankfurter Rundschau gelesen habt das hier diese Thematik diskutiert wird. Sind wir doch mal ehrlich, die meisten dieser "Diablo ist sowas von gestorben für mich" Aussagen beruhen auf die immer wieder kehrende Problematik einer Erfolgreichen aber Moralisch nicht immer Mutter Theresa Geschäftsstrategie eines Unternehmens Namens Blizzard mit Koalition des noch graußameren Partners Activision. Somit wird jede von der Presse negative Schlagzeile als Frust über diese Firmenstruktur wahrgenommen und dementsprechend formuliert. Ja die Leute die sich für das Spiel interessieren haben weit aus mehr gelesen und rechachiert als diejenigen die nur die auf dem ersten Blick negativen Veränderungen gelesen haben.

Ich war skeptisch zunegst, doch habe ich mir Zeit genommen und mir Gedanken über vor und Nachteile gemacht. Ich hatte das besondere Privileg auf der gamescom am Presse Tag anwesend sein zu können, was meine Hoffnung das Diablo 3 ein voller Erfolg wird sehr bestärkt hat.
Es hat sich einfach fesselnd gespielt, wirkte durch die Detailreiche und Liebevoll inzenierte Umgebung auch um einiges düsterer als Diablo 2. Was ja von vielen am Anfang sofort kritiersiert wurde... , vieeeel zu bunt alles WoW Grafik, was absolut nicht der Fall ist. Da kommt Torchlight eher an WoW ran, aber es bleibt ein völlig anderes Genere.


Zum Schluss noch Abschließend ein kleiner Erfahrungsbericht zum Spiel:

So mal eben ein Erfahrungsbericht über Diablo 3 von der Gamescom 11
Bei der angespielten Demo-Version von Diablo handelte es sich um die der BlizzCon 2010. Ich habe mich für einen männlichen Witchdoctor entschieden, weil ich den auch nach release zocken möchte. Der Charakter war Level "10". Jede Klasse hat nun einen sogenannten "Flucht skill" , wie schon in Diablo 2 die Sorcs teleport, besitzt jede Klasse eine möglichkeit in Gefahrensituationen den Ort des Geschehens zu wechseln. Logischer weiße versehen mit cd und nicht wie in Diablo2 mit dauerteleportation durch die Welt mogeln. Der Hexendokotor tritt dafür in einen Geistartigen zustand und entkommt so für eine bestimmte Strecke einer Gegenermasse. Zur Verfügung hatte ich am Anfang zwei normale skills die jede Klasse besitzt: Zuschlagen in meinem Fall mit einem Dolch und eine Fernkampfmöglichkeit. In meinem Fall ein Blasrohr mit dem ich soweit ich das richtig beurteilt habe giftige schlangen auf den Gegner geschossen habe, sehr amüsant. Desweiteren konnte ich 3 Demonenhunde beschwören, erinnert an die Skelette vom necro. Nach einem Levelaustieg erhielt ich eine Fertigkeit einen brennenden Fledermausschwarm auf die Gegnerhorde zu zaubern. "Cooler Effekt!!!
Da man die Fertigkeit mit Hilfe von Runen verbessert habe ich auch dies gleich einmal ausgetestet, und eine Runde in die Feritgkeit meiner Demonenhunde gesteckt, somit saugten sie Leben erechnet anhand 40% ihres verursachten schadens ab und übertrugen dies sich und mir.
Die Umgebung hatte einen wunderbar düsteren Charakter und die Gegner waren abwechslungsreich und Spektakulär in ihren Todesanimationen sowie Attacken.
In einigen Situationen war es sogar recht anspruchsvoll und nicht nur ein einfaches durch gehacke ohne Furcht. Die gegner droppen life drops, mit denen man sich das Leben füllen kann, Tränke haben einen hohen cooldown und sind somit nur in Notsituationen zu nutzen. Positiv aufgefallen ist mir die UI sehr übersichtlich und stimmig, alles im allen ging die zeit rum wie im Flug und es hat sehr gefesselt. Freue mich aufjedenfall sehr auf das game
Ps: neuste Ankündigung Schwierigkeitsgrad Normal-Nightmare-Hell- und nun INFERNO ein endgame content wo die gegner level 61 und um einiges stärker equipt dropped dort auch das beste. Max level cap 60 von den Spielern.
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Obelus
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Leinenzwang für Blissard-Kunden?!?

Beitrag von Obelus »

The_Chosen_Pessimist hat geschrieben: Vielleicht war ich ja bei dem Online Zwang ein wenig hart, nur habe ich nie verstanden warum das immer so sauer aufstoesst. Kann mir einer das mal erklaeren. Wenn man unterwgs ist ok, oder Inet nicht funktioniert aber das ist doch kein Grund ein Spiel nicht zu kaufen o.O
Warum das irgendwem sauer aufstösst?

Es klingt nach Leinenzwang für Blissard-Kunden.
Es klingt nach Ohnmacht, nach Kontrollverlust und nach Verarsche der Ehrlichen (und nicht zuletzt der Gutmenschen, welche sich offensichtlich nicht selbst schützen wollen, was mir viele Beiträge hier im Forum beweisen).
Es klingt nach schlechtem Witz ohne Charm und Esprit, weil einem hinterher das Lachen bitter schmeckt.
Es klingt nach einer Vollzugsmaßnahme wie man sie bei Verbrechern auf Kaution erzwingen würde.

Um es verständlicher zu machen: Stelle dir selbst die Frage:
Kaufst du auch ein Auto, das du nur benutzen darfst, wenn du vor jeder Fahrt beim Hersteller bescheid sagen musst, wohin du fährst und lässt dich anschließend dabei per GPS überwachen?

Wohl kaum, oder?

Das würde niemand freiwillig machen, das kannst du mir glauben!! (Dann heisst es nämlich: "Freie Fahrt für freie Bürger!").
Tatsächlich wäre das nicht nur ein Grund zum NICHT-Kauf sondern vielmehr ein Fall für das Verfassungsgericht!

Aber bei Spielen soll ich das akzeptieren? Warum sollte das Recht auf Schutz meiner privaten Angelegenheiten für Spiele nicht gelten?
Was kommt als nächstes, wenn die Masse so etwas akzeptiert oder auch nur toleriert? Wo würde die Leine als nächstes angelegt?

Was wäre wohl, wenn sich Menschen wie meine Wenigkeit und all die anderen, hier im Forum und ebenso in allen anderen Netzwerken dieser Welt, nicht dafür einsetzen würden, aus Gier und Rücksichtslosigkeit schleichend entrechtet zu werden?

Ich frage mich, ob du dann auch noch so unbedarfte Fragen stellen würdest? (Oder ob du nicht bereits jemanden um Erlaubnis dafür bitten müsstest :Salut: ).

Wie kannst du so arglos sein und dabei ruhig schlafen?
SixBottles
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Beitrag von SixBottles »

KOK hat geschrieben: Schon mal auf die Idee gekommen, daß es Spieler gibt, die tatsächlich von dem "Online-Zwang" profitieren? Namentlich alle Online-Spieler, die Diablo 3 nur online gezockt hätten und den Offline-Modus, hätte es ein gegeben, nicht mal einen näheren Blicks gewürdigt hätten? Aber natürlich, das geht nicht. Wir sind alle nur auf Blizzard reingefallen und haben völlig unbewusst unsere Vorlieben geändert. Vorher wollten wir ja offline zocken... (das war Sarkasmus)
sorry dass ich jetzt ausfallend werde...aber: wie DUMM kann man eigentlich sein?!vom ONLINE-zwang profitieren die ONLINE spieler?! WTF?! wenn du eh ONLINE spielst, dann bist du eh ONLINE, ergo braucht man auch keinen ONLINE-zwang... :roll:

dieser onlinw zwang ist einzig und allein zu marketing zwecken ersonnen worden. was spielt wer wo wann und wie? mit diesen informationen kannst du schön gezielt werben, und produkte massenmarkt sicherer anbieten und maßschneidern. punkt. das hat nichts mit cheaten zu tun . im battlenet werden die chars eh online gespeichert, also wird dieser onlinezwang auch null gegen cheater unternehmen.




so und nun zum auktionshaus.

viele verstehen hier nicht worum es geht.

1. minor problems... es ist ohnehin bedenklich wenn der entwickler für jede transaktion echtgeld bekommt, da würden mir schonmal einige fragen aufkommen... z.b. spieler 1 hat rune A, spieler 2 hat rune B. a will mit B tauschen.wie geht das jetzt von statten? gibt es denn überhaupt noch einen tauschbildschirm? oder muss man dass jetzt per AH abhandeln?!

2. das eigentliche problem
hmmm nennt mich paranoid oder sonstwas... aaaber:
findet ihr es nicht seltsam, dass reine SP-builds können dank onlinezwang auch keine gegenstände mehr dupen oder sich anderweitig helfen können dass die skillbäume verschwinden. die attribute automatisch vergeben werden und nun also die einzige möglichkeit zu skillen darin besteht gegenstände zu sammeln, denn selbst für die skills braucht man ja diese runensteine...
und dann wird gleichzeitig ein auktionshaus implementiert, an dem blizzard wahrscheinlich mehr verdienen wird als an den eigentlichen spielverkäufen?

ich mein, hat sich blizzard nach 5 jahren entwicklung gedacht... hey leute wisst ihr was? es gibt doch immer diese auktionen bei ebay, warum machen wir nicht unser eigenes auktionshaus?! und dann schwupps war es da?!
das kann ich mir nicht vorstellen...in einer endphase eines spiels muss soviel fertiggestellt werden, da werden dutzende features gestrichen. und nicht so ein großprojekt wie ein online auktionshaus gebastelt. nein, das AH muss von anfang an in planung gewesen sein. und es sollte auch von vornherein klar gewesen sein das dieses auktionshaus unsummen von geld in die kassen spülen wird, wenn man das spiel gamplaytechnisch ein wenig umstrukturiert...

....und das ist eine sehr bedekliche einstellung, für zukünftige spieleentwicklungen
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Boesor
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Re: Leinenzwang für Blissard-Kunden?!?

Beitrag von Boesor »

Obelus hat geschrieben:
Was wäre wohl, wenn sich Menschen wie meine Wenigkeit und all die anderen, hier im Forum und ebenso in allen anderen Netzwerken dieser Welt, nicht dafür einsetzen würden, aus Gier und Rücksichtslosigkeit schleichend entrechtet zu werden?

Ich frage mich, ob du dann auch noch so unbedarfte Fragen stellen würdest? (Oder ob du nicht bereits jemanden um Erlaubnis dafür bitten müsstest :Salut: ).

Wie kannst du so arglos sein und dabei ruhig schlafen?
ich fürchte du überschätzt worum es hier geht und auf jeden Fall überschätzt du euren treuen aufrechten kampf für unsere rechte.
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Obelus
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Re: Leinenzwang für Blissard-Kunden?!?

Beitrag von Obelus »

Boesor hat geschrieben:
Obelus hat geschrieben:
Was wäre wohl, wenn sich Menschen wie meine Wenigkeit und all die anderen, hier im Forum und ebenso in allen anderen Netzwerken dieser Welt, nicht dafür einsetzen würden, aus Gier und Rücksichtslosigkeit schleichend entrechtet zu werden?

Ich frage mich, ob du dann auch noch so unbedarfte Fragen stellen würdest? (Oder ob du nicht bereits jemanden um Erlaubnis dafür bitten müsstest :Salut: ).

Wie kannst du so arglos sein und dabei ruhig schlafen?
ich fürchte du überschätzt worum es hier geht und auf jeden Fall überschätzt du euren treuen aufrechten kampf für unsere rechte.
Na, da bin ich aber ganz anderer Meinung.

Zunächst: Es ist nicht der treue und aufrechte Kampf für irgendwelche übergeordneten Ideale, sondern die Notwendigkeit, öfter mal das Maul aufzureissen im kleineren Rahmen um eben diesen grossen Kampf nicht irgendwann mal ernsthaft führen zu müssen. Ich bin schließlich nicht Sir Lancelot, sondern ein besorgter und mündiger Bürger, sonst nichts.

Privatsphäre und Datenschutz, b.z.w. die Kontrolle darüber kann man gar nicht überschätzen...
Du unterschätzt die Macht der Masse und die lässt sich wiederum allzu gerne wie eine Herde Vieh leiten. Gerne auch von bunten Medien und glitzerndem Schnickschnack. Und dann setzen bei einigen halt die natürlichen Schutzfunktionen aus.

Darum geht es. Daß ein paar Leute die anderen rechtzeitig warnen, wenn etwas nicht stimmt.
Und ZWANGS-Maßnahmen sind ein gutes Zeichen dafür, daß etwas nicht stimmt.

Du solltest das Ganze nicht verharmlosen. Schon heute sind viele ehemalige Errungenschaften der Aufklärung wieder beseitigt, und ehe du dich versiehst, bleibt dir nur noch die Erkenntnis, daß du mal lieber was gesagt hättest, solange sich noch was bewegen ließ.

Wer sich solche Fesseln anlegt, wie sie von Blissard gerade geschmiedet werden lässt sich auch anderswo (übertragen gesprochen) anketten.
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Boesor
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Re: Leinenzwang für Blissard-Kunden?!?

Beitrag von Boesor »

Obelus hat geschrieben: Du solltest das Ganze nicht verharmlosen. Schon heute sind viele ehemalige Errungenschaften der Aufklärung wieder beseitigt, und ehe du dich versiehst, bleibt dir nur noch die Erkenntnis, daß du mal lieber was gesagt hättest, solange sich noch was bewegen ließ.

Wer sich solche Fesseln anlegt, wie sie von Blissard gerade geschmiedet werden lässt sich auch anderswo (übertragen gesprochen) anketten.
Wenn leute bei diesem Thema so...episch werden wie du, von den errungenschaften der Aufklärung schreiben und mal wieder das große ganze im Blick hat trete ich gerne mal auf die bremse.
Hier gehts nicht um Menschenrechte, um freiheit oder sonstwas.
es geht um Spiele und um sicherlich verdammt einseitige verträge zwischen Kunde und Anbieter.
ich finde das alleine reicht schon und das muss man nicht diskredititieren indem man den Bogen zu groß macht.
dann wirkts in meinen Augen nämlich lächerlich.
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Obelus
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Beitrag von Obelus »

In einer Zeit des kontinuierlichen Sozialabbaus geht sowas Hand in Hand. Aber das soll wirklich nicht das Thema sein.
Das "Ausholen" dient lediglich als Erklärung dafür, was sich daraus entwickeln wird, wenn keiner rechtzeitig die Bremse tritt. Das ist wichtig, denn es fängt immer klein an. Ein kleiner, aber grundsätzlicher Fehler jetzt und hier ist ein potenzielles großes Risiko in der Zukunft.
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Beitrag von Boesor »

Obelus hat geschrieben:In einer Zeit des kontinuierlichen Sozialabbaus geht sowas Hand in Hand. Aber das soll wirklich nicht das Thema sein.
Das "Ausholen" dient lediglich als Erklärung dafür, was sich daraus entwickeln wird, wenn keiner rechtzeitig die Bremse tritt. Das ist wichtig, denn es fängt immer klein an. Ein kleiner, aber grundsätzlicher Fehler jetzt und hier ist ein potenzielles großes Risiko in der Zukunft.
Also ich kann das sehr gut differenzieren.
bei dir klingt das so, als müsste man gegen alles ind er Richtung sein, um eventuell schlimmere maßnahmen und Entwicklungen in ganz ganz anderen bereichen zu verhindern.
den Zusammenhang kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, siehe dein erster satz mit dem Sozialabbau.
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Obelus
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Beitrag von Obelus »

Der Zusammenhang zwischen dem Sozialabbau (der als Beispiel für den Trend der Zeit auch durch "Neoliberalismus" ersetzt werden kann) und einer radikalen Massnahme wie dem Entrechten durch Zwangsmassnahmen und dem Entzug der Kontrolle über dein Eigentum ist dir nicht klar? Die Konsistenz ist doch die gleiche. Und die ist radikal, rücksichtslos und kapitalistisch ohne wenn und aber. Sozial(demokratisch) ist schon jetzt fast nichts mehr.

Das soll nicht heissen, das Blissard sich da besonders hervor tun, sondern im Gegenteil bedeutet es, daß selbst Spieleschmieden, die garantiert nicht solchen skrupellosen Strukturen unterliegen, wie die Raffgier-Kapitalisten, allmählich vom Weg abkommen. Das macht dir keine Angst? Schlechte Spiele aufgrund rein gewinnoptimiert strukturierter Denkschemata sind da nur das kleinste Übel, das muss einem doch einleuchten.

Und hier geht es mitnichten gegen "alles in der Richtung" sondern ganz speziell um die Tatsache, das Blissard die Spieler zwingt, etwas gegen ihren Willen zu tun, wenn sie dann spielen wollen. Und das ist nicht hinnehmbar.

Vielleicht sind Blissard damit jetzt nicht direkt der Antichrist und vielleicht sind sie nicht mal böse, aber sie öffnen dem Bösen eine Tür.

Und da kann man besser mal den Bogen etwas weiter spannen, um bei deinen Worten zu bleiben, weil ansonsten ohnehin keiner zuhört.
Denn wenn alle sich nur gegenseitig auf die Schulter klopfen, bleibt bei keinem was hängen.
Eine Kelle Provokation (und die auch nur als "Stilmittel" eingesetzt, weil man den "Medienlärm" ja noch übertreffen muss) hilft da schon.

Natürlich könnte ich auch einfach sagen: "Na gut, ich kaufe das nicht und der Rest interessiert mich nicht". Das wird mir aber vielleicht in 20 Jahren leid tun, wenn ich gar keine Spiele ohne solche "Massnahmen" erwerben kann. Und das klingt nicht nach einer strahlenden Zukunft sondern nach Kontrolle und Dystopie. Bedenke daß vor 20 Jahren die Leute Kameras auf öffentlichen Plätzen nicht akzeptiert hätten. Heute scheint das keinen mehr zu stören. Die Erfahrung sagt mir, das in 20Jahren viel passieren kann.



Würde Blissard die "Aktivierung" des Spiels Belohnen und somit das Einverständnis der Leute erbitten, könnte mich das alles gar nicht jucken. Eine einmalige Anmeldung käme dabei auch keiner Überwachung gleich und dabei wäre alles gut.
Das geht halt einfach zu weit, was Blissard hier versucht und ich hoffe, da regt sich genug Wiederstand, um das zu verhindern.